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Thema: Band 6: Die Masken des Dr. Faustus
Das Gleichgewicht

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Heute, 10:21 Forum: Dorian Hunter - Klassiker

Zitat:
Original von woodstock
Zitat:
Original von Das Gleichgewicht
Auch bei der Größe des Puppenmannes Don Chapman soll man sich endlich mal festlegen. Bei der Beschattung von Anselm kann er das Erdgeschossfenster nur erklimmen, weil zufällig eine Holzplanke daran gelehnt ist. Bei Dorian schafft er es einfach so auf den Fenstersims.


War ein Kleineres Haus
Ehrlich GG über was für Dinger du dich manchmal aufregen kannst...da reg ich mich drüber auf großes Grinsen


Good good, let the hate flow through you großes Grinsen

Thema: Band 6: Die Masken des Dr. Faustus
Das Gleichgewicht

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22.01.2018 18:54 Forum: Dorian Hunter - Klassiker

Ein Neger namens King-Kong also. Na zum Glück hat Earl Warren den dämlichen Name abgeändert. großes Grinsen


Die Rattenkönigin  

von Ernst Vlcek


Bringen wir es direkt als erstes hinter uns, auch dieses mal ist Arschloch Marvin Cohen wieder mit von der Partie. Wenn man die übertriebenen Sachen überliest geht er als ordentlicher Charakter durch. Jemand, der lieber agiert, statt zu denken. Der zupackt. Die Drecksarbeit macht, wenn es sein muss.

Nach dem letzten Abenteuer geht es zum fiktiven Amsterdamer Vorort Borvedam. Dort sollen Ratten den gesuchten Drudenfuß bewachen. Genau jetzt wo die Helden eintreffen gibt es in der Sache Aktivitäten. Mehrere Männer sind durch Rattenbisse gestorben, alle gehörten einem Freundeskreis an. Während Dorian sich von der Polizei auf den neusten Stand bringen lässt, will sich Don Chapman aus irgendeinem nicht genannten Grund im Keller umschauen, wird auf eine übergroße Ratte aufmerksam und folgt ihr in eine Höhle, die von leuchtenden Würmern und Glühwürmchen erhellt wird. Das ist für das Finale wichtig. Ernst Vlcek hätte sich trotzdem wenigstens einen Grund einfallen lassen können, was der Puppenmann im Keller wollte.

Andernorts gibt es den nächsten Rattenangriff, dieses mal nicht auf einen Mann, sondern auf das Mädchen Julie. Sie entkommt verletzt zu ihrem Verlobten Anselm. Zufällig ist der auch aus dem Männerkreis der Opfer und ein mögliches Ziel. Deshalb ist Marvin Cohen gerade zur Befragung bei ihm und nutzt direkt die Gelegenheit, sich mit Julie zu unterhalten. Es stellt sich heraus, dass alle Männer vor ihrem Tod von einer mysteriösen Frau geträumt haben.

Während Cohen noch da ist taucht auch schon die nächste handlungsrelevante Person günstig auf. Die alte Arline scheint einiges zu wissen. Cohen nimmt sie zu Dorian mit, wo sie dem Team die Legende der Rattenkönigin erzählt. Langsam formt sich ein Bild. Aus unerwiderter Liebe hat sie die Männer zu sich gelockt und dann von ihren Ratten töten lassen. Es ist davon auszugehen, dass Amseln wirklich das nächste Opfer sein wird. Deshalb beschattet Chapman ihn. Kann als Puppenmann aber wenig ausrichten, als die Ratten tatsächlich um Mitternacht auftauchen und ihn unter Bann ins labyrinthartige Höhensystem unter dem Ort geleiten. Auch Chapman wird entführt und wird so Zeuge, wie sich Amseln als unwürdig erweist. Die vorherigen Geliebten wurden von der Rattenkönigin an dieser Stelle getötet, Amseln lässt sie aber gehen. Sie verspürt eher Trauer als Hass. Der Kerl wird eben noch für die Handlung gebraucht, den kann man nicht umbringen.

Chapman erspäht in der Lagerstätte der Rattenkönigin den Goldenen Drudenfuß. Und kann letztendlich mit diesen wichtigen Informationen aus den Höhlen entkommen, um dem Dämonenkiller zu berichten.

Man vermutet, dass die Rattenkönigin nun die Nase voll von der Partnersuche hat und wütend ihre Ratten auf die Stadt loslässt. Während Dorian sich mit der Polizei in Verbindung setzt soll Marvon Cohen Arline herholen, damit sie weiter ausgefragt werden kann. Und Coco sieht auf einer Einkaufstour durch Borvedam, dass die Ratten schon da sind und Chaos anrichten. Arline stellt sich nicht wirklich als Hilfe heraus. Sie scheint eigene Ziele zu verfolgen und eher auf der Seite der Ratten zu stehen. Wenigstens erreicht Dorian eine Evakuierung des Ortes und Militärunterstützung.
Aber was gegen diese Unzahl an wuselnden und intelligent gesteuerten Viechern machen? Wenn sie auf Befehl der rasenden Rattenkönigin wirklich nur die Zerstörung von Borvedam im Sinn haben?

Zum Glück besinnt sich die Rattenkönigin doch noch auf die Kraft der Liebe oder was auch immer. Sie kann sich Anselm schnappen und zieht dann ihre Tierchen zurück. Wahre Liebe ist ihr wohl nicht mehr so wichtig, es reicht ihr ein Kerl, auch wenn er Angst vor ihr hat.

Letztendlich taucht Arline überraschend wieder auf und hilft dem Dämonenkiller-Team in das Versteck der Rattenkönigin. Es stellt sich heraus, dass Arline selbst eine Rattenkönigin ist. Es kommt zum Kampf der beiden Dämoninnen. Dorian kommt währenddessen an den Drudenfuß und weiß plötzlich, welche Symbole er wohin verschieben muss, um das Artefakt als Waffe gegen die überlebende Königin zu benutzen. Fertig. Einen ganzen Ort gerettet und die Superwaffe in Besitz genommen, so kann man einen arbeitsreichen Tag doch zufrieden beenden.


Ich kann die Lektüre leider nicht vollkommen zufrieden beenden. Insgesamt hat mich die Ratten-Geschichte positiv überrascht. Dass sie so groß aufgezogen wird hätte ich nicht erwartet. Es trifft keine kleinere Menschengruppe, sondern direkt einen ganzen Ort und seine Bewohner. So gibt es auch interessante Angriffe der Ratten und nicht nur das obligatorische Totnagen oder unter sich begraben und ersticken lassen. Auch die Legende der Rattenkönigin hat mir gefallen, ebenso wie ihre optische Darstellung. Was gleich zum ersten Kritikpunkt führt. Selbst wenn ich davon ausgehe, dass die alte Legende totaler Blödsinn ist und die Rattenkönigin unabhängig davon zu betrachten ist, handelt sie in einigen Sachen doch seltsam. Allein, um die Geschichte sehr offensichtlich in eine passende Richtung zu lenken.

Es wurde an keiner Stelle erklärt, warum ausgerechnet dieser Männerfreundeskreis so besonders ist. Die Rattenkönigin sucht einen Partner, ok. Da gibt es in Borvedam doch haufenweise. Es ist nicht so, als hätte sie nur diese Clique und wenn sie dort alle Kerle durchprobiert hat muss sie auf ewig allein bleiben. Ebenso wenig habe ich verstanden, was Anselm so besonders macht. Sie hat bereits Freunde von ihm auserwählt und gnadenlos getötet, als sie ihre wahre Gestalt verabscheuen. Anselm lässt sie aber gehen und will ihn später sogar ohne seine ehrliche Liebe bei sich haben.

Der zweite sich durch den Roman ziehende Kritikpunkt ist damit verknüpft. Allgemein sehr forciertes Lenken der Handlung. Als Chapman die Höhle entdeckt. Als Marvin Cohen mit Arline in Kontakt kommt. Als selbst das Militär erfolglos versucht die Ratten auszurotten und sie dann doch nicht mehr den simplen Auftrag haben, den Ort zu zerstören.


Keine perfekte Geschichte, aber eine unterhaltsame Geschichte. Ich weiß, ich bin da sehr genau, aber Ernst Vlcek hätte einige Dinge geschickter lösen können.

großes Grinsen großes Grinsen großes Grinsen großes Grinsen großes Grinsen großes Grinsen großes Grinsen Baff Baff Baff (7 von 10 Schnauzern) + 1 Lesespaßpunkt

PS. Einige zusätzliche Gedanken zu den Charakteren. Coco hat das gleiche Problem wie Dorian mit seinem Amulett. Mal wird es genutzt, dann wieder nicht. Die Hexe kann hier die Aura von Dämonen spüren. Oder zumindest ahnen, ob ihr Gegenüber irgendetwas „magisches“ an sich hat oder ein stinknormaler Sterblicher ist. In vorangegangenen Romanen hätte ihr das sehr geholfen, da wird das aber nicht erwähnt. Auch bei der Größe des Puppenmannes Don Chapman soll man sich endlich mal festlegen. Bei der Beschattung von Anselm kann er das Erdgeschossfenster nur erklimmen, weil zufällig eine Holzplanke daran gelehnt ist. Bei Dorian schafft er es einfach so auf den Fenstersims.

Thema: Dorian Hunter Amazon E-Book Inhalt ?
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22.01.2018 18:33 Forum: Frage und Antwort

Ich denke bei den ebooks ist die gleiche Anzahl der Romane wie auch bei den Taschenbüchern drin. Leider immer unterschiedlich, da man versucht hat einen Kurzzyklus in ein Taschenbuch zu bringen.

Auf der alten Seite von Zaubermond stand das dazu, die neue Seite ist leider extrem abgespeckt.

http://www.gruselroman-forum.de/board.php?boardid=286&sid=
Du müsstest dich hier durch jeden einzelnen Thread klicken, um zu sehen, welche Romane in einem ebook sind.


In der alten Hardcoverauflage hieß Band 2 "Der Hexenkreis" mit den Romanen fünf bis neun. In der Taschenbuchauflage (und auch den ebooks) heißt er Freaks, es müssten aber auch die Romane fünf bis neun sein.



Wegen dem Vorwort, ich Dussel hatte genau das schonmal zu der Taschenbuchneuauflage gefragt, weil mir das aufgefallen war. Folgende Antwort von Zaubermond.

"Wir haben für die Taschenbuchausgabe auf die alten Vorworte (oder Vorwörter ...? :-)) verzichtet, weil diese teilweise sehr tagesaktuell verfasst und deshalb für eine Buchausgabe nicht so angemessen waren"



Kurzum. Du bekommst in den ebooks genau die gleichen Geschichten wie in den Taschenbüchern. Nur die Vorworte der Autoren aus der alten Hardcoverauflage fehlt.

Thema: Dorian Hunter Amazon E-Book Inhalt ?
Das Gleichgewicht

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22.01.2018 09:09 Forum: Frage und Antwort

Müsste exakt der gleiche Inhalt der Zaubermondtaschenbücher sein. Die sind ja manchmal leicht bearbeitet oder nicht, weiß man vorher nie. Auf jeden Fall sollten alle wichtigen Zylen drin sein.

Höchstens kann es sein, dass bei den ebooks das kurze Vorwort fehlt. Kann ja mal Zaubermond auf facebook anschreiben, wenn dir das wichtig ist, die antworten eigentlich immer schnell. Augenzwinkern

Thema: Band 6: Die Masken des Dr. Faustus
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19.01.2018 18:05 Forum: Dorian Hunter - Klassiker

Zitat:
Original von Talis
Sein geschichtliches Hintergrundmaterial ist um Klassen besser, was andere Autoren so liefern.


Da kann man geteilter Meinung sein. Ich finde den Vergleich sowieso unfair, heutige Autoren haben es viel einfacher historische Hintergründe zu recherchieren. Auch eher unbekannte Details abseits des Mainstreamwissens und bekannter Klischees.

Was Manfred Weinland da zum Beispiel abliefert ist erstaunlich. Leider so oft Frühmittelalter bis Spätmittelalter oder Nazizeit. In Europa. Es gibt so viele interessante Gebiete. Zum Beispiel als James Cook Australien zur britischen Kolonie "machte" und die darauffolgenden Jahre. Nur mal als spontanes Beispiel.


ABER, es freut mich, dass du dich zu meinem Geschriebenen äußerst. Die Erklärungen oder Korrekturen lese ich gern. Wir sind ja nicht nur für trockende Rezensionen, sondern auch für Meinungsaustausch hier. smile Also haltet euch nur nicht zurück, mache ich ja auch nicht, wenn ich meine eigentümliche Sichtweise auf die Kultserie habe. großes Grinsen



Der Kopf des Vampirs

von Earl Warren



Dorian und Coco sind auf dem Weg nach Amsterdam, um den Vampirkopf von Vidal Campilla aka Thören Rosqvana zum dämonischen Professor Zaander zu bringen. Der Vampir soll dort einen frischen Körper erhalten, Dorian bekommt im Gegenzug Informationen über den Aufenthaltsort des wahren Drudenfußes.

Natürlich entwickelt sich die Reise nicht so einfach wie sie klingt. Rosqvana kann telepathisch Kontakt mit Zaander aufnehmen und ihn warnen. Zeitgleich mit der Zugfahrt beginnt leider auch der Trash. Rosqvana ist in einer Hutschachtel sicher verstaut. Da steigt eine Dame zu, der unglücklich die Schachtel herunter fällt. Coco gaukelt ihr mit ihren wieder wachsenden Hexenkräften schnell die Illusion eines echten Huts vor. Doch der Vampirschädel kann plötzlich fliegen und rast blutgierig auf die Frau zu. Dorian packt ihn gerade noch rechtzeitig und schüttelt ihn ordentlich durch, damit er wieder runter kommt. Das fängt ja toll an.

Als wäre das nicht genug, an dem ich zu knabbern hätte, steigt neben dem Puppenmann Don Chapman auch noch Marvin Cohen zu. Er wird für den Rest der Geschichte immer wieder typische Szenen zugespielt bekommen, damit der Leser auch ja nicht vergisst, was für ein pöser Pursche er ist.

Unser fliegender Schädelfreund bekommt weitere lustige Kräfte spendiert. Er kann die Anwesenden im Abteil in eine magische Benommenheit lullen und dann durch feste Materie hindurch auf Blutsuche im Zug herumschweben. Er findet auch ein Opfer, aber durch seinen Halsstumpf fließt das ganze Blut wieder nach draußen. Wie ärgerlich!

Auch Zaanders Diener Ndoyo ist im Zug, um sich den Vampirkopf zu schnappen und Dorian zu töten. Er erwischt Thörens Kopf auf frischer Tat beim Blutsaugen. Die Blutlache am Boden muss weg. Wie gut, dass Rosqvana jederzeit neue Magie wirken kann. Das Blut gasförmig machen und in einer Dunstwolke aus dem Abteilfenster huschen lassen, überhaupt kein Problem.

Ndoyo schafft es sogar noch, Don Chapman als Geißel zu nehmen und Dorian zu erpressen. Er will ihm direkt im Zug das Gehirn herausschneiden, damit sein Meister etwas zum herumwerkeln hat. In letzter Sekunde betätigt Coco die Notbremse und Ndoyo wird aus dem Konzept gebracht. Wie sie das so zeitgenau ausführen konnte, lasse ich mal unkommentiert. Im folgenden Handgemenge kann Ndoyo mit Chapman aus dem stehenden Zug fliehen. Dafür ohne das Gehirn von Dorian oder Rosqvanas Kopf.

Für die Dämonenkiller geht es aber weiter nach Amsterdam und nicht an die direkte Verfolgung. Es wird am Plan festgehalten, auch wenn man jetzt weiß, dass Zaander Dorian ans Leder will und man garantiert in eine Falle laufen wird. In Amsterdam angekommen erzählt ihnen Zaander bei einem Telefonat, dass Chapman seinem Diener entkommen ist. Wieso sollte er offenbaren, dass ihm dieser Faustpfand verloren gegangen ist? Andererseits, wieso sollte er sich so eine Lüge ausdenken? Egal, obwohl Coco und Dorian momentan eine schwere Phase durchmachen und ein Bruch in ihrer zwischenmenschlichen Beziehung stattfand, gibt es im Hotelzimmer erstmal heißen Sex. Wieso auch nicht? Gefühle und fröhliches Vögeln kann man problemlos voneinander trennen. Ich kann man überhaupt nicht vorstellen, wie das in einer realistischen Serie ihrer Liebe schadet.

Da es regelmäßig passende Stellen für Marvin Cohen gibt, darf man auch ja nicht nachlassen, und den Trashfaktor darüber vergessen. Also gibt es bei Zaander zusammengewürfelte Misch-Monstrositäten. Und Rosqvanas Kopf kommt nicht auf einen neuen Körper, sondern auf den von Ndoyo, ohne dessen Kopf zu entfernen. Nach dem fliegenden schlechtgelaunten Vampirkopf gibt es jetzt den Doppelkopf-Vampir. Darüber sind beide Individuen nicht erfreut und drehen am Rad. Es kommt zum Kampf mit den Monstern des Professors und der Doppelkopf-Vampir flüchtet. In eine Gartenhütte. Wo er ungünstig auf einen Rechen tritt und sich den Stiel an einen der Köpfe hämmert. Glückwunsch, hier war bei mir Schluss. Den Rest habe ich nur noch lustlos weggelesen. Das Gestreite der ungleichen Persönlichkeiten in einem Körper ging mir auch auf die Nerven.

Rosqvana beißt Ndoyo, damit er zum hörigen Vampir wird und Ruhe gibt. Der Doppelkopf-Vampir stellt sich Zaander entgegen. Das Dämonenkiller-Team erwartet ihn schon und huscht hinterher. Es kommt zum Kampf. Zaanders Monster überwältigen die Angreifer. Keine Chance für Dorian und Co. Wie löst man so eine Situation? In einem Trash-Roman ganz simpel. Auf einmal erscheinen in der Wand irgendwelche Öffnungen, aus denen Ratten strömen. Sie erledigen in ihrer Vielzahl Zaander. Das sind nämlich die Wächter des Drudenfußes. Ach stimmt, in diesem Zyklus geht es eigentlich um etwas ganz anderes als die Verpflanzung eines Vampirschädels. Man muss nun also der Spur der Ratten folgen, sozusagen. Cohen tötet in einem seiner spontanen Arschloch-Momente den Doppelkopf-Vampir, bevor der Dämonenkiller reagieren kann. Der Deal lautete eigentlich anders und Ehrenmann Dorian hätte ihn wie versprochen verschont. Egal, fertig.



Ich weiß natürlich nicht, inwieweit Earl Warren Opfer des Exposes wurde. Aber die Geschichte war eine einzige Qual für mich und ich hoffe inständig, dass solche Fälle unter dem Trashmotto die absolute Ausnahme bleiben. Was selbstredend sehr vom persönlichen Geschmack abhängt. Fliegende Köpfe sind eines der Dinge, die ich absolut nicht ausstehen kann. Es sei denn es passt genau zur Geschichte und ist extrem gut erklärt. Rosqvana hat dann auch noch haufenweise Kräfte. Als er endlich mit dem Fliegen aufhört und auf einen Körper festgetackert wird, bleibt es beim Trash, weil er sich einen Körper teilen muss. Dazu noch Marvin Cohen, der so schnell wie möglich einen schweren Flügel auf den Kopf bekommen sollte, damit er aus der Serie verschwindet.


Was ich Earl Warren zuschreiben kann ist die gute Schreibe und die Ausarbeitung der Passagen. Damit bin ich sehr zufrieden. Ndoyo ist eine spannende Figur, sein Meister leider der platte fiese Wissenschaftler, der gern mal irre kichert und sich die Hände reibt. Die Szenen im Zug mit Chapmans Geißelnahme konnten mich unterhalten. Wäre der Vampir normal gelaufen, statt bei seiner Nahrungsbeschaffung durch Türen zu fliegen, ich hätte mich voll darauf einlassen und genießen können. Ganz allgemein, ohne den Trash wäre das ein toller Roman geworden, da bin ich mir sicher. Er ist auch ein toller Trash-Roman und deshalb möchte ich ihn ungern bewerten. Da es nur am Ende kurz um den Drudenfuß geht hätte ich ihn überspringen können und vielleicht auch sollen.

großes Grinsen großes Grinsen großes Grinsen Baff Baff Baff Baff Baff Baff Baff (3 von 10 Schnauzern), aber diese Wertung kann man hier ruhig ignorieren.

Das nächste Thema ist schon wieder so ein Fall. Ratten-Romane sind auch nicht unbedingt meine Favoriten. Liebe Tierchen, aber wenn sie nicht mit einer guten Erläuterung von einem Dämon kontrolliert werden keine Wesen, von denen ich in Gruselromanen gern lese. Viel können die nicht machen, außer in schierer Masse herumzuwuseln und Leute totzubeißen. Naja, mal schauen, Ernst Vlcek traue ich einiges zu.

Thema: Bilder eurer Sammlung und der Aufbewahrung
Das Gleichgewicht

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19.01.2018 17:49 Forum: Sonstiges

Ich bewahre meine Hefte auch liegend auf. Bin aber kein Zustandsfanatiker.

Was ich anders mache als du, ich presse die Hefte bis zur Schmerzgrenze in ein Fach. Das wirkt der Wölbung entgegen. Damit habe ich sogar richtig verknickte Wochenmarkt-Hefte wieder flach bekommen. Natürlich ist es dann schwerer die Dinger wieder rauszuziehen, aber wie oft liest man ein "fertiges" Heft schon nochmal?


edit: Natürlich schön ordentlich gestapelt und mit der Heftung (heißt das so? Die klammern halt) immer nach links.

Thema: Band 6: Die Masken des Dr. Faustus
Das Gleichgewicht

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18.01.2018 18:22 Forum: Dorian Hunter - Klassiker

Jagt die Satansbrut

von Neal Davenport



Dämonenkiller ist eine interessante Serie, unbestreitbar. Das wird sicher auch so weiter gehen, ich bin guter Hoffnung. Bei den beiden Hauptautoren sehe ich inzwischen aber schon einen Unterschied. Neal Davenport bringt hier neue Ideen und Entwicklungen unter, richtig zufrieden bin ich aber nicht. Vieles sind vertane Chancen, Dinge die ich gern anders gesehen hätte. Die Thematik um Drudenfuß und Dämonendrillinge klingt auf dem Papier sehr spannend, jedoch hat mich dieser Einstieg ernüchtert.

Fangen wir mit der Weitererzählung von Dorians zweitem Leben an, die für mich einige Brüche hat.
War Lucerno schon während der Ereignisse um Esmeralda auf der bösen Seite? Wenn ja würde es noch weniger Sinn ergeben, dass er Esmeralda fallen lässt und ihr Zukunftswissen einem anderen schenkt, als weiter davon Gebrauch zu machen. Bisher war ich der Annahme, er wäre einfach nur ein korrupter Inquisitor gewesen.

Und Juan als zentrale Figur? Plötzlich geht er in eine viel mystischere Richtung. Hat einen Lehrmeister im Studium der Alchemie und liest sich viel mehr wie seine aktuelle Wiedergeburt als Dorian Hunter. In Ernst Vlceks Version war Juan wilder, aber auch naiver. Er hatte keinen Lehrmeister, nur Graf Fuesco als Partner. Und obwohl er von der Existenz der Schwarzen Familie wusste, war er doch eher ein Kämpfer gegen die scheinheilige Inquisition. Ein typischer Rebellenführer mit einem leidenschaftlichen Herzen.

Es ist sehr praktisch. Gerade als die Dämonendrillinge geboren werden, mächtige Überwesen, kann auch die einzige Waffe gegen sie hergestellt werden. Wenn ich es richtig verstanden habe wirkt der Drudenfuß auch nur gegen die Drillinge, ansonsten ist er nutzlos. Und Juans Meister stirbt wenige Minuten, nachdem er seinen Schüler über die Waffe aufgeklärt hat. So gelangt Juan erstmal an das Teil. Hätte man das nicht geschickter lösen können?

Und danach, die Darstellung der Inquisition und der grausamen Folter. Langsam reicht es. Ich bin mir sicher, die Serie hat auch andere historische Themen für düstere Szenen zu bieten. Das muss ich jetzt echt nicht mehr lesen.

Wenn Juan sich jetzt schon so liest wie Nicolas de Conde, muss man ihm nicht auch noch die gleichen Erlebnisse spendieren. Wie wäre es mit einem Leben als vampirisches Mitglied der Schwarzen Familie oder vampirischer Kämpfer gegen das Böse? Dass frische Vampire unbedingt den Befehlen ihres Erzeugers folgen müssen hat mir nicht gefallen. Langweilig, wenn das jetzt eine feste Regel in der Serie ist. Aber Juan als Blutsauger wäre eine sichere Chance auf interessante Abenteuer und ein Alleinstellungsmerkmal dieser Wiedergeburt gewesen. Leider wird sich dazu entschieden, ihn direkt zu töten. Womit auch dieses Dämonenkiller-Leben erledigt ist.


In der Gegenwart ist Coco nicht nur zurück im Team, sondern auch mit Dorian intim. Der Umgang mit dieser Figur ist mit viel zu sprunghaft. Eine glaubhafte Gefühlswelt wird mir jedenfalls nicht vermittelt. Da hat man schon eine emanzipierte junge Hexe in der Besetzung und nutzt sie dann nicht für eine moderne Frauendarstellung. Ich weiß nicht, ob der Leser das damals überhaupt gewollt hätte oder davon genervt gewesen wäre, aber für mich gäbe es DK direkt einen Sympathiebonus.

Die Dämonendrillinge wurden vor etwa 500 Jahren geboren. Super mächtig, eine echte Gefahr für die Menschheit, höchstes Dringlinchkeitspotential, diesdas. Tja, die Welt ist in den 500 Jahren nicht untergegangen und es gibt auch keine historischen Aufzeichnungen über Drillinge die Hitler an die Macht verholfen haben oder den ersten Weltkrieg anzettelten. So schlimm kann es nicht sein. Wenn man dem Leser schon Panik machen will muss das besser ausgearbeitet sein. Sicher sind die Drillinge mächtig und gefährlich, aber das sind andere starke Dämonen auch.

Nun gibt es also diesen Drudenfuß, aber der kann überall auf der Welt sein. Zufällig hat Coco auf ihrer Reise kürzlich jemanden besucht und das Artefakt dort gesehen. Prima. Wenigstens geht Dorian nicht auf Olivaros Unterstützungsangebot ein. Der hat den Dämonenkiller vor kurzem erst erfolgreich eingespannt, um einen Konkurrenten bequem loszuwerden.

Zum Finale gibt es dann den nächsten Vampir, mit dessen direkter Vernichtung man Potential vergeudet. Ich mochte Helnwein als Antiquar sehr gern, seine plötzliche Verwandlung hat mich geschockt. Aber ich hätte mich mit ihm als Vampir, egal auf welcher Seite, arrangieren können.

Bleibt noch der Gegner der Woche. Ich kann leider nicht aufhören, Dinge zu krisitieren. Vidal Campilla ist ein typischer "ich kann alles"-Gegner ohne feste Struktur. Ist er nun ein klassischer Blutsauger oder ein mächtiger Vampirdämon oder ein Vamir aus einem Magierclan? Er hat mir zu viele Fähigkeiten. Und kann probemlos nur als Kopf überleben. Einfach bei der nächsten Gelegenheit einen neuen Körper suchen und fertig. Aha. Der Quälgeist-Schädel wird mitgenommen, um bei der Beschaffung des echten Drudenfußes zu helfen, der bei ihm war nur eine Illusion. Ich wittere Trashszenen mit einem quasselnden und fluchenden Kopf in einer Hutschachtel. Bitte nicht!


Der Drudenfuß-Zyklus könnte sich noch in eine gute Richtung entwickeln. Das Eröffnungsabenteuer hat mir aber nicht gefallen. Zu viele übertriebene, zufällige oder simpel gelöste Momente. Die Chance auf zwei Vampir-Charaktere wurde vertan. Juan Garcia de Tabera ist mir dem Baron Nicolas de Conde zu ähnlich geworden. Die Inquisition ermüdet mich, ich möchte ein frisches Historienkapitel.

großes Grinsen großes Grinsen großes Grinsen großes Grinsen Baff Baff Baff Baff Baff Baff (4 von 10 Schnauzern)


PS. Apropos übertriebene Darstellungen. Marvin Cohen ist furchtbar überzeichnet, als das dumme Arschloch. Der Leser soll ihn unbedingt hassen, deutlicher kann man es einem wirklich nicht ins Gesicht drücken. Wo sonst die Charaktere eine Stärke von DK sind, ist das einfach lächerlich.

Thema: Band 2050: Vergessene Schrecken
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18.01.2018 18:19 Forum: JS2001-2100

Zitat:
Original von Mr. Benjamin
Kaum verschleierte "It"-Hommage, die in Retro-Gefilden à la "Stranger Things" an 80er Jahre Kinder-Abenteuer ("Goonies", "Monster Squad", "Young Sherlock Holmes", Joe Dante-Krams) erinnert.


Ah, bin ich doch nicht der einzige, der da Parallelen sieht, ich habe mir das also nicht nur eingebildet oder zurechtgeredet. großes Grinsen

Thema: Der Baphomet Zyklus
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14.01.2018 12:07 Forum: DämonenKiller

Also sollte jeder eine eigene Meinung haben. Das ist Fakt und keine Meinung. Wer der Meinung ist, man braucht keine eigene Meinung im Leben, sollte sich unserer richtigen Meinung anschließen. großes Grinsen

Thema: Band 2055: Das Zombie-Ehepaar
Das Gleichgewicht

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12.01.2018 18:32 Forum: JS2001-2100

Jason hat es neuerdings mit vermenschlichten Untoten. Erst eine ganze Familie und jetzt ein Ehepaar, dass sich normal artikulieren und bewegen kann. Die beiden heißen zwar Zombies, lesen sich aber wie stinknormale Psychokiller. Ich möchte wirklich lieber mystischen Grusel und keine Krimis lesen. Immerhin können sie als Schatten auftreten oder ein Abbild von sich projizieren.


Die Gegnerdarstellung steht einem guten Roman natürlich nicht im Wege. Da kann man trotzdem noch einiges rausholen. Das funktioniert aber nicht, wenn man zu routiniert seinen obligatorischen Text wie immer schreibt. Mit teils furchtbaren Dialogen ohne Sinn und Gesprächen, die sich im Kreis drehen. Mit Gegnern, die lieber telefonieren oder als harmlose Projektionen betonen, wie gefährlich sie sind. Und wenn es dann mal mittelmäßige Actionszenen gibt werden diese nicht durchgezogen, sondern unterbrochen.

Zum Beispiel beim Finale. Endlich wollen die Zombies Harry und Dagmar an den Kragen. Aber statt direkt in ihrer Wohnung zu erscheinen oder als Schatten ein Katz-und-Maus-Spiel mit ihnen zu starten, wird ein unnötiger Umweg genommen. Besagte Schattenform wird im Finale nicht mehr genutzt, obwohl sie damit gefährlicher sind als in ihrer körperlichen Form.

Lofikfehler gibt es auch zur Genüge. Einige davon sind Dinge, die Dark eiskalt durchzieht. Wo haben all die Gegner der Woche die privaten Handynummern der Helden her?

Und bei den Opfern der Zombies sind mir ebenso einige Sachen aufgefallen. Wieso lebt ein Hund völlig allein in einem Haus, dessen Besitzer verstorben sind? Gibt es wirklich Wohnwagen, die an beiden Seiten jeweils eine Tür haben?


Dennoch hat der Roman auch gute Seiten, und wenn es nur die Ideen sind. Vor allem der kurze Einblick in Harrys Vergangenheit ist hervorzuheben. Zwar nicht besser geschrieben als die Gegenwartstexte, aber das ist keine Überraschung.


Insgesamt ein Roman auf gewohnt schwachem Darkniveau. Ich weiß, ich kann keine Wunder mehr vom Altmeister erwarten. Aber das hier liest sich wieder, als hätte er den Inspirationsfunken eines Autors komplett verloren und würde auch nicht mehr danach suchen.

Thema: Vorstellecke
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12.01.2018 18:24 Forum: Vorstell-Ecke

In diesem Sinne, auf die nächsten 8 Jahre. Augenzwinkern

Thema: JS sporadisch lesen
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12.01.2018 18:22 Forum: Frage und Antwort

Zitat:
Original von woodstock
Zitat:
Original von Germon
Zitat:
Original von woodstock
Na dann freue ich mich auf Rezis von Maddrax großes Grinsen

Lese gerade die 158.
Bin nicht so der Rezi-Schreiberling, aber ab und an kurze Leseeindrücke wird´s geben.


Wer mehr als ich zu Hefte/Bücher schreibt ist eh ein Streber großes Grinsen


Da habe ich schon deutlich schlimmere Bezeichnungen gehört. Danke. großes Grinsen

Thema: Band 30 - Neujahrs-Tod
Das Gleichgewicht

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11.01.2018 08:41 Forum: Dark Land

Und für die 2060 muss ich erst die 2056 lesen und wo ich schonmal dabei bin wollte ich auch die übrigen Darkhefte abarbeiten. Das kann dauern. Baff

Thema: Band 30 - Neujahrs-Tod
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10.01.2018 18:44 Forum: Dark Land

Also doch keine Tentakelmonsterviren. Ich wollte keinen Trash und habe stattdessen gute alte Zombie-Infizierte bekommen. Da will ich mich nicht beschweren, dass diese Lösung etwas altbacken ist. Die Monster sind in der Fortsetzung der Geschichte sowieso nur Beiwerk, es gibt interessantere Momente.

Abby ist wie viele in TC von der Schneekrankheit befallen. Ihre Hexenkräfte verhindern, dass sie sich verwandelt – vorerst. Zum Glück weiß sie, wer ein Heilmittel oder einen hilfreichen Hinweis kennen könnte. Sergeant Kajahn, natürlich jemand von dem allseits involvierten Polizeiduo. Also schneit es doch nicht zum ersten mal in TC. Und es gibt demnach Aufzeichnungen oder Überlieferungen zu der Seuche.

So macht sich Wynn auf den Weg zur Polizeistation und bekommt in wichtigen Momenten Hilfe vom Zufall. Als der Sweeper hinter ihm her ist wird dieser von einem Monsterangriff abgelenkt. Als die Wachen an der Polizeistation ihn nicht reinlassen wollen werden diese von einem Monsterangriff abgelenkt. Rafael hätte sich für eine der beiden Szenen ruhig eine andere Lösung einfallen lassen können.

Kajahn ist tatsächlich schon unterwegs, einen Kontakt aufzusuchen. Also geht es für Bella und Wynn hinterher. Jedoch stellen sich ihnen Kuttengestalten in den Weg, die Wynn mitnehmen. Es gibt also eine Gruppierung, die jegliche Grenzüberschreitung in und aus TC überwachen. Bis jetzt sind sie nicht eingeschritten. Jetzt hat der Geist oder eine magische Botschaft von Sheily Conolly einen Weg hierher gefunden. Wie? Ist es wirklich Sheila oder etwas anderes? Eine Finte der Dämonen? Ich kann mir das nicht so richtig vorstellen. Hoffentlich gibt es bei JS eine Szene dazu, das wäre ein schöner kleiner Crossover-Moment der beiden Serien. Es wäre schade, wenn man dem Leser ohne Erklärung mit diesem wichtigen Ereignis allein lässt. Ich persönlich bin nicht vor Freude aufgesprungen, sondern habe für mich damit abgeschlossen, dass DL eine eigenständige Serie bleibt und Wynn ein eigenständiger Charakter ist. Dennoch könnte es entscheidend sein.

Belly muss ihren Kollegen allein helfen, an das Heilmittel zu kommen, was natürlich nicht so einfach ist, wie es scheint. Im Anschluss gibt es ein gutes Beispiel für Heftromanzufälle, die mich nicht so stören. Den ganzen Tag schon kommt außer Rauschen und ein paar Wortfetzen nichts durch das Funkgerät. Ausgerechnet jetzt funktioniert es aber kurz und Bella erfährt, dass die Sweeper auf dem Weg zu Abby sind, um die Infizierte zu töten. Das ist aber nicht handlungsrelevant, Bella wäre sowieso dorthin gefahren, um einen Teil des Heilmittels abzuliefern. Sie ist jetzt höchstens hektischer unterwegs.

Das Finale hat mich am meisten bewegt. Ich sehe die Sache anders, als der Autor sie darstellt. Klar, in einer moralisch sehr naiven Welt voller böser Drachen und strahlender Drachentöter-Ritter wäre die Situation sehr einfach. Die bösen Sweeper wollen Abby töten und Bella hindert sie daran. Wie mutig von ihr, sich gegen die eigenen Kollegen zu stellen. Für mich waren sie aber im Recht. Abby war infiziert. Die Truppe weiß nicht, dass Sir Rogers Tochter schützende Hexenkräfte hat und auch vom Heilmittel haben sie keine Ahnung. Sie wollen die Seuche nur so gut es geht eindämmen. Hier geht es nicht um Gefühle, weil eine Tochter oder gute Freundin stirbt. Hier geht es um das Schicksal der gesamten Stadt. Ob die Motivation von D'Kol fragwürdig ist kann man ihm nur unterstellen und ist zweitrangig. Mit seinem Wissensstand hat er das richtige getan und wurde von Bella daran gehindert. Sie hilft dabei ihn und die anwesenden Sweeper zu töten und dann vertuscht man die Sache auch noch. Zur Hölle, Bella hätte wenigstens versuchen müssen, die Lage erst einmal friedlich zu klären. Zeigen, dass sie ein Heilmittel bei sich trägt und die Säuberungsaktion damit überflüssig geworden ist. Wäre D'Kol dann uneinsichtig geblieben, man hätte gegen ihn vorgehen können und ihn in Notwehr töten. Außerdem, ich mochte den Schleimdämon in seiner Rüstung sehr. Schade um ihn. Nein, so einfach wie Rafael es dem Leser hier machen will, ist die Lage ganz und gar nicht.

Und ein zweiter Gedanke zu DL an sich, die ich immer noch als „besondere“ Serie wahrnehme. Bei JS geht es den Zivilisten oder ganzen Siedlungen nur sehr selten an den Kragen. Es sei denn Ian Rolf Hill tobt sich richtig aus. Bei DL passiert seit Wynns Eintreffen ständig etwas. Mittlerweile müsste TC leergefegt sein. Amoklaufende Vampire in der Stadt, amoklaufende Hummermenschen im Hafenviertel, unplanmäßiges Auftauchen der Rächter, Mächtige Legendenwesen die sich ihre Opfer holen und jetzt diese Seuche. Das alles in nur einem abgeschlossenen Gebiet, das außer Geburten keinen Bevölkerungszuwachs bekommt. Ich lasse DL diese und andere künstlerische Freiheiten, sonst könnte ich mich nur noch aufregen. Und das wäre bedauerlich, denn auf ihre Art ist die Serie toll.

Deshalb wird es mit einer Topnote auch prinzipiell schwer, denn so richtig kritiklos mitreißen wie „normale“ Gruselserien kann DL mich nicht. Hier gibt es aber mal eine „künstlerische Topnote“ von mir, damit das überhaupt mal was wird. Hauptsächlich wegen Sheilas Auftauchen.

Thema: Band 5: Die Vampirin Esmeralda
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09.01.2018 19:47 Forum: Dorian Hunter - Klassiker

Die Leichengrube

von Charles Fleming



Charles Fleming versucht sich als nächster neuer Autor an der Serie, kommt aber an die anderen Autoren einfach nicht heran. Mir fehlt gänzlich das Besondere der Serie. Der Flair, der Dämonenkiller für mich von anderen Gruselserien der Zeit abhebt. Viel eher liest sich die Geschichte wie ein klassischer Bastei-GK.

Schon die Einführung ist seltsam. Coco möchte ein wenig Abstand von Dorian haben und den Kopf frei bekommen. Fängt dann aber auf ihrer Reise ausgerechnet ein Verhältnis mit Sheldon Bloom an. Ist diese Tour, wo sie sich an jeder Zwischenstation einen Sexburschen angelt ihre Art, sich ihrer Gefühle und Wünsche klar zu werden? Und ausgerechnet Sheldon Bloom ist eng mit einem Fluch verknüpft, der eben dieses Dörfchen heimsucht. Natürlich ist der Jahrestag sehr bald. Was macht Coco also? Als emanzipierte junge Frau zeigen was sie drauf hat und den Fall allein lösen? Nein, sie zieht Dorian hinzu, weil sie überfordert ist. Gerade den Mann, von dem sie sich gelöst hat. Sie bekommt in dem Abenteuer auch irgendwie nichts auf die Kette. Und dieses ewige hin und her zwischen ihr und Sheldon, ob sie nun geht oder bleibt. Die Frauendarstellung ist genau so übertrieben altmodisch-klischeehaft wie die Dörfler.

Da ist die zweite Hälfte der Geschichte schon besser, weil endlich was passiert. Eigentlich kann der Dämon nur gewinnen. Auf der einen Seite die angreifenden besessenen Dörfler, auf der anderen Seite die verteidigenden normalen Dörfler. Weil Dorian diese plötzlich nicht mehr mit magischen Mitteln aus dem Bann befreien kann muss er sie töten. So müssen doch viele Bewohner dran glauben, die eigentlich unschuldig sind. Der Strippenzieher wird am Ende auf dem Friedhof in wenigen Sätzen kurz gepfählt, wie enttäuschend.

Und Kiwibin? Kann wenigstens der Neuzugang glänzen, eine Stärke der Serie? Leider auch nicht. Der Name erinnert mich an die Frucht und die Figur ist im Kern erstmal nichts weiter als ein Fan von Dorian, der ihm helfen will.

Wie gesagt, für einen Bastei-GK wäre das ganz solide gewesen und ich würde mich nicht großartig beschweren. Dämonenkiller hat aber einen ganz anderen Anspruch an sich. Aus dem Vorwort weiß ich, dass dies der einzige Roman von Charles Fleming für die Serie bleiben wird. Und hätte ich ausgehend von den Texten die Wahl, ich würde mich auch ohne zu zögern für Earl Warren als Erweiterung des Autorenteams entscheiden. Der hat einfach mehr drauf und passt vom Stil besser zum Dämonenkiller.




großes Grinsen großes Grinsen großes Grinsen großes Grinsen Baff Baff Baff Baff Baff Baff (4 von 10 Schnauzern)

Thema: Band 2054: Finale auf der Nebelinsel
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09.01.2018 19:43 Forum: JS2001-2100

Da kann ich mich darky nur anschließen.


Willkommen bei uns, bierelli. Schön, dass du dich entschieden hast vom Leser zum aktiven Mitschreiber zu werden. Dann kann ich ja auch deine Rezis mit Interesse lesen. Augenzwinkern

Thema: Fragen und Antworten zu Dark Land
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09.01.2018 19:04 Forum: Dark Land

Wenn ich darüber nachdenke...


Über 18 auf jeden Fall. DL hätte sonst ein seltsames Geschmäckle.

Aber eigentlich müsste er, wenn er halbwegs altert, schon an die 30 sein, oder? Kann ich mir auch nicht vorstellen.


Für mich ist er 22-25 ungefähr.
Bei JS hätte ich ihn ein paar Jahre älter eingeschätzt. Da kam er mir irgendwie gesetzter vor.

Thema: Band 5: Die Vampirin Esmeralda
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06.01.2018 19:00 Forum: Dorian Hunter - Klassiker

Och, ich bin über diese Zaubermondbücher mit kleineren Änderungen echt dankbar. Die Originalhefte bekommt man sicher gar nicht mehr oder sie sind wahnsinnig teuer. Und die anderen Neuauflagen wurden viel mehr gekürzt. Handlungsrelevant. Wohingegen die Zaubermondbücher sich an die böse jugendgefährdende Fassung halten. Ich denke damit bekomme ich den besten Einblick in die Serie, wie sie ursprünglich von den Autoren gedacht war. Buch


Die Geliebte des Teufels

von Neal Davenport



Timothy Morten geht zufällig auf dem Nachhauseweg an der Kunstgallerie des Ehepaares Dillon vorbei. Die beiden sind gute Freunde von ihm und weil die Eingangstür seltsam offen steht, schaut er nach dem Rechten. So stolpert er auf Heftromanart in einen mysteriösen Fall, der erst zum Finale für den Leser richtig klar wird.

Denn wer ist hier von einem Dämon besessen? Wer sagt die Wahrheit und wer lügt? Miriam Dillon? Elton Dillon? Oder beide? Wie sich später heraus stellt sind auch einige der Zeugen manipuliert und ihre Aussagen könnten bewusst irreführend sein.

Zum Glück erhält Tim Hilfe vom Dämonenkiller. Oder eher anders herum, mein Hauptkritikpunkt an der Geschichte. Warum wird Dorian zu dem Fall hinzugezogen? Timothy Morton ist selbst Dämonenjäger und zwar wesentlich länger als Dorian. Gut, es kann nicht schaden, sich Unterstützung zu holen. Arbeit und ein Wiedersehen unter Freunden kann man so schonmal verbinden. Allerdings bleibt Tim irgendwie die ganzen Ermittlungen über der Hilfsbursche von Dorian. Der Dämonenkiller muss ihm Dinge über die Dämonenwelt erklären. Er schickt ihn dahin und dorthin, Tim spurt brav. Gibt ihm Anweisungen zu Schutzmagie und Beschwörungen. Damit der Jung' mal was lernen kann. Auch hier kann man wieder argumentieren. Vielleicht erlangt Dorian immer mehr Erinnerungen an seine früheren Leben und kann deshalb auf mehr Wissen zurückgreifen. Das unangenehme Geschmäckle bleibt aber. Selbst wenn das alles stimmt, Tim würde sich sicher nicht seinen eigenen Fall so einfach aus der Hand nehmen und sich zum Helfer degradieren lassen. Neal Davenport hat hier zu stark darauf bestanden, dass der Titelheld der Serie im Fokus steht und glänzen kann.

Davon abgesehen bin ich mit der Handlung an sich zufrieden. Die Motivation des Dämons wird auf den letzten Seiten noch logisch aufgeklärt. Der Missbrauch einer Zwölfjährigen erwachsen beschrieben. Nämlich nur angedeutet. Ich brauche sowas echt nicht, aber wenn man eine realistische Schwarze Messe an einer Jungfrau unterbringen will, dann doch bitte so.

An den Details hapert es manchmal. Wie kann ein damals minderbemittelter und schon fast schwachsinniger Junge jetzt Leiter eines großen Entertainmentbetriebes sein? Wieso schlafen alle Zeugen mit einer verheirateten Frau, die Darstellung der Männer ist ziemlich platt. Dorian wird von einem Attentäter mit einem Messer attackiert, das zufällig genau das Amulett trifft und in nicht tödliche Körperregionen abschrammt.

Vor allem, mein Dauerthema, hat Dorian hier wieder sein Amulett. Das nutzt er auch ausgiebig und es zeigt ihm zuverlässig, ob jemand gerade unter Dämoneneinfluss steht. Hätte er es mal im letzten Roman genau so routiniert benutzt.



Eine solide Handlung der Woche. Mit Timothy Morton, der mir aber in seiner Rolle als begabter Dämonenjäger mit langjähriger Erfahrung viel zu kurz kam. Dafür gut geschrieben und logisch aufgelöst.

großes Grinsen großes Grinsen großes Grinsen großes Grinsen großes Grinsen großes Grinsen Baff Baff Baff Baff (6 von 10 Schnauzern)

DH ist bis jetzt die einzige Heftromanserie, wo ich auch am Wochenende mal fix einen Fall lese. Normalerweise sind da die "richtigen" Bücher dran, wenn ich mal Lust auf 2 Stunden Literatur habe.



edit: Der Leser wurde auch nicht belogen. Höchstens wurde fies geworben. Die eigentlichen Handlungen sind die der ersten Auflage. Dass es keinerlei Kürzungen/Änderungen gibt und nur die Rechtschreibung angepasst wurde trifft nur auf ausgewählte Hefte zu. Nicht auf alle Zaubermondabdrucke per se.

Im Vorwort stand bis jetzt auch stets etwas dazu. Nur kann man sich die ja nicht vorher im Buchladen fix durchlesen. Man muss das Buch erst über Zaubermond kaufen, um dann zu merken, dass es Änderungen gibt.

Thema: Band 32 - Aufbruch ins Ungewisse
Das Gleichgewicht

Antworten: 2
Hits: 136

05.01.2018 21:26 Forum: Dark Land

Hier auch nochmal

Thema: Band 31 - Unheil über Sinatown
Das Gleichgewicht

Antworten: 15
Hits: 417

05.01.2018 21:26 Forum: Dark Land

Jetzt bedient sich DL aber wirklich oft bereits verwendeten Covern. Kann man ja alle 14 Tage raten, woher es kommt.

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