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Autor Beitrag
Thema: John Sinclair-Romantitel-Vorschau
Das Gleichgewicht

Antworten: 763
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Heute, 10:57 Forum: Sonstiges

Ja, es ist echt viel Ian Rolf Hill.

Bei Dark mal wieder Carlotta. Und Aibon, bin gespannt ob er die Hefte seines Kollegen erwähnt, die sich um die Dimension drehen.

Thema: Band 2079: Die Rasputin-Offensive
Das Gleichgewicht

Antworten: 12
Hits: 587

18.05.2018 18:24 Forum: JS2001-2100

Zitat:
Original von Olivaro
Beim Titelbild war mein erster Gedanke: Flash Gordon reloaded. großes Grinsen



Als ich das Cover in klein gesehen habe, hätte ich eher sowas erwartet.

https://i.pinimg.com/originals/55/2f/b8/...e5549fd26ae.jpg

Hätte mich auch viel mehr gefreut. Aber man muss nehmen - genau - was man kriegt.

edit: Ich muss mal sagen, das Cover ist wunderschön gezeichnet. Die Flammenreflektionen auf der Rüstung. Wow.




Zitat:
Original von Der Geist des Weines
Kennt Ihr den Australier Matthew Reilly?
Der steht für extrem actionorientierte Thriller (Gleichgewicht wird wohl jetzt schon mit den Augen rollen...),


Keine Sorge, ich rolle nicht. Habe keinen Roman von ihm gelesen. Wobei die Teaser mir schon Laune machen. Das Tartarus-Orakel klingt interessant. großes Grinsen

Thema: Band 2079: Die Rasputin-Offensive
Das Gleichgewicht

Antworten: 12
Hits: 587

18.05.2018 18:17 Forum: JS2001-2100

Nach über einem Jahr wird endlich der Plot um Rasputin und seine tollkühne Crew fortgesetzt. Bereits die Einleitung mit dem langen und ausführlichen Rückblick macht klar, wie komplex das Thema inzwischen geworden ist. Um Glück kann John sich direkt Details in Erinnerung rufen, die ich schon längst wieder vergessen hatte. Wichtig ist aber nur, dass es nach Russland geht um den nervigen Hexenmeister vielleicht dieses mal zu erwischen.

Ich möchte mich weniger an der chronologischen Handlungsabfolge entlanghangeln, sondern die drei unterschiedlichen Handlungsebenen näher beleuchten. Bei allen merkt man, dass der Autor viel Spaß beim Schreiben hatte. Ich war nicht von allen überzeugt, obwohl das handwerklich natürlich wieder große Klasse war.


Mit den Rückblenden von Nikolai Kunasjanow greift Florian tief in das Fundament der Serie ein, indem er Verbindungen zieht, die es in den alten Heften definitiv nicht gab und die Dark sicher auch nie gebracht hätte. Seine Genesung hätte ohne Mondo und Co genau so gut funktioniert. Durch einen beliebigen neuen Diener des Satans. Ich weiß, dass Florian der Serie durch sowas unglaublich gern mehr Tiefgang verleiht. Aber wieder frage ich mich, ist das mit dem Altmeister abgesprochen? Wurde er vorher darüber informiert? Zumindest über die Redakteurin als Mittelsfrau. Es geht mir ums Prinzip, mir ist völlig egal ob Dark überhaupt noch Interesse an der Figur hat, nach all den Jahrzehnten. Hier muss ich Rafael Marques hervorheben, der irgendwie mehr Fingerspitzengefühl beweist. Ich bin versucht zu schreiben, auch mehr Respekt vor dem Werk des Altmeisters. Aber was weiß ich, vielleicht wurde das ja auch abgeklärt beziehungsweise Dark hatte seine Chance, einzugreifen und hat es nicht getan.

Dann haben die da John und Suko. Die machen was sie immer tun. Kämpfen, so gut sie können. An durchaus interessanten Locations, gegen durchaus interessante Gegner. Durchaus flott geschrieben. Etwas zu flott? Mir fehlte ein wenig der Grusel. Vor allem Rasputin. Unter Dark hatte er etwas mystisches. Der unsterbliche Alchemist mit seiner düsteren Sekte. Mittels schwarzer Magie hat er unterschiedlichste Untote erschaffen, das war sein Ding. Jetzt haben wir solche Szenen.

„Der Raum sah aus wie die Brücke eines Raumschiffs aus einer TV-Serie. Grigori Rasputin saß auf einem bequemen Bürosessel und starrte gebannt auf einen großen Flachbildschirm, der dasselbe Bild zeigte wie all die kleineren Monitore drum herum. Er trug ein Stirnband, an dem mehrere breite Gummibänder befestigt waren. Sie zogen sich über seinen Schädel und fixierten die Elektroden, die durch Kabel mit dem Computer verbunden waren. Mit diesen Elektroden wurden ansonsten Gehirnströme gemessen, doch Satanos und Rasputin war es gelungen, den Effekt umzukehren. Jetzt dienten sie zur gedanklichen Steuerung der geflügelten Todesboten. Eine Weiterentwicklung der klobigen Fernsteuerung, mit der er noch seine ersten Geschöpfe hatte befehligen müssen.“

Die fliegenden Flammenwerfer-Typen wären mir als echte Monster oder Mutationen lieber gewesen als ferngesteuerte Hybridcyborgs oder whatever sie sind. Florian ist das, was bei den Hörspielen die Edition 2000 im Vergleich zu den alten TSB Kassetten sind. Moderner und bildgewaltiger, aber ohne die Gruselseele der Serie. Nein, richtig zuhause gefühlt habe ich mich mit dieser Darstellung Rasputins nicht. Darks Romane waren sicher schlechter geschrieben, aber seine Idee des Russen war mir viel lieber.

Genug gemeckert. Karina und Galina haben eine tolle Dynamik. Das Zombiemädchen hat mich an „Resident Evil“ oder „F.E.A.R.“ erinnert. Ja, eigentlich müsste ich konsequent sein und auch hier kritisieren, dass das nicht mehr „Darks Zombies“ sind. Aber erstaunlicher Weise hat es mich bei Garlina nicht gestört. Sie ist ein toller Charakter und ich habe sie sofort ins Herz geschlossen. Rasputin schart Figuren um sich, die mir fast lieber sind als die Dunklen Eminenzen. Schade, dass Chandra nicht mehr dabei ist. Das hat Dark in einem seiner Romane verbockt. Es ist richtig, dass Rasputin ihr die Aktion nicht verzeiht. Vielleicht kann man da aber noch was drehen, ohne sie zu töten.



Was soll ich jetzt anderes schreiben als sonst? Sehr gut geschrieben. Und auf ein Thema beschränkt, es ist nicht zu viel passiert. Keine Kritik für die Passagen aus Karinas Perspektive. Bei John und Suko gab es mir aber zu viel Hollywood-Kampfaction und den Weg weg von Magie zu Technik bei Rasputin mag ich überhaupt nicht. Die Bewertung fällt mir wieder schwer. Handwerklich ohne Zweifel Top. Lesespaß hatte ich zusammengefasst eher mittelmäßig. Marques ist bei mir weiterhin ganz klar auf Platz 1, weil er super schreibt UND ich Spaß an seinen Geschichten habe.

Jetzt bin ich trotzdem gespannt, was aus Karina wurde. Hinter dem Cliffhanger steckt hoffentlich mehr, wenn das wirklich alles war, wäre ich enttäuscht. Vielleicht bleibt sie auch Teil des Teams so wie Jane als Hexe.

Thema: Band 17: Das Höllenschwert
Das Gleichgewicht

Antworten: 6
Hits: 2074

17.05.2018 18:08 Forum: TB1-50

Hollix Waxman steht auf seine eigene Nichte Kate. Gut, das ist eigentlich überhaupt nicht wichtig. Relevant ist nur, dass sie vom Geierdämon Ammorgh entführt wird und íhr Onkel daraufhin einen alten Bekannten um Hilfe fragt. Der kennt nämlich einen Dämonenjäger, der Kate vielleicht retten könnte. Also wieder mal Peckinpah. Regelmäßig gibt es Leserbriefe, in denen angemerkt wird, dass der Großindustrielle zu oft und stark involviert ist. Das sehe ich ganz genau so. Es ist eigentlich ziemlich offensichtlich. Dass Morland den übertriebenen Einsatz dieser Figur verteidigt und die Kritik nicht nachvollziehen kann, finde ich sonderbar. Weniger Peckinpah als Auftraggeber würde der Serie eindeutig gut tun.

Und wieder nimmt Tony Silver mit. Das ergibt hier Sinn. Die Hexen sind voll damit beschäftigt, den wichtigen Tunnel der Kraft zu suchen. Ist der nicht in einer bestimmten Dimension an einem festen Ort? Wenn die ganze Dämonenwelt über ihn Bescheid weiß, sollte man doch auch wissen, wo er sich befindet. Rein zufällig befindet sich in Ammorghs Besitz auch das sogenannte Höllenschwert, das Silver gern hätte. „Ein verrückter Zufall, was?“ Durchaus. Man könnte fast meinen, das hätte jemand extra so geschrieben.

Die obligatorischen Dörfler unter Einfluss des Dämons greifen Waxman an und der Geierdämon spürt die Ankunft der Dämonenjäger. Deshalb schickt er drei Dienerdämonen aus, den Hubschrauber abzufangen. Eine prima Idee. Den Überraschungsangriff und den beengten Platz für Tony und Silver nutzen, um einen klaren Vorteil im Kampf zu gewinnen. Der Plan wäre sicher aufgegangen, leider haben die Geier gegen zwei Heftromanhelden keine Chance. Zwei werden vernichtet, einer flieht. Zumindest muss die Maschine in der Pampa notlanden. Ammorgh handelt direkt und zieht ein menschliches Medium auf die Seite des Bösen, damit es ihm hilft.

Hollox Waxman verschanzt sich in einer Scheune vor seinen Verfolgern. Diese wird angezündet und er muss weiter fliehen. Zufällig entdeckt er einen Höhleneingang und man verfolgt ihn nicht einmal dort hinein. Nachdem er auch angreifende Ratten übersteht landet er unter dem Schloss und wird dort aufgegriffen.

In der zweiten Handlungshälfte erfährt man, was mit Kate geschehen ist. Ammorgh führt ihr ein Mädchen vor, das durch das Höllenschwert beeinflusst wurde und sich jetzt auf ihren Tod freut. Der Dämon erschlägt es und so soll auch Kate enden.

Bis hier habe ich wirklich wenig zu meckern. Außer die üblichen Dinge. Insgesamt habe ich die Geschichte spannend verfolgt und das ist ein gutes Zeichen. Im letzten Drittel, 20 Seiten vor Schluss, muss Morland aber aus irgendeinem Grund noch einen Fotograf und seine drei Models im Dorf auftauchen lassen. Völlig unwichtige Nebencharaktere, die man auch wunderbar hätte weglassen können. Fehlten Morland Ideen für die letzten Seiten? Hatte er einfach keine Lust, sich noch Hindernisse für die Helden und Waxman oder weitere schaurige Szenen im Schloss einfallen zu lassen? Das hat mich richtig gestört und diese Absätze im Wirtshaus habe ich auch einfach schnell weggelesen.

Und auch bei den Helden gibt es Grund zum meckern. Das beeinflusste Medium holt Tony und Silver ab. Was für ein Zufall, dass jetzt ein Wagen vorbei kommt und sie per Anhalter mitfahren können. Der Pilot bleibt zurück, hat einen Funkruf abgesetzt und wird bald abgeholt. Dann rast der Fahrer des Wagens in Selbstmordabsicht auf einen Abhang zu, damit die Dämonenjäger auch draufgehen. Soweit so gut. Aber natürlich muss er vorher verraten, dass er zu Ammorgh gehört und seine Ziele vorwarnen. Im freien Fall löst Tony den Gurt, öffnet die Wagentür und springt aus dem Fahrzeug. Dann purzelt er den Abhang hinunter, bis ihn ein Stein stoppt. Natürlich ist er durch diese Aktion nicht schwer verletzt oder gar tot. Würde nur noch fehlen, dass der abgestürzte Wagen jetzt explodiert. Das hätte der Autor vielleicht wirklich geschrieben, aber Silver ist noch drin. Er ist eingeklemmt und sieht ramponiert aus, ist aber noch einsatzfähig. Natürlich! Wie in einem schlechten Krimi. Einige alte James Bond Streifen hatten ähnliche Szenen und unverwundbare Helden. Aber auch unheimlich viel Charme durch Schauspiel. Mimik und die Stimme. Sowas. Dinge, die in Heftromanliteratur nicht möglich sind. Ich finde, da unterliegen die bekannten Bond-Fan-Gruselromanautoren grundsätzlich einem Irrtum. Bond funktioniert im Heftroman nicht. In den Autorengedanken kommt das vielleicht cool rüber, aber der Leser kann die Kopfszenen nicht aufnehmen. Wenn ein Regisseur sowas im Kopf hat kann er das hingegen gut in einen Film einbauen.

Aber weiter zum Roman. Kaum haben Tony und Silver ihr Gespräch beendet und sich davon überzeugt, dass sie noch halbwegs fit sind, hören sie schon einen LKW, der sie bis zum Dorf mitnimmt. Dieses mal ohne Zwischenfälle. Was für ein Glück!

Kaum eingetroffen werden sie Zeuge, wie die Geier zwei der Models aufs Schloss entführen. Den Fotograf und das dritte Model können sie im Gasthaus noch retten. Dann geht es in deren Wagen hoch zum Schloss. Die Zivilisten mitzunehmen ist dieses mal leider unumgänglich.

Kate ist inzwischen verwandelt. Die entführten Models und Waxmann sollen zuschauen, wie sie sich freiwillig töten lässt. Tony und Silver erreichen das Schloss und können es ohne Kampf oder andere Verzögerungen durchkämmen, bis sie auf den Dämon treffen. Hier wäre mir zum Beispiel etwas mehr Inhalt lieber gewesen und man hätte auf die Models verzichtet. So ist es wieder ein etwas kurzes Finale. Es wird mit den Hilfsdämonen aufgeräumt, Silver bringt das Höllenschwert an sich und tötet damit Ammorgh. Die besessenen Dörfler sind wie oft damit automatisch aus ihrem Bann entlassen. Spontan kommt mir da die Idee, warum man sowas nicht als zweiten Teil schreiben kann. Der Fall ist eigentlich abgeschlossen, der Dämon ist besiegt und man könnte gehen. Aber als Held will man noch einen Weg suchen, die Menschen von der schwarzen Magie zu befreien. Zu oft sind Mehrteiler in Heftromanen durch krasse Cliffhanger mitten im Kampf getrennt oder wenn ein Teammitglied am Ende entführt wird.


Die James Bond Szene kann ich Morland noch verzeihen. Sie ist nur ein kleiner Teil des Romans, der mir ansonsten gut gefallen hat. Aber im letzten Stück noch diese Models einzuführen. Damit habe ich nicht mehr gerechnet. Passt zum Autor und seiner Vorliebe für Nebencharaktere. Soll ich jetzt noch eine Bindung zu denen aufbauen und um sie zittern? Waxman und Kate ja, von mir aus hätte man auch noch mit dem Medium arbeiten können, wenn es nicht bei seinem Kamikazeeinsatz gestorben wäre. Aber das Schicksal der Damen ist mir am Po vorbei gegangen und hat mir schon die Leselaune vermiest.

Zum Glück habe ich meine Zehnerwertung. großes Grinsen großes Grinsen großes Grinsen großes Grinsen großes Grinsen großes Grinsen großes Grinsen Baff Baff Baff (7 von 10 Ringen) Und der hat es sich im Gegenteil zum „Satanswolf“ wirklich durch die Handlung verdient.

Thema: Band 16: Der Satanswolf
Das Gleichgewicht

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Hits: 2396

16.05.2018 18:23 Forum: TB1-50

Der Roman beginnt direkt mit einem typischen Gespräch zwischen zwei Zooarbeitern.

"Ist deine Tochter Sabine immer noch im schwierigen Alter?"
"Kann man wohl sagen", brummte Schenk und wedelte mit der Hand, als hätte er sich verbrannt. "Weißt du, was sie neuerdings will? Fallschirmspringen."
"Großer Gott, ist das nicht zu gefährlich für ein Mädchen?"

Gut, können wir die Thematisierung eines veralteten Frauenbildes für diesen Roman abhaken? Danke.


Eigentlich geht es um Detlev Menningmann, der unschuldig wegen Mordes im Gefängnis sitzt. Nur zwei Jahre, ist das nicht etwas sanft? Im Gegensatz ist das Verhalten der Polizisten und des Justizapparates übertrieben hart beschrieben. So kann ich mir das nicht vorstellen. Aber es passt zu Morlands Art, seine Geschichten zu erzählen. Immer schön drauf. Ich bin wirklich gespannt, ob er das in seinen aktuellen Hardcovern abgelegt hat. Während man das in den alten Heften noch halbwegs nachvollziehen kann, würde sowas heutzutage absolut nicht mehr passen. Der Sträfling hat sich inzwischen Asmodis zugewandt und wird tatsächlich aus dem Knast teleportiert, damit er seine blutige Rachetour antreten kann.

Tony ist bei einer Tagung von Privatdetektiven in Deutschland und hält ganz offen einen Vortrag über sein Spezialgebiet. Als wäre es das normalste der Welt. Kann Morland sich jetzt bitte mal entscheiden, ob man mit der Existenz der Höllenwesen offen umgeht oder sie geheim hält? Zamorra zum Beispiel hält auch gern mal Vorträge über Parawissenschaften. So wie ich das verstanden habe geht es da aber eher um wage Themen wie Geistererscheinungen, paranormale Phänomene und ähnliches. Nicht direkt um die Abenteuer, die er konkret in anderen Dimensionen gegen waschechte Dämonen erlebt hat. Zumal Vicky gerade ihren zweiten Hollywoodfilm basierend auf Tonys Erlebnissen heraus bringt, da aber so tun muss, als wären das Fantasyfilme und keine realistischen Dokus.

Rainer Trissenaar, ein Kollege, macht den Dämonenhasser darauf aufmerksam, was mit Menningmann geschehen ist. Die beiden untersuchen den Fall. Aber kein Fall ohne Peckinpah. Der kennt selbstredend einen deutschen Bundestagsabgeordneten. Durch dessen Einmischung bekommen sie Kontakt zu einem Mitsträfling, der Zeuge war. Von ihm wiederum erfahren sie, wer vier mögliche Prioritätsziele von Menningmann sein könnten.

Menningmann jedenfalls lässt sich Zeit. Macht sich keine Sorgen. Ist übertrieben selbstsicher. Er hat die Höllenkräfte auf seiner Seite, er muss keine Angst haben. So lässt er zum Beispiel bewusst einen Zeuge leben, damit er der Polizei von Menningmanns magischen Kräften berichten kann. Was für ein Angeber! Nach der Hälfte des Romans verbindet sich der Killer dann mit einem aggressiven Leitwolf und wird zum titelgebenden Satanswolf. Außerdem akzeptieren ihn vier andere Wölfe als ihren Meister und gehorchen ihm. Jetzt nochmal die Handlung aufzufrischen und den Gegner der Woche zu transformieren, ein guter Einfall. Ich hätte mit einem simplen Werwolf gerechnet und nicht sowas.

Tony und Rainer begeben sich zum ersten Ziel. Ein Morland-Klischeezuhalter, och nee. Dabei stellen sie sich sehr ungeschickt an. Echte Männer sind eben nicht weichlich-diplomatisch, sondern müssen ihr Revier markieren. So kommt es zu einer Prügelei, wertvolle Zeit geht verloren. Das rächt sich. Das zweite Ziel, ebenfalls Zuhälter, wird vom Satanswolf bereits angegriffen. Die Detektive können zwei der Wölfe erschießen, für den Mann kommt aber jede Hilfe zu spät. Da verliert der erste Zuhälter die Nerven und rennt weg. „Er ahnte nicht, dass er, rein zufällig, dieselbe Richtung einschlug, die Detlev Menningmann mit seinen Wölfen gewählt hatte.“ Dieser verdammte Heftromanzufall aber auch! Tony und Trissenaar eilen hinterher. Mehr Glück haben sie nicht, es ereignet sich das gleiche Spiel. Zwei Wölfe können sie erschießen, aber die Zielperson nicht mehr retten. Menningmann ist jetzt auf sich gestellt, aber was wiegt das unter diesen Umständen schon?

Also hinterher, wenigstens Nummer 3 erfolgreich beschützen. Der Satanswolf nutzt seinen Vorsprung aus und fällt seine Ex-Frau an. Dabei wird er gerade noch so von den Helden überrascht und flieht mit ihr auf einen Friedhof. Inzwischen ist ihr Mann nach Hause gekommen, Ziel Nummer 4, und will unbedingt mit suchen. Auf dem Friedhof teilt man sich auf. Menningmann hat seine Zeit sinnvoll verbracht und einen stämmigen Zombiecatcher aus seinem Grab geholt. Ausgerechnet der Zivilist rennt ihm in die Arme und hat keine Chance. Trissenaar greift ein, wird aber selbst vom Zombie getötet. Wieso muss er ihm auch in Greifweite die Pistole an die Schläfe pressen, statt aus kleiner Entfernung abzudrücken? Bei seinem Körperbau hätte der Untote ein prima Ziel abgegeben. Gut, in solchen komplett neuen Stresssituationen schaltet schonmal der Verstand aus. Tony kommt wieder zu spät und kann nur den Zombie erschießen. Als er den Satanswolf schließlich stellt wird auch noch der Ehemann gemeuchelt. Er kann mit der Ex-Frau nur einen von vier Menschen retten, nachdem er Menningmann getötet hat.


Was war das denn? Gut, völlig überrascht bin ich nicht. Im Kern ein typischer Morland. Altmodisch und mit viel Fokus auf die Nebenfiguren. Aber zum einen hat mir der Gegenspieler hier sehr gut gefallen. Ich konnte Menningmanns Gedanken und Aktionen nachvollziehen. Soviel zum Thema „Gegner müssen ja dämlich sein, sonst hätten die Helden gar keine Chance.“. Nein, der Satanswolf nutzt alle Vorteile aus. Das Hinzufügen der Wölfe erst in der Handlungsmitte hat wunderbar funktioniert. Und seine telekinetischen Kräfte haben auch ins Bild gepasst. Nur die Zombiebeschwörung am Ende nicht, das hätte Asmodis aus der Ferne machen sollen, um seinen Schützling zu unterstützen.

Eigentlich soll man als Leser mit dem Helden mitfiebern, oder? Konnte ich einfach nicht. Die Handlung hat mir immer mehr Freude gemacht, weil Morland sie realistisch und gnadenlos beschrieben hat. Weder der Autor noch die meisten Leser werden das so sehen, glaube ich. Der Held sicher auch nicht, und seine Handlungen für die nächsten Fälle überdenken. Du ziehst einen unerfahrenen Detektiv mit in einen brandgefährlichen paranormalen Fall, weil du ihn sympatisch findest? Das ist, was du dafür bekommst! Du kannst dich einem Arschloch gegenüber nicht mal zusammen reißen und musst dich erst mit ihm prügeln, um den Macker zu markieren? Das ist, was du dafür bekommst. Menningmann hatte von Anfang an wegen dieser Aktion einen Zeitvorsprung und konnte Tony eine Person nach der anderen vor der Nase wegkillen. Wenn Morland seine Helden schon nicht schlau agieren lassen kann, dann sollen sie wenigstens die Konsequenzen erfahren. Das war garantiert nicht die Intention des Autors, aber ich hatte Spaß an der Geschichte. Und das ist die Hauptsache. Obwohl es nur ein Fall der Woche war gibt es von mir großes Grinsen großes Grinsen großes Grinsen großes Grinsen großes Grinsen großes Grinsen großes Grinsen Baff Baff Baff (7 von 10 Ringen)

Thema: Band 2078: Luzifers Scheiterhaufen
Das Gleichgewicht

Antworten: 16
Hits: 697

16.05.2018 18:08 Forum: JS2001-2100

Zitat:
Original von Sheila Conolly
Zitat:
Original von Das Gleichgewicht
Zitat:
Original von Sheila Conolly
Zwei Lager, okay ... aber wieso sollten die sich nicht leiden können?? Das sind doch "nur" Meinungen ... oder hab ich da jetzt was falsch?


Verfolgst du die Leserseite? Ich glaube mehr muss ich dazu nicht sagen. großes Grinsen

Ja, das tue ich allerings! Genau deswegen habe ich das ja geschrieben! Augenzwinkern großes Grinsen
Ich habe speziell in diesem Leserbrief hier nix davon rauslesen können, dass sich die Fans, die JD bevorzugen mit den Fans, die die Co-Autoren lieber mögen, gleich in die Haare kriegen würden, sobald sie sich über den Weg laufen ... oder das jemand sagen würde "Ey, du bist JD-Fan, also bist du doof!" oder "Man, das ist JD's Serie, wenn du die Co-Autoren mehr magst, bist du doof!"
Soweit ich das verstanden habe, ging es sich hier lediglich darum, dass es eben viele Meinungen gibt, gerade Autoren spezifisch, dass man es nicht allen Lesern recht machen kann, usw. ... und so ist es doch auch! Aber das sind Meinungen und heißt somit noch lange nicht, dass sich die Fans "beider Lager" nicht leiden können (dürfen/müssen) ...


Na gerade den Leserbrief habe ich ja mal "gelobt". Aber in der Vergangenheit gab es durchaus "fanatische" Leserbriefe, die ich einfach unfair fand.

Thema: Band 15: Die Augen des Dr. Schock
Das Gleichgewicht

Antworten: 6
Hits: 2808

15.05.2018 18:39 Forum: TB1-50

Mit Esram Bannon hat der Dämonenhasser es in seinem vorletzten Fall zu tun bekommen. Der wurde verhaftet, alles gut. Oder doch nicht? Bei der Zerstörung seiner schwarzmagischen Kristallkugel hat er einiges abbekommen, liegt im Krankenhaus und ist eigentlich über den Berg. Da bekommt er einen neuen Anfall und stirbt. Die Hölle hat ihn zu sich geholt. Als Zombie mit magischen Kräften erwacht er wieder. Getrieben von ungeheurer Mordlust. Morland hätte ruhig noch zwei oder drei Fälle vor die Rückkehr von Bannon schieben können. Nach dieser Einleitung bin ich dennoch sehr gespannt auf den Roman gewesen. Ein blutrünstiger Zombiebannon mit magischen Kräften könnte für das Team sehr gefährlich werden.

Bereits bei seiner Flucht aus dem Gefängnis zeigt sich aber, dass er doch nicht so tollwütig ist, wie erwartet. Manche Leute greift er direkt an, andere lässt er in Frieden ziehen und vor wieder anderen Sterblichen rennt er einfach weg. Und schon jetzt stellt sich mir die erste Logikfrage. Werden gefährliche Kriminelle wirklich in ein normales Krankenhaus gebracht und nicht auf die Krankenstation direkt im Gefängnis? Gut, vielleicht haben die nicht das nötige Equipment für die Operationen. Aber dann lässt man ihn doch bewachen. Außerdem liegt er nur mit anderen Verurteilten im Zimmer. Alles vor seiner Flucht liest sich stark nach der Krankenhausabteilung eines Gefängnisses, alles während seiner Flucht wie ein normales Krankenhaus. Da bin ich durcheinander gekommen.

Wie dem auch sei. Bannon flieht und greift die Klischeenutte Sally an. Die panisch zu ihrem gewalttätigen Klischeezuhälter Sig flüchtet. Damit haben wir das obligatorische Frauenbild, das scheinbar in jedem Roman vorkommen muss. Ernsthaft, das liest sich sogar für die 80er schlimm. Wie immer gönnt Morland den beiden Figuren viele zwischenmenschliche Szenen. Es war für mich eine Qual, das zu lesen. Da kommt alles was an Dialogen und Aktionen möglich ist zusammen. Wie wenn Dark damals über Rocker geschrieben hat.

Bei Sally und Sig in der Bar ist auch der Privatdetektiv Harry Dean anwesend, der den Übeltäter verfolgt. Jedoch kann Bannon ihm entkommen. Zufällig stolpert er in ein unheimliches Mörder-Wachsfigurenkabinett. Unter den Figuren befindet sich auch eine von Dr. Schock, der London mit seinen Hypnosekräften in Atem gehalten hat. Bannon verschmilzt mit der Figur, nimmt ihr Aussehen an und bekommt ihre Kräfte. „Es kam zu einer perfekten Verbindung. Dr. Schock, der vor zehn Jahren im Gefängnis gestorben war, lebte auf eine satanische Weise wieder.“

Tony und Silver erfahren, ratet mal von wem, dass Esram Bannon irgendwie als Zombie aktiv ist. Da ihn im Krankenhaus niemand gesehen hat, kann das aber keiner wissen, höchstens dass die Leiche verschwunden ist. Die beiden Männer untersuchen die Sache. Natürlich. Es gäbe zwei Hexen mit magischen Kräften, die hier sehr hilfreich wären. Aber das sind ja Frauen, die sollten lieber in der Küche bleiben oder bei einem Gläschen Sherry Rommé spielen. Roxane und Oda sind Teil des Teams und schlagkräftige kampferfahrene Hexen, trotzdem werden sie so gut wie nie aktiv einbezogen. Höchstens als Anhängsel, wenn sie mit einem der Männer unterwegs sind und es zufällig zu einem Gefecht kommt. Gut, ich habe die Serie nicht komplett im Kopf, sagen wir selten statt „nie“.

Tony als Privatdetektiv hat bestimmt einige Fähigkeiten in Sachen Spurensuche. Fußabdrücke, abgebrochene Zweige und so. Morland nutzt diese hier nicht. Es gilt „Wir gingen davon aus, dass er so gehandelt hatte“. Wie bei JS rät der Dämonenhasser mehr oder weniger und trifft dabei ins Schwarze. In der Bar hört er dann ein Gespräch von Sally und Sig mit und Harry Dean kommt von seiner vergeblichen Verfolgung wieder. Halt! Wie lange ist der Kerl Bannon hinterher gerannt? In der Zeit haben Tony und Silver von dem Fall erfahren, sind ins Krankenhaus gefahren, haben sich umgeschaut und haben schließlich zufällig den richtigen Weg in die Bar gefunden. Die Zeitebenen passen in der Geschichte an mehreren Stellen nicht so richtig.

Der Privatdetektiv kennt Tony als Kollegen natürlich. Natürlich? Einer meiner Kritikpunkte ist gerade, dass er nie in seiner Tätigkeit als Detektiv angeheuert wird. Sondern entweder zufällig in ein Abenteuer rutscht oder ihn Peckinpah alarmiert. Und da hat sich herumgesprochen, dass Tony besonders für ungewöhnliche Fälle engagiert wird?

Da laut Silver drei Augenpaare mehr sehen als zwei, darf der Zivilist Dean mitsuchen. Ohne Erfahrung oder besondere Waffen. Toll, prima Idee. Das Trio trennt sich und sucht nach Hinweisen. Leider war Bannon so doof, beim Betreten des Wachsfigurenkabinetts die Tür hinter sich nicht zu schließen. Die steht jetzt offen und das wird bemerkt.

Ich hätte erwartet, dass einfach nur die Wachsfigur von Dr. Schock fehlt. Weil Bannon die ja übernommen hat und sicher davon gestiefelt ist. Wir erinnern uns, er wird einfach nur von übertriebener Mordlust und Blutgier gelenkt und will sicher so viele Opfer wie möglich. Spoiler, was Morland am Anfang geschrieben hat, hat er offenbar wieder vergessen. Die Figur von Dr. Schock steht noch hier, nur ihre Augen fehlen. Als man sich wieder aufteilt und das Gebäude untersucht, schweben die Augen in der Luft und attackieren Harry Dean. Moment, das sind ja nicht die echten Augen des Killers, sondern nur harmlose Glasaugen. Und die schweben jetzt von Bannon kontrolliert in der Luft. Oder wie? Und was ist mit dem Körper von Dr. Schock, mit dem er verschmolzen ist?

Tony und sein Dämonenfreund konnen Harry Dean jedenfalls nur noch an einem Galgen aufgeknüpft vorfinden. Zum Glück stellt sich heraus, dass es nur eine Wachsfigur ist. Die lebendig wird. Das Bannon Wachsfiguren lebendig machen kann akzeptiere ich ja noch. Aber einfach aus Nichts welche erschaffen? Keine Illusionen, sondern echte. Ich nehme jetzt mal einen Teil meiner Bewertung vorweg. Dieser Roman ist ein Fest für Logikfreunde. Aber kein gutes.

Inzwischen habe ich mich an den seltsamen Anblick gewöhnt, wie Tony wegen seiner Hauptwaffe mit seinen Monstergegnern boxt und ringt. Vielleicht etwas leichtsinnig und gefährlich, aber es hat etwas. Action gibt es in diesem Roman jedenfalls genug.

Anschließend ruft man den Besitzer des Kabinetts an, der natürlich die Geschichte von Zombiebannon glaubt. „Es war starker Tobak, den ich Martin Brock vorsetzte, aber er zweifelte an keinem meiner Worte.“ Als er eintrifft sind die Killeraugen wieder an Ort und Stelle in ihrer Figur. Und hypnotisieren unbemerkt Martin Brock. Tony und Silver laufen geradewegs in eine Falle. Zum Glück sperrt Bock sie nur ein und tötet sie nicht. Und auch der echte Harry Dean lebt noch und wurde nicht erledigt. Ihre Uhr soll aber heute Nacht noch ablaufen. Was soll schon schief gehen? Wie gesagt, von einfacher höllischer Mordlust ist nichts mehr übrig. Statt in London Amok zu laufen belebt Bannon die restlichen Wachsfiguren. Die müssen sich gedulden, erst morgen, wenn die regulären Besucher kommen, sollen sie morden.

Zwischen diesen Ereignissen verpackt sind mehrere Passagen von Sig und Sally. Der Zuhälter bringt sie nach Hause. Dort bekommen wir Einblick in Sallys Seelenleben. Sie denkt über ihr Leben und ihre Zukunft nach. Schon verstanden, Sig ist ein übler Sadistenschläger und Sally leidet ganz arg unter ihm, kann ihm aber nicht entkommen. Wie das damals eben so war. Lange passiert nichts relevantes. Wenn Mordland mir zwei Klischeefiguren näher bringen will scheitert er auf ganzer Linie. Weder hasse ich Sig noch habe ich Mitgefühl für Sally. Solche extremen Figuren sind einfach nicht menschlich. Muss man vielleicht selbst lesen oder ich bin einfach ein kaltherziges Arschloch.

Dann endlich erscheinen die Augen, hypnotisieren Sally, sie stößt ihren bösen Zuhälter aus dem Fenster, wird zum Wachsfigurenkabinett gelenkt, tötet auf dem Weg fast einen aufdringlichen Freier. Und dann ebbt der Bann – nach ich würde sagen 30 Minuten bis einer Stunde - ab. "Noch lenkte Esram Bannon sie. Aber der Einfluss des Bösen nahm langsam ab. Trübe Schleier legten sich über ihren Geist. An manchen Stellen bildeten sich Risse, und Sally Bingo nahm endlich wieder bewusst auf, dass sie nicht mehr zu Hause war.“

So ist das also, Bannon kann seine Opfer nicht für ewig kontrollieren. Toll, dann müsste der Besitzer des Wachsfigurenkabinetts auch bald wieder er selbst sein. Er wurde sogar schon eher als Sally hypnotisiert. Zumindest wäre das logisch, aber naja.

Wie erwartet können die drei Männer sich befreien. Doch die schwebenden Killeraugen erwarten sie bereits. Da die Hypnose dieses mal nicht funktioniert, kreiert Bannon wieder aus der Luft wächserne Doppelgänger und fliegt dann davon. Die Figuren machen das schon. Was soll schon schief gehen?

Wie bereits geschrieben, Aktion gibt es genug. Das Finale ist dieses mal wirklich nicht zu kurz, sondern ausführlich. Sally soll von den erwachten Figuren getötet werden, das Trio kämpft sich bis ihr durch. Doch ohne Silvers Kräfte und mit leer geschossenem Magazin sieht die Lage düster aus. Ach hätte man doch nur Verstärkung mit Zauberkräften mitgenommen. Zum Glück (wieder mal) kommt Tony auf die spontane Idee, sein magisches Feuerzeug einzusetzen. Das erledigt nicht nur die Wachsfiguren, sondern auch Zombiebannon. Und dem Besitzer des Etablissements kommt ein läuternder Gedanke.

„Ich fange neu an. Gleich morgen. Ich werde meine Kunst nicht mehr an den Horror verschwenden, sondern Figuren schaffen, die auch Kinder gerne sehen. In dieser Nacht wurden mir die Augen geöffnet. Ich weiß nun, dass man mit dem Grauen kein Geschäft machen darf, und ich werde es auch nie wieder tun.“

Ja, schlimm und total unmoralisch diese Gruselkabinette. Ich hoffe keiner von euch war schonmal im London Dungeon oder dem Le Manoir in Paris und hat solch ein verwerfliches Geschäft finanziell unterstützt.


Kurz noch zurück zur ersten Hälfte des Romans. Wo Pakka-dee eine gute Nachricht für Silver hat. Es gibt einen in der Dämonenwelt sehr bekannten Machtunnel, der verlorene Kräfte wiederherstellen kann. Silver kennt den natürlich auch, hat aber nie an ihn als Lösung für sein Problem gedacht. Ach komm, das kann mir Morland nicht als „geistiges Tief“ verkaufen. Der Machttunnel ist allen Dämonen bekannt und ganz genau DAS, was Silver helfen würde. Und daran hat er in all den Wochen nie gedacht? Zumal doch beschrieben wurde, dass Silver und die Hexen vergebens aktiv nach einer Lösung suchen, aber keine finden. Das hätte der Autor einfach anders verpacken müssen. Die Idee ist gut und ich freue mich schon auf den Tunnel mit seinen Prüfungen. Mal sehen ob der Roman dazu auch zufriedenstellend wird.


Der hier war es definitiv nicht. Die letzten Hefte konnten mich solide unterhalten. Was mich gestört hat konnte ich größtenteils unter „Geschmackssache“ abtun. Das habe ich Morland oder der Serie nicht übel genommen. Dieser Fall ist aber ein echter Tiefpunkt für mich. Logikfehler, ausführliche aber furchtbar flache Nebenfiguren und der Gegenspieler wurde nicht genutzt, wie ich es mir gewünscht hätte. Aber das hat jede Serie. Wo es Highlights gibt, muss es auch Lowlights geben. Wenn es so einen Roman die nächsten 20 Hefte nicht mehr gibt bleibe ich weiter am Ball.


großes Grinsen großes Grinsen großes Grinsen Baff Baff Baff Baff Baff Baff Baff (3,5 von 10 Ringen)

Thema: Band 2078: Luzifers Scheiterhaufen
Das Gleichgewicht

Antworten: 16
Hits: 697

15.05.2018 18:37 Forum: JS2001-2100

Zitat:
Original von Sheila Conolly
Zwei Lager, okay ... aber wieso sollten die sich nicht leiden können?? Das sind doch "nur" Meinungen ... oder hab ich da jetzt was falsch?


Verfolgst du die Leserseite? Ich glaube mehr muss ich dazu nicht sagen. großes Grinsen



Dieses "Autorenraten" fände ich eine sehr schöne Idee. Würde mich zwar nicht daran beteiligen, aber ich würde das hinterher ganz gern mit meinen Bewertungen vergleichen, wenn es am Quartalsende oder so aufgelöst wird.

Thema: Titelbild-Hitparade Umfrage 4
Das Gleichgewicht

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15.05.2018 18:25 Forum: Kritik und Anregungen

Ich lasse mich überraschen und schaue dann bei der ersten Runde von whatever rein, ob mir genug Cover zusagen. Zugegeben, am Ende wurden die Cover der letzten Runde wieder gut. Aber ich wollte auch nicht mittendrin kurz vor Schluss mitmischen.

Thema: Band 14: Die Falle des Zyklopen
Das Gleichgewicht

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15.05.2018 18:23 Forum: TB1-50

Zitat:
Original von Loxagon
Wobei man halt bedenken muss, das Vicky damals nicht als Kämpferin dabei war, sondern "nur" die Verlobte war.

Bei Vicky macht es Sinn. Die muss sich auch nicht ändern. Jane Collins wurde zur Hexe, Nicole Duval zur Para-Kriegerin, Coco Zamis hat von Anfang an ihre Tricks, bei Lilith Eden will ich gar nicht erst anfangen. Ich bin bei Vicky offen für Veränderungen, aber wenn sie bleibt wie sie ist, würde es mich nicht stören.


Zitat:
Und zur Dämlichkeit der Gegner: müssen sie halt. Zuuuu intelligent wäre blöd, weil John, Tony, Zammy und Co dann ja alle mausetot wären.

Es gibt ein Spektrum zwischen "Dämlich" und "zu intelligent". Augenzwinkern


Zitat:
Warum also nicht einfach mal eben einen kleinen Kometen da niedersausen lassen? Passt sogar durch Zamorras M-Abwehr. So würde ich als Dämon jedenfalls vorgehen. Wozu ein großer Plan, wenns ein großer Felsbrocken auch macht?

Ok, du hast recht. Aber hier drücke ich gern beiden Augen zu. Da ist die Grenze erreicht, wo man einfach Abstriche machen muss.

Thema: Band 36 - Endstation Nirgendwo
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15.05.2018 18:17 Forum: Dark Land

Wir können ganz gute Dokus und da lasse ich auch nicht mit mir verhandeln. Alt

Ich persönlich schaue keine deutschen Krimiserien. Aber abseits von Tatort und schlechten Kopien von US-Serien höre ich immer wieder von deutschen Perlen.

Thema: Band 14: Die Falle des Zyklopen
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14.05.2018 18:35 Forum: TB1-50

Im Dartmoorgebiet versucht eine Sekte verzweifelt einen Zyklopen zu beschwören, der damals dort gewütet hat und dann spurlos verschwunden ist. Phorkys kann ihnen das Original nicht herbeizaubern, aber einen anderen einäugigen Riese erschaffen. Dieser will ganz klassisch Menschenopfer.

Tony ist zurück in London, wo noch einmal der letzten Fall behandelt wird. Hier gefällt mir Morlands „Ausführlichkeit“. Es wird meistens darauf eingegangen, was das Ballard-Team als letztes erlebt hat und im neuen Heft ein Abschluss zur Geschichte des letzten Heftes gefunden. Viel weniger gefällt mir Tuckers ewige Rolle als „Questgeber“. Dieses mal muss er geschäftlich nach Dartmoor, genauer gesagt nach Bodmoor. Der Ort, wo zufällig die Sekte aktiv ist. Und weil Tony gerade nichts zu tun hat kommt er einfach mal mit.

Mit dem Mord an ihrer Stiefmutter gibt es dann auch schon das erste Opfer für den Zyklopen, durch die junge Myriam. Und zwei Männer, die im Hängegleiter über das Moor fliegen, will sich das Monster selbst holen.

Da Morland wie gewohnt „den Nebenfiguren viel Leben einhaucht“ treffen Tony und Tucker erst knapp vor der Hälfte der Geschichte in Bodmoor ein. Ich brauche das für ein Romanheft wirklich nicht so ausführlich. Einige Leser loben es sogar, wie sich der Autor für jede kleine Einmalrolle eine ausführliche Lebensgeschichte ausdenkt. Es gehört zur Serie dazu und ist wohl Geschmackssache.

Bei einer Fabrikbesichtigung greift ein Arbeiter die Helden an. Tony kann natürlich schlimmeres verhindern und die Verfolgung des Burschen aufnehmen. Während Myriam erst ihre Stiefmutter und dann ihren Vater still und heimlich ermordet, greift Toby in aller Öffentlichkeit an. Wie außerordentlich dämlich.

Der Dämonenkiller rät mit Sinclairbauchgefühl goldrichtig, dass Toby kein Einzeltäter war, sondern eine ganze Sekte aktiv ist. Deshalb will er sich den besten Freund des Kultisten näher anschauen. Als die Leichen von Myriams Eltern doch entdeckt werden, geht es aber erst einmal dahin. Der Dämonenhasser kann aber vor Ort auch nicht mehr machen, als anzuschauen, wie die Toten gerade jetzt von Würmern aufgefressen werden. Diese Szene ist schaurig ja, aber sie ist auch völlig überflüssig. Wenn man als Autor gewisse Dinge extrem ausführlich schreibt, muss man sich an anderer Stelle kurz fassen oder Sachen weglassen. Der Heftroman hat nicht den Luxus, ein dicker Wälzer mit hunderten von Seiten zu sein.

Nachdem Myriam erfährt, dass ihr Sektenbruder getötet wurde steht ihr Plan fest. Tony umgarnen oder sonst irgendwie ablenken und dann in einem günstigen Moment hinterrücks töten. Guter Plan! Leider hält sie sich nicht daran. Bricht vor Tony plötzlich ihr „unschuldiges Mädchen“ Schauspiel ab und zeigt, dass sie der Gegenseite angehört. Als dann keine hinterhältige Attacke, sondern ein Frontalangriff erfolgt, ist Tony vorbereitet. Hier haben wir so eine Stelle. Tony einzulullen wäre eine gute Option gewesen, aber es fehlen inzwischen einfach die Seiten dafür und Morland muss zu einer schnellen direkten Lösung greifen.

Nun kann Tony endlich den Freund des besiegten Kultisten verhören. Der greift natürlich auch an und wird überwältigt, damit man ihn verhören kann. Erst jetzt erhält der Dämonenhasser Antworten. Zwölf Sektenmitglieder gibt es. Zwei besiegt, einer gerade in Gewahrsam. Mit dem Zyklop im Sumpf also noch mehr als genug zu tun. Sieben Seiten vor Schluss, in anderen Serien wäre der Roman jetzt erst richtig los gegangen.



Eine gute Entwicklung gibt es aber noch, die mich sehr gefreut hat, denn sie liefert wichtige Erklärungen. Der Fabrikleiter höchstselbst ist der Anführer der Sekte. Er hat den Deal mit Tucker gemacht, um ihn hierher zu locken. Es ist also kein Zufall, dass der Großindustrielle wieder mit einem Fall verbunden ist. Nur dass Tony ohne richtigen Grund mit ihm kommt, konnte die Gegenseite nicht einplanen.

Der Sektenführer tötet Tucker nicht an Ort und Stelle, sondern bringt ihn zum Zyklopen ins Moor. Jetzt muss man aber schnell machen. Morland hat sein „Seitenpulver“ schon woanders verschossen. Zufällig ist der Kultist, den Tony gerade verhört, Waffennarr. Er kann sich vor Ort eindecken, nimmt Pfeile und Bogen mit. Auf dem Weg zur Fabrik wird er Zeuge der Entführung Tuckers und folgt ins Moor. Dort geht es dem Monster der Woche an den Kragen. Mit seinem Tot verlieren sämtliche Sektenmitglieder ihre Kräfte und werden wahnsinnig. So einfach kann es gehen. Für mich war das am Ende viel zu kurz.


Der nächste Fall der Woche und der Vater der Monster wird mal wieder thematisiert. Als erstes muss ich positiv anmerken, dass endlich zwei Figuren nicht an Übersinnliches glauben und auch aktiv als Blödsinn abtun. Hey, ein echter Fortschritt in der Glaubwürdigkeit. Sonst kann ich mich aber nicht richtig begeistern.

Dass Morland seine Geschichten sehr langsam und ausführlich aufbaut und für ein packendes Finale nicht mehr genug Zeit ist, passiert nicht zum ersten mal. Das ist Schade, denn er kann durchaus schaurige Szenen und guten Grusel schreiben.

Auch nicht ungewöhnlich ist, dass der Roman sehr schlecht gealtert ist. Vor allem das Frauenbild und der Umgang mit Frauen geht mir auf den Keks. Es kann nicht jede Serie aus der Goldenen Zeit des Heftromans so modern geschrieben sein wie DH/DK. Aber selbst PZ oder JS aus den 80ern lesen sich nicht ganz so schlimm.

Nun weiß ich nicht, ob das einfach Morlands Stil ist, den er seinen Stammlesern zuliebe beibehält, oder ob er sich in der Anfangszeit seiner Serie ausprobiert hat. Muss mir auch niemand spoilern. Ich kann es dem Autor nicht ankreiden. TB hat seinen Charme. Ich kann damit nichts anfangen und bin eher auf die plotrelevanten Romane gespannt, statt auf die Einzelabenteuer.


Sorry, aber TB ist für mich eine sehr schwierig zu bewertende Serie. Deshalb muss ich wohl doch auf meine 10 Punkte Skala zurück greifen.

großes Grinsen großes Grinsen großes Grinsen großes Grinsen großes Grinsen Baff Baff Baff Baff Baff (5 von 10 Ringen), in der Standardwertung sind es dann leider nur 2/5.

Thema: Band 36 - Endstation Nirgendwo
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14.05.2018 18:22 Forum: Dark Land

Zitat:
Original von Tulimyrsky
Als Umsetzung im TV bestimmt einzigartig


Das denke ich mir bei so ziemlich allen Heftromanserien, die gelesen habe oder lese. Nicht als Krimi mit schlechten Effekten, wenn es mal paranormal wird wie die JS-Serie, sondern richtig aufwändig. Im deutschen TV leider nicht möglich. Wir können nur gute Dramas und Krimis.

Thema: Infos, Fragen und Antworten, Sonstiges zu Torn
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11.05.2018 15:12 Forum: Torn

Oh, bei amazon habe ich sie nicht gefunden. Aber auch nur kurz geschaut. Bei beam sind sie drin. Aber ich komme durcheinander. "Legion des Grauens" ist die 47. Was nach Hefte+Bücher eher die 72 wäre.

Thema: Band 13: Sieben Tote für die Hölle
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11.05.2018 15:09 Forum: TB1-50

Man kennt es. Da will man einfach mal eine ruhige Rentnerkreuzfahrt genießen und schon erscheint ein schwarzmagisches Gerippe auf dem Schiff. Das geht fröhlich ans Werk und holt sich ein erstes Opfer. Das lockt es schlau in den Maschinenraum. Damit es keine Zeugen gibt und die Leiche nicht gefunden wird? War mein erster Gedanke und ein Pluspunkt, den ich aber wieder abziehen musste. Denn der Tote wird dann vom Skelett in eine Passagierkabine geschleppt, wo es gefunden wird.

Gleichzeitig erhält der Reeder des Kreuzfahrtschiffes einen Erpresseranruf. Der Anrufer hat sieben schwarzmagische Bomben an Bord versteckt und wird eine nach der anderen hochgehen lassen, wenn er nicht bald zwei Millionen Pfund erhält. Wie man das bei TB kennt, glaubt der Reeder sofort das Gerede von schwarzer Magie und lässt nach der angeblichen ersten Leiche suchen, von der der Erpresser redet. Als die gefunden wird hat er immerhin einen sicheren Beweis.

Zeit, den Dämonenhasser ins Spiel zu bringen. Wie immer. Inzwischen hat es Running Gag Häufigkeit, aber es liest sich leider nicht so wie mit einem Augenzwinkern von Morland. Tucker meldet sich, weil ein „alter Freund“ (alternativ ein „alter Geschäftspartner“) ein Problem hat. Tony soll dem Reeder helfen, schwarzmagische Bomben sind genau sein Ding.

Die zweite Bombe geht hoch. Das heißt in dem Fall, aus einem Höllenei schlüpft das zweite Monster und macht sich auf die Suche nach einem zweiten Opfer. Heißt das, die Kreaturen, die bereits gemordet haben, verstecken sich tatenlos und warten friedlich ab? Es scheint so. Sehr fair, wie der Menschenopferkuchen aufgeteilt wird und jeder nur ein Stück nimmt.

Zurück in London macht sich Tony mit Lance Shelby auf den Weg zum Flugzeug, von dem aus sie beim Kreuzfahrtschiff mit dem Fallschirm abspringen sollen. Und der Kapitän schickt seine Mannschaft los, nach den Bomben zu suchen, damit Tony sie direkt entschärfen kann. Auch hier, absolut niemand zweifelt an der Story von Magie und Monstern. Hey, auch das könnte man zu einem lustigen Running Gag machen, wenn man es entsprechend schreibt. So eine humorvolle Gruselserie, die ihre Genrekollegen auf den Arm nimmt, hätte doch was.

Wie auch immer. Das zweite Opfer ist noch nicht tot, da schlüpft schon Monster Nummer 3 aus seinem Ei. Erst als Tony und Lance eintreffen gibt es den zweiten Toten. Bis jetzt hat man nur Eierreste gefunden, aus denen schon Ungeheuer geschlüpft sind. Nachdem Lance bei der Untersuchung von der Eierschale attackiert wird und Tony helfen muss, findet man endlich inaktive Eier. Eins kann Tony zerstören, da greift Monster 3 sein Ziel an, welches zum Glück laut genug schreit und gerettet werden kann. Monster Nummer 1 und 2 bleiben wie vermutet ruhig und machen nichts. Dafür schlüpft das vierte von sieben Monstern. Eins vernichtet, eins als Embryo zerstört, zwei nach erfolgreichem Mord inaktiv, eins geschlüpft. Bleiben noch zwei Eier, wenn ich mich nicht verzählt habe.

Da muss aber aufgeräumt werden. Gerippemonster 1 wird von den Dämonenjägern eingesperrt. Monster 4 wird auf frischer Tat ertappt. Dieses hier kann zum Glück reden. Das braucht der Autor, damit es verraten kann, wo die letzten beiden Eier sind.

Kurz zurück nach London. Da Silver momentan keine Kräfte mehr hat, versuchen die Hexen, den Erpresser magisch aufzuspüren. Ohne Erfolg. Erst eine Fangschaltung verrät, wo sich der Kerl aufhält. Und obwohl Silver sehr verletzlich ist will ausgerechnet er ihn stellen. Die Hexen können sich auch ihrer Haut erwehren und immerhin Zauber wirken. Wenig überraschend hat der Gegner der Woche ein magisches Ass im Ärmel und kann Silver überwältigen.

Showdown: Tony und Lance finden auf dem Schiff die Eier. Die schlüpfen aber genau in diesem Moment. Monster Nummer zwei hat sich hier versteckt gehalten und greift auch an. Es wird brenzlig. In London kann sich Silver kurz aus dem magischen Bann befreien und den Kristall zerstören, der dem Erpresser seine Macht gibt. Damit sind die Monster nicht nur etwa führerlos und chaotisch. Sie verblassen ganz einfach, keine Ahnung warum. Ach ja, die Seiten sind zuende und die Helden müssen ganz schnell gerettet werden. In einem letzten Satz wird noch angedeutet, dass der verhaftete Erpresser noch nicht erledigt ist. In Ordnung.


Das war aber ein richtig klassischer Fall der Woche. Mehrere Monster werden nach und nach aktiv und es gibt schaurige Mordszenen. Bis die Helden eingreifen. Nacheinander töten sie die Monster, während es aber auch Nachschub gibt, um die Handlung zu strecken. Kann man mal machen, muss es in einer Serie auch geben. Sowas fehlt zum Beispiel DL. Es gibt auch nichts, was irgendwie aus der Handlung heraus gestochen ist.

Zwei oder drei Punkte, soviel ist klar. Ich habe mich dann für die niedrigere Punktzahl entschieden, weil der durchschnittliche Roman wirklich sehr altmodisch ist. Dass die Monster alle sehr unterschiedlich und exotisch aus mehreren „Elementen“ zusammengesetzt sind - was ich bekanntlich nicht mag – hat mich gar nicht mal so gestört. Aber der Roman ist gerade am Anfang sexistisch, die Kommentare zur Kindererziehung sind überholt (Wenn der Mann ihn erwischte, würde es Dresche setzen. Etwas, was es zu Hause nie gegeben hatte. Möglicherweise war Joey deshalb ein solches Früchtchen geworden) und richtige Heldinnen, die ihre Frau stehen, durfte es damals auch nicht geben. Wie gesagt, der magielose Silver will dem Erpresser lieber allein gegenübertreten, als das die Hexen machen zu lassen. „Und jetzt keine fruchtlose Debatten mehr“. Basta. Die haben am Herd zu bleiben, würden ihn ja doch nur aufhalten und ablenken. „...aber wenn ich Esram Bannon gegenübertrete, möchte ich mir nur um mich selbst Sorgen machen müssen.“ Natürlich gibt es keine Widerworte zu diesem Blödsinn, sondern nur ein kleinlautes „Ich habe kein gutes Gefühl“ von den Damen. Sie bekommen die Wangen getätschelt und gut ist. Nachdenken immer den Männern überlassen.


Verzeihung, jetzt habe ich mich etwas in Rage geschrieben. Der Roman ist wirklich nicht schlecht. Die großes Grinsen großes Grinsen Baff Baff Baff (2 von 5 Ringen) sind völlig in Ordnung. Ich wurde solide unterhalten.



edit:
Zitat:
Original von alter gruselsack
Lance Selby begleitet ihn (der ist zwar Parapsychologe, aber man merkt nie was davon, außer daß er Waffen bastelt).

Ah, wo du es ansprichst. Ich hätte wie in jeder Serie gern mehr Unterscheidungen zwischen den Charakteren und "Besonderheiten". Während Tony ballert und boxt, dürfte Lance gern im Kampf unerfahren sein und eher mit theoretischem Parawissen glänzen oder weißmagische Artefakte nutzen. Nope, "Lance war ein hervorragender Schütze" und so.

Thema: Band 2077: Ausbruch aus der Schreckenshöhle
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11.05.2018 08:51 Forum: JS2001-2100

Wow, das ist gut analysiert und würde für mich sehr gut ins Bild passen. In diese Richtung habe ich noch gar nicht gedacht.



Einen direkten Fluch gibt es meines Wissens nicht. Eher so ein Gefühl. In anderen Romanheftserien funktioniert das mit Partnerschaft oder sogar Kindern. Bei JS ist man da knallhart. Moment, ist JS die einzige Gruselserie wo der Held keine feste Partnerin hat?

Thema: Band 2078: Luzifers Scheiterhaufen
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11.05.2018 08:35 Forum: JS2001-2100

Wartet auf mich, ich will auch noch eine Wall of Text ins Forum klatschen. großes Grinsen


Über den Anfang des Heftes möchte ich gar nicht so viel schreiben. Das erste Viertel mit dem Ursprung der Gegnerin ist für mich ziemlich misslungen. Viele Klischee-Sklavereiszenen die eine einfache Wikipediarecherche verbessert hätte. Erst klingt es, als wäre Lola ein Opfer. Aber sie ist eine Täterin. Der Pfarrer ist ein Arschloch, ja. Aber er hatte Recht. Sie ist eine schwarze Hexe und mit Luzifer verbunden. Die ganze Zeit.

Die Dialoge hier sind auch seltsam, da wird der Pfarrer mit einem modernen „Sie“ angesprochen. Ich hatte echt Probleme die Epoche und auch den Kontinent zu bestimmen. Egal, wir haben eben eine schwarzmagische Teufelshexe und fertig.

In der Gegenwart führt Oddy seine Freundin Sina Callum zu dem alten Metallkreuz, um das sich eine Dorflegende rankt. Sie wird von der Gegenseite gerufen und irgendetwas passiert. Unheimlich. Zum Glück ist ihr Onkel Jeb nicht nur Polizist, gerade besucht er einen Kurs bei Scotland Yard. Als er von dem Vorfall erfährt kann er direkt John einschalten. Denkt euch einfach einen obligatorischen Kommentar zu Heftromanzufällen.

Sina erwacht nachts aus ihrem Schlaf und sieht vor ihrem Fenster Geister anderer verbrannter Hexen. Von denen erfährt sie, dass Lola sie und die gesamte Callum-Sippe töten will, weil ihr Vorfahre an den Hexenprozessen stark beteiligt war. Aber sie greifen nicht an und werden im gesamten Handlungsverlauf auch nie wieder erwähnt. Reine Stichwortgeber, sowas ist als Autor eigentlich zu vermeiden oder besser in die Geschichte einzuweben, damit es dem Leser nicht so auffällt. Außerdem reden die Mittelaltergeister wieder völlig normal. Satzbausteine wie „das klappte nicht“ passt nicht zu ihnen.

Nun kann Sina gefahrlos ihr Haus verlassen, um die anderen Callums zu warnen. Sie trifft auf Lola höchstpersönlich, die auch ihre Dialoge abarbeiten muss. Sina muss zusehen, wie ein Callum durch einen Messerkiller getötet wird. Die junge Frau will Lola sich unbedingt bis zum Schluss aufheben. Als Lola verschwunden ist, erscheint Oddy, der alles beobachtet hat. Was er um diese Uhrzeit hier wollte wird natürlich nicht im Ansatz erklärt, er ist eben da, weil er für die Handlung jetzt gebraucht wird. Die beiden entschließen sich, Lolas Helfer hereinzulegen und dafür Sina als Lockvogel zu nehmen. Haben sie nicht zugehört, die Gegenseite will Sina erst am Ende töten, der Plan dürfte eigentlich nicht funktionieren. Tut er trotzdem, der Killer kommt und Oddy haut ihm hinterrücks mit einem Stein den Schädel zu Klump. Taffer Bursche. Ich hätte hier gern mehr von seinen Gefühlen oder Reaktionen gelesen. Sowas steckt niemand problemlos weg.

John bringt indes mit Onkel Jeb einen weiteren Callum ins Dorf. Eine ganz dumme Idee, aber er weiß noch nichts von Lolas genauen Zielen. Bei Sina angekommen zeigt Oddy ihnen die Leiche und Sina bleibt allein im Haus zurück. Man kann keinen Vorwurf machen, aber mir war klar, was passiert. Die junge Frau wird natürlich von der Hexe entführt. Aber nicht als Geißel. Plötzlich soll sie doch direkt sterben und nicht als Letzte. Auch hier hätte mir ein einfacher Erklärungssatz dazu gereicht, warum Lola ihre Motivation ändert.

Die Männer müssen mal wieder die hilflose Jungfer retten. Als Oddy einen Schrei seiner Freundin hört hetzt er los, wird von Lola gefasst und soll auch sterben. John und Jeb schleichen sich an. Es kommt zum Showdown. Doch die Hexe wird von Asmodis gerettet und kann fliehen. Wenigstens ist das Kreuz nun nicht mehr schwarzmagisch geladen. Hey, das hätte ein tolles Ende gegeben. Früher hat der Altmeister immer mal Gegner der Woche entkommen lassen, die noch ein oder zwei Zusatzauftritte hatten, bevor sie endgültig vernichtet wurden.

Aber der Geisterjäger ist sich sicher, dass Lola wieder kommt. Und der Leser auch, weil der Roman noch genug Seiten hat. John wartet einfach an Ort und Stelle. Tatsächlich erscheint Lola, schnappt sich nach einem kurzen Plausch aber das Kreuz und haut wieder ab. John steht dumm da und fährt zurück ins Dorf. Auf dem Weg bemerkt John ein Licht von oben. Das teuflische Kreuz rast aus dem Himmel auf seinen Wagen zu. Wie nett, dass Asmodis die Falle ausleuchtet, damit sein Erzfeind rechtzeitig gewarnt ist und reagieren kann. Oder besser gesagt, wenn das Glühen des Kreuzes wirklich so krass ist, hätte der Teufel es garantiert mit Magie eindämmen können. John springt aus dem Auto, das glühende Kreuz bohrt sich ins Blech. Und die Hexe Lola verschmort, weil sie sich an das Kreuz geklammert hat. Wieder verpulvert Asmodis seine eigenen Leute als Kanonenfutter.


Bevor ich zum Schluss komme gibt es dieses mal wieder einen Dialog der Woche, juhu.


Wir hatten den Schrei natürlich auch gehört und wussten, wer da geschrien hatte. Dass ich nicht sofort darauf reagierten, konnte Jeb Callum nicht fassen.
„Verdammt, wir müssen doch los! Sina kann in den nächsten Minuten schon tot sein!“
„Nein.“
„Was macht Sie so sicher?“
„Eben meine Erfahrung, mein Lieber. Leute wie diese Hexe töten zwar gern, aber nicht sofort. Sie müssen sich immer wieder in Szene setzen, wenn Sie verstehen.“

Es hat mich wütend gemacht, dass dieser Geisterjäger wieder mal leichtsinnig Menschenleben aufs Spiel setzt. Bisher haben alle Hexen gequasselt, statt zu handeln. (Was nicht einmal stimmt) Warum also eilen? Schleichen wir uns lieber in Ruhe an, wenn ich mich irre, sterben nur ein Mädchen und ihr Freund.



Abgesehen vom Anfang ist dieser klassische Hexenrache-Fall aber auf der Darkskala in Ordnung geschrieben. Figuren aus dem Mittelalter reden zu modern. John und Lola handeln manchmal unnachvollziehbar, und es gibt für den Leser keine Erklärung. Gute Grundideen sind aber da. Trotzdem sträube ich mich wieder, eine gute Note zu vergeben. Überdurchschnittlich, völlig in Ordnung. Im Groben gut, im Detail aber nicht mehr.




PS. Ein sehr schöner Leserbrief dieses mal. Jemand der offensichtlich eher Dark-Anhänger ist, aber auch die Arbeit der Co-Autoren positiv zu schätzen weiß. Gut, ich mag nicht, wie er in einem Absatz für die gesamte Leserschaft spricht (ich bin da nicht so euphorisch wenn ein neuer Dark-Roman erscheint), aber ansonsten hat mir das gefallen. Es gibt eben doch nicht nur die beiden Lager „Altmeisterverehrer“ und „Co-Autoren-Fans“, die sich nicht ausstehen können.

Thema: Band 1146: Sonnen der Magie
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11.05.2018 08:27 Forum: PZ1001-heute

Vieles von dem, was ich jetzt dazu schreibe habt ihr eigentlich selbst schon beantwortet. Egal. Augenzwinkern



Zitat:
Original von Loxagon
Ich finde es blöd, wenn man in einer Serie wie PZ, die ja aufeinander aufbaut Romane einzelner Autoren auslässt.


Nachvollziehbar. Aber ich finde es blöd, wenn ich Romane einer Autorin bewerte, die ich vom Stil absolut nicht mag. Das habe ich vor Frau Seidel noch nie bei meinen gelesenen Romanheftserien gemacht.

Manchmal bieten die Texte eines Autors genug Fläche für berechtigte Kritik. Aber Frau Seidel schreibt gut, ich mag ihre Art persönlich nur nicht. Da aus Prinzip jeden Roman zu lesen und schlecht zu bewerten wäre doch unfair.


Zitat:
Original von Sheila Conolly
aber bei deinen Rezis meine ich schon öfter rausgelesen zu haben, dass du die Stories sehr autorenabhängig liest, bzw. bewertest ...

Eigentlich überhaupt nicht. Es wurden schon Autorenangaben von der Redaktion vertauscht. Die Altfans haben es bemerkt, ich nicht. großes Grinsen Beim Klüver/Borner Zweiteiler 1143/1144 wird im Basteiforum schon wieder gemunkelt. Von alleine wäre mir das nie aufgefallen. Ich habe mich nur gewundert, warum ich meiner PZ-Lieblingsautorin so eine schlechte Wertung geben musste.

Ich lese "autorenabhängig", weil jeder Autor momentan klar seine eigene Handlung hat.


Zitat:
Was aber, wenn sie eben Plots enthalten oder auf welche eingehen, von denen du dir noch so manche Antwort erhoffst?
Dann ist ja klar, dass du irgendwann keinen Überblick mehr über einen bestimmten Strang hast oder etwas zu verwirrend ist ... oder nicht?



Bei Dark habe ich die Hefte ausgelassen und später gelesen. Bis ein Hexeninselroman wichtig für einen Co-Autoren-Roman wurde. Bei PZ sehe ich das Problem bis jetzt nicht. (Was auch einer meiner Kritikpunkte an der Serie ist). Jeder Autor hat seine eigenen Geschichten. Ich verpasse nichts, wenn ich bestimmte Autoren auslassen. Zumindest nichts wichtiges. Sollte sich das ändern und endlich wieder ein gemeinsames Hauptthema gefunden werden, werde ich wieder alle Autoren lesen (müssen).


Zitat:
Ich meine nur, weil ich immer dachte, dir gefällt PZ ... oder waren das nur bestimmte PZ-Autoren und gar nicht die Geschichten an sich?

Beides. PZ als Serie gefällt mir sehr gut. Fähige Autoren, allesamt. Bestimmte Autoren erzählen ihre Abenteuer auf eine Art, die mir nicht gefällt. Dafür können sie aber nichts. Ich lese ja auch keine gut geschriebenen Adelsromane (wenn es sowas wirklich gibt großes Grinsen ), weil ich das Genre nicht mag.



edit: Weil PZ eine gute Serie ist kaufe ich auch die Romane von Stephanie Seidel. Vielleicht wage ich mich irgendwann an sie heran. Man ändert seinen Geschmack ja auch.

Und Manfred?
Jedes mal total extreme Übergegner? Reine Geschmackssache, wenn einen das annervt.
Jedes mal total verknotete Geschichten? Reine Geschmackssache, wenn einen das annervt. Reine "Gedächtnissache" man nicht am Ball bleiben kann, wenn monatelange Lücken dazwischen liegen.

Aber da ist es nicht so extrem wie bei Seidel. 4 von 10 Punkten ist genau genommen ja noch in Ordnung und kein totales Niederschmettern.

Thema: Infos, Fragen und Antworten, Sonstiges zu Torn
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11.05.2018 08:14 Forum: Torn

An sich würde mich die Serie schon interessieren. Vergangenheitsreisen, genau mein Ding! Aber ich bin da sehr genau und anspruchsvoll, noch mehr als bei Gegenwartsabenteuern oder SF-Plots. Ich möchte nicht die nächste Serie "kaputtnörgeln" und hänge ja schon bei Ballard und dem Dämonenkiller, die ich noch weiter lesen kann.

Außerdem scheint es mir keine ebooks zu den Heften zu geben, die müsste ich mir erst online oder über einen Romanhändler besorgen.


Aber Lessydragon, viel Spaß bei der Serie. smile

Thema: Band 1146: Sonnen der Magie
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09.05.2018 18:10 Forum: PZ1001-heute

In der Fortsetzung von Manfreds neuster Geschichte muss man lange warten, bis es wirklich mit Zamorra in der Höhle des Löwen weiter geht.

Auf dem Château gibt es ganz neue Probleme. Immer mehr Geistererscheinungen tauchen auf, die sich als Projektionen von Leuten aus der Vergangenheit herausstellen. Kommen diese mit den aktuellen Schlossbewohnern zusammen, altern sie zeitweise oder werden jünger. Offenbar bringt der problematische Tunnel im Schlossgewölbe die Zeit total durcheinander. Es geht nicht mehr nur darum, Zamorra zurück zu holen, jetzt hat man ein zweites dringendes Problem.

Auf Krakatoa erfahren wir, wie genau Dylan auf die Gegenseite gezogen wurde. Das ganze Liebesdrama hätte es für mich nicht ausführlich gebraucht. Auf Befehl der Inselgöttin hat eine Ureinwohnerin Sex mit Dylan und lässt sich schwängern. Ihr Partner rastet aus und verliert den Verstand. Danach führt man Dylan in den Vulkan, wo es eine unschöne Enthüllung gibt. Es gibt keine mystische Göttin aus Urzeiten, keinen Fantasytouch. Es handelt sich vielmehr um eine hochentwickelte Wesenheit mit außerirdischer Technologie, also SciFi. Die geheimnisvolle Asche hat keine magischen Eigenschaften, es handelt sich nur um programmierte Naniten. Außerdem gibt es hier in der Basis Regenbogenblumen. Der übernommene Dylan erfährt anschließend die ganze Geschichte und wer die Fäden zieht. Es ist super bedrohlich und überlegen, eigentlich hat der Schotte nicht den Hauch einer Chance gegen die neue Übergegnerin (ich nutze mal das weibliche Geschlecht ihrer Tarnidentität). Der Leser wird aber über die Details im Dunkeln gelassen, na toll. Langsam schließt sich der Kreis, als die Wesenheit vom Château erfährt und dieses erobern will. Hatten wir doch mehrmals in letzter Zeit. Genau genommen im letzten Zeitteiler von Borner/Klüver und davor im Crossover. Also die dritte Geschichte in Folge mit dem Hintergrund. Auch diese Invasion schlägt fehl, dafür landen Zamorra und sein Amulett hier.

Bei dem Dylan hier handelt es sich um den „ersten Dylan“. Der vor einigen Jahren in die Vergangenheit geschleudert wurde und diese bis zur Gegenwart durchlebt hat. Das gleiche ist ihm dann nochmal passiert, dieses mal aber gewollt und bewusst. Der „zweite Dylan“ lässt sich von den Regenbogenblumen in die Vergangenheit bringen. Wo er sich selbst, also den „ersten Dylan“ töten will, um an seiner statt mit seiner Geliebten zusammen zu leben, die in der Gegenwart gestorben ist. Wartet, es wird noch komplizierter. Er landet auf dem Hof der Familie Bird. Dylan möchte bei Carrie Birds Urahnin erst einmal unterkommen. Stößt aber auf Carrie Bird selbst, die auch in die Vergangenheit geschleudert wurde. Also ist Carrie ihre eigene Urururgroßmutter? Über Zeitparadoxa für Dylan oder Carrie denke ich gar nicht erst nach, weil ich da eh nicht mitkomme.

Erst im letzten Viertel des Hefts setzt die Handlung zum Cliffhanger des ersten Teils ein. Der Leser weiß, Dylan ist zwar übernommen worden und am Arsch. Sterben kann er aber nicht, weil dieser Zeitreise-Dylan irgendwann lebendig und wohlauf in der Gegenwart ankommt, um dann wieder in die Vergangenheit zu reisen, um sich selbst zu töten und die in die Vergangenheit gereiste Carrie zu treffen, die mit der damals noch lebenden unsterblichen Nele in eben dieser Vergangenheit zusammen getroffen ist. Verstehste?

Da wir wieder eines dieser Überwesen haben wird sogar Zamorra übernommen. Und sein Amulett. Zum Glück reist Nicole jetzt hinterher. Den Zeittunnel zu verschließen, ohne Zamorra zurück geholt zu haben, kommt nicht in Frage. Also wird Zamorra gerade so gerettet. Puh, Glück gehabt. Jetzt fliehen? Nein, man muss noch das Amulett gerade so retten. Puh, Glück gehabt. Jetzt fliehen? Nein, auch Dylan will man noch retten. Da setzt die Selbstzerstörung der Vulkanbasis ein und man muss Dylan zurück lassen. Wie gesagt, der kann eh nicht sterben, also flieht er wenig überraschend durch die Regenblumen hier. Und landet dann in London, vor dem Hof der Birds. Wo er auf sich selbst trifft. Wir erinnern uns, der „zweite Dylan“ ist vor wenigen Stunden erst hier aus der Gegenwart eingetroffen.


Äm, ja. Kurz durchatmen und das Hirn für ein Fazit lüften. Monaca Peters darf kurz übernehmen. „Unterm Strich klingt das für mich eher, als würden sich mehr neue Fragen auftürmen, als alte beantwortet wurden“, warf Monica ein. „Nix da mit Zipfel einer Spur! Die Rätsel werden eher größer als kleiner.“

Danke, Monica. Gut eingeworfen. Mein erstes typisches Weinland-Problem. Wie schon in seinem letzten Plot wird auch dieser endgültig zu überkompliziert für meinen Geschmack. Wer da alles durch die Zeit in welche Epoche reist und sogar mehrmals in der gleichen Zeit vorhanden ist. Wie ich immer dazu sage: Wohlgemerkt bei einer Romanserie die nur alle zwei Wochen erscheint und selbst da zwischen den Autorenplots immer mehrere Monate liegen, weil die Kollegen ihre eigenen Geschichten verfolgen. Damit werde ich mich nie anfreunden, für mich funktioniert so ein Konzept einfach nicht. Entweder wie bei JS simplere Geschichten bei mehreren Autorenhandlungen oder wie bei MX komplizierte Geschichten bei einer gemeinsamen Autorenhandlung. Wobei selbst MX nie so verworren wurde, wie es bei Manfred leider immer wird.

Das zweite typische Weinland-Problem, es gibt wieder ein Überwesen. Damit meine ich nichts in der Liga von Asmodis oder Lilith. Verdammt, dieser Alien kann Zamorras Amulett nicht nur an sich bringen, sondern auch auf sich eichen und befehligen. Das muss man sich mal vorstellen. Natürlich braucht ein erfahrener Dämonenjäger mit über die Jahrzehnte angesammelten Artefakten und Verbündeten herausfordernde Gegner. Aber es muss nicht immer so extrem sein. Momentan kann man bei JS sehr schön sehen, wie die Hauptfigur gefordert ist, ohne gleich interdimensionale Weltenverschlingerengel einzusetzen, oder extraterrestrische Wesen die sein Kreuz benutzen können.

Dass aus der schönen Mysterygeschichte um schwarzmagische Asche jetzt SciFi wird gefällt mir überhaupt nicht. Da möchte ich aber nicht meckern, das ist wirklich reine Geschmackssache. Oder dass es nicht direkt nach dem Cliffhanger weiter geht, sondern lange eine Zeitspanne behandelt wird, die im ersten Teil für Dylans Handlungsebene ausgelassen wurde.


Ich kann nur für mich sprechen. Aber Manfreds Plots fangen immer so toll an, dass ich Lust darauf bekomme. Und werden dann kaputt gemacht, wenn der „Knoten platzt“. Ich erinnere mich an den letzten Plot, der in Äon mündete und mache mir Gedanken, auch die Romane dieses Autors jetzt zu überspringen, wie bei Stephanie Seidel. Warten wir es ab.



großes Grinsen großes Grinsen großes Grinsen großes Grinsen Baff Baff Baff Baff Baff Baff (für mich 4 von 10 Amuletten), 2 von 5 Punkten in der alten Wertung klingt irgendwie netter.

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