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Thema: Band 2147: Blutsschwestern
Das Gleichgewicht

Antworten: 9
Hits: 1881

10.12.2019 18:38 Forum: JS2101-2200

Ich mache es mal kurz. Ein sehr solider und klassischer Fall der Woche. Mit vielen ZufÀllen und haufenweise klischeehaften Archetypen. Genau so archetypisch, wie die gesamte Handlung ist.

Das fÀngt schon damit an, dass ein Kind Zeuge eines Kriminalfalles wird, die doofen Erwachsenen ihm aber nicht glauben oder unfÀhig sind und er deshalb selbst Ermittlungen anstellt, die viel erfolgreicher sind. Hey, daraus sollte man mal eine Jugendbuchreihe machen, das könnte Kultmaterial werden.

In der zweiten HĂ€lfte wurden die Kinder dann bei der Spurensuche auf dem Anwesen ĂŒberrumpelt. Deshalb macht sich Bill auf die Suche nach den Kindern und wird im Anwesen ĂŒberrumpelt. John und Suko machen sich dann auf die Suche nach Bill auf dem Anwesen. Die werden nicht ĂŒberrumpelt, irgendwann muss man ja auch mal zu einer Auflösung kommen.

Ich will mich gar nicht mit Details befassen. Die Geschichte konnte mich nicht richtig packen. Eine Handlung wie ein altmodischer Gespensterkrimi, natĂŒrlich mit einem besseren und moderneren Schreibstil. Vampirschwestern und ihr menschlicher Gehilfe geben natĂŒrlich auch nicht viel her. Ich hĂ€tte lieber wieder sowas wie die mystische Eisbraut von Marc Freund.

großes Grinsen großes Grinsen großes Grinsen großes Grinsen großes Grinsen Baff Baff Baff Baff Baff (5 von 10 Kreuzen)

Thema: Band 2144: Blutzeit
Das Gleichgewicht

Antworten: 16
Hits: 1865

RE: Band 2144: Blutzeit 10.12.2019 18:30 Forum: JS2101-2200

Da fĂ€ngt also ein SchĂŒler an, aus Nase und Ohren zu bluten und verbrennt dann. Es gibt keine Panik unter den SchĂŒlern. Der Lehrer schickt sie nach Hause und sie „schleichen“ brav aus den Zimmer. Der Direktor hat schon die Polizei gerufen, bevor er die Leiche gesehen hat oder ĂŒberhaupt von dem Toten weiß. WĂ€hrend er dann vielleicht zwei oder drei Minuten mit dem Lehrer quatscht, trifft auch schon Tanner ein. So schnell mĂŒssten die EinsatzkrĂ€fte auch im echten Leben sein. Der Einstieg fĂŒhlt sich komplett falsch an. Das wird wohl wieder so ein Roman, bei dem man nicht zu sehr den Kopf beim Lesen aktiv haben sollte.

Victors Vater hat unabhĂ€ngig davon Sir James um Hilfe gebeten. Er will dringend mit ihm reden, aber erst bei einem Treffen mit der Sprache rausrĂŒcken. Als Suko dann bei ihm ist, zeigt er sich eher abweisend und gibt keine Auskunft. Was wollte er von Sir James? Das ist gar kein Thema mehr, hat Dark wohl wieder vergessen.

Doris Lancester hat John nach der obligatorischen Befragung in einem gĂŒnstigen Augenblick niedergeschlagen und zeigt sich direkt als Gegenspielerin. Wieso hat sie sich nicht einfach brav gestellt und ihn gehen lassen? Weder hat er etwas gegen sie in der Hand, noch vermutete er sie als Feindin. Das wird am Ende immerhin aufgelöst. Sie wollte den Erzfeind von Asmodis erledigen, wie schon so viele vor ihr. Was nicht aufgelöst wird, John ist sich sicher, dass er es mit Vampirartigen zu tun hat. Einfach nur wegen dem Bezug zu Blut bei dem Verbrannten. Er sieht keine VampirzĂ€hne an Doris oder ihren Lakaiinnen und vermutet deshalb, dass sie einer „besonderen Rasse“ angehören. Blödsinn, er hat einfach keinen Anhaltspunkt fĂŒr dieses Hirngespinst! Suko und Glenda suchen auf Doris' Anwesen nach John und entdecken eine Tote, der ein Pfeil in der Brust steckt. Das muss eine Vampirin gewesen sein! Was? Bitte die jetzt nicht auch noch. Und wer hat diese Vampirin erledigt? Es muss Justine Cavallo gewesen sein, weil die Tote „fachmĂ€nnisch“ ausgeschaltet wurde. Wie ich Dark kenne werden diese Vermutungen alle stimmen, aber so kann man doch keine Geschichte aufbauen. Das wĂ€re wie, wenn im Tatort die Ermittler die IdentitĂ€t des Mörders innerhalb der ersten 5 Minuten ohne Hinweise oder Nachforschungen im Kopf haben und ihn verhaften. Kann man machen. Fall gelöst, es hat den richtigen erwischt. Aber Sinn ergibt das keinen.

John ist also in Gefangenschaft. Man hat ihm das Kreuz nicht abgenommen und er vermutet zuerst wie ĂŒblich, dass sie wohl die gefĂ€hrliche Ausstrahlung gespĂŒrt haben und deshalb die Finger davon gelassen haben. Nun preist er das Kreuz als Gegenstand mit hohem Silberwert an, damit eine der Frauen es berĂŒhrt, um es ihm abzunehmen. Die ist tatsĂ€chlich so doof. Tja, man kennt es, das Kreuz funktioniert, wie Dark es gerade braucht. In diesem Heft hat es ĂŒberhaupt keine Aura oder Ausstrahlung. Die Dame merkt nichts, bis sie es berĂŒhrt und dann direkt daran stirbt. John hat nun die Sicherheit, dass es wirkt und ruft die Kreuzformel, um die restlichen Frauen im Raum auszuschalten.

Suko und Glenda treffen indes wie erwartet auf Justine. Sie labern und sie nimmt den Chinese mit ins Haus. Glenda bleibt besser aus der Gefahrenzone. Zuvor hat man eine von Doris' Frauen niedergeschlagen. Die ist jetzt wieder erwacht. Aber sie geht nicht auf Glenda los oder ist feindselig. Im Gegenteil, die beiden reden friedlich. Da sie einen SchlĂŒssel hat fĂŒhrt sie Glenda sogar ins Haus und zu Doris. Ohne Hintergedanke. Muss man sich mal vorstellen, ach das ergibt keinerlei Sinn.

Kommen wir besser schnell zum Schluss. Suko vernichtet Doris mit der DÀmonenpeitsche, nachdem Glenda vergeblich auf sie geschossen hat. Justine ist bei dieser Finalszene gar nichts anwesend, man hÀtte sie sich auch sparen können. Offenbar wollte Dark einfach irgendeinen Auftritt der Blonden Bestie unterbringen, damit die Leser sich freuen.

Und dann bleiben am Ende noch die elementaren Punkte offen. Ist das DĂ€monenblut eine Strafe oder eine Belohnung? Schließlich sterben alle daran. Wieso tötet sie eine ihrer eigenen VerbĂŒndeten mit dem Blut? Es klingt zwischenzeitlich so, als wĂŒrden ihre Musen wie in einem Kult das Zeug absichtlich nehmen. Aber wieso, wenn sie dadurch keine Vorteile erhalten und frĂŒher oder spĂ€ter daran verrecken? Und wenn man seinen unliebsamen Schwiegersohn loswerden will, wieso dann so auffĂ€llig?

Doris ist die aktuelle Frau von Sir Lancester. Die beiden sehen sich aber so gut wie nie. Doris wohnt in ihrem eigenen Anwesen und geht dort mit ihren Musen ihren Hobbies nach. Völlig normal, fehlt nur ein Spruch von JĂŒrgen von der Lippe oder einem seiner gleichaltrigen Kollegen, dass dass Lancester alles richtig macht.



Ich will mich nicht in Details verlieren. Dabei habe ich mich schon bemĂŒht, nicht zu genau auf Kleinigkeiten und stilistische MĂ€ngel zu schauen. Die Idee an sich ist ja echt gut. Ein Kult, der irgendwie an das Blut eines alten DĂ€mons gekommen ist und es nun nutzt, um die Kultistinnen zu stĂ€rken. Richtig angewendet kann man mit dem Blut aber auch töten. So wurde das aber nicht umgesetzt, vor allem fehlen grundsĂ€tzliche ErklĂ€rungen oder gut eingebundene HintergrĂŒnde. Der Leser kann mit dem rohen KonzeptgerĂŒst des Autors natĂŒrlich nichts anfangen. Ich habe jedenfalls keine Lust, mir schlĂŒssige Hintergrunde dazuzudenken.


großes Grinsen großes Grinsen großes Grinsen großes Grinsen großes Grinsen Baff Baff Baff Baff Baff (4,5 von 10 Kreuzen) und noch ein sehr schwaches MITTEL

Thema: Band 2141: Höllenzauber
Das Gleichgewicht

Antworten: 8
Hits: 1468

10.12.2019 18:23 Forum: JS2101-2200

Der erste Teil endete mit einem Cliffhanger, der jetzt aufgelöst wird. Ein Löwe greift an! Aber nicht John, sondern ein Zebra. Der GeisterjĂ€ger hĂ€lt den Jeep, sowas kann man sich ja mal anschauen. „Dem Löwen ging es gut. Er umleckte wieder sein Maul, dann hörte ich ihn husten, jedenfalls klang das GerĂ€usch so, und einige Sekunden spĂ€ter setzte er sich in Bewegung. Er lief die ersten Schritte auf den Jeep zu. Seine Bewegungen sahen nicht unbedingt geschmeidig aus. Auf mich wirkten sie mehr tapsig“ Wie sĂŒĂŸ. Zum GlĂŒck hat er im Wagen ein Gewehr gefunden und kann den Löwe eiskalt abknallen, als der sich langsam nĂ€hert. Nach dieser Ă€ußerst packenden Eingangsszene fĂ€hrt er weiter. Naja, wenigstens kann man Dark nicht vorwerfen, dass es einen Stilbruch zur Lesestimmung des ersten Teils gibt.

Schließlich erreicht John ein GrundstĂŒck, das Anwesen des van Graffs. Die HaushĂ€lterin Mona hat von seiner Ankunft getrĂ€umt und spĂŒrt, dass er etwas ganz besonderes ist. Hier kann er erstmal ĂŒbernachten. In seinem Zimmer sieht John dann eine Schlange mit dem Gesicht von Matthias, die dann plötzlich weg ist. Bei einer ausfĂŒhrlichen Essenszene verĂ€ndert sich kurz das Gesicht seiner Gastgeber, ist dann aber wieder normal. Und Mona erzĂ€hlt ihm, dass ihre Arbeitgeber ihr unheimlich sind.

Suko steht weiterhin doof beim Spiegel und ist zum Abwarten verdammt. Kurz zeigt Matthias sich im Spiegel und rasselt seinen ĂŒblichen Text runter, wie lĂ€cherlich das Sinclairteam ist und dass er dieses mal garantiert nicht aufgehalten wird.

Die Geisterdimension des ersten Teils spielt keine Rolle mehr. Trotzdem ist der Roman bis hierhin sehr lahm. Erst in der zweiten HĂ€lfte wird die Gegenseite endlich mal richtig aktiv. In Afrika machen sich die van Graffs daran, John und sĂ€mtliche Zeugen zu töten. Julia van Graff sticht direkt den Koch ab. In London wird der AntiquitĂ€tenhĂ€ndler ĂŒbernommen. Ok, dieser Nebenschauplatz enttĂ€uscht weiterhin und hĂ€tte problemlos rausgeschrieben werden können. Der HĂ€ndler haut Suko nĂ€mlich mit einem gezielten Handkantenschlag benommen. Nicht hinterrĂŒcks, sondern wĂ€hrend sie sich gegenĂŒber stehen. Sehr unrealistisch, gerade bei Suko. Jedenfalls verschwindet der Kerl danach im Spiegel. Suko eilt ihm nach, kann aber nur seine Leiche bergen. Das nĂ€chste Opfer. Ist Suko nun im Spiegel gefangen wie John im ersten Teil? Nein, er latscht einfach wieder heraus. Danach geht es wie gewohnt weiter. “Egal wie lange sie dauern wĂŒrde. Irgendwann musste sich in dem Spiegel wieder etwas tun. Und dann wĂŒrde Suko bereit sein ..“

John und Mona werden von Julia in einem Flammenkreis gefangen, der keine Gefahr ist, weil das Kreuz sie schĂŒtzt. Die Frau kann entkommen. Nur zwei Seiten spĂ€ter heißt es dann aber, sie lebt nicht mehr. Tja, so kann man auch Figuren aus der Geschichte schreiben, ohne Zeit fĂŒr ein vernĂŒnftiges Ableben zu verschwenden. Die beiden konnten dem Haus entkommen und fahren mit dem Jeep weiter. Doch im nĂ€chsten Dorf werden sie gleich festgehalten. Dark muss ja noch den Romantitel und das Cover unterbringen. Deshalb sollen sie einem Höllenzauber beiwohnen. Die Kreatur der Finsternis Peter van Graff will seine Frau rĂ€chen, die eigentlich gar nicht tot ist. Mhh, ist das wieder einer dieser Punkte, wo Dark Feierabend gemacht hat und am nĂ€chsten Tag weiter geschrieben, wobei er aber vergessen hat, dass Julia fliehen konnte und nicht vernichtet wurde? Egal, Matthias darf nun auch nicht fehlen.

Es kommt nĂ€mlich zum Finale. Matthias manipuliert Mona mit seinem Blick. Sie schlĂ€gt John nieder. Statt diese Chance zu nutzen und seinen Erzfeind jetzt kalt zu machen, flirtet Höllenmatze lieber mit Mona, bis der GeisterjĂ€ger sich wieder aufgerappelt hat. Überraschend darf Suko auch mitmischen. Wie Dark das arrangiert, finde ich aber völlig daneben. Er hat einen Geistesblitz, hĂ€lt den Stab des Buddha an die SpiegelflĂ€che und öffnet damit den Weg nach Afrika. Wieso kommt er auf diese Idee und wieso funktioniert das? Bei Dark gibt es leider keine Regeln mehr, keine ErklĂ€rungen. Jederzeit ist alles möglich. Und der Leser muss es mitmachen.

So trifft Suko gerade rechtzeitig ein, um die Kreatur der Finsternis zu vernichten. Matthias hat vom Autor allerlei mĂ€chtige FĂ€higkeiten verliehen bekommen. Aber wieder nutzt er die Chance nicht, als seine Gegner abgelenkt sind. Er verdreht Mona lieber den Kopf, auch als Suko seinen VerbĂŒndeten tötet. John ruft schließlich die Kreuzformel. Die nicht nur Matthias vertreibt, sondern ihn und Suko auch noch direkt zurĂŒck nach London transportiert. Heute ist wohl der Tag der wundersamen neuen Eigenschaften von altbekannten Waffen.


Na gut, ich sehe es positiv. Viel schlechter als der erste Teil kann die Fortsetzung nicht sein. Ist sie auch nicht. Wenigstens passiert hier mal was. FĂŒr Höllenmatze an sich gibt es keine Bonuspunkte von mir. Er muss schon wenigstens halbwegs vernĂŒnftig in die Geschichte eingewoben sein. Und nicht wie hier als Trottel. So ein gefĂ€hrlicher Gegenspieler, dessen Potential Dark aber ĂŒberhaupt nicht nutzt. Ansonsten frage ich mich, wieso es ein Zweiteiler sein musste. Den ersten Teil in der Geisterwelt hĂ€tte es nicht gebraucht und die Sache jetzt in Afrika ist eine völlig neue Geschichte. Nur der Spiegel verbindet beide Handlungen, was ich aber unnötig finde. Ohne Spiegel wĂŒrde es auch keine öden Seiten mit Suko geben. Das ist in etwa so spannend, wie in der Brandenburger Provinz auf den Bus zu warten. Sorry.

Besser als der erste Teil aber immer noch SCHLECHT. großes Grinsen großes Grinsen großes Grinsen Baff Baff Baff Baff Baff Baff Baff (3 von 10 Kreuzen)

Thema: Band 2140: Böses Erwachen
Das Gleichgewicht

Antworten: 9
Hits: 1541

RE: Band 2140: Böses Erwachen 10.12.2019 18:15 Forum: JS2101-2200

Klar, wenn ich beim Friseur eine andere Kundin habe, mit der ich beim Haareschneiden gern mal quatsche, dann gebe ich der auch meine private Handynummer, rede mit ihr ĂŒber die paranormalen Dinge, die ich erlebt habe und komme spontan zu einem Treffen, wenn sie mich anruft. Obwohl sie am Telefon nicht mit der Sprache heraus rĂŒcken will, worum es eigentlich geht. Als Sheila den Anruf einer Bekannten vom Friseur erhĂ€lt mĂŒsste sie noch misstrauischer sein. Es hĂ€tte auch eine Falle der Gegenseite sein können.

Dann erfÀhrt sie von dem seltsamen Spiegel, auf dessen FlÀche eine Knochenfratze zu sehen ist. Keine der beiden Frauen denkt auch nur kurz an die Möglichkeit, dass es ein Trick ist oder irgendein Internetprank. Aber dass Sheilas Bekannte Wahnvorstellungen hat, das könnte möglich sein. Deshalb alarmiert Sheila den GeisterjÀger. Sie will mit ihm allein sprechen, damit Suko und Glenda auch ja nichts hören. Wieso? Ist sowieso egal, weil John seinen Partner direkt im Anschluss eh einweiht. Junge, das sind so typische seltsame Darkdinger.

Das erste Drittel der Geschichte ist unsinnig und langweilig. Eine Frau sieht ein gruseliges Spiegelbild, das dann schnell wieder weg ist. Keine VerÀnderung bei ihr, sie wird nicht angegriffen oder so.


Dann wird John in den Spiegel gezogen und bleibt verschwunden. Obwohl er Suko alles erzĂ€hlt hat, weiß man im BĂŒro plötzlich nichts mehr. Deshalb ruft Suko bei Sheila an und es wird nochmal der ganze langweilige Stuss durchgekaut. Toll. Suko begibt sich also wie John allein zum AntiquitĂ€tenladen. Wird er das nĂ€chste Opfer? Hey, wie lange hatten wir keine Szene mehr, in der ein Auto geparkt wird und einer halbwĂŒchsigen Rowdybande ein Geldschein in die Hand gedrĂŒckt, damit sie auf den Wagen aufpassen? Ein echter Dark-Klassiker. Außerdem gibt es wieder mal altmodischen Rassismus, der lĂ€ngst nicht mehr aktuell ist. „WĂ€ren Sie nicht ein Chinese, dann hĂ€tte man glauben können, dass Sie ein Bulle sind.“ Dark bringt immer noch die gleichen SprĂŒche bei Suko wie vor 40 Jahren. Nur passen die inzwischen ĂŒberhaupt nicht mehr.

Aber zurĂŒck zu John. In der fremden Dimension bleibt es erstmal lahm, mit seitenlangen öden Beschreibungen. Dann stolpert er ĂŒber einen Killer, der gerade ein paar Leute ersticht. Keine Angst, es wird nicht gefĂ€hrlich. Der Killer ist geisterhaft und geht einfach durch John durch. Danach erscheint eine Nebelwand mit einer Fratze darin. Tja, das war genug „Action“. John schlurft weiter durch diese Welt. Wird dann auf die Musik einer Party aufmerksam, die Leute hier sind aber auch nur Geister, die nicht auf ihn reagieren. Eine Stimme meldet sich und labert irgendwas vom Bösen, das stĂ€rker ist als das Gute. John entscheidet sich, dumm rum zu stehen und auf dieses Böse zu warten.

Langsam habe ich die Nase wirklich voll! Das wird natĂŒrlich nicht ĂŒbersprungen, dafĂŒr gibt es weitere ganz wichtige Szenen in denen John wartet und ungemein spannend geschriebene GedankengĂ€nge hat. Dann taucht der Killer wieder auf. Schön. John kann erneut nur passiv zusehen, wie er die PartygĂ€ste angreift. Ok, das könnte eine gute Szene sein, wo der GeisterjĂ€ger trotz all seiner Erfahrung und seinen mĂ€chtigen GegenstĂ€nden total hilflos ist. DafĂŒr mĂŒsste man aber passende Formulierungen und Beschreibungen nutzen. Das Getippte mehrmals durchgehen und umĂ€ndern, bis es perfekt passt. Und nicht wie Dark einfach stur den Text runtertippen, der einem gerade durch den Kopf geht. So ist es einfach nur öde. Nachdem John eine Weile zugesehen hat, wie der freundliche Besucher die PartygĂ€ste absticht, aktiviert er endlich das Kreuz. Was aber ĂŒberhaupt gar nichts bringt. Und ich dachte, jetzt passiert endlich mal was. DafĂŒr tut sich ein Spalt im Boden auf, in den John stĂŒrzt. Er fĂ€llt und fĂ€llt und fĂ€llt, bis er in einer Savanna rauskommt. Was? Hier ist alles real und greifbar. Er findet direkt einen vollgetankten Jeep, der Fahrer liegt von Tieren totgebissen daneben. HyĂ€nen tauchen auf. Dann steht plötzlich hinter ihm Matthias, der ihn anquatscht. Nochmal, WAS?


Was ist eigentlich mit Suko? Bei dem ist es auch nicht unterhaltsamer. Er verschafft sich widerrechtlich Zugang zum Haus des HĂ€ndlers und bedroht ihn. Der Kerl könnte also ruhig bleiben, Suko hat nichts gegen ihn in der Hand. Er könnte sogar die Polizei rufen und Suko mĂ€chtig Ärger einbrocken. Was er nicht tun sollte ist, den Inspektor mit einem Dolch anzugreifen und seinen „Opferstatus“ damit zunichte zu machen. Der HĂ€ndler packt aus, als Suko handgreiflich wird. Tja, jetzt hat er auch allen Grund dazu. Er lĂ€sst die DĂ€monenpeitsche ĂŒber die SpiegelflĂ€che gleiten. Sehr gefĂ€hrlich, obwohl er nicht zuschlĂ€gt könnte das auch die schwarze Magie des Durchgangs zerstören und John bleibt in der fremden Dimension gefangen. Aber egal. Und es geht eine Stalker-Ebene tiefer. Suko beobachtet tatenlos, wie John in der anderen Dimension den Killer tatenlos beobachtet.


Ok, es reicht. Was war das denn? So gar nichts war das. Der Roman beginnt mit damit, dass Sheilas Friseurbekannte einfach nur ein gruseliges Spiegelbild sieht. Dann wird John in eine Dimension gezogen, wo er nichts machen kann, außer herumzulaufen und zu beobachten. Zum Schluss gibt es dieses spontane Bodenloch, das ihn in ein anderes Areal bringt. Wo auch nichts passiert. Er quatscht mit Matthias, der ihn mit dem Jeep davon fahren lĂ€sst. Suko hat am meisten Stress, aber dafĂŒr handelt der nicht wie er sollte.

Außerdem bleiben viele Fragen offen. Was ist die Motivation des AntiquitĂ€tenhĂ€ndlers? Erst will er den Spiegel loswerden, dann will er den Spiegel keinesfalls verkaufen und am Ende war er unschuldig und hat das Teil von Matthias aufgezwungen bekommen. Ist er nun armes Opfer, Mitwisser oder Drahtzieher?

Wenn es jetzt auf die Konfrontation mit Matthias hinauslĂ€uft hĂ€tte man sich 90% des Romans sparen können. Die Fratze im Spiegel ist ein netter Einstiegspunkt, aber unwichtig, da der Spiegel sich am Ende als Dimensionstor heraus stellt. Was quatscht der HĂ€ndler da am Anfang fĂŒr einen Stuss, dass eine Gestalt im Spiegel die Menschen ins Jenseits lockt? Diese ganze Geisterdimension war fĂŒr den Po, wenn der zweite Teil nicht nochmal logisch darauf eingeht. Matthias hĂ€tte ihn direkt in die Savanne holen können. FĂŒr John bestand auch nie eine Gefahr, da er und der Killer sich auf anderen Ebenen befanden und keinen Kontakt bekamen. Und als Höllenmatze dann endlich auftaucht, lĂ€sst er John nach einem kurzen GesprĂ€ch einfach fahren.


Das war es nach langer Zeit mal wieder. Einer von Darks Laberromanen. Ich hasse die. Ok, dank Suko passiert was, aber der kann im Endeffekt auch nur in den Spiegel glotzen, statt John zu helfen. Ich weiß nicht, wie es in Teil 2 weiter geht, aber man hĂ€tte sich fast das gesamte Heft sparen können. Matthias entfĂŒhrt John ĂŒber einen Spiegel in die Savanne, fertig.

großes Grinsen großes Grinsen Baff Baff Baff Baff Baff Baff Baff Baff Baff Baff (2 von 10 Kreuzen), ein SEHR SCHLECHTer Roman. Wie lange habe ich eigentlich kein GROTTIG mehr vergeben?


PS. Ich mache mir auch mal den Spaß, einen der ĂŒblichen Darkabschnitte unterzubringen.

„Und doch stimmte etwas nicht. Einiges war anders, und genau das erlebte ich und durfte es nicht unterschĂ€tzen. Obwohl alles so normal aussah, stimmte einiges nicht. Es war nichts zu sehen. Es war nur zu fĂŒhlen. Etwas stieß mich ab, aber ich wusste nicht genau, was es war. Es war da, und es war mir nicht geheuer. Man konnte sagen, dass es böse war. Ich hatte mich den Gedanken hingegeben, und jetzt schrak ich zusammen. Das Wort böse gefiel mir nicht, aber es war nun mal so. Ein Punkt, an dem Böses geschah. An dem Menschen starben und andere sahen, was sie ihr Leben lang nicht vergessen konnten. Obwohl die Umgebung so harmlos aussah, verflĂŒchtigte sich dieses GefĂŒhl nicht. Irgendwo stimmte etwas nicht.“

Ich glaube, da stimmt etwas nicht.

Thema: Hallo an alle
Das Gleichgewicht

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10.12.2019 08:17 Forum: Vorstell-Ecke

Willkommen in unserem gemĂŒtlichen kleinen Gruselforum, Daniel. smile

Nette Leute zum Quasseln gibt es hier jede Menge. Schön, dass du den Roman direkt bewertet hast. Falls du einen von Jason Dark erwischst, lass dich nicht von Lesermeinungen abschrecken und mach dir deine eigene Meinung. Wir Altleser sind ein verwöhnter und eigensinniger Haufen. großes Grinsen

Thema: gruselroman-forum - johnsinclair-forum -- Kugelschreiber
Das Gleichgewicht

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10.12.2019 08:14 Forum: Ankündigungen

Kann der ein oder andere dann seinen ebaypaketen beilegen, als Werbegeschenk. großes Grinsen

Thema: Titelvorschau
Das Gleichgewicht

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10.12.2019 08:13 Forum: Maddrax

Hoppla, hier fehlt eine Seite!

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Thema: 153 - Bulemanns Haus
Das Gleichgewicht

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08.12.2019 20:14 Forum: Gruselkabinett

Ein Fremder besucht eine norddeutsche Stadt und wird auf ein altes Haus aufmerksam. Dann bekommt er zur EinfĂŒhrung 10 Minuten von einem Lokalkundigen erzĂ€hlt, was es mit Bulemans Haus so auf sich hat. FĂŒr mich kein toller Einstieg. Mit auf urige Art vorgetragenem Lokalkolorit kann ich einfach ĂŒberhaupt nichts anfangen.

Danach beginnt die eigentliche Handlung des Hörspiels. Die leider in der Vergangenheit spielt. Hier wird eine ortsbekannte Geschichte erzĂ€hlt. Ich habe eher das GefĂŒhl, in meinem sicheren KĂ€mmerlein Zuhörer einer ErzĂ€hlung zu sein und fĂŒhle mich nicht mit den handelnden Figuren mittendrin. So richtig immersiv ist das nicht.

Bulemans Vater war ein böser knauseriger Pfandleier. Dann fĂŒhrt sein Sohn das GeschĂ€ft fort, der seinem Vater in nichts nachsteht. Soll heißen, er ist genau so eindimensional negativ und unsympathisch . Wie eine Kopie von Scrooge aus der bekannten Weihnachtsgeschichte. Buleman ist menschenfeindlich und verschroben. Nacheinander werden Beispiele abgehandelt, um seine kaltherzigen Taten zu verdeutlichen. An seinen Katzen, an seiner HaushĂ€lterin, an seinen Verwandten, an Kindern und allgemein Menschen.

Schließlich weißt er seine Halbschwester ab, deren Kind krank ist. Daraufhin verflucht sie ihn. Wie zu erwarten ist, stirbt der Sohn kurz darauf. Und mit Bulemans Katzen geht eine dĂŒstere Verwandlung vor sich. Wird nach immerhin 30 Minuten und der HĂ€lfte des Hörspiels die eindimensionale Charakterstudie eines alten Geizhalzes endlich durch Grusel abgelöst? Der HaushĂ€lterin wird es zu viel, sie flieht. Und stirbt als nĂ€chstes. Tja. Dann sind es nur noch 15 Minuten Laufzeit. Die restliche Zeit darf Buleman sich ein wenig mit seinen Katzen herum schlagen. Und es gibt andere NebenschauplĂ€tze. Wie MĂ€use sich an Brötchen sattfressen, ein Kind das Orgel lernen will oder das Grab des toten Sohnes. Was ist jetzt mit Buleman? Der bekommt erst in der letzten Minute seine Strafe. Einsam und allein. Jetzt werden ihm seine Handlungen bewusst, aber es ist zu spĂ€t.


Was fĂŒr ein angestaubtes muffiges Hörspiel. Von veralteten Begriffen und Dialogen durchzogen. Mit Peter Weis als ErzĂ€hler und Host Naumann als Buleman hat man zwei klassische Opatypen als Sprecher, die den Eindruck verstĂ€rken. Was wohl klar ihre Anweisung war, die beiden sind sehr talentiert und können auch viel lockerer und „normaler“ klingen. Dazu die vielen altmodischen Details. Zum Beispiel eine HaushĂ€lterin, die trockene Brötchen ĂŒber die Jahrzehnte als Altervorsoge in den SchrĂ€nken sammelt. Ich vermute ganz stark, ich bin einfach zu jung, um das zu verstehen und davon nicht aus dem Hörspielfluss gerissen zu werden.

Ich kann meinen Eindruck zu dieser Vertonung fĂŒr mich ganz kurz und treffend zusammenfassen. Das war wie ein typisches superödes Buch, das man im Deutschunterricht lesen muss und an dem man selbst als Leseratte keinen Spaß hat. Wobei, als Literatur funktioniert das vielleicht besser. Als Hörspiel nicht. Da möchte ich mir keine Notizen zur Interpretation machen oder den Lebenslauf des Autors studieren, um seine Motive fĂŒr bestimmte Kapitel herauszufinden oder welche persönlichen Erlebnisse er in diesem Werk verarbeitet.

Ich möchte auch nochmal Ebenezer Scrooge erwĂ€hnen. Die Geschichte hat auffĂ€llig viele Parallellen dazu und spielt zum Finale auch in der Weihnachtszeit. Dickens Novelle hat einfach einen Zauber in sich. Das funktioniert in Literatur, Film oder Hörspiel. Egal. Dieser Funke fehlt hier total. Wie gesagt, fĂŒr mich einfach nur angestaubt und öde.

Ich wĂŒrde sogar soweit gehen, zu sagen, dass dieses Hörspiel fĂŒr mich keinerlei Unterhaltungswert besitzt. Ok, die letzte Minute hatte ich bei Bulemans Schicksal ganz kurz ein leicht beklemmendes GefĂŒhl. Wobei ich Dickens Weihnachtsgeschichte auch in dem Punkt besser finde. Nicht nur, weil es dort wirklich paranormale Geschehnisse gibt. Sondern auch, weil Scrooge eine Wandlung durchmacht. Er ist nicht eindimensional wie Buleman, sondern ein faszinierender Charakter.

Hier wurde einfach Deutsches Literaturgut vertont und fertig. Sicher hat eine Ă€ltere Generation einen besseren Zugang dazu und weiß das Hörspiel mehr zu schĂ€tzen. Kann man von mir halt nicht erwarten. Das Gruselkabinett war mal HoffnungstrĂ€ger der anspruchsvollen Schauer-Hörspielbranche fĂŒr mich. Bei einem solchen Vorgehen wird es aber eher den traurigen Weg des Heftromans gehen. Mit angestaubtem Image keinen „Nachwuchs“ fĂŒr sich gewinnen können und ein Nischendasein unter Nostalgikern und Genießern fĂŒhren. Mainstream ist nicht immer schlecht.


großes Grinsen großes Grinsen großes Grinsen Baff Baff Baff Baff Baff Baff Baff (3 von 10 Punkten)

Eigentlich habe ich mich auf auf Krabat gefreut. Wenn man das aber auch nicht mit den Mitteln eines Hörspiels als zeitgemĂ€ĂŸen, unterhaltsamen und leicht zugĂ€nglichen Klassiker erzĂ€hlt, sondern bewusst anstauben lĂ€sst, befĂŒrchte ich das schlimmste.


PS. Ich wĂŒrde mich wie immer ĂŒber Gegenmeinungen freuen. Augenzwinkern Vielleicht schreibe ich ja auch Blödsinn und ich weiß, dass einige die Hörspiele auch kaufen.

Thema: Band 2160: Die Hexeneiche
Das Gleichgewicht

Antworten: 8
Hits: 837

03.12.2019 18:39 Forum: JS2101-2200

Der hier?
https://www.crew-united.com/de/Marc-Tannous_120197.html

großes Grinsen

Thema: Band 2137: Der Kuss der Eisbraut
Das Gleichgewicht

Antworten: 14
Hits: 2388

03.12.2019 18:01 Forum: JS2101-2200

Endlich wieder ein Roman von einem nicht so aktiven Co-Autor. Und der ist gar nicht mal uninteressant, mit seiner mordenden Eisbraut. So eine bedrohlich-unheimliche Stimmung hĂ€tte ich mir im Roman von Marques gewĂŒnscht, als die Urzeitviecher am Ende den Frachter angriffen. Gut, auf Dauer wird das etwas ermĂŒdend. Es gibt sehr viel Text auf dem Frachter, wo die Crew nach der lauernden Eisbraut sucht. Nach der HĂ€lfte des Romans habe ich leichte Lustlosigkeit verspĂŒrt. Mard Freund lĂ€sst sich dann auch etwas neues einfallen und ermordete Crewmitglieder stehen als Zombies wieder auf. Außerdem darf John endlich aktiv mitmischen. Perfektes Timing, um den Lesespaß bei mir zu retten. Wo der Autor schon dabei ist bekommt die Eisbraut noch eine neue Kraft, sie kann nun Eisgolems erschaffen. SchneestĂŒrme und Eislanzen sind genug, langsam wird es mir zu ĂŒbertrieben fantasylastig. Aber auch hier bekommt der Autor gerade noch so die Kurve, nicht zu ĂŒbertreiben.

Bis jetzt habe ich keine große Kritik an der Geschichte. Sie ist auch simpel gestrickt. Die Eisbraut will sich dreizehn Opfer holen und mordet deshalb, um diese Seelen zu sammeln. Ein genau so simples Finale an Bord des Frachters hĂ€tte mir genĂŒgt. Aber nun entfĂŒhrt die Dame die gesamte ĂŒberlebende Crew auf eine Eisscholle, statt einfach fix ihre dreizehn Seelen voll zu machen und Asmodis zufrieden zu stellen, bevor John sie aufhalten kann. Auf der Eisscholle befinden sich sowieso mehr Leute als sie braucht. Das ist nĂ€mlich nur noch ein einziger. Vorher war es eine wichtige Regel, dass die Eisbraut nach dem letzten Opfer Ruhe gibt. Wieso diese PlanĂ€nderung? Wieso plötzlich die ganzen Menschen in die Hölle schaffen? Schließlich taucht John auf und will sich im Austausch fĂŒr die Zivilisten anbieten. Beide Seiten sind selbstsicher und denken, ihren Gegner besiegen zu können, deshalb willigt die Eisbraut ein. Im Kampf landet dann das Kreuz im tödlichen Eiswasser, John taucht hinterher, ohne spezielle Schutzkleidung. Klar, er muss das. Was man nicht muss, ist die Figur in so eine Sackgasse zu schreiben. Da reicht es nicht, wenn er spĂ€ter eine warme Decke und Tee bekommt. Wenn er GlĂŒck hat bekommt er eine heftige Grippe und fĂ€llt einige Zeit aus, wenn er Pech hat...tja. Das Finale ist ganz klassisch. Kreuzformel (zum zweiten mal innerhalb der Geschichte), ZACK fertig. Aber damit kann ich mich anfreunden, lieber sicher ĂŒber die Ziellinie retten als viel riskieren und die Szene komplett vermasseln.

Was bleibt an kleineren Anmerkungen?
Es gibt einige der ĂŒblichen Anspielungen. Gegen Trash-RTL. Oder smartphonebesessene Jugendliche, die in der Schule ja nichts mehr lernen. Aber das hĂ€lt sich in Grenzen und ist dezent, es wird mir nicht ins Gesicht gedrĂŒckt, wie Hilleberg es gern tut.
Die nervigen deutschen Reporter gehören vielleicht auch dazu, die hĂ€tte Herr Freund komplett rauslassen sollen. Ich hatte schon die BefĂŒrchtung, dass sie John folgen und der es wieder nicht hinbekommt, seine AutoritĂ€t durchzusetzen, weswegen die Reporter auch gemeuchelt werden. Aber die beiden nehmen zum GlĂŒck nur eine ganz kleine Nebenrolle ein.
Und wurde nicht etabliert, dass ein silbernes Kreuz rein gar nichts gegen schwarzmagische Wesen ausrichtet, solange es nicht geweiht ist? Ok, gegen Werwölfe vielleicht.


Im Endeffekt ist es aber trotzdem noch ein netter Roman von Marc Freund. Stark im Anfang, im Mittelteil solide und das Ende hat seine SchwĂ€chen. Wenn man akzeptiert, dass die Eisbraut ausgerechnet jetzt wieder aktiv wird und wahllos Leute tötet statt sich gezielt zu rĂ€chen, macht der Roman schon Spaß.

großes Grinsen großes Grinsen großes Grinsen großes Grinsen großes Grinsen großes Grinsen Baff Baff Baff Baff (6 von 10 Kreuzen) fĂŒr einen knapp GUTen Roman.


Edit: Auf meinem eReader keine Probleme mit dem Lesen. großes Grinsen Da kann ich auch fix Stellen markieren, die mir fĂŒr die Rezi wichtig sind.

Thema: Band 2135: Aus den Tiefen des Hades
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03.12.2019 18:00 Forum: JS2101-2200

Stimmt. Soll ja immer noch Spaß machen und nicht in Zwang ausarten. smile

Thema: Band 2136: Bis das Lachen gefriert
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02.12.2019 19:17 Forum: JS2101-2200

Der Roman beginnt mit einem dreizehnjĂ€higen Jungen. Da ist es völlig normales Verhalten der Mutter, die ihrem Sohn erlaubt, sich regelmĂ€ĂŸig nachts mit einer unheimlichen Gestalt zu treffen. Dark kann MinderjĂ€hrige sowieso ziemlich schlecht handeln und denken lassen. Und dann kommt von Anfang an so ein Unsinn hinzu. Haufenweise WidersprĂŒche in Gedanken und GesprĂ€chen. Macht Jerry das freiwillig oder nicht? Ist die Mutter eingeweiht oder nicht? Außerdem sind die ganzen Dialoge zwischen Jerry und dem Clown furchtbar. Sie drehen sich im Kreis. Es gibt haufenweise WorthĂŒlsen und Wiederholungen. Eine ganze Zeit passiert einfach ĂŒberhaupt nichts spannendes und die Geschichte zieht sich.

Ich verstehe den Grund und die Motivation des Clowns auch nicht. Wieso entfĂŒhrt er Kinder in seine Dimension? Egal, Jerry soll jetzt ein MĂ€dchen köpfen. Dass ein Kind ein anderes Kind umbringt ist undenkbar, deshalb ist die Szene vorhersehbar und alles andere als spannend. Die beiden flĂŒchten. Werden sie eingeholt? MĂŒssen sie sich verstecken und dem Clown ausweichen? Nö, der bringt die beiden einfach wieder auf die Erde in ihre Zimmer. Das ist alles so sinnbefreit und absurd. Irgendwie will er Jerry dann als Gehilfe in London einsetzen. Wozu hat er ihn dann in seine Welt entfĂŒhrt?

John und Suko wurden von Sir James auf den Killerclown angesetzt. Nicht wegen den EntfĂŒhrungen, die werden gar nicht mehr erwĂ€hnt und wurden von Dark wohl jetzt schon vergessen. Sondern, weil der Clown plötzlich ein ganz normaler Mörder ist. Wie ĂŒblich bei Dark kann die Spezialabteilung nicht viel machen. Man studiert Akten, findet aber keine Spur und „dann mĂŒssen wir eben warten, bis er wieder zuschlĂ€gt.“. Klar, wieso auch gefĂ€hrliche DĂ€monen bekĂ€mpfen, wenn man auch herum sitzen kann und auf einen Killerclown warten?

Jerry geht indes wieder normal zur Schule. Von seiner Mutter, die zufĂ€llig die EntfĂŒhrung in eine andere Welt gesehen hat, kein Wort mehr. Was ist mit ihr? Wie hat sie reagiert, dass ihr Sohn plötzlich wieder da ist? Jerry geht einfach völlig normal in die Schule, als wĂ€re nichts gewesen? Dark ist schon klar, dass ein DreizehnjĂ€hriger eben kein Erwachsener ist, der sein Leben ohne Einfluss der Erziehungsberechtigten selbststĂ€ndig leben kann?

Nach der HĂ€lfte des Heftes ist die ganze Geschichte der DimensionsentfĂŒhrungen von Kindern vergessen. Wie gesagt, Jerry wurde als Komplize oder whatever ausgesucht, er ist etwas ganz besonderes fĂŒr die PlĂ€ne des Clowns. Der mordet plötzlich nicht mehr normal, sondern entfĂŒhrt eine U-Bahn in seine Dimension. ZufĂ€llig sitzt Shao darin. Zum GlĂŒck hat er Jerry zuvor in seine PlĂ€ne eingeweiht. Und dann stehen lassen, weil er dann doch allein agiert. Also auch die Idee von Jerry als Gehilfe wird ohne ErklĂ€rung verworfen. DafĂŒr hat der Junge jetzt Informationen, die er dem Yard meldet, wo John zufĂ€llig das GesprĂ€ch mit dem Polizisten belauscht.

Ok, U-Bahn in anderer Dimension. Der Clown latscht langsam auf den Waggon mit seinen Opfern zu. So langsam, dass Dark mehrere Seiten fĂŒllen und lange Dialoge schreiben kann. Schnell sticht der Clown jemanden ab, dann kann weiter gequatscht werden. Shao wird es nach dem zweiten Toten zu viel und sie kloppt sich mit dem Clown. John ist inzwischen im U-Bahn-Tunnel, wo das Kreuz den Clown vertreibt und die Waggons zurĂŒck nach London holt. Der GeisterjĂ€ger freut sich, „dass die Menschen alle gerettet worden waren„ obwohl der Clown zwei Leute abgestochen hat.

Zum Schluss sitzt Jerry mit seiner Mutter im Restaurant. Wenigstens gibt es die wichtige ausfĂŒhrliche Essenszene. Der Junge ruft John an. Nicht weil etwas passiert ist, er hat ein BauchgefĂŒhl und ist â€žĂŒberzeugt, dass etwas passieren wird“. John macht sich brav auf den Weg und natĂŒrlich greift dann der Clown an. John ist rechtzeitig da und muss eigentlich nichts tun. Der Clown greift ihn mit seinem Degen an, das Kreuz schĂŒtzt ihn und vernichtet den Kerl. Außerdem greift der Schutzengel des Jungen mit ein, also ist im Licht des Kreuzes zu sehen, oder so. Egal.




Mir war klar, dass dieser Roman unschön wird, wenn Kinder involviert sind. Und Clowns sind auch nicht wirklich meine Lieblingsgegner. Was nicht ungewöhnlich ist, aber was ich nicht zwangslĂ€ufig erwartet habe, Dark hat wieder mal keinerlei Konzept oder Logik. Er schneidet mehrere Themen an, die er nicht weiter verfolgt. Was jegliche Motivation des Clowns ad absurdum fĂŒhrt. Ich habe bis zum Ende nicht kapiert, was er eigentlich will und warum Jerry so wichtig ist. Dark sollte sich wirklich nur noch darauf beschrĂ€nken, ein böses Monster herum rennen und aus Blutdurst morden zu lassen. Das wird dann von John getötet und fertig.

Die Dialoge sind schlimm. Außerdem diese öde SeitenfĂŒllerei mit unwichtigen NebensĂ€chlichkeiten, die mehrfach wiedergekĂ€ut werden. Die Darkfans mögen das ja gerade an ihm. Gut, in seinen alten Heften hatte das wirklich noch seinen eigenen Charme. Ok, kein reiner Laberroman, zumindest in der zweite HĂ€lfte. Da gibt es noch ein wenig Action, die aber von Gequatsche unterbrochen ist und bei der man den Kopf lieber komplett ausschalten sollte.

großes Grinsen großes Grinsen großes Grinsen Baff Baff Baff Baff Baff Baff Baff (3 von 10 Kreuzen) Ein wirklich SCHLECHTer Roman.

Thema: Band 2135: Aus den Tiefen des Hades
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02.12.2019 19:14 Forum: JS2101-2200

Und wieder ein Roman von Herrn Marques, der als Einstieg in einen neuen Plot gedacht sein könnte. Erst Spitzbergen mit der Schamanin und jetzt bin ich gespannt, ob die namenlose Kreatur der Finsternis doch noch aus dem Hades entkommen kann. Schön geschrieben. Wie immer das perfekte Sinclair-Feeling. Dazu noch ein erstklassiger Handlungsaufbau. Ein mysteriöser Beginn, dann der seltsame Detektiv Dekker und die Verfolger der Gegenseite. Nach und nach wird alles aufgeklĂ€rt. WĂ€hrenddessen ist der Leser aber dazu eingeladen, selbst mitzuraten. Ich bin ja alles andere als ein wandelndes Heftromanlexikon, aber wer Dekker sein könnte, vermute selbst ich stark. Toll, ohne dass sich Nichtleser von Dark Land ausgegrenzt fĂŒhlen.


Genug Lob, interessiert eh keinen. Was gibt es denn heute feines zum Meckern?

NatĂŒrlich wieder HeftromanzufĂ€lle. Zum Beispiel das klassische „doof stolpern“. Da fĂ€llt Dr. Hawkins die MĂŒnze aus der Tasche und plumpst genau ins Wasser, was wichtig fĂŒr ihre Aktivierung ist. Was fĂŒr ein GlĂŒck. Sowas kommt bei Rafael Marques aber nur ein oder zwei mal pro Roman vor. Passt schon.

Insgesamt muss ich langsam mal bei den Co-Autoren den Einsatz der Waffen leicht bemĂ€ngeln. Anfangs war es noch nett, dass alle den ewig gleichen Einsatz des Kreuzes vermeiden wollten. DafĂŒr wird mir der Stab des Buddha, die DĂ€monenpeitsche und der Bumerang (neuerdings gehackt statt geworfen) inzwischen zu oft eingesetzt. Klar, das sind die „Signature Weapons“ des Sinclaiteams. Das ist das Kreuz aber auch, und wenn man das bei Dark und dem Kreuz kritisert, muss man das auch bei den Co-Autoren ansprechen.

Normalerweise wĂŒrde das schon wieder am TOP vorbeischrammen. Aber wegen dem passenden Vielleicht-Auftritt einer bestimmten Figur, den ich wirklich perfekt eingebunden finde, hat sich mein Lieblingscoautor die Topwertung verdient. großes Grinsen großes Grinsen großes Grinsen großes Grinsen großes Grinsen großes Grinsen großes Grinsen großes Grinsen großes Grinsen großes Grinsen (10 von 10 Punkten)


PS. Wenn man Marques und Hilleberg jetzt in ihrer Beteiligung etwas mehr ausbalancieren möchte, wĂ€re ich total dafĂŒr, dass Marques ein paar neue Themen beginnt.

Thema: GlĂŒckwunsch-Thread...
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02.12.2019 19:10 Forum: Talk

NachtrÀglich noch Alles Gute an den Herrn der Finsternis und Lobo (bei dem ich immer an Sascha Lobo denken muss^^).

Und Strandboy, dir aktuell Alles gute und Herzlichen GlĂŒckwunsch. smile

Thema: Euer Highlight des Tages
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02.12.2019 19:09 Forum: Talk

Zitat:
Original von SweetJane
Vorhin im Kino gewesen und Frozen 2 geguckt. MEGA!
großes Grinsen großes Grinsen großes Grinsen


Pack es ruhig in einen Spoiler, aber



großes Grinsen

Thema: Der gruselige Kummerkasten
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29.11.2019 18:00 Forum: Talk

Wie beginnt das neue Lebensjahr fĂŒr mich? Mit einer krĂ€ftigen ErkĂ€ltung. Ist wohl das Geschenk von den Viren. großes Grinsen

Wenn es mich ĂŒbers Wochenende richtig flach legt, habe ich nĂ€chste Woche wenigstens Zeit, meinen SinclairrĂŒckstand schneller aufzuholen. Oder lesen geht auch nicht und die spannende Aufholjagd dauert noch lĂ€nger. Baff

Thema: Band 2134: Flucht vor dem Todbringer
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RE: Band 2134: Flucht vor dem Todbringer 29.11.2019 17:52 Forum: JS2101-2200

Die Fortsetzung beginnt spannend, denn Moloch hat das Kaufhaus in Brand gesetzt und damit in eine Todesfalle verwandelt. Doch er „lĂ€sst es erst mal auf sich beruhen“ und löscht die Flammen. Tolle Auflösung, da kommt man zum Einstieg direkt in die passende Meckerstimmung. Danach folgt das obligatorische Telefonat mit der Gegenseite. Der Moloch hat Glenda entfĂŒhrt, das war alles, er legt ohne weitere Anweisungen auf. Von Dark vielleicht nicht beabsichtigt, aber in dieser Situation guter Psychoterror fĂŒr John. SpĂ€ter meldet er sich nochmal. Er wird Glenda vergewaltigen und ein Kind mit ihr zeugen. Puh, der nĂ€chste Kracher.

Doch wo wird sie gefangen gehalten? In einem Container, der von einem Kran in der Luft gehalten wird. Nette Idee. Nur unpassend, dass er wie eine normale Wohnung mit Mobiliar oder einem Bad ausgestattet ist. Wo Glenda sich befindet, erkennt sie, als sie durch ein Fenster nach draußen schaut. Sie weiß also Bescheid, was Dark eine halbe Seite spĂ€ter wieder vergessen hat. Da zieht sie eine unverschlossene TĂŒr auf und bemerkt geschockt, dass es in die Tiefe geht. Wieso wackelt der Container eigentlich nicht, wenn Glenda sich darin bewegt? Und ist die Einrichtung perfekt ausbalanciert und mit dem Boden verschraubt? Die ĂŒblichen Detailfragen, die ich mir stelle.

Moloch kĂ€mpft kurz mit Glenda und will sie nun töten. Er schnappt sie sich, um sie aus dem Container zu werfen. Die Geschichte befindet sich erst ziemlich genau in der Mitte, also muss noch was kommen. Ok, Dark wĂŒrde sowieso keine Hauptfigur sterben lassen und nur ganz selten verletzen. Sie soll vor ihrem Ende nochmal mit John telefonieren und kann ihm verraten, dass sie ĂŒber dem Boden schwebt. Was so ziemlich alles bedeuten kann. Suko weiß dann aber, dass sich Glenda in einem Container befinden muss, der in der Luft hĂ€ngt. Toll, das schrĂ€nkt die Sache auch nicht wirklich ein. Und selbst wenn, sie wĂŒrden eh zu spĂ€t kommen, weil der Moloch Glenda nach dem Telefonat in den Tod fallen lassen will. Was er dann auch tut, sehr nett. Ich habe mir schon den schlimmsten Unsinn ausgemalt, wie Dark das verhindert. Er fĂ€ngt sie aber wieder auf. DafĂŒr soll Glenda ihm als Dankeschön dabei helfen, John zu töten. Ah, ĂŒbernaive Doofgegner, die sind im Heftromangenre ja gern gesehen. ZufĂ€llig hat ein PĂ€rchen alles beobachtet und ruft die Polizei an. Nun weiß John genau, wo Glenda sich befindet. Wozu dann diese dĂ€mliche Szene mit dem Allwissenden Suko? Das hier verdankt er zwar auch einem Heftromanzufall, aber davon abgesehen ist das eine ErklĂ€rung, mit der ich zufrieden bin.

Moloch hat inzwischen den Gedanke verworfen, mit Glenda einen Nephilim zu zeugen. In einer dĂŒstereren Gruselserie wĂ€re das sicher umsetzbar und auch eine gute Idee, wenn man mit dem heiklen Thema geschickt umgeht. Suko gelangt dann jedenfalls ĂŒber eine Leiter, die plötzlich da ist, zum Container hoch. Oh, ein Fluchtweg fĂŒr Glenda. Aber sie war vorhin vielleicht zu aufgeregt, um die Leiter zu sehen. Nur,„Vor ihm stand der Container, in den auch die Plattform fĂŒhrte, die dort endete, wo sich eine TĂŒr abmalte, was Suko sehr gefiel“ Bei Glenda ging es direkt in die Tiefe. Jetzt gibt es auf einmal eine bequeme Plattform mit GelĂ€nder, die direkt an den Container ran geht. Kleiner Tipp, als Schriftsteller sollte man nicht aus dem Nichts Dinge hinzudichten, die vorher nicht da waren. HĂ€tte man locker umgehen können, indem Suko die Plattform erst ĂŒber einen Wagen von unten an den Container angedockt hĂ€tte. Moloch jedenfalls versucht gar nicht erst, Suko aufzuhalten. Der kann in Ruhe mit Glenda quatschen und dann aus dem Container hinaus geleiten. Überheblich ist Moloch also auch noch. Nun ist er mit Suko allein.

Der Chinese könnte Moloch jetzt vernichten. Ein solides Ende. Aber Dark muss plötzlich Carlotta aus dem Hut zaubern. Damit John als Held dasteht und nicht Suko? Dessen DÀmonenpeitsche ist bei den Co-Autoren enorm stark, hier aber wirkungslos. Am Ende kommt sowieso alles anders als erwartet, denn Moloch kann fliehen. Damit habe ich nicht gerechnet. Wenn ich fies wÀre...ach, komm. Ist das jetzt ein neuer Dauergegner, den Dark erst nach 10 Heften vergisst oder schon direkt nach diesem Roman? Egal, Hilleberg wird sich freuen, neues Futter zu haben.



Die eine oder andere Spitze gegen Dark musste einfach sein, er liest das ja eh nicht mit. GrundsĂ€tzlich hat mir der zweite Teil des Moloch-Abenteuers aber besser gefallen. BodenstĂ€ndigere Grundhandlung, die Dark besser hinbekommt. Auch die Ideen sind nett, scheitern aber an den ĂŒblichen Sachen. Weil Dark sie nicht weiter verfolgt oder unsinnig auflöst.

Mal schauen, ob wir von Moloch wieder hören. Dark erwĂ€hnt den Begriff „Nephilim“ zwar nicht, aber das könnte er gut mit diesem ungenutzten Thema kombinieren. Wenn Moloch schon so fortpflanzungswillig ist.

großes Grinsen großes Grinsen großes Grinsen großes Grinsen großes Grinsen großes Grinsen Baff Baff Baff Baff (6 von 10 Punkten) fĂŒr eine Darkgeschichte im MITTELfeld.


PS. Wenn ich Chinese wÀre und Suko mich wie selbstverstÀndlich als Bruder anspricht, ich kÀme mir ziemlich verarscht vor. Schon leicht rassistisch.

Thema: Band 2133: Sie spielten um mein Leben
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29.11.2019 17:42 Forum: JS2101-2200

Diese Ausgangssituation mit dem Schachspiel muss man erstmal akzeptieren. Eine anspruchsvolle Idee. VernĂŒnftig erklĂ€rt und herbeigefĂŒhrt kann man daraus durchaus etwas machen. Was Dark leider nicht ansatzweise gelingt. Nett von Moloch, als erstes einen unwichtigen Briefboten zu töten. Der bleibt auch das einzige Opfer der guten Seite.

Wie oft bei Dark ist das Sinclairteam hier wieder ratlos und ĂŒberfordert. Der Autor nutzt deshalb gleich zwei schlechte Mittel, um ihnen Informationen zu geben. Als erstes hat Glenda spontan eine Vorahnung, die ziemlich konkret ist und ein Volltreffer. Und dann gewĂ€hrt man John ohne guten Grund einen Blick in die Dimension, wo gerade Schach gespielt wird.

Ok. Wie gesagt, ein echtes Schachspiel der Überwesen ist langweilig. Wenn man es nicht sehr gekonnt umsetzt. Deshalb verwirft Jason Dark diese Idee sehr schnell. Es beginnt damit, dass die Regeln ĂŒber Bord geworfen werden. Michael macht mehrere ZĂŒge auf einmal und Moloch will sich direkt den gegnerischen König vom Spielbrett greifen.

John alarmiert indes seine Freunde. Aber was soll das bringen? Es gibt keinen direkten Angriff, sie sind einfach tot. Wie beim Briefbote. So ist Schach eben, wenn eine Spiel geschlagen wurde nimmt man sie aus dem Spiel und fertig. Es war Darks Idee, er hat sich das eingebrockt und mĂŒsste das jetzt entweder logisch umsetzen oder VerĂ€nderungen stimmig erklĂ€ren.

Michael und Moloch unterbrechen das Spiel und als sie weiter machen, diskutieren sie erstmal, wer am Zug sein darf. Tja, Brettspielregeln interessieren den Leser eh nicht. Egal, dass man abwechselnd zieht, das kann man sich hier offenbar spontan aussuchen.

Als es dann nicht mehr gegen irgendwelche Hanseln, sondern Johns Freunde geht, weicht das Schachspiel eh normalen Monsterangriffen. Genau wie erwartet. Purdy bekommt Besuch von einer Engelsgestalt, der sie mit einem „Mittelding aus Lanze und Messer“ den Arm abhackt. Darauf zerfĂ€llt der Engel zu Staub. Äh, ist das Teil aus Silber oder magisch aufgeladen? Suko und Shao werden im Kaufhaus von einem BombenattentĂ€ter ĂŒberrascht. „Der Typ zog jetzt eine Pistole und hob sie an. Es waren nicht alle KĂ€ufer verschwunden. Einige standen noch da und sahen zu. Ein Messer ziehen, zustechen, das wĂ€re alles in einer fließenden Bewegung abgelaufen.“ Er zieht also eine Pistole und ein paar SĂ€tze spĂ€ter ist daraus ein Messer geworden. Ok, das ist nicht handlungsentscheidend, aber bei allem VerstĂ€ndnis dafĂŒr, dass Darf nicht mehr der JĂŒngste ist. Sowas muss einem doch auffallen! Erst wird auch von einem Mensch geredet, einem „Bombenmann“. Dann ist es plötzlich ein „Bombenengel“. Und in der nĂ€chsten Szene direkt wieder so ein ganz komischer Satz. Sorry, aber der Roman ist selbst fĂŒr Dark an manchen Stellen ein echtes Lowlight der Formulierungen. „Sein Feind steckte in diesem Brett und hatte eine Haltung eingenommen, die es ihm ermöglichte, aus seiner Position Gefahren blitzschnell wahrzunehmen. Da passierte nichts. Und Michael hörte die Stimme. Aber er hörte den Text, und der sagte ihm genug.“


Es scheint mir, als wĂ€re Dark Mitte des Romans endgĂŒltig ĂŒberfordert mit dem, was er sich da aufgehalst hat oder er hat sĂ€mtliches gedankliches Grundkonzept ĂŒber den Haufen geworden und einfach nur irgendwas geschrieben. Das erreicht am Ende den Höhepunkt. Ich gehe nun etwas mehr ins Detail. John wird ein zwölfjĂ€hriger Junge angehĂ€ngt, den er beschĂŒtzen muss. Dem passiert ja eh nichts. Als nĂ€chster Angriff saust ein stark vergrĂ¶ĂŸerter Schach-Turm auf John zu, den er mit einer einzigen Kugel direkt zersplittern lĂ€sst. Ein LĂ€ufer verwandelt sich in einen DĂ€mon, der auch erschossen wird. Dann lassen sich die AufzugtĂŒren nicht mehr öffnen und man ist hier gefangen. TreppenhĂ€user oder NotausgĂ€nge mĂŒssen in diesem Kaufhaus wohl erst noch erfunden werden. Auf der Zielgraden gibt es eine schlimme Szene nach der anderen. Aber gutes Augenrolltraining. Plötzlich ist es auch nicht mehr der echte Erzengel Michael, sondern nur ein DoppelgĂ€nger. Als ob es fĂŒr Moloch einen Unterschied macht, gegen wen er Schach spielt. Es geht ihm um John und nicht um den Erzengel. Egal, das ergibt sowieso keinen Sinn, weil es zuvor mehrmals ganz klare Formulierungen und AusdrĂŒcke gab, die eindeutig fĂŒr den echten Erzengel Michael sprachen. Diese Spontanwendung passt absolut nicht. Jedenfalls hat dieser DoppelgĂ€nger Moloch „beim Schachspiel nicht gewinnen lassen“. Wie denn? Moloch spielt seit Äonen Schach und hat noch nie ein einziges Spiel verloren. Das klingt nicht so, als hĂ€tte der Engel rechtmĂ€ĂŸig gewonnen. Sondern eher wie ein bockiges Kind, das eine Niederlage nicht akzeptieren kann und das Brett umwirft. Moloch hat jedenfalls genug von den Spielchen und greift jetzt ganz normal an. Was eigentlich auch schon den Rest des Romans der Fall war, abgesehen vom allerersten Opfer.



Und so hĂ€tte Dark es auch einfach machen sollen. Gut, er hat garantiert das tolle Cover gesehen und musste einen Roman daraus machen. Das Cover ist schließlich wichtiger als der Text. Ob er das Bild so umsetzen kann, darĂŒber muss man keinen zweiten Gedanke verschwenden. HĂ€tte Moloch einfach mit seinen Höllenengeln mehrere Angriffe auf das Sinclairteam gestartet, hĂ€tte ich den Roman Gut bewertet. Das ist flott geschrieben und macht Spaß. Dieses Schachgeschwurbel drumherum ist nur kompletter Unsinn fĂŒr mich (nicht die Idee an sich, sondern so wie Dark sie um- und einsetzt). So wie es ist, bis zur Mitte des Romans solides Dark-Mittelmaß. Wegen den letzten 10 Seiten bin ich mir jetzt unsicher. Zumal der Text wirklich von Formulierungs-Ausgeburten der Hölle durchsetzt ist. Ich könnte noch eine gute handvoll aufzĂ€hlen, aber das will ja niemand.


großes Grinsen großes Grinsen großes Grinsen großes Grinsen Baff Baff Baff Baff Baff Baff (4 von 10 Punkte) gehen mir einfach von der Tastatur. Ob es ein MITTEL oder SCHLECHT, wird möchte ich dieses mal erst nach dem zweiten Teil entscheiden. Der Text sollte fĂŒr sich stehen und eigentlich wĂŒrde ich ganz knapp ein SCHLECHT vergeben, wenn der zweite Teil aber noch eine Stufe schlimmer werden sollte, fĂ€nde ich das auch doof.

______


edit: Nach dem zweiten Teil wird es hier doch ein knappes SCHLECHT.

Thema: GlĂŒckwunsch-Thread...
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29.11.2019 17:40 Forum: Talk

Danke auch euch beiden. smile

Als Urgestein sehe ich mich aber nicht, da sind andere bedeutend lĂ€nger dabei. Ich bin nur nach der Schließung des ganz alten Sinclairforums hier rĂŒber.

Thema: Sinclair-Wiki Allgemeines
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28.11.2019 19:35 Forum: Gruselromane Wiki

Zitat:
Original von Sohn der Finsternis
Ich kann von so ÂŽnem Wiki nur abraten. Da kommt nichts bei raus. In ein paar Monaten wirfst du das Handtuch, und das Ding gammelt vor sich hin.

NatĂŒrlich kommt dabei was raus. Dabei ist schon was raus gekommen. Und selbst wenn ich das Handtuch werfe oder meine WikiaktivitĂ€t komplett pausiere ist alles was drin ist immerhin etwas.

Übertrieben gesagt, sonst wĂ€re ja auch bei den Sinclairlexika nichts raus gekommen. Das Projekt gammelt ja seit der 1500 vor sich hin. Augenzwinkern

Zitat:
Mach hier lieber die Titellisten weiter. (Warum heißen die eigentlich so???)
Oder schreibe was bei PZinfo, Maddraxikon oder weiß der Geier wo.

Wieso sollte ich wo weiter machen, an dem ich nie beteiligt war? Und bei Maddrax mache ich lieber nichts, am Ende kommt nur negativwerbung raus. großes Grinsen




Zitat:
Original von JohnSinclairFanClub
Den Thread gibt es ja schon seit 2008 und es sind immer wieder welche dran und haben bock da drauf. Auch unabhÀngig von diesem Forum hier haben es schon einige probiert.

Die alte Geschichte: Ich habe damals an der allersten Sinclairwiki mitgearbeitet. Damals hatte ich auch noch mehr Zeit. Die war gut mit inhalt gefĂŒllt. Dann hat der Admin sie ohne Vorwarnung von einem Tag auf den anderen offline genommen und ich hatte natĂŒrlich keine Daten gesichert.

Tja, danach war meine Motivation auch erstmal hinĂŒber. Außerdem wollte ich abwarten, was aus der Foren-Datenbank wird.

Zitat:
Und bei dieser großen Community glaube ICH auch nicht, das es "vor sich hingammelt"

Es wĂ€re zu hoffen, so fleißig wie einige hier im Forum sind. Zeitweise ZU fleißig. großes Grinsen

Zitat:
was Du da in Planung hast mit den "ausfĂŒhrlichen Inhaltsangaben" finde ich supergeil - aber auch superheftig (wie Du ja selbst mit deinem Stoß an deine Grenze gemerkt hast).

Das ist nur ein "Angebot". Wenn das jemand machen mag, gerne. Selbst ich beschrĂ€nke mich auf die Kurzbeschreibungen. Von mir aus kann der ausfĂŒhrliche Inhalt leer bleiben. Es gibt wirklich wichtigeres, aber mir war es wichtig, dass dieser Punkt drin ist. Haben die anderen deutschen Fanwikis auch.

Zitat:
Meiner Meinung nach sollte man erstmal eine komplette Struktur mit den "nötigsten Daten" machen. Dann kann man solche Sachen pö a pö ja nachtragen.
Ist halt nur ne Idee...

Du bist herzlich eingeladen...
Ich schaffe einfach nicht mehr. Da ich momentan eh meinen JS RĂŒckstand aufhole bietet es sich an, zu den Heften gleich die Artikel anzulegen. Damit will ich bis Ende Dezember durch sein. Wenn ich dann nur einen JS jede Woche, einen PZ alle 2 Wochen und vielleicht noch DH lese, ist genug Zeit, sich um den Lexikon-Bereich zu kĂŒmmern und Begriffe nachzutragen.


So sollte es doch sein. Jedem steht offen, spontan etwas einzutragen. Geht ohne Anmeldung und falsch machen kann man nichts, da ich notfalls Dinge korrigieren kann.

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