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Autor Beitrag
Thema: Was habt ihr denn als letztes gelesen?
Sheila Conolly

Antworten: 11785
Hits: 1447726

11.06.2020 23:26 Forum: Talk

JS 2179

"Grausame Vergeltung"

Thema: Band 2178: Der Seuchenbringer
Sheila Conolly

Antworten: 23
Hits: 2144

11.06.2020 23:24 Forum: JS2101-2200

Zun√§chst mal fand ich √ľberhaupt nicht, dass der Roman irgendwas mit dem Corona-Ged√∂ns zu tun hat und gerade mit der ganzen Geschw√ľr-Geschichte konnte ich da zur aktuellen Lage ebenfalls keene Parallelen sehen.
Zudem schreibt JD oft genug im Voraus ... und ich kann mir auch nicht vorstellen, dass er, sofern dieser Roman seine 6-8 Wochen Vorlaufzeit hatte, um Karneval daran geschrieben hat. Das w√§re dann zu 90% vorher der Fall gewesen und da war der Rummel hier noch gar nicht wirklich in aller Munde. JD hatte fr√ľher des √Ėfteren aktuelles Zeitgeschehen in seine Stories einflie√üen lassen, aber das waren nie Dinge, die negative Auswirkungen mit sich brachten.
Von daher unterstelle ich ihm weder ne Absicht, noch sonst irgendwas in der Richtung, genau wie dem Verlag. Wenn so ein Roman wirklich 6-8 Wochen vor Erscheinen "gedatet" wird, dann war Anfang Februar ja noch nicht abzusehen, was sich Mitte M√§rz bis Anfang April hier ereignen w√ľrde ...

So, nu aber mal zur Story.
John besucht Kollege Clint Walker im Krankenhaus und geht auch Sukos Hinweis nach, dass es in dem Krankenhaus möglicherweise zu nem Seuchenausbruch gekommen ist.
Er findet dort auch einen Toten, der Anzeichen einer Verseuchung aufweist.
Anschließend trifft er auf Matthias, der ihm dann erzählt, was er vorhat. Dass er das gerne tut, konnte man ihm förmlich ansehen. Sein siegessicheres Grinsen und die Überheblichkeit. Er spielt gerne, er gibt gerne mit seinen Vorhaben an ... und er labt sich an der Fassungslosigkeit, die in diesem Falle dann Johns Gesicht zierte.

Dann geht's beim Markt weiter, auf dem Sheila und Freundin Betty Lester nen Klamottenstand haben. W√§hrend einer Pause hat Betty allerdings ne Begegnung der anderen Art und wird dann auch jemand anderes ... so Richtung Furie mit Geschw√ľren.
Betty h√§lt den Angreifer f√ľr ne Frau .... die hat aber genau den grauen Mantel an, den auch Arnaud trug. Au√üerdem ist die Frisur dieselbe.
Gehe ich jetzt mal vom Cover aus, dass das der Seuchenbringer-Chef Arnaud sein soll, dann sieht der auf den ersten Blick nicht nur "kindlich" aus, sondern man k√∂nnte ihm auch weibliche Gesichtsz√ľge zuschreiben.
Dazu ist Betty sich ja gar nicht sicher, ob es √ľberhaupt eine Frau ist.
Eine Frau - oder?
Deshalb habe ich √ľber Arnauds Geschlechtertausch erstmal hinweggesehen (vielleicht hat Matthias ihm ja auch diese F√§higkeit mitgegeben, damit er z.B. in so ein Umkleidezelt rein kann, ohne das gleich schon rumgekreischt wird, nur weil er halt'n Kerl ist Augenzwinkern gro√ües Grinsen )

Betty steht einfach nur da ... ver√§ndert ... mit Geschw√ľren √ľbers√§t. Sheila sagt noch, dass sie die Feindschaft der anderen Seite sp√ľrt, also will sie weg. Das mit dem Foto h√∂rt sich vielleicht bl√∂d an, ist aber auch irgendwie logisch. Ein Beweis, wie das aussieht, wovon sie dann jemandem, z.B. John, erz√§hlen will und wer wei√ü, was Betty in der Zeit anstellt. Bleiben will die sicher nicht, denn sie hat ja den Pesthauch verpasst gekriegt und der enth√§lt sicher auch die Botschaft, das Zeugs weiterzugeben ... wie H√∂llenmatze sich das mit seinem Seuchenbringer eben so gedacht hat.

Auch Sheila will nicht bleiben, verzieht sich und stoppt erst in einiger Entfernung. Vor dort sieht sie, wie sich eine Menschtraube um den Stand bildet. Betty hat sich also gezeigt.
Dann sind auch Ordnungskräfte und Polizisten zugegen und einer der Polizisten schreit auch, weil er angegriffen wird. Sein Kollege macht Betty mit einem Kopfschuss kalt, um den Mann zu retten.

Als John am Markt eintrudelt, hatte er mal die Sirene an. Beim Parken stellt er dann das Blaulicht vorne rein, um nicht abgeschleppt zu werden. Fand ich v√∂llig ok, denn Sirene und Blaulicht funktionieren (auch) getrennt voneinander. Sheila zeigt John dann den Toten. Okay, hier h√§tte sie ihm dann Betty Lester zeigen m√ľssen, denn der angegriffene Polizist lebt ja durch den beherzten Eingriff seines Kollegen noch.
Nun aber handelt es sich um einen Kerl ... hmmm .... ein "Pausen"-Faut-pas?
Aber der hätte auch weglektoriert werden können, indem da einfach "TotE", statt "ToteR" gestanden hätte. Selbst wenn Sheila Betty nachher mit keinem Wort mehr erwähnt: wäre hier von einem weiblichen Toten (auf dem Markt) gesprochen worden, hätte das ja gar keine großen Auswirkungen gehabt ... außer, dass es besser und richtiger gewesen wäre. Ein Toter im KH, eine Tote auf dem Markt. Fertig. Ist ja nachher gar nicht mehr relevant ...

Als Sheila allein ist, erscheinen vor dem Haus zwei Verseuchte und im Garten ebenfalls zwei.
Die vorm Haus machen sich auch bemerkbar, wollen einbrechen, die T√ľr und/oder ein Fenster einschlagen, um ins Haus zu kommen. Sheila schnappt sich eine Waffe, macht das Fenster auf und knallt den ersten Angreifer ab.
Sodele ... warum sollte sie jetzt Skrupel haben? Vorher haben wir noch erfahren, dass Betty Lester nicht mehr die ist, die sie mal war. Dazu ist bekannt, dass sie durch den Seuchenbringer und damit durch Matthias verseucht wurden. Man kann ihnen also nicht mehr helfen und zudem greifen sie ja auch an. Sheila hofft ja nur, dass Fenster und T√ľre halten, eine Sicherheit gibt es aber nicht. Als ist f√ľr sie der Angriff die beste Verteidigung. Fand ich auch v√∂llig ok. Durch die Geschw√ľre im Gesicht sind die Angreifbar auch nicht mehr wirklich als "normale Menschen" erkennbar, was den "fehlenden" Skrupel, einen Menschen erschossen zu haben, wohl noch unterstreicht.
Nachdem sie den Typen von der T√ľr auch noch erwischt, rennt sie ja nicht gleich in den Garten, um die beiden, die ja augenscheinlich noch nicht angreifen, ebenfalls zu killen.
Die haben sich zu allem √úbel auch noch verdoppelt und sind jetzt zu viert. Doch sie greifen immer noch nicht an und Sheila rei√üt nicht die Terrassent√ľre auf, um sie "einfach so" abzuknallen.
Dann kommt John und die Typen im Garten sind verschwunden ....
Was Johns Bauchgef√ľhl angeht: er wei√ü doch, dass Sheila vorher schon auf dem Markt bei einem Angriff anwesend war und m√∂glicherweise k√∂nnte sich dieser Angriff fortsetzen. Bei Glenda war das nicht der Fall, wieso sollte John da ein Bauchgef√ľhl entwickeln, aus welcher Situation heraus denn? Dann m√ľsste er bauchgef√ľhlm√§√üig auch bei Suko & Shao, sowie bei Jane & Chris vorbeisehen ... die hatten alle soviel mit dem Seuchenvorfall zu tun, wie Glenda.

Jedenfalls haben die Verseuchten es jetzt auf Glenda abgesehen.
Auch sie bemerkt die Gefahr fr√ľhzeitig und kann sich bewaffnen.
Als sie ebenfalls einen Anruf kriegt, will sie f√ľr mehr Bewegungsfreiheit nicht mehr in ihrer Wohnung hocken bleiben. Ist ja auch verst√§ndlich, vermittelt der Anrufer doch den Charakter, dass man testen wollte, ob sie sich in ihrer Wohnung befindet .... um zuzuschlagen.
Au√üerdem sind T√ľren nicht sooo schwer aufzubrechen und dann w√§re sie in ihrer eigenen Wohnung gefangen. Insofern kann ich ihren Gedankengang da schon verstehen.
Glenda will sich also erstmal in Sicherheit bringen, fl√ľchtet sich auf den Speicher, bzw. Trockenboden, aber die Gestalten folgen ihr. Arnaud und vier seiner Verseuchten wollen sich um sie k√ľmmern.
Glenda kann dort oben aus ihrem Versteck hinter einer Kommode John anrufen, der sich auch gleich auf den Weg macht. Während der Geisterjäger unterwegs ist, erledigt sie schon zwei der angreifenden Verseuchten. Einem schießt sie mitten ins Gesicht, das es nur so splattert, dem anderen zwar auch, aber da er umkippt, sieht man das nicht so gut. Das Ergebnis ist allerdings dasselbe.
Wieso schießt Glenda auf die Typen und hat keine Skrupel? Bei Sheila war es seltsamerweise ein Anlass, das zu hinterfragen, hier bei Glenda nicht? Zumal sich die Kerle vorher auch noch unterhielten und dadurch doch noch wesentlich menschlicher wirkten, als die Gestalten, die beim conollyschen Bungalow rumlungerten und mehr wie Zombies anmuteten.
Na jedenfalls ger√§t Glenda anschlie√üend doch noch in Bedr√§ngnis und wird von den zwei restlichen Verseuchten samt Anf√ľhrer Arnaud eingekesselt, als sie abhauen will.
Dann taucht John auf, erledigt die beiden letzten Typen und bevor er sich Arnaud vorknöpfen kann, erscheint Matthias und killt seinen Diener selbst.
Das tut er ja immer, wenn die ihren Auftrag nicht erledigt haben. Warum sollte er Arnaud auch am Leben lassen? Damit John ihn noch irgendwie ausquetschen oder selbst töten kann? Nö, das macht el Cheffe dann doch lieber himself und höchstpersönlich smile Daumen_hoch

Ich fand Sheilas, wie auch Glendas Handlungsweise, die Angreifer abzuknallen, in diesem Fall völlig in Ordnung. Zumal gerade Sheila ja vorher gesehen hatte, wie sich Betty Lester verändert hatte, nicht mehr sie selbst war und einer Furie gleich agierte (auch wenn sie wohl vergessen hatte, John vom Gespräch mit Arnaud, sowie von Bettys Schicksal zu berichten, die dann nachher halt zu "Bertrand" wurde^^).
Auch wenn es f√ľr mich der dickste Schnitzer in dieser Story war, sooo tragisch fand ich das jetzt nu auch nicht, denn einen Toten gabs ja auf dem Markt, den John dann be√§ugeln konnte. Allerdings zeigt das auch deutlich, dass dieser Roman NICHT gegengelesen wurde, denn sowas oder auch das pl√∂tzliche Fehlen von Betty Lester, bzw. der Geschlechtertausch w√§re doch wohl aufgefallen ... selbst wenn man ihn nur √ľberfliegt.
Gut gefallen hat mir, dass Glenda und Sheila sich allein behaupten mussten und John bei beiden erst später dazu kam.
Außerdem war Matthias wieder dabei, ich mag den Kerl irgendwie. Auch wenn er zuweilen ruhig etwas aggressiver auftreten könnte. Dass er gerne spielt und es auch mal langsamer angehen lässt, bzw. seine Vasallen ins Rennen schickt, anstatt selbst direkt handanzulegen, find ich soweit in Ordnung. Aber wenn er sich dann selbst zeigt, wäre eine Nuance mehr an Bösartigkeit nicht schlecht, denn er ist ja nu schon ne Hausnummer und als Luzifers rechte Hand kann er das ruhig öfter mal raushängen lassen ... find ich großes Grinsen
Die Action auf dem Speicher konnte sich ebenfalls sehen lassen und die Anzahl der Angreifer hat auch nicht variiert. Es blieb schön bei Arnaud und vier Verseuchten smile
Dann die Seuchensache an sich: h√§tte es sich hier um eine "normale" Seuche gehandelt, m√ľsste die sich viel schneller ausbreiten (gerade im Krankenhaus, ohne gro√üartige Schutzma√ünahmen und nat√ľrlich auch auf dem Markt voller Menschen).
Da sie aber von Matthias kommt, kann ich dieser Story und dieser "Höllen"-Seuche noch einen gewissen anderen Ansteckungsgrad beimessen. Zumal Matthias es dann ja auch speziell auf John und seine Freunde abgesehen hat. Gut, Sheila war wohl ein Zufallstreffer Arnauds, aber Matthias fand das ja gar nicht schlecht und hat ihm u.a. gesagt, er soll's beenden und ihr noch mehr Verseuchte auf den Hals hetzen. Und dann immer weiter, bis das JS-Team erledigt ist.
Der/Die Seuchenbringer/in musste Betty ja anfassen, ber√ľhren, anhauchen, knutschen ... um sie zu verseuchen. Ergo kreide ich hier nur an, dass im KH, wo selbst John ja zuerst noch nicht wusste, dass die Seuche h√∂llischer Natur ist, keine entsprechenden Ma√ünahmen getroffen wurden. Zumindest h√§tte der Tote doch in ner Art "Zelt" liegen k√∂nnen, Luftdicht verpackt, als generelle Vorsichtsma√ünahme. Das h√§tte mir an der Stelle schon gereicht. Alles, was danach geschieht, f√§llt bei mir dann unter "H√∂llenseuche", die der Seuchenbringer verteilen will und dazu anscheinend die Opfer irgendwie ber√ľhren oder sogar "ansabbern" muss.
Aber trotz der paar Sachen habe ich mich sehr gut unterhalten gef√ľhlt, die Geschichte war an so einigen Stellen ebenso spannend, wie interessant, die Dialoge fand ich v√∂llig in Ordnung und ich konnte den Roman in einem Rutsch lesen. Er hat mir schlichtweg Spa√ü gemacht smile

Das Cover war ok, vom Bild an sich her sogar ganz gut. Schön fies.
Aber so ganz wollte das Erscheinungsbild f√ľr mich nicht zu einem gestandenen Kerl wie Arnaud passen ... es h√§tte hier auch durchaus ne Frau oder eine/n Jungendliche/n darstellen k√∂nnen. Dr√ľckt man ein Auge zu, dann gehts auf jeden Fall als nah dran durch smile Daumen_hoch

Auf der LKS gibt's nochmal JD's Dankesbrief. Der war echt sch√∂n und besonders seine Begeisterung f√ľr den Tag konnte man da rauslesen ... und was da alles aufgefahren wurde! Da w√§r ich ja doch gern dabei gewesen smile

Thema: Band 1191: 999
Sheila Conolly

Antworten: 14
Hits: 1473

11.06.2020 22:54 Forum: PZ1001-heute

Holla, das fing ja schon so richtig fies mit Ray Gumble an.
Er ringt sich doch mal durch, zu der "Hexe" zu gehen und anschließend ist er von allen Qualen befreit. Nur anders, als er sich das gedacht hat.

Die "Hexe" ist Carrie. Und während sie sich mit den widerspenstigen Regenbogenblumen befasst, taucht der Kerl bei ihr im Garten auf und sie schickt ihm mal eben nen Blitz entgegen, der ihn verkokelt.

Och maaaaan, Leute, doch nicht Carrie!! Erst Aldebaran .....jetzt sie .... und dann ganz drastisch auch noch Dylan!! Maaaaaaaaan!!! Such ich mir immer die falschen Charaktere raus oder wollt ihr mich absichtlich ärgern?? Das ist fiiiieeees!!!

Aber erstmal weiter ...
... zum Chateau, in das Carrie mit Dylan zur√ľckkehrte.
Sie trifft auf Rufus Agadir, der ihr das Amulett wieder abnimmt, das sie ins Chateau geschmuggelt hatte und das jetzt erstmal "geboren" werden musste.
Aber wieso kann er das? Hat er die Teile erschaffen? Oder kennt er sich einfach nur so gut mit den Dingern aus, dass er Herr √ľber sie ist?
Und wo waren die beiden?
In irgendeiner noch unbekannten Ecke des Chateau? Also in den Gewölben? Oder ganz woanders?
Und was will sie mit Dylans Tattoo-Fäden?
Nach diesem Erlebnis verschwindet Carrie mit Dylan im Gepäck jedenfalls wieder ...

Dann das Erlebnis im Dorf, das plötzlich (wieder?) einen Namen hat: Saint-Cyriac. Hat das eine besondere Bedeutung? Übersetzt heißt Cyriac ja sinngemäß "zum Herrn gehörend".
"Gehört" das Dörfchen am Fuße des Chateaus jetzt etwa dem Bösewicht??
Ach herjeee ... mal abwarten, ob das was zu sagen hat.
Jedenfalls wurde der K√ľster von der Glocke geweckt, die eigentlich nicht klingen darf .. und kann.
Gustave Parrone vermutet Halbstarke, trifft im Turm aber niemanden an. Als die Glocke aufhört zu klingen, hört auch sein Herz auf zu schlagen. Wer hat sich da seiner Seele bemächtigt? Agadir?
Auch das war richtig fies. Der arme Kerl konnte niemanden seh'n. Da klingelt die Glocke ihm fast das Hirn weg und dann ist er auch noch tot.

Der Tausendste kann also die Amulette auslesen und erf√§hrt so auch √ľber Carries Stern, dass er Algernon Crawry geh√∂rte.
Au√üerdem ist das Amulett des Tausendsten st√§rker, als die anderen. Er hat es dahingehend ver√§ndert, weil er eben Zeit genug daf√ľr hatte. Er kann das? Wieso kann er so gut damit umgehen? Er MUSS doch der Erschaffer sein, woher sollte er denn sonst das Wissen dar√ľber haben, wie man es so souver√§n handhabt??
Dann wei√ü er von den Depots mit den Amuletten und hat sie wohl st√§ndig kontrolliert. Drei St√ľck gibt es und eines davon kann er "so" kontrollieren (also muss es ja irgendwie irgendwo in seiner N√§he sein), f√ľr die anderen muss er die Sternenmagie bem√ľhen. Bis er merkte, dass zwei Depots keine R√ľckmeldung mehr gaben ... also weg sind. Oder ge√∂ffnet und der Inhalt unterwegs ... oder wie auch immer ER das nennt.
Er fragt sich, ob es an der Zeit w√§re, nun alle aus dem Schlaf zu holen. Dieser Schritt w√§re allerdings unumkehrbar. Hab ich da was verpasst? Denn er spricht auch von einem ORDEN, den er der Vergessenheit entrei√üen w√ľrde ... welcher Orden denn? Oder etwa der Orden, von dem auch mal bei der Gralstory die Rede war und der die Gral-Truhe verschlossen hat?? Aber der war doch nicht vergessen ... oder?? *gr√ľbel
Jedenfalls fand ich das alles total spannend. Irgendwie kommt der Kerl mir sehr wissend und vor allem wissend ALT vor. Er kennt drei Depots, hat Kontrolle √ľber sie, dazu hat er sein Amulett m√§chtiger gemacht, als die anderen, dann befindet er sich dort, wo anscheinend eine dritte Truhe steht ... und auch, wenn alles danach aussieht, hat es den Anschein, als w√§re er nicht derjenige, der die Doppelg√§ngerdinger auch gemacht und in den Truhen geparkt hat. Wer steht dann also noch √ľber ihm und hat die alle erschaffen? Denn irgendwie verschwendet er bei all seiner Denkerei daran jedoch keinen einzigen Gedanken, so dass ich das auch mal erfahren k√∂nnte^^ gro√ües Grinsen
Auf jeden Fall hat er sich dann entschlossen, auch das dritte Depot zu öffnen ... und das scheint ein bisschen tricky zu sein. Aber wieso weiß er dann, WIE man das Schloss öffnet, wenn nicht er die Amulette da reingepackt hat??

Nicole und Zamorra haben die Glocke auch gehört, können sich das aber ebenfalls nicht wirklich erklären.
Schlie√ülich erz√§hlt Madame Claire, dass der K√ľster verschwunden sei.
Das Gespräch zwischen ihr und William fand ich auch sehr knuffig. Besonders als sie ausrastet und William ihr ganz ruhig Mut macht und dann auch noch das machen will, was sie mag ... sogar aus dem Kaffeesatz lesen großes Grinsen Der Mann ist so cool!
Am Abend kommt dann ein Anruf von Claire aus dem Dorf, dass der K√ľster gefunden wurde und Zamorra und Nicole kommen sollen.
Das machen sie nat√ľrlich und m√ľssen erfahren, dass Gustave Parrone in der Glocke erh√§ngt aufgefunden wurde, aber kein Seil vorhanden ist.
Als Zamorra das freie St√ľck zwischen Hals und Haken scannt, hat er nen Blackout und der Tote f√§llt runter. Genau herausfinden, was ihn da oben gehalten hat, kann er jedoch nicht. Aber er hat ein √§hnliches Feeling, wie in Porte-au-Prince, als die Amulette der Truhe entwichen und Merlins Stern nen Abgang machte.
Zamorra bittet Pater Ralph um eine vorläufige Aussetzung der Gottesdienste. Der willigt auch ein, will selbst aber bleiben.

Wieder auf dem Chateau machen sich Zamorra und Nicole nicht nur um den Tod des K√ľsters Gedanken, sondern auch wegen Carrie. Beide haben festgestellt, dass sie sich ver√§ndert hat, bzw. ihnen etwas verschweigt.
Dann werden sie von Madame Claire davon unterrichtet, dass Dylan verschwunden ist ... genau wie Carrie auch ...

Carrie merkt indes eine Ver√§nderung. Seit sie mit Dylan vom Chateau weg ist, verj√ľngt sie sich.
Und Dylan altert schlie√ülich. Er scheint den Preis f√ľr ihre Jugend zu zahlen, warum auch immer.
Die Springerei von verlassenem Haus zu verlassenem Haus strengt sie an und sie merkt, dass ihre Gabe sich nicht mit ihrer körperlichen Verfassung regeneriert.
Carrie hat sich sehr ver√§ndert. Ihr geht's noch nichtmal nahe, dass Dylan wahrscheinlich wegen ihr sterben wird, wenn das so weitergeht. Und √ľberhaupt, sie hat ja sogar einen regelrechten Hass auf Zamorra und Nicole und stand schon √∂fter kurz davor, die beiden einfach aus dem Weg zu r√§umen.
Aber wieso?
Solange sie das Amulett besa√ü, hab ich das ja noch verstanden. Aber jetzt, wo Agadir es sich geholt hat? Sind die "Nachwirkungen" so stark, dass sie das M√§del immer noch vereinnahmen oder hat sie sich generell so ver√§ndert? Das f√§nd ich echt doof! Aber so richtig! Ich mochte sie und hab ihr immer gew√ľnscht, dass sie endlich zur√ľck findet. Aber nicht so.
Wenn sie ohne Stern immer noch so drauf ist, wie soll sich das denn jemals wieder geradebiegen? Oder wird es das gar nicht??

Zamorra und Nicole sind in der Angelegenheit Parrone auch nach Monaten nicht weitergekommen. Keine Spur, kein Anhaltspunkt.
Und plötzlich hören sie wieder den Klang der Glocke, aber stärker als zuvor.
Als sie aus dem Fenster zum Dorf sehen, h√§ngt da ein Schein dr√ľber, der sich wellenartig mit dem Klang der Glocke bewegt ... alles von der Kirche ausgehend.
Sofort machen sie sich auf den Weg in ihr D√∂rfchen. Die meisten Haust√ľren stehen offen und sie ahnen B√∂ses. Als sie in die Kirche st√ľrmen, machen sie eine grauenvolle Entdeckung: alle Dorfbewohner sind hier versammelt, ihre Freunde, Mitarbeiter, Bekannte .... aber sie sind alle tot!
Herrgottnochmal ... soll mir das Herz stehenbleiben??? Ein ganzes Dorf auslöschen?? Das kann doch jetzt nicht wahr sein! Komplett mit Freunden, Angestellten, Kind, Frau, Mann und Maus?? Neee, oder??

Doch dann finden sie vor dem Altarstein einen Hohlraum und legen ihn frei. Ihre Fassungslosigkeit und Trauer obgleich der vielen Toten hat sie zwar noch fest im Griff, aber sie wollen auch den Mörder finden.
Also gehen sie da runter und finden ... einen Kerl mit einem Amulett um den Hals, der von Geistern, den Seelen der Toten, umschwirrt wird ... und die er in einen seltsamen Quader dirigiert.
Als Zamorra und Nicole von ihm entdeckt werden, vollendet er sein Werk z√ľgiger und Nicole greift ihn wutentbrannt an. Das h√§tte ich an ihrer Stelle wohl auch getan! Genau so! Doch der Tausendste kann sich mit Hilfe der Depot-Magie retten, setzt jedoch weitere 333 Amulette frei und verschwindet. Allerdings hat er noch feststellen m√ľssen, dass Zamorra ebenfalls ein Amulett trug, das der Tausendste nicht beeinflussen konnte ... und er stattdessen sich und Nicole damit sch√ľtzen konnte, sowie die Geister der Toten aus dem Quader wieder freisetzt.
Als sie wieder in die Kirche zur√ľckkehren, sind die B√§nke leer ... keine Toten. Hoffnung keimt auf ... und wird erf√ľllt. Die Dorfbewohner sind drau√üen versammelt und vor allem ... lebendig!
Allerdings kann sich keiner von ihnen dran erinnern, was passiert ist.
Hey, Mister Doyle ... musste das denn sein?? Sowas gibt doch Herzklabaster!! *Haare rauf*
Das wirkte in dem Moment echt .... echt! also ZU echt! Alle tot ... schon als Geister da unten in der Hand des Fremden ... da denkt man doch nicht, dass die in die K√∂rper zur√ľckkehren k√∂nnen?!!
Aber gut so! Geht schon wieder .... und ich bin ein bisschen vers√∂hnt! Ein BISSCHEN. Diese bl√∂den Amulette, sorgen nur f√ľr Herzkasper und Umwandlungen von lieben, netten Charakteren in fiese B√∂sewichte!!
Als die Teile das noch mit "Fremden" gemacht haben und Zamorra und Co dann hinterher mussten, um das jeweilige Doppel-Amulett zu vernichten und die beeinflussten Leutz aufzuhalten, waren sie noch richtig cool und haben f√ľr Spannung gesorgt! Aber jetzt, wo man so viele kennt ....

Carrie kommt w√§hrenddessen wieder an ein Amulett, das f√∂rmlich direkt zu ihr hinfliegt. Als sie es in H√§nden h√§lt, springt etwas auf sie √ľber und sie stellt keine weiteren Fragen, woher es kommt und von wem. Alles wie weggeblasen, ganz egal.
Dann sieht sie vorm geistigen Auge einen Ort und ist einen Wimperschlag später auch real dort.
Und Dylan?

Am n√§chsten Tag sehen Zamorra und Nicole in den Nachrichten die Meldung, dass in einem verlassenen Haus, umringt von s√§mtlichen, and√§chtig wirkendem Getier, ein alter Mann gefunden wurde, der im Sterben liegt ... und dessen Gesichtsz√ľge an Dylan erinnern.
Sofort machen sich die beiden auf den Weg zum Krankenhaus, in das Dylan gebracht wurde.
Auch hier hat sich sämtliches Getier versammelt, das friedlich nebeneinander sowas wie Andacht hält.
Doch als Zamorra und Nicole eintreffen, teilt ihnen der Arzt mit, dass Dylan tot sei.
Och maaaaan ... echt jetzt?? Der nächste Hammer? Auch wenn der erste gut ausging, hier scheint das nicht der Fall zu sein. Wenn da nicht noch irgendein Zeitding oder Zauber passiert oder irgendwas in der Art ...
Zamorra stellt mit Hilfe von Merlins Stern noch fest, dass Dylan seiner Quellen-Regeneration-Unsterblichkeit beraubt wurde. Dann gibt der Arzt ihnen noch ein Diktierger√§t, auf das Dylan kurz vor seinem Tod etwas drauf gesprochen hat ... explizit f√ľr SIE.
Und sie erfahren durch seine letzten Worte, dass Carrie f√ľr seinen Zustand verantwortlich war und auch, dass sie ein Amulett besa√ü ...

Sie suchen mittels globalen Webcams nach Carrie, deren Foto sie auf ihr aktuelles Alter von ca. 30 Jahren angepasst haben und machen sie in Peru aus. Doch dort ist sie nirgends zu finden.
In einer tottraurigen Szene werden Zamorra und Nicole sich dar√ľber bewusst, dass aus ihrem kleinen M√§dchen wohl ein Monster geworden ist ....

... das inzwischen mittels des Amuletts den wahren Namen des Mächtigen herausgefunden hat: Saint-Cyriac!
Man, jetzt bin ich vollends verwirrt: wieso heißt Rufus Agadir in Wirklichkeit Saint-Cyriac, wie der Ort am Fuße des Chateaus? Oder war das am Ende gar nicht wirklich Agadir, sondern nur sein Aussehen, weil Carrie es kannte ... und es verbirgt sich noch jemand anderes dahinter?? Wenn dem so wäre, dann könnte er, bzw. seine wahre Identität ja doch der Erschaffer der 999 Amulette sein?
Ich w√ľrd jetzt echt gerne genau da weiterlesen!!!
Hierf√ľr gibt's aber erstmal auch von mir 999/1000 Amuletten! Das Tausendste muss einbehalten werden, denn das wird erst rausgehauen, wenn Agadir oder wer auch immer der M√§chtige ist, endlich weg vorm Fenster ist!! Und Carrie hoffentlich wieder zur Vernunft kommt ... Aber wenn ich da an Aldebaran denke, der ja auch noch immer von so einem Teil besessen ist, dann wird mir ganz anders. Die beiden m√ľssen nicht nur gefunden und von den Amuletten "befreit" werden, sie m√ľssen ja auch noch quasi ne Sinneswandlung mitmachen, denn sonst passiert's, wie zuvor bei Carrie ... dass sie auch ohne die physische Anwesenheit des Amuletts die gleichen b√∂sen Gedanken hatte ...
Auf jeden Fall ist und bleibt es da spannend!

Das Cover war schon irgendwie atmosph√§risch, aber auch unheimlich ... oder eher unheilvoll! Es zeigt wohl die Kirche, unter der Agadir haust ... und davor eine friedhofs√§hnliche Szenerie, wie auch Zamorra und Nicole die Situation beschreiben, als sie ins Dort kommen, alle Haust√ľren offen stehen, aber kein Mensch zu sehen ist ...

In der Mystery Time wird das Blutvolk von Adrian Doyle und Timothy Stahl vorgestellt, samt Interview mit den beiden. Allein schon, wie die zwei davon erzählen reicht eigentlich aus, um mal einen Blick reinzuwerfen smile
Mal sehen, wenn ich endlich mal wieder aktuell bin mit JS und PZ, dann könnte das was werden.
Neugierig gemacht hat das Interview auf alle Fälle smile Daumen_hoch

Thema: Band 2177: Mein ist die Rache
Sheila Conolly

Antworten: 27
Hits: 2719

11.06.2020 22:39 Forum: JS2101-2200

Themenmäßig war's schon mal genau mein Ding (ob ich das alles richtig verstanden hab, sei allerdings mal dahingestellt^^ großes Grinsen )
Ich mach's jetzt aber mal von hinten ... so der Abwechslung wegen^^ (und weil der Schluss noch "näher" ist Augenzwinkern großes Grinsen )

Acron, oder das, was von ihm noch pr√§sent ist, mutet also noch ordentlich angefressen an. Und zwar wegen dem Spuk. Die Rachegel√ľste sind immens und es soll dem Herrn √ľber das Schattenreich m√§chtig an die W√§sche gehen ...

Alles scheint sich jetzt zusammenzuf√ľgen.
Ian meinte ja schon mal, als er mit "Kara" die Folter-Sphäre im Reich des Spuks gesehen hatte, dass ihn das an seine eigene Folter mit der Eisernen Jungfrau durch seinen alten Lehrmeister, den Geschichtenerzähler, erinnerte. Wenn das Gefängnis wiederhergestellt wird und der Inhalt neu entsteht ... der perfekte Kreislauf ...
Au√üerdem sagte der alte Herrscher ja damals schon was davon, dass Ian nicht so kleingeistig ans "Wo" denken m√ľsse, sondern eher ans "Wann". Also auch, dass er seinen alten Lehrmeister eher in der Vergangenheit suchen m√ľsse ...

So macht es auch Sinn, dass der Spuk ebenfalls Illusionen erschaffen kann. Schlie√ülich hatte er doch von seinem Meister Acron alles gelernt ... und wenn Acron den Gro√üteil seiner Macht in diese vier Splitter parkte und der Geschichtenerz√§hler Ian diese K√ľnste ebenfalls beibringen konnte, l√§sst es doch darauf schlie√üen, dass diese F√§higkeit von Acron stammt. Der Kreis schlie√üt sich.

Durch die Ausgrabungen von den Foglers gelangt Ian in die Halle mit den Eisernen Jungfrauen. Und in einer ganz bestimmten findet er einen lang ersehnten Hinweis. Dann durchstr√∂mte ihn ein seltsames Gef√ľhl der Furcht, das mit der Halle zu tun hat. Vielleicht r√ľhrt es daher, dass er schon mal an diesem Punkt war? Und vielleicht nicht nur einmal? Dass er sich nur nicht explizit daran erinnern kann, was hier passiert ist .... vielleicht ebenfalls nicht nur ein Mal, sondern viele Male in unterschiedlichen Varianten? Und er erinnert sich nur daran, dass er hier etwas Wichtiges finden muss, weil er auf der Suche nach einem alten Feind ist, um was Bestimmtes zu tun? Nur diesmal eben noch besser vorbereitet ...
Und sein Vorhaben, seinen alten Feind zu suchen, w√ľrde sich ja nicht √§ndern, egal wie oft er eine damit zusammenh√§ngende Situation durchlebt, bzw. wie negativ die dann jeweils auch ausgegangen ist ...
Erinnert mich ein bisschen an Doctor Strange, nur dass der sämtliche Möglichkeiten "kurz durchdenkt", anstatt sie alle zu durchleben ... naja, beim zweiten Mal jedenfalls^^

Dadurch, dass Ian aktuell so "matschig" aussieht, k√∂nnte man ja auch annehmen, dass er mitten im Prozess der immerw√§hrenden Folter get√ľrmt ist, um das alles anders ausgehen zu lassen.
Wie mit der Sph√§re damals ... das Gef√§ngnis foltert seinen Inhalt. Wird das Gef√§ngnis wiederhergestellt, entsteht auch der Inhalt neu. Die Folter kann weitergehen, bzw. wieder von vorn beginnen. Und in seiner Abwesenheit nach der Vernichtung des T√§ufers, hat er wohl genau das getan. Immer und immer wieder versucht, der ganzen Sache mit der Eisernen Jungfrau zu entkommen, bzw. einen anderen Ausgang f√ľr sich und die damit zusammenh√§ngende Situation zu bescheren ... und endlich seinen Meister, den Geschichtenerz√§hler zu killen. Den entscheidenden Hinweis dazu hatte er ja schon im Reich des Spuks vom alten Herrscher bekommen ...
Ein bisschen bootstrap paradox ... da er ja irgendwann auch den Löffel abgegeben haben muss, sonst hätte er seine mumifizierte Leiche ja nicht gesehen ... andererseits kann er nur erfolgreich sein durch den Hinweis, den er sich selbst hinterlassen hat. Also muss er vorher irgendwann mal einen Weg raus aus dem Ding gefunden haben ...

Als der gute Ian dann seine Vasallen im Camp aufr√§umen lassen will, hat er abermals dieses seltsame Gef√ľhl ... nur noch mit dem Temperaturunterschied dazu. Denke ich da an den Anfang zur√ľck, wie Echsi dem Spuk √ľber Asmodina in Kenntnis setzte, wie er die Anwesenheit und das Refugium des Spuks wahrnimmt, dann k√∂nnte es ja auch sein, dass der Herr der Schatten hier zugegen ist, um Ians Erfolge zu beobachten. Denn denkt man jetzt an den Schluss, war ihm ja sehr dran gelegen, dass der Illusionist erfolgreich ist ...

Die Ausgrabungen von Jill und Matthew Fogler an sich .... das war sehr genial und brachte ein sch√∂nes Indiana Jones Feeling r√ľber. Au√üerdem war mehr als Interessant, um was es Vaughn da ging, besonders als rauskam, dass es sich bei ihm um Ian McCoy handelte. Das Sortieren der Schriftt√§felchen, was draufstand, der "Katastrophenkalender" ... alles sehr cool und passte ja nachher bestens zu Ians Bilder-Show.
Jills Erkenntnis, dass sie doch von den Brocken der herabst√ľrzenden Decke getroffen wurden und wie sie auf ihre eigenen, gebrochenen, aus ihrem K√∂rper ragenden Knochen starrt ... brrr, das war auch richtig fies. Da muss ja in dem Moment alles an Schmerzen und Todesangst auf sie eingewirkt haben .. und trotzdem interessiert sie noch das Wie. Nee, das war echt fies ...

Dann noch die Sache mit der Schatulle ... ist es dieselbe, die nachher bei Landry vom Schreibtisch verschwand? Da kamen doch diese Tentakel raus, wenn ich mich recht erinnere, die sich dann in den Kerl bohrten, etc. ... zumal John auch noch meinte, mit der Magie (oder was auch immer ihr Inhalt ist) schon mal in Ber√ľhrung gekommen zu sein.
Einziges kleines Problemchen: die Schatulle war damals golden, sofern ich das noch richtig beieinander hab, hier wird ihre Oberfläche allerdings als elfenbeinweiß beschrieben ...
Dann sieht John, um was es sich bei dem Inhalt tats√§chlich handelt ... den Todesnebel. Passt ebenfalls ... ergo: wenn es dieselbe Schatulle von Landry gewesen w√§re, h√§tte er sie ja erkannt und dieses Tentakelzeugs darin vermutet. So aber hatte er nur das Gef√ľhl, mit dem Inhalt schon mal in Ber√ľhrung gekommen zu sein. Dann wird es sich wohl doch eine andere Schatulle gewesen sein ... und dann kommt eben nur einer infrage, der Ian das K√§stchen gegeben hat ... Augenzwinkern

Auf jeden Fall wei√ü John jetzt, wohin die sterbenden Menschen in den Bildern mit Hilfe von Atriel und dem Schleimtentakelvieh verschwunden sind ... und warum. Sie n√§hren die Burg, sorgen f√ľr "Schutzenergie" und was der Geschichtenerz√§hler sonst noch so mit ihrer Angstenergie speisen will.
Das war auch ein fieses Bild, die ganzen geschundenen Menschenk√∂rper am Boden, in einem Zustand zwischen Leben und Tod ... und sie werden weiter gequ√§lt, doch sie sind "mundtot" gemacht, es ist kein Laut zu h√∂ren ... da sch√ľttelt's einen doch!!

Jedenfalls vernichtet der Nebel die armen menschlichen Teufel, Atriel nur halb und zieht dann in das riesige Herz ein, das daraufhin schneller schlägt ... wie der Countdown einer Bombe ...

Während John also im Herzen der Burg aufräumt, wird Ian vom Geschichtenerzähler gefoltert.
Wahrscheinlich w√§re das ungef√§hr die Stelle (bzw. schon vorher, als er in die Eiserne Jungfrau gepfropft wird), an der wir wieder bei der Ausgrabung beginnen (w√ľrden) ... denn schon da sieht Ian ja so matschig aus. Aber jetzt ist John mit von der Partie ... und der Verlauf √§ndert sich ...
Könnte ja sein ... ?! großes Grinsen

Ian diente also dem Spuk ... und wollte mit Johns Hilfe nicht nur SEINEN Feind, den Geschichtenerzähler vernichten, sondern auch die Feinde des Spuks, nämlich die Splitter.
Durch den Einsatz der Schatulle werden die Splitter in der Festung gehalten ... und John sollte sie dann als vermeintliche Bösewichte und Übeltäter vernichten.
Doch das passiert nicht ... das Gegenteil ist der Fall. John hat keine Lust, sich vor den Karren spannen zu lassen ... Die drei Splitter vernichten den Abtr√ľnnigen und es hat sich ausgeschichtelt und sie verleiben sich auch noch seine Macht ein. Sie sind wieder vollst√§ndig (kein Wunder, wenn sie doch aus Acrons Lenden oder sonstwoher stammen?!) ... und machen sich dran, samt Ian aus der Festung zu entkommen.
(Die Splitter sahen f√ľr mich auch irgendwie so √§hnlich aus, wie die Alien-Typen aus Indiana Jones und das K√∂nigreich des Kristallsch√§dels. Vielleicht nur nicht ganz so leuchtend und glimmerig gro√ües Grinsen )

Die Szene am Schluss gleicht der szenischen Darstellung auf dem ersten Relief ... die nachher ver√§nderte Szenerie w√ľrde ich mal mit John und den drei Splittern im Herzen der Burg zuschustern ... weil da nicht von knien die Rede ist. Wie dem auch sei ... es hat auf jeden Fall etwas mit dem zu tun, wovon wir anfangs lesen konnten. Also passt auch das bestens zusammen.
Die Szenen mit den Werw√∂lfen im Museum dienten ja sicherlich zur Motivation, damit John durch Glenda genug Anreiz hat, Ian zu folgen und vor allem zu helfen. Au√üerdem scheint der Illusionist ja auf Werw√∂lfe zu stehen, sein Scho√üh√ľndchen war ja ebenfalls einer. Und als das Gemetzel losgeht, erscheint ja auch wieder ein Auserw√§hlter mit Schleimkumpel. Diese Aktion war also dezent von N√∂ten, damit die beiden ihre Zeitreise √ľberhaupt starten konnten ...

Wenn Ian seine Illusionen durchf√ľhrt, find ich das ja eh immer klasse, besonders wenn man es vorher nicht wei√ü und es erst hinterher herauskommt. Ich find sehr cool, wenn man noch √ľberlegt, ob das jetzt eine Illusion gewesen sein k√∂nnte oder doch real war.
Und irgendwie war die Zeit zwar lang, in der Ian jetzt nicht mit von der Partie war, aber deshalb nicht vergessen. Als klar war, dass er es ist, kamen auch wieder die Erinnerungen an die vorangegangenen Geschichten, allen voran, die Täufer-Trilogie. Aber auch Richard Landry oder der Geschichtenerzähler und wer mit wem und was zu schaffen hatte, war dann wieder präsent (teilweise wohl ZU präsent, sonst hätte ich ja nicht "automatisch" rumspekuliert, ob es sich bei der Schatulle um die bereits bekannte handeln könnte).
Ich find's jedenfalls gut, wenn die Hirnwindungen auch mal gefordert werden Daumen_hoch
Aber es kam mir jetzt auch nicht wie fast 4 Jahre vor ... allerdings "darf" DSt nat√ľrlich gerne in k√ľrzeren Zeitabst√§nden einen JS beisteuern gro√ües Grinsen
Was ich davon halten soll, dass es dem Spuk m√∂glicherweise an den Kragen gehen k√∂nnte ... hmmm ... ich bin mir da noch nicht sicher. Es war ja schon einiges mehr an "Bedr√ľckung", was bei mir w√§hrend der Fenris-Sache zum Vorschein kam, als ich f√ľr m√∂glich gehalten h√§tte (auch wenn ich den immer noch nicht ganz aufgebe). Aber es sind halt B√∂sewichte und der Schwarze Tod, Grimes, Asmodina .... die mussten ja auch mal dran glauben. Fand ich auch √ľbel, denn die hatten alle was!
Wird der Spuk tatsächlich vernichtet, könnte das, wie hier auch schon geschrieben wurde, neue spannende Sachen ergeben ... wird er nicht vernichtet, gibt's dazu aber sicher eine spannende Story.
So oder so wird's mit Sicherheit mega interessant, wie das da weitergeht!
Und Ian kann ich auch verstehen, dass der so langsam keinen Bock mehr hat, ständig von irgendwelchen Bösen und Mächtigen benutzt zu werden. Die haben doch ebenfalls die Fähigkeiten, denen er mächtig ist, wieso erledigen die ihren Kram dann nicht mal selbst??
H√§tte ich die Telefonnummer, dann w√ľrde ich den D√§monensammler mal anfunken, er m√∂ge sich Ian greifen! Da hat er bestimmt mehr Spa√ü und Gelegenheit zur "freieren" Entfaltung, als unter solchen Gr√∂√üen wie dem Spuk oder Acron!
Denn weitere Zeitspr√ľnge kann er ja eigentlich nicht machen, weil die Auserw√§hlten mit samt den Dimensions-Amuletten nun alle hin√ľber sind. Oder er findet halt nen anderen Weg ... aber warum?
Er ist sowieso am A****llerwertesten ... aktuell Lakai von Acron, in der Vergangenheit Lakai des Spuks ...

Dass Asmodina nochmal auftauchte, wenn auch nur stimmlich aus einem Gef√§ngnisloch, war schon cool. Die Unterredung mit dem Spuk hat mich irgendwie verunsichert. War sie das wirklich mit den Wachen oder hatte Acron da was mit zu tun? Vielleicht befreien die "√úberreste" des Sternenvampirs Asmodina ja auch, denn dann h√§tte er bestimmt noch ne Verb√ľndete, was den Kampf gegen den Herrn der Schatten angeht ...
Außerdem erwähnt sie ganz kackendreist das mögliche Ableben des Spuks ... wie kommt sie darauf? Besonders oder ausgerechnet jetzt, wo es am Ende doch auch genau darum geht?
Und woher weiß sie von der Toghan-Sache, wenn der Spuk doch meint, nur er könne mit ihr in Konversation treten?
Der alte Herrscher hätte bestimmt die Macht dazu ...

Sie Szenen im urzeitlich anmutenden Dschungel waren ebenfalls gut. Besonders als dann die "Morlocks" dieser Story auftauchten, auch wenn es (so als Gegenpart) an "Eloi" mangelte. Aber die taten einem schon leid, wie sie so als Versto√üene, wie Abfall, existieren m√ľssen ... weil der Hunger sie √ľbermannte.

Sodele, mehr fällt mir grad nicht mehr dazu ein und ich hoffe, ich hab alles. Ist ja nu schon wieder ein bisschen her (ich kriegs mit den Rezis momentan irgendwie nicht mehr gebacken, dauernd kommt was dazwischen).
Ich wei√ü noch, dass ich den Roman sowas von verschlungen habe und die Ausgrabung, diese ganze Zeitreise-Sache, die Splitter, Ian McCoy himself nat√ľrlich samt seinem Plan, sowie den Ausgang sehr genial, kurzweilig und interessant fand!
Eine Top-Story, die total Lust auf mehr davon machte!!
Hopp hopp, immer her damit! großes Grinsen
Ach doch, eins noch. Auch hier fand ich wieder sehr bezeichnend f√ľr John, dass er Atriel nicht direkt vernichtet hat. Immerhin stand da visuell ein Kind vor ihm ... genau wie das bei Denise Curtis der Fall war. John hat da Skrupel, ger√§t so manches Mal wieder in einen Konflikt, er z√∂gert .... auch wenn er wei√ü, was in diesen "Kids" steckt. Sollte er diesen Charakterzug mal verlieren, w√§re das f√ľr mich nicht sehr authentisch, nicht mehr John .... daher fand ich das auch hier v√∂llig ok, warum die halb vom Nebel zerfressene Atriel noch entkommen konnte ... und ihm deshalb nachher sogar auch noch "behilflich" war.
(Und irgendwie fand ich ihr Ableben richtig traurig. Die ganze Geschichte um Ian und seine Familie find ich irgendwie traurig, dass er mir schon fast leidtut.)
Allerdings waren Atriels Worte, denkt man da l√§nger dr√ľber nach, echt √ľbel. Also zumindest, wenn man nicht genau wei√ü, was sie zu bedeuten haben.
Jemand, der John nahe steht, wird ihn verraten, sich gegen ihn wenden, die H√∂lle auf Erden entfesseln! Also, wenn das nicht √ľbel klingt ...
Und ihre letzten unvollendeten Worte lassen mich glatt hoffen, vielleicht nochmal so ein cooles Zeitding zu lesen zu kriegen ... nämlich dass (sinngemäß) Zeit ein stures Biest wäre, woran er immer .... sollte.
Dann noch die Sache mit dem schwarzen Gestein √ľberall, wie schwarzer Marmor ...
Der Saal damals im Reich des Spuks sah so aus, bei den Ausgrabungen ist davon die Rede ... vielleicht ist die Halle des Geschichtenerzählers in der Vergangenheit ja der spätere Thronsaal des alten Herrschers?? Oder umgekehrt? Oder auch gar nicht ... großes Grinsen

Das Cover fand ich sch√∂n passend ... und den Typen im Vordergrund hab ich jetzt mal f√ľr den Geschichtenerz√§hler gehalten, so von wegen Herr der schwarzen Klingen (hat ja da auch zuf√§llig eine in der Hand).
Die Proportion von Tor und Typ, die zeigte ja schon, dass es sich um was Großes handeln könnte ... und so war es dann ja schließlich auch.
Jedenfalls hab ich die Halle mit den Eisernen Jungfrauen, den Auserwählten, dem Geschichtenknilchsplitter, etc. ziemlich riesig vorm geistigen Auge gehabt, als es da zur Sache ging. War sehr cool!

Auf der LKS gab's wieder einen netten Brief von Klaus Möllers, diesmal an Timothy Stahl.
Und sofort ist mir das geniale Crossi wieder vor'm geistigen Auge erschienen. Danke Klaus!! smile
Die Antwort von TS war auch nicht schlecht ... w√§re jetzt noch gut zu wissen, wie aktuell die ist, denn er schrieb da was √ľber nen m√∂glichen Weihnachtskrawall f√ľr John gro√ües Grinsen W√§re nat√ľrlich saucool! Allerdings w√ľrd ich mich auch genauso √ľber einen stinknormalen JS von ihm freuen! Also ran, egal welches Thema, immer her damit! smile Daumen_hoch

Thema: Band 1190: Die Loge des Dämons
Sheila Conolly

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04.06.2020 00:53 Forum: PZ1001-heute

Die Story beginnt mit einem Zitat, das im Nachhinein den Nagel ziemlich auf den Kopf trifft.
Anfangs sind Nigel Baker und Corrie Swinton unterwegs und wollen einen herrlichen S√ľdseeurlaub genie√üen. Doch da hat jemand was gegen. Rambo-√§hnliche, bewaffnete Typen haben es auf sie abgesehen und t√∂ten Corrie direkt. Das fand ich in dem Moment total hart, da so direkt kurzen Prozess zu machen. Nigel darf noch ein bisschen durch den Dschungel rennen, bevor sie ihn erwischen.
Sp√§ter ist es das P√§rchen Jens St√§blein und Daniela "DaDa" Dachsler, deren Martyrium wir mitverfolgen k√∂nnen. Bei denen dachte ich zuerst noch, dass es "Dada" ruhig erwischen k√∂nnte. Die Jute konnte ich am Anfang nicht so wirklich leiden, weil sie im Pub so bl√∂d drauf war und das durch Jens' Gedanken auch noch unterstrichen wurde. Nachher ging's dann aber wieder, als Jens zur√ľckkommt (auch wieder wegen seiner Gedanken). Daher war es nachher schon fies zu erfahren, dass sie die ganze Zeit da in den winzigen kerker√§hnlichen Zellen rumhocken mussten, nur um sp√§ter dann ihrer Aufgabe als Wild nachkommen "durften".

Zamorras Gezeter √ľber die Reisedauer und wie nervig das alles doch ist, hatte mich erst etwas verwundert, weil er doch sonst eher ein ruhiger und besonnener Typ ist. Aber nachher wusste ich dann, warum das sein musste und fands daher auch irgendwie passend. Sonst h√§tte Nicoles Anordnung, er solle gleich schlafen gehen, ja nicht funktioniert ... und der Rest auch nicht Augenzwinkern

Generell erwartet man beim Lesen jeden Moment Unheimliches, aber die Atmosphäre ist im Grunde erstmal das Einzige, das sehr schön unheimlich dargestellt wurde. Mir kam zeitweise ein klitzekleines Bisschen der Vergleich mit Fantasy Island, der neuen Version davon. Aber das bezog sich eigentlich nur auf die gruselige Atmosphäre, die im dschungeligen Außengelänge des Resorts herrschte.
Besonders auch bei der Szene mit Runja, als sie nachher so an Zamorra und Nicole vorbeiguckt ... was andres sieht ... und dann selbst verschwunden ist. Aber dann war es "nur" ein Hotelangestellter, wobei "nur" bei denen ja auch nicht ganz korrekt ist ... Augenzwinkern

Das Zwischenspiel im Nichts von Brak'aal, wie man im Nachhinein weiß, fand ich sehr cool. Einmal die Denkweise, im völligen Nichts gefangen zu sein und nix und niemanden zu sehen, zu hören, kein Entkommen, usw. .... und da wär's mir auch egal, wie alt ich bin oder dass ich ewig lebe oder sonst was ... das muss ja ne schier endlos quälende Langeweile sein, mit der man da konfrontiert wird!!
Und dann kamen die "Neuerungen" dazu, immer wenn Alan, die Kultanh√§nger, die Logen-Leutz einen Schritt weiterkamen mit ihren Vorbereitungen f√ľr die Wiedererweckung und sich im Nichts etwas tat, bzw. ja sogar auch immer mehr Erinnerungen an das eigene Ich zur√ľckkamen.
Wobei ich am Ende doch irgendwie gut fand, auch wenn's hier um einen D√§mon ging, dass mit dem Schlie√üen des Lichtspaltes auch die Erinnerung wieder verschwunden sind. Wissend irgendwo im Nirgendwo, im absoluten Nichts rumh√§ngen zu m√ľssen, ist wohl noch'n Tacken √§tzender, als so schon.

Das Verhalten Zamorras fand ich gut und der Situation angemessen logisch dargestellt. M√ľde von der Reise, geht er direkt pennen, wacht daher auch "fr√ľher" wieder auf, um gerade noch mitzubekommen, dass sich des nachts Fremde n√§hern.
Er schleicht rum, wird erwischt und mimt den depperten Touristen auf Futtersuche.
Genau wie Nicole auf dummes Blondchen macht, als sie während ihrer Erkundung im Dschungel erwischt wird.

Apropos Nicole .... die Szene mit der Salbe und dem roten Quallen-Punkt am Arm, der ganze Palaver à la Blanche DuBois als Ablenkungsmanöver war echt filmreif. Allerdings war ich kurz irritiert, denn die gute Blanche hatte doch in "Endstation Sehnsucht" alles so phantasievoll theatralisiert ... ?! Oder ich vertausche da jetzt was, kann auch sein ... zu viele Filme^^ Wall
Und noch cooler war, dass Alan das Spielchen mitgemacht hat und man nun (endlich) ins Gr√ľbeln kam, ob er sich doch nicht v√∂llig ver√§ndert hat und/oder tats√§chlich diesem Brak'aal - Kult beigetreten ist.
So tat mir Alan am Ende auch echt leid, wie er da einem H√§ufchen Elend gleich rumhockte und davon erz√§hlte, dass er diesen Ort mit seinem Beach Resort eigentlich nur zu einem Ort der Erholung und Entspannung f√ľr die Leute machen wollte, wie ein Paradies eben.
Und dann das ...

Als Zamorra dann zur Mitte der Insel vordringt und die Statue, sowie den Kultplatz findet, fand ich da √ľberhaupt nix bl√∂d oder unstimmig. Ob er nu mit nem Kompass da langlatscht, nem Fremdenf√ľhrer hinterher trottet oder einem V√∂gelchen folgt, das ihm da was gezwitschert hat, um auf die Inselmitte zu sto√üen oder das sonstwie passiert, ist mir eigentlich herzlich egal ... wie ich eben beim Lesen bemerkt habe ... Ob Zufall oder nicht ... diese Frage hat sich mir schlichtweg gar nicht gestellt, weil es eben so war .. wie es hier war Augenzwinkern gro√ües Grinsen Passt es ... oder passt es nicht? Es hat meinen Lesefluss und mein visuelles Bild nichtmal ansatzweise getr√ľbt, also war es f√ľr mich v√∂llig ok. Dasselbe hatte ich bei Nicole und der Hand. Ich kam √ľberhaupt nicht auf die Idee, dar√ľber nachzudenken, ob das jetzt mehr bl√∂der Zufall ist oder ne ausgekl√ľgelte Sache ... es WAR so und weil ich's mir wahrscheinlich genau so vorstellen konnte, hat es f√ľr mich auch bestens funktioniert smile
Genauso verhält es sich mit Studienkollegen, die der Professor ewig nicht gesehen hat. Denn bei Zamorra hat "ewig nicht gesehen" schließlich noch ne leicht andere Bedeutung, als bei unsereins Augenzwinkern
Daher glaube ich schon, dass er da generell noch so etliche "alte Bekannte" haben kann, von denen man so noch nix wei√ü ... ein √§hnliches "Spielchen" wie mit den Vorlesungen oder Tagungen, √ľber die er zuweilen auch an F√§lle kommt. Ist doch passend, fu√üt es dann doch auf seinem Spezialgebiet.
Hier war es jetzt mal nix √úbersinnliches ... aber um einem Freund zu helfen oder eine Ver√§nderung zu untersuchen, die mit diesem einherging, muss es das ja auch nicht. Das kann man ruhig auch mal "einfach so" machen ... zumal es hier ja nicht weniger t√∂dlich war ... und der √ľbersinnlich magische Charakter war f√ľr mich durch das Denken des Gottes Brak'aal, auch bevor man wusste, um wen oder was es sich da genau handelte, durchaus pr√§sent!

Die Loge des Dämons, repräsentativ in diesem geheimen Raum des Gentlemens' Club wunderbarstens dargestellt, strahlte schon beim Lesen ne unheimliche und auch böse Atmo aus.
Allein deswegen, weil Alan ja tierischen Respekt (oder doch eher Angst) vor den Glatzk√∂pfen wie Wilbur und Co hatte. Unheimlich und unerbittlich b√∂se Macht ausstrahlend. Doch entgegen dem, was ich die ganze Zeit dachte, dass es was Magisches war, hatten sie sich "nur" als Entf√ľhrer, Sektenf√ľhrer/-mitglieder und M√∂rder entpuppt, die mit Frau und Tochter, die sie sich holten, Alan erpressten und ihn dadurch f√ľr ihre Zwecke einsetzen konnten. Und nat√ľrlich verbreiten sie Angst und Schrecken mit ihrer Menschenjagd ... indem sie Menschen f√ľr den kurz vor der R√ľckkehr stehenden Brak'aal sammeln und dann losschicken, um sie zu jagen und ihm anschlie√üend zu opfern.

Mir hat der Roman echt gut gefallen und war an so manchen Stellen auch richtig sch√∂n atmosph√§risch und den jeweiligen Situationen entsprechend ambientisch. Au√üerdem kam die Darstellung der Gejagten, ihre √Ąngste, die Panik und Aussichtslosigkeit, als sie sich ihrer Situation bewusst werden, bestens r√ľber. Zamorra und Nicole mal mehr mit Ermittlungsarbeit zu sehen, hatte auch was. Und vor allem immer die unheilvolle und bohrende Frage, ob Alan sich wirklich so sehr ver√§ndert haben k√∂nnte. Zum Gl√ľck haben sie nicht vorschnell geurteilt smile
8/10 Glatzköpfen ... äh ... Amuletten großes Grinsen Daumen_hoch

Das Cover fand ich vom Bild her sehr genial. Nicht nur, dass es bis ins Detail zur beschriebenen Situation im Roman passte, es strahlt auch so was voll fieses aus ... so dass man das Unheil förmlich schon herannahen sieht!

In der Mystery Times gehts mit der deBlaussec-Geschichte weiter. War auch gut, aber mir kam dieser Teil echt seeeeehr kurz vor. Da h√§tte ich an dieser Stelle gerne noch mehr gelesen. Besonders nach der coolen Beschreibung von Adele Clarmont! Und nat√ľrlich wegen der Situation ... was das da mit den vielen W√∂lfen noch wird und vor allem, was die da nu wollen!

Thema: Was habt ihr denn als letztes gelesen?
Sheila Conolly

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04.06.2020 00:03 Forum: Talk

JS 2177

"Mein ist die Rache"


PZ 1191

"999"


JS 2178

"Der Seuchenbringer"

Thema: Band 2176: Einen Gott zu töten
Sheila Conolly

Antworten: 35
Hits: 3464

27.05.2020 20:29 Forum: JS2101-2200

Einen Gott zu töten ...

... ist gar nicht so einfach.
Aber man muss es doch wenigstens versuchen! Zumal er nur Tod und Verderben, Unterdr√ľckung und Leid, Knechtschaft und ... sagte ich schon Tod bringen w√ľrde ... ?!

Hatte ich beim Schlachtfeld Alaska noch einen m√∂rderm√§√üig fetten Klo√ü im Hals und sogar "Pippi inne Augen", so war ich hier nach anf√§nglichem Z√∂gern (was das Weiterlesen betraf) gespannt, was passieren w√ľrde. Allerdings musste ich erst ein bisschen warten, bis der Klo√ü sich in Wut verwandelt hatte, deshalb auch das Z√∂gern.
Lykaon walzte durch die Kolonie, bis er sein Ziel erreicht hatte.
Was w√ľrde er jetzt noch anstellen, nachdem er sich Fenris' erfolgreich angenommen hat?

Sukos Kampf mit Podargo war auch nicht schlecht. W√§hrend die anderen drei zur Unt√§tigkeit verdammt sind, √ľberlegt John fieberhaft, was er tun kann und w√§gt alles M√∂gliche ab. Letztendlich ist es aber Lykke, die Suko nach dem Absturz auff√§ngt. Und ihm ist es schlie√ülich auch verg√∂nnt, dieses Vieh zu vernichten! Gut so!

Die "Scherben" des Angriffs liegen √ľberall herum und die Aussichten auf die Zukunft sind mit Lykaon, als frisch erstarkte Gottheit, schw√§rzer als schwarz. Leichen, Zerst√∂rung, Feuer, Viecher ... es sieht nach einem regelrechten Weltuntergang aus. Sollte Lykaon √ľberleben, wird's wohl auch nix anderes geben, denn er h√§lt sich ja inzwischen f√ľr unbesiegbar.
Und er ist allem Anschein nach auch noch nicht fertig ... in seinem Größenwahn fehlt noch ne Kleinigkeit ... Yggdrasil, die Weltenesche muss fallen!

Dass Lykaon schlie√ülich "so einfach" dahin kommen konnte, war ja schon am Ende vom Schlachtfeld Alaska klar, da er sich da schon ordentlich an Fenris' Essenz g√ľtlich getan hatte. Ergo auch dessen Magiezeugs aufgenommen hat (weswegen er Phorkys und Co dann ja auch ne "gut beleuchtete" Wegstrecke zum Berserkerlager markieren konnte Augenzwinkern gro√ües Grinsen )
Hier wird dann explizit nochmal erw√§hnt, dass Fenris' Magie ihm den Weg gewiesen hatte und gleichzeitig der Schl√ľssel war. Der Kopf des G√∂tterwolfs war also anscheinend "nur" reines Macht- und Triumph-Gehabe ... selbstsicher, √ľberheblich und gr√∂√üenwahnsinnig wie eh und je!

Eines hat sich bei mir auf jeden Fall ver√§ndert: Lykaon fand ich als B√∂sewicht immer cool. Jetzt verabscheue ich ihn f√ľr das, was er getan hat und im Begriff ist, noch zu tun. Und vor allem, WIE er das vorhat. Es gibt nur ihn und sonst niemanden. Und genau das l√§sst er jeden sp√ľren, der sich ihm in den Weg stellt. Es machte sich jedes Mal eine eisige K√§lte beim Lesen breit, als er in die Weltenesche hackte oder seine Tochter bis zum geht nicht mehr ausnutzte, ihr erkl√§rt, dass sie vielleicht noch dazu taugte, Nachkommen in die Welt zu setzen, mehr nicht ... und um ihr dann auch noch das R√ľckgrat zu brechen. Zwar bedeutet das nicht gleichzeitig oder direkt ihren Tod, aber querschnittgel√§hmt! Er scheint das personifizierte B√∂se zu sein, gegen das sogar Luzifer tempor√§r humaner erscheint.

Dasselbe passierte mit allerdings auch mit Phorkys. Was und vor allem wie er es tat ... ich hab die ganze Zeit nur gedacht, dass sie ihn doch endlich fertigmachen sollten! Nur, wer w√ľrde das schaffen?? Allen, die sich ihm in den Weg stellen, hat er was entgegenzusetzen ... und jedes Mal dieses fiese Haifischgrinsen dabei ... und die Leiber der Toten, die er den √ľbrigen Leuten dann immer pr√§sentiert. Man denkt noch daran, wie sie gelitten haben m√ľssen, so wie man es noch in ihren gequ√§lten toten Blicken erkennen kann. Besonders als dann auch rauskam, dass es sich bei der einen Toten um Daglind handelte, der das Grauen noch im Tod ins Gesicht geschrieben stand. Und ich hab den fischigen Kerl doch vor Kurzem noch echt gemocht ... aber hier zeigt er sich von seiner fiesesten und verachtungsw√ľrdigsten Seite!
Als er in das Zelt mit den Kindern einf√§llt, sich quasi auf die Schw√§chsten der Kolonie und hier im Berserkerlager st√ľrzen will, war's ganz aus. Doch Emma, Ethan und Berold sind nicht ganz so wehrlos, wie er denkt und sie machen ihm schon etwas zu schaffen. (War Berold nicht auch der Kleine, der sich so f√ľr die Maschine interessierte, als John f√ľr seinen Berserkergang im Lager ankam?)

Im Berserkerlager w√ľten Phorkys und seine Viecher. Sveta, Susanna und Mary haben alle H√§nde voll zu tun und m√ľssen so einiges einstecken. Nicht selten sieht es schlecht aus f√ľr sie und sie kommen nur mit dem Leben davon, weil die eine immer der anderen irgendwie noch etwas helfen kann.
Sveta √ľberlebt ihren Einsatz dann nicht, als sie Mary hilft.
Mitten im brutalsten Kampf, als sich die Lage auch noch dramatisch zuspitzt, kommen die Tigerfrauen, sowie Mandra und Suko dazu (auch ne nette Sache, dass Suko da der Feuerstuhl noch einfiel. Wie Mandra schon so treffend festgestellt hatte, wären sie den Tigerfrauen zu Fuß niemals so flott hinterher gekommen).
Als Sefaya wieder in Phorkys F√§nge ger√§t, handelt Benasir. Ich hatte da echt ein ganz mieses Gef√ľhl, als sie mit Phorkys in den Spalt st√ľrzt. Denn aus diesem Spalt kamen immer nur schrecklich zugerichtete Tote zur√ľck.
Auch Benasir, die Herrin der Tigerfrauen, bleibt davon nicht verschont ... und da war es wieder, das fiese Feeling. Ich hab direkt Mandra vor mir gesehen, wie er ungläubig auf die Leiche seiner Geliebten starrt. Doch das blieb ihm wenigstens erspart, denn Benasir ist nicht "nur" irgendeine Tigerfrau ...
Ihr ist es noch verg√∂nnt, Phorkys endlich zu vernichten und damit auch h√∂chstpers√∂nlich mit ihm abzurechnen! Ich konnte mich tats√§chlich f√ľr sie freuen, dass sie den Alten der Meere nicht nur erledigt, sondern ihm auch noch einen Hauch von Unglauben abringt.
Aber alles andere, dass auch sie den Kampf nicht √ľberlebt, wo Mandra und sie sich doch endlich gefunden hatten, das war schon hart. Und nun ist Sefaya quasi die letzte ihrer Art. Aber wenigstens nicht alleine ... sie hat nicht nur Narina, sondern Mandra wird sich mit Sicherheit auch um sie k√ľmmern.

Besonders gut dargestellt fand ich die Sache mit Denises "Ladehemmungen" zur Verwandlung, dass sie die im Grunde durch ihre aufgekeimten Schuldgef√ľhle selbst zu verantworten hatte. √úberhaupt wurde sie mit ihren Taten, Aktionen und den daraus resultierenden Ergebnissen und Ereignissen konfrontiert. Sie wurde schlichtweg dazu animiert, ihre Handlungsweise zu √ľberdenken, ob sie das alles wirklich so will .... und vor allem, was sie eigentlich wirklich will.
Die gr√∂√üte √úberzeugungskraft hat nicht irgendjemand, der auf einen einredet und ihn oder sie von seiner Meinung √ľberzeugen will, sondern die Konfrontation mit dem eigenen Ich.
Hat man getan, was man selbst wollte ... oder hat man doch eher getan, was von einem verlangt wurde?
Und wie wurde darauf dann reagiert?
H√§tte Lykaon seiner Tochter mehr Beachtung und Anerkennung geschenkt, h√§tte sich die Frage vielleicht er√ľbrigt, ob Denise will, was ihr Vater verlangt. So aber kommt sie doch ans √úberlegen, weil sie nun mal auch eine menschliche Seite hat und nicht komplett d√§monisch durchstr√∂mt wird.
Myxin ist ebenfalls d√§monisch, hat sich aber f√ľr einen Seitenwechsel entschieden. Und inzwischen kann er auch nicht mehr behaupten, dass er immer so handeln w√ľrde, wie es ihm einen Vorteil einbringt. Immerhin hat er sich von Podargo fast t√∂ten lassen, um der guten Seite, seinen Freunden zu helfen. Wer sagt denn, dass das bei Denise, die dazu sogar auch noch eine menschliche Seite hat, Gef√ľhle, ein Gewissen, die F√§higkeit, Dinge zu √ľberdenken, nicht auch passieren kann?

Lykke offenbart John, dass er nur ohne Kreuz und Co, nur als Berserker zur Weltenesche kommen und gegen Lykaon k√§mpfen kann, so sind die Regeln. Dass ihm das nicht behagt, kann ich nachvollziehen, schlie√ülich ist er ja nicht wirklich ge√ľbt darin, als B√§r zu k√§mpfen.
So MUSSTE er also genau so dahin, ohne alles, nur im Bärenpelz. Weil es Yggdrasil nur so akzeptiert.
Der Kampf kam auch mir von vorneherein aussichtslos vor. Zwei Berserker, gut, einer davon ist auch noch Schamanin und erfahrener, aber hey, Lykaon hat Fenris besiegt! Wie wollen die beiden das anstellen, IHN zu besiegen?
Aber schlie√ülich will man alles versuchen, um so einem √ľblen Feind Einhalt zu gebieten.
Dann kam es jedoch, wie es kommen musste: John und Lykke werden ziemlich hart rangenommen. Am besten kommt's aus Johns Mund r√ľber, wie er beschreibt und wahrnimmt, den langen Weg zur Axt zu √ľberwinden.
Letztendlich schaffen sie es nur mit der Hilfe von Denise, den Wolfsdämon zu besiegen ... nur zusammen.
Ne coole Aktion von dem Wolfsd√§mon fand ich ja, dass der, wie zum Gl√ľck so oft, nat√ľrlich raush√§ngen lassen muss, dass er der st√§rkere und bessere von ihnen ist. Unbesiegbar ...
Also kriegen Lykke und John so lang die Hucke voll, bis sie nicht mehr k√∂nnen, dann widmet sich Lykaon erstmal wieder Yggdrasil. Hat ja schlie√ülich auch mehr Effekt, wenn er den wichtigen Baum vor den Augen der Feinde umhaut, als wenn er das stickum nur f√ľr sich macht. Die zwei B√§rchen kann er auch nachher noch fertigmachen. Doch da kam dann sein T√∂chterchen ins Spiel, das er m√§chtig untersch√§tzt hat ...
Echt fies fand ich da auch, wie er John buchst√§blich das Fell √ľber die Ohren zieht, weil er ihn erkannt hat. Wenn man sich halt vorstellt, dass der Pelz John zum B√§ren macht, dann kommt das ja einem Haut abziehen gleich ... brrr ...
Genauso wie Lykke, die ich schon verbrannt glaubte ... auf ihrer menschlichen Haut sieht man noch die Brandblasen und trotzdem legt sie nochmal los und kommt John zu Hilfe ...

Außerdem fand ich auch beeindruckend, dass Denise keinen Vernichtungsfeldzug startet.
Sie wird von ihrem Vater weiter verh√∂hnt, gedem√ľtigt und verletzt ... obwohl sie ihm noch eine √§u√üerst wichtige Info liefert. Und er sagt ihr kackendreist, dass sie f√ľr ihn jetzt erst recht nicht mehr wichtig ist.
Als sie sich dann wieder ihrer F√§higkeit zur Verwandlung bewusst wird, und Lykke, sowie Sinclair hilft, ihren Vater zu besiegen und quasi mit seiner und wohl Fenris' Essenz, Magie, was auch immer davon durchstr√∂mt wird, h√§tte sie ja auch blind vor Wut, Rache und verletzter Gef√ľhle alles plattmachen k√∂nnen, um alleinige Herrscherin √ľber alles zu werden. Aber ihre menschliche Seite, dass sie sich durch die Schicksalsweberinnen √ľber sich selbst bewusst wurde, hat das verhindert und bewirkt, dass sie dr√ľber nachdenkt. Dass eine Koexistenz m√∂glich sein kann und man z.B. keine Babys t√∂ten muss, weil man sie f√ľrchtet ... oder auch "nur" die entsprechenden F√§higkeiten aufnehmen will.
Sie kann auch Großes reißen, ohne Angst, Schrecken und Tod zu verbreiten.
Die Kolonie wieder aufbauen zum Beispiel und Hoffnung anfeuern. Gerade jetzt, nach dem gro√üen Kampf, wenn sich alle dar√ľber klar werden, was √ľberhaupt passiert ist ... dass Fenris nicht mehr ist ... dass viele Freunde, viele Familienmitglieder nicht mehr da sind ..

Der Schluss war dann wieder ganz Denise-Teenager-like. In ihrer gewohnt frechen Art unterhält sie sich mit John ... was man so "unterhalten" nennen kann^^
Sie k√∂nnte ja kurzen Prozess machen, aber sie ist halt "nur" frech ... ein gereifter Teenager, der sich seiner Macht, aber auch seiner Schuld bewusst ist. Und wohl dar√ľber, dass es auch anders laufen kann. Dass es nicht zwangsl√§ufig darum geht, zu t√∂ten und zu verletzen.
Die Nornen haben es mit Hilfe von Denises menschlicher Seite geschafft ... vielleicht bleibt das ja so. Fänd ich gut smile

Die Kämpfe waren sehr schön bildlich beschrieben, egal wo.
Mir kamen sie auch nicht zu pomp√∂s oder gar episch vor (abgesehen vom Kampf Fenris/Lykaon, aber das muss ja wohl auch so r√ľberkommen, immerhin handelt es sich nicht um ne Klopperei auf dem Schulhof, sondern um einen Kampf der G√∂tter!), sondern wohl dosiert, mal ziemlich anschwellend, dann aber auch wieder mit ner L√∂sung zum "Cooldown" ... und das sch√∂n im Wechsel, bis die komplette Situation eben gekl√§rt wurde. Zudem gab es auch keine √úberraschung an Viecher, die noch gr√∂√üer oder st√§rker daherkamen. Es gab von Anfang an "nur" die K√§mpfer, die auch beim Aufmarsch der Bestien in Stellung gebracht wurden. Sehr gelungen und eben dadurch f√ľr mich auch ganz und gar nicht zu viel oder gar √ľbertrieben.
Dann gab's auf beiden Seiten (bekannte Figuren) Verluste, nicht einseitig, nicht da so viel und dort so wenig, sondern gemischt. Auch wenn ein bisschen schwerer wiegt, dass eben mit Fenris eine langjährige Figur, DER Götterwolf, ausgeschaltet wurde (u.a. mit der Matrix-Axt-Szene ... wobei ich da immer noch das mit der Dimension hinter der SdSG im Hinterkopf habe ... vielleicht ist das so ein Hoffnungs-Geklammere, dass da diese eine Theorie irgendwie mit ner guten Erklärung doch irgendwann greifen könnte).
Deshalb schwebt Fenris' Vernichtung noch immer wie ein Damoklesschwert √ľber dem Ganzen und gibt jeder Szene, gerade mit Lykaon, einen leicht wehm√ľtigen Touch ... und auch'n bisschen Wut, dass er es √ľberhaupt gewagt hat, zu tun!
Dann gefiel mir das mit Denise echt gut.
Eigentlich, so im Nachhinein und mit dieser abschlie√üenden Wirkung, bek√§me allein die Wandlung von dem M√§del schon ein separates top. Das lag f√ľr mich an der Art und Weise, wie das durchgezogen wurde und wie sich Denise eben allm√§hlich, n√§mlich w√§hrend der gesamten Trilogie, entwickeln konnte und auch hat. Und ich fand das durch die gut und ausf√ľhrlich eingebrachten R√ľckblenden und ihren anschlie√üenden Reaktionen auch bestens nachzuvollziehen.
Es geschah nicht Knall auf Fall, so dass man sich h√§tte fragen m√ľssen, wie das jetzt so flott passieren konnte. Vielleicht liegt's auch noch ein bisschen (mit) daran, dass ich die "Rotzg√∂re" von Anfang an mochte, will ich auch gar nicht abstreiten gro√ües Grinsen , aber es muss ja trotzdem noch gescheit beschrieben werden ... denn ohne dem h√§tte wohl auch ich dann was zu beanstanden gehabt.
Ich bin jedenfalls froh, dass sie √ľberlebt hat und man so irgendwann sicher nochmal was von ihr lesen wird! smile
Ihr "Genug!" klingt mir immer noch in den Ohren. Sehr cool!!

Dass Aleks und Dara am Ende auch noch ne positive R√ľckblende kriegen, hat mich echt gefreut!
Dass und vor allem, wie sie die Explosion √ľberlebt haben ... ich g√∂nn's ihnen smile
Aleksandra hat ja auch genug daran zu knacken, Ujurak getötet zu haben.
Und dazu dann das Abschlussbild, wie sie quasi, bildlich gesehen, in den Sonnenuntergang reiten, um irgendwo neu anzufangen ... und hier ein neuer Morgen anbricht.
Nach Dunkelheit kommt auch wieder Licht ...

Ich will diesen abschlie√üenden Teil auf keinen Fall schm√§lern, aaaaber ... da Teil 2 mit dem Schlachtfeld Alaska eine SO extreme Wirkung auf mich hatte, weswegen ich mich auch jetzt noch wundere, wie eine Geschichte (oder eher der Autor) das mit "ein paar Worten" so hinkriegen kann ... und dieser Teil hier nicht ganz so "klo√üig" im Hals lag, gibt's ein √ľberfettes sehr gut daf√ľr. Ich bin da total zwiesp√§ltig (s. beispielsweise Denises Wandlung), da ich auch hier vieles toll und auch gut beschrieben fand! Aber irgendwie will ich halt, dass deutlich wird, dass mich das Feeling zwar auch hier gepackt hatte, aber im 2. Teil eben noch einiges st√§rker.
Als Gesamtwertung w√ľrde ich der Trilogie allerdings wegen den vielen einzelnen (und f√ľr mich echt gravierenden Punkten) ein TOP verpassen!

H√§tte es jetzt allerdings alle 39 Romane (bzw. 35, ohne die Romane, die vor dem Autorenteam geschrieben wurden) in einem eigenst√§ndigen Sub-Zyklus gegeben, ich glaube, ich h√§tte es nicht ganz soooo toll gefunden. Dass zwischen diesen Werwolf-Ereignissen auch noch andere F√§lle stattgefunden haben, machte es irgendwie spannender, weil man halt auch mal warten musste, bis es weiter ging und ich hatte den "Werwolfskram" dadurch eben nicht irgendwann √ľber. Und vielleicht - keine Ahnung ob es so gewesen w√§re, k√∂nnte ich mir aber vorstellen - w√§re mir dieser Krieg m√∂glicherweise so als geballte Ladung (35-39 Romane √† 64/65 Seiten sind ja doch schon ne Hausnummer) zu viel gewesen, dass ich dann auch mal was anderes gebraucht h√§tte Augenzwinkern gro√ües Grinsen
Deswegen fand ich das so, wie es jetzt hier war und mit dieser Trilogie (erstmal) endet, völlig in Ordnung, sehr spannend, lesenswert, dramatisch und obgleich so einiger neu aufgebauter und lieb gewonnener Charaktere/Figuren so manches Mal super zum Mitfiebern!

Das Cover fand ich zwar besser als das von Teil 1, aber das vom zweiten Teil war der Hammer! Gleich dahinter kommt dann dieses hier ... auch wenn ich anfangs ebenfalls gestutzt habe, wie die abgebildete Szene da zu verstehen ist ... Nur das rote Blut gehört da in gar keinem Fall hin! Entweder schwarz oder so silbrig-blau leuchtend, aber eben nicht rot! Augenzwinkern smile

So, in Teil 1 und 2 gab's einen tollen Werkstattbericht mit Infos zu den Figuren.
Fand ich sehr gut und dazu noch so locker, flockig, "leicht" geschrieben. Also keine Lexikon-mäßige Abhandlung, sondern alles Wichtige kurz und mit eigenen Worten zusammengefasst. Hat mir echt gut gefallen ... und erst recht, wenn man bedenkt, wie viel Arbeit das dann auch noch war! smile
(F√ľr IRH vielleicht nicht gaaaaanz so viel, weil er das ja alles schon im Kopf hatte und es "nur" gescheit zusammenfassen musste. Aber das muss man auch erstmal tun!)
Dann gab's in diesem Teil noch eine Kurzgeschichte ... von und mit Denise. Yeah großes Grinsen
Fand ich toll, obwohl ich mich am Anfang schon irgendwie doch etwas an die mannigfaltigen Ausdr√ľcke im blumigsten Jugendjargon gew√∂hnen musste^^ (halt schon l√§nger nicht mehr geh√∂rt und in dieser F√ľlle auch noch nicht von Denise gelesen) gro√ües Grinsen
Aber sooooo unbekannt kam mir das jetzt auch nicht vor. Unsere Kids sind zwar zum gr√∂√üten Teil schon raus aus dieser Phase (und ohne Schule h√∂rt man da sowas generell seltener), aber ich kann mich an die ein oder anderen Ausdr√ľcke schon noch erinnern ... und wenn's mal hart auf hart kommt, brechen sie auch jetzt noch ab und an hervor^^ (YouTube-Ged√∂nse ist da auch nicht grad unschuldig dran Zunge raus )
Und wann redet ein Teenager schon so viel auf einen Haufen? Dass sich so einige Ausdr√ľcke dann vermehrt im Text befinden, kann ich dann schon nachvollziehen gro√ües Grinsen
Ausgerechnet Machiavelli mit seinem F√ľrsten einzubringen, war auch nicht schlecht. Schlie√ülich hat das doch geringf√ľgig mit Machtged√∂nse zu tun und mit der Frage, ob man seine Untertanen eher knechtet oder doch lieber regieren l√§sst, um Aufst√§nde zu vermeiden, usw. ... und Denises Ansage "Leck mich, Machiavelli" k√∂nnte man auch so sehen, wie es sogar in der Haupt-Story passen k√∂nnte, n√§mlich dass sie ihren eigenen Weg w√§hlt ...
Oder man genießt diese nette Kurzgeschichte einfach nur zur kurzweiligen Unterhaltung, was allein schon Spaß machte! großes Grinsen Daumen_hoch

Thema: Band 2175: Schlachtfeld Alaska
Sheila Conolly

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27.05.2020 18:30 Forum: JS2101-2200

Dieser zweite Teil lag und liegt mir echt schwer im Magen. Aber nicht wegen "√Ąu√üerlichkeiten", die vielleicht jeder anders sieht (zu viele Leute, zu wenig, zu viele R√ľckblenden, oder √§hnliches ... ), sondern wegen der Geschehnisse und vor allem, wegen der Stimmung, die da die ganze Zeit herrschte. Ich hab echt Probleme, das zu beschreiben, aber das Schlachtfeld Alaska hat seine Wirkung bei mir nicht verfehlt ... so "bedr√ľckt" war ich nach dem Lesen eines Sinclair-Romans lange nicht mehr.

John und seine Freunde befinden sich in den Klauen des Monolithen-Angriffs ... in Form von Tentakeln, gesteuert vom Splitter des Schwarzen Doms.
Sie kämpfen mit vereinten Kräften, der eine hilft dem anderen, so gut er oder sie kann ... und können gerade so eben verhindern, in die Stelen eingesaugt zu werden.
Und Lykke holt sich als Berserkerin den Splitter, dem auch sie dann nicht gewachsen ist ... der sie stattdessen aufzufressen droht!
Super dargestellt das alles und auch wieder sehr bildlich. Und auch hier war die ganze Zeit √ľber eine gewisse Aussichtslosigkeit sp√ľrbar. Ich hab dann tats√§chlich gedacht, wie sie das jetzt schaffen wollen ...

Lykaon bl√§st derweil in Alaska schon zum Angriff, als er die heraneilenden W√∂lfen sieht. Er l√§sst das von seinen niederen Vasallen erledigen, w√§hrend er selbst, Phorkys, Podargo und die Sirenen keinen Finger krumm machen. Sie sparen sich f√ľr die wirklich wichtige Aufgabe auf ... die dann auch mit den Sirenen beginnt. Sie sorgen daf√ľr, dass die Werw√∂lfe au√üer Gefecht gesetzt werden und Menschen, wie Aleks, sich gegen die Freunde wenden.
Sie schie√üt tats√§chlich auf Ujurak und als sie sogar auch noch auf ihre Freundin Dara Kostic anlegt, stellt sich ihr Fenris in den Weg. Er haut sie in ihrer Besessenheit "nur" um und holt mit seinem Eis-Atem erstmal eine der Sirenen vom Baum. Anschlie√üend erwischt er auch noch die zweite im Flug. Als er Podargo ebenso zuleibe r√ľcken will, macht die nen gefl√ľgelten Abgang.
Der Angriff auf die Kolonie beginnt ...
Bildgewaltig war auch der Schutzschirm, den Fenris √ľber der Kolonie errichtet und nat√ľrlich versucht, solange wie m√∂glich aufrecht zu erhalten. Sollten Lykaons Viecher erstmal in dieses Refugium einfallen, haben die Kolonisten keine Chance mehr, auch wenn die Menschen und Kinder schon aus der direkten Schusslinie gebracht wurden.
Doch auch die bemerken auf ihrem Weg zum Berserkerlager, was die Stunde geschlagen hat, als sie Fenris' Heulen und den Ruf der Wölfe hören.

Phorkys mischt ebenfalls ordentlich mit und als er von Fenris' gesträubtem Fell förmlich aufgespießt wird und der Götterwolf ihn dann auch noch gegen einen Baum klatscht, dachte ich schon, dass es jetzt mit ihm vorbei wäre.
Dann bricht der magische Schutzschirm zusammen. Der Satz .... und das Sterben begann! ging mir irgendwie total durch Mark und Bein.

Dann geht's auch wieder zu Denise und mit ihr bekommt man wieder einige R√ľckblenden.
Die Sache mit Marty, dem Krankenhaus, Martys Tod, ihre Erlebnisse mit ihrer Mutter und Barry, dann Doc Lorraine Leland und dieser Harold Marston, die Sitzungen, der Tag, an dem sie und ihre Mutter dann erfahren, dass Denise weg soll ... und die nette Dame aus dem Restaurant auftaucht, um mit Leland und Marston zu sprechen ... und dabei meint Denise schon, eine Monstergestalt an ihrer statt zu sehen. Und wir wissen ja, wer Mrs. Carlisle war ... Kein Wunder, dass die sich dann der beiden annahm, sollte sie als KdF doch auf Lykaons Tochter aufpassen.
Und Denise wird sich dar√ľber bewusst, dass ihre Mutter, die sie selbst get√∂tet hat, sie liebte.
Dann bebt die Erde, die Wurzelstr√§nge erzittern ... und Urd, Werdandi und Skuld wissen, dass Lykaons und Fenris' Kampf begonnen hat ... Skuld geht sogar noch einen Schritt weiter, indem sie anmerkt, dass Daddy kommen w√ľrde.
Weiß sie schon mehr ... ?!
Nat√ľrlich wei√ü sie das ...

Die ganzen Beschreibungen w√§hrend der Vergangenheits-Sequenzen waren so ausf√ľhrlich, dass ich schon den Eindruck hatte, live dabei gewesen zu sein. So als h√§tte es diese Vorgeschichte schon mal so gegeben. Aber so ausf√ľhrlich war das nicht der Fall, es sind Denises Erinnerungen ... zu denen allerdings Gef√ľhle geh√∂ren, derer sie sich aber auch erst jetzt so richtig bewusst wird ... und die sie m√∂glicherweise in ihrem zuk√ľnftigen Handeln beeinflussen k√∂nnten.

John schnappt sich schließlich Karas Goldenes Schwert und rammt es in den schwarzen Splitter.
Nur durch das Zusammenspiel und mit der gegenseitigen Hilfe durch die Freunde kann Myxin die Flammenden Steine aktivieren und John die Formel sprechen, während die magischen Kräfte an ihm zerren, um gegen die Macht des urbösen Kristalls anzugehen ...
Sch√∂n dargestellt fand ich auch, wie das Leben in Form der V√∂gel zu den Flammenden Steinen zur√ľckkehrt. Das war wie ein kleines, hoffnungsvolles Leuchten im d√ľsteren Endzeitszenario.
Auch hier wird dann das letztendlich handelnde Team nochmal etwas dezimiert, denn Kara und Myxin sind zu sehr geschw√§cht, ebenso wie der Eiserne, zu dem Suko noch seine eigene Theorie hat. Au√üerdem hat Sedonia auch was abgekriegt, sodass sie ebenfalls erstmal ausf√§llt. F√ľr John, Suko, Mandra, Lykke, Benasir und Sefaya hei√üt es nun also, ohne die Atlanter nach Alaska zu kommen, um den Kolonisten und Fenris gegen Lykaon und seiner Armee aus Monstern beizustehen ...
Auch hier wurde die Riege der Helden meiner Meinung nach gezielt, aber nachvollziehbar auf ein Minimum - in Anbetracht dessen, dem sie sich stellen m√ľssen - reduziert. Gerade wohl auch dazu, um den √úberblick zu behalten ... und um zu zeigen, wie aussichtslos der Kampf werden k√∂nnte, wenn so starke Helfer wie die Atlanter jetzt auch noch ausfallen.

W√§hrend unsere verbliebenen Freunde versuchen, nach Alaska zu kommen, die Geschw√§chten zur√ľcklassen m√ľssen und Denise immer tiefer mit ihrer Vergangenheit konfrontiert wird, spitzt sich auch die Lage und das Sterben in der Kolonie zu.
Fenris und Lykaon treten zum letzten Kampf an!
Das Gef√ľhl, also mein Feeling bei dem Kampf, war ein echt fieses ... und jedes Mal, wenn ich wieder an diese Situation denke, in der alle K√§mpfenden, Monster, Mutanten, Werw√∂lfe, Kolonisten, etc. innehalten, um dem G√∂tterwolf beim Kampf gegen den Wolfd√§mon still beizustehen, war unbeschreiblich dr√ľckend. Ich krieg jetzt noch Pippi inne Augen, wenn ich daran denke.
Fenris erscheint himself, setzt alles dran, seine Leute zu retten, ihnen im Kampf gegen diese gewissenlosen und brutalen Monstren beizustehen, die Sache mit dem Schutzschirm, dann rettet er Dara, t√∂tet Aleks aber nicht, weil er wei√ü, dass sie nix daf√ľr kann ... und dann jetzt Lykaon.
Zwischenzeitlich sah es mal so aus, als wenn Fenris die Oberhand gewinnt ... aber dann schwingt Lykaon die Silberne Axt!
Das Beben der Erde, die Atmosphäre um die Kämpfenden ...
Das Bild, als Fenris erst einen Arm einb√ľ√üt und immer noch versucht, es mit Lykaon aufzunehmen, dann den zweiten Arm verliert, Lykaon siegessicher auf ihn zustolziert und dann tats√§chlich den entscheidenden Axthieb ausf√ľhrt ... Fenris den Sch√§del abschl√§gt ... das war f√ľrchterlich.
Ich hatte das Gef√ľhl, direkt neben Aleks zu stehen und mit ihr "NEEEEEIN!" zu schreien, als die Situation aus ihrer Sicht geschildert wird.
Und anstatt dass es dann vorbei ist, geht's nochmal so richtig los. Niemand hat die Chance, das, was da grad eben passiert ist, richtig zu verdauen, zu trauern, oder sich dar√ľber bewusst zu werden, was das √ľberhaupt bedeutet ... kurzum, es war total traurig ... das Sterben ging weiter.
Denn nichts anderes will Lykaon, es sollen alle sterben. Zudem verwandeln sich alle Werw√∂lfe nach Fenris' Vernichtung in Menschen ... und Lykaon begn√ľgt sich nicht mit seinem Sieg, er will ein Massaker!

Aleks und Dara fl√ľchten in eine der H√ľtten, wo sie dann aber auch von den Werwolf-Mantiden angegriffen werden. Als letzten Ausweg z√ľckt Aleksandra ihre selbstgebastelte Granate.
Lieber sterben, als von den Dinger niedergemetzelt zu werden.
Aber nichtmal die kleine Star Wars - Szene "Ich liebe dich!" - "Ich weiß!" konnte mich da etwas aufheitern ... denn jetzt sollen Aleks und Dara auch noch Opfer dieses Krieges werden.

Die Nornen stellen Denise, angesichts der j√ľngsten Ereignisse, ebenfalls vor die Wahl: will sie ihrem Vater gefallen oder Baby Rebecca besch√ľtzen ...
Und damit ist wohl auch endg√ľltig klar, warum sie diese R√ľckblenden und Erinnerungen braucht, warum dabei so ins Detail gegangen wird, warum ihre Reaktionen nach einer Erinnerung solche Gef√ľhle in ihr hervorrufen und diese auch von den Nornen so √ľberdeutlich kommentiert werden ... um sich eben, wie auch immer, entscheiden zu k√∂nnen ... aus eigenem Antrieb.

Lykaon besinnt sich schlie√ülich auch wieder auf die Kinder, die ja eigentlich mit in der Kolonie leben, w√§hrend die H√ľtte explodiert, in der Aleks und Dara mit dem Werwolf-Mantiden feststeckten ... und mein Klo√ü im Hals wurde ab da stetig fetter, weil die beiden sich in h√∂chster Not, ganz Alien 2 - Vasquez - like, zusammen mit dem Vieh in die Luft jagten. Aleks war doch immer so stark und frech und √ľberhaupt ... und jetzt ... so?! Irgendwie geht f√ľr die Guten grad viel zu viel schief ...
Aber auch da bleibt keine Zeit, weiter um die beiden zu trauern, denn ich will wissen, was dieses Scheusal von Götterdämon noch vor hat.
Erstmal verleibt er sich allerdings noch Fenris' verfl√ľssigte √úberreste ein und √ľbergie√üt sich auch damit, um dessen Essenz aufzunehmen. Dann weist er Phorkys an, mit seinen Monstern zum Lager der Berserker zu gehen und dort auch noch alle Verb√ľndeten des G√∂tterwolfs zu t√∂ten.
Nur die Kinder sollen f√ľr ihn √ľbrig bleiben ... zum Aufziehen und zum Fressen.
Er selbst hat noch was anderes, wichtiges zu erledigen ...

Schlie√ülich kommen auch unsere Freunde zum Schlachtfeld ... um m√ľssen mitansehen, dass sie zu sp√§t sind. Nur noch Tr√ľmmer, Leichen, Zerst√∂rung und Feuer zeugen davon, dass Lykaon und Co hier furchtbar gew√ľtet haben.
Lykkes Klageschrei und die Atmosph√§re, die da vorherrscht, unterstreichen das bedr√ľckende Gef√ľhl noch und lassen den Klo√ü im Hals noch fetter werden.
Doch pl√∂tzlich verwandelt sich Lykke und st√ľrmt als Berserkerin auf eine der brennenden H√ľtten zu. Suko will ihr hinterher, denn sie nehmen an, dass die Schamanin sich angesichts der Situation, vor Scham, Unglauben und Aussichtslosigkeit umbringen will.
Dann st√ľrzt Podargo aus den Tr√ľmmern einer H√ľtte, greift sich Suko und rei√üt ihn mit sich in die H√∂he, w√§hrend Lykke sich in die auflodernden Flammen wirft ...

Jetzt sieht es auch noch so aus, als wenn es Suko an den Kragen geht. Was soll er denn schon tun? Selbst wenn er oder John oder jemand anderes die Harpyie t√∂ten k√∂nnten, Suko w√ľrde immer noch abst√ľrzen und sich jeden Knochen im Leib brechen.
Und Lykke scheint sich wirklich umbringen zu wollen ... diese beiden Geschehnisse geben dem ganzen bedr√ľckenden Geschehen noch einmal ein Qu√§ntchen Wehmut obendrauf.

Fenris' Vernichtung und alles, was drumherum geschah, war dazu auch nicht ohne und trug wohl ma√ügeblich zu dem bedr√ľckenden Gef√ľhl bei. Vor allem das WIE und durch WEN und so. Auch wenn der G√∂tterkampf an sich den beiden Kontrahenten w√ľrdig war ... es war nicht cool, ihnen zuzugucken. Besonders nicht bei diesem Ausgang.
Das soll nicht hei√üen, dass ich ihn schlecht geschrieben fand, ganz und gar nicht. Es war so bildlich ... und es geht sich mir um die Situation und die Atmo, die da f√ľhlbar und auch sichtbar zugegen war.
Lesen, gleichzeitig alles sehen und auch zu sp√ľren ... das ist soooo fies!
Nicht zuletzt wohl auch, weil man eben durch Aleks nochmal eine andere Sicht, nämlich die eines beteiligten Menschen, darauf bekam. Ich weiß auch nicht, aber ich fand das alles absolut fies und traurig. Und auch wenn es mir nicht so nahe ging, wie eine gewisse andere Sache ... es war hier ebenso "zu nah" (dabei bin ich immer noch nicht zu nah am Wasser gebaut ... aber das alles hier war, wie schon erwähnt, auch echt zu ... ach keine Ahnung ... es hat halt "gewirkt").

Fenris war nun mal ein langjähriger Charakter innerhalb der Sinclair-Serie, mit dem man schon so einiges erlebt hat. Und auch, wenn er nicht selbst in Erscheinung trat, so war er doch immer da.
Da half dann der "Strohhalm" mit der Dimension jenseits der Schlucht der Stummen G√∂tter auch nix, weil man ja vielleicht noch annehmen k√∂nnte, dass da jetzt dieses "Ding mit dem sterben m√ľssen, um ne Verbindung herzustellen", greifen k√∂nnte und noch irgendeine positive Wendung bringen k√∂nnte. Aber das war dann alles wieder weg, weil Lykaon sich ja quasi noch Fenris' Essenz gekrallt und aufgenommen hat.
Dazu dann das, was so einige andere Charaktere alles durchmachen m√ľssen und die f√ľrchterlich traurige Atmo, als John und Co in der Kolonie erscheinen und vor der absoluten Katastrophe stehen ...

Dieser Roman hatte irgendwie eine Wirkung, die ich nicht so wirklich beschreiben kann. Sie hat mich aus den Socken gehauen. Allein die Stimmung unter den Protagonisten, die sogar beim Lesen auf mich abzuf√§rben schien, die unheilvolle Atmosph√§re, die die ganze Zeit gegenw√§rtig war und ein bedr√ľckendes Feeling verspr√ľhte ... und dazu das Ende, das mich mit "Pippi inne Augen" und nem fetten Klo√ü im Hals zur√ľcklie√ü ... wenn eine Geschichte so eine Wirkung hat, die sogar nach Tagen noch da ist, wenn ich nur dran denke (oder ne Rezi dazu schreibe, so wie jetzt grad), dann ist das f√ľr mich nichts anderes, als eine top-Story!

Das Cover fand ich ganz hervorragend! Ich hab's ja eh mit Viechern und hier wurden auch noch Phorkys' neuste Kreationen bildlich eingefangen und verewigt ... die schlimmsten Viecher, die Lykaon und Co in dem Kampf zur Seite stehen ... und genau SO hab ich mir die Teile auch vorgestellt! Im Hintergrund doch noch eine der brennenden H√ľtten, umringt vom orange-gelblichen Feuerschein der Vernichtung. Sehr cool, finde ich, ein sehr schicker Zeichenstil und auch an sich ein geniales Bild. Wieder eines von der Sorte, das ich mir sofort in die H√ľtte h√§ngen w√ľrde! W√ľrde auch farblich ganz nett passen!!

Auf der LKS geht der Werkstatt-Bericht weiter und ich merke, dass ich immer neugieriger werde. Doch auch hier habe ich, aus genannten Spoiler-Gr√ľnden, nur bis zu ebendieser Warnung gelesen und hebe mir den kompletten Bericht f√ľr nachher auf. Jetzt hab ich ja noch den dritten Teil der Trilogie, aber danach ist vielleicht ne Aufmunterung von N√∂ten und dann les ich die beiden Berichte in einem Rutsch! Daumen_hoch
(obwohl eigentlich auch jetzt schon ne kleine Aufmunterung willkommen wäre, weil dieser zweite Teil schon irgendwie bei mir eingeschlagen hat, wie ne Bombe ... das muss jetzt erstmal sacken ... )

Thema: Band 2174: Aufmarsch der Bestien
Sheila Conolly

Antworten: 17
Hits: 1431

27.05.2020 16:20 Forum: JS2101-2200

Der Roman passt zum Titel, wie die Faust auf's Auge, denn es geschieht genau das: der Aufmarsch der Bestien. Alle Figuren werden erklärt und in Stellung gebracht, warum und wieso sie dabei oder nicht dabei sind.
Das fand ich sehr gut angeleiert und interessant erzählt.

Werw√∂lfe, gefl√ľgelte Mutation, Werwolf-Mantiden, Lykaon selbst, Phorkys, Podargo, Sirenen, .... Lykaon hat f√ľr den Kampf gegen Fenris und die Werwolf-Kolonie schwere Gesch√ľtze aufgefahren. Und nicht nur das. Er bedient sich eines gemeinen Tricks, um die Reise dorthin schnell und unkompliziert zu gestalten, sowie seine Widersacher zeitgleich woanders zu parken, um sie aus dem Weg zu haben und ohne gr√∂√üere Probleme den G√∂tterwolf plattmachen zu k√∂nnen. Mit den Kolonisten werden sie schon fertig ...

Myxin hat f√ľr seine Heilung die Lebensenergie der Conollys und der Atlanter angezapft. Dadurch ist er wieder auf den Beinen und die anderen wirken abgespannt, m√ľde, k√§sig.
Daher fliegen die Conollys dann auch raus, w√§hrend Myxin und Kara ja noch so ihre Kr√§fte besitzen, n√ľtzlich sind und dabei bleiben. Ihre F√§higkeiten werden noch gebraucht, solange sie eben durchhalten.
Aber daf√ľr haben sie noch andere Verb√ľndete dazugeholt: die Tigerfrauen Benasir und Tochter Sefaya, sowie Mandra Korab und seine 7 Dolche. Narina musste in Indien zur√ľckbleiben und dass, wo sich gerade zwischen ihr und Sefaya was anbahnte ... und sie eigentlich auch mitk√§mpfen wollte.

Denise wird von Lykaon zur Werwolf-Kolonie geschickt, wo sie nat√ľrlich auch von den Werw√∂lfen und Berserkern erwischt wird. Doch Lykke will ihren Tod nicht, sie stellt sie bei der Weltenesche Yggdrasil ab. Dort lernt Denise die Nornen Urd, Skuld und Werdandi kennen, die verschiedene Gestalten aus Denises Vergangenheit und Gegenwart annehmen und sie auch mit diesen Zeitstr√§ngen und den Erlebnissen, sowie der daraus resultierenden Schuld konfrontieren.
F√ľr die Teenagerin ist es teilweise echt hart, z.B. ihre tote, von ihr zerfleischte Mutter zu sehen, oder sich selbst gegen√ľberzustehen. Oder auch Carni, die sie so eiskalt im Stich gelassen hat und abgehauen ist. Aber Denise wehrt sich und versucht so gut es geht, das alles von ihr abprallen zu lassen.
Doch dann trifft sie im Wurzelgeäst der Esche, tief unten in der Erde auf ein Baby ... Rebecca, die Wiedergeburt von Morgana Layton.
Die Schicksalsweberinnen stacheln sie an, Rebecca zu t√∂ten, weil Lykaon nichts anderes tun w√ľrde. Doch Denise hat Skrupel ...
Schält sich da allmählich heraus, dass Lykaons Tochter noch "formbar" ist? Sie ist Teenagerin und "lernt" ja noch ...
Es ist zwar schwierig, Leute von etwas zu √ľberzeugen, das sie eigentlich anders sehen ... aber man kann es ja mal versuchen. Muss Denise b√∂se sein, nur weil sie Lykaons Tochter ist, also d√§monisch? Oder kann sie auch gut sein, weil sie genauso Margory Curtis' Tochter ist, also menschlich?
Vielleicht steckt ja auch beides in ihr und sie muss sich "nur" entscheiden, f√ľr welche Zwecke sie ihre F√§higkeiten einsetzt?
Und diese menschliche Seite, ihre erst 16j√§hrige "Lebenserfahrung", l√§sst sie daher wohl auch zun√§chst glauben, dass Lykaon Rebecca vielleicht nicht t√∂tet, sondern das Baby in seinem Interesse und f√ľr seine Zwecke manipulierend aufnehmen wird. Immerhin verf√§hrt er mit ihr selbst ja genauso. Er zeigt ihr zwar keine Anerkennung und erst recht keine v√§terliche Liebe, aber solange sie ihm von Nutzen ist und in seinem Sinne handelt, l√§sst er sie in dem Glauben an eine famili√§re Beziehung ... und vor allem, SIE glaubt daran, dass er ihr irgendwann Anerkennung zuteil werden l√§sst. Also will sie deswegen auch nicht denken - m√∂glicherweise sogar, obwohl sie es eigentlich schon tief im Inneren besser wei√ü - dass er das Baby nicht sofort t√∂ten wird ...

Echt fies war da auch die R√ľckblende, wie es dazu gekommen ist, dass Denise sich quasi von den Gegnern "fangen" l√§sst. Es war reine Berechnung von Phorkys und Lykaon. Letzterer hat auch noch einen echt √ľblen Mummenschanz aufgef√ľhrt, um sein T√∂chterchen dazu zu kriegen. Mit Phorkys' Hilfe nat√ľrlich, denn alleine h√§tte der j√§hzornige Flohpelz das gar nicht hingekriegt. Beide spielen mit Denise und ihrer menschlichen Seite ... was f√ľr abartig b√∂se Kreaturen. Wie der Vater, so der Sohn!

Als John, Suko, Sedonia, der Eiserne Engel, Mandra, Benasir, Sefaya, Myxin und Kara durch Lykke mit Fenris' Hilfe eine Dimensionsreise zur Werwolf-Kolonie machen wollen, f√§ngt Lykaon sie auf dem Weg ab. Er hat die flammenden Steine mit dem Splitter des Doms und der Atlanter-Magie synchronisiert, auf Fenris' Magie geeicht und nimmt so nun den Austausch vor. John und Co landen bei den flammenden Steinen, der Monster - Wolfsgott mit seinen Armeen etwas weiter entfernt von der Kolonie. Fenris w√§re nicht Fenris, wenn er diesen √ľblen Austausch nicht noch im letzten Moment bemerkt h√§tte und die Gegner somit nicht genau dort abliefert, wo sie eigentlich hin wollten. Doch Lykaon sieht darin kein gro√ües Problem, nur ne kleine zeitliche Verz√∂gerung, die aber wohl nix am Endergebnis √§ndern wird.
Sehr cool dargestellt fand ich diesen Austausch an sich und wie die Guten ihn wahrgenommen haben ... ohne jedoch zu wissen, was da gerade eigentlich passiert. Zun√§chst sah es n√§mlich f√ľr sie so aus, als w√ľrden sie w√§hrend der Reise angegriffen werden ... und das Entsetzen stand ihnen buchst√§blich ins Gesicht geschrieben. Doch die Gegner "verpufften" immer, bevor sie ihnen was tun konnten. Dass Lykaons Angriff schief geht, glauben sie nicht ... also muss da noch was anderes hinterstecken.
Und als sie dann bei den Flammenden Steinen landen, greifen die Monolithen auch schon in Form von Tentakeln an.

Lykaon bläst derweil in Alaska zum Angriff, als er die heraneilenden Wölfe sieht.
Die Sirenen sorgen ihrerseits in der Kolonie f√ľr √ľble Geschehnisse: die Werw√∂lfe kr√ľmmen sich bei ihren Ges√§ngen, w√§hrend Aleksandra Jorgovanovic von ihnen benebelt und "umgepolt" wird. Sie zielt schlie√ülich auf Ujurak und Dara ..... und schie√üt ... w√§hrend Fenris dabei ist, aus der Wolfsstaue herauszubrechen ...

Das war f√ľr mich Spannung an allen Ecken. Ein wirkliches in Stellung bringen der einzelnen Parteien.
Aber genauso gab es auch "Rausschmisse".
Als es zu Sheila und Bill hie√ü "N√∂, ihr bleibt zu Hause" und John extra auch noch dachte, dass er froh w√§re, die nicht mitnehmen zu m√ľssen, dachte ich erst, was f√ľr ne Kagge. Waaaaruuuuuum?? Ich wollte es bl√∂d finden, denn sollte Lykaon tats√§chlich sein Ende finden, w√ľrd's keine M√∂glichkeit einer Konfrontation mehr geben, zumal Bill die in Bulgarien ja sozusagen leider "verpennt" hat. Und Lykaon find ich doch so cool fies b√∂se mit dem angsteinfl√∂√üenden Bannblick!!
Dann aber, bei der Vielzahl an Leuten, fand ich's doch eher geschickt und nachvollziehbar, wie die outgesourct wurden. Es fing ja schon bei Shao an, die vorher bereits beim Angriff der Flammenden Steine ihren großen Auftritt hatte, hier aber wiederum ebenfalls "zu viel" gewesen wäre.
Bei den Conollys war es dann Myxin, denn durch die entzogene Lebensenergie waren sie ja gar nicht voll auf der H√∂he, geschweige denn in der Lage, zu k√§mpfen .... und zum anderen: was h√§tten sie da auf dem Schlachtfeld √ľberhaupt machen sollen?? Selbst f√ľr Bill, der ja auch schon oft genug bewiesen hat, dass er k√§mpfen kann, w√§re das zu viel gewesen, find ich.
An ihre Stellen sind daf√ľr Mandra und die Tigerfrauen dabei. Auch logisch, da sie schon gegen die Mantiden gek√§mpft haben und durch die Verwandlungen, bzw. die Dolche auch wesentlich mehr Kampfkraft aufweisen. Au√üerdem hatten sie schlie√ülich auch noch ne Rechnung mit Mr. Alge offen!
Und zudem k√∂nnen John und Suko ja wohl kaum alleine gegen Lykaon und Co antreten, ein bisschen was m√ľssen sie ja auch gegen√ľber seiner Viecherarmee aufbieten. Bei einem Dreiteiler, der demnach eine √Ąra beenden soll/wird/kann, gehe ich davon aus, dass man da eben einiges aufff√§hrt. Besonders nach dem, was vorher schon alles passiert ist. Man WEI√ü ja schlie√ülich um die Gef√§hrlichkeit der Gegner und es w√§re mehr als t√∂richt, den unvermeidlichen Kampf ohne Verst√§rkung aufnehmen zu wollen ...

Dann war's nat√ľrlich genauso logisch, dass die Leute in der Kolonie ebenfalls in Stellung gehen. Menschen und Kinder wurden in Sicherheit gebracht, ins Lager der Berserker. Also auch da weniger "Personal".
Im Prinzip waren dort dann "nur" Fenris, Ujurak, Aleks, Dara, die Soldaten-W√∂lfe des USAC und die Werw√∂lfe. Im Berserkerlager dann Mary, Susanna, Daglind, Fehlid, Sveta, die Kids und nat√ľrlich der Berserkerstamm.
Dagegen dann Lykaon, Phorkys, Podargo, die beiden Sirenen, die Armee von Werw√∂lfen, das Heer an Gefl√ľgelten und die frisch geschl√ľpften Mantiden.
Bei den flammenden Steinen dann noch unsere 10 Freunde, die sich in den Fängen der Tentakel befinden.
Es sieht nicht gut aus ... und das √ľberall!

Besonders genial fand ich auch die R√ľckblenden bei Denise. Man wusste zwar, dass sie ihre Mutter get√∂tet hatte, als ihre zweite Identit√§t herausbrach ... aber man wusste nix von den Umst√§nden und ihrem Lebensumfeld. Was war vorher, ist sie normal aufgewachsen oder zeigten sich schon fr√ľher irgendwelche "w√∂lfischen" oder d√§monischen Anwandlungen??
War sie f√ľr ihre Mutter nur ein St√∂rfaktor oder ein geliebtes Kind?
Mit Hilfe der Nornen soll sie Verantwortung f√ľr ihre Taten √ľbernehmen und akzeptieren, wer sie wirklich ist ... wie auch immer sich das dann gestaltet. Da sie bei den Nornen ist, gehe ich davon aus, dass die, sowie Lykke auch viel "gutes Potenzial" in Denise erkennen, so wie Phorkys eben das d√§monische Potenzial, von dem er immer spricht ...

Johns realitätsnaher Traum scheint mir auch irgendwie eine Art Vision zu sein ... es wirkt, als wäre es von Bedeutung, dass er Lykaon und Co sieht, der ihm auch droht, John aber sein Kreuz nicht dabei hat.
Wieso nicht? Sieht nach keinem guten Omen aus ...
Mal abwarten, ob sich dahingehend meine Nebel noch lichten smile

Die Aktion mit Shao und Lykke, als sie Sukos Freundin dieses Zeugs auf den Fu√ü schmiert, fand ich auch irgendwie nett. Vor allem, weil es vorher ja definitiv so wirkte, als w√ľrden sie sich nicht ausstehen k√∂nnen.
Dann die Sache mit John Rasierapparat ... Shao k√ľmmert sich schlie√ülich auch um Johns Wohnung, also w√§re es ja m√∂glich gewesen, dass sie den tats√§chlich weggetan oder so wegger√§umt hat, dass John ihn halt nicht findet ... warum auch immer. Aber wer kennt schon die Gedankeng√§nge von M√§nnern und ihren Apparaten ... Augenzwinkern Zunge raus gro√ües Grinsen

Und eine Sache gibt's da noch, die mich ein wenig irritiert: John erkl√§rt Lykke und Sedonia die Dimension jenseits der Schlucht der Stummen G√∂tter und √§u√üert mit Sukos Unterst√ľtzung die Vermutung, dass Fenris und/oder Thor eventuell eine Verbindung zwischen der Schlucht und dem Land der Mythen und Legenden herstellen k√∂nnte ... aber daf√ľr m√ľssten sie sterben.
Kann das auch noch eine Bedeutung haben ... oder sind das nur blo√üe Vermutungen, weil sie es haupts√§chlich auf das Zur√ľckerobern der Flammenden Steine und Lykaons Vernichtung beziehen?
Wieso m√ľssten Fenris und/oder Thor daf√ľr sterben ... und um was genau dann tun zu k√∂nnen??
Und was passiert mit ihnen danach?

Außerdem fand ich auch die Erwähnung gut, dass die Götter mit sich selbst beschäftigt und mit ihrem eigenen Kampf ausgelastet sind. Schließlich hätten sie ja sonst ebenfalls noch eingreifen können, wenn Lykaon sich die (All-)Macht holen will ...
Und was zum Geier hat es noch mit Karas Depressionen auf sich?? Die Gro√üe Mutter wird zwar auch erw√§hnt, weil sie zuerst verd√§chtigt wird, hinter dem Lebensenergieklau zu stecken, doch sie ist es ja nicht ... aber irgendwas hat sie doch mit Kara zu schaffen, bedenkt man nur das eine Wort, dass sie beim damaligen Angriff der Sch√∂nen aus dem Totenreich gegen√ľber ge√§u√üert hat ...

Nun ist es also soweit und der entscheidende Kampf, der H√∂hepunkt der Lykaon-√Ąra, geht los: Wolfd√§mon gegen G√∂tterwolf.
Wenn man was beenden will, muss man sich logischerweise auch mit dem Thema beschäftigen, gerade innerhalb einer Serie. Also kommen auch die entsprechenden Figuren (wieder) vor.
Werw√∂lfe sind jetzt auch nicht gerade meine absoluten Lieblingsb√∂sewichte, aber ich find sie trotzdem cool. Es kommt f√ľr mich immer auf die Darstellung an, ob sie Charakter haben und so oder "nur Viecher" sind. Gerade auch so ne Hausnummer wie Lykaon. Immer wenn er auftauchte, gabs auch noch diesen psychischen "Stress" mit seinen b√∂sartig, rotgl√ľhenden Augen (fand ich ja bei Abe Douglas schon immer cool, bzw. die Wirkung dieses b√∂sen Blicks auf ihn, oder auch auf Mark Baxter)!
Ich kann nicht leugnen, dass ich mich da echt drauf gefreut hab, weil es mit Lykaon nach der T√§ufer-Saga mal wieder einen enorm starken Gegner gab, der s√§mtliche Gesch√ľtze auff√§hrt, nachdem er vorher so einige strategische Handlungen und Anschl√§ge durchgezogen hat und unseren Helden so einiges abverlangt (hat).
Der Aufmarsch der Bestien hat alles und jeden in Stellung gebracht und andere zuvor mitwirkende Figuren glaubhaft aussortiert, was ich alles sehr gut dargestellt fand und es deshalb auch diese Wertung gibt! smile
Denise, die wieder mal als Köder benutzt wurde, wird von Lykke aus dem Verkehr gezogen, aber nicht getötet. Sie erhält die Chance, sich mit sich selbst auseinanderzusetzen.
John und Co m√ľssen den ersten R√ľckschlag in dieser Situation einstecken, schon gleich bei der ersten Aktion, die sie in diesem Kampf unternehmen. Noch w√§hrend sie mit Hilfe des G√∂tterwolfs zur Kolonie reisen, um Fenris, wie auch den Kolonisten gegen Lykaon und seinen Bestien zur Seite zu stehen, k√∂nnen sie nichts gegen die √úbernahme des d√§monischen Wolfsgottes tun, denn er schl√§gt genau dann zu, wenn sie handlungsunf√§hig sind.
Ich finde sehr gut, wie eben √ľberall die Spannung entfacht wurde, wie es an den jeweiligen Schaupl√§tzen nun weitergeht, da es ja nun √ľberall nicht gut aussieht.
Dann kommt noch hinzu, dass mir Szenenwechsel, irgendwelche "Spr√ľnge", Vergangenheitssequenzen, Verkn√ľpfungen zu vorangegangenen Stories, ausf√ľhrlichere Charakterzeichnungen, hohe Personenzahlen, etc. nichts ausmachen. Im Gegenteil: ich find sowas immer sehr lesenswert.
Dazu kommt noch das Sinclair-Feeling, das allein schon durch den Zusammenhalt der Freunde und alter/neuer Verb√ľndeter aufkommt.
Das hat mich sehr gut unterhalten und total jeck auf den nächsten Teil gemacht, den ich auch sogleich hinterherschieben konnte großes Grinsen (y) Daumen_hoch


Zitat:
Original von Das Gleichgewicht
Weiter geht es zu den Conollys, wo Myxin immer noch im magischen Koma liegt und heilt. Und nat√ľrlich ausgerechnet jetzt, wo schonmal alle versammelt sind, erwacht. Huch. Das passt ja mal wieder perfekt.

Japp, fand ich auch großes Grinsen Und ich fand das deshalb perfekt, sowie auch logisch, weil es bei den gehetzten Tigerfrauen ja den Schwenk nach London gab, wo man erfuhr, dass Myxin dabei ist, zu heilen.
Ergo kann er jetzt, wo er zudem Johns Gedanken aufgeschnappt hat, auch ruhig aufwachen. Er ist ja noch "nicht ganz fertig", aber er kann schon ein bisschen was und vor allem kann er den Freunden mit Rat und Ideen zur Seite stehen.
Au√üerdem hat er sich ja noch Lebenssaft von den Atlantern und den Conollys gesaugt, weswegen die wiederum Kagge aussahen. Das hat ihm dann wohl ebenfalls geholfen, schneller wieder beizukommen .... und er ist ein Schwarzbl√ľtler, die sind sowieso anders drauf^^ Zunge raus gro√ües Grinsen
Deshalb fand ich das v√∂llig ok so und nachvollziehbar. Ohne Zwischenschwenk, wies mit dem kleinen Gr√ľnen so aussieht, w√§re mir seine flotte Genesung wohl ebenfalls etwas zu zackig gegangen. So aber hat's f√ľr mich gepasst und auch funktioniert smile

Das Cover fand ich zwar passend, aber doch auch irgendwie "nur" ok. Es hat mich jetzt nicht direkt vom Hocker gehauen, sagt aber aus, was im Roman passiert smile

Auf der LKS gibts einen tollen Werkstatt-Bericht zum gesamten Lykaon/Fenris-Zyklus, wenn ich das richtig verstanden habe. Weil aber auch netterweise eine Spoilerwarnung inbegriffen ist, habe ich auch (erstmal) nur bis zu dieser Stelle gelesen.
Zwar machen mir Spoiler nicht soooo viel aus, weil selbst lesen immer noch was anderes ist und ich den fettesten Spoiler wohl schon mitgekriegt habe, aaaaaber man muss es ja nicht herausfordern großes Grinsen Und da ich die Rezis zur Trilogie eben auch noch nicht gelesen habe, außer zu diesem Teil, warte ich noch mit dem Rest des Werkstatt-Berichts smile

Thema: Jason Darks Verfassung
Sheila Conolly

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27.05.2020 11:27 Forum: John Sinclair

Zitat:
Original von hchristian111
[...]Wer mit seinem Kauf den Verlag und damit auch den Autor unterst√ľtzt, der darf auch seine Meinung kundtun. Auch gerne etwas heftiger.

Nat√ľrlich darf man Romane kritisch rezensieren ... solange das dann aus der Sicht des (jeweiligen) Lesers passiert, nicht pauschal und platt mal eben so f√ľr alle Leser aufzufassen ist und man sich nicht so derbe im Ton ver- und den Autor selbst angreift (das verstehe ich unter "heftiger").

Zitat:
Original von Sinclair
[...]Spickzettel wären da nicht schlecht, damit er auch auf Seite 25 noch weiß, was er auf Seite 20 geschrieben hat.[...]

Da glaube ich eben, und ich lasse mich sonst auch gerne eines Besseren belehren, dass Spickzettel beim Maschineschreiben eben nicht wirklich von Vorteil sind, bzw. generell "schwieriger" einzusetzen sind. Dazu m√ľsste man sie eben "vorher" benutzen, also bevor etwas getippt wird. Wenn einem eine Idee oder Dialoge oder Geschehnisse im Kopf rumschwirren - so oder √§hnlich stelle ich mir das hier jedenfalls vor - werden die niedergehackt, damit's nicht aus'm Kopf verschwindet. Und dann f√§llt es wahrscheinlich auch nicht wirklich auf, ob man ein paar Seiten vorher noch was anderes innerhalb dieser Situation dabei, dazu oder gar nicht eingebracht hat.
Ich glaube auch nicht unbedingt, dass JD vorher großartig ein Exposé oder sowas schreibt, an das er sich dann grob hält ... einen kleinen Werkstattbericht speziell von ihm fände ich da echt mal ganz interessant großes Grinsen
Selbst wenn der etwas k√ľrzer ausf√§llt, sollte er sich wirklich "einfach nur hinsetzen und drauf los schreiben" ... immerhin hat er ja schon h√§ufig gesagt, dass seine Stories oft aus ganz gew√∂hnlichen Alltagssituationen entstehen. Er spaziert, sieht was, das ihn auf ne Idee bringt und zu Hause wird sich dann an den Hackkasten gesetzt und das in eine JS-Story verpackt .... als "Spickzettel" fungiert da dann seine Erinnerung an die gesehene Situation ...
Aber auch das ist halt nur von mir doof rumspekuliert, von daher ... Bitte vielleicht als Gimmick mal einen klitzekleinen Werkstattbericht, lieber JD! smile Daumen_hoch

Zitat:
Original von hchristian111
[...]Wenn da bei Jason Dark immer die gleichen 45 W√∂rter und Phrasen auftauchen (habe sie nicht gez√§hlt) dann ist das die Aufgabe der Lektorin das "aufzuh√ľbschen". Und da macht sie seit einigen Heften ebenfalls einen tollen Job.

Fehler, Grammatik ... ja klar, die sollten, wie bei allen Autoren, auch bei JD gescheit lektoriert werden. Ist nur die Frage, ob das nicht jemand ganz anderes macht. Und wenn, dann aber bitte auch gescheit, denn JD kriegt ja das Gemecker in den Rezis zu seinem Roman dar√ľber ab.
Was aber bestimmte JD - Sätze, Wörter oder "Phrasen" angeht, sehe ich das ein bisschen anders. Gerade bestimmte "Phrasen" besitzen bereits augenzwinkernden Kultstatus, die sogar, ob gewollt, zufällig, sarkastisch oder mit Absicht als eine Art von Hommage, dann und wann von den Autoren-Kollegen eingebracht werden. Fällt dann immer schon sofort (und mir auch positiv smile ) auf, wenn hier und da mal "Das war schlimm." oder "Das muss man so sehen.", u.a. zu lesen ist ... großes Grinsen Daumen_hoch
F√ľr die einen geh√∂ren sie dazu, wie das Kreuz zu John, f√ľr die anderen sind sie so nervig, wie Beelzebubs Fliegen-Crowd. Gerade das wird wohl sehr subjektiv wahrgenommen.
Dann kommts u.a. noch drauf an, wie hier auch schon √∂fter erw√§hnt wurde, wie viele von diesen Leuten/Lesern/Fans sich dazu √ľberhaupt √∂ffentlich √§u√üern. Momentan sind's ja doch eher diejenigen, die sich davon massiv gest√∂rt f√ľhlen und die das dann dementsprechend kundtun ... und schwupp, schon siehts so aus, als w√§re es der Gro√üteil der Fan-Gemeinde, die so denkt ... Neutral

Is aba gar nich so! Zunge raus großes Grinsen
Da gibt's auch noch genug, die hier halt nicht schreiben ... vielleicht sollte Bastei mal ne seri√∂se Umfrage machen ... denn auf Fazzebuck z.B. gibt's auch einige Leute, die sich dem Autorenteam gegen√ľber (leider oft genug ebenfalls sehr unsachlich und unfl√§tig) negativ √§u√üern.
Ist also eher umgekehrt, als hier, bzw. ist da halt noch mehr Platz f√ľr Diskussionen in diese Richtung.
Ich k√∂nnte mir vorstellen, dass sich das alles im Endeffekt sogar fast noch die Waage h√§lt ... und eben alle Autoren dadurch gut gelitten sind oder geauso gut mal negative Kritiken kassieren. Schlie√ülich liest man als Leser dieser Serie, als Alt- oder Neu-Fan, Gruselfetischist, nur mal so Reinschn√ľffler, Gut gegen B√∂se - Liebhaber, etc. doch gerne von John und Co! smile
Ist doch wie mit den TSB-H√∂rspielen (wo der Iceman grad hier ist gro√ües Grinsen ): die einen finden sie kultig, absolut super, eben nah am Original und mit ner ordentlichen Portion Charme bepackt ... die anderen halten sie dagegen f√ľr altbacken, trashig, h√∂lzern und ohne das coole Hollywood-(Sound-)Feeling f√ľr unh√∂rbar.

In beiden Angelegenheiten gilt f√ľr mich: Geschmackssache und individuelles Empfinden, das jedem geg√∂nnt sei .... solange das in vern√ľnftigem Umgangston passiert und niemanden verletzt Augenzwinkern Zunge raus gro√ües Grinsen

Thema: Was habt ihr denn als letztes gelesen?
Sheila Conolly

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27.05.2020 09:33 Forum: Talk

Die große Werwolf-Trilogie smile

JS 2174 "Aufmarsch der Bestien"

JS 2175 "Schlachtfeld Alaska"

JS 2176 "Einen Gott zu töten"

Thema: Jason Darks Verfassung
Sheila Conolly

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27.05.2020 00:53 Forum: John Sinclair

Ich lese alle JS-Romane .... und finde sie auch meistens gut smile
Handwerklich, wie auch inhaltlich. Schlie√ülich gibt sich da wohl jeder Autor M√ľhe, wenn er ne JS-Story raushaut und hat auch selbst Spa√ü daran gehabt, sie zu schreiben.
Es ist lange her, dass ich mich durch einen Roman durchqu√§len musste (wenn man das √ľberhaupt so nennen kann) und dann war's auch nur, weil's Themen gab, mit denen ich halt mal absolut nix anfangen konnte.
Das passierte unter Dark, wie auch bei seinen Autoren-Kollegen.

Ja, auch mir gefällt mal was nicht, das JD geschrieben hat ... und ja, manchmal rolle auch ich wegen irgendeiner Ausdrucksweise die Augen ... aber deswegen zweifle ich nicht an seiner Verfassung oder stelle sie gar infrage. Steht mir auch gar nicht zu. Aber ne Meinung zu seinen Romanen, die steht mir zu ... wenn ich ihn gelesen habe.

JD hat seinen Stil, mir gef√§llt er. Ich find auch die Dialoge in Ordnung, weil er die nun mal so schreibt ... das ist ER und ich find's kultig. Gibt's viele Wiederholungen in einem Absatz, bem√§ngel ich das auch, weil man da schon nach gucken kann, da dieser Absatz dann ja 2-5 S√§tze umfasst und man nicht 30 Seiten vorher gucken m√ľsste.
Au√üerdem gibt's Lektoren und die sollten auch f√ľr JD da sein, genauso wie f√ľr seine Kollegen. Ich wei√ü auch nicht, warum man da so einen gro√üen Unterschied macht, bzw. ob das noch so ist. Fehler finden sich √ľberall, darf auch ruhig sein, niemand ist perfekt. Aber wenn das bei JD massiv der Fall ist und bei allen anderen Autoren ist es im Rahmen, dann ist das inakzeptabel. Aber das hat sich ja eigentlich schon (zeitweilig) ge√§ndert.

Seit JD Unterst√ľtzung von (sehr viel) j√ľngeren Autoren erh√§lt, hat man nat√ľrlich einen echt "harten" Vergleich, gerade was Ausdrucksweise und Komplexit√§t angeht, weil die Autoren auch viel j√ľnger und zeitgem√§√üer schreiben.
Find ich gut. Sie schreiben so, JD schreibt so ... alles, was das Herz begehrt.

Ich ma√üe mir nicht an, √ľber JD's "Verfassung" zu spekulieren, denn daf√ľr kenne ich ihn nicht gut genug. Auf der Con konnte ich noch wunderbar mit ihm quatschen und er hat sich an Sachen erinnert, an die ICH gar nicht gedacht habe. Er spricht, wie ihm der Schnabel gewachsen ist und er sagt frei raus, wenn er was Kagge findet. Super!
Außerdem schreibt er gerne John Sinclair Geschichten, die Serie ist sein Baby. Und von mir aus kann er auch sehr gerne immer weiter schreiben, bis ER keinen Bock mehr hat ... und nicht aufdiktiert kriegt, keinen Bock mehr zu haben.

Vielleicht geht er mittlerweile etwas krummer ... oder spricht nuscheliger ... kann nicht mehr so lange wie fr√ľher vor seinem Hackkasten sitzen ... oder was auch immer ... aber das find ich auch gar nicht schlimm! Nat√ľrlich darf er √§lter werden und genauso darf er dann die nat√ľrlichen und √ľblichen Alterserscheinungen und Wehwehchen haben ... aber wenn er noch Spa√ü am Schreiben von John Sinclair hat, SEINER SERIE, dann darf und soll er das meiner Meinung nach auch tun! Ohne ihn g√§b's den guten John gar nicht und auch seine Freunde nicht und so manchen Feind nicht!!

Dann kam ne "Verj√ľngung" in Form junger Autoren hinzu, die sich ebenfalls f√ľr seine Serie begeisterten, die John und Co ebenfalls mochten/m√∂gen/m√∂gen wollen, dazu schreiben k√∂nnen und eben Bock drauf hatten, sich da mit frischen Ideen einzubringen.
Aber deshalb soll JD's "Verfassung" nicht so prall sein .. oder er selbst soll dann jetzt aufhören?
Ganz klares N√Ė von mir!
Er h√§tte John ja auch tats√§chlich in den Gulli fallen lassen k√∂nnen und weg w√§re er samt Serie gewesen. Hat er aber nicht ... er wollte weiterschreiben und hat als Kompromiss auch "zugelassen" und/oder sich eingestanden oder eingesehen, dass er's nicht mehr alleine schafft (was aber in dem Alter auch v√∂llig ok ist!) ... und nu wird teilweise so derbe √ľber ihn hergezogen, bis hin zu so d√§mlichen Aussagen wie z.B. "Er schreibt Schei√üe!"
Die Leute, die diese Meinung (generell) haben, die ihn in Rente w√ľnschen, ihm den Spa√ü am Schreiben nicht mehr g√∂nnen ... und/oder besonders diejenigen, die diese Meinung haben, OHNE den Roman dann √ľberhaupt gelesen zu haben und trotzdem solche "qualifizierten" Spr√ľche bringen, die sollen doch seine Stories wirklich einfach auslassen ... oder nur sammeln .... oder sonstwas tun. So ersparen sie sich selbst ja auch den √Ąrger, mal praktisch gesehen.

Und was ist nämlich, wenn er's doch mal liest??

Warum stellt er sich nicht der harten Kritik, die so mancher Leser ihm gerne mal schreiben w√ľrde oder es auch schon getan hat? Ich hab dazu ne eigene Theorie: weil er's nicht muss! Warum auch? Wieso sollte er sich damit rum√§rgern und/oder sich verbiegen, nur um es anderen recht zu machen, ihm selbst aber gar nicht gef√§llt, weil das schlichtweg nicht mehr ER w√§re??
Er hat noch genug Leser, die seinen Stil auch in/mit weniger komplexen Stories m√∂gen, in genau dem Stil, in dem nur er schreibt, mit dieser Ausdrucksweise, diesen Dialogen, etc. ... fr√ľher .... und jetzt ...

Er schreibt aus Spa√ü an der Freude und ich find's jedes Mal toll und herzerw√§rmend, wenn ich es in seinen Augen aufblitzen sehen kann, sobald er die Gelegenheit hat, sich (auf Con's, Autogrammstunden, in Videos und Co) mit Fans √ľber die gemeinsame Leidenschaft John Sinclair zu unterhalten. Mit welcher Engelsgeduld er zig CD's, Figuren o.√§. f√ľr die Fans signiert ... live, im Vorfeld, als besonderes Gimmick, f√ľr Gewinnspiele, etc. .... und dann gibt's Leute, die sich ihm und seinen Romanen gegen√ľber so unfl√§tig, respektlos und banal √§u√üern. Dabei hei√üt sein inzwischen vielleicht "minimalistischerer" Schreibstil/Storybogen ja nicht zwangsl√§ufig, dass Geschichten nur toll sein k√∂nnen, wenn sie komplex ausgearbeitet werden, wer wei√ü wie weit ausholen, viele Bez√ľge zu vorangegangenen Abenteuern aufzeigen, etc.pp ...
Damals hat auch er so komplex geschrieben und geile Zyklen rausgehauen ... und Bez√ľge zu vorherigen Stories hergestellt und das ganze Repertoire. Da war er aber in dem Alter, wie seine Kollegen jetzt (teilweise) sind. Zusammenh√§nge auszuklam√ľsern f√§llt einem da nun mal leichter ... ob mit oder ohne (Spick-)Zettel.

Wenn JD heutzutage Bock hat, setzt er sich eben hin und haut f√ľr John und dessen Freunde ein Abenteuer in seinen Hackkasten, so wie es ihm gerade in den Sinn kommt. Vielleicht verhaspelt er sich hin und wieder mal, weil er's mit seiner hei√üen Monica tut und nicht mit nem PC, wo man alles so schnell und leicht korrigieren und umschreiben kann ... vielleicht liest er die komplette Story auch am Ende gar nicht noch einmal durch, sondern ist fertig wenn da "Ende" steht ... und so entgeht ihm dann vielleicht der ein oder andere Fauxpas ... aber ICH f√ľr meinen Teil kann damit gut leben ... und auch gerne und mit Spa√ü seine Stories lesen.
Diese Story ist dann immer noch ein Original JD, in seinem Schreibstil, mit seiner Idee ... und weil er es so macht, wie er es seit jeher tut! Ich finde das absolut kultig und liebenswert.

Und daher bin ich auch ein absoluter Gegner in Bezug auf das Rausdrängen. JD ist der Meister der Geister und niemand anderes! Das WIRD auch kein anderer ... wobei die Herren Kollegen durchaus gerne andere, ähnliche Titel tragen können, da will ich ja gar nicht so sein Zunge raus großes Grinsen
Denn sie sind gut ... und es macht Spaß, sie zu lesen! Ich liebe ihre Stories genauso, wie die von JD ... mein Herz und auch mein Hirn können nämlich mehrere Stile, Ideen, Ausdrucksweisen, etc. mögen ... Ich bin sozusagen bi ... und tri oder wie man das auch immer nennen will, weil ich tatsächlich viel gut finde, was im JS-Universum geboten wird. Manches mehr, manches weniger ... is halt so Zunge raus
Aber wenn man JD rauszwingen, rausdr√§ngen, k√ľndigen oder sonstwas w√ľrde ... dann w√§re ich die Erste, die ihn anbettelt, seinen John in seinen Gulli aus seiner Serie zu hauen, am besten noch zusammen mit seinem ganzen Team ... Bombe in nem Hotel auf ner netten Weihnachtsfeier w√§re auch nicht schlecht ... zack ... alle weg.
Sollte er das aber freiwillig wollen, also aufh√∂ren, oder seine Frau hat da Mitspracherecht, wie beim K√ľrzertreten gro√ües Grinsen ... und die Kollegen sollen seine Serie weitermachen, dann ok, dann ist es aber SEINE Entscheidung ... und die w√ľrde ich dann auch respektieren.

Maaaan ... daf√ľr, dass ich in diesem Thread eigentlich weder lesen, noch schreiben wollte, isses mal wieder viel zu viel geworden. Aber das ganze Gemecker, besonders die unsachliche Form (nicht die Rezis an sich! Innerhalb einer Rezi zu nem Roman kann ja jeder seine Meinung in angemessenem Ton kundtun, was auch v√∂llig ok ist!!), ist mir auch zu viel geworden.
Und weil ich auch keinen Bock drauf hab, immer und √ľberall was dazu zu schreiben, wo andere dann wohl auch keinen Bock drauf h√§tten gro√ües Grinsen , mach ich's einmal hier und gut ist. So ist halt meine Meinung dazu ... und wer JD eben in rein b√∂swilliger Absicht ans Bein pinkelt/pinkeln will, dazu noch mit/in frechem, unsachlichen Ton ... oder Schlimmeres ... (und er z.B. dadurch dann in ne schlechte Verfassung k√§me) ... der kriegt's halt mit mir zu tun! Nudelholz Zunge raus gro√ües Grinsen

Thema: Band 2173: Die Böse aus der Themse
Sheila Conolly

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20.05.2020 11:35 Forum: JS2101-2200

Boar, was geht mir das auf die Eierstöcke!!
Nö, nicht der Roman.
Dieses eklige Gen√∂le und Rumgehacke von wegen wie schlecht JD schreibt oder dass IRH sich immer verrennen w√ľrden, zu gro√ü auftrumpft, blablabla ... Meinung gut und sch√∂n, aber bitte zum Roman!
Warum in Bezug auf einen Autoren immer gleich persönlich werden?
Ich schreib doch auch nicht, dass Rezensent/in "XXXXXX" saublöd ist oder nix kann, nur weil mir seine/ihre Rezi (zum ROMAN!!) nicht passt.
Jedem seine oder ihre Meinung ... aber Verallgemeinerungen, die dadurch gleich indirekt jedem Leser aufdiktiert werden oder Kommentare direkt gegen das Können oder Nichtkönnen eines Autoren gehen find ich persönlich absolut blöde und verletzend, weil's schlichtweg nicht hierher gehört! Hier geht's um den Roman und nur darauf sollte man sich da wohl auch beziehen ...
"Er kann's nicht mehr" ... "Er schreibt nur noch schlecht" ... "Er schreibt Schei√üe" ... "Fr√ľher/Anfangs war er besser" oder dergleichen, denn sowas ist immer noch ziemlich subjektiv ... finde ich zumindest!!

So, nu mal wieder back to topic, lessy hat's ja schon vorgemacht ... sollte also möglich sein ...

H√∂llenmatze hat mal wieder Bock auf ein kleines, t√∂dliches Spielchen und nat√ľrlich darauf, den Geisterj√§ger ein wenig zu √§rgern. Dazu bringt er die B√∂se aus der Themse ins Spiel, die haupts√§chlich vom Fluss aus angreift und den Opfern dann auch so gut wie keine Chance l√§sst. Warum? Weil sie "Matthias' Augen" hat. Also nicht seine direkt, aber sie haben dasselbe blau und auch sie kann damit den Opfern das F√ľrchten lehren und sie mit einem gekonnten Blick unter ihre Knute zwingen.

Die Idee fand ich ganz gut und ich h√§tte mir Miranda auch gut f√ľr l√§ngere Zeit an Matthias' Seite vorstellen k√∂nnen.
Sie erledigt so einige Leute, bevor man √ľberhaupt an sie rankommt.
Besonders gelungen, oder eher grausig gruselig dargestellt fand ich das Ableben von Dealer Percy Pocock, als Miranda ihn abfackelt und das alles, die Vorbereitung daf√ľr, so langsam vor sich geht, dass der Kerl das noch so richtig sch√∂n mitkriegt.
Vor hatte sie anders gekillt, so dass man fast immer nur das Endergebnis bekam, bzw. das alles ziemlich kurz und knackig vor sich ging.
Hier aber wird es ziemlich ausf√ľhrlich beschrieben ... was geschieht ... und vor allem, wie Pocock das alles miterlebt und wahrnimmt, weil sie ihn in einer Art Stasis h√§lt.
Angefangen damit, dass er den Kanister sieht, √ľber das blo√üe H√∂ren des Gluckerns, wie die M√∂rderin ihn aufschraubt, Percy den Geruch wahrnimmt, dass sich beim hin und her schwingen einige Tropfen l√∂sen, als ihm der erste Schwall Benzin ins Gesicht klatscht, dann der zweite ... er schmeckt das Zeug, wahrscheinlich brennts auch in den Augen, es stinkt, seine Kleidung wird getr√§nkt ... die unheilvolle Vorahnung auf einen grauenvollen Tod breitet sich aus, dann sieht er den brennenden Lappen und wie er auf ihn zugeflogen kommt ... er kann nichts dagegen tun ... und dann brennt er ...
W√§re JD bei dem Akt des Verbrennen NOCH mehr ins Detail gegangen, als "nur" die Schmerzen zu erw√§hnen, dann h√§tte ich den Roman mal kurz aus der Hand legen m√ľssen ...

Matthias setzt sich dann ziemlich oft selbst in Szene, in dem er John dauernd anruft und ihm quasi dessen Unzulänglichkeit unter die Nase reibt. Der Geisterjäger hinkt immer etwas hinterher, kann nur die Leichen einsammeln oder auf Matze's Forderungen eingehen, um weitere Opfer zu vermeiden.
Suko dient haupts√§chlich als R√ľckendeckung.
Die Vorstellung, Matthias nicht das Handwerk legen zu können, weil er sich eher im Hintergrund hält und lieber die verbalen Psychospielchen treibt .... und gleichzeitig ständig zu versuchen, seiner Handlangerin Einhalt zu gebieten, die sich ebenfalls nicht grad ungeschickt anstellt, ist schon ziemlich cool.
Matthias ist vielschichtig: einerseits steht er auf Spielchen, weil er sich John gegen√ľber f√ľr √ľberlegener h√§lt, er kann es sich leisten, auch mal "nur" seichtere Nummern abzuziehen.
Andererseits ist er auch ein Meister der Folter und der Angst und kann den Teufel pers√∂nlich raush√§ngen lassen. Diese Unberechenbarkeit, welche Strategie er nun durchzieht, worauf man sich einstellen muss, was man zu erwarten hat .... f√ľr die Opfer und auch f√ľr einen selbst, ist nochmal Psychoterror obendrauf. Denn schlie√ülich wei√ü man ja, zu was Matthias f√§hig ist ... und das ist bei den Versuchen, ihm und/oder seinen Handlangern das Handwerk zu legen, allgegenw√§rtig.
DAS finde ich sehr cool .... und das kam hier auch wieder deutlich r√ľber. Er kann so ... und auch so ... aber man wei√ü nie, mit was man es bei ihm aktuell zu tun hat.

Miranda fand ich als Böse eher durchschnittlich oder mittelmäßig. Das einzig wirklich Üble, strahlten ihre Augen aus: die Zugehörigkeit zu Matthias durch das Blau in den Augen und die Ungewissheit, ob und wie viele Fähigkeiten sie hat, die denen von Luzifers erstem Dieners ähneln.
Auch da schwang dann die Angst mit, was passiert, wenn sich in ihrer Nähe befindet oder sie einen auf dem Kieker hat. Es wäre ja auch möglich gewesen, dass sie Gliedmaßen verdrehen kann, wenn sie ihre Opfer ebenfalls schon durch Blicke unter ihre Knute zwingt.
Andererseits w√ľrde Matthias ihr wohl keine Kr√§fte mit auf den Weg geben, die seinen gegen√ľber ebenb√ľrtig sind oder mit Cleverness sogar √ľbersteigen w√ľrden.
Und wenn sie nicht erreicht, was sie sich vorgenommen hat, oder auch, was er ihr aufgetragen hat, dann kommt sie eben weg.
Matthias vernichtet diejenigen, die nicht in seinem Sinne agieren oder vom Gegner sogar √ľberw√§ltigt werden. Schlie√ülich gibt es genug neue Leute, die er sich zu eigen machen kann und die vielleicht sogar besser sind, als die B√∂se aus der Themse ...
Von daher war das f√ľr mich alles v√∂llig in Ordnung, wie das hier abgelaufen ist und es hat mich auch sehr gut unterhalten! smile Daumen_hoch

Ach ja, nett war nat√ľrlich auch der Kurzauftritt von Tanner (ich liebe den Kerl!!), der John den Fall im Grunde ja erst beschert hat ... genauso, wie ich das Alliterations-Dings, das JD hier bei einigen Namen eingebracht hat, wieder sch√∂n witzig fand gro√ües Grinsen :
Miranda Mason
Clint Cameron
Percy Pocock

Das Cover war zwar quietschig bunt, aber nicht schlecht und au√üerdem blau! Blau find ich cool! gro√ües Grinsen Au√üerdem wurde die Dame auch so im Roman erw√§hnt, ohne dass es wie zwanghaft eingebracht wirkte. Ebenso wurde innerhalb der Story drauf verzichtet, auch noch "unbedingt" die blauen Tattoos einzubringen (oder ich hab's √ľberlesen), die auf dem Titelbild zu sehen sind. Muss ja auch nicht ... sieht aber auf dem Bild schick aus gro√ües Grinsen

Die LKS beinhaltet einen Leserbrief, der interessant zu lesen war.
Schon interessant, dass der Verfasser solcher Aussagen nicht genannt werden möchte ...
Man kann JD's Aussage dazu, diese Zeilen w√ľrden ihm aus dem Herzen sprechen, gleich auf mehrere Dinge beziehen. Aber vor allem in Bezug darauf, dass JS urspr√ľnglich aus dem Krimi-Genre kommt. Ich kann mir schon vorstellen, dass er mit so einigen komplexen Stories genauso √ľberfordert ist, wie manch ein Leser. Ob nun wegen dem Vorkommen vieler Figuren, sehr stark wirkenden B√∂sewichten (weswegen die L√∂sungsstrategien allein schon komplexer wirken) oder weil sich die Handlung eben √ľber viele Romane erstreckt und einem damit ein gutes Erinnerungsverm√∂gen abverlangt.
Daher wirken JD's Stories eben oft "einfacher", was f√ľr mich pers√∂nlich um Gottes Willen nicht "schlecht" bedeutet!
Aber das sieht wohl eh jeder Leser/Fan anders, wie man oft genug lesen kann ...
Jedenfalls kann man sich von seinen Romanen unterhalten lassen, aber auch genauso gut "Luft holen". Besonders, wenn sein Roman, wie hier, zwischen zwei Mehrteilern steckt. Es ist dann wie eine Art Erholung f√ľr's Hirn, wobei man sich aber durchaus noch gut unterhalten f√ľhlen kann.
Auf den Vorschlag, nur noch ihn selbst und IRH die Serie schreiben zu lassen, geht JD nur allgemein ein, in dem er schreibt, dass er sich vorstellen k√∂nnte, die Serie auch mit ihm gemeinsam zu schreiben (wenn er j√ľnger w√§re). Das kann jetzt viel hei√üen ... z.B. auch, dass er die Idee raushaut und IRH die schreibt ... dass beide zu gewissen Teilen an einer Story schreiben .... usw. ... was im Umkehrschluss nicht bedeuten muss, die anderen Kollegen durch diese Aussage abzulehnen. Er wurde nur speziell zu einer Zusammenarbeit mit IRH gefragt. Vom Verfasser mag es als alleinige Schreiber der Serie gemeint sein, von JD kanns aber auch die Zusammenarbeit an einzelnen Romanen/Stories der Serie bedeuten. Er benutzt n√§mlich weder das W√∂rtchen "nur", noch "allein" mit IRH.
Böses dem, der Böses denkt!
Ich w√ľrde JD da jetzt erstmal nix unterstellen, schon gar keine B√∂swilligkeit. In natura, live und Farbe kann sich das ganz anders anh√∂ren, als es in knappen Worten auf dem Papier r√ľberkommt.
Andere Fans w√ľrden wieder ganz andere Autoren-Konstellationen f√ľr das Schreiben der Serie in Erw√§gung ziehen ... und auch da w√ľrde JD dann bestimmt schreiben, dass er sich das mit dem vorgeschlagenen Autoren vorstellen k√∂nnte (wenn er j√ľnger w√§re) Augenzwinkern smile



Zitat:
Rezi-Zitat
Ich kenne das Problem: Jason Dark schreibt einfach f√ľrchterlich, da kann man durchaus von unlesbar sprechen gro√ües Grinsen und Florian Hilleberg verrennt sich in seinen zahllosen Handlungsstr√§ngen. [...]

.... empfindet wohl jeder anders!

Zitat:
Rezi-Zitat
Bleiben die Gastautoren, die die Serie aktuell ein wenig aufpeppen.

So? Welche Gastautoren denn? Hab ich was verpasst?
Soweit ich weiß gibt es als JS-Autoren JD, TS, MB, IRH, RM, MF, OF, OM, UV, SA, DST (nee, nicht der Schwarze Tod, aber irgendwie find ich das schicker, als "nur" DS Augenzwinkern großes Grinsen ) und evt. auch MT (wenn er weitermacht smile ) ...
Welche aktuellen Gastautoren sind denn da gemeint??

Zitat:
Original von Das Gleichgewicht
[...]Wollte nicht allgemeing√ľltig sagen, dass er schlechter schreibt als am Anfang. Da muss man ja momentan sehr aufpassen, nirgendwo anzuecken, in der politisch korrekten Welt. gro√ües Grinsen

Da hast du wohl leider Recht! Auch wenn es nicht nur mit political correctness zu tun hat, sondern schlichtweg auch mit Anstand und Umgangston. Manche Leutz k√∂nnen es einfach nicht lassen, ihre pers√∂nliche Meinung gleich auf die komplette Leserschaft zu √ľbertragen oder anma√üend, wenn nicht sogar verletzend zu werden.
Ich könnte regelmäßig *massiven Auswurf von Mageninhalt* betreiben, wenn jemand ganz salopp dahin schreibt "JD schreibt Scheiße!"
Zeugt nicht grad von viel Charakter, finde ich .... und im WWW "darf" man wohl (leider!!!) alles und braucht sich nicht drum zu scheren, wie der/die Betreffende sich beim Lesen solcher Kommis f√ľhlt ... (ausgenommen sie haben ein dickes Fell und sie schert sowas nicht, oder es geh√∂rt f√ľr sie auch dazu. Dann nehme ich alles zur√ľck, bem√§ngele sowas nie wieder und entschuldige mich sogar bei den entsprechenden Rezensenten mit verallgemeinerten Aussagen! Augenzwinkern )

Thema: Band 1189: Die Nacht des dunklen Rächers
Sheila Conolly

Antworten: 5
Hits: 1280

20.05.2020 11:22 Forum: PZ1001-heute

Auch bei diesem Roman hab ich wieder das Phänomen erlebt, gleich von Anfang völlig gefesselt zu sein und förmlich zum Lesen "gezwungen" zu werden.
Besonders, sobald die Geschichte um Noah begann.
Von da an wollte ich einfach nur wissen, was da passierte und ob der Vater wirklich der Schwarze R√§cher ist, was sich da in der Wohnung abspielt, wo allem Anschein nach nur die beiden Kinder aktiv hausen, da die Mutter sich nicht k√ľmmert und man auch nie was von ihr "h√∂rt" ...

Die Art und Weise, WIE der R√§cher seine Opfer maltr√§tierte, fand ich f√ľr dieses Genre absolut in Ordnung und es war spannend zu lesen.
Dass Pierre Robin mal wieder mit dabei war, hatte ebenfalls was. Ich find den Typen cool, was in dieser Story auch wieder durch die Unterhaltungen, die Aktionen, den Humor, etc. unterstrichen wurde (f√ľr mich sogar ein Pendant zu Sinclair's Tanner, ebenfalls seines Zeichens coole Socke! gro√ües Grinsen ).

Diesmal wurde auch nicht Zamorra prim√§r hinzugezogen, sondern Nicole. Und die will die Sache auch allein durchziehen ... was Zammy nat√ľrlich nicht davon abh√§lt, sich trotzdem blicken zulassen und damit eine m√ľhevoll ausgedachte Falle zu crashen. Gut, dass ihm auch sowas mal passiert, ist irgendwie schnuckelig "normal" gro√ües Grinsen
Außerdem konnte so tatsächlich Nicole mal an vorderster Front arbeiten, wo die letzten Male eher der Professor gefragt war.

Die Geschichte, die Familienverh√§ltnisse und die Geschehnisse um Noah Mor√©ll, seine Schwester Charlotte, Mutter Emilia und Papa Claude fand ich gut in Szene gesetzt. Es wurde nie zu viel vorab verraten und der gesamte Aufbau, die eigentlichen Ereignisse erst ganz am Schluss zu erz√§hlen, war f√ľr mich sehr angenehm, spannend und sogar √ľberraschend zu lesen.
Und traurig.

Ich dachte wirklich noch ziemlich lange, dass besagte Personen noch leben. Zuerst bin ich dann aber bei der Mutter stutzig geworden, die ja nu wirklich permanent in derselben Position im Sessel vor der Flimmerkiste hockte und auch Schwesterchen Charlie sagte, dass sie nicht wach gewesen wäre, solange sie ebenfalls vorm Fernseher saß.
Da kristallisierte sich langsam die Frage heraus, ob die Mutter eben √ľberhaupt noch lebte. Und wenn nicht, wodurch starb sie??
Andererseits wäre dann ein bisschen verwunderlich gewesen, warum Charlie nichts in der Richtung sagte. Mit acht Jahren kann man schon den Unterschied erkennen, ob jemand viel schläft oder gar nix mehr macht ...
Bei Charlie bin ich der Story trotzdem voll auf den Leim gegangen und habs erst erahnt, als Noah sie zu Ameli√© ins Bett gelegt hat und sie sich nicht gro√üartig r√ľhrte oder die Lehrerin mit Fragen l√∂cherte oder sie Noah mal fragte, warum die Frau denn gefesselt w√§re. Au√üerdem habe ich dem Jungen wohl irgendwie nicht zugetraut, dass er die ganze Zeit mit der verwesenden Leiche seiner Schwester sprach und sie knuddelte und sowas. An eine Art "Schutzfunktion" durch die Pers√∂nlichkeitsspaltung hab ich ja im Traum nicht gedacht! (obwohl ich Filme wie z.B. "The Ward", "Split", "Shelter", "Shutter Island", etc. kenne ... )

Toll fand ich auch (gerade f√ľr mich, muss ich ja zugeben), dass Nicole hier mal an vorderster Front agierte. Bisher hatte ich es ja noch nicht so mit ihr, sondern eher nur mit Zamorra (Nicole fand ich zwischendurch sogar eher "nervig, wo ich dann dachte, wie Zamorra sich da so einige Sachen gefallen lassen kann Augenzwinkern ) smile
Aber hier fand ich sie richtig gut. Sie gibt alles und kommt doch in Situationen, die ihr Ende bedeuten k√∂nnten. Doch dann gibt es Wendungen, die ich gut eingef√§delt und nachvollziehbar fand. Es wirkte auch nicht, als w√§ren da gro√üe Zuf√§lle im Spiel. Es kam f√ľr mich eher so r√ľber, als w√§ren da eben mehrere Dinge fast gleichzeitig passiert, die sich dann eben auf die jeweils andere Situation auswirkten.
Zumal es dann ja auch als Erkl√§rung daf√ľr diente, wo der Dunkle R√§cher wirklich herkam. Ohne diese Situation w√§re vermutlich niemand drauf gekommen, dass er mit Noah zu tun hat. Gut, vielleicht h√§tte jemand mit Parapotenzial was geahnt, nachdem man gewahr wurde, dass Mutter und Schwester nur noch in seinem Kopf existierten, aber so fand ich es schon sehr viel "anschaulicher" und vor allem, nachvollziehbarer!
Pers√∂nlichkeitsst√∂rungen gibt es ja durchaus, aber nicht jeder Mensch besitzt soviel Parapotenzial, dazu auch noch eine Figur zu erschaffen, die real agiert und eben Auswirkungen auf die Realit√§t hat! Das war dann f√ľr mich der Zamorra-Faktor gro√ües Grinsen

Als Pierre Robin sich auf Nicole wirft, hatte ich schon bef√ľrchtet, dass es f√ľr ihn tats√§chlich zu Ende sein k√∂nnte. Und das, wo vorher auch noch das Private, also Nicoles Besuch beim Chiefinspektor und seiner Lebensgef√§hrtin Diana erw√§hnt wurde. Zum Gl√ľck hat's ihn doch nicht erwischt und ich kann drauf hoffen, nochmal von ihm zu lesen smile Daumen_hoch

Das Ende fand ich irgendwie traurig ... aber auch nachdenklich.
Noah darf erst das Bewusstsein wiedererlangen, wenn eine M√∂glichkeit gefunden wurde, seinen R√§cher im Zaum zu halten. Julian Peters und Asmodis kenne ich ja, aber leider Dalius Laertes noch nicht. Und nat√ľrlich hab ich den dann gegoogelt, weil ich ja immer alles wissen will. Also hab ich das richtig, dass dieser Dalius eine Art "au√üerirdischer" Vampir ist? gro√ües Grinsen
Aber dann ist da noch das "Jetzt" - Ende ... f√ľr das ich wohl doch etwas zu dumm bin.
Onyx sagte ja, dass Noah hochdosiertes Kaliumchlorid injiziert wird, sobald Hirnaktivität stattfindet. Doch passiert das da nicht gerade? Noah's Bewusstsein ist zwar ausgeschaltet, was sich dadurch zeigt, dass Charlie nach Noah ruft und nicht allein sein will, er aber nicht antwortet. Das tut ein anderer, (wahrscheinlich) der Dunkle Rächer, denn er sagt, dass er auf sie und Noah aufpassen will.
Ist das jetzt Noahs Todesurteil, weil die Energie, die sein Gehirn f√ľr den R√§cher aufbringt, so stark ist? Aber warum ist dann auch Charlie da, die ja eigentlich nur ein seiner Phantasie existiert? Oder sind die beiden doch etwas anders, das sich nicht nur auf Noahs Bewusstsein st√ľtzt, bzw. Charlie m√∂glicherweise ein Geist, der R√§cher doch eine Art D√§mon und nicht "nur" reine Energie?
Oder seh ich da wieder was, wo gar nix ist und es ist einfach nur ein das Mysteriöse an der ganzen Sache?

(Anmerkung: netterweise habe ich vom Autoren die entsprechende Erklärung bekommen, also wo hinsichtlich der Hirnaktivität mein Denkfehler lag smile Aber ich wollte das jetzt hier nicht weglassen, also zu welchen Gedankengängen mich diese Story veranlasst hat smile )

Der Roman hat mich jedenfalls sehr gefesselt und ich kann mich noch dran erinnern, dass ich danach erstmal nur diese Story im Kopf hatte und st√§ndig dran denken musste. Ich w√ľrde fast behaupten, dass mich eben besonders Noahs Geschichte doch irgendwie mitgenommen hat. Also wegen der Sache mit der Pers√∂nlichkeitsspaltung und was da alles passiert ist.
Und alles, was mich nicht loslässt, bzw. woran ich mich auch noch nach Wochen ziemlich genau erinnern kann, ist gut! Sehr gut sogar.
Und deshalb gibt's 9,5/10 Amuletten.

Das Cover fand ich solala ... passte zwar, aber irgendwie hat's mich diesmal nicht sooooo dolle angesprochen.

In der Mystery Times gab's den ersten Teil einer Lesergeschichte von Michael Bensching.
Zus√§tzlich zum f√ľr mich angenehm zu lesenden Schreibstil, war das war schon ein ordentlicher Appetizer, denn nat√ľrlich will ich wissen, was die drei da f√ľr eine n√§chtliche Sichtung hatten!! Und Gryf ist auch cool, besonders weil er in letzter Zeit ja nicht so oft vorkam. Also ruhig her mit dem zweiten Teil gro√ües Grinsen Daumen_hoch

Thema: Band 2172: Das Todesspiel
Sheila Conolly

Antworten: 23
Hits: 1986

20.05.2020 11:14 Forum: JS2101-2200

Zweiteiler oder nicht, das ist hier die Frage ....
F√ľr mich war es definitiv ein Zweiteiler. Im ersten Teil endet es damit, dass es in Walston Manor vor Polizei wimmelte und John sich aus dem Staub machte, um nochmal zu Nadias Wohnung zu fahren, wo er dann einen Hinweis findet.
Hier beginnt es quasi auf Grund eines Tipps mit dem St√ľrmen einer Villa, in der Dorian Sorianu get√∂tet wurde, der Raduc mit Waffen und Sprengstoff versorgt haben soll.
Ohne einen Fall, der dazwischen liegt, ohne die Erwähnung von irgendwelchen anderen Zwischenaktivitäten unserer beiden Geisterjäger, etc. ist es ein Weiterarbeiten am selben Fall: Raduc zu erwischen. Ergo: Zweiteiler! Zunge raus großes Grinsen

Aber die Story wird auf jeden Fall dem Titel gerecht, finde ich, denn schon bei der M√∂rderischen Fracht wurde ja ziemlich oft davon geschrieben, dass Raduc gerne spielt ... mit den anderen spielt ... sein Spiel durchzieht ... sein Spiel weitergeht. Das war schon eine gute Vorbereitung f√ľr diesen Roman, in dem es um das Todesspiel geht! smile

Und in diesem Todesspiel geht's auch gleich rasant, mit ordentlich Action und so einigen Toten los.
Auch f√ľr John und Suko wurde es bei dem Einsatz oft genug echt eng. Aber das reicht mir auch. Sie m√ľssen gar nicht, besonders gleich zu Beginn, gro√üartig verletzt werden, sonst w√ľrde ein Weitermachen eventuell unglaubw√ľrdig r√ľberkommen. Vor allem, wenn es sich um so einen starken Gegner wie Iovan Raduc samt seine Vasallen geht.
Daher fand ich die Action, den Schusswechsel, Johns Suche nach Nadia, den Vampir-Container, etc. sehr schön passend dosiert. Der Nummer mit dem Hubschrauber konnte ich deshalb auch sehr viel abgewinnen.
Hier ging es eben mal flott los, daf√ľr war es zu Beginn des letztens Roman ja eher ruhiger. War sehr angenehm zu lesen, dieses "mal so, dann so", f√ľr jeden was dabei smile

Ich hatte bereits geschrieben, dass ich auch Nebenfiguren, zu denen es noch winzige Hintergrundinfos gibt, ebenfalls sehr cool finde, selbst wenn sie dann sterben.
So war es hier auch mit Andrei Moldovan, der quasi Dragan Sarbus Aufgabe erledigen sollte.
Sch√∂n beschrieben, dass er sich Gedanken dar√ľber macht, wie Raduc mit ihm umgehen w√ľrde, sollte er versagen. Also muss er hier ja schon alles auf eine Karte setzen ... und verliert. Und zwar gegen die frischen Container-Vampire, die einfach nur von Blutgier angetrieben werden und "ihre Leute" nicht von den Feinden unterscheiden k√∂nnen. Wie er da an Deck rumschleicht und die gespenstische Stille ihn schon ein wenig zerm√ľrbt, dann sieht er sich in der Falle, als er die Stimmen der Polizisten h√∂rt und macht den Container mit den Vampiren auf ... die sich auf die Gegner st√ľrzen sollen. Doch die sehen erstmal nur ... ihn!
(Btw, ist "Ion" eigentlich ne Abk√ľrzung f√ľr "Dorian" oder warum wird Waffenh√§ndler Sorianu von Moldovan w√§hrend seiner Gedankeng√§nge so genannt? Ist jetzt nicht wichtig oder st√∂rend oder sonstwas, hat mich halt nur interessiert smile )

John und Suko sinnieren dann dar√ľber, dass Raduc tats√§chlich seinen Ursprungsplan aufgeben w√ľrde, nur um mit ihnen zu spielen.
Aber genau so sch√§tze ich den nahezu unsterblichen Vampir ein, n√§mlich als ein Spieler mit derben Spielregeln, die nur er kennt und auf die die anderen reagieren m√ľssen. Diese Reaktion, die er oft genug vorauszusehen scheint, dient dann seinem Am√ľsement.
Die B√∂sen tun b√∂se Dinge, weil sie b√∂se sind. Sie tun es einfach ... aus Spa√ü, um sich am Leid der "Verlierer" zu erg√∂tzen, um ihre Macht zu demonstrieren. Sie t√∂ten ihre Gegner nicht "einfach so", das ist ihnen zu billig. Besonders dann nicht, wenn es schon Konfrontationen mit ihnen gab. Hier ist es um die zwei Jahre her, dass John und Suko zuletzt auf Raduc trafen und er wei√ü, dass er sie nicht leichtfertig untersch√§tzen darf. Wenn er sie schlicht und ergreifend und hinterr√ľcks t√∂tet, k√∂nnten sie ihm zwar nicht mehr dazwischenpfuschen, aber wo bliebe denn der Spa√ü? Er genie√üt es ja f√∂rmlich, sich mit den beiden Geisterj√§gern zu messen, weswegen er ihnen auch immer und immer wieder Fallen stellt. Wenn sie in einer draufgehen, gut. Wenn nicht, c'est la (vampire-)vie, dann geht's eben weiter. Iovan Raduc ist halt zu alt und hat schon zu viel erlebt, f√ľr ihn ist Zeit ne ganz andere Geschichte ... daher l√§sst er sich eben auch Zeit damit, seine Gegner zu vernichten und spielt sein Todesspiel mit ihnen. Fand ich sehr cool, weil dieses Spiel interessant, rasant, actionreich und blutig ist.

Dragan Sarbu verm√∂belt John (nur), um ihm die Nachricht zu √ľberbringen, dass er nichts dagegen unternehmen k√∂nnte, was mit Nadia passiert. Ein weiterer guter Schachzug von Raduc, weil unser Geisterj√§ger dadurch n√§mlich auch ordentlich Anreiz hat, Raducs angek√ľndigtes Todesspiel mitzuspielen, da er Nadia retten will. Allein die Vorstellung, was der Bluts√§ufer und sein Gefolge mit ihr anstellen k√∂nnten, bereitet ihm ja schon Magenschmerzen.
Nat√ľrlich h√§tte die rechte Hand von Mr. Obervampir John einfach t√∂ten k√∂nnen ... aber das ist schlichtweg nicht Raducs Ding, es w√§re dem schon l√§nger andauernden Kampf zwischen den beiden "Parteien" doch nicht wirklich gerecht geworden ... so k√∂nnte ich mir Raducs Denkweise jedenfalls vorstellen.
Er h√§tte sich ja z.B. nicht die M√ľhe mit Nadia und dem Gift machen m√ľssen, sondern sie als Verr√§terin ebenfalls einfach t√∂ten oder auslutschen k√∂nnen. Aber auch da gilt, dass es schlichtweg zu einfach und zu harmlos w√§re. Und das finde ich auch. Ich steh drauf, wenn von beiden Seiten Einfallsreichtum gefragt ist, jeder dem anderen einen reinw√ľrgen will (und nach M√∂glichkeit dann halt auch vernichten) und jeder sich die n√§chsten Z√ľge des anderen vorstellen und durchexerzieren muss, wie die ablaufen k√∂nnten und wie man jetzt am besten reagiert.

Apropos Zeit ...
Nachdem John eins auf die R√ľbe kriegt, als er Nadia treffen wollte und dem "Highway-Krawallbruder" mittels Autocrash zum Opfer gefallen ist, kehren er und Suko durch Glendas Hilfe erstmal in ein Gasthaus ein. Abermals versucht John, √ľber das Vampirpendel mit Zunita Kontakt aufzunehmen, ob sie ihnen irgendwie weiterhelfen kann, weil sie momentan eben nicht wirklich weiterwissen ... oder warten m√ľssen, bis sie was von Raduc h√∂ren.
Doch die uralte Blutsaugerin bleibt still .... und John wird's auch, als er sich dann erstmal auf's Ohr haut ... und träumt ...
Man, war das cool!! Die Vergangenheits-Sequenz um Iovan Raducs "Werdegang" war sowas von genial! Allein die Atmosphäre, der Nebel, die Krieger, der Tempel, das Auftreten des Alten, die "Verwandlung" ... herrlich!!
Und Idan tat mir sogar irgendwie leid ... heftig, wenn man das von dem Kerl behaupten kann, der da in Schottland und sonst wo so viele Leutz gekillt oder zu Vampiren gemacht hat ... tödliche, perfide und morbide Spielchen spielt, etc. ... oder Leute derartig leiden lässt, wie Sarah Hanson.
Aber man kann's ja auch so formulieren: IDAN tat mir leid ... nicht IOVAN RADUC! Augenzwinkern großes Grinsen
Doch wer oder was ist diese G√∂tzenstatue und das gr√ľne Schimmern?

Ein bisschen traurig fand ich dann auch die Szene, als Commander Burns vampirisch unterwegs ist und quasi als weitere Spielfigur benutzt wurde, die John erl√∂sen musste. Nat√ľrlich war dann auch die √ľbliche Botschaft von Raduc dabei, in der stand, dass John sich f√ľr den letzten Akt des Spiels zu Walston Manor bequemen sollte .... allein.

Und dann geht es auch schon los, zum letzten Akt. Suko ist als R√ľckendeckung unterwegs, kriegt es dann aber, weil Raduc sich das als ge√ľbter Todesschachspieler nat√ľrlich gedacht und vorausschauend geplant hat, mit Dragan Sarbu zu tun.
Den Kampf fand ich auch echt gut beschrieben und besonders, als Sarbu, den Suko grad fesseln will, dann nochmal ausholt und den Inspektor mit Chloroform bespr√ľht.
Hervorheben m√∂chte ich hier noch kurz, dass ich die Verletzungsbeschreibung hier echt angenehm und passend fand. Suko hat zwar Schmerzen in Schulter und Magen, was durchaus nachvollziehbar ist, aber es war nichts gebrochen. Nat√ľrlich muss so ein kurzer, aber harter Kampf auch Spuren hinterlassen ... und die fand ich total angemessen und glaubw√ľrdig!!
Suko ist also erstmal ausgeschaltet ... aber nicht f√ľr Stunden. Fand ich auch logisch, denn er kriegt ne SPR√úHdosis ab ... und das auch noch im Freien. Da ist doch bestimmt die H√§lfte verflogen, also kann er sich flotter wieder regen, als Dragan Sarbu es sich vielleicht gedacht hatte Zunge raus

Währenddessen schleicht John im Haus rum, auf der Suche nach Raduc. Dass der da keine Willkommensparty veranstaltet, ist irgendwie auch klar. Wo bliebe denn da die Spannung? Außerdem muss John ab und an ja auch mal beweisen, was er so drauf hat großes Grinsen
So kommt er in den Keller, wo Chris und Co ihn und Suko ja schon angegriffen hatten und die Blut bespritzen Wände von der Brutalität und Gewissenlosigkeit der vampirischen Meute zeugen.
Gut beschrieben fand ich dann, dass sie sich beim letzten Mal ja nicht sooo genau umgesehen hatten ... es ja auch nicht konnten, weil's ja nur spärliche Beleuchtung gab. Und dann mussten sie Knall auf Fall hinter Chris und Dan her, um den Studenten noch zu retten.
Jetzt entdeckt John aber, da man ihn ja vorerst in Ruhe zu lassen scheint, einen geheimen Mechanismus. Dadurch gelangt er in einen Gang. Und genau da fand ich absolut gut beschrieben, was er denkt und f√ľhlt ... dass er den Gang und die b√∂se Aura, die ihn durchstr√∂mt, kennt. Und zwar von Idan, als der in den Tempel geht und genau dasselbe wahrnimmt.
John staunt nicht schlecht, als er, genau wie Idan damals, in den geheimen, von rußigen Fackeln spärlich beleuchteten Raum gelangt, in dessen Mitte die Götzenstatue mit den geschuppten Schlangenhaaren steht ...
Geile Atmo, die da vor meinem geistigen Auge entstand!!

Schließlich zeigt sich Raduc doch mal und John erfährt, bzw. bekommt bestätigt, was er sich inzwischen schon dachte: Erzdämon Astaroth ist der uralte Götze, der Iovan Raduc zu dem machte, was er jetzt ist. Und Raduc hat Nadia, bei der John einen seltsam leeren Blick bemerkt, als Geisel.
Nun soll John seine Waffen ablegen und der Statue des Astaroth in die Augen sehen ...
... dann bricht buchstäblich die Hölle los!
Und jetzt kommt der Teil, den ich zwar gelesen und kapiert und auch wie nen Film vorm geistigen Auge habe atmosph√§risch und spannend ablaufen sehen, den ich allerdings - wei√ü der Teufel wieso - nicht wirklich gut wiedergeben kann. Sobald ich die Stellen nochmal lese, ist alles wieder da, samt Verst√§ndnis f√ľr die Abl√§ufe, etc. ... aber m√ľsste ich diese Szenen da unten in dem geheimen Raum jemandem erz√§hlen, ohne den Roman dabei in der Hand, ich w√§re restlos aufgeschmissen!

Iovan Raducs (vorl√§ufiges) Ende war f√ľr mich so ok, wie es war. Nicht zu viel, nicht zu wenig, kein ewig langes Hin und Her, kein zu abruptes Vernichten ... und dass das Vampirpendel, bzw. wohl eher Zunita selbst eingegriffen hat, st√∂rte mich kein bisschen!

Das Ende von Nadia war nochmal ne ganz √ľble Teufelei von Raducs Todesspielchen. Ihn hat's zwar f√ľr's Erste erwischt, aber er hat neben dem generellen Blutbad/Massaker auch "Kollateralsch√§den" hinterlassen, wie die Ex-Agentin.
Und Nadia hatte John ja quasi ihre Lebensgeschichte erz√§hlt, die Beziehung zu Marek, ihre Beweggr√ľnde, Raduc vernichten zu wollen, etc., sie haben Gemeinsamkeiten, erinnern sich an einen gemeinsamen alten Freund ... und ich sch√§tze, dass John sich allein deshalb schon mit ihr mehr verbunden f√ľhlt, als mit irgendeiner "normalen" Mitarbeiterin, die ihren Boss bespitzelt und dann den Guten hilft, so dass ihn deshalb auch etwas mehr kratzt, was mit ihr passiert.

Der Roman war lange auf einem sehr guten Kurs, auch mit dem (f√ľr mich irgendwie) leicht verwirrenden Endkampf im Keller (der deswegen aber nicht undurchsichtig war!!), aber weil die Vergangenheitsgeschichte Raducs bei mir immer noch SO positiv h√§ngengeblieben ist und alles wunderbar abrundet, kann ich mein Lesevergn√ľgen beim Todesspiel durchaus und guten Gewissens als top bezeichnen.
Super gemacht, Herr Autor, auch mit den kleinen "Zwischenszenen" einzelner Figuren (Moldovan, Burns, Heli-John-Nadia, Suko-Dragan)

Nur das Ende mit Sarah fand ich doof ... also nicht doof geschrieben, das auf keinen Fall ... ich fand es f√ľr SIE absolut doof! Endlich merkt sie, dass sie nun frei sein k√∂nnte, auch wenn's ohne den geliebten Ehegatte Mist ist, aber sie k√∂nnte wieder LEBEN! Dann entschlie√üt sie sich aber, allem ein Ende zu bereiten, Raducs Flasche ... und ihr selbst. Und nichtmal das klappt. Wieder wird in ihrer gro√üen Wunde rumgebohrt und mit der Stimme ihres Gatten treibt man sie dazu, erstmal nicht zu springen und/oder die Flasche fallen zu lassen. Ich hoffe nur nicht, dass man sie dazu bringt, selbst das Teufelsvampirblut zu schl√ľrfen ... denn dann k√∂nnte Raduc ja auch noch offiziell als Raducina durch die Gegend wandeln (wenn er das nach weiblichen Ausschl√ľrfungen nicht eh schon gekonnt h√§tte ... und w√§re somit beim n√§chsten Mal noch schwerer zu erkennen .... *gr√ľbel).
Obwoooooohl .... Iovana oder Iovanka hört sich doch gar nicht mal schlecht an ... ?! Augenzwinkern großes Grinsen

Das Cover fand ich schon ganz cool, weil der Kerl da tatsächlich wie Raduc aussehen könnte ... so in meinen Vorstellungen ... zumindest eines seiner Gesichter Augenzwinkern
Irgendwoher meine ich den Typen auch zu kennen/schon mal gesehen zu haben (neee, nicht Lincoln^^), aber mir fällt partout nicht ein, wem dieses Gesicht ähnelt ... Film, Buchcover, DVD, Hörspiel ... Is ja auch egal, vielleicht kommt's mir ja irgendwann noch spontan ...

Zitat:
Original von Das Gleichgewicht
[...]weil man aus unbekannten Gr√ľnden irgendwie immer Verbindung tief in die Serienvergangenheit braucht, statt mal komplett ein eigenes Ding zu erz√§hlen.

Serienvergangenheit .... hmmmm .... aber warum auch nicht? Es ist nun mal ne Serie, die auch Vergangenheit hat und somit dazu geh√∂rt. Und da d√ľrfte es dann auch egal sein, ob diese Vergangenheit sich auf die B√∂sen oder die Guten bezieht. Denn gr√∂√ütenteils existieren die ja noch, warum also nicht auch "benutzen", bzw. einsetzen? Oder sollen die jetzt irgendwo in der Serien-Vergangenheit vor sich hind√ľmpeln? Bei JD wird z.B. oft genug bem√§ngelt, dass er Figuren ins Spiel bringt, sie dann aber "vergisst" ... also was denn nun?! Augenzwinkern Zunge raus gro√ües Grinsen
Und sein "eigenes Ding" zieht ein Autor doch eigentlich immer schon allein damit durch, dass er seinen Roman in seinem Stil und mit seiner Idee f√ľr die Story schreibt ... und es m√ľssen ja nicht immer zwangsl√§ufig neue Figuren auftauchen, auch wenn das immer sehr interessant ist ... da es sich, wie schon bemerkt, um eine Serie handelt, d√ľrfen, zumindest meiner Meinung nach, selbstverst√§ndlich auch Figuren und Situationen aus fr√ľheren F√§llen und Begebenheiten auftauchen, als Drahtzieher fungieren, John und Co mal wieder ihre Aufwartung machen, oder irgendwie sowas ... Augenzwinkern gro√ües Grinsen
Und f√ľr Neu-Leser oder schlicht zur Erinnerung gibt's dann ja sogar meist noch nen kleinen Abriss √ľber die jeweilige Person/Situation gratis dazu ... Und das, obwohl die ja wissen sollten, dass sie in eine Serie einsteigen und es da auch hintergr√ľndige Verbindungen geben k√∂nnte ...

Zitat:
Original von Das Gleichgewicht
[...]... d√ľrfte er l√§ngst wissen, dass der Geisterj√§ger sehr oft mit seinem Partner agiert. Dann k√∂nnte man doch eher als √úberraschung Bill oder Shao als drittes mitnehmen.

Ich sch√§tze, selbst das hatte Raduc mit einkalkuliert, denn er sagte ja in aller Deutlichkeit, dass er sich √ľber John und seine Freunde genau erkundigt h√§tte ... weswegen Dragan Sarbu Suko auflauerte ... und wer da halt sonst noch aufgetaucht w√§re ...
Was ich aber schlimmer finde ist, dass er damit durch die Blume behauptet, an die Infos von Johns Kollegen gekommen zu sein, da sich Menschen nun mal leicht von Geld und anderen Reicht√ľmern blenden lassen.
Wer zum Geier hat denn da blo√ü f√ľr Geld geplaudert??

Und ich kann den Begriff Deus-Ex-Machina absolut nicht leiden! Er klingt immer wie ein Vorwurf der Einfallslosigkeit.
Aber gerade bei JS, wo es magische, magisch beseelte, geweihte, was wei√ü ich f√ľr Gegenst√§nde gibt, kann es doch immer mal vorkommen, dass die sich durchaus "verselbst√§ndigen" k√∂nnen. Gerade bei den magisch beseelten Dingern, wie z.B. das Vampirpendel. Wenn man, sofern sie denn Bock drauf hat, mit Zunita quatschen kann, wieso soll sie denn nicht auch die Macht besitzen, ihre Behausung mal in h√∂chster Not zum Besitzer zu schicken??
Aber ok, bei manchen Dingen hat halt jeder so seine eigenen Gedanken und Meinungen .... und das ist ja eigentlich auch gut smile

Ein bisschen irritiert hatte mich dann ebenfalls die Vernichtung der Astaroth-Statue.
Raduc sagt, er wäre jetzt frei .... aber wie denn? Astaroth ist ja noch da, nur nicht präsent.
Aber m√∂glicherweise geschah dieser ganze Pakt ja auch "nur" √ľber die Statue und wenn Astaroth jetzt keinen Katalysator mehr hat, m√ľsste er selbst mal erscheinen. Eventuell ist Raduc es ihm dann nach 2000 Jahren auch gar nicht mehr wert, bzw. ist der Knilch dem Erzd√§mon langsam langweilig geworden?? Uuuuund ... man wei√ü ja auch noch nicht, wer der Alte aus dem Tempel jetzt war ...
Ein bisschen was geheimnisvolles muss ja noch √ľbrig bleiben!! Augenzwinkern

Wahrscheinlich hat Raduc ja sein Ableben eh geplant, sonst hätte er Sarah nicht den guten Tropfen gegeben. Es wäre ja möglich, dass er das alles inszeniert hat, um Astaroth loszuwerden?? Der denkt jetzt sicher, dass es Raduc tatsächlich doch mal zersemmelt hat, weil diesmal halt auch die Statue mit vernichtet wurde ...
Mal abwarten, ob, was und wenn ja, wie da noch was kommt großes Grinsen Daumen_hoch

Auf der LKS gab's ne Leserstory, die wieder von Bautruppf√ľhrer Loydon Ramsey erz√§hlt wurde.
Diese Art der Erz√§hlung fand ich auch wieder sehr erfrischend, auch wenn es inhaltlich diesmal etwas weniger "todesschaurig" zuging. Ramsey und sein Bautr√ľppchen, inkl. Trinker Howard sto√üen nicht auf Skelette, sondern auf Zimmer, die man nur an bestimmten Tagen betreten kann. Die Zimmer liegen in einem Haus, das abgerissen werden soll, sich aber auf Teufel komm raus nicht abrei√üen l√§sst. Das ist schon ne coole Nummer!
Sie können sogar nen Blick in ein Zimmer erhaschen ... aber das Häuschen bleibt schließlich, wo es ist. Abriss unmöglich ....
Die Atmo, als der Bautrupp in Kleingruppen durch das Haus läuft, um es zu inspizieren, fand ich schon nett beschrieben.
Aber wie k√∂nnen einem, wenn es eigentlich gruselig sein soll und von "gespenstisch" die Rede ist, wohlige Schauer √ľber den R√ľcken jagen?? Wie geht knisternd H√§nde reiben, wenn man nicht gerade was zum Knistern in der Hand hat?? gro√ües Grinsen
Und irgendwie hätte ich doch gerne noch nen kleinen Blick in die verschollenen, schriftlichen Unterlagen zum Rattenkasten geworfen ... Man muss nicht alles er- oder aufklären, aber so'n kleines Bisschen an Info zu z.B. einem mysteriösen Haus wäre schon schön großes Grinsen
Aber nichtsdestotrotz war die Geschichte schön kurzweilig zu lesen Daumen_hoch

Thema: Band 2171: Mörderische Fracht
Sheila Conolly

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20.05.2020 10:58 Forum: JS2101-2200

Der Anfang war spannend und atmosph√§risch, d√ľster und unheimlich.
Ich dachte echt, dass die beiden Knallt√ľten von Einbrecher da "einfach" was ausrauben ... aber nicht, dass sie gleich ne m√∂rderische Fracht in Form zweier Vampire freilassen.
Diese Szene war richtig schön vorm geistige Auge zu sehen, obwohl es dunkel war smile
Sam Jocks wird vom Vampir gebissen, was seinen Kumpel Yang Ho zur Flucht veranlasst und damit unsere Geisterjäger John und Suko auf den Plan rufen.

Als die beiden dann nachher mit sch√∂nen polizeilichen Untersuchungen in der Halle rumschn√ľffeln, dachte ich w√§hrend Johns Kampf noch, ob ich vielleicht nicht bemerkt hatte, dass Suko die Halle schon vorher verlassen hatte. Da waren einige Situationen, in denen mir kurz in den Sinn kam, warum Suko da jetzt nicht hilft oder ein bisschen einschreitet?! Dreht der D√§umchen, h√∂rt er das nicht ... oder war er eben schon rausgegangen?
Bis auf Sam Jocks nat√ľrlich, der von Suko mit der D√§monenpeitsche erledigt wurde. Dann steigen die giftigen D√§mpfe auf und beide wollen eiligst die Halle verlassen. Doch pl√∂tzlich tauchen die beiden Vampire auf. Dem ersten dr√ľckt John sein Kreuz ins Gesicht, w√§hrend der zweite wohl die Aura seines Talismans sp√ľrt und sich verdr√ľcken will. Den h√§tte Suko sich doch schnappen k√∂nnen ... aber der wartet irgendwo, bis John dann irgendwann mal fertig ist mit Info-Beschaffung und Vampir-Killing.
F√ľr John und f√ľr mich als Leser war die Kampfsituation so allerdings dann doch spannender, als wenn sie direkt zu zweit gegen die beiden Vampire vorgegangen w√§ren smile

Anschlie√üend ist weiteres Rumschn√ľffeln angesagt. Ich fand hier sehr gut, dass Suko zum Chef des Unternehmens ging und John sich drau√üen bei den Hallen umsah. W√§re John zu Povol gegangen, w√§re der vielleicht schon durch das Kreuz enttarnt worden und dann h√§tte die Geschichte wahrscheinlich einen anderen Verlauf genommen. Ich fand's aber gut, so wie es hier beschrieben wurde und wohl eben auch gewollt war, sonst w√§re es ja nicht so geschrieben worden^^ gro√ües Grinsen
Jedenfalls hat weder John, noch Suko Gl√ľck, denn John wird trotz leichter Kreuzerw√§rmung vom Sicherheitsdienst abgefangen und "gegangen" und Suko quasi rausgeschmissen, als er Povol gegen√ľber zu direkt wird.
Danach geht's erstmal zum Gasthaus, bevor John noch einen Spaziergang unternimmt, weil ihm auf'n Senkel geht, dass er nicht so flott oder sogar direkt Povols Logistikunternehmen auseinandernehmen kann. Suko will noch mit Shao telefonieren und dann an der Matratze horchen.

John wird beim Spaziergang angegriffen und als es eng wird, von einem Unbekannten gerettet. Der Unbekannte entpuppt sich als UnbekanntE, bzw. nicht so ganz unbekannt. Sie ist nämlich die Dame vom Sicherheitsdienst, Sara Niculescu, die ihn so nett vom Hallengelände komplimentiert hat. Doch sie heißt in Wirklichkeit Nadia Camescu und hat noch eine persönliche Rechnung mit Povol, alias Iovan Raduc offen, weshalb sie sich auch in seine Organisation eingeschlichen hat.
John ist √ľber diese Offenbarung not amused, denn er hatte schon mal das Vergn√ľgen mit Raduc und wei√ü deshalb auch, was der so drauf hat.

Suko hört kurz vorm Einschlafen einen dumpfen Knall und ein Stöhnen.
Zwei Vampire sind in den Gasthof eingedrungen, haben die Wirtin brutal getötet und wollen sich jetzt ihm widmen. Doch Suko macht den beiden mit der Peitsche den Garaus und findet bei der Ermordeten einen Brief von Andrei Povol mit einer Forderung.
Erst dachte ich noch "Man Suko, geh doch nicht alleine!" Aber es ist nat√ľrlich auch gut nachzuvollziehen, dass Suko in dieser Situation ja nicht einfach rumsitzt und dreht D√§umchen, bis John sich irgendwann meldet. Zumal im Brief u.a. stand, wenn sie nicht kommen, wird es noch mehr Tote geben. Klar ist das eine denkbar schlechte Ausgangsposition f√ľr Suko, aber er ist ja nu auch nicht grad wehrlos oder gar unbewaffnet. Zumal er da auch noch nicht wusste, um wen es da eigentlich geht, also the Big Boss. Er hat in dem Moment "nur" mit bewaffnetem Personal und Andrei Povol gerechnet, vielleicht auch noch mit ein, zwei Vampiren.
Und er handelt ja nicht wirklich un√ľberlegt. Er ruft John zig mal an und als der sich nicht meldet, schickt er ihm mehrere SMS's, wo er hin ist. Er denkt ja, dass sich John ja wohl mal bald melden wird und dann gleich nachkommt ...

Als es dem Studenten-P√§rchen Dan Weatherby und Chris Jenkins an den Kragen geht, allein schon bei der Sache mit dem Wagen (ich hatte da ein bisschen Jeepers Creepers und Texas Chainsaw Massacre Feeling gro√ües Grinsen ), war auch direkt Spannung da. Sch√∂n war auch, dass man vorher noch'n bisschen √ľber sie erfahren hat.
Und sie hatten gleich mehrere "Funktionen", denn Chris diente als Futter f√ľr Raduc und wurde so zu seiner Spielfigur, weil Dan unsere Geisterj√§ger mit Sicherheit zum Herrenhaus f√ľhren w√ľrde, um Chris zu "retten".
Dan war somit der Wegweiser f√ľr John und Suko, der die beiden direkt zu Raduc nach Walston Manor brachte und damit hatte der Vampir mit den vielen Gesichtern ihn ebenfalls zu einer strategischen Spielfigur gemacht.

Wieso parken unsere Geisterj√§ger dann direkt vorm Haus und lassen Dan auch gleich reinst√ľrmen?
Erst dachte ich noch: das gibt nachher Lack! WENN der Student das √ľberhaupt √ľberlebt ...
Aber die Tatsache, dass Dan nur mit ner Platzwunde "entkommen" konnte, zeigt doch eigentlich, dass er DIE Einladung f√ľr John und Suko darstellte. Und John sagt ja auch noch, dass Raducs Spiel wohl noch nicht vorbei ist.
Warum sollten sie sich dann anschleichen, wenn sie eh erwartet werden? Also war ihr Handeln in der Hinsicht f√ľr mich logisch und nachvollziehbar.
Und Dan alleine draußen im Wagen warten lassen? Es weiß doch keiner von ihnen, ob da nicht auch irgendwelche Vampire lauern, die sich dann den Studenten krallen. Da kann John ihn lieber mitnehmen und unter Aufsicht halten. Zumal er sich im Haus vielleicht auch noch ein bisschen besser auskennen könnte, weil er ja schon mal da war ...

Als innerhalb der Beschreibung des Hauses der Vergleich mit dem Wrack der Titanic kam, hatte ich sofort ne ganz bestimmte, bildliche Vorstellung, wie es da aussieht. Sehr cool! großes Grinsen

Einmal wurde Dan zu Chris ... war aber nicht tragisch (bestimmt ein Test, ob man richtig mitliest Augenzwinkern smile )

Sarah Hanson tat mir echt leid. Sie wei√ü doch genau, dass ihr Mann Bruce nicht mehr ist und Raduc gaukelt es ihr trotzdem vor. Wozu? Was hat er noch mit ihr vor, dass er sie 1. am Leben l√§sst, nach dem er ihren Mann damals "√ľbernommen" hat und sie 2. bei "Laune" halten will???

Ein bisschen irritiert hat mich die Sache mit Suko und seinen Verletzungen.
John erw√§hnt sie mehrmals und wie schlimm sie doch sind ... und dann kann Suko noch immer so agieren? Entweder sind sie schlimm, dann sollte das auch ein wenig bei der entsprechenden Person selbst bemerkbar sein, oder sie sind nicht so schlimm und es wird einmal angemerkt, dass er sich trotz all dem, was ihm widerfahren ist, noch bemerkenswert gut h√§lt. Aber nicht so oft, das wirkt leicht unglaubw√ľrdig.
Der Geisterj√§ger "degradiert" seinen Kollegen (f√ľr mich) mit diesen √ľbertrieben f√ľrsorglichen Erw√§hnungen/Gedanken ein wenig. Ich kann's nicht mit Sicherheit sagen, aber wenn John das nicht so hervorgehoben h√§tte, also quasi mir "aufdiktierte", dann h√§tte ich wahrscheinlich noch besser mit Suko mitleiden k√∂nnen.
Gerade wenn man bedenkt, was Suko so manches Mal schon geleistet hat und dass er sogar dann noch √ľber sich hinaus wachsen kann, quasi den Kopf unterm Arm tr√§gt, kaputte Knochen selbst schient und sowas, dann sind diese Verletzungen hier wohl tats√§chlich eher als "Kleinigkeit" oder Kratzer anzusehen. Oft genug werden unsere Helden ja nicht direkt fach√§rztlich versorgt, oder sie wehren das schlichtweg ab, weil sie "noch zu tun" haben und verzichten auf Verb√§nde und Co.
Einerseits finde ich es aber v√∂llig ok, dass sie sich auch mal behandeln lassen, wenn sie was abkriegen, das macht die ganze Sache "menschlicher" und sieht nicht so nach "Superhelden" aus. Andererseits ... neee, nicht Suko. WENN einer von beiden mal schlappmacht oder ernster mit irgendwelchen Auswirkungen zu k√§mpfen hat, w√ľrde ich immer erst auf John setzen. Suko ist f√ľr mich einfach trainierter, flinker und mit einer besseren Kondition ausgestattet (er hackt deswegen ja auch schon mal auf John rum, besonders wenn der mal wieder bei Luigi zulangt^^) ... und dadurch, dass er mehrere meditative Techniken/Praktiken beherrscht, die ihm durchaus schon des √Ėfteren behilflich waren, kommt er mir immer wesentlich weniger verwundbar vor, als unser Geisterj√§ger (was aber nicht bedeutet, dass Suko nicht auch was abkriegen kann. Aber er ist f√ľr mich eben so'n bisschen wie "Chuck Norris", der angeschossen wird und die Kugel ausspuckenderweise wieder auf seinen Gegner zur√ľckballert! gro√ües Grinsen ) F√ľr mich hat's Suko entweder hart erwischt und er ist erstmal (oder kurz) ausgeknockt oder aber, er hat was abgekriegt, ist aber nicht so schlimm, weil er ja sonst nicht so richtig glaubhaft weitermachen k√∂nnte.
Ist aber nur mein Empfinden und wenn der Autor wollte, dass man sich auch mal mehr um Suko sorgt, dann find ich das auch völlig ok und kann das sehr gut nachvollziehen!
W√ľrde ich, wenn ich denn schreiben k√∂nnte, wahrscheinlich genauso machen, nur vielleicht mit anderen Figuren Augenzwinkern gro√ües Grinsen

Was Sukos Situation an sich angeht, die Gefahren, in denen er sich immer wieder befand .... Ich muss ehrlich zugeben, dass es mir schwerf√§llt zu glauben, er k√∂nnte die Explosion nicht √ľberlebt haben ... aus dem Grund, dass er bei s√§mtlichen Autoren zu hoch im Kurs steht Augenzwinkern Und weil John sich (eben f√ľr mich irgendwie) √ľbertrieben viele Sorgen macht, anstatt nen k√ľhlen Kopf zu bewahren und wie sonst zu denken, dass er erst an Sukos Tod glaubt, wenn er seine Leiche sieht. Bis dahin geht er aber eigentlich doch eher davon aus, dass sein Freund noch lebt.
Aber jetzt kommt's: dass ich nicht an Sukos Ableben glaubte bedeutet nicht zwangsl√§ufig, dass gerade diese Situation, in der John sich um seinen Partner sorgt, deshalb f√ľr mich langweilig, bl√∂d oder uninteressant war. Ganz und gar nicht!! Gerade diese Beschreibungen dazu fand ich trotzdem sehr gut und bildlich geschrieben und man konnte Johns Sorge deswegen nahezu selbst sp√ľren. Ebenso, dass er sich Gedanken und Vorw√ľrfe machte, sein Handy ausgeschaltet und Suko damit m√∂glicherweise allein gelassen und zu eigenem Handeln/einem Alleingang gezwungen zu haben. Genau diese Gewissenssache fand ich gut r√ľbergebracht!
Und au√üerdem will ich ja eigentlich auch gar nicht, dass jemand nur zum kurzzeitigen "Thrill" abkratzt, daf√ľr les ich die Figuren, wie auch schlichtweg die Leidenschaft der Autoren f√ľr bestimmte Figuren einfach viel zu gerne!! ... aber so manches Mal echt fett leiden lassen, sodass man dabei mordsm√§√üig mitfiebert oder denkt "Schei√üe, das muss jetzt echt wehtun!", als w√ľrde man es fast schon selbst erleben, DAS finde ich immer das Spannende und Beeindruckende an Story, Schreibstil und Ausdrucksweise.
Man mag doch "seine" Figuren und wenn ihnen was passiert, dann leidet man mit ihnen, bzw. bangt auch um sie, weil es sich um die Situation in der Geschichte geht ... und nicht darum, als Erster zu sagen "Ach, man weiß doch, dass dem oder der eh nix passiert!"
Beispielsweise w√§hrend Suko sich in der Halle befand, da stand ich f√∂rmlich direkt neben ihm und konnte Unwohlsein, Hitze und auch spontane Angst sp√ľren, als Raduc sich offenbarte, das Inferno losbrach und kein John weit und breit zu sehen war ... es war sehr greifbar, dass es f√ľr ihn da echt eng wurde!
Dazu dann die Szene gleich im Anschluss, in der Suko versucht, dem Inferno in der Lagerhalle zu entkommen und auch, als alles hochgeht und er durch die Luft fliegt, ihm die Lichter ausgehen, etc. Das hatte was richtig cool A-Team mäßiges!! Ich liebe es, wenn ein Plan funktioniert großes Grinsen
Raducs Plan, Suko aus dem Weg zu r√§umen, hat hier jedenfalls nicht funktioniert, im Gegenteil. Suko hat dabei ja sogar noch etwas herausgefunden: Iovan Raduc wurde von einer Art Skelettritter besch√ľtzt! Wer oder was war das?? Wirklich einer der Horror-Reiter? Aber was sollte der mit Raduc zu schaffen haben?? Na mal abwarten, da kommt doch bestimmt noch was smile

Die Wortwitze, die die beiden zwischendurch so bringen, fand ich gar nicht schlecht eingebaut. Besonders, als John endlich bei Suko am Krankenwagen eintrudelt. Genau SO, inkl. Spruch, hatte ich mir die Szene auch vorgestellt!
Eine einzige Stelle gab's (ich glaube, das war w√§hrend des Kampfes mit Chris und den Vampiren im Keller von Walston Manor), da wirkte es, obgleich der gef√§hrlichen Situation, ein wenig absichtlich "reingeschoben", so dass ich dachte "Hey, f√ľr sowas habt ihr jetzt echt keene Zeit, Jungs!" ... aber sonst fand ich das eigentlich v√∂llig ok smile

Nachdem Chris und ihre Vampir-Co's vernichtet sind und sogar Dan √ľberlebt hat, findet John auch noch eine Nachricht von Nadia und dass sie sich irgendwie melden w√ľrde, wenn sie was erf√§hrt oder sich etwas ergibt. Fand ich gut. So wei√ü er wenigstens, dass da noch sowas wie eine Zusammenarbeit besteht und sie immer noch dasselbe will, wie er ... Raducs Vernichtung.

Mir hat der Roman sehr gut gefallen. Er war in angenehmem Schreibstil flott zu lesen, hatte mit dem wiedergekehrten Iovan Raduc einen sehr gefährlichen, wie auch interessanten Gegner vorzuweisen (weil er so mächtig ist, sein Aussehen verändern kann, gerne spielt und sich selbst immer rechtzeitig aus der Schusslinie zieht. Außerdem scheint ihn noch das ein oder andere große Geheimnis zu umwehen) und macht Lust aufs Weiterlesen!! smile

Hier kam auch irgendwo mal die Frage auf, ob man John und Suko nicht etwas mehr Technik zukommen lassen k√∂nnte. Da muss ich allerdings sagen, dass meine Wenigkeit da genau das Gegenteil denkt, bzw. gut findet. Mehr Technik wirkt auf mich pers√∂nlich eher wie James Bond und nicht wie John Sinclair. Und ich will hier ja Sinclair lesen und nicht Bond Augenzwinkern Klar d√ľrfen sie vielleicht auch hin und wieder mal ein neues technisches Gimmick kriegen, aber wohl dosiert und vielleicht auch dem Fall entsprechend. Sie haben nun mal keinen Q und nen billigen Abklatsch davon w√ľrde ich auch nicht toll finden (Technik-Mike ausgenommen gro√ües Grinsen ). Au√üerdem haben sie ja noch den ganzen magischen Kram, den z.B. ein James Bond nicht hat.
Und wenn man alles und jeden immer und √ľberall √ľberwachen und/oder ausfindig machen kann, wo bleibt denn dann so manches Mal die Spannung? Ich find's saucool, wenn z.B. John mal, wie in dem Spitzbergen-Roman, pl√∂tzlich weg ist und man auch als Leser zun√§chst nicht genau wei√ü, wo der sich rumtreibt und was ihm passiert ist. Das mach das alles irgendwie spannender und man kann sich auch mal mit einer Suche befassen, ohne auf ein Ger√§t zu gucken, das sofort zeigt, wo wer sich grad befindet. W√§re auch irgendwie bl√∂d, wenn Sir James grad mal gucken will, wo John ist und der hockt schon seit ner halben Stunde mit nem guten Roman aufm Lokus. Vielleicht denkt der S√∂r dann, sein bester Mann liegt verletzt da rum und setzt die Kavallerie auf ihn an. Echt bl√∂d, wenn die ihn dann so mit runtergelassenen Hosen auf dem Pott vorfinden .... Neeeee, lieber nicht^^
Und bisher haben die Autoren, meiner Meinung nach, eigentlich immer nette und teilweise auch um die Ecke gedachte L√∂sungen f√ľr solche Situationen am Start, in denen Leute mal kurzzeitig verschwunden oder abhanden gekommen sind.
Deshalb finde ich, dass jeder (Serien-)Held ruhig so seine Waffenmanier haben sollte und nicht alle die gleichen smile

Das Cover fand ich ok, es passt bestens zum Titel und ja eigentlich auch zum Inhalt ... wenn man beim Schiffchen nicht ganz sooo genau hinguckt Augenzwinkern smile

Auf der LKS gab's .... ja was war das noch gleich?
Ach ja, da hat sich so ein Verein vorgestellt .... niiiieeee von gehört .... Augenzwinkern

Ist nat√ľrlich Quatsch! Da hat sich der coole OJSFC vorgestellt und das war richtig sch√∂n informativ und einladend! Und man merkt total, dass da Fans mit Leidenschaft am Werk sind.
Weiter so, Jungs, eure Mails les ich immer sehr gerne, das Magazin war hammergeil und eure Aktionen, u.a. auch in Zusammenarbeit mit einigen Autoren, find ich klasse!! smile Daumen_hoch
Und ich bin ebenfalls froh, dass es das gibt großes Grinsen

Thema: Band 2170: Phorkys hetzt die Tigerfrauen
Sheila Conolly

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20.05.2020 10:34 Forum: JS2101-2200

Mandra ist Mandra ... und deshalb k√ľmmert er sich um die eingedrungenen Tigerfrauen, anstatt sie in irgendeiner Zelle zu sich kommen zu lassen. Schlie√ülich hatte er mit genau den beiden schon zu tun und wei√ü, dass sie nicht grundlos und vor allem so "heimlich" bei ihm erscheinen. Irgendwas muss vorgefallen sein und das gilt es, herauszufinden.
Da er auch weiß, dass Benasir und Sefaya als Tigerfrauen nicht gerade wehrlos sind, vermutet er von Anfang an, dass etwas Großes und Schlimmes hinter ihrem Erscheinen stecken muss.
Beide Frauen erzählen dann, in Sefayas Fall solange sie das durchhält, was seit dem Mantikor-Massaker durch Phorkys geschehen ist.

Wie die R√ľckblenden gestaltet wurden, fand ich sehr gut. Denn jede Tigerfrau, ob nun Sefaya oder Benasir, hatte ja durch das, was sie jeweils selbst erlebt hatte, auch eine andere, ausf√ľhrlichere Sichtweise, als die andere, die es halt "nur" durch das Erz√§hlen erfahren hat.
Durch diese Ausf√ľhrlichkeit aus der Sicht der jeweils Betroffenen war das Erlebnis dann auch besonders gut nachzuvollziehen.
Beispielsweise erz√§hlt Benasir, wie sie nach Ryokos Tod nach Sabitha gesucht und sie dann auch gefunden hat. Sefaya h√§tte das gar nicht so haarklein erz√§hlen k√∂nnen, so dass man als Leser bildlich alles genau mitverfolgen konnte und auch die Viecher auf der schwimmenden B√ľhne f√∂rmlich hat rumturnen sehen!
Andererseits hat Sefaya besonders gut r√ľbergebracht, wie schlimm die √ľberlebenden Tigerfrauen es nach den Ereignissen in der Desker Road hatten.
Vor allem, weil sie nun schon wieder von jemandem gehetzt wurden, der ihnen nach dem Leben trachtete ...

Doch zwischen den Erzählungen der beiden kommt es immer wieder zu Ereignissen in der Gegenwart, die sie letztendlich schneller mit dem erlebten Horror live einholen, als die Tigerfrauen berichten können.
Noch bevor Mandra also √ľberhaupt wei√ü, um was es eigentlich genau geht, werden sie auf seinem Grundst√ľck angegriffen. Und zwar von Phorkys' Mutationen/Chim√§ren,/Werwolf-Mantiden ...
Die Wachen werden fast lautlos, nahezu unsichtbar und auf grauenvolle Art und Weise dezimiert. Schlie√ülich bleibt nur noch Mandras Vertrauter und Chef der Sikh, Malik Singh √ľbrig, den man vorher ein wenig kennenlernen durfte. Doch auch ihn erwischt es noch, was ich gerade durch Mandras Reaktion echt traurig fand. 11 seiner Sikhs wurden insgesamt get√∂tet.

Erst im letzten Drittel kommt Benasir dazu, die Geschichte, weswegen sie zum ihm gekommen sind, zu Ende zu erzählen.
Drei Monstren, die aussehen wie eine Mischung aus Werwolf und Gottesanbeterin, zudem auch noch mit Fl√ľgeln ausgestattet, sind hinter ihnen her und haben auch Ryoko und Sabitha get√∂tet.
Also genau die Viecher, die jetzt auch beim Mandra aufgetaucht sind und sich von ihrer "besten" Seite zeigten ... nämlich wie stark sie sind, was sie können, wie sie agieren, etc.
Quasi richtig schön, wie eine Art Vorstellung(sroman) dieser neuen Spezies smile

Zu allem √úbel erscheint auch noch Phorkys bei Sefaya. Doch die wei√ü sich, nicht zuletzt dank Narina, zu wehren und kann den Monstermacher sogar ziemlich schwer verletzen. Phorkys Pech, dass er den Dolch mit seinem Blut dran w√§hrend seiner spaltigen Flucht noch Richtung Mandra zur√ľck in das Zimmer schleudert ...

... denn Mandra will Phorkys durch das Blut am/im Dolch zwingen, dort zu erscheinen, wo er ihn haben will, um ihn dann zu vernichten. Diese Beschw√∂rung finde ich mal ne coole Alternative zum Kreuzeinsatz. Und: andere L√§nder, andere Geisterj√§ger, andere M√∂glichkeiten ... zudem mussten sie Phorkys ja auch erstmal da haben, was durch die entsprechende Erkl√§rung ja auch bestens nachzuvollziehen war. Da Mandra das aber wohl noch nicht wirklich oft gemacht hat und nicht komplett √ľber Phorkys Kr√§fte Bescheid wei√ü, konnte er im Vorfeld auch nicht wissen, dass es da eine unsch√∂ne Wechselwirkung geben k√∂nnte. Denn Phorkys greift ja wahrscheinlich auf die Energie der Viecher zu und √ľbertr√§gt somit den Beschw√∂rungsakt ebenfalls auf sie. So landen die Teile eben in Mandras Garten und nicht er selbst.
Dazu l√§sst der Inder auch noch John einfliegen, der dabei helfen soll. Denn eines ist ja sicher: Phorkys Kr√§fte sind ordentlich und diese ganze Monstermacherei ist doch ziemlich √ľbel. Mit der Vernichtung dieses D√§mons w√ľrde man ja auch die Erschaffung neuer, fast unbesiegbarer Kreaturen ausmerzen.
Die Tigerfrauen und Narina sind ebenfalls dabei. So sollte man dem geschwächten Phorkys eigentlich beikommen ... oder?!

John wurde in London von den Conollys alarmiert, weil sich Myxin verändert hat. Er sieht aus, als hätte man ihn gehäutet. John geht fest davon aus, dass das zur Selbstheilung gehört und man dem kleinen Magier seine Zeit geben muss. Daher kann er sich auch zu Mandra begeben.

W√§hrenddessen k√ľmmert sich Denise in der H√∂hle um Phorkys. Dort z√ľchtet er auch die Werwolf-Mantiden, die kurz vor der Geburt stehen und in Kokons von der Decke baumeln.
Um Phorkys zu helfen, schickt Denise ihren Gehilfen Baagh los, einen Tigermann, um ein Opfer zu besorgen und mit dessen Blut Phorkys wieder zu Kräften kommen zu lassen. Da Phorkys ja immer wieder von Denises Potenzial spricht, wie auch immer sich das äußert, hat sie genau das Richtige getan. Und im Gegensatz zu Lykaon sagt Väterchen ihr das auch!
Der Leichenschmaus war allerdings echt eklig und dann kamen auch noch die Geburtsger√§usche der Kokon-Viecher dazu. Brrr ... jetzt schl√ľpften also diese gefl√ľgelten Gottesanbeterw√∂lfe.
Denise soll sie zu Daddy zu den Flammenden Steinen bringen und die Viecher gehorchen ihr. Doch als sie durch Phorkys erschaffenen schwarzen Spalt gehen will, erfolgt das Resultat der Beschwörung im korab'schen Garten. Doch "nur" die zwei Werwolf-Mantiden, die Phorkys durch den Spalt bringen sollten, landen bei Mandra und Co, nicht der Dämon selbst.
Allerdings gewährt diese Wechselwirkung auch einen Blick in die Gegend, in der sich Phorkys befindet und somit tut sich auch die Möglichkeit eines "Gegenbesuchs" auf.
Beim Kampf mit den Viechern landen Sefaya und John n√§mlich in der H√∂hle. W√§hrend Mandra, Narina und Benasir sich also um die zwei Mantiden k√ľmmern, steht John abermals Denise gegen√ľber ... und sieht auch die fiesen Viecher!
Als der Geisterjäger Denise diesmal tatsächlich mit dem Kreuz angreifen will, steht Lykaon ihr von der anderen Seite bei. Das Mädchen kann mit den Ausgeburten der Hölle und Phorkys durch den Spalt fliehen und lässt dabei noch DEN Jack Sparrow-Satz fallen: "Du wirst diesen Tag niemals vergessen, an dem du Lykaons Tochter beinahe erwischt hättest!" ... Fand ich echt einfallsreich und so'n frecher Satz aus ihrem Munde passte da an dieser Stelle auch sehr gut rein! großes Grinsen

Aber eigentlich fand ich sogar diese ganze kurze Szene in der H√∂hle richtig cool. Sehr bildgewaltig, wie das "kleine" M√§del da mit den riesigen Monstren vor dem Spalt steht und sie quasi anf√ľhrt!! ... und anschlie√üend rettet Sefaya John noch aus der einst√ľrzenden H√∂hle, die Baagh hingegen nicht mehr lebend verl√§sst.
Mit dem leicht lädierten Handy kann der Geisterjäger dann aber noch Mandra anrufen. Mich hat's auch nicht verwundert, wo Sefaya und er waren, denn immerhin wurde ja vorher erwähnt, wo die Höhle liegt ...

Auch Narina fand ich ziemlich cool. Sie ist neugierig, aber nicht nervig und kann sich ihrer Haut wehren. Kein Wunder, wenn Mandra sie sogar als eine Art Nachfolgerin ausbildet. Sie ist auch im Umgang mit den Tigerfrauen √ľberraschend gewitzt, hat gute Ideen, kann f√ľrsorglich sein, handelt eigenm√§chtig, aber eben auch richtig.

Und die "Smartphone-Trulla", wie sie hier irgendwo so liebevoll Zunge raus genannt wurde, hei√üt wohl Denise, weil sie eben halb Mensch, halb Werwolf ist und jahrelang von ihrer menschlichen Mutter Margory Curtis aufgezogen und deshalb von ihr wohl auch mit einem menschlichen Namen bedacht wurde. "Die Teenagerin" hat ja zun√§chst ein ganz normales Leben gef√ľhrt, bevor sich zeigte, wer sie wirklich ist ...
Außerdem hat Lykaon ja ebenfalls nen "menschlichen" Tarn-Namen ... als da wäre Egeas Demeter. Könnte ja sein, dass Denise sich auch mal nen Götternamen zulegt?! Augenzwinkern smile
"Die Teenagerin" ist, wie ich finde, in der Tat eine bedeutsame Bezeichnung, die nochmal unterstreicht, dass Denise nicht nur eine Bestie ist. Sie denkt und handelt auch oft genug, wie ein Mensch und hat Gef√ľhle, die Lykaon fremd sind. Und die, so ganz nebenbei erw√§hnt, auch ziemlich oft verletzt werden. Und sowas geht nur, wenn eine Figur Hintergrund und Charakter hat. Denise wurde, wie es in einer Serie schon mal leicht √ľblich ist, √ľber so einige Romane hinweg aufgebaut, sie hat Pers√∂nlichkeit. Man mag sie, oder eben nicht. Das verh√§lt sich dann so, wie bei anderen Charakteren der Serie schlie√ülich auch, wie u.a. sogar beim JS-Team selbst. Niemand wird alle Charaktere, ob langj√§hrig dabei oder nicht, gleich gerne m√∂gen.
Denise Curtis kennt auch ein anderes Leben, ein menschliches ... sie kennt Gef√ľhle und deren Auswirkungen ... was die mit einem anstellen (k√∂nnen), wenn man sich schlecht und nicht anerkannt f√ľhlt. Genauso kann sie einen Menschen "einfach so" opfern, um ihrer d√§monischen Seite, ihrem V√§terchen zu helfen. Aus ihrer Sicht hilft sie schlichtweg einem Familienmitglied, um dessen Leben sie bangt, zudem ist er auch noch jemand, der sie oft versteht und sich um sie k√ľmmert ... aus der Sicht eines Menschen begeht sie aber ohne mit der Wimper zu zucken einen kaltbl√ľtigen Mord (und nicht nur einen).
Denise ist zur H√§lfte Mensch, der dabei ist, erwachsen zu werden. Sie hat auch Anfl√ľge von Gewissensfragen und ist dadurch vielleicht auch noch irgendwie "formbar" und lernf√§hig?!
Wenn man bei einer Figur √ľber solche Dinge beim/nach dem Lesen nachdenkt, nachdenken kann, wenn man denn will, dann ist sie f√ľr mich mitnichten eine blasse, farblose Figur ...

Den Schwenk nach London fand ich besonders aus dem Grund gut, weil es dort eben u.a. auch mit Myxin weitergeht. Der wartet mit seiner Heilung/Ver√§nderung n√§mlich bestimmt nicht, bis er "im eigentlichen Plot wieder dran ist". Und au√üerdem geh√∂rt diese Story f√ľr mich ebenfalls zum Lykaon-Plot, weil Phorkys diese Mantiden-Viecher ja extra neu f√ľr den Kampf, bzw. wohl f√ľr Lykaon erschaffen hat, wie Mr. Alge ja selbst sagte. Auch da es sich bei JS um ne SERIE handelt, d√ľrfte allein diese Tatsache doch eigentlich schon gen√ľgen, um etwas weiterzuerz√§hlen, das sich erst k√ľrzlich ereignet hat. Es bedeutet an dieser Stelle ja nicht auch gleich Stillstand, nur weil es grad mal nicht aktiv genau dort weitergeht. Man stelle sich nur mal vor, jemand muss am Ende eines Romans auf'n Lokus ... n√§chster Roman spielt aber woanders ... soll der oder diejenige dann etwa solange auf dem Porzellandampfer hocken, bis es genau dort weitergeht?? Also, da d√ľrfte dann aber mehr als nur eingeschlafene Beine angesagt sein ... Augenzwinkern Zunge raus gro√ües Grinsen
Au√üerdem sorgt dieser kleine Blick nach London ja noch daf√ľr, dass man bei Myxin ein Voranschreiten bemerkt. So muss das nicht noch in einem eigenen Roman erw√§hnt und "in die L√§nge gezogen werden". Hier hat's, mir zumindest, nicht weh getan, dass das mit drin war und auch der Story in Indien keinen Abbruch getan. Im n√§chsten Roman ist der kleine, im Moment nicht mehr ganz so gr√ľne Magier dann wahrscheinlich schon weiter mit seiner Heilung und er k√∂nnte evt. bald wieder eingesetzt werden, wer wei√ü?! Von daher fand ich es eher geschickt, dass diese Info hier noch miteingeflossen ist ... Augenzwinkern Daumen_hoch

Dass Phorkys hier nicht den L√∂ffel abgegeben hat, fand ich gut! Und zwar nicht nur, weil ich ihn als D√§mon cool finde und er die kreativ geilsten Viecher erschafft, sondern auch aus dem einfachen Grund, weil (f√ľr mich zumindest) sein Ableben als D√§mon mit seiner Gr√∂√üenordnung hier und jetzt ein bisschen zu "schlicht" r√ľbergekommen w√§re. Irgendwie finde ich, dass ihm eine b√∂senw√ľrdige Vernichtung w√§hrend eines gr√∂√üeren Coups zustehen w√ľrde .... (wenn √ľberhaupt! Von mir aus k√∂nnte der ewig neue Viecher fabrizieren!! Oder Denise kann das in Ma√üen auch, weil sie ja seine Enkelin ist gro√ües Grinsen )

Eines hat sich in dieser Story jedenfalls bestens rauskristallisiert: John und Co werden es wohl auch noch mit diesen Werwolf-Mantiden-Viechern zu tun kriegen, da die sich ja jetzt bei den Flammenden Steinen tummeln, die schlie√ülich noch zur√ľck erobert werden wollen ... oder sollen! smile
Und WIE fies die Viecher sind, hat man ja in Mandras Garten oder innerhalb Benasirs Erzählungen erlebt.
F√ľr diese "Mantidenviecher-Einf√ľhrungs/Phorkys'-Racheversuchs-Mandra/Tigerfrauen-Myxin/Info"-Story gibt's deswegen auch ein top, weil diese Wertung halt genau mein Lesevergn√ľgen widerspiegelt! Die Einf√ľhrung von Phorkys neusten Kreationen im Kampf gegen das Gute hatte es in sich und ich konnte sie in einem Rutsch, mit ordentlich Spannung und bildgewaltigem Kopfkino lesen!
Besonders gut fand ich bei den Viechern auch, dass sie zuerst wirkten, als w√§ren sie nahezu unbesiegbar (und ihre hohe Opferzahl somit erschreckend wenig vermeidbar). Aber sie haben doch hier und da ne kleine Schwachstelle, bzw. kann man mit bestimmten Waffen, guter Kondition, Verwandlungsf√§higkeit (vielleicht sollten John und Co die Tigerfrauen ebenfalls als Verb√ľndete f√ľr den Kampf gegen Lykaon gewinnen?!) und taktischem Geschick doch gegen sie ankommen und sie vernichten. So geschehen im Korab'schen Garten!

Das Cover kommt nat√ľrlich sehr gut! Besonders auch, weil Baagh genauso beschrieben wurde, wie er auch zu sehen ist smile Und da ist es (mir) auch egal, ob es "recycelt" ist oder nicht. Sehr sch√∂n oldschool und atmosph√§risch! Jetzt h√§tten nur noch ein paar Kokons gefehlt, die von der Decke baumeln ... so f√ľr den Monster-Flair gro√ües Grinsen

Auf der LKS gibt's wieder eine Kurzgeschichte. Zuerst hatte ich mich noch verlesen und dachte, warum Oliver M√ľller jetzt auch (oder sogar "nur") ne Kurzgeschichte schreibt, wo ich mich doch schon auf einen weiteren Roman aus seiner Feder freue?!
Es hat tats√§chlich gedauert, bis ich gesehen habe, dass da "Miller" und nicht "M√ľller" steht! Schande √ľber mein Haupt, wie peinlich! Wall
Aber wie dem auch sei. Ich hab die Geschichte nat√ľrlich gelesen und muss sagen, dass ich sie richtig cool fand! Oliver Miller hat nicht nur die Sage um den Rattenf√§nger von Hameln eingebaut, sondern auch umgebungszugeh√∂rige Orte, wie den Schweineberg oder den Kleinen Deister, bzw. die Deister H√∂hlen.
Au√üerdem fand ich die Story um die Noten sehr cool und das Ende hat mich dann so richtig beigekriegt: Bader hat nen Pakt mit dem Teufel und will deshalb die Noten! Baumann und Konstantin sind entsetzt ... und ich war √ľberrascht, weil ich ja mit allem gerechnet hatte, nur nicht damit.
Irgendwie meinte ich, dass der Rattenf√§nger durch die ganze Aktion wieder "aufgeweckt" werden w√ľrde oder sowas √§hnliches. Aber dieses Ende, wie es hier steht, fand ich noch viel besser!
Deshalb fand ich diese Story auch sehr gut gelungen und echt lesenswert! smile Daumen_hoch

Thema: Band 2169: Angriff auf die Flammenden Steine
Sheila Conolly

Antworten: 25
Hits: 2536

05.05.2020 01:00 Forum: JS2101-2200

Oh man ... das Ding war heftig!
Es hatte viel von dem, was mein Leseherz begeistern kann großes Grinsen

Kurz nach dem das Refugium der Flammenden Steine schon von Lilith malträtiert wurde, sind sie erneut Ziel eines fiesen Angriffs. Diesmal von Lykaon und Co. Und der scheint ziemlich gut vorbereitet zu sein ...

Aber es gab auch noch andere Dinge großes Grinsen
Ich hab beispielsweise Bills "Thron-Tour" auf seinem Rasenmäher genauso abgefeiert, wie den eigentlichen Angriff auf die Flammenden Steine.
Letzterer ging so schnell und durchdacht vonstatten, ich hatte echt Mitleid mit den Atlantern!
Lykaon r√ľckt n√§mlich mit Gro√üaufgebot in Form von seinem Werwolfsheer, Denise, Carnegra samt Schwarzer Dom - Splitter, Harpyie Podargo und ihren Sirenen-Kinderchen, Phorkys, etc. an. Keine Chance f√ľr die Bewohner der Flaming Stones. Sie k√∂nnen sich schlie√ülich noch unter gr√∂√üten M√ľhen zur√ľckziehen, weil ihnen erstmal gar nix anderes √ľbrig bleibt. Und wo gehen sie hin? In Johns Wohnung.
Und hier kommt wieder das meiner Ansicht nach gute Handling zwischen Spannung, Betroffenheit und Humor heraus, denn John ist grad nicht allein in seiner Wohnung ... Augenzwinkern

Am Anfang wird auch nochmal Bezug genommen auf die Ereignisse vom Himmelfahrtskommando. Abe Douglas soll zum Psychotherapeuten gehen, um die Erlebnisse aufzuarbeiten. Im Laufe der Sitzung, und ich fand, dass dieses Gespr√§ch und die daraus entstandene Situation f√ľr Abe bestens nachzuvollziehen war, wird der G-Man nochmal mit den Geschehnissen konfrontiert ... und er fasst einen Entschluss. Wie der aussieht, erf√§hrt man erst sp√§ter, als Steph mit Sheila telefoniert. Doch die muss pl√∂tzlich das Gespr√§ch abbrechen, weil sich w√§hrend des Treffens mit ihren M√§dels im Garten seltsame Dinge ereignen. Der Rasenm√§her wird vernichtet!

Aber das ist noch nicht alles: Kara, Myxin, Sedonia und der Eiserne Engel wollen wieder zu den Flammenden Steinen und sie zur√ľckerobern. John, Bill, Suko und Shao wollen mit, w√§hrend Glenda, Sheila, Marisa und Cathy den Anker f√ľr ihre R√ľckkehr im conollyschen Garten darstellen.
Emma und Fiona, Sheilas Therapeutin und Freundin wohnt dieses Mal auch dem Treffen bei, sitzen erstmal nur rum ... erstmal!!

Kara ist hier auch ein wenig anders: manchmal regelrecht kalt, dazu dann sp√§ter auch noch aufbrausend und dann zu Tode betr√ľbt. Normalerweise k√∂nnten Stimmungsschwankungen ja auf eine Schwangerschaft hindeuten, aber das glaube ich dann doch eher nicht gro√ües Grinsen
Vielleicht hat es ja noch damit zu tun, was Lilith während des Kampfes einst zu ihr sagte und das sie da schon sehr verwirrt hatte ... ?!

Die Einlage mit Fiona fand ich auch eine sehr gut dargestellte Verkettung ungl√ľcklicher Umst√§nde, die das Weib nutzen wollte, um sich des Sinclair-Teams fast auf einen Schlag zu entledigen! Sie zeigt n√§mlich ihr wahres Gesicht und das hat es in sich!
Emma, der eigentlich eher "nur kreischenden" Schwester von Cathy, war es schlie√ülich zu verdanken, dass nicht nur Marisa und die Anwesenden der Flaming Stones-Kopie-Formation √ľberleben, sondern auch John, Bill, Suko und Shao!

Die hatten nämlich schon den Tod vor Augen, da ihr Erscheinen erwartet und quasi direkt pariert wurde ... mit einem haarsträubenden Ende: Myxin, der alles gegeben hat, wird schwer verletzt und ist kaum noch zu erkennen! Wie das beschrieben wurde ... mir standen wirklich und buchstäblich beim Lesen die Haare zu Berge und der hat mir total leid getan! Vor allem der kurze Moment, wo seine Freunde ihn unmittelbar vor der Flucht in ihrer Mitte sehen ...

Der Abschluss dieser Story wurde dann zu einer Mischung aus Entsetzen, Mitleid und auch Freude. Mit Stephanie hatte es zeitweise n√§mlich nicht gut ausgesehen ... und es war irgendwie kein Wunder, dass sie fast keinen anderen Ausweg wusste, weil sie sich nach dem abgebrochenen Telefongespr√§ch ziemlich alleine f√ľhlte. Dann aber bekommt sie noch Besuch, der eine positive Wendung bedeutet! Fand ich toll! smile

Die Atlanter kommen erstmal bei den Conollys unter und Myxin versucht, sich dort zu regenerieren ... quasi wie in einer Art k√ľnstlich-magischem Koma.

Pures Mitleid hatte ich mit Denise, die nun auch von Carni auf derbe Art und Weise verlassen und dazu noch verh√∂hnt wird. Ihren "Mama"-Schrei w√§hrend ihrer Flucht vor Verzweiflung und Einsamkeit konnte ich daher besonders gut h√∂ren ... und war nat√ľrlich √ľberrascht, auf wen sie dabei noch getroffen ist!

Zum Thema Kreatur der Finsternis, die "plötzlich auftaucht", hab ich ja folgende Theorie (abgesehen davon, dass ich die Teile auch so schon sehr cool finde!!):
An einer so gesehen "belanglosen" Stelle zeigt mir ihr Einsatz aber deutlich, dass es noch mehr davon geben könnte. Und zwar in ebenso heiklen Positionen. Sie konnte sich ins Team einschleichen und dann auch noch auf ne relativ derbe Art und Weise. Wenn sie Bill vielleicht doch noch irgendwann mal mittherapiert hätte, wären ihr möglicherweise noch ein paar versehntlich rausgeflutschte Insider-Infos ins Netz gegangen ... wer weiß ...
Also wohl doch nicht so belanglos Augenzwinkern smile
Zumal Lykaon und Co nicht die einzigen sind, die dem Sinclair-Team ans Leder wollen.
Es kann doch durchaus vorkommen, dass sich die Wege von verschiedenen B√∂sewichten mal kreuzen und hier war es f√ľr mich schon mal ein fieser Vorgeschmack auf das, was die Gegner sich alles raffiniertes einfallen lassen (k√∂nnen)!
Jeder in Johns Umfeld oder dem seiner Freunde könnte also eine KdF sein, die gezielt eingesetzt wurde ... (wie z.B. Christina Dick großes Grinsen Taktisch wäre es ein guter Zug der Bösen, wenn sie eine KdF wäre, von wegen Infos zumindest aus zweiter Hand (die erste ist halt immer noch Sir James und der gibt weiter, was er weitergeben muss ;-) ).
Woher sollten die Gegner denn wissen, dass Sheila 1. zur√ľckkehrt und 2. sich Fiona anvertrauen, bzw. sie als ihre Therapeutin nehmen w√ľrde??
Manche Leute m√∂chten nicht z.B. von befreundeten √Ąrzten untersucht werden, h√§tte ja auch hier der Fall sein k√∂nnen und Sheila h√§tte sich nen Therapeuten aus dem Telefonbuch rausgepickt. Fiona hatte also echt Gl√ľck und so gesehen bombastische M√∂glichkeiten. Gut, dass die M√§dels mittlerweile auch auf Zack sind und sich ihre D√§monen-Traumata zumindest daf√ľr "gelohnt" haben. Besonders f√ľr die Figur der Emma, die ich ab und an fast schon als leicht und geringf√ľgig nervig empfand. Find ich jetzt absolut nicht mehr, sich hat sich (bei mir zumindest) etabliert!
Außerdem kristallisiert sich jetzt schon mehr heraus, welche Fähigkeiten auch sie so besitzt.

Dann gab es auch noch ein paar nette Dinge, die ich fast schon als Hommage an den Meister der Geister ansehe:
Da gab es zwischendurch eine Ausdrucksweise, die mich sehr an die seine erinnerte Augenzwinkern großes Grinsen
... moderner Quälgeist ...
... so muss man das sehen ....

Au√üerdem fand ich mal wieder die Dialoge sehr genial. Sie verleihen den einzelnen Figuren noch mehr Charakter und vor allem: Leben! Sie wirken so lebendig, als w√ľrde man sie kennen. Dazu dann noch die verschiedenen Situationen, in denen sie sich immer wieder befinden und in denen sie auch miteinander sprechen. Wie sich das alles ver√§ndert und wandelt, WIE sie sich unterhalten und das alles ... selbst daran kann man oft genug schon erkennen, was sie gerade denken oder wie sie sich f√ľhlen, ohne dass es noch gro√ü beschrieben werden m√ľsste (aber wenn das gemacht wird, ist das trotzdem nicht schlecht. Es unterstreicht dieses Empfinden dann noch zus√§tzlich smile ).

Abschlie√üend kann ich nur noch sagen, wie beklemmend, aber "gut" es auch mal ist, dass John und Co nicht sofort erfolgreich zur√ľckschlagen k√∂nnen. Sie m√ľssen hier einstecken, nachdenken, planen, wieder einstecken, dabei noch mit anderen Problemen fertigwerden und sich gegenseitig um sich selbst k√ľmmern. Sie m√ľssen diesmal mit allerlei Entt√§uschungen klarkommen ... denn hier trifft "Altes" auf "Neues" ... und zwar auf unsagbar b√∂ses Neues ... und sie m√ľssen trotzdem weitermachen, wenn sie nicht alles verlieren wollen. Kann es noch schlimmer kommen??
Wie ich anfangs schon sagte ... heeeeftig!!! ... aber alles saugut beschrieben und mitzuerleben ... so dass ich gar nicht anders konnte, als direkt weiterzulesen!
Was ich dann auch getan habe ... Augenzwinkern großes Grinsen
Dieser Roman hier hat sich in meinen Augen allerdings schon das top verdient, selbst wenn es wohl noch weitergeht smile Daumen_hoch

Das Cover ist megageil und die Szene kommt auch ziemlich genau so vor. Der Eiserne Engel, der nicht ganz so flott manipulierbar ist, steht inmitten der Flammenden Steine, die dabei sind, √ľbernommen zu werden. Herrlich! smile

Auf der LKS gab es mal was Neues, nämlich einen Fan-Brief auf einen Fan-Brief smile
Also eine Meinung zu einer Meinung. Und wie das hier gehandhabt wurde, fand ich sehr vorbildlich und schön zu lesen.
Es wird immer verschiedene Meinungen zu Themen in Romanen und Wunschvorstellungen, was mal erscheinen k√∂nnte/sollte/w√ľrde/m√ľsste geben, aber wie die beiden Verfasser das hier durchgezogen haben, fand ich interessant und irgendwie auch echt nett.
War mal was anderes und nicht minder interessant, als "normale" Leserbriefe smile Daumen_hoch


Zitat:
Original von Koboldoo
[...]Denise wird f√ľr mich immer faszinierender. Was wird aus ihr werden? Sargnagel f√ľr ihre Familie und Busenfreundin? Verb√ľndete des Sinclair-Teams? Neue Superd√§monin? Ich bin sehr gespannt, was IRH mit ihr anstellen wird...

Dito!! smile Zumal Phorkys ja auch noch immer sagt, dass ordentlich Potenzial in ihr steckt!! smile

Thema: Band 1188: Zeit-Parasiten
Sheila Conolly

Antworten: 8
Hits: 2211

05.05.2020 00:49 Forum: PZ1001-heute

Dieser Roman war mal wieder ein sehr gutes Beispiel daf√ľr, erstmal zu lesen und nicht alles sofort nur nach dem kurzen Eingangstext zu beurteilen. Denn da gings um einen Zirkusclown ... und ich dachte schon ... och n√∂√∂√∂√∂√∂, nicht Clowns, die zu Horrorclowns mutieren.
Aber als es dann supernaturalmäßig mit dem nächtlichen Angriff losging, war ich von Anfang an gefesselt und konnte den Roman nicht mehr aus der Hand legen.
Die Szene mit den Kids, die mich ein wenig an die "alte" Film-Version von Stephen King's ES erinnerte, war der Hammer!
Dass Colin bei dem Anblick von Stuarts, Erics und Annes Tod nicht durchgedreht ist ...
Und als er dann so schnell nach Hause gerannt ist, um seinem Vater davon zu erz√§hlen, dann aber vom Erscheinen der b√§rtigen Frau eingesch√ľchtert wird, war richtig zu sehen und zu sp√ľren, wie sie ihm mit dem Tod der Eltern droht, sollte er nicht den Mund halten.
Das alles war f√ľr mich DIE Einleitung, die Spannung und ne interessante Story versprach.
Und genau so war es dann auch ... smile

Dass Zamorra dann ganz klassisch √ľber einen Kongress f√ľr Paraforschung, den er eigentlich besuchen wollte, an diesen Fall ger√§t, finde ich v√∂llig in Ordnung.
Auch wenn er selbst irgendwo einen Vortrag halten soll und dar√ľber an einen Fall ger√§t, find ich das noch ok. Immerhin ist er ein gefragter Referent und Redner.
Hier hat ihn das MTS geschickt, um mal nach dem Rechten zu sehen, weil es einen unerklärlichen Anstieg paranormaler Aktivität gab.

So landet Zammy dann in klein Salem und trifft auf schweigende, bzw. ängstliche Dorfbewohner.
Er ist somit auch die ganze Zeit zu Fu√ü unterwegs, schl√§ft nachts nicht, sondern passt auf, schn√ľffelt rum, usw.
Allein das w√ľrde mich ja schon stressen. Kein Bett, kein Stuhl, keine Bank, um mal gescheit auszuruhen. Zamorra wird dabei auch immer wieder angegriffen, was seine Kraftreserven ordentlich strapaziert.
Besonders gelungen fand ich auch die Beschreibungen der Zirkusakteure, die "Menschenkost√ľme" an hatten. Das Bild vorm geistigen Auge, wenn das Maul aufgerissen und √ľberweit ge√∂ffnet wurde, sowie die messerscharfen Z√§hne, etc.
Sehr schön! smile

Marcus Minnifield, die MM-Ranch. Niemand mag ihn ... aber ihm gehört alles!
Und dann liegt da ein schwerkranker, alter und gebrechlicher Mann. Ich hatte mir unter diesem Namen anfangs einen herrischen Choleriker Mitte bis Ende Sechzig vorgestellt, der den ganzen Tag rumbr√ľllend und meckernd durch sein Anwesen streift und alle Angestellten fertig macht.
Nichtmal die Sache mit den mysteriös erscheinenden Söhnen hat mich stutzig gemacht. Erst eben, als die Zirkusleute in seinem Zimmer erscheinen und von einem Deal sprechen ... da hatte ichs dann auch geschnallt^^
Dass der Kerl bei all seiner Schw√§che noch immer wieder so rummaulen konnte, allein das zeigte schon deutlich, was f√ľr eine Art Mensch er war. Immerhin h√§tten die Zirkus-Freaks ihn ja auch einfach killen k√∂nnen, Stillschweigen bewahren und immer wieder auf seinem Land auftauchen. Von den Bewohnern Salems w√§re sicher niemand freiwillig zur Ranch gekommen und wer sollte da schon merken, wenn der Alte weg ist? Aber so ein Deal ist doch viel sch√∂ner ... zumal der jeweilige Angestellte Minnifields mittels ansprechender Plakate, etc. dann ja auch daf√ľr sorgte, dass es potenzielle Opfer geben w√ľrde, wenn der Alte das selber nicht mehr konnte.

Da ich auf Tentakelviecher stehe und sowas tentakul√∂s cool finde, wurde hier mit der √úber-Entit√§t Bortaas nat√ľrlich voll mein Nerv getroffen. Schade, dass der nicht mal in G√§nze aus seinem Loch gekrochen kam. Aber wenn das geschehen w√§re, dann h√§tte es sich mit unserem Zammy wohl erledigt gehabt. Ich fands auch nicht schlimm, dass es sich bei dem Vieh um einen nahezu unbesiegbaren, bzw. um eine uralte Gottheit als Gegner handelte. Gerade in solchen Universen wie hier KANN es immer solche Viecher geben, die von irgendjemandem irgendwoher geholt werden.
Umso interessanter ist es dann, wie sie besiegt, bzw. "verscheucht" werden.
Hier funktionierte es √ľber die Helferlein in Form der Zirkusleute und des Zeltes, mit dem sie die Besucher anlockten.
Und diesmal war es wohl auch noch was anderes, als in den Jahren zuvor.
Diesmal wussten sie alle, dass da jemand war, der sich anmaßte, ihnen einen Strich durch die Rechnung machen zu wollen. Diesmal gab es keine willigen Opfer, die sich heimlich des nachts zum Zirkus schlichen, weil sie nicht offiziell hingehen durften.
Diesmal mussten sie gleich bei der Premiere zuschlagen und belegten quasi alle Dorfbewohner gleichzeitig mit einem Bann, um an Futter f√ľr Bortaas zu kommen.

Die ganze Atmosphäre, die den Roman unterschwellig begleitete, hatte ebenfalls etwas von einem Bann. Nämlich immer weiter zu lesen. Das war alles total fesselnd und interessant geschrieben!!
Zwar musste ich einige Passagen w√§hrend des Endkampfes im Zelt mehrmals lesen, wer wann wie wo rumsprang, sich abseilte oder auf den Boden klatschte und wieder aufstand, um anzugreifen ... oder auch die Dimension des Mahlstroms, die ich mir vorstellte, als es hie√ü, ihm w√§re fast die gesamte Manege schon zum Opfer gefallen und die Eltern/Bewohner aus ihrer Trance erwachten und zu den Kindern eilten ... Wie haben die das gemacht, wenn da kaum noch Platz war? So gesehen h√§tten sie ja nur noch √ľber die Zuschauerr√§nge klettern k√∂nnen, weil in der Mitte alles unter Bortaas' Fuchtel stand und die H√∂lle tobte?!
Aber das war ne Kleinigkeit und vielleicht hab ich da auch einfach was falsch verstanden/gelesen ... jedenfalls kam dann die Stelle mit der Musikkapelle, die ich echt herrlich fand!

Mit Musik geht alles besser: das Anlocken der Opfer klappte hervorragend und das Ableben der Bösen dann anschließend umgekehrt auch großes Grinsen
Zamorras Trompeten-Kakophonie konnte ich beinahe √ľberdeutlich h√∂ren! gro√ües Grinsen Immerhin wurde ja explizit gesagt, dass er keinen Ton trifft, aber die T√∂ne oder das Instrument an sich reichten wohl, um den Bann zu brechen. Wie er es allerdings schafft, durch das Zelt zu RENNEN (!!) und DABEI weiterzuspielen (als Profi w√§re das noch machbar, aber nicht als Anf√§nger, wenn man Atem- und Blastechnik nicht beherrscht, bzw. von "tuten und blasen" keine Ahnung hat^^ *Klugschei√ümodus aus* Zunge raus gro√ües Grinsen ).
Aber selbst das war egal, weil alles andere eben cool war und passte ... und Zamorra auch einen winzig kurzen Blick auf das Monstrum bekam, nicht nur auf einen Tentakel.

Minnifield begeht schlussendlich Selbstmord. Irgendwie selbst f√ľr so einen ... Mistkerl nachvollziehbar. Es gab ja keinen anderen Ausweg mehr f√ľr ihn, vor allem in seiner akuten Situation.
Sein Dasein in nem Gefängniskrankenhaus fristen? Nöööö, dann lieber aus dem Staub machen, kurz und schmerzlos.
Und Bortaas? Der muss sich jetzt wohl in einer anderen Dimension/Welt neue Opfer suchen.
Mir hat die Story um ihn und seine Vasallen allerdings sehr gut gefallen und er darf sich √ľber 9/10 Amuletten freuen! gro√ües Grinsen Daumen_hoch

Das Cover .... zeigt zwar nen fiesen Clown, aber so richtig war es diesmal nicht mein Fall.
Ich hätt hier eher das Zirkuszelt mit ordentlich Krawall und nem fetten Fangarm in der Mitte cool gefunden. Aber das hätte dann wahrscheinlich schon zu viel verraten ... Augenzwinkern

In der Mystery Times gibt's wieder interessante Rezis von Klaus Möllers, die ich ja immer gerne lese.
Auch bei seinen Meinungen zu diesen beiden Romanen sind wir uns fast in allen Punkten einig (sag ich jetzt mal so platt, denn man muss sich bei Meinungen ja eigentlich gar nicht einig sein, da darf ja ruhig jeder seine eigene haben gro√ües Grinsen Daumen_hoch ... also nix f√ľr ungut, lieber Klaus smile ), bis auf die Sache mit den "wissenschaftlichen Erz√§hltexten", zu Anfang bei den Subraumbestien: ich f√ľr meinen Teil stehe ja toootaaaaal auf sowas, weil es mir den n√∂tigen Flair, bzw. das richtige Feeling f√ľr die "Bilder im Kopf" beim Lesen dieser Story verpasst hat! ... und wenn ich doch mal mit bestimmten Begriffen nix anfangen kann, wird eben gegoogelt gro√ües Grinsen Aber gerade hier, wo es sich ja im Grunde um die wissenschaftlichen Ger√§tschaften, Anordnungen und Versuchsabl√§ufe geht, die dann das Portal und den Blick in den Subraumtunnel gestatten, wie auch die Tatsache, dass die Bestien dadurch in diese Welt kommen ... das ist, f√ľr mich zumindest, in genau richtigem Ma√üe gestaltet worden!
Ich hatte diese fetten Transformatoren, Elektromotoren, die rotierenden Magnetfelder (besonders das dritte, statische Magnetfeld), etc. immer so schön bildlich vorm geistigen Auge ... und ich glaube, das wäre nicht so gewesen, wenn es im Vorfeld nicht alles so schön beschrieben worden wäre smile
Und jetzt bin ich schon auf seine nächsten Meinungen gespannt, daher werde ich mich jetzt mal mit dem Nachlesen sputen, um auch bald wieder aktuell zu sein smile

Thema: Band 2168: Die Templer-Schande
Sheila Conolly

Antworten: 21
Hits: 1837

05.05.2020 00:30 Forum: JS2101-2200

Ein cooler Roman mit Harry Stahl und später auch Godwin de Salier!!
Die Story hat mich gut unterhalten und ich konnte sie in einem Rutsch weglesen smile

Irgendwie hat mich dann doch √ľberrascht, dass Harrys Kollege Ernst Hollmann, ein "Ungl√§ubiger", tats√§chlich allein loszog und dann eben dieses Schicksal erleidet. Auch wenn ich den Kerl nicht wirklich leiden konnte ... Augenzwinkern
Aber dadurch, dass er dann doch zu sehen bekam, was er nicht glauben wollte, hat er sich wohl auch ein bisschen dumm verhalten. Das wurde ihm zum Verhängnis ... und bescherte Harry ne temporäre Tischdeko ... brrrr ...

Die Geschichte derer von und zu Hohenfeld fand ich interessant gestaltet und gut beschrieben. Ich konnte Ricardas Verwandlung bestens nachvollziehen und auch, dass ihr Gatte Victor das alles so mitgemacht hat.

Und ob Harry jetzt seine Silberkugelwumme dabei hatte oder nicht, das war m.E. in diesem Fall ja eh egal. Die Kugeln kamen ja nicht wirklich durch die R√ľstung (um zu wirken) und schlie√ülich musste er eh zur "Keule" in Form einer Spitzhacke greifen. Gl√ľcklicherweise hat er ja den Helm etwas demoliert, weswegen die Dame nachher dann auch "mit ohne Visier" unterwegs war ... Augenzwinkern smile

Besonders eindrucksvoll gestaltet war meiner Meinung nach die Szene, in der Godwin auf dem Thron Platz nimmt, nicht mehr runterkommt und dann fast gegrillt worden wäre. Die Beschreibungen, wie er da leidet ... sehr cool! Also schon böse .. aber eben auch cool be- und geschrieben. Irgendwie hatte ich fast sogar den Eindruck, langsam schmorenden Mensch zu riechen ... also in Form vom Geruch angesengter Haare, das hat man ja irgendwann schon mal gerochen^^
Und nat√ľrlich passend dazu, wie Harry zeitgleich versucht, sich mit der "Templer-Schande" anzulegen, um Godwin aus seiner misslichen Lage zu befreien, bevor es zu sp√§t ist ...

Die einzigen beiden Fragen, die sich mir stellen:
1. Warum zum Teufel setzt sich Godwin √ľberhaupt einfach und direkt auf den Thron? Man k√∂nnte das Teil ja vorher mal testen oder sowas. (Aber nat√ľrlich war es in dieser Art und Weise auf jeden Fall spannender smile )
2. Wieso l√§sst Harry den Kopf in seinem Zimmer rumliegen?? Ist doch voll eklig und da er nicht wusste, wie lange er f√ľr den Fall noch braucht, h√§tte der ja auch ordentlich anfangen k√∂nnen, zu m√ľffeln!
(Das mit der Namensvertauschung de Valois/de Salier wurde hier ja schon eingebracht und sooo tragisch fand ich das nu auch nicht. Man weiß ja, wer gemeint war Augenzwinkern großes Grinsen
F√ľr mich jedenfalls kein Grund f√ľr Punktabzug. )

Die Story hat mir echt Spa√ü gemacht, war auch sehr kurzweilig, flott geschrieben, mit Team Stahl/Salier mal wieder was anderes und daher gibt's auch ein sehr gut daf√ľr smile

Das Cover war ja mal der Hammer! Der Thron, die Dame, der abgehackte Kopp, sehr cool!
Einer mordenden Templer-Schande w√ľrdig!! gro√ües Grinsen Daumen_hoch

Auf der LKS gibt's ordentlich Geburtstags-Magie, die mir irgendwie seltsam bekannt vorkam! Daher gehe ich da jetzt mal nicht großartig näher drauf ein ... Augenzwinkern großes Grinsen

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