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Thema: Band 2191: Rasputin muss sterben
Das Gleichgewicht

Antworten: 6
Hits: 558

08.07.2020 18:23 Forum: JS2101-2200

Äh. Ich hoffe, ihr habt Zeit mitgebracht. Ich entschuldige mich schonmal fĂŒr alle, die meine geistigen ErgĂŒsse wirklich lesen. War nicht geplant, musste aber raus. Koch Vielleicht ergibt sich ja wenigstens etwas Diskussionsmaterial. Einen lĂ€ngeren Meckerabsatz hĂ€tte ich hinterher wieder rauslöschen können, aber ich steh zu meiner Schande. großes Grinsen




NatĂŒrlich. Pandora aus der Zeit von Xorron und Shimada. Sie steckt hinter allem und hat dafĂŒr gesorgt, dass Rasputin persönlich auf der BildflĂ€che erschienen ist. Gut, Hilleberg hat dem Altmeister diese Figur „abgenommen“. Aber eingefĂŒhrt und viele Geschichten mit ihm geschrieben, das hat Dark alleine. Kann ich endlich eine offizielle BestĂ€tigung des Teams bekommen, dass solche Eingriffe mit Dark abgesprochen sind, damit ich beruhigter schlafen kann? Ich wĂŒrde mich dann auch nicht mehr so darĂŒber aufregen.

Was will Pandora jetzt genau? Na klar, einen neuen Weltkrieg anzetteln. Dazu muss sie nur mit Rasputin und „anderen Eisen im Feuer“ lange genug herumsticheln, bis die FĂŒhrer der großen Nationen sich an den Hals gehen. In kleineren Dimensionen wird bei diesem Autor nicht gedacht. Nachdem John im ersten Teil noch tapfer Rasputins Vorschlag eines Deals abgelehnt hat, geht er bei Pandora nun darauf ein.

Am anderen Brennpunkt hat Karina Chandra gefangen genommen. Nachdem sie dem getöteten Rasputindiener mit einer KnochensÀge die SchÀdeldecke entfernt hat, holt sie jetzt sehr grafisch beschrieben sein Gehirn heraus. Offenbar hat sie jetzt die FÀhigkeit, aus Gehirnen Informationen auszulesen? (edit: Ok, das klÀrt sich spÀter auf)

Ach, Suko gibt es ja auch noch. Der ist jetzt auf der Flucht und wird vom Mönch Mongush unterstĂŒtzt. Der Name wird sicher jedem Sinclairleser was sagen. Immerhin hatte er 2001 einen Auftritt in der Heftreihe und im gleichen Jahr nochmal einen bei den TaschenbĂŒchern. Zusammen setzen sie sich auf die Spur von Karina. In Rasputins ehemaliger Wohnung, die inzwischen ein Privatmuseum ist, entdecken sie ganz klassisch eine Stadtkarte mit Markierungen. Davor baumelt ein Kreuz, das mal Karina gehört hat. Und es zeigt auf den Hafen. Noch deutlicher kann man die Helden nicht darauf stoßen. Dort angekommen muss Mongush sich nur kurz in Trance versetzen und schon hat man das genaue Lagerhaus. Karina ist zwar ausgeflogen, aber Chandra ist noch hier. Die hat Karina leben lassen, wie nett. Ergibt zwar keinen Sinn, aber man braucht die Figur halt noch. Als sie versuchen, Chandra zu befreien, macht sich Luzifers dunkle wie tödliche Aura bemerkbar. Luzifer, das absolute Böse, war erschienen, um seine Feinde im Höllenfeuer zu vernichten. Tja, Alles, was ihnen blieb, war auf den unvermeidlichen Tod zu warten. Dieses mal aber wirklich. Luzifer ist vielleicht der stĂ€rkste Gegenspieler der gesamten Serie. Wenn der persönlich eingreift, sollte niemand eine Chance haben. Nicht einmal der Sohn des Lichts, von Suko und so einem Mönch mĂŒssen wir gar nicht erst sprechen. Soweit die Logik. Florian Hilleberg lĂ€sst die Helden aber ja ganz gern mal gegen die Obermotze der Serie antreten und unverletzt aus der Sache rauskommen. Unendlich mĂŒhsam hob Suko den Kopf und sah direkt in Luzifers eiskalte Fratze, die sich vor unsĂ€glichem Hass verzerrte und von einer Sekunde auf die andere verschwand. John wurde ja ins GefĂ€ngnis gesteckt, deshalb hat man ihm sein Kreuz abgenommen. Es reichen nun ein paar FSB-Hanseln, die den Talisman dabei haben, um Luzifer zu vertreiben. Man muss nicht mal die Kreuzformel rufen oder die Erzengel beschwören. Das ist wieder so ein Punkt, wo bei mir Schluss ist. Da gibt es auch keine Ausrede oder Schönreden. Vor allem macht sowas die Bedrohung von Luzifer kaputt. Ich muss ja annehmen, dass das „Canon“ ist. Gibt es einen deutschen Begriff dafĂŒr? Also offizieller Teil der Serie. Man muss jetzt davon ausgehen, dass Luzifer sich prinzipiell durch einfaches Hervorzeigen des Kreuzes vertreiben lĂ€sst. Da ist ja sein Diener Matthias widerstandsfĂ€higer gegen das Teil, was total sinnfrei ist. Ok. Vielleicht sollte ich das lassen. Stattdessen könnte ich mich darĂŒber aufregen, dass das FSB das eingesammelte Kreuz bei ihrer Überwachung von Suko mit sich rumschleppt, statt es in einem Tresor versauern zu lassen. Diese Szene ist so ein knallharter Hilleberg-Move. Chandra wird jedenfalls verhaftet und Gut möglich, dass er Chandra gerade zum letzten Mal sah. Wahrscheinlich wĂŒrde sie ebenfalls in Sibirien verschwinden. Hoffentlich nicht. Ich mag die Figuren des Rasputin-Plots sehr. Seitdem sie von Dark eingefĂŒhrt wurden. Vielleicht lĂ€sst Herr Hilleberg Chandra ruhen und Dark kĂŒmmert sich weiter um sie? Nope. Pandora taucht auf, krallt sich Chandra und verschwindet dann laut lachend mit ihr. So schnell kann das gehen, niemand kann etwas dagegen unternehmen. Dank FĂŒllhornteleportation. Darf ich wieder mein Lieblingswort „Deus Ex Machina“ nutzen? Pandora kann Florian wirklich jederzeit und ĂŒberall als Wunderwaffe auftauchen lassen. Sie ist nun einmal sehr stark. Puh, das waren jetzt ein paar echt emotilnale Seiten fĂŒr mich. Zeit fĂŒr einen Szenenwechsel.

Pandora hat John zuvor nach seiner Befreiung aus dem GefĂ€ngnis zum Alexanderpalast gebracht, wo er schnell auf Leichen von RasputinanhĂ€ngern stĂ¶ĂŸt. Er durchkĂ€mmt den Palast, wo offenbar ein Treffen stattfindet. Zwischen mir und Rasputins AnhĂ€ngern lag noch ein Raum. Und in diesem Raum wird er von Karina ĂŒberrascht, die das gleiche Ziel hat wie er. Ah, hier laufen also die FĂ€den zusammen. Und natĂŒrlich wie gewohnt total knapp. Nur einen Raum weiter hocken die ahnungslosen Rasputindiener. WĂ€re John ein paar Minuten spĂ€ter gekommen, hĂ€tte Karina wohl ihr Ziel erreicht, die Typen mit Luzifers Hilfe zu killen. Was aber auch egal ist. Karina zeigt sich uneinsichtig, gerade weil Rasputin selbst unter den Leuten ist. Sie feuert auf den Magier, der sich als Wachspuppe herausstellt. Vielleicht waren die anderen RasputinanhĂ€nger in dem Raum auch nur magische Fakes. DafĂŒr erscheint jetzt ein Höllenwesen und schlĂ€gt John nieder. Es handelt sich um Carnegra, die also noch lebt und mit Matthias zusammen arbeitet. Was fĂŒr ein Verwirrspiel. Da wurstelt Hilleberg ja einige Figuren in seinen Rasputin-Zweiteiler. Die Zusammenarbeit mit Matthias wĂ€hrt nicht lange, denn zwei SĂ€tze spĂ€ter schießt sie plötzlich auf ihn. In ihr steckt auch noch die Kraft von Jennifer Gould. “Und da du so gĂŒtig warst, mir einen Teil deiner Kraft zu schenken, bin ich dir ebenbĂŒrtig.“ Bevor es zum Kampf kommt, erscheint nun auch noch Pandora. Die Carnegra aber nicht angreift, sondern nur mit ihr reden will und Matthias verscheucht. “Willkommen zurĂŒck, meine Tochter!“


Ein kurzes Zwischenfazit an dieser Stelle. Die erste HĂ€lfte des Romans hat mir ganz gut gefallen, trotz typischer Hillebergelemente. Die zweite beginnt direkt mit solchen Sachen wie Luzifers Vertreibung oder halt Carnegra. Da habe ich schon wieder keinen Bock mehr. Und dann diese stĂ€ndigen Überraschungen auf ein paar Seiten. John trifft auf Karina, kurz bevor sie den Raum mit den Rasputindienern erreicht. In Odnung. Dann ist unerwartet Rasputin selbst unter ihnen, auch noch ok. Karina schießt auf Rasputin, der sich als Wachsfigur entpuppt. Überraschung! Ruffo erscheint, der eigentlich von Karina getötet wurde, und schlĂ€gt John nieder. Überraschung! Ruffo verwandelt sich in Carnegra. Überraschung! Sie zielt auf Karina, da erscheint Matthias, der sie davon abhalten will. Überraschung! Carnegra wendet sich gegen ihren VerbĂŒndeten. Überraschung! Bevor es zur Konfrontation kommt, erscheint Pandora, um das zu verhindern. Überraschung! Panroda, die sich als Mutter Carnegras entpuppt. Überraschung! Kurz gesagt, Hilleberg ĂŒbertreibt mal wieder maßlos. Eines der Adjektive, die seine Art, Geschichten zu schreiben, ziemlich gut trifft. Puh, weitere 20 Seiten habe ich vor mir. Mal schauen, wie schlimm es noch wird. Wegen sowas brauche ich fĂŒr viele Romane des Autors auch wesentlich lĂ€nger. Ich muss zwischendurch immer mal kurze Verschnaufpausen einlegen und mich beruhigen.


Pandora bringt Carnegra, Karina und John zum Jussopow-Palast, wo sie von Rasputin empfangen werden. Chandra ist auch hier. Die Gegenseite könnte mit ihnen jetzt kurzen Prozess machen, aber natĂŒrlich sollen John und Karina langsam leiden. Die lernen es auch nie. Rasputin hatte gewonnen. Und ich schloss mit meinem Leben ab. Wieder mal. Aber keine Angst, man hat Chandra einen Peilsender untergejubelt und weiß nun, wo sie sich befindet. In letzter Sekunde stĂŒrmt der FSB mit Suko und Mongush den Palast. TOPAR! Suko darf niemanden töten, aber er ĂŒberblickt die Szene in den 5 Sekunden und zerstört den Kometensplitter, der Rasputin schĂŒtzt. Als die Zeit um ist schießt Chandra auf ihn. Wie gebannt starrte er in die MĂŒndungsflamme und wusste, dass er es nicht mehr schaffen wĂŒrde, auszuweichen. Aber auch hier muss der Leser nicht um den Helden fĂŒrchten, denn er trĂ€gt eine Schutzweste. Rasputin flieht, die rachsĂŒchtige Karina direkt auf den Fersen und dahinter wiederum John. Als Pandora ihren SchĂŒtzling retten will, ruft der GeisterjĂ€ger die Kreuzformel. Nachdem das jahrzehntelang die Lösung fĂŒr alles war und die Co-Autoren einige Zeit versuchten, das Kreuz durch die DĂ€monenpeitsche und den Bumerang zu ersetzen, ist die Formel inzwischen wieder im Dauergebrauch. Geht halt einfach am schnellsten. Eben noch ist Rasputin auf das FĂŒllhorn zugeschwebt, nun stĂŒrzt er direkt in die Moika. Karina und John springen hinterher, um ihm den Rest zu geben. Johns - ehemalige? - Freundin schafft es, Rasputin den silbernen Nagel in den SchĂ€del zu treiben, den sie John zuvor entrissen hat. Der Magier zerbröselt zu Asche, die dann wohl vom Fluss davongetragen wird. Ok, dass Rasputin hier tatsĂ€chlich sein Ende findet, hĂ€tte ich nicht erwartet. In dem Falle finde ich das actionreiche und hektische letzte Viertel total angemessen. FĂŒr solche wichtigen Romane ist das genau richtig. Schade, dass Florian dieses Maß zu oft ansetzt und der krachende Wow-Effekt dadurch verloren geht. Und irgendwie sehe ich es auch mit einer TrĂ€ne im Auge, das Ende Rasputins hĂ€tte ich gern dem Altmeister zugedacht. FĂŒr mich wird er immer seine Figur bleiben, egal wer sie fortgeschrieben hat. Klar, so ein Finale wie Hilleberg hĂ€tte Dark niemals hinzaubern können. Es geht mir einfach ums Prinzip.

Chandra ist verschwunden und hat ĂŒberlebt. Mongush hat den Kometensplitter in seinen Besitz gebracht und ist damit abgehauen. Mal schauen, welche total unerwartete und engmaschig verzweigte Rolle Hilleberg sich fĂŒr ihn ĂŒberlegt hat. Karina hat sich zwar mit Matthias eingelassen, um ihr Ziel zu erreichen, aber einige der wichtigsten Rasputin-AnhĂ€nger erledigt. Ihre Vorgesetzten feiern das, wĂ€hrend John berechtigte Sorgen hat.

Und der GeisterjĂ€ger bringt sogar an, dass es ungewöhnlich ist, dass man Luzifer in der Lagerhalle so einfach vertreiben konnte. Er hat sich sicher freiwillig zurĂŒckgezogen, weil es ihm wichtiger war, dass die Helden Rasputin erwischen, als die Gelegenheit zu nutzen, Suko auszuschalten. Ok, darĂŒber könnte man diskutieren. Aber es relativiert meinen vorherigen aufgebrachten Absatz ein wenig, einen großen Kritikpunkt kann ich damit von der Liste streichen. Danke, Herr Hilleberg!

Bleibt noch Carnegra. Die hat erst Lykaon und nun auch Matthias ĂŒberlebt. Mal schauen, an welchen großen Gegenspieler sie sich als nĂ€chstes hĂ€ngt. Bei Matthias war sie ja auch eine Weile. Nun kĂŒmmert sich Pandora um sie. Außerdem hat Carnegra noch mit den IdentitĂ€ten der Leute zu kĂ€mpfen, die sie in sich aufgenommen hat. Da wird noch einiges auf uns zu kommen. Immer wenn Hilleberg eine TĂŒr endgĂŒltig schließt, öffnet er genug neue. Ich befĂŒrchte, die Mutter der Monster wird mich bald genau so nerven wie Denise Curtis es tut.



Puh. Wie schreibe ich es so gern. Tief durchatmen, das war mal wieder eine Achterbahnfahrt voller Aufs und Abs. Oftmals ruiniert mir das letzte Viertel eines Hefts das Abenteuer und ich muss dem Roman eine schlechtere Wertung geben, als ich in der ersten HĂ€lfte erwartet hĂ€tte. Hier ist es anders herum. Das tolle Finale und total passende Ende fĂŒr Rasputin retten den Roman fĂŒr mich. Chandra konnte entkommen, auch eine Entscheidung, die ich gutheiße. Weniger gefĂ€llt mir, dass in diesem Zweiteiler Pandora als „neue“ Figur eingefĂŒhrt wurde. Es wird also nicht ruhiger, nur weil Rasputin erledigt ist. Da taucht direkt die nĂ€chste Gegnerin auf. Und dann auch noch fix Carnegra ins Spiel bringen und Pandora ans Bein binden. Allgemein fand ich die ganze Passage im Alexanderpalast furchtbar. Typisch Hilleberg, da gibt es nichts zu beschönigen. Der Absatz mit Luzifer in der Lagerhalle wird zumindest versucht zu erklĂ€ren. Er liest es nicht, aber gewissermaßen möchte ich mich da beim Autor entschuldigen. Naja, die Erfahrung mit ihm hat mich einfach misstrauisch werden lassen und ich traue ihm solche aus meiner Sicht „Patzer“ durchaus zu.

Ich hĂ€tte dem ersten Drittel eine solide Wertung gegeben. Dem zweiten Drittel eine schlechte Wertung und unerwartet dem letzten Drittel eine sehr gute Wertung. Carnegra und Pandora stoßen mir immer noch sauer auf. Aber wenn man die wie im ersten Teil wunderbar recherchierten und umgesetzten Vergangenheitspassagen mit einbezieht, sage ich einfach mal: Verdiente großes Grinsen großes Grinsen großes Grinsen großes Grinsen großes Grinsen großes Grinsen großes Grinsen Baff Baff Baff (7 von 10 Kreuzen). Ja, fĂŒr das Ende eines großen Gegenspielers ist das vielleicht keine gute Wertung, aber mir persönlich reicht das, wenn ich alle Punkte gegeneinander abwĂ€ge. Auf jeden Fall besser als Lykaons Finalroman. Sollte man von mir mal spontan verlangen, was gutes ĂŒber den Autor zu schreiben, werde ich wohl noch einige Jahre von den letzten Seiten und dem Ende Rasputins schwĂ€rmen. Toll! Ich mag oft emotional meckern, lasse mich aber auch von sowas gern begeistern. Karinas Deal mit Matthias / Luzifer finde ich rĂŒckblickend auch interessant und passend. Ich befĂŒrchte nur, dass...ach, ich belasse es heute einfach mal bei dem Lob.


PS: Letztendlich habe ich mich fĂŒr eine SEHR GUTE Wertung entschieden. Trotz der Kritikpunkte, die noch bleiben.

Thema: Euer Highlight des Tages
Das Gleichgewicht

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08.07.2020 18:18 Forum: Talk

Zitat:
Original von kualumba
Zitat:
Original von dark side

Ich antworte mal fĂŒr Ihn. Bestimmt, solltest Du kualumba schon etwas lĂ€nger kennen, dann hast Du sicherlich bestimmt schon mitbekommen, dass das mit dem Kauf kein Einzelfall gewesen war. In der Vergangenheit hatte er schon viele (komplette) Serien gekauft und auch wieder verkauft (ist aber kein Hobby von Ihm, auch wenn es ab und zu so aussah, hatte halt andere GrĂŒnde ) .


Ganz genau so sieht es aus. Und auch dieses mal sage ich, ich verkaufe nie wieder. Augenzwinkern


Deswegen frage ich ja. War etwas verwundert. smile


Bei mir weiß ich jetzt schon, dass sie einfach im MĂŒll landen werden. Es sind bei JS Wochenmarkthefte, die entsprechende MĂ€ngel haben. Bei anderen Serien mittelqualitative Ebayersteigerungen. Das erzielt alles keine vernĂŒnftigen Preise mehr. Höchstens die ZaubermondbĂŒcher von Zamis, Hunter und Ballard. Viele davon sogar noch eingeschweist.

Thema: Vertrieb
Das Gleichgewicht

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08.07.2020 18:10 Forum: Verlag

Ja, war schon ein Event. Als man noch seine Sammlung aufgebaut hat und alle 14 Tage zum Wochenmarkt gewuselt ist, um zu schauen, ob man seine lĂŒcken gĂŒnstig fĂŒllen kann. Und die Cover bestaunt hat. In etwa so wie diese Stickersammelalben in der Grundschulzeit.

Und spÀter jede Woche vor der Schule zum Edeka (jedenfalls ist da jetzt ein Edeka), der in SchulnÀhe war, das neue Heft holen. SpÀter wurde dann nach der Arbeit der örtliche BuchhÀndler daraus.

Sowas fehlt einem bei ebooks schon. Zack, Lesezeichen anklicken, Einloggen, downloaden. Abo habe ich auch, aber halt online. Bei beam spart man da sogar gut Kohle. 1,20 pro Heft ist ein Deal, da kann man nicht meckern.

Thema: Euer Highlight des Tages
Das Gleichgewicht

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07.07.2020 21:37 Forum: Talk

Zitat:
Original von dark side
Zitat:
Original von Das Gleichgewicht
450 € ist schon eine Nummer.

Gut, wenn ich mir ĂŒberlege was an Kosten fĂŒr die ebooks von PZ, JS und frĂŒher MX und andere Reihen zusammen kommen. Nee, das will ich nicht wissen.

Sehe ich anders. Also fĂŒr 2000 Hefte und 312 TaschenbĂŒcher etc. finde ich den Preis einen Fliegenschiss. Schon allein die 312 TaschenbĂŒcher in einem TOP-Zustand wĂ€ren das Geld locker wert.


Ich meine nicht auf die Menge bezogen, sondern als Investition in Heftromane. kualumba, hattest du die Serie noch nicht?

Andernorts landen ganze Sammlungen einfach im MĂŒll. Gerade wenn Erben keinen Bock haben, das alles auf ebay reinzustellen.

Wo wir schon dabei sind. Was glaubt ihr, was mal aus eurer Sammlung wird? Nach eurem Tod. Nimmt ja schon enorm Platz weg, gerade wenn man mehrere Reihen sammelt.

Thema: Euer Highlight des Tages
Das Gleichgewicht

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07.07.2020 20:20 Forum: Talk

450 € ist schon eine Nummer.

Gut, wenn ich mir ĂŒberlege was an Kosten fĂŒr die ebooks von PZ, JS und frĂŒher MX und andere Reihen zusammen kommen. Nee, das will ich nicht wissen.

Thema: Dorian Hunter - Blog
Das Gleichgewicht

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07.07.2020 20:19 Forum: 3. Auflage bei Bastei

Wenn ich jetzt schreibe: "Wenn ich kaum noch Leute die CZ Abenteuer kaufen, wĂ€re das ein gutes Zeichen fĂŒr die Menschlichkeit" ist das zu fies, oder?

Die DH-Neuauflage habe ich nicht gelesen. Aber was teilweise sexuell bei CZ abging war fĂŒr mich schon ekelhaft und grenzĂŒberschreitend. Andererseits erfreut sich auf Dr. Morton großer Beliebtheit und die Fanbase lĂ€sst nichts auf ihn kommen.


Ok, ich tue meinen Teil, indem ich keine ebooks der Reihe mehr kaufe und keine meckernden Rezis mehr ins Forum stelle. großes Grinsen

Thema: Band 2195: Das Grauen kam auf tausend Beinen
Das Gleichgewicht

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05.07.2020 22:24 Forum: JS2101-2200

Tolles Cover mal wieder. Ich hoffe, hier hat niemand Arachnophobie? großes Grinsen

Thema: Band 2190: Blutige NĂ€chte in Sankt Petersburg
Das Gleichgewicht

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04.07.2020 09:20 Forum: JS2101-2200

Zitat:
Original von Destero
freue mich auf Ranglisten der anderen Mitglieder.


Dann sollten wir aber einen Ranglisten-Thread erstellen. Oder gibt es sowas schon, ich blicke nicht mehr durch. großes Grinsen

Vielleicht schaue ich mir men erstes JS Halbjahr auch mal an.

Thema: GlĂŒckwunsch-Thread...
Das Gleichgewicht

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04.07.2020 09:18 Forum: Talk

Wie das wieder fix geht, selbst wenn wir die inaktiven Leute rauslassen. geschockt


Auch dir Alles Gute und Herzlichen GlĂŒckwunsch, woody. smile

Thema: Handlungsort von John Sinclair
Das Gleichgewicht

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02.07.2020 20:34 Forum: Frage und Antwort

2190 - Blutige NĂ€chte in Sankt Petersburg

Ja wo wohl? großes Grinsen

Sankt Petersburg

Thema: 147 - Die Höllenfahrt des Schörgen-Toni
Das Gleichgewicht

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02.07.2020 18:31 Forum: Gruselkabinett

Das ging ja echt fix, danke dir. smile

Kleiner Tipp: Wenn du einen Thread nicht findest, im Unterforum unten links bei "Forum durchsuchen" einfach die Folgennummer eingeben. Das sollte dann den Thread ausspucken.

Sonst einfach einen erstellen oder bei Hörspielen mich per pN anmotzen. großes Grinsen

Thema: Band 2190: Blutige NĂ€chte in Sankt Petersburg
Das Gleichgewicht

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02.07.2020 18:03 Forum: JS2101-2200

FĂŒr mich wieder ein Thema, das ich ĂŒbersprungen habe und jetzt mit einer gewissen LĂŒcke wieder verfolge. Es beginnt kompliziert wie man es vom Autor kennt. Mit VerknĂŒpfungen zu alten FĂ€llen die gleich mal 10 Jahre zurĂŒck liegen. Und natĂŒrlich Karina. Wo steckt sie? Wieso hat sie getötet? Das gilt es herauszufinden. WĂ€hrend Suko neutral und offen fĂŒr alle ErklĂ€rungen ist, scheint John verbohrt zu sein und will einfach die Möglichkeit nicht akzeptieren, dass seine alte Freundin eine Killerin gegen Rasputins Schergen geworden ist. So richtig passend finde ich dieses Verhalten nicht, aber Hilleberg schafft damit natĂŒrlich mehr persönliche Reibereien und Drama.

Dennoch, ich wurde auf den ersten Seiten eingefangen und will die Lösung ebenso sehr wissen, wie die GeisterjĂ€ger. Da ich den letzten Rasputin-Roman vor einem Jahr nicht gelesen habe und die Ă€lteren Geschichten nicht mehr frisch in meinem GedĂ€chtnis sind, bleiben natĂŒrlich einige kleine Fragezeichen offen. Wieso sendet Karina einen schwarzmagischen Impuls aus, auf den das Kreuz reagiert? Normale Menschen, die einfach nur böse sind oder dunkle Gedanken haben, dĂŒrfen das Kreuz im wahrsten Sinne des Wortes eigentlich kalt lassen.

Tja, aber offenbar hat sie sich mit Matthias eingelassen, um ihre Rache zu bekommen. Verdammt, ich hĂ€tte den Totenstadt-Roman doch lesen sollen. Das ist schon ein starkes StĂŒck. Gut, Hilleberg mischt sich wieder enorm in Dark-Themen ein und spinnt sie auf seine Art weiter, was mir absolut nicht gefĂ€llt. Aber das ist ein allgemeines Thema. An sich gefĂ€llt mir der Roman in der ersten HĂ€lfte schon einmal sehr. Am meisten stört mich, dass der Autor ihn mit haufenweise Querverweisen zu so ziemlich allen Rasputin-Romanen aus der Seriengeschichte zukleistert. Von denen natĂŒrlich einige nicht nur ErwĂ€hnungen sind, sondern auch unmittelbar fĂŒr die Handlung zufĂ€llig wichtig sind. Ich habe das GefĂŒhl, dass Hillberg stark auf das Aha-Erlebnis baut und wenn das ausbleibt, geht einiges an Wert fĂŒr den Roman verloren.

Warum mir die erste HĂ€lfte des Romans gefallen hat? Weil es zwar heiß her geht und die Angelegenheit brenzlig ist, aber es an sich ein normales nicht ĂŒbertriebenes JS-Abenteuer ist. Das Ă€ndert sich jetzt genau in der Mitte des Hefts, wo Fahrzeuge durch Rasputins Magie explodieren und Geheimdienstagenten töten. Und dann erscheint auch noch Chandra, die recht grafisch beschrieben unter weiteren Agenten aufrĂ€umt. Die linke GesichtshĂ€lfte platzte auseinander. WĂ€hrend sich Rasputins Diener John schnappen, will Chandra Suko erschießen und es kommt zur typischen Beinahetod-Szene. Der Inspektor wollte die Augen schließen, doch er konnte nicht. Dann krachte der Schuss! Viel leiser, als er erwartet hatte. Suko zuckte in Erwartung des Einschlags zusammen, doch er blieb aus. DafĂŒr wurde Chandra wie von einer unsichtbaren Faust getroffen zur Seite geschleudert. In allerletzter Sekunde hat einer der ĂŒberlebenden Agenten auf Chandra geschossen. Die ist zwar kugelfest, aber Suko kann abhauen. WĂ€hrend er weiter beschossen wird, aber man ihn wieder knapp verfehlt. Neben ihm platzte die Rinde eines Baumes ab. Wasser aus dem darunterliegenden Splintholz spritzte ihm ins Gesicht. Dann purzelt er glĂŒcklich einen Abhang hinunter in einen Fluss . Diese eine Szene dĂ€mpft den Lesespaß schon wieder. Aber ich weiß ja, worauf ich mich bei Hilleberg einlasse. So ist es auch guter Heftromanzufall, dass er von Landstreichern gefunden und gerettet wird. Und es sind ehrliche Typen, die ihn nicht beklauen und liegen lassen, sondern sich um ihn kĂŒmmern. ZurĂŒck im Hotel hat man auf Sukos Zimmer eine Leiche platziert und er muss fliehen, weil man wenige Minuten spĂ€ter den Raum stĂŒrmt. Der Mönch Mongush taucht auf und hilft ihm ĂŒberraschend bei der Flucht. Weiteres Namedropping, das mir was sagen mĂŒsste. Mein GedĂ€chtnis ist leider zu löchrig fĂŒr Hillebergs Romane. Es gibt schließlich auch noch eine handvoll anderer Autoren, deren eigene Plots ich mir merken mĂŒsste, wĂ€re Hilleberg alleiniger Autor, sĂ€he die Sache vielleicht anders aus und ich hĂ€tte mehr Spaß an sowas.

John wurde also entfĂŒhrt und soll mit Rasputin zusammenarbeiten, um den gemeinsamen Feind Matthias auszuschalten und nebenbei Karina zur Vernunft zu bringen. Der GeisterjĂ€ger will diese Chance dĂ€mlicher Weise lieber nutzen, um Rasputin auszuschalten und kommt natĂŒrlich nicht weit. “Pech gehabt, Sinclair!“, vernahm ich Rasputins Stimme, die sich mit jedem Wort weiter von mir entfernte. „Du hattest deine Chance. Jetzt fahr zur Hölle!“ Was ist nur mit dem GeisterjĂ€ger los? Erst ist er so stur und nun startet er so eine Aktion, obwohl er wissen sollte, dass er Rasputin nicht so einfach ĂŒberrumpeln kann. Das ist nicht mehr mein GeisterjĂ€ger! John lĂ€sst sich natĂŒrlich nicht so einfach ausschalten. Es stellt sich heraus, dass seine Angreifer belebte Wachsfiguren sind, auch das noch. Die Kreuzformel erledigt auch diese dunkle Magie zuverlĂ€ssig. Doch er stolpert ausgerechnet russischen Polizisten in die Arme, kaum hat er das GebĂ€ude verlassen. Sie verhaften ihn, weil er angeblich einen Geheimdienstagenten ermordet hat.

Und Karina ist immer noch hinter Rasputins MĂ€nnern her. Als sie den nĂ€chsten ausschalten will, ist genau jetzt zufĂ€llig Chandra bei ihm, um ihn zu beschĂŒtzen. Das bringt dem Kerl aber auch nichts. Im Gegenteil. Wenn Chandra das Pech hat, gerade jetzt anwesend zu sein, kann Karina sie gleich mal entfĂŒhren. Um zu zeigen, wie stark Karina auf die Gegenseite gewechselt ist, öffnet sie vor den Augen der schockierten Chandra der Leiche des Rasputin-JĂŒngers mit einer KnochensĂ€ge den SchĂ€del. Muss ja hillebergtypisch extrem sein, damit es auch jeder Leser kapiert.

Ein kurzer Zwischengedanke, weil es gerade so gut passt. Es wird im Roman erwĂ€hnt, dass Chandra einst Xorrons Braut hatte werden sollen. Wie? Puh, da bin ich doch wieder froh, Hillebergs anderen Rasputin-Romane ĂŒbersprungen zu haben. NatĂŒrlich. Er muss auch dieses moderne Thema mit den Urtiefen der Seriengeschichte verbinden, obwohl es bei Dark nie Hinweise darauf gab und unnötig ist. Da werde ich direkt wieder verĂ€rgert.

Jetzt kann ich nĂ€mlich wunderbar zurĂŒck zu John schwenken. Wer hat ihn da so reingelegt? Und mit einem Mal wusste ich, wer nach all den Jahren zurĂŒckgekehrt war, um sich an meiner ausweglosen Situation zu weiden. Der Name floss mir wie von selbst ĂŒber die Lippen. „Pandora!“ Yeah, schön weitere FĂ€den zu den richtig alten Romanen ziehen. Ja kein modernes Thema fĂŒr sich alleine stehen lassen.

Und mit diesem Cliffhanger schließt der erste Teil. Perfekt, sonst hĂ€tte ich wohl eh erstmal eine Pause gemacht. Mhh, ich weiß, das sich den zweiten Teil aus Prinzip lesen werde. Lust habe ich keine. Aber fĂŒr die Handlungszusammenfassung möchte ich mir das antun. Das Motto „Wenn dir Hilleberg nicht gefĂ€llt, musst du es doch nicht lesen.“ wĂ€re hier durchaus fair angebracht. Man weiß eigentlich, worauf man sich bei ihm einlĂ€sst. Es hat sich nichts geĂ€ndert und es wird sich auch nichts mehr Ă€ndern, keine Entwarnung fĂŒr Leute, die mit ihm nichts anfangen können.

Dabei fing der Roman so gut an. Die hilleberg'sche Handschrift war deutlich erkennbar, aber er hat sich zurĂŒck gehalten. Ziemlich genau in der Mitte des Hefts geht es dann mit der ersten großen Actionszene los. Explodierende Autos, ganz furchtbar knappe FehlschĂŒsse und Rettungen in letzter Sekunde. Damit könnte ich auch noch leben und es zĂ€hneknirschend hinnehmen. Die allgemein Thematik ist interessant und die Vergangenheitspassagen zu Rasputin sind schön. Da kann es schließlich keine moderne Krachbummpengaction geben. Doch auch das dient nur als Mittel zum Zweck, nĂ€mlich um Pandora aufzubauen. Mein grĂ¶ĂŸter Kritikpunkt. Erst Xorron, dann Pandora. Andere mag sowas freuen, fĂŒr mich vollkommen unnötig. Hilleberg ĂŒbertreibt, genau so wie bei den zahlreichen Querverbindungen zu Charakteren, Orten und Ereignissen mehrerer vergangener Rasputin-Romane. Klar ist sowas schön, aber in Maßen und nicht einfach so viel reinpressen wie geht.

Ich sage es ganz klar. Ok, erstmal vorweg, natĂŒrlich ist Hilleberg ein toller Autor und hat einen prima Schreibstil. Aber wenn ich nicht mein kleines Fanprojekt am laufen hĂ€tte, ich wĂŒrde seine Romane eher ĂŒberspringen als die von Dark. Da ich die Handlungszusammenfassungen schreibe, kann ich aber nebenher die Rezis heruntertippen. Eine Bewertung fĂ€llt mir wieder schwer, weil es nun einmal am Schreibstil nichts zu meckern gibt. FĂŒr Heftromanniveau völlig ausreichend und gut zu lesen.

Sagen wir so. großes Grinsen großes Grinsen großes Grinsen großes Grinsen großes Grinsen großes Grinsen Baff Baff Baff Baff (6 von 10 Kreuzen) fĂŒr einen ersten Teil, dem ich ohne die erwĂ€hnten Kritikpunkte (oder in geringerem Ausmaß) gerne 8 Punkte gegeben hĂ€tte.


PS. Der Werkstattbericht ist interessant, bei anderen Autoren lese ich sowas total begeistert. Bei Hilleberg interessiert er mich inzwischen weniger. Die Dinge, die mich stören, sind fĂŒr ihn selbstverstĂ€ndlich und er geht nicht darauf ein, warum er es so eingebaut hat. Gegen die aufwĂ€ndige Recherche und die Einbindung vieler örtlicher Details habe ich bei ihm (im Gegensatz zu gewissen Lokalwerbungsroman-Autoren bei PZ) nichts. Das ist auch eine Sache, die er prima hinbekommt.

Thema: GlĂŒckwunsch-Thread...
Das Gleichgewicht

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02.07.2020 17:57 Forum: Talk

Herzlichen GlĂŒckwunsch und Alles Gute dir, Wicket. smile

Thema: 41 - Der schwarze WĂŒrger
Das Gleichgewicht

Antworten: 3
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02.07.2020 17:54 Forum: Sinclair Classics

Ich bin schon froh, wenn ich nicht vergesse die Threads rechtzeitig zu erstellen und den Teasertext nachtrĂ€glich einzufĂŒgen. großes Grinsen

Thema: Band 1202: Die ChimÀre aus der Urzeit
Das Gleichgewicht

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28.06.2020 09:33 Forum: PZ1001-heute

Zitat:
Original von Loxagon
Bahdur entpuppt sich als Dschingis Khan - komisch nur, dass keiner mehr weiß dass Zamorra und er sich kennen.

Ach? Siehste, das habe ich gar nicht gewusst. WĂ€re das wieder so ein Fall fĂŒrs Lektorat gewesen? Kann Hilleberg sicher schlecht wissen, da hĂ€tte man ihn drauf hinweisen mĂŒssen, als er das Kontept vorgelegt hat.


„Idekh Uul! Der fressende Berg!“ Das klingt ziemlich krass und das ist es auch. Immerhin bekommt es Zamorra mit einem zwanzig Meter hohen Giganten zu tun, der von Erdbeben und SandstĂŒrmen begleitet wird und der gerne mal neu entstandene Berge hinter sich zurĂŒck lĂ€sst. Außerdem kleben an ihm haufenweise der armlangen Sandwurm-Parasiten aus dem ersten Teil, die gibt es natĂŒrlich auch noch. Schade, nach MX und JS setzt sich jetzt auch bei PZ der „superduperepisch“-Hilleberg durch.

Das NomadenmĂ€dchen Elayna hat gerade ihre gesamte Familie an den Giganten verloren und muss jetzt vor den zurĂŒckgelassenen SandwĂŒrmern fliehen. Was ihr in einer klassischen „startet es rechtzeitig?“-Motorradszene ganz knapp noch gelingt. Das Motorrad machte einen Satz nach vorne, just in dem Moment, als zwei TodeswĂŒrmer ihr Gift in Elaynas Richtung verspritzten.

Nicole hat sich mit den Söldnern in der WĂŒste auf die Spur des Giganten gesetzt. Wenn man da mit laut ratternden Helikoptern herumfliegt und Flammenwerfer sowie MPs schwingt, vergeht einem jeglicher Gruselschauer. Das ist wieder knallharte Action! Endlich gibt es auch eine knappe Information zu diesem Blutgötzen. Tsat-hogguah war ein Blutgötze aus Atlantis, der von Michael Ullich und Carsten Möbius in die Dimensionen des Schreckens zurĂŒckgetrieben worden war. Dabei hatten sie ihn mit ihren Zauberschwertern schwer verwundet. Doch selbst, wenn er wieder zurĂŒckgekehrt wĂ€re, hĂ€tte er nicht in einer Felsformation stecken dĂŒrfen, die mehrere Millionen Jahr alt war. Es sei denn, er war in der Zeit zurĂŒckgeschleudert worden. Ach, ich wĂŒsste da einen Autor, dem kein Trick zu Schade ist, um Querverbindungen bis tief in die Serienhistorie zu ziehen.

Zamorra stellt indes den Bösewicht Bahadur Khan zur Rede. Auch hier wird nicht mit epischen Momenten gespart. Der Kerl ist irgendwie der leibhaftige Dschingis Khan. Ich habe ehrlich gesagt nach diesem ersten Viertel schon keinen Bock mehr. Aber schauen wir mal, vielleicht reicht das dem Autor und er lÀsst es jetzt ruhig angehen.

Wohl eher nicht. Der Gigant hat sich zur Ruhe begeben und ist irgendwie versteinert. Man hĂ€lt ihn fĂŒr eine Felsformation. Um ihn zu wecken, braucht es Blut. Wie passend, dass einige Söldner gerade dicht davor stehen. Ein Eingeweihter muss nur auf die MĂ€nner ballern, und die Blutspritzer benetzen das Gestein, das sich umgehend auflöst. Und die ChimĂ€re erwachte.

Ich will kein Hillebergbashing betreiben, aber es folgt nun einmal ein etwas unglĂŒcklicher Cliffhanger. “Ein wahrer Herrscher!“, murmelte Professor Zamorra. „Sie sind es tatsĂ€chlich, nicht wahr? Sie sind Dschingis Khan!“ und der nĂ€chste Absatz beginnt mit “Dschingis Khan? Das ist unmöglich!“, platzte es aus Zamorra heraus. Es ist nur eine Kleinigkeit und wĂŒrde bei einem tollen Roman völlig egal sein. Aber dass der Meister des Übersinnlichen erst eine Theorie aufstellt und dann ĂŒber seine eigene Theorie total schockiert ist und sie nicht glauben will, liest sich irgendwie komisch.

Und was ist jetzt mit Dschingis Khan? Der hat schon damals versucht, die ChimĂ€re zu kontrollieren und wurde deshalb ermordet. Doch ich kehrte zurĂŒck. Ah, ja, wie schön. NatĂŒrlich will er es jetzt nochmal probieren. Außerdem kann er mit seinem Blut Menschen kontrollieren. Deshalb will er Zamorra jetzt auch etwas davon injizieren. Das klappt natĂŒrlich nicht so ganz, weil Zamorra sich wehrt, aber Kahn kann ihn schließlich niederschlagen und ihm sein Blut spritzen.


Nicole und Kahns Assistentin, die mysteriöse Doppelagentin NoĂ©mi, treffen natĂŒrlich gerade hier mit der Nomadin zusammen und gerade jetzt, als das UngetĂŒm erwacht. Da haben wir wieder das Heftromantiming. Die Söldner versuchen mit den Hubschraubern abzuhauen, aber das Monstervieh schnappt sie sich. Idekh Uul erwachte! Ja danke, wissen wir schon aus dem vorherigen Absatz-Cliffhanger. Und wie sieht diese ChimĂ€re jetzt aus? Zwei riesige Köpfe, weil einer zu langweilig ist. Scheunentorgroße MĂ€uler mit messerscharfen meterlangen ZĂ€hnen. Ein undurchdringlicher Schuppenpanzer. Das ĂŒbliche. Immerhin ist das Monstrum kein Blutgötze...aber ein gleichwertiger uralter Gegner dieser Blutgötzen. Nicole lagen noch mindestens ein Dutzend weiterer Fragen auf der Zunge. Geht mir genau so. Und mir graut es jetzt schon vor dem Finale.

Es war eine ChimĂ€re! Ein Mischwesen, zusammengesetzt aus mehreren Dinosaurierarten der spĂ€ten Kreidezeit. Der Schwanz mit der keulenförmigen Verdickung gehörte beispielsweise einem Ankylosaurier. Vertreter dieser Pflanzenfresserfamilie wurden auch als Panzer der Urzeit bezeichnet, weil ihre dicken Hornplatten sie vor Angriffen von Raubsauriern schĂŒtzten. Und die ChimĂ€re besaß ebenfalls eine derartige Panzerung. Die sĂ€ulenartigen Beine gehörten dagegen zu dem Tarbosaurus. Statt verkĂŒmmerter VorderlĂ€ufe besaß das Vieh jedoch ĂŒberlange Arme mit gekrĂŒmmten, sichelförmigen Klauen. Nicole verstand genug von PalĂ€ontologie, um auch dieses Tier zuordnen zu können. Es war ein Deinocheirus. Kurz gesagt, die Monsterfantasie eines 12jĂ€hrigen Dinofans. Puh, erst die HĂ€lfte der Geschichte ist um. Ob ich den Rest noch schaffe? Am liebsten wĂŒrde ich jetzt abbrechen. Spaß habe ich keinen mehr, ich dachte zumindest bei PZ bin ich vor solchen Hilleberg-Geschichten gefeit.

Man mag es mir verzeihen, wenn den Rest einfach nur runtertippe. Ich möchte mich nicht noch mehr aufregen. Es folgt eine Jurrassic Park Fluchtszene, bei der die drei Frauen auf einem Motorrad zusammengequetscht vor der ChimĂ€re abhauen. Auf einer magischen Fahrbahn aus blĂ€ulichem Licht, die in den Himmel fĂŒhrt. Was so ein Dhyarra nicht alles kann. Trotzdem werden sie noch erwischt und stĂŒrzen ab. Genau auf die wandelnde ChimĂ€re herab. Jetzt sitzen sie auf dem Monster fest und erkunden es erst einmal.

Khan hat große PlĂ€ne, dann er hetzt seine neue Superwaffe Richtung Russland. Bis er Moskau erreicht, wo er den Kreml dem Erdboden gleichmachen wird. Dabei macht das Monstrum mal eben eine MilitĂ€rbasis an der Grenze platt, die sich zufĂ€llig in ihrem Weg befindet. Was fĂŒr eine Zerstörungsorgie, Godzillafans dĂŒrften hier voll bedient werden. Mit Zamorra im GepĂ€ck befindet sich Khan in einem Hubschrauber, um das alles begeistert zu beobachten. WĂ€hrend die ChimĂ€re auf ein Dorf zustampft, gelingt es Zamorra den Khan in seine Gewalt zu bringen. Offenbar braucht das Kahnblut einige Stunden, bis es einen Menschen ĂŒbernommen hat – oder so. Als es darauf ankommt, wirkt das Blut aber doch. Naja, so halbwegs. Zamorra soll einen Unschuldigen erschießen, kann sich aber mental gegen den Befehl wehren. Er ist halt ein Heftromanheld und ganz besonders.

Die Frauen haben auf der ChimĂ€re auch zu kĂ€mpfen. Besonders Nicole.Oder sie rutschte zwischen die Hornplatten und wurde zerquetscht. Plötzlich erfolgte ein Ruck! Sie steckte fest! Jetzt ist es aus, dachte sie. Beinahetod und mit dem Leben abschließen, nur um dann in allerletzter Sekunde ĂŒberraschend gerettet zu werden, CHECK!

Nun kommen auch noch ein paar russische Angiffshubschrauber angeflogen. Noch mehr Materialschlacht, toll. Zamorra kann den Piloten seines Helis ausknocken und notlanden. Der Kahn ist daraufhin verschwunden, vielleicht aus dem Heli gefallen. Die ChimĂ€re steht plötzlich verwirrt regungslos auf der Stelle. Oder zerstreut, wie jemand, der mit einer bestimmten Absicht in die KĂŒche ging, nur um dann festzustellen, dass er vergessen hatte, was er eigentlich dort wollte. Die Frauen sind in einer Dhyarra-Blase heil am Boden angekommen. Äh, ja, fragt einfach nicht. Um jetzt auf den letzten Seiten doch nochmal Spannung aufzubauen, gelingt es dem Khan noch einmal, Zamorra zu steuern. Er soll Nicole erwĂŒrgen. Khan mag meinen Körper kontrollieren, doch ich kontrolliere meinen Geist. Wie gesagt, Heftromanhelden sind immer etwas ganz besonderes. Zamorra gelingt es erneut, sich dem Befehl zu entziehen und Nicole haut ihn mit einem Paralysegriff nieder. Nur lebt Dschingis Kahn noch und hetzt jetzt die ChimĂ€re auf sie, wĂ€hrend er sich selbst zurĂŒck zieht. Och nee, bitte nicht. Kann der nicht sterben? Von dem will ich echt nichts mehr lesen, nach diesem Roman werde ich nur Aggro, wenn ich den Name bei PZ lese. Hilleberg meint wohl, dass auch PZ einen SupermĂ€chtig-Lykaon benötigt.

Wie killt man jetzt die riesige superduperstarke und unverwundbare ChimĂ€re? Man wirft ihm einfach den Dhyarra ins Maul. Die Kraft vernichtet die ChimĂ€re. Außerdem “Haben Sie noch eine Rakete an Bord?“ Kann ja nicht schaden.

Zamorra und Nicole kommen zurĂŒck ins Schloss und in einem Epilog geht es um die Nomadin und Khans Assistentin. Deren Herrin ist jemand ganz besonderes. Vielleicht auch aus der Serie bekanntes. “Es ist lange her, seit wir uns zuletzt sahen!“ Ich weiß es nicht, ich bin momentan eh nicht in der Laune, dass es mich interessieren wĂŒrde.



Uff. Das war mal wieder ein Text. Aber irgendwie muss ich mich ja abreagieren, vielleicht ist es auch ein wenig Therapie fĂŒr mich. Und natĂŒrlich, damit jetzt keiner auf die Idee kommt, ich wĂ€re böser Hilleberghater und wĂŒrde seine Romane einfach nur so schlecht reden. Wobei ich das bei PZ noch nie getan habe. Das ist der erste. Weil sich das wie ein Fantasy-MX gelesen hat. Was fĂŒr eine Action, was fĂŒr eine Materialschlacht. Was fĂŒr ein riesiges Godzillamonster und dann auch noch Dschingis Kahn höchstselbst. Dazu bombastische Ideen, wie die magische Dhyarra-Autobahn gen Himmel oder der Ritt auf der ChimĂ€re. Wow! Krass! Episch!

Äh. Grusel wegen unheimlichen Ereignissen? Ein wohliger Schauer vor dem Unbekannten? Nicht beim Michael Bay der Heftromane. Wenn er seinen Stil jetzt auch in PZ voll einbringt und keine Geschichten wie in seinen frĂŒheren PZ-Romanen mehr schreibt, wĂ€re das fĂŒr mich sehr tragisch. Denn der Schreibstil eines Florian Hilleberg vermischt mit einem nicht ĂŒbertriebenen bescheidenen kleinen Gruselabenteuer ist fĂŒr mich jedes mal ein Fest. Da war PZ bis jetzt die letzte Bastion des frĂŒheren Hilleberg-Fanboys in mir.

Außerdem: Wir haben doch mit Weinland schon jemanden, der gern historische Persönlichkeiten mag und in seinen Plots gern mit SuperentitĂ€ten ĂŒbertreibt. Da ist mir Weinland im Zweifel doch noch lieber.



Dem Roman wĂŒrde ich am liebsten gar keine Wertung geben. Das ĂŒbliche Problem. An sich prima geschrieben, aber wĂ€ren alle Gruselromane in dieser Art, wĂŒrde ich sie nicht einmal gebraucht kaufen. FĂŒr mich persönlich eine SCHLECHTE Wertung und vielleicht großes Grinsen großes Grinsen großes Grinsen Baff Baff Baff Baff Baff Baff Baff Baff Baff Baff (3,5 von 10 Amuletten).

Thema: GlĂŒckwunsch-Thread...
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28.06.2020 09:26 Forum: Talk

Alles gute und Herzlichen GlĂŒckwunsch, Icy smile

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28.06.2020 09:23 Forum: JS2101-2200

Zitat:
Original von DĂ€monengeist
Bei mir steht da am Ende was anderes. Buch


Ok.

Also der DĂ€mon wurde durch das Kreuz nicht vernichtet, da ist sich Rakk sicher.
Und der Meister des DĂ€mons mĂŒsste eigentlich auch tot sein, ist es aber nicht, da ist sich Rakk genau so sicher? großes Grinsen




edit: Ach ja. Ein Großes DANKE, dass du dir die MĂŒhe machst, die Rezis durchzulesen und dich dazu zu Ă€ußern. Ich will ja auch keinen Blödsinn schreiben, der dann unberichtigt im Netz steht. Daumen_hoch

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25.06.2020 18:47 Forum: Kritik und Anregungen

Deshalb vergebe ich ja 10 Punkte, notfalls mit 0,5er-Schritt. Kannste nichts falsch machen. großes Grinsen

Thema: Band 2189: Gefangener der Albtraumwelt
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24.06.2020 20:22 Forum: JS2101-2200

Man kennt es. Da wird ein Handwerker beim Bohren durch entweichenden Nebel oder Gase getötet und kaum ist der Leichenbeschauer weg, muss man als EigentĂŒmer neugierig nachforschen. Was soll schon passieren? Überhaupt keine dĂ€mliche Aktion! Man hĂ€tte den teuflischen Spiegel besser in den Roman einbringen können, bei der Eröffnung des Abenteuers muss ich direkt schon mal meckern. Ansonsten schaut es solide aus. Die finstere Macht im Spiegel manipuliert Leute, ein Geist dringt daraus hervor und macht seine Opfer zu Killern.

John wird ĂŒber Dagmar Hansen eingeschaltet, die man hinzugezogen hat, weil sich irgendwelche Schattenschlieren in den Augen der Killerin bewegen. FĂŒr mich Grund genug. Nur finde ich es Schade, dass der GeisterjĂ€ger direkt dabei ist. Das hĂ€tte Frau Hansen auch erstmal alleine angehen können, vielleicht sogar komplett ohne John. Im Krankenhaus folgt dann natĂŒrlich der obligatorische Kreuztest, bei dem der Geist abhaut und sein gebrochenes Opfer frei gibt. Nun wird noch der ĂŒbliche Skeptiker-Polizist eingefĂŒhrt, den John gar nicht leiden kann. Hauptkommissar Spohr ist aber auch ein echtes Arschloch, so klischeehaft will der Sinclairleser seine Archetypen haben.

Es gibt doch diesen toten Handwerker, den es als ersten erwischt hat. John ist sich jedenfalls total sicher, dass alles irgendwie mit diesem Vorfall zusammenhĂ€ngt. Daran hĂ€tte ich als letztes gedacht, aber das sinclair'sche BauchgefĂŒhl ist ja untrĂŒglich. So teilt man sich auf, um beide Spuren zu verfolgen.

Der Handwerker wird von einer alten Frau als Zombie erweckt und ein zu neugieriger FriedhofsgĂ€rtner von ihr erschossen. Zumindest sollte man das meinen, wenn sie den Revolver genau gegen seine Brust presst und dann abdrĂŒckt. Gerade hat ein gewisser Peter Lössel den Notruf gewĂ€hlt und angegeben, in der Trauerhalle des Hauptfriedhofs niedergeschossen worden zu sein. Wie auch immer das möglich ist. Aber Peter geduldet sich mit dem Sterben netter Weise lange genug, bis John mit dem Taxi am Friedhof angekommen ist und von ihm wichtige Hinweise erhĂ€lt. Dann brach sein Blick. Sein Kopf fiel schlaff zur Seite, und auch seine HĂ€nde bewegten sich nicht mehr. Ich wusste sofort, dass jegliche Wiederbelebungsmaßnahmen hoffnungslos waren. Die Alte befindet sich immer noch auf dem Friedhof, mit einem Zombie gibt sie sich nicht zufrieden. Darf es noch eine handvoll mehr sein? Danach geht es direkt ins Krankenhaus, wo die nĂ€chste menschliche Altlast beseitigt wird.

Dagmar untersucht den Spiegel und wird hinein gezogen, in die andere Welt. Dort trifft sie aus Jana Hartmann aus der 2185. Ein Roman, den ich am Ende nur noch runtergerattert habe und hoffte, es hinter mir zu haben. Keine Kritik am Autor, aber fĂŒr mich ist das ein kleiner LesespaßdĂ€mpfer. Aber gut, kurz darauf ist Jana eh Geschichte. Ob sie nun ein Engel ist oder welche verborgenen KrĂ€fte sie hat oder was dahinter steckt ist damit hoffentlich erledigt. War mir eh zu verworren, kann aber eben auch daran liegen, dass mir der Roman damals nicht zusagte und ich nicht so interessiert dabei war. Ehrlich gesagt, bin ich auch hier schon wieder eher mittelmĂ€ĂŸig begeistert. Der Meister dieser Welt stellt sich dann als korrumpierter Psychonaut heraus. Welch Zufall, dass ausgerechnet Dagmar hier ermittelt und in den Spiegel gezogen wurde. Sie liefern sich einen kurzen Kampf, den der PsychonautendĂ€mon fĂŒr sich gewinnt. “Du hast dich ĂŒberschĂ€tzt und geglaubt, mich besiegen zu können“, resĂŒmierte der DĂ€mon. „Das war ein großer Fehler, den du jetzt mit deinem Leben bezahlen wirst!“

WĂ€hrenddessen ist John am Haus angekommen und sucht vergeblich nach Dagmar. DafĂŒr trifft er auf einen Zombie, um den er sich kĂŒmmert. Außerdem erwischt es hier den leidigen Hauptkommissar, dessen normale Kugeln wenig gegen Untote ausrichten. Egal, er wurde von Rafael Marques eh so geschrieben, dass dem Leser höchstens ein zufriedenes „Siehste, das haste jetzt davon“ entfĂ€hrt. John geht es Ă€hnlich, der konnte Spohr ja eh nicht leiden. Als sich die drei verbliebenen Untoten wieder aufrichteten und ich erkannte, dass ihr Opfer nicht Dagmar Hansen, sondern Kommissar Spohr war, verspĂŒrte ich sogar eine gewisse Erleichterung. DafĂŒr wird John von der Alten ĂŒberrumpelt und mit dem Revolver bedroht. Sie könnte ihn jetzt an Ort und Stelle erschießen, die alte Leier von mir. Schließlich ist es ihr erklĂ€rtes Ziel, John „hinzurichten“. Aber nein, das muss unbedingt „im Angesicht ihres Meisters“ geschehen, diese Chance wird vertan. Also wird der GeisterjĂ€ger zum Spiegel geleitet. So! Jetzt aber! “Sie werden jetzt sterben ...“ Da taucht fĂŒr den GeisterjĂ€ger völlig ĂŒberraschend Nathaniel Dekker auf und rettet John erneut. FĂŒr den Leser nicht, es gab im Roman verstreut schon die ĂŒblichen Hinweise, dass da der Fan Favorite wieder mitmischt.

Tja, nun muss man aber noch Dagmar helfen. Plötzlich fĂŒhlte ich mich so unglaublich hilflos, weil ich sah, dass der DĂ€mon zum entscheidenden Schlag ausholte. Ich konnte einfach nichts mehr tun, um meine Freundin zu retten. Oh, es ist natĂŒrlich wieder alles ganz knapp. Nathaniel bringt sich und John durch den Spiegel in die andere Dimension. Zum GlĂŒck landen sie direkt vor den FĂŒĂŸen des DĂ€mons, der seinen todbringenden „entscheidenden Schlag“ abbricht und sich dem vermeitnlichen Privatdetektiv zuwender. Weil wir beide ein gemeinsames Erbe in uns tragen. Aha, der hat nicht nur mit Dagmar etwas gemeinsam, sondern auch mit Nathaniel. Das wird ja immer bunter. Nathaniel zeigt nun wenigstens seine wahre Gestalt. Damit ist endgĂŒltig bewiesen, dass es sich um Rakk aus Dark Land handelt. John ruft die Kreuzformel und wie es eigentlich ĂŒblich ist, vernichtet das die schwarzmagische Dimension und rettet das Trio. Das passt ja immerhin. Bei der 2187 von Freund kam der GeisterjĂ€ger nie auf die Idee, das Kreuz in der GemĂ€ldewelt einzusetzen. Dieser Roman beweist nur nochmal, dass er das Wissen um die Reaktion des Kreuzes eigentlich hat. Aber das nur nebenbei.

Rakk ist verschwunden und hat das schwarzmagische BĂŒchlein der Alten mitgehen lassen. Nun hat er schon zwei davon. Ganz zum Schluss gibt es nochmal eine Verbindung zum Fall der 2185 und die Offenbarung, dass der DĂ€mon als Strippenzieher zwar vernichtet wurde, aber die noch mĂ€chtigere Gestalt hinter dem PsychonautendĂ€mon nicht. Sozusagen der Strippenzieher des Strippenziehers.




So sehr ich auch Rafaels Aibon-Romane schĂ€tze und genieße, so wenig gefallen mir seine neueren Rakk-Romane. Mysterium hinter Mysterium und dauernd ĂŒberraschende Querverbindungen und Offenbarungen. Außerdem treten hier mehr Heftroman-Dinge auf, die er meines Erachtens bei den Aibon-Geschichten umgeht. Ich weiß, die meisten Dark Land Fans lieben Rakk und fiebern sicher total mit ihm mit. Ich kann es kaum erwarten, dass dieses GerĂ€tsel und Artefaktgesammel mal ein Ende hat und der EchsendĂ€mon versucht, die Tore in seine Heimat zu öffnen.

Besser als der „Sturz in die Verdammnis“ hat mir dieses Abenteuer auf jeden Fall gefallen. Da war ich am Ende so raus, dass ich mir mit der Bewertung ziemlich unsicher war. Hier bin ich bis zum Ende geistig dabei geblieben. großes Grinsen großes Grinsen großes Grinsen großes Grinsen großes Grinsen großes Grinsen großes Grinsen Baff Baff Baff (7 von 10 Kreuze) aber trotzdem reicht es nur fĂŒr eine richtig GUTe Wertung. Vielleicht bin ich da wieder zu subjektiv, ist ja nur eine amateurhafte Lesermeinung, aber die Aibon-Romane sind fĂŒr mich einfach eine andere Liga.

Thema: Der gruselige Kummerkasten
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23.06.2020 17:31 Forum: Talk

Das kann ich gerade so auch. Die verdienen gut, denke ich. WĂ€re ein guter Nebenjob.

Roland, magst du mir ein paar OriginalgemĂ€lde zum aufpolieren schicken. Über die Kostenpauschale mache ich mir noch Gedanken. großes Grinsen

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