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Michael Michael ist männlich
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Dabei seit: 22.11.2007
Beiträge: 4447

Band 1139: Rabendämmerung Antwort auf diesen Beitrag erstellen  Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen      IP InformationZum Anfang der Seite springen



Eigentlich wollte Gryf, der Silbermonddruide, seine Freundin Branwen schon vor einiger Zeit wieder aus der Anderswelt in unsere Realität mitnehmen. Doch sie weigerte sich und blieb lieber bei Arawn, dem Herrscher der Feenwelt. Aber Gryf al Llandrysgryf wäre nicht er selbst, wenn er eine gute Freundin einfach so aufgeben würde!
Der Silbermonddruide setzt Himmel und Hölle in Bewegung, um Branwen aus der Gefangenschaft zu befreien, in der Arawn sie festhält ...

Erscheinungstag: 23.1.2018

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23.01.2018 16:48 Michael ist offline Email an Michael senden Beiträge von Michael suchen Nehmen Sie Michael in Ihre Freundesliste auf                               Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden IP Information

Das Gleichgewicht Das Gleichgewicht ist männlich
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Dabei seit: 24.09.2008
Beiträge: 8374

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Was soll ich sagen? Ein weiterer Andersweltroman von Anika Klüver. Meine Schwachstelle. Ich versuche trotzdem kritisch auf das Heft zu schauen und es sind auch einige Dinge erwähnenswert. Aber wie immer hatte ich sehr viel Spaß mit der Geschichte und konnte sie von vorn bis hinten genießen.

Dieses mal steht alles im Zeichen des Halsschmuckes.

Arawn ist im Besitz einer Kette, die Nicoles Verbundenheit und Liebe zu Zamorra symbolisiert. Wie erwartet wirkt die Magie und Nicole wird ihrem Partner gegenüber immer abweisender. Bis es hier seinen Höhepunkt erreicht. Ich gehe soweit noch mit, dass sie schließlich komplett emotionslos agiert und Zamorra sogar mit dem Blaster beschießt. Das heißt aber nur, dass sie keine Gefühle für den Professor mehr empfindet und nicht automatisch, dass sie sich zu Arawn hingezogen fühlt. Er kann sie jedoch durch die Kette kontrollieren, wie eine Marionette. Das ist mir zu krass. Dass er sie manipuliert und vielleicht durch die Magie unterbewusst beeinflusst hätte ich noch verstanden, aber wieso Nicole gar keinen eigenen Willen mehr hat, wenn Awawn sich nur stark genug auf die Kette konzentriert, ist seltsam. Die Magie der Anderswelt ist doch sowieso eher fein als so direkt.

Gryf hat noch den Anhänger, der Branwens Menschlichkeit enthält. Den sollte sie schleunigst erhalten, denn ohne ihn hat die Anderswelt sie inzwischen assimiliert. Branwen ist ganz in den Gefühlen und Vorstellungen dieser Dimension aufgegangen. Auch hier hätte es nicht sein müssen, dass Arawn sie so einlullt. Als Wesen der Anderswelt hätte es prima funktioniert, wenn sie misstrauisch wird und immer mehr gegen ihren Geliebten integriert. Arawn ist genau genommen nicht König, sondern nur Prinzgemahl, der die Macht an sich gerissen hat. Und Branwen ist ihm unterwürfig ergeben. Gryf kann das alles egal sein. Ihm bereitet Kopfzerbrechen, dass Branwen den Anhänger inzwischen lieber zerstören will, als wieder schwache menschliche Gedanken und Gefühle zuzulassen.

Wie immer ist auch Zamorras Amulett dabei. Als er und Gryf eingesperrt werden ist es allerdings im Besitz der umgedrehten Nicole. Als die in der Anderswelt so angesagte Diplomatie mit Verhandlungen und Deals versagt greifen die Männer zu schlichteren Methoden und planen einen Gefängnisausbruch. Zum Glück wird in ihrer Zelle an sich keine Magie gebannt, nur an den Wänden. In einer mit Magie vollgestopften Welt wie dieser extrem dumm und leichtsinnig. Die Gitterstäbe lassen sich schließlich von einem starken Oger auseinander biegen. Hier kann man also keine Wesen einsperren, die über keine Magie, dafür aber über extreme Körperkraft verfügen. Ich hätte ja schon erwartet, dass sie aus einem besonderen Material sind. Magisches Holz oder so. Genau so wie die sehr weltlichen Handfesseln später, die Gryf mit Zeit aber ohne echte Probleme lockern kann. Wenn man einem Plot so einen großen Fantasytouch gibt, dann bitte durchgehend, auch bei den Details.

Solche Kleinigkeiten kann ich verschmerzen, vor allem wenn das Ende dafür entschädigt. Arawn zeigt wieder, dass er kein Höllen-Klischeegegner ist. Er ist nicht böse, sondern eben ein gerissenes Wesen aus einer anderen Dimension. Das nur die Gesetze der Anderswelt sehr schlau für sich nutzen kann. Er gesteht sich die Niederlage nüchtern ein und hält sich an Abmachungen. Natürlich ist er in der Ehre gekränkt, dass sein böser Masterplan nicht aufgegangen ist. Aber diese Eventualität hat er von Anfang an einberechnet und tobt nicht vor Wut, wie man es von einer Stygia oder anderen Dämonen gewohnt ist. Und Branwens Schicksal ist sehr berührend. Ist das nun ein gutes Ende oder ein schlechtes Ende? Passend zur Anderswelt kann man es nicht in diese menschlichen Schwarzweiß-Kategorien einteilen.




Top Lesespaß. Zum emotionalen Mitfiebern. Prima geschrieben. Warum haben die PZ-Autoren keine großen Romane, die zu ihnen passen? Ich will endlich einen übersinnlichen Historienband von Weinland und ein Fantasybuch von Klüver! Schade, dass der Plot um Branwen und die Anderswelt jetzt wohl entgültig beendet ist. Mal schauen, was die Autorin als nächstes bringt. In einem halben Jahr, wenn sie bei PZ wieder ran darf.

Als Kritiker kann ich keine Topnote geben, da man Kleinigkeiten besser hätte machen können. Auf der anderen Seite, wann bin ich schonmal vollkommen zufrieden? Im Endeffekt sollte ich Anika dankbar sein, dass sie mir immer wieder zeigt, dass ich irgendwo noch Leser und Fan bin und kein emotionsloser Literaturkritiker, der fokussiert bei der Sache ist und sich nicht blind mitreißen lässt.

großes Grinsen großes Grinsen großes Grinsen großes Grinsen großes Grinsen großes Grinsen großes Grinsen großes Grinsen großes Grinsen großes Grinsen (10 von 10 Amuletten), lasst mich!

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1. Professor Zamorra
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3. Dark Land
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12.02.2018 18:56 Das Gleichgewicht ist offline Email an Das Gleichgewicht senden Beiträge von Das Gleichgewicht suchen Nehmen Sie Das Gleichgewicht in Ihre Freundesliste auf                               Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden IP Information

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