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woodstock woodstock ist männlich
Administrator




Dabei seit: 29.11.2008
Beiträge: 12023

22.10.2017 06:32
Larry Brent im Blitz-Verlag: Band 35 „Borro“
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Enthalten sind die Romane:

Band 102: Borro, der Zombie (SGK 69)
Band 87: Dr. Satanas - Herr der Skelette (SGK 65)

__________________
Ein Meister ist nicht derjenige, der etwas lehrt, sondern jemand, der seinen Schüler dazu anregt, sein Bestes zu geben, um ein Wissen zu entdecken, das er bereits in seiner Seele trägt.
Wenn es in einer Ehe keine Meinungsverschiedenheit gibt, dann ist einer ein Trottel
Den Tagen mehr Leben geben nicht dem Leben mehr Tage

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Shadow Shadow ist männlich
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Dabei seit: 29.10.2014
Beiträge: 2582

11.03.2019 16:43
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Rezension zu Teil 1: »Borro, der Zombie«

Endlich einmal kommt Larry Brent alias X-RAY-3 dazu, Urlaub zu machen. Somit zieht es ihn nach Malindi in Kenia, um auf einer Fotosafari Elefanten und Nashörner zu filmen. Keine Raubtiere, denn diese werden kein einziges Mal im Roman erwähnt, so als gäbe es gar keine davon in Kenia! Natürlich landet der PSA-Agent genau im »Beach-Rock-Hotel«, in dem seit einer Woche ein Kellner vermisst wird und am ersten Abend ein grausiger Mord an einer jungen Engländerin passiert. Schlimm nur, dass die 27-Jährige aussieht wie 100 Jahre alt! Wie aber ist das nur möglich?

Es dauert nicht lange und Larry Brent ist wieder im Dienst. Denn plötzlich mehren sich die Unfälle, besser gesagt die Morde, die alle nach dem gleichen Schema ablaufen: ausgesaugte Opfer mit abgefressenen Körperteilen! Und somit ist bald allen klar, dass es sich um einen oder mehrere Zombies handelt. Auf der Suche nach ihnen landen der hiesige Police Captain und Larry Brent in den Fängen eines Medizinmannes, der sie zu Zombies machen will. Aber irgendwie scheint der Mann nicht derjenige zu sein, der die Macht hat, all dies von Anfang an inszeniert zu haben.

Wer aber ist dann der große, tödliche Unbekannte?

Meinung: Tja, auch PSA-Agenten brauchen gelegentlich Urlaub; es sei ihnen vergönnt! Doch die dämonische Welt denkt da anders, und so stolpert Larry Brent alias X-RAY-3 prompt in ein Abenteuer in Ostafrika, mit dem er nicht gerechnet hatte. Aber Hand aufs Herz: Wer will schon einen Heftroman darüber lesen, wie Larry auf Fotosafari Elefantenherden, Nashörner und junge Frauen filmt? Oder an der Hotelbar sogleich eine davon anbaggert – aber, na ja, dieses tut er wirklich, der alte Schwerenöter. So nimmt das Verhängnis seinen Lauf, von dem jedoch beide nichts ahnen.

Es scheint so zu sein, dass der Autor des Romans dort seinen Urlaub verbrachte und dabei auf die Idee kam, eben diesen Plot zu Papier zu bringen. Denn alle beschriebenen Orte, Ruinenstädte usw. gibt es tatsächlich. Gut, die Ruinenstadt heißt nicht Gedi, sondern Gede, aber so genau wollen wir nun nicht sein. Ob es das Dorf Mrundoko gibt, weiß ich nicht, aber könnte durchaus sein. Und das gesamte Flair des Romans kommt wahrlich äußerst urlaubsmäßig herüber – mit dem doch gehörigen Schuss Grusel, um nicht zu einem Diavortrag mit lauter gähnenden Zusehern abzudriften groes Grinsen!

Im Großen und Ganzen ist der Roman gut aufbereitet und beginnt auch gleich hochdramatisch mit dem Untergang der »Windrose« im Indischen Ozean. Schuld daran ist der Kapitän George Horman, der auf Haiti in einen Zombie verwandelt wurde, weil er zu neugierig war. Dafür frisst er seine gesamte Mannschaft nach und nach auf – bis auf McCure, den Steuermann. Dem gelingt es zwar, ihn im Meer zu versenken, aber dabei geschieht ihm ein kleines Missgeschick. Dieses geschah 1921.

Und 52 Jahre später trifft der Fluch des Lebenaussaugens ausgerechnet den beliebten Urlaubsort Malindi. Aber somit hat unser Held wieder alle Hände voll zu tun, um erstens sein eigenes Leben zu erhalten, was schwierig genug zu sein scheint, zweitens das von Helga Körtner, die eine Enkelin jener Frau ist, auf die der Zombie von damals immer noch so böse ist, dass er sie unbedingt vernichten will und drittens um zu verhindern, dass bald ganz Kenia (eventuell die gesamte Welt) zombieverseucht wird und es somit keine »The Walking Dead«-Serie gegeben hätte, weil Zombies angeblich nicht fernsehen …

Es gibt natürlich wieder etliches an Schreibfehlern, fehlenden oder zu vielen Buchstaben, aber vor allem einen großen Fehler des Autors, der nicht hätte sein müssen: Angeblich wird dort vor allem französisch gesprochen. Das ist definitiv falsch! Denn Kenia war eine englische Kronkolonie und noch heute ist Englisch Amtssprache, wobei Swahili gleichbedeutend ist. Aber kein Französisch!

Fazit: Der Roman liest sich recht angenehm dahin, ist spannend geschrieben, aber mit einer solchen Lockerheit, wie sie eben in den 1970ern eher zu finden ist als heutzutage. Die Story ist nun nicht gerade der große Wurf, dennoch kann ich den Roman problemlos empfehlen als Lektüre für einen entspannenden Abend oder verregneten Sonntagnachmittag (wie ich es machte, als es diesen Sonntag bei uns recht stark regnete).

Ich vergebe 4 von 5 Smith & Wesson Laser.


Das Titelbild stellt wohl Borro dar, wie er langsam wieder seine Lebensenergie verliert, aber irgendwie stelle ich mir den Zombie trotz allem etwas anders vor. Dazu die fein säuberlich abgenagten Skelette, was ich mir auch nicht so ganz vorstellen kann, aber soll so sein. Was nicht im Roman in dieser Ausführung vorkommt, ist die Burganlage mit Türmen im Hintergrund, denn die Ruinenstadt der Araber sieht ein wenig anders aus (Google sei Dank). Die Burganlage würde ich eindeutig nach Spanien verorten, was auch mit dem Zeichner dieses Covers namens Prieto Muriana zusammenpassen würde …

Ich vergebe 3 Smith & Wesson Laser mit Tendenz zu 3½.

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Talis Talis ist männlich
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Dabei seit: 30.07.2016
Beiträge: 2447

13.03.2019 12:32
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Gab es eigentlich irgendwelche Veränderungen oder Kürzungen im Text im Vergleich zu der Silber-Grusel-Krimi- oder Larry Brent-Ausgabe aus dem Zauberkreis-Verlag?

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Shadow Shadow ist männlich
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Beiträge: 2582

14.03.2019 08:24
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Zitat:
Original von Talis
Gab es eigentlich irgendwelche Veränderungen oder Kürzungen im Text im Vergleich zu der Silber-Grusel-Krimi- oder Larry Brent-Ausgabe aus dem Zauberkreis-Verlag?

Du meinst, ich soll das kontrollieren so umfangreich und toll (!), wie Du das machst?

Nö, dazu fehlt mir einfach die Zeit, Talis! Da werde ich ja Alt dabei ... groes Grinsen

Aber weil Du es bist, werde ich einen kleinen Vergleich an ein paar Textstellen starten. Das kann aber noch ein wenig dauern ...

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Shadow Shadow ist männlich
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Beiträge: 2582

14.03.2019 19:44
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Zitat:
Original von Talis
Gab es eigentlich irgendwelche Veränderungen oder Kürzungen im Text im Vergleich zu der Silber-Grusel-Krimi- oder Larry Brent-Ausgabe aus dem Zauberkreis-Verlag?

Ich habe heute das Paperback Nr. 35/1 mit dem SGK Nr. 69 großflächig verglichen und habe dabei keine echten Veränderungen feststellen können. Es ist von Chris Daber lektoriert worden, was heißt, dass es maximal ein paar stilistische und rechtschreiberische Anpassungen gibt, aber keine massiven Kürzungen.

Die kamen wohl erst später, als der Chef diese Sache übernahm, aber mit Sicherheit kann und will ich das auch nicht bezeugen, weil ich es einfach nicht wirklich weiß.

Btw.: Da alle diese Bücher zwischenzeitlich eingestampft werden mussten, ist meiner Meinung nach alles nur noch Makulatur.

Sollte diesbezüglich nicht auch endlich Ruhe einkehren?

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Talis Talis ist männlich
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Beiträge: 2447

15.03.2019 09:31
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Danke Shadow, für deine Bemühungen Alt

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Shadow Shadow ist männlich
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Dabei seit: 29.10.2014
Beiträge: 2582

16.03.2019 11:58
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So, hier habe ich einmal eine etwas größere Sequenz herausgeschrieben, die gewisse Änderungen und vor allem auch Auslassungen betrifft, wobei ich einem Großteil der Auslassungen durchaus positiv gegenüberstehe.

Die rot eingefärbten Textteile sind diejenigen, die im BLITZ-Buch nicht zur Verwendung kamen, wobei ich bei vielen Stellen auch der Meinung bin, dass sie absolut unnötig sind und nur den Text insgesamt aufplustern.

Die gelb eingefärbten Textteile sind diejenigen, die eben im BLITZ-Buch zum Abdruck kamen, wobei ich schon sagen muss, dass sich dadurch der Text viel flüssiger lesen lässt, weil beispielsweise viel weniger an sperrigen Einschüben und (zum Teil längst bekannten) Erklärungen im Text vorkommen. Als Beispiel sei nur der PSA-eigene Satellit hier angeführt, der in den 68 Romanheften zuvor sicher auch jedes Mal erwähnt wurde ...

Zusatzhinweis: Gleich hier im 1. SGK-Teil wird die tote Engländerin als siebenundzwanzigjährig bezeichnet. Nur 3 SGK-Teile weiter unten wird sie als achtundzwanzigjährig beschrieben (im Heftroman ist dies genau eine Spaltenlänge plus 5 Zeilen)! Das finde ich schon arg. Einerseits vom Autor selbst und andererseits auch von Verlagsseite her, was wieder einmal schön aufzeigt, wie egal den Verlagen – in diesem Fall war es der Zauberkreis-Verlag – die Leser ihrer (Mach)Werke waren und heute wohl auch noch sind ...

Aber nun zu den Textvergleichen:


SGK Nr. 69:
„Okay. Und wenn Sie mir jetzt noch sagen, wann sie geboren wurde, dann kann ich mir eine Notiz in meinem Kalender machen und ihr bei der nächsten Gelegenheit einen Blumenstrauß zum Geburtstag schicken.“
„Geboren am 3. März 1946“, kam die Antwort wie aus der Pistole geschossen.
Ganze siebenundzwanzig Jahre!
Wenn die Tote aus Bungalow Nr. 17 Barbara Sheldon hieß, dann musste sie in dieser Nacht ein so schreckliches Erlebnis gehabt haben, das sie um mindestens fünfzig Jahre altern ließ.
Die Leiche mit dem fehlenden rechten Arm sah aus wie eine Hundertjährige!

BLITZ-Buch Nr. 35/1:
„Okay. Und wenn Sie mir jetzt noch sagen, wann sie geboren wurde, dann kann ich mir eine Notiz in meinem Kalender machen und ihr bei der nächsten Gelegenheit einen Blumenstrauß zum Geburtstag schicken.“
„Geboren am 3. März …“
Ganze siebenundzwanzig Jahre!, dachte Larry, als der Portier auch das Geburtsjahr verraten hatte. Wenn die Tote aus Bungalow Nummer 17 Barbara Sheldon hieß, dann musste sie in dieser Nacht ein so schreckliches Erlebnis gehabt haben, das sie um viele Jahrzehnte altern ließ.
Die Leiche mit dem fehlenden rechten Arm sah aus wie hundert!


*

SGK Nr. 69:
Larry ging den offiziellen Weg.
Er nahm über die Miniatursende- und –empfangsanlage Kontakt zu X-RAY-1, dem geheimnisvollen Leiter der PSA auf, die sich zur Aufgabe gemacht hatte, außergewöhnliche Kriminalfälle und unerklärliche Ereignisse aufzuklären.
Ein PSA-eigener Satellit umkreiste seit Jahren die Erde. Von hier aus wurde die Botschaft weitergestrahlt.
Larry
schilderte sein Erlebnis und den Zustand der Toten und bat darum, Recherchen anzustellen.
Wie die bewunderungswürdigen Leistungen des PSA-Nachrichtendienstes zustande kamen, darüber hatte er sich schon oft Gedanken gemacht.

BLITZ-Buch Nr. 35/1:
Larry ging den offiziellen Weg.
Er nahm über die Miniatursende und –empfangsanlage Kontakt zu dem Leiter der PSA auf, schilderte die Situation, den Zustand der Toten und bat darum, Recherchen anzustellen.


*

SGK Nr. 69:
Zu einem Zeitpunkt, als in der Polizeidienststelle Malindi ein erster Bericht des Captains vorgelegt wurde, als aus Mrundoko die Nachricht kam, in der letzten Nacht sei dort etwas Gräßliches passiert, streckte X-RAY-1, Tausende von Meilen entfernt, seine Fühler aus.

BLITZ-Buch Nr. 35/1:
Zu einem Zeitpunkt, als in der Polizeidienststelle Malindi ein erster Bericht des Captains vorgelegt wurde, streckte X-RAY-1 im fernen New York seine Fühler aus.

*

SGK Nr. 69:
Es kam zu Nachfragen. Die Fernschreiber ratterten, und zur gleichen Zeit waren die beiden Hauptcomputer der Abteilung voll aktiv. Big Wilma und The clever Sofie versuchten aus dem wenigen, was bisher vorlag, Schlüsse zu ziehen.
Zwei Stunden später schon summte Larry Brents PSA-Ring.
Er aktivierte ihn.
„Hier X-RAY-3“, meldete er sich.
„Hier X-RAY-1“, tönte die vertraute Stimme des geheimnisvollen Mannes, der die PSA ins Leben gerufen hatte, aus dem winzigen Lautsprecher.
Larry erfuhr, dass die Tote tatsächlich mit der achtundzwanzigjährigen Journalistin aus Birmingham identisch war.
Was ihren Tod ausgelöst hatte, daran rätselte man nicht nur in Malindi herum, sondern auch in New York.
Das Geschwätz eines kleinen Urwalddorfes, viele Kilometer von der großen Stadt entfernt, war auch bis zur Polizeistation gedrungen. Hinzu kam, dass man einen Polizisten gefunden hatte, der Bob Krunkrilom hieß. Dieser Mann hatte ein Erlebnis zum besten gegeben, das ihm niemand so leicht abnahm. Demnach wollte er in der Nacht eine Begegnung mit einem Zombie gehabt haben.
Bob konnte sich nicht mehr daran erinnern, wie er in das Dschungeldickicht geraten war. Es sah ganz so aus, als ob er stundenweise das Gedächtnis verloren hätte, und er lag jetzt im Krankenhaus, wo man ihn gründlich untersuchte.
Es war eine hektische Nacht, wenn man bedachte, was alles passiert war.

BLITZ-Buch Nr. 35/1:
Zwei Stunden später summte Larry Brents PSA-Ring.
Er aktivierte ihn.
„Hier X-RAY-3“, meldete er sich.
„Und hier X-RAY-1“, tönte die vertraute Stimme des geheimnisvollen Mannes, der die PSA ins Leben gerufen hatte, aus dem winzigen Lautsprecher.
Larry erfuhr, dass die Tote tatsächlich mit der Journalistin aus Birmingham identisch war. Wie sie zu Tode kam, dieses Rätsel versuchte man nicht nur in Malindi zu lösen, sondern auch in New York.
Das Geschwätz eines kleinen Urwalddorfes, viele Kilometer von der großen Stadt entfernt, war auch bis zur Polizeistation gedrungen. Hinzu kam, dass man einen Polizisten gefunden hatte, der Bob Krunkrilom hieß und behauptete, in der Nacht eine Begegnung mit einem Zombie gehabt zu haben.
Bob konnte sich nicht mehr daran erinnern, wie er in das Dschungeldickicht geraten war. Es sah ganz so aus, als ob er stundenweise das Gedächtnis verloren hätte. Nun lag er im Krankenhaus, wo man ihn gründlich untersuchte.
Es war eine hektische Nacht gewesen, bedachte man, was alles passiert war.


*

SGK Nr. 69:
Larry Brent versuchte, die Dinge in die richtige Reihenfolge zu bringen:
Da war Bob mit dem unaussprechlichen afrikanischen Nachnamen. Er sollte Ambu Mangulas Schicksal klären helfen.
Mangula war Kellner im Beach Rock gewesen. Seit mehr als einer Woche suchte man ihn.
Auf dem Gelände des Beach Rock kam auf grausame Weise eine junge Europäerin um. In der gleichen Nacht hatte Bob den Zusammenstoß angeblich mit einem Zombie, verlor das Gedächtnis, irrte durch den Urwald und wurde erst durch Zufall entdeckt. In der gleichen Nacht auch sah Helga Körtner
das geisterhafte Gesicht an ihrem Fenster, ein Gesicht, das sie so beschrieb, wie dies auch Bob tat!
Ein Zombie?

Dies würde den ausgedörrten Leib der englischen Journalistin erklären.
Zombies saugten das Leben aus anderen Körpern, um sich selbst Jugend und Frische zu bewahren.
Wie passte der abgenagte Arm dazu?
Kannibalische Züge?
Über Zombies wusste man noch wenig. Der geheimnisvolle Voodoo-Kult war bis auf den heutigen Tag noch nicht ergründet. Warum Menschen zu Zombies wurden, wer sie dazu machte, das alles lag im dunkeln einer Religionsgeschichte, die noch nicht genau erforscht werden konnte.
Aber konnte ein Zombie an zwei Orten gleichzeitig sein? Die Begegnung, die der Polizist Bob gehabt hatte, fiel zeitlich zusammen mit dem, was hier auf dem Hotelgelände passiert war.
Doch zwischen beiden Tatorten lagen mehr als fünfzehn Kilometer!
In Larry Brents Gehirn kreisten zahllose Kombinationen, entwickelten sich zu bizarren Überlegungen. Diese Denkvorgänge brachten es oft mit sich, dass er urplötzlich auf etwas stieß, was er gar nicht bewusst beachtet hatte.
So ließ er seinen Überlegungen und Kombinationen zunächst freien Lauf.


BLITZ-Buch Nr. 35/1:
Larry Brent dachte an das geisterhafte Gesicht an Helgas Fenster, das sie wie das eines Zombies beschrieb. Das würde auch den ausgedörrten Leib der englischen Journalistin erklären.
Zombies saugten das Leben aus anderen Körpern, um sich selbst Jugend und Frische zuzuführen.
Doch wie passte der abgenagte Arm in dieses Schema?
War er ein Indiz für Kannibalismus?
Über Zombies wusste man noch wenig. Der geheimnisvolle Voodoo-Kult war bis auf den heutigen Tag noch nicht entschlüsselt. Warum Menschen zu Zombies wurden, wer sie dazu machte, das alles lag im dunkeln einer Religionsgeschichte, die noch nicht genau erforscht worden war.


*

SGK Nr. 69:
„Ich sehe schon“, meinte er schließlich, „dass dies eine größere Sache wird. Sieht ganz danach aus, als würde ich meine eigene private Safari veranstalten. Ich seh‘ mich schon durch den Busch kriechen und durch Mrundoko schleichen, einem Zombie auf der Spur. Das wird wieder ein Urlaub ganz nach meinem Geschmack.“
„Urlauben Sie nur schön weiter“, entgegnete X-RAY-1. „Aber mit etwas größerer Aufmerksamkeit! Schieben Sie Ihre Safari auf, richten Sie zunächst Ihr Augenmerk auf das, was in Ihrer unmittelbaren Nähe geschehen ist!“
„Der Stress geht also wieder los.“
„Die Fahrt mit einem Safaribus ist auch gerade keine Erholung, X-RAY-3.“
Das war ein schwacher Trost.
„Denken Sie an die Hitze, an die Enge, an den Staub“, fuhr X-RAY-1 fort. „Das ist Stress. Dagegen ist ein Besuch in Mrundoko und bei Bob der reinste Spaziergang.“
„Ja, Sir, Sie haben recht. Jetzt, wo Sie mir das so genau darlegen, merke ich erst, wie schlecht ich es hier eigentlich getroffen habe.“


BLITZ-Buch Nr. 35/1:
„Ich sehe schon“, murmelte er, „dass dies eine größere Sache wird. Sieht ganz danach aus, als würde ich meine eigene private Safari veranstalten. Ich sehe mich schon durch den Busch kriechen – einem Zombie auf der Spur. Das wird wieder ein Urlaub ganz nach meinem Geschmack.“
„Urlauben Sie nur schön weiter“, entgegnete X-RAY-1. „Aber mit etwas größerer Aufmerksamkeit! Schieben Sie Ihre Safari auf, richten Sie zunächst Ihr Augenmerk auf das, was in Ihrer unmittelbaren Nähe geschieht!“



* * *

Das hier sind meines Wissens die eher stärker gestrafften Textteile, weil hier – wie oben schon erwähnt – sich sehr viel an sich ständig wiederholenden Textteilen findet. An anderen von mir gesichteten Stellen wird eher nur auf die stilistischen Fehler eingegangen, die auch hier zu erkennen sind.

Christian Daber wird in diesem Buch als der Fachberater (Lektor) genannt. Bei den ganz früheren, dickeren Büchern hat er sehr wenig gestrichen, praktisch nur stilistisch und rechtschreibmäßig eingegriffen. Hier bin ich schon davon überzeugt, dass er den Auftrag bekommen hatte, mehr zu streichen, weil der Umfang des Buches nur noch 160 Seiten betrug und es damals in den Romanheften noch bis zu 30.000 Zeichen mehr an Text zu lesen gab, so viel ich darüber zu wissen glaube.

Aber wie auch immer es gewesen sein mag: Es gibt die Bücher nicht mehr zu kaufen und damit ist es müßig, des Langen und Breiten darüber zu diskutieren. Nur um der Anfrage von Talis nachzukommen, habe ich diese Textstellen hier eingestellt. Dabei wird es von meiner Seite her auch bleiben, da mir persönlich das viel zu viel an Arbeit darstellt und ich finde, dass es das auf Dauer mir nicht wert genug ist ...

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