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John-Sinclair-Forum ::: Gruselroman-Forum » Roman-Serien » Professor Zamorra » PZ1001-heute » Band 1175: Geh zum Teufel, Zamorra!
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Michael Michael ist männlich
Administrator




Dabei seit: 22.11.2007
Beiträge: 4685

11.06.2019 20:03
Band 1175: Geh zum Teufel, Zamorra!
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4 Autoren – 4 Spitzenstorys!

Zum „kleinen Jubiläum“ laden unsere 4 Autoren auf einen Umtrunk im „Zum Teufel“ ein. Natürlich geht das nicht ohne ein paar unangenehme Überraschungen vonstatten!
In „Geschlossene Gesellschaft“ von Manfred Weinland sperrt der Wirt seine Kneipe für die üblichen Besucher zu und schenkt aus einem besonderen Fass nur für sich und die Geister derer aus, die vor ihm den Gasthof bewirtschaftet haben.
Thilo Schwichtenberg erzählt in seiner Geschichte „Der Teufel steckt im Detail“ von zwei jungen Möchtegern-Zauberern, die ihre liebe Not mit willigen Wasserfrauen haben.
„Deibelsgesöff“ heißt die Story von Manfred H. Rückert – und dieses „Gesöff“ hat es nun wirklich in sich!
Last not least präsentiert uns Christian Schwarz einen ganz besonders üblen „Kellergeist“.

Erscheinungstag: 11.6.2019

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Wenn die Süße des geringen Preises verflogen ist, die Bitterkeit minderer Qualität wird bleiben.

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118624
Wolf55 Wolf55 ist männlich
Foren As




Dabei seit: 02.10.2018
Beiträge: 83

11.06.2019 20:03
Band 1175: Geh zum Teufel, Zamorra!
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Genau genommen besteht der Band aus 5 Geschichten, denn der Prolog, die Zwischenspiele und der Epilog ergeben eine 5. verbindende Story, die zudem eine Hommage an Werner Kurt Giesa darstellt.
Schön gedacht, schön gemacht, mit kleinen Fehlern. Der „Demascaire et Voyant“ heißt mal (Ahmed) Bin Salah, mal Ibn Salah. Hier könnte die Rechtschreibprüfung zugeschlagen haben.


„Deibelsgesöff“ von Manfred H. Rückert:

Nette, humorvoll geschriebene Story, angeführt von einer (für mich) überflüssigen, grausigen Zeichnung.


„Geschlossene Gesellschaft“ von Adrian Doyle:

Gut durchdachte Story mit leichtem Krimi-Einschlag um einen Fass-Dämon, unbedingt empfehlenswert!


„Der Teufel steckt im Detail“ von Thilo Schwichtenberg:

Klasse, witzige und doch im Nachhall des Nachdenkens werte Story um zwei Protagonisten, die ohne ihre Freundinnen mehr oder weniger aufgeschmissen sind und um die Tücken magischer Beschwörungsformeln.

Einzige Wermutstropfen auch hier die katastrophale Zeichnung und (im gesamten Heft aber seltene) sinnentstellende Fehler, wenn statt eines Schankraums ein Schrankraum unter Wasser gesetzt wird. Beides sind Kleinigkeiten, die den Gesamteindruck nicht runterziehen können.


„Der Kellergeist“ von Christian Schwarz:

Auch dieser Autor geht das Ganze humorig an, die Geschichte wurde mir gegen Ende dann aber entschieden zu rührselig und moraltriefend.



Die LKS überrascht: „Interview mit einem Insider“, geführt von Thilo Schwichtenberg (ich brauchte etwas, um von „MT“ auf Mystery Times zu schließen, obwohl es doch so nahe lag – vielleicht weil meine Erwartungshaltung bei TS lag).
Mal eine ganz andere LKS, kann man zum Thema passend aber ruhig mal so machen.



Auf dem Innenumschlag wurde das Titelbild in doppelter Größe und ohne störende Texte abgedruckt – schöner Bonus!


Insgesamt ein gelungenes „Jubiläum“ (echt jetzt?). Wer es immer seriös ernsthaft mag, für den ist der Band definitiv nichts; wer’s auch mal humorig bis albern aushält, für den sind die Geschichten um den Kneipenwirt Pierre Mostache sehr unterhaltsam und eine willkommene Abwechslung.



Ich stimme mit „sehr gut“ ab und bin ob der kommenden Jubiläumsbände ## 1200, 1225 usw. gespannt…

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118582
Icho Icho ist männlich
Foren As




Dabei seit: 18.02.2018
Beiträge: 78

11.06.2019 22:06
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Wolf55 hat eigentlich schon alles gesagt. Das Experiment ist in meinen Augen sehr gut gelungen. Alle vier Geschichten machen sehr viel Spaß und tragen zum Lesevergnügen bei. Kurzum.....kurzweilige Unterhaltung auf hohem Niveau.
10/10 Amuletten:-)

__________________
PR, PZ, MX und quer durch den Grusel-Garten
Racing is life, anything that happens before or after is just waiting

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118586
Adrian Doyle Adrian Doyle ist männlich
Tripel-As


Dabei seit: 27.01.2011
Beiträge: 221

12.06.2019 06:38
RE: Band 1175: Geh zum Teufel, Zamorra!
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Zitat:
Original von Wolf55
Einzige Wermutstropfen auch hier die katastrophale Zeichnung und (im gesamten Heft aber seltene) sinnentstellende Fehler, wenn statt eines Schankraums ein Schrankraum unter Wasser gesetzt wird.


Grins. Das erinnert mich an eine Stelle in meinem damaligen Perry Rhodan Taschenbuch, an der eigentlich aus dem (Welt) Raum heraus geortet wurde, im Büchlein steht dann aber aus dem Baum heraus.Wall

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118590
Weltenbummler
Eroberer




Dabei seit: 24.10.2018
Beiträge: 66

12.06.2019 19:01
RE: Band 1175: Geh zum Teufel, Zamorra!
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Ein Schrankraum ... o Mann ... Ohnmacht Grusel Kopfkratzen Urks

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118617
Wolf55 Wolf55 ist männlich
Foren As




Dabei seit: 02.10.2018
Beiträge: 83

13.06.2019 00:06
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@ Manfred: groes Grinsen In "Der Moloch"?

@ Thilo: Das hast Du doch mit Absicht eingebaut, um dem Titel der Story Nachdruck zu verleihen... Bse

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118628
Zwielicht Zwielicht ist männlich
Tripel-As


Dabei seit: 22.03.2017
Beiträge: 158

13.06.2019 12:43
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Ich finde den Band bisher auch sehr unterhaltsam. Mir gefallen auch die Illustrationen, gerade die erste zum Konzert.

__________________
Das Vermächtnis des Milton Lucas

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118634
Adrian Doyle Adrian Doyle ist männlich
Tripel-As


Dabei seit: 27.01.2011
Beiträge: 221

13.06.2019 15:45
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Zitat:
Original von Wolf55
@ Manfred: groes Grinsen In "Der Moloch"?


Jep.

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118641
Loxagon Loxagon ist männlich
Lebende Foren Legende


Dabei seit: 04.09.2011
Beiträge: 1859

14.06.2019 22:54
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Solche Bände darf es gerne öfters geben - so könnte man auch mühelos von Früher erzählen.

... hm, "Zum Fass". Ich glaube der Name kam mir erst kürzlich in einem alten PZ unter. Aber dass das da schon Mosti war ... ähm, dann dürfte der Knabe längst im hohen Rentenalter sein. Gabs da etwa einen Schluck Quellwasser?

Ich vergebe ein TOP mit Schrankraum.

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118671
ufo-bote
Gruenschnabel


Dabei seit: 25.11.2018
Beiträge: 5

16.06.2019 19:16
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Die Umbenennung vom »Zum Fass« in »Zum Teufel« muß in PZ-517 passiert sein. Jedenfalls hab ich's bei pz-info so geschrieben. Hab das Heft im Augenblick nicht auf dem Schirm.
War teilweise sehr Amüsant, teilweise albern. Aber auf jeden Fall wurde das Dorfleben etwas ausführlicher als sonst dargestellt.
Was mir aber auch aufgefallen ist: Am 24. April erschien noch kein Zamorra.

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118712
Alban de Bayard
Gruenschnabel


Dabei seit: 02.10.2018
Beiträge: 3

16.06.2019 23:19
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So, habe es gelesen und hatte meine Freude daran. Mein Highlight war die Geschichte von Thilo, weil sie extrem plastisch geraten ist und ich die Idee einfach Klasse fand. Aber auch die anderen Kurzgeschichten haben mich gut unterhalten, es war ein sehr kurzweiliges Lesevergnügen.

So als Idee: Wie wäre es, der Professor erscheint jetzt auch wöchentlich. Da wären doch gelegentlich Storybände eine wirklich feine Sache, oder?

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118735
Sheila Conolly Sheila Conolly ist weiblich
Koenig




Dabei seit: 24.06.2009
Beiträge: 889

Heute,  17:05
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Es war einmal, im Rhone-Tal ...
Nein, stopp ... falsches Genre ... groes Grinsen

Aaaaber, als ich letztens, an einem verregneten Nachmittag, wieder mal zamorra-te (kommt von zamorrieren^^) oder eher Zum Teufel ging, hatte es schon etwas märchenhaftes an sich, denn zufälligerweise waren da neben dem Wirt Pierre Mostache, der ja eh immer was zu erzählen weiß, wenn er gut drauf ist, auch noch fünf weitere Personen anwesend ..

Einer hat die ganze Zeit mit dem Wirt gequatscht und weil ich da nicht stören wollte, hab ich mich mal den anderen Vieren aufgedrängt, die auch nette Geschichten zu erzählen hatten ... und zwar JEDER von ihnen!!
Ich war überrascht, ausgerechnet an so einem feuchtfröhlichen Tag, an dem auch ich mal in der schicken Kneipe einkehrte, solch coolen Besuch anzutreffen und die dann auch noch bei nem kühlen bière blonde, einem gepflegten panaché oder auch dem ein oder anderen Gläschen vin rouge für beste Kurzweil sorgten ...

Gerade, als der erste von ihnen, ein gewisser Herr Rückert, mit seiner Geschichte beginnen wollte, kam Pierre Mostache grinsend mit einer sonderbaren Flasche dazu und stellte sie auf den Tisch.
"Die stand schon viel zu lange im Keller ..." sagte er nur, klopfte dem Mann namens Rückert auf die Schulter und grinste bis hinter beide Ohren.
Ich war einigermaßen irritiert, doch als mein Gegenüber ebenfalls grinste und auf die Flasche deutete, erzählte er mir vom Deibelsgesöff ...

Die Geschichte hat mir echt gut gefallen und da ich hier und da schon mal was von Professor Zamorra, Nicole und Faolan gelesen hatte, war ich auch sofort drin. Als ich kurz zur Theke sah, hinter der der Wirt bereits an einem Fass herumfummelte, trafen sich unsere Blicke kurz und er rollte gespielt mit den Augen. Wahrscheinlich erinnerte er sich gerade wieder an die alte Story, in der Asmodis sich königlich über sie amüsiert hatte. Wann konnte man die Köchin des Hauses samt ihren Helferinnen schon mal bei so ausgelassenen, künstlerischen Aktivitäten in der Küche beobachten?
Jedenfalls hatte Faolan hier den besten Riecher und mit dem Verkorken der Flasche und guter Belüftung für Schadensbegrenzung gesorgt, sodass es wieder Essen für die Gäste geben konnte.
Ich fragte mich nur, ob Zamorra das Video noch besaß ...
Irgendwie reizte es mich ja doch, dieses Gesöff mal zu probieren, doch der Herr Rückert nahm die Flasche und brachte sie Mostache zurück. Jetzt sei nicht der richtige Zeitpunkt, hatte er gemeint und deutete auf einen seiner Kumpel am Tisch, während er sich ebenfalls wieder setzte und den Mann auch ansprach.
"Hey Doyle, wie sieht's aus? Wäre jetzt nicht mal wieder Zeit für eine Geschlossene Gesellschaft?"

Nun erfuhr ich also von Herrn Doyle, was es mit der alljährlichen Gesellschaft Zum Teufel auf sich hatte ... und staunte nicht schlecht, als diese Story einen Geist hervorbrachte, der allem Anschein nach in einem Fass hauste und sich jährlich ein Opfer aus dem Dorf suchte.
Mostache, seine Gattin und natürlich sein Schankraum sind dafür unwissentlich missbraucht worden. Einzig Nicole Duval und somit auch der Professor kamen dieser seltsamen Begebenheit wegen des Datums auf die Schliche und konnten dem Dämon aus dem Fass Einhalt gebieten.
Auch das war eine sehr interessante Story, denn die Atmosphäre, die während des Abends, an dem Dacoque einer mysteriösen Einladung gefolgt war, mit Geistern einen draufmachte, die Kneipe dann aber leider ebenfalls als Geist verließ, schön unheimlich, aber irgendwie, trotz Geister, kam auch schön gesellig rüber.
Da waren Zamorra und Nicole ja echt auf Zack, damit die Dorfbewohner das jährliche Sterben nicht mehr fürchten müssen.
Aber ich musste danach plötzlich an ein kleines, altes Fass denken, das bei uns zu Hause einfach zur Dekoration herumsteht ... ich habe lange nicht mehr reingeguckt, ob da noch irgendwas drin ist ... oder sollte ich jetzt besser sagen ... jemand?! Augenzwinkern

Bevor ich weiter darüber nachdenken konnte, stieß Doyle den Mann neben sich an.
"Erzähl doch mal, wie das mit den zwei Jungs war, deren Freundinnen alleine Urlaub machten, Herr Schwichtenberg ... " sagte er und wackelte auffordernd mit den Augenbrauen. "Man könnte auch sagen, der Teufel steckt im Detail, nicht wahr? Hätten die beiden besser gelesen, wäre ..."
"Psssst .... du verrätst ja noch alles ... " Der Angesprochene räusperte sich und stand zwinkernd auf.
"Also gut, aber erst muss ich noch eine Führung zur mostache'schen Seenplatte machen ... " erwiderte Herr Schichtenberg und ich sah mich genötigt, ebenfalls aufzustehen.
Ich folge ihm bis zur Eingangstüre, die er aufzog und sofort bekamen wir einige Regentropfen ab, die der Wind herein drückte.
"Das da ist die mostache'sche Seenplatte ...." sagte der Mann und zeigte auf eine Pfützenansammlung vor dem Eingang zum Wirtshaus. "... nur so zum allgemeinen Verständnis. Niemand weiß genau, wie tief sie ist, aber einen Weg Zum Teufel findet man trotzdem immer ..." erklärte er zwinkernd, bevor er die Türe wieder schloss und wir zum Tisch zurück gingen und eine neue Runde bestellten.
Dann erfuhr ich, dass Joaquin Lafitte und sein Kumpel André vorübergehend von ihren Frauen "verlassen" wurden und es sich deswegen ebenfalls gutgehen lassen wollten. Dazu hatte sich Joaquin ein Buch ausgeliehen, dass Lafitte Senior, der ebenfalls für Professor Zamorra arbeitete, vom Schloss mitgebracht hatte. Darin standen einige Zaubersprüche und mit einem wollten sie an diesem Abend für Kurzweil sorgen. Doch der Schuss ging gewaltig nach hinten los und statt einer oder zwei Nixen, die sie aus der mostache'schen Seenplatte hervorzauberten, kamen ein paar mehr und so hatten die beiden jungen Strohwitwer, nebst den beiden letzten Gästen, die ebenfalls noch anwesend waren, alle Hände voll zu tun. Wäre Faolan nicht aufgetaucht, der seine Ausgleichsrunden drehte, hätte es für sie und das Wirtspärchen echt schlecht ausgesehen!
Die Beschreibungen der hübschen Frauen, die aber dann auch ein fischiges Monsterzähnemaul präsentieren und nur mit Fisch aller Art besänftigt werden konnten, fand ich schon cool und gaben der Geschichte dann, neben den magischen Eigenschaften, auch noch eine kleine Portion Grusel!
Die zwei Jungs haben mir ja schon irgendwie leid getan, aber selbst wenn man die Frauen vermisst, muss man ja nicht gleich für Ersatz sorgen ... welcher Art auch immer! Auch die Gesellschaft von magischen Wesen schützt nicht vor einer anschließenden, weiblichen Meckerei und Joaquin tat gut daran, sich schon mal sämtliche netten Worte für einen Entschuldigung zu überlegen Augenzwinkern smile
Trotzdem fand ich es auch gut, dass er von den Nixen zwar begrabscht, geküsst und befummelt wurde, aber trotzdem nicht mehr passiert ist, weswegen eine Beichte an seine Claudette dann wohl schwerwiegender ausgefallen wäre ... Augenzwinkern smile
Eine sehr nette Geschichte und ich glaube, ich würde um die Pfützen vor der Kneipe ebenfalls einen großen Bogen machen ... wenn der gute Pierre nicht wieder nen Laufsteg für seine Gäste drüber macht ... groes Grinsen Daumen_hoch

Plötzlich betrat ein gut gekleideter, südländisch wirkender Typ mit nach hinten gekämmten, schwarzen Haaren das Gasthaus und genau so plötzlich verschluckte sich sowohl Wirt Mostache, als auch der vierte der Herren, der an unserem Tisch saß, ein gewisser Herr Schwarz, wie ich erfuhr.
Der hatte da nämlich auch noch was zu erzählen und das hatte entfernt mit einem Kerl ähnlichen Aussehens zu tun. Das muss wohl auch Mostache gedacht haben, denn er löste sich kurz aus der Unterhaltung mit seinem Dauergast und zeigte auf den Neuankömmling.
"Hey! Ich will weder meinen Vater sehen, noch irgendein neues Deibelsgesöff testen, geschweige denn meinen Schankraum in einen Harem für Nixen umbauen lassen ... Also, setz dich, trink ein Bier, lass die Leute in Ruhe und dann wäre ich dir für einen unschwefeligen Abgang dankbar!" erklärte Pierre ihm klipp und klar, während sich der südländische Anzug an die Theke begab und grinste, als wenn's kein Morgen gäbe.
"Aber, aber ... ich will doch nur mal sehen, ob hier auch alles in Ordnung ist. Und eigentlich hatte ich auch eine neue Kreation für dich mitgebracht, die du einfach ausprobieren musst! Oder meinetwegen auch nur deine Gäste ... ganz wie es dem Wirt beliebt ... Dafür würde ich auch ganz still hier sitzen bleiben und nur die Auswirkungen begutachten. Was hältst du davon? Deal?" erwiderte der Fremde gelassen.
Pierre Mostache zog die Augenbrauen zusammen und beugte sich leicht über die Theke.
"Kein Deal, mein Freund!! ... ein Bier höchstens ... und dann ist der Deal, dass ich in Ruhe meine Gäste weiter bedienen kann ... sonst nenne ich deine Kneipe doch nochmal um ... in Zum himmlischen Herrn. Klar soweit?" stellte Mostache dem Südländer in Aussicht, zog sich wieder hinter die Theke zurück und polierte dabei demonstrativ ungerührt eines seiner Weingläser.
"Na meinetwegen ... " gab der gut aussehende Anzugträger etwas pikiert zurück, zog es dann aber vor, auch ohne ein Bier wieder zu gehen. Nun, gehen war vielleicht etwas falsch ausgedrückt. Er verschwand ... nur das mit dem schwefeligen Abgang hatte er partout nicht so ganz seinlassen können, denn von der stinkenden Wolke, die er hinterließ, konnte man trotz noch Stunden später einen Würgereiz nur schwerlich unterdrücken.
Ich rümpfte die Nase über so viel schlechtes Rasierwasser, war aber nun noch mehr gespannt, was Herr Schwarz für eine Geschichte zu erzählen hatte.

"Ich will ja keine schlafenden Kellergeister wecken, aber nach diesem Auftritt gerade eben denke ich mal, dass wir vorerst eh nicht damit zu rechnen haben ... " sagte er und begann mit seiner Erzählung.
Ich staunte nicht schlecht, als seine Story davon handelte, dass Pierre Mostache fast und beinahe sein Gasthaus aufgegeben hätte, um mit seiner Charlotte in die Stadt zu ziehen.
Dabei wurden die beiden doch von allen Dorf- und Chateaubewohnern sehr gemocht und ihr Zum Teufel war Dreh- und Angelpunkt dieses schönen, kleines Dorfes.
Aber ich fand es sehr gut beschrieben, wie es Mostache ging, dass seine Laune immer schlechter und sein Gesicht immer länger wurde, je mehr Witze man über ihn machte und je mehr sich die Gäste amüsierten. Seine Gedanken, die dann immer im krassen Gegensatz zu dem standen, was er dann tatsächlich sagte, fand ich schon sehr cool in Szene gesetzt.
Und als es dann endlich heraus war, dass die Kneipe schließen würde und er mit seiner Gattin wegzöge, sah es zunächst wirklich so aus, als wäre das letzte Wort bereits besprochen. Zumal seine Frau auch nicht gerade viele Versuche unternahm, ihn von diesem Vorhaben abzuhalten.
Naja ... aber wenigstens einen, der es aber mächtig in sich hatte!
Eine tolle Idee, den südländisch aussehenden Typen mit seinen Fähigkeiten ins Boot zu holen, der ja auch der Namensgeber in spe der Kneipe war.
Ich wusste erst nicht, ob ich das fies finden sollte, WIE sie den Wirt schließlich zur Besinnung brachten ... oder doch eher gut ausgeklügelt.
Ich hab mich dann für letzteres entschieden. Denn er hatte ja schließlich selbst eingesehen, was für eine blöde Idee das alles gewesen war, sein Zum Teufel aufzugeben smile
Aber irgendwie fand ich auch gut, wie er die Gäste an jenem verhängnisvollen Abend angefahren hatte, als er seinen Ausstieg erklärte. Das klang richtig überzeugend und inbrünstig ... zumindest kam es so rüber. Aber gut, dass Zamorra, Asmodis und Dorfbewohner so ein nettes Verhältnis pflegen, denn so ist uns allen doch dieser nette Dreh-/ Angel-/ und für Stories so beliebter Einstiegspunkt erhalten geblieben! smile

Die Geschichten hatten allesamt das, was man für spannende, lustige, einfach rundum gelungene Unterhaltung braucht! Ich musste das alles kurz sacken lassen und nippte abwesend an meinem Glas Wein. Wenn ich es mir recht überlegt, war da überall etwas magisch-mystisch Übersinnliches, sowie auch immer ein unterschwelliger Hauch von Grusel und ebenso Humor enthalten!
Das alles war eine tolle Mischung aus verschiedenen Autoren, vielfältigen Schreibstilen, unterschiedlichsten Ideen (die trotzdem etwas gemeinsam hatten) und diese Mischung nebenbei auch noch kleine Dorf- und Leute-Infos samt des gemütlichen Flairs rund um Mostache's Kneipe herum beinhaltete.
Dass es nicht Zamorra, sondern eben der Wirt war, um den sich ja alles irgendwie drehte, fand ich auch eine nette Abwechslung. Besonders auch dann, wenn z.B. Faolan mal der Held war und wieder für Ordnung sorgte ... oder eben sogar Asmodis selbst, der sich dazu herabließ, mal was richtig Gutes mit seinen Fähigkeiten anzustellen ... und zuzüglich und wohl dosiert Zamorra und Nicole, wie auch das ganze Dorf!! Augenzwinkern smile

Ich wollte mich gerade bei den netten Autoren für die Geschichten bedanken und ihnen sagen, warum sie mir echt gut gefallen haben, als ich plötzlich meinte, dass Nebel im Schrank ... äh ... Schankraum aufwallte und alles und jeden umwaberte ...
Die Schwaden zogen sich schnell höher, hüllten Theke, Tische und Stühle ein und gerade, als ich mich wunderte, warum niemand sonst davon Notiz nahm, wusste ich auch, wieso: sie waren verschwunden! Die Autoren, Wirt Mostache, alle waren sie weg ... nur zwei künstlerische Zeichnungen von Nixen und einer Flasche mit Teufelskopf geisterten mir noch durch den Kopf, die das Gehörte nochmal nett unterstrichen .... und schemenhaft konnte ich auch noch einen menschlichen Umriss erkennen, der vor der Theke hockte und plötzlich mit einem Schrei hochfuhr. Sein Kopf zuckte nach links und nach rechts und wie durch Watte hörte ich noch, wie er ungläubig das Wort MERLIN rief ...
Dann war alles um mich herum verschwunden. Keine Kneipe mehr, keine Leute, kein mysteriöser Typ, der sich die ganze Zeit mit Mostache an der Theke unterhalten hatte, auf der Suche nach Inspiration und ... nichts ... alles weg.

Als sich so ganz allmählich um mich herum wieder sichtbare Konturen abzeichneten, war ich im heimischen Wohnzimmer und saß auf der Couch!
Auf meinem Schoß lag ein Romanheft, mit einem toll und atmosphärisch dargestellten Zum Teufel, zusammen mit dem Hinweis, dass Zamorra zu selbigem gehen sollte ...

Ich musste tatsächlich kurz überlegen, ob ich das erlebt, im Fernsehen gesehen oder tatsächlich "nur" gelesen hatte.
Schnell hab ich also das Heftchen nochmal durchgeblättert und bin beim Interview der Mystery Times mit Pierre Mostache hängengeblieben.
Auch wenn Interviewer Herr Schwichtenberg und Monsieur Mostache wohl allem Anschein nach ein Fitzelchen zu tief ins Teufelsgebräu geguckt haben (btw. Santé, die Herren^^), ich konnte sie trotz ein paar netter Nuscheleien noch verstehen ... ähm ... verlesen ... wie auch immer ... und habe festgestellt, dass ich die vier Geschichten mit dem gelungenen Zwischenspiel und der Hommage an WKG, sowie den netten Story-Infos (was wann war und passierte) durch Mostache's Interview wirklich "nur" gelesen hatte ... und deswegen sei es mir biiitteeee verziehen, dass das alles hier mal wieder viiiieeel zu lang geraten und dezent ausgeartet ist! Eigentlich wollte ich mich dafür ja auch entschuldigen, aber bei genauerem Überlegen kam ich zu dem Schluss, dass das schließlich und nämlich absolut und überhaupt nie nicht meine Schuld war, sondern die der Autoren! Zunge raus
Was müssen die auch Geschichten schreiben, bei denen man nach dem Lesen nicht mehr genau weiß, ob man mittendrin und voll (ja neee, voll^^) dabei war ... oder doch nur außen vor, nämlich am Heft und mit ner Menge Kopfkino, Deibelsgesöff und Schwefelgestank versehen ... Augenzwinkern smile

Schdügia ... Kannichnocheinen ... Unsons so ... *PLONGK* ... ich hab mich ja kringelig gelacht!! groes Grinsen groes Grinsen Danke dafür!!! groes Grinsen groes Grinsen Aber mich deucht, so ganz unterschwellig und fast gar nicht zu bemerken ... der Herr Schwichtenberg verträgt nichnocheinenunnocheinen vom Teufelsgesöff ... oder was waren das für Anwandlungen ... ?? Augenzwinkern groes Grinsen
Habe mich jedenfalls köstlich amüsiert und von allen Stories sehr gut unterhalten gefühlt ... und da muss ich wohl, als oder während ich Zum Teufel ging, ein paar Silberscheiben, quasi 10/10 Amuletten versehentlich da liegengelassen haben ... weil ich hab jetzt irgendwie keine mehr ... doch eins noch, aber das steht im Regal und niemand darf es anfassen, gleich neben dem Sinclair-Kreuz! groes Grinsen Aber die Silberdinger, die jetzt noch auf der mostache'schen Seen- ... ähem ... Tischplatte liegen müssten, dürfen sich die Herren Autoren dann gerne gerecht aufteilen ... Augenzwinkern smile Daumen_hoch

Hat echt Spaß gemacht! smile

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"Man sieht es, man hört es und man riecht es ... !"
"Also ... das musst du uns erklären, Sheila ... !"
"Man sieht, dass die Whiskyflasche leer ist und hört, dass du voll bist ... und man riecht deine Fahne!"

                                    Sheila Conolly ist offline Email an Sheila Conolly senden Homepage von Sheila Conolly Beiträge von Sheila Conolly suchen Nehmen Sie Sheila Conolly in Ihre Freundesliste auf Füge Sheila Conolly in deine Contact-Liste ein                               Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden IP Information
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