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John-Sinclair-Forum ::: Gruselroman-Forum » Roman-Serien » Professor Zamorra » PZ1001-heute » Band 1194: Das Wispern im Efeu
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Michael Michael ist männlich
Administrator




Dabei seit: 22.11.2007
Beiträge: 4766

03.03.2020 20:40
Band 1194: Das Wispern im Efeu
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Manchmal, wenn der Mond die einsamen, windumspielten Strände von Kap Passero erhellt und das Donnern tosender Brandung alle anderen Geräusche übertönt, kann man weit draußen in dunkler Ferne etwas Unheimliches beobachten.
Da steigen fahle Masten und Segel aus den Wellen, Positionslampen flackern, und man sieht das unregelmäßige Aufblitzen von Kanonenfeuer.
Es sind Geisterschiffe mit ruhelosen Seelen an Bord, die 1718 hier vor der Südspitze Siziliens auf den Meeresgrund geschickt worden waren.
Nur ein Schiff entkam dem Höllenfeuer der Royal Navy.
Doch der Hölle selbst entkam es nicht ...

Geschrieben von Stephanie Seidel
Erscheinungstag: 3.3.2020

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Wenn die Süße des geringen Preises verflogen ist, die Bitterkeit minderer Qualität wird bleiben.

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129111
Icho Icho ist männlich
Doppel-As




Dabei seit: 18.02.2018
Beiträge: 128

04.03.2020 14:28
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Das war ein Roman nach meinem Geschmack. Schöner, ruhiger Aufbau ohne allzu große Sprünge was die beteiligten Personen angeht und tolle Beschreibungen der Orte.
Alleine die drei Zeilen wie man in Spanien als Fußgänger eine Straße überquert....eine Kleinigkeit nur, lockerte aber den unheilvollen Grundtenor der Geschichte auf und war einfach coolsmile
Die Geschichte selbst ist in meinen Augen eine klassische Geistergeschichte um ein altes Adelsgeschlecht und Seefahrern.
Mir haben bisher die Geschichten von Stephanie Seidel aus dem o.g. genannten Grund immer gut gefallen und die Vorliegende bildet keine Ausnahme.
9/10 Amuletten

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Lese PR, PZ und MX
Racing is life, anything that happens before or after is just waiting

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129124
Das Gleichgewicht Das Gleichgewicht ist männlich
Team




Dabei seit: 24.09.2008
Beiträge: 9733

05.03.2020 20:47
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Zweieinhalb Jahre ca. gab es keinen Roman von Stefanie Seidel für PZ mehr. Eigentlich habe ich ihre paar Geschichten immer übersprungen, aber ich wollte jetzt keine Lücke haben.

Das Abenteuer beginnt mit einem Abrissunternehmer, der ein problematisches Spukhaus besichtigt. Es zieht auch gleich ein stimmiges Unwetter auf, um die unheilvolle Szene zu unterstützen. Doch man muss sich nicht lange gruseln. Den Kerl erwischt es direkt, er hat es hinter sich. Soweit, so unterhaltsam.

Die letzten Ereignisse um Willem van Kamp habe ich also verpasst. Er ist also in der spanischen Seenotrettung unterwegs. Hoffentlich gab es da keine politische Meinungsmache. Hier in der Geschichte jedenfalls nicht. Refugees und die politische Lage werden zwar erwähnt, aber ohne Autorinnenzeigefinger. Mit seiner Frau Hayat geht es jedenfalls ins Restaurant. Unter anderem wegen solcher ewig langen Einleitungen habe ich Seidels Romane nicht mehr gelesen, jetzt fällt es mir wieder ein. Es gibt haufenweise für die Handlung unwichtige Informationen, wie zum Beispiel ein Unfall auf See, was genau passiert ist, wie viele gerettet wurden und so weiter. Für andere mag das gerade schön sein, so normalen Alltags-Smalltalk in all seiner vollen Länge mit zu haben, der bei anderen Autoren zu kurz kommt.

Nach diesem Einstieg hört Willem zufällig das Gespräch zweier Polizisten mit, die sich über den verschollenen Unternehmer unterhalten. Ein schöner Heftromanzufall. Kurz darauf kommt auch noch zufällig jetzt ein TV-Bericht über ihn im Restaurant-Fernseher.

Ok, geht es nun spannend weiter? Nein, alles zieht sich wieder ewig. Mir ist es ziemlich egal, dass Willem Stones-Fan ist ist, warum er es ist und was seine Lieblingsalben sind. Gut, ich überspringe die ganzen Nebensächlichkeiten. Er schickt schließlich seinen Dschinn Rhannoud, das Haus zu untersuchen. Rhannoud bestätigt den Spuk. Willem holt sich Zamorra als Verstärkung und schaut sich den Bau mit ihm an. Sie kommen vor Ort nicht weiter und forschen im nahen Dorf weiter nach. Dort steht man den beiden „Hobby-Geisterjägern“ eher ablehnend gegenüber. Durch den Dorfpfarrer kommen sie trotzdem langsam dem Rätsel auf die Spur und forschen über ein hier ansässiges Adelsgeschlecht nach.

Es gibt einen wichtigen Brief, geschrieben in „Berberdialekt, und zwar eine sehr alte Form“. Zufällig kennt Willem natürlich jemanden, der sowas lesen kann. Der Experte rückt nicht mit der kompletten Sprache raus, das wäre zu einfach. Nur „das ist so ungeheuerlich, dass ich euch warnen muss. Bleibt weg von dem Efeuhaus!“ Er reist ebenfalls an, um vor Ort zu helfen. Das wird ja richtig voll hier.

Außerdem schnuppert im Dorf ab und an mal eine Geisterprozession rein, bei der ganz stilecht jedes mal jemand stirbt. Zamorra und Willem statten dem Pfarrer gerade zum zweiten mal einen Besuch ab, als die Geister ausgerechnet jetzt wieder Hallo sagen wollen. Toll, endlich etwas Spannung. Doch viel passiert nicht, sie erleben nur einige Szenen der Geister nach, kurz bevor sie als Menschen starben.

Es folgt das Treffen der Experten, um sich zu beraten. Was steckt jetzt hinter dem Spukhaus? Ein muslimischer Schwarzmagier wollte den Dämon der Homosexualität aus dem Sohn des Grafen exorzieren, als alle anderen Versuche gescheitert sind. Natürlich ging dabei etwas furchtbar schief.

Zum Finale muss man dem bösen Geist ober den unsterblichen Überresten des Magiers mit exositschen Waffen zuleibe rücken. Da werden zum Beispiel mit einer Zwille Honigknötchen auf ihn geschleudert und marokkanische Wildbienen hinterher geschickt. Dieser „Kampf“ gestaltet sich dann etwas chaotisch. Seidel bringt ziemlich viele Ideen ein. Die jedoch alle gut recherchiert sind. Wie im gesamten Roman, das ist schon belegt und wird vor allem erklärt. Natürlich gewinnen am Ende die Guten und lösen den Fall.



Es bleibt dabei. Stefanie Seidel ist einfach nicht meine Autorin. Das ist Schade. Ihre Geschichten und mystischen Hintergründe sind toll. Aber sie geht mir viel zu stark auf Nebensächlichkeiten ein, um die Figuren mit Leben zu füllen. Apropos Figuren, das ist das nächste Problem. Ich kann einfach überhaupt gar keine Verbindung zu den Protagonisten ihrer Autoren-Baustelle herstellen.

Von mir gibt es großes Grinsen großes Grinsen großes Grinsen großes Grinsen großes Grinsen Baff Baff Baff Baff Baff (knappe 5 von 10 Amuletten), so fair möchte ich sein.

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Aktuelle Lesereihenfolge:

1. Professor Zamorra
2. John Sinclair
3. Dämonenkiller (vielleicht pausiert bis die Neuauflage aufgeholt hat)

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129175
Spätaufsteher Sptaufsteher ist männlich
Kaiser




Dabei seit: 17.06.2017
Beiträge: 1206

30.03.2020 12:05
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Ich finde es schwierig, hier eine Bewertung abzugeben. Der Anfang mit Alonso Hierro und seinem Erlebnis mit dem Efeuhaus war spannend und vielversprechend. Dann gab es aber Gesellschaftskritik, Umwelt, Religion etc. mit der großen Kelle. Die Menschen führen fast alle nur noch banale Gespräche oder spielen mit ihrem Handy. Krieg in Syrien, Bootsflüchtlinge. Was die Menschheit so treibt, ist nicht normal, alles Fanatiker. Burka und Religion dürfen nicht fehlen. Dann ist die Guardia Civil an der Reihe. Eine gefürchtete und unmenschliche Polizeiorganisation, die viel erzählt, wenn der Tag lang ist und Flüchtlinge tötet. Jetzt wieder der Nahe Osten. Hier hat man sich früher an Weisheit und schönen Dinge erfreut, heute nur an gelungenen Terroranschlägen. Dann wieder Krieg und Flüchtlingsboote...Ich war kurz davor den Roman für beendet zu erklären. Wenn ich eine Geschichte zur Unterhaltung lese, will ich genau dieses Gesülze nicht haben! Dafür gibt es das Real Life, Nachrichten etc.

Auf S.23 kommt dann wenigstens Zamorra dazu und es wird sich um die Handlung gekümmert. Die Ermittlungsarbeit hat mich überzeugt und auch, wie die Geschichten der Santa Ana, der Familie Marin und des Efeuhauses miteinander verbunden wurden. Schönes Finale mit den drei Experten und für die Opfer nach 300 Jahren ein versöhnliches Ende. Die Autorin kann gut schreiben, wenn sie sich auf ihre Geschichte konzentriert und nicht krampfhaft versucht, diesen ganzen Käse aus Tagesschau + Klischees unterzubringen. 6/10 Amuletten

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130434
Sinclair Sinclair ist männlich
Routinier




Dabei seit: 12.04.2020
Beiträge: 495

16.04.2020 09:34
RE: Band 1194: Das Wispern im Efeu
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Handlung: Auf ungewöhnliche Weise wird Professor Zamorra, per Dschinn-Express, zu Wil-lem van Kamp nach Andalusien gebracht. Willem ist durch Zufall auf einen Vermissten-Fall aufmerksam geworden. Vermisst wird ein Abrissunternehmer, der zuvor dem berüchtigten Efeu-Haus einen Besuch abgestattet hat. Das Haus soll ein Spukhaus sein, das seit Jahren von Efeu überwuchert wurde. Willem hatte seinen Dschinn Rhannoud als Kundschafter dorthin geschickt. Dieser war sofort davon überzeugt, dass sich dort etwas sehr Böses eingenistet hat und der Vermisste nicht mehr lebt. Als Zamorra und Willem persönlich zum Efeu-Haus fahren, das in der Nähe des Dorfes Punta Rica auf einem Hügel steht, haben sie zunächst keinen Erfolg damit, mit ihren Methoden den Fluch zu brechen. Um mehr zu erfahren su-chen sie das Dorf auf. Doch die Dorfbewohner reagieren sehr abweisend. Erst in der Dorfkir-che erfahren sie von Pfarrer Quintero mehr. Eine alte Schiffsglocke die in der Kirche hängt, scheint dabei eine große Rolle zu spielen. Sie schlägt immer dann an, wenn das Dorf von einer Geisterprozession heimgesucht wird. Durch einen Trick gelingt es den Parapsycholo-gen, vom Nachlasspfleger auf dem örtlichen Schloss Corraluz, mehr zu erfahren. Gleichzeitig gelingt es Willem diese Informationen an seinen Vertrauten, Ibrahim Choukri, weiter zu leiten. Dieser meldet sich kurz darauf, warnt Willem und Zamorra vor weiteren Aktionen und stößt zwei Tage später zu ihnen. Gemeinsam versuchen sie nun den Bann zu brechen, der vor vielen Jahren, durch den verhängnisvollen Fehler eines mächtigen Schwarzmagiers entstanden ist. Wird ihnen dieses mit vereinten Kräften gelingen?

Meinung: Nach längerer Pause, endlich wieder ein Roman von Stephanie Seidel. Stephanie hat eine besondere Art ihre Geschichten zu erzählen. Dabei versteht sie es gut ihre Leser zu fesseln. Die Erlebnisse von Willem und Hayat van Kamp sind dabei ihr besonderes Parade-thema. Meistens verbunden mit der geheimnisvollen Magie des Orients. So hat sie um Wil-lem herum, einen eigenen Zyklus entwickelt, den sie hier gekonnt und unnachahmlich weiter erzählt. Die Geschichte fasziniert und fesselt den Leser von Anfang bis Ende. Bei Stephanie besteht die Spannung nicht unbedingt aus Action-Szenen. Das ist auch gar nicht nötig. Natür-lich gibt es trotzdem einen harten Kampf zum Finale. Aber bis dahin, versorgt Stephanie den Leser immer wieder mit kleinen Puzzleteilen an Informationen. Aus diesen entwickelt sich dann nach und nach ein Gesamtbild, bis der Leser schließlich erkennt welche tragischen Ereignisse sich vor vielen Jahren zugetragen haben. Der Roman wird immer wieder durch bekannte Zitate unserer Zeit, die geschickt in den Text eingefügt wurden, aufgelockert. Der Dschinn Rhannoud ist ja ganz bestimmt keine Witzfigur. Trotzdem bringen gerade seine Vor-lieben und Aktionen den Leser immer wieder zum Schmunzeln. Insgesamt hat mir die erneu-te Begegnung mit Willem van Kamp und seinen Mitstreitern viel Vergnügen bereitet. Der Roman war kurzweilig zu lesen. Daher gebe ich auch an Stephanie ein verdientes Sehr Gut.

Dieser Beitrag wurde schon 1 mal editiert, zum letzten mal von Sinclair am 30.04.2020 14:55.

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131168
ufo-bote
Jungspund


Dabei seit: 25.11.2018
Beiträge: 22

18.04.2020 22:41
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Also ich mag den Roman, so seltsam unaufgeregt, nicht zu Anfang ein Taifun, und dann langsam steigernd. Das so Dshinn auch nur ein Mensch ist – interessant. Wenn Menschen so schnell nach ihren Schwächen beurteilt würden … Das der Pater der lokalen Kirche mehr Angst vor dem Umzug der Dämonen hat als Glaube an seinen Gott … Und am Ende hat es wie immer ein glückliches Ende gegeben, die erlösten Seelen ziehen wie Schafe gen HImmel. Der Dämon hat sich defakto selbst vernichtet. Und der dienstbare Dshinn kann weitermachen, da wo ihn sein Mensch gehindert hat.
Und viele, viele Nebensächlichkeiten, die doch zu Zammy dazugehöhren.
Danke dafür!!!!

                                    ufo-bote ist offline Beiträge von ufo-bote suchen Nehmen Sie ufo-bote in Ihre Freundesliste auf                               Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden IP Information
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