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John-Sinclair-Forum ::: Gruselroman-Forum » Roman-Serien » Professor Zamorra » PZ1001-heute » Band 1188: Zeit-Parasiten
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Michael Michael ist männlich
Administrator




Dabei seit: 22.11.2007
Beiträge: 4766

10.12.2019 20:04
Band 1188: Zeit-Parasiten
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Das Monster sah aus wie ein Zirkusclown – weiße Schminke, rote Nase, buntes Kostüm mit bizarr großen Schuhen. Doch nichts an ihm war lustig. Dunkle Adern durchzogen sein Gesicht, das zu einer grauenvollen Fratze verzerrt war. Der Mund war ein klaffendes Maul voller spitzer Reißzähne, und in den Augen loderte ein Feuer, wie Zamorra es bislang nur aus den tiefsten Tiefen der Schwefelklüfte gekannt hatte.
Eiskalte Schauer liefen Zamorra über den Rücken. Denn er wusste genau, was geschehen war:
Sie hatten ihn gefunden!

Geschrieben von Simon Borner
Titelbild: Fer Gregory
Erscheinungstag: 10.12.2019

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Wenn die Süße des geringen Preises verflogen ist, die Bitterkeit minderer Qualität wird bleiben.

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126589
Icho Icho ist männlich
Doppel-As




Dabei seit: 18.02.2018
Beiträge: 128

12.12.2019 13:35
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Zamy im Hinterland der USA, ein Zirkus und ein alter Mann, der durch die Lebensenergie getöter Kinder am Leben erhalten wird. Fertig ist der nächste PZ aus der Feder von S. Borner.
So sehr ich mit manchen seiner Outputs hadere, der vorliegende Roman hat mir schlicht und ergreifend Spass gemacht zu lesen.
Auch wenn manche Dialoge gegen Ende des Romans und während des Endkampfs etwas hölzern rüberkamen, habe ich jede Zeile genossen.
8/10 Amulette

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Lese PR, PZ und MX
Racing is life, anything that happens before or after is just waiting

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126643
Wolf55 Wolf55 ist männlich
Haudegen




Dabei seit: 02.10.2018
Beiträge: 531

18.12.2019 08:41
RE: Band 1188: Parasiten der Zeit
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Ihr könnt es pedantisch nennen, aber der Titel lautet korrekt: Zeit-Parasiten.

Titelbild: Fer Gregory

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126890
Spätaufsteher Sptaufsteher ist männlich
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Dabei seit: 17.06.2017
Beiträge: 1206

20.12.2019 13:43
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Zuerst hatte ich eine Geschichte mit einem Horrorclown wie bei Sinclair befürchtet. Zum Glück war es dann doch viel mehr. Wie Zamorra sich in dem kleinen Örtchen Salem(Indiana) immer wieder gegen Angriffe wehren musste, die erschwerte Ermittlungsarbeit aufgrund der eingeschüchterten Bewohner beschrieben wurde und das Finale haben mich von Anfang bis Ende gut unterhalten. Der Humor kam auch nicht zu kurz. Nicoles Aussagen bei den unzähligen Telefonaten oder auch die Beschreibungen der Einwohner...sehr schön. Junge Dinger? Claudia Mitchell kam ihm wie Ende dreißig vor. Jung ging definitiv anders.(S.14) großes Grinsen Für die Serienhandlung ist der Roman wohl nicht wichtig, aber trotzdem unterhaltsam. 7/10 Amuletten

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126951
Das Gleichgewicht Das Gleichgewicht ist männlich
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Dabei seit: 24.09.2008
Beiträge: 9733

11.01.2020 20:38
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Ich wollte den Roman heute eigentlich lesen, habe ihn dann aber weggelegt.

Mal davon abgesehen, dass der Anfang sich sehr wie ES oder Stranger Things liest, hat mich danach eine bestimmte Szene sofort nachforschen lassen.

In 1157 "Der Prediger von Lucifer" fährt Zamorra durch die Pampa und telefoniert mit Nicole. Als er in eine paranormale Anomalie gerät und einen Beinahe-Autounfall baut.

Hier fährt er durch die Pampa und telefoniert mit Nicole, als er in irgendetwas gerät und in einem sehr ähnlich klingenden Absatz fast einen Autounfall baut.

Zufällig beides Romane von Borner. Normalerweise denke ich nur "hä? Das habe ich so ähnlich doch schonmal gelesen, inklusive der Beschreibungen". Hier konnte ich mich mal genauer an die Szene erinnern und habe dank pz-info schnell den passenden Roman gefunden, um im ebook nach der Autounfall-Passage zu suchen.


Ich weiß nicht, das hat mir erstmal einen Dämpfer versetzt. Und ich muss ja auch noch den neuen JS von Freund lesen.

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Aktuelle Lesereihenfolge:

1. Professor Zamorra
2. John Sinclair
3. Dämonenkiller (vielleicht pausiert bis die Neuauflage aufgeholt hat)

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127524
Das Gleichgewicht Das Gleichgewicht ist männlich
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Dabei seit: 24.09.2008
Beiträge: 9733

20.01.2020 19:55
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In der Vergangenheit holte sich ein höllischer Zirkus immer wieder Kinderseelen. Zamorra ist nun zufällig gerade in der Gegend, als der Zirkus wieder aktiv wird. Er soll sich das mal ansehen. Wie schon erwähnt haben mich der Beinahe-Autounfall und auch einige andere Szenen ziemlich an frühere Romane von Borner erinnert. Er mag halt seine Handlungsbausteine.

Genau so typisch sind die urigen Charaktere, hier die Einwohner von Salem. Und sein Borner-Humor. Dieses mal hat mich Zamorras Verhalten teilweise gestört. Statt zum Beispiel besorgt zu sein und auf falschen Alarm zu hoffen, ist er eher neugierig, was hier so passiert. „Herrlich, nicht wahr?“, freute er sich. „So wunderbar altmodisch. Ich bin ehrlich gespannt, was als Nächstes passiert.“ Das finde ich schon richtiggehend unsympathisch. Es geht hier um Menschenleben, falls wirklich dunkle Mädchte am Werk sind.

Ok. Die Schreibart von Borner ist einfach nicht mein Fall. War sie noch nie. Das ist wenig überraschend.

Den Großteil des Romans redet der Professor mit den Bewohnern, belauscht sie, oder schnüffelt ganz allgemein herum. Zwischendurch wird er immer mal wieder von gruseligen Zirkus-Gestalten angegriffen. Wie es sich gehört sind diese schön klassisch-altmodisch.

Im letzten Viertel begibt Zamorra sich dann in die Höhle des Löwen und spioniert den Zirkus aus. Mitten in der Manege taucht ein riesiger Monstertentakel auf. Was ist das immer mit Grusel-Heftromanen und Tentakeln? Dann gibt es noch den klassischen Egoisten, der einen Deal mit den höllischen Mächten eingegangen ist und seine eigenen Leute ans Messer liefert. Auch bei dem wird Zamorra angegriffen und entkommt gerade so mit dem Leben. Es wird immer knapper mit dem Heftromanglück. Hier spürt er schon den Windhauch eines Gewehrschusses an der Wange.

Durch Rechercheunterstützung vom Château erfährt er, dass hinter allem ein uralter Gott steckt. Natürlich ist der „älter als die Zeit“. Erneut geht es gegen so ein Überwesen, das ist auch nichts besonderes mehr.

Dass den Kindern verboten wird, zum Zirkus zu gehen und die Erwachsenen Angst vor ihm haben, macht wenig Sinn, wenn sie eh durch Massenhypnose willenlos gemacht werden. So richtig passend ist das nicht. Die ersten Kinder im Prolog werden auch unfreiwillig geschnappt.

Jedenfalls eilt Zamorra bei der Aufführung zur Rettung. Er eilt zur Musikkapelle und spielt eine Trompete, um die Hypnose der Leute zu brechen. Toll, was der alles kann. Er bringt nicht nur wie ein Profi Töne heraus, sondern trifft auch auf Anhieb die korrekte Melodie fehlerfrei. Und die Höllenwesen, die sind plötzlich mit den erwachten Menschen überfordert, die ihre Kinder retten wollen. Sicher.



großes Grinsen großes Grinsen großes Grinsen großes Grinsen großes Grinsen großes Grinsen Baff Baff Baff Baff (6 von 10 Amuletten). Ein besserer Borner, aber halt trotzdem ein Borner. Da gibt es Autoren, an deren Romanen ich mich eindeutig mehr erfreue.

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127931
Sinclair Sinclair ist männlich
Routinier




Dabei seit: 12.04.2020
Beiträge: 495

29.04.2020 15:44
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Handlung: Eigentlich wollte Zamorra lediglich an einem Kongress für Paraforschung in Indianapolis teilnehmen. Doch dann hatte das MTS paranormale Aktivitäten in Indiana gemessen und Zamorra darum gebeten, einmal nach der Ursache zu forschen. Zunächst scheint die Suche umsonst zu sein, bis der Professor plötzlich einen Schwächeanfall erleidet. Als er wieder klar im Kopf ist, findet Zamorra ein uraltes verwittertes Schild, das auf den Ort Salem hinweist. Zamorra fährt dorthin, parkt seinen Mietwagen außerhalb und betritt den Ort zu Fuß. Er stellt schon bald fest, dass die Einwohner Fremden gegenüber ablehnend und wenig auskunftsfreudig reagieren. Er ahnt dass etwas nicht stimmt, besonders als er heimlich drei Kinder belauscht. Ein Junge beklagt sich darüber, dass seine Eltern ihm den Besuch des Zirkus verboten haben. Zwei Dinge wecken seine Aufmerksamkeit. Ein Obelisk, der als Gedenkstein errichtet wurde. In ihn wurden Namen von Personen eingraviert, die in den letzten Jahrzehnten verloren gingen. Außerdem ein plötzlich aus dem nichts erschienenes Plakat, welches auf einen Wanderzirkus hinweist, der auf der Minnifield-Ranch gastiert. Zamorra sucht zunächst die Familie Miller auf, weil im dieser Name sowohl im Dorf, als auch auf dem Obelisken aufgefallen ist. Geoff Miller sagt, das Marcus Minnifield, der reichste Mann im Dorf, ein Satan ist. Seine Frau Ella glaubt, dass ihre seit 1980 vermisste Tochter Katherine tot ist. Zamorra begibt sich nun zur Minnifield-Ranch, wird dort aber schroff abgewiesen. Als er sich heimlich weiter umschaut, wird er plötzlich von Monstern in Zirkuskostümen umzingelt. Nach hartem Kampf, kann Zamorra entkommen und das Dorf erreichen. Weitere Recherchen geben dem Professor Gewissheit darüber, dass stets Kinder immer wieder verschwunden sind, wenn der Zirkus im Ort war. Ein weiteres Gespräch mit Ella Miller, lässt den Professor endgültig ahnen, welch dunkles Geheimnis über der Minnifield-Ranch liegt. Wird es ihm gelingen, die dunkle Geschichte zu beenden und weitere Opfer zu verhindern?

Meinung: Ein spannender und stets fesselnder Roman von Simon Borner. Simon hat hier bestens den Old School-Horror beschrieben, der über dem Dorf Salem liegt. Gewitzte Dialo-ge, die den Leser nicht nur in Spannung versetzen, sondern auch zum Schmunzeln anregen, bereichern den Roman. Bestimmte Teile des Romans erinnern außerdem an den Stephen King-Klassiker „Es.“ Nicole fungiert in diesem Roman als Telefonpartnerin aus der Ferne, mit der sich Zamorra immer wieder austauscht und berät. Der Schluss ist nicht unbedingt alltäglich. Der Kampf wird am Ende nicht nur durch das Amulett entschieden, sondern auch durch den Einsatz der Musik, obwohl Zamorras kleines Privatkonzert wohl wirklich grauenhaft war. Mit der alten Gottheit Bortaas ist ein neues Wesen aufgetaucht, das hier zurückgedrängt wurde, aber eventuell durchaus an anderer Stelle wieder auftauchen könnte. Was mir noch an Simons Romanen auffiel war, das Simon den armen Professor sich immer bis an die letzten Kraftreserven vorausgaben lässt. Grund dafür ist, das Zamorra stets nur das Amulett als einzige Waffe mit sich führt. Besonders in diesem Roman, wäre es doch möglich gewesen, das der Professor sich noch weitere Waffen aus seinem Einsatzkoffer im Mietwagen nachträglich geholt hätte. Vielleicht sollte Simon beim nächsten Mal, Zamorra die Chance geben, zusätzliche Waffen einzusetzen, damit der arme Professor am Schluss nicht wieder total ent-kräftet ist. Nichtsdestotrotz hat mich dieser Roman von Anfang bis Ende bestens unterhalten. Daher gebe ich Simon auch die Note 1 = Sehr gut und damit 5 von 5 Amuletten.

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131915
Sheila Conolly Sheila Conolly ist weiblich
Kaiser




Dabei seit: 24.06.2009
Beiträge: 1056

05.05.2020 00:49
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Dieser Roman war mal wieder ein sehr gutes Beispiel dafür, erstmal zu lesen und nicht alles sofort nur nach dem kurzen Eingangstext zu beurteilen. Denn da gings um einen Zirkusclown ... und ich dachte schon ... och nööööö, nicht Clowns, die zu Horrorclowns mutieren.
Aber als es dann supernaturalmäßig mit dem nächtlichen Angriff losging, war ich von Anfang an gefesselt und konnte den Roman nicht mehr aus der Hand legen.
Die Szene mit den Kids, die mich ein wenig an die "alte" Film-Version von Stephen King's ES erinnerte, war der Hammer!
Dass Colin bei dem Anblick von Stuarts, Erics und Annes Tod nicht durchgedreht ist ...
Und als er dann so schnell nach Hause gerannt ist, um seinem Vater davon zu erzählen, dann aber vom Erscheinen der bärtigen Frau eingeschüchtert wird, war richtig zu sehen und zu spüren, wie sie ihm mit dem Tod der Eltern droht, sollte er nicht den Mund halten.
Das alles war für mich DIE Einleitung, die Spannung und ne interessante Story versprach.
Und genau so war es dann auch ... smile

Dass Zamorra dann ganz klassisch über einen Kongress für Paraforschung, den er eigentlich besuchen wollte, an diesen Fall gerät, finde ich völlig in Ordnung.
Auch wenn er selbst irgendwo einen Vortrag halten soll und darüber an einen Fall gerät, find ich das noch ok. Immerhin ist er ein gefragter Referent und Redner.
Hier hat ihn das MTS geschickt, um mal nach dem Rechten zu sehen, weil es einen unerklärlichen Anstieg paranormaler Aktivität gab.

So landet Zammy dann in klein Salem und trifft auf schweigende, bzw. ängstliche Dorfbewohner.
Er ist somit auch die ganze Zeit zu Fuß unterwegs, schläft nachts nicht, sondern passt auf, schnüffelt rum, usw.
Allein das würde mich ja schon stressen. Kein Bett, kein Stuhl, keine Bank, um mal gescheit auszuruhen. Zamorra wird dabei auch immer wieder angegriffen, was seine Kraftreserven ordentlich strapaziert.
Besonders gelungen fand ich auch die Beschreibungen der Zirkusakteure, die "Menschenkostüme" an hatten. Das Bild vorm geistigen Auge, wenn das Maul aufgerissen und überweit geöffnet wurde, sowie die messerscharfen Zähne, etc.
Sehr schön! smile

Marcus Minnifield, die MM-Ranch. Niemand mag ihn ... aber ihm gehört alles!
Und dann liegt da ein schwerkranker, alter und gebrechlicher Mann. Ich hatte mir unter diesem Namen anfangs einen herrischen Choleriker Mitte bis Ende Sechzig vorgestellt, der den ganzen Tag rumbrüllend und meckernd durch sein Anwesen streift und alle Angestellten fertig macht.
Nichtmal die Sache mit den mysteriös erscheinenden Söhnen hat mich stutzig gemacht. Erst eben, als die Zirkusleute in seinem Zimmer erscheinen und von einem Deal sprechen ... da hatte ichs dann auch geschnallt^^
Dass der Kerl bei all seiner Schwäche noch immer wieder so rummaulen konnte, allein das zeigte schon deutlich, was für eine Art Mensch er war. Immerhin hätten die Zirkus-Freaks ihn ja auch einfach killen können, Stillschweigen bewahren und immer wieder auf seinem Land auftauchen. Von den Bewohnern Salems wäre sicher niemand freiwillig zur Ranch gekommen und wer sollte da schon merken, wenn der Alte weg ist? Aber so ein Deal ist doch viel schöner ... zumal der jeweilige Angestellte Minnifields mittels ansprechender Plakate, etc. dann ja auch dafür sorgte, dass es potenzielle Opfer geben würde, wenn der Alte das selber nicht mehr konnte.

Da ich auf Tentakelviecher stehe und sowas tentakulös cool finde, wurde hier mit der Über-Entität Bortaas natürlich voll mein Nerv getroffen. Schade, dass der nicht mal in Gänze aus seinem Loch gekrochen kam. Aber wenn das geschehen wäre, dann hätte es sich mit unserem Zammy wohl erledigt gehabt. Ich fands auch nicht schlimm, dass es sich bei dem Vieh um einen nahezu unbesiegbaren, bzw. um eine uralte Gottheit als Gegner handelte. Gerade in solchen Universen wie hier KANN es immer solche Viecher geben, die von irgendjemandem irgendwoher geholt werden.
Umso interessanter ist es dann, wie sie besiegt, bzw. "verscheucht" werden.
Hier funktionierte es über die Helferlein in Form der Zirkusleute und des Zeltes, mit dem sie die Besucher anlockten.
Und diesmal war es wohl auch noch was anderes, als in den Jahren zuvor.
Diesmal wussten sie alle, dass da jemand war, der sich anmaßte, ihnen einen Strich durch die Rechnung machen zu wollen. Diesmal gab es keine willigen Opfer, die sich heimlich des nachts zum Zirkus schlichen, weil sie nicht offiziell hingehen durften.
Diesmal mussten sie gleich bei der Premiere zuschlagen und belegten quasi alle Dorfbewohner gleichzeitig mit einem Bann, um an Futter für Bortaas zu kommen.

Die ganze Atmosphäre, die den Roman unterschwellig begleitete, hatte ebenfalls etwas von einem Bann. Nämlich immer weiter zu lesen. Das war alles total fesselnd und interessant geschrieben!!
Zwar musste ich einige Passagen während des Endkampfes im Zelt mehrmals lesen, wer wann wie wo rumsprang, sich abseilte oder auf den Boden klatschte und wieder aufstand, um anzugreifen ... oder auch die Dimension des Mahlstroms, die ich mir vorstellte, als es hieß, ihm wäre fast die gesamte Manege schon zum Opfer gefallen und die Eltern/Bewohner aus ihrer Trance erwachten und zu den Kindern eilten ... Wie haben die das gemacht, wenn da kaum noch Platz war? So gesehen hätten sie ja nur noch über die Zuschauerränge klettern können, weil in der Mitte alles unter Bortaas' Fuchtel stand und die Hölle tobte?!
Aber das war ne Kleinigkeit und vielleicht hab ich da auch einfach was falsch verstanden/gelesen ... jedenfalls kam dann die Stelle mit der Musikkapelle, die ich echt herrlich fand!

Mit Musik geht alles besser: das Anlocken der Opfer klappte hervorragend und das Ableben der Bösen dann anschließend umgekehrt auch großes Grinsen
Zamorras Trompeten-Kakophonie konnte ich beinahe überdeutlich hören! großes Grinsen Immerhin wurde ja explizit gesagt, dass er keinen Ton trifft, aber die Töne oder das Instrument an sich reichten wohl, um den Bann zu brechen. Wie er es allerdings schafft, durch das Zelt zu RENNEN (!!) und DABEI weiterzuspielen (als Profi wäre das noch machbar, aber nicht als Anfänger, wenn man Atem- und Blastechnik nicht beherrscht, bzw. von "tuten und blasen" keine Ahnung hat^^ *Klugscheißmodus aus* Zunge raus großes Grinsen ).
Aber selbst das war egal, weil alles andere eben cool war und passte ... und Zamorra auch einen winzig kurzen Blick auf das Monstrum bekam, nicht nur auf einen Tentakel.

Minnifield begeht schlussendlich Selbstmord. Irgendwie selbst für so einen ... Mistkerl nachvollziehbar. Es gab ja keinen anderen Ausweg mehr für ihn, vor allem in seiner akuten Situation.
Sein Dasein in nem Gefängniskrankenhaus fristen? Nöööö, dann lieber aus dem Staub machen, kurz und schmerzlos.
Und Bortaas? Der muss sich jetzt wohl in einer anderen Dimension/Welt neue Opfer suchen.
Mir hat die Story um ihn und seine Vasallen allerdings sehr gut gefallen und er darf sich über 9/10 Amuletten freuen! großes Grinsen Daumen_hoch

Das Cover .... zeigt zwar nen fiesen Clown, aber so richtig war es diesmal nicht mein Fall.
Ich hätt hier eher das Zirkuszelt mit ordentlich Krawall und nem fetten Fangarm in der Mitte cool gefunden. Aber das hätte dann wahrscheinlich schon zu viel verraten ... Augenzwinkern

In der Mystery Times gibt's wieder interessante Rezis von Klaus Möllers, die ich ja immer gerne lese.
Auch bei seinen Meinungen zu diesen beiden Romanen sind wir uns fast in allen Punkten einig (sag ich jetzt mal so platt, denn man muss sich bei Meinungen ja eigentlich gar nicht einig sein, da darf ja ruhig jeder seine eigene haben großes Grinsen Daumen_hoch ... also nix für ungut, lieber Klaus smile ), bis auf die Sache mit den "wissenschaftlichen Erzähltexten", zu Anfang bei den Subraumbestien: ich für meinen Teil stehe ja toootaaaaal auf sowas, weil es mir den nötigen Flair, bzw. das richtige Feeling für die "Bilder im Kopf" beim Lesen dieser Story verpasst hat! ... und wenn ich doch mal mit bestimmten Begriffen nix anfangen kann, wird eben gegoogelt großes Grinsen Aber gerade hier, wo es sich ja im Grunde um die wissenschaftlichen Gerätschaften, Anordnungen und Versuchsabläufe geht, die dann das Portal und den Blick in den Subraumtunnel gestatten, wie auch die Tatsache, dass die Bestien dadurch in diese Welt kommen ... das ist, für mich zumindest, in genau richtigem Maße gestaltet worden!
Ich hatte diese fetten Transformatoren, Elektromotoren, die rotierenden Magnetfelder (besonders das dritte, statische Magnetfeld), etc. immer so schön bildlich vorm geistigen Auge ... und ich glaube, das wäre nicht so gewesen, wenn es im Vorfeld nicht alles so schön beschrieben worden wäre smile
Und jetzt bin ich schon auf seine nächsten Meinungen gespannt, daher werde ich mich jetzt mal mit dem Nachlesen sputen, um auch bald wieder aktuell zu sein smile

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"Man sieht es, man hört es und man riecht es ... !"
"Also ... das musst du uns erklären, Sheila ... !"
"Man sieht, dass die Whiskyflasche leer ist und hört, dass du voll bist ... und man riecht deine Fahne!"

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Dabei seit: 12.04.2020
Beiträge: 495

05.05.2020 15:36
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Danke für Deine netten Worte, liebe Sheila (Michaela). Ich habe meine Rezis auch hier im Forum eingestellt. Gerade heute habe ich meine neueste zu PZ Band 1197 hinzugefügt. großes Grinsen

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