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John-Sinclair-Forum ::: Gruselroman-Forum » Roman-Serien » Professor Zamorra » PZ1001-heute » Band 1189: Die Nacht des dunklen Rächers
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Michael Michael ist männlich
Administrator




Dabei seit: 22.11.2007
Beiträge: 4766

24.12.2019 10:35
Band 1189: Die Nacht des dunklen Rächers
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Die Gestalt fiel buchstäblich vom Himmel.
Ein dunkler Schatten, der lautlos hinter dem Anführer in die Tiefe stürzte und reglos auf dem Asphalt der Gasse hocken blieb.
Rowl hatte sich längst umgedreht und ein Messer gezogen. Ein Butterfly, das er geschickt um die Finger wirbelte, bis die glänzende Klinge aus seiner Faust ragte. Statt den Neuankömmling anzugreifen, blieb Rowl wie angewurzelt stehen. Er starrte das schwarze Ding stumm an, das vor ihm auf dem Boden kauerte und keine feste Form zu besitzen schien.
Bis der Klumpen zu pulsieren begann und langsam in die Höhe wuchs ...

Geschrieben von Ian Rolf Hill
Erscheinungstag: 21.12.2019

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Wenn die Süße des geringen Preises verflogen ist, die Bitterkeit minderer Qualität wird bleiben.

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127064
Spätaufsteher Sptaufsteher ist männlich
Kaiser




Dabei seit: 17.06.2017
Beiträge: 1206

24.12.2019 10:57
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Hier hat es mich gleich mehrmals überrascht. Ich dachte die Mutter würde noch leben, ist von Schlaftabletten und Alkohol benebelt und schläft deshalb nur. Dann war sie aber plötzlich schon seit Wochen tot. Bei der Schwester ging es mir auch so. Und dann dieses Ende. Normalerweise wird der Gegner entweder getötet oder kann ausgeschaltet werden und landet dann z.B. bei deBlaussec. Noah muss aber im Koma gehalten werden und darf das Bewusstsein nicht wieder erlangen bis Zamorra Dalius Laertes gefunden hat. Insgesamt fand ich den Roman um den dunklen Rächer gut, obwohl mich der Titel etwas irritierte. Der dunkle Rächer wird im Roman nämlich immer der schwarze Rächer genannt. Ok, schwarz ist dunkel großes Grinsen 8/10 Amuletten

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127068
Das Gleichgewicht Das Gleichgewicht ist männlich
Team




Dabei seit: 24.09.2008
Beiträge: 9733

25.01.2020 19:59
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Ich muss wirklich aufhören, Romane zu lesen und die Rezi dazu erst Tage später zu schreiben. Naja, momentan muss ich mir ein Heft sowieso auf 2-3 Tage aufteilen. Für mich gar nicht schön, am Stück ist der Gruselfluss einfach am besten.


In Lyon ist eine düstere Mischung aus Batman und Mothman unterwegs. Der Kerl hinterlässt genug Tote, damit Nicole hinzu gezogen wird. Sie will dem Rächer eine Falle stellen. Das darf beim ersten mal natürlich nicht funktionieren, dann wäre schon Schluss. Also kommt in einer etwas gestellten Szene der nichtsahnende Zamorra hinzu. Der weiß nichts von dem Plan und denkt, dass Nicole wirklich von Gangstern vergewaltigt wird. So lässt er die Scharade platzen. Zufällig ist der Rächer aber eh gerade woanders unterwegs, sonst hätte er vermutlich schneller reagiert.

Von dieser einen Sache abgesehen beginnt der Roman sehr interessant, auch wenn das Thema nicht wirklich meins ist. Macht trotzdem Spaß.


Natürlich darf das hilleberg'sche Sozialdrama nicht fehlen. Das haut dieses mal richtig rein und ist wie schon im Grabgesang-Roman der eigentliche Aufhänger des Falls. Der nächtliche Rächer hat nämlich für seine Verbrecherjagd die Vaterrolle und Familie aufgegeben. Er ist einfach abgehauen. So scheint es jedenfalls anfangs. Sein Sohn wird in der Schule gemobbt. Er muss sich zudem allein um seine kleine Schwester Charlotte und seine apathische Mutter kümmern. Noah ist trotzdem stolz auf Daddy, immerhin verprügelt (eher ermordet) er die fiesen Bösewichte der Stadt.

Wie sich später heraus stellt, passiert das aber alles nur in seinem Kopf. Mutter und Schwester sind schon länger tot. Die hässlichen Details dazu erfährt der Leser erst in einem kurzen Epilog. Noah lebt sozusagen in einer Traumwelt. Da fragt man sich, ob der Rächer wirklich etwas mit ihm zu tun hat oder er ihn nur als mentalen Schutzschild nutzt, um sich zurecht zu reden, dass sein Vater abgehauen ist.

Soweit so gut. Das Thema ist auch gut erzählt. (Erschreckend) Realistisch. Den knappen Seiten angemessen und ohne irgendeinen Zeigefinger, wie der Autor es bei JS gern macht.


Gegen Ende hin schleichen sich dann leider wieder unschöne Dinge ein. Zum entscheidenden Gefecht allerlei Zufall. Nicole kämpft gerade gegen den Rächer und erwartet den entscheidenden tödlichen Schlag. Sie schließt mit dem Leben ab. Doch das spielte ohnehin keine Rolle mehr, denn die Sicheln fuhren herab. Gleichzeitg kämpft eine Lehrerin mit Noah. Der heftromantypisch doof fällt. Er verlor den Halt und kippte nach links, vor den Kleiderschrank. Doch im Gegensatz zu ihr hatte er nicht so viel Glück. Sein Kopf machte Bekanntschaft mit der Kante des Nachtschränkchens. Das Geräusch, das entstand, als er dagegen knallte, verursachte ihr Übelkeit. Mitleid empfand sie jedoch keine, nicht in ihrer Situation. Perfektes Heftromantiming. Er hatte selbst schon mit seinem Leben abgeschlossen und würde den Ausdruck schieren Entsetzens in Nicoles Gesicht, als er sich auf sie geworfen hatte, nicht so rasch vergessen. Er hatte noch die Eiseskälte im Nacken gespürt und jede Sekunde damit gerechnet, dass sich die schwarzen Sicheln in seinen Rücken bohrten. doch Das muss der Moment gewesen sein, als Noah das Bewusstsein verlor. Was für ein Glück. Noah ist nämlich identisch mit dem Rächer, der nur eine Persönlichkeitsspaltung ist. Infolge eines schlimmen Traumas. Hier sind keinerlei magischen Kräfte am Werk. Ich kann schwer akzeptieren, dass sowas bei PZ möglich ist und so eine Sache jedem normalen Menschen passieren kann. Besser wäre es gewesen, wenn Noah zufällig ein altes Artefakt gefunden hätte oder eine düstere Macht ihn in seiner seelischen Verzweiflung manipuliert hätte. Ok, auch klischeehaft und ausgelutscht, aber immerhin eine Erklärung.

Da noch ein paar Seiten übrig sind, wird Noah auf dem Weg ins Krankenhaus nochmal aktiv und der Rächer entführt Nicole. Wieder mit Rettung in allerletzter Sekunde. Schwer atmend und mit geweiteten Augen starrte Zamorra auf die beiden reglosen Körper zu seinen Füßen. Das war wirklich im letzten Augenblick gewesen.


Immerhin konnte Hilleberg seine persönliche Meinung zurück halten. Bei den konstruierten Passagen am Ende hat er das nicht mehr geschafft. Man kann nicht alles haben. Trotzdem viel besser als das, was ich noch von ihm bei JS gelesen habe. Rein was den Stil anbelangt. Es ist natürlich diskussionswürdig, ob der Autor in Unterhaltungs-Gruselromanen immer so harten Tobak unterbringen muss. Muss man nicht mögen und ich verstehe total, falls einige Leute bewusst seine Zamorras auslassen. Ich brauche sowas auch nicht unbedingt.

Das möchte ich aber nicht in die möglichst objektive Wertung einfließen lassen. großes Grinsen großes Grinsen großes Grinsen großes Grinsen großes Grinsen großes Grinsen großes Grinsen großes Grinsen Baff Baff (7,5 von 10 Amuletten)

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Aktuelle Lesereihenfolge:

1. Professor Zamorra
2. John Sinclair
3. Dämonenkiller (vielleicht pausiert bis die Neuauflage aufgeholt hat)

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128061
Sinclair Sinclair ist männlich
Routinier




Dabei seit: 12.04.2020
Beiträge: 495

29.04.2020 15:46
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Handlung: Während Zamorra einen Vortrag an der Sorbonne hält, sucht Nicole Duval, Chef-inspektor Pierre Robin in Lyon auf. Eine Mordserie mit sechs Toten bereitet Pierre Kopfzerb-rechen. Allerdings waren alle Toten, selbst Täter. Die Zeitungen nennen ihren Mörder bereits den Schwarzen Rächer, weil er die Opfer von Überfällen gerettet hat. Um den Schwarzen Rächer anzulocken entwickelt Nicole einen ungewöhnlichen Plan. Mit Hilfe des Dhyarra erzeugt sie die Illusion eines Angriffes auf sie, im Stadtpark. Doch der einzige Erfolg ist, das plötzlich aus dem Nichts Zamorra auftaucht und die Illusion zerstört, im guten Glauben das Nicole tatsächlich angegriffen würde. Während Zamorra schläft, holt Pierre noch in derselben Nacht Nicole ab, weil sein Assistent ihn alarmiert hatte. Eine Polizeistreife hatte auf der Suche nach einer vermissten Lehrerin, in der Wohnung des Schülers Noah Moréll eine grauenhafte Entdeckung gemacht. Nachdem auch Pierre Robin und Nicole den grauenhaften Tatort besichtigt hatten, setzt Nicole die Zeitschau des Amulettes ein. Tatsächlich kann sie den Schwarzen Rächer aufspüren, der Teil einer furchtbaren Tragödie ist. Ihn unschädlich zu machen wird komplizierter als erwartet.

Meinung: Wieder ein packender, spannender und aufwühlender Roman von Ian Rolf Hill alias Florian Hilleberg. Die Spannung wird, wie in einem guten Psychothriller stetig gestei-gert. Die Auflösung schockiert den Leser und weckt gleichermaßen zwiespältige Gefühle in ihm. Bevor die Lehrerin Amelié Bertrand in Noahs Wohnung kommt, hat der Leser, ein ganz anderen Eindruck von Noahs Umfeld. Der Junge wird scheinbar von der Mutter vernachläs-sigt, die entweder den Tag verschläft oder ständig Fernsehen guckt. Gleichzeitig kümmert er sich hingebungsvoll um seine kleine Schwester Charlotte, weil er dieses seinem Vater versprochen hat. Dieser wiederum scheint Lyon als eine Art Rächer beschützen zu wollen. Doch die Wahrheit sieht noch schrecklicher aus. Noah Moréll entpuppt sich als ein Norman Bates in Reinkultur. Nur noch schlimmer. Er spricht gleichzeitig mit den Stimmen von drei Personen und kann zudem noch dank seiner mentalen Kräfte, den Rächer erschaffen. Florian ist hier die perfekte Illusion gelungen. Der Schluss lässt die Möglichkeit offen, dass der Fall noch nicht beendet ist. Erst das vorletzte Kapitel verrät welche Tragödie sich wirklich in der Woh-nung der Morélls abgespielt hat. Mit Dalius Laertes wurde eine Figur erwähnt, die ich schon lange vermisse. Unter dem unvergessenen Volker Krämer wurde sie einst zu einer meiner Lieblingsfiguren. Es wäre sehr schön, wenn es nach langer Zeit endlich ein Wiederlesen mit Dalius Laertes geben würde. Zuletzt blieb noch die Frage offen, ob es Absicht war, das auf Seite 23 eine Spülmaschine angegeben war, als Noah sich vornahm die schmutzige Wäsche zu waschen. Oder war es nur ein Schreibfehler und es hätte Waschmaschine heißen müssen? Beinahe witzig waren die Momente gewesen, in denen die Ermittler davon sprachen, eine Leiche beim Fernsehgucken gefunden zu haben. Ein Wermutstropfen war aber für mich, das in diesem Jahr ausgefallene Weihnachtsfest, in der Zamorra-Reihe. Leider hat es dieses Mal keinen besonderen Weihnachts-Roman gegeben. Es wäre daher schön gewesen, wenn es wenigstens im Schlusskapitel ein wenig um das bevorstehende Weihnachtsfest und den Jahreswechsel gegangen wäre. Ebenfalls gut gefallen hat mir der 1. Teil der Lesergeschichte von Michael Bensching. Bleibt noch die Bewertung des vorliegenden Romans übrig. Insgesamt gebe ich Florian selbstverständlich die Note 1 = Sehr gut und damit 5 von 5 Amuletten.

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131916
Sheila Conolly Sheila Conolly ist weiblich
Kaiser




Dabei seit: 24.06.2009
Beiträge: 1056

20.05.2020 11:22
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Auch bei diesem Roman hab ich wieder das Phänomen erlebt, gleich von Anfang völlig gefesselt zu sein und förmlich zum Lesen "gezwungen" zu werden.
Besonders, sobald die Geschichte um Noah begann.
Von da an wollte ich einfach nur wissen, was da passierte und ob der Vater wirklich der Schwarze Rächer ist, was sich da in der Wohnung abspielt, wo allem Anschein nach nur die beiden Kinder aktiv hausen, da die Mutter sich nicht kümmert und man auch nie was von ihr "hört" ...

Die Art und Weise, WIE der Rächer seine Opfer malträtierte, fand ich für dieses Genre absolut in Ordnung und es war spannend zu lesen.
Dass Pierre Robin mal wieder mit dabei war, hatte ebenfalls was. Ich find den Typen cool, was in dieser Story auch wieder durch die Unterhaltungen, die Aktionen, den Humor, etc. unterstrichen wurde (für mich sogar ein Pendant zu Sinclair's Tanner, ebenfalls seines Zeichens coole Socke! großes Grinsen ).

Diesmal wurde auch nicht Zamorra primär hinzugezogen, sondern Nicole. Und die will die Sache auch allein durchziehen ... was Zammy natürlich nicht davon abhält, sich trotzdem blicken zulassen und damit eine mühevoll ausgedachte Falle zu crashen. Gut, dass ihm auch sowas mal passiert, ist irgendwie schnuckelig "normal" großes Grinsen
Außerdem konnte so tatsächlich Nicole mal an vorderster Front arbeiten, wo die letzten Male eher der Professor gefragt war.

Die Geschichte, die Familienverhältnisse und die Geschehnisse um Noah Moréll, seine Schwester Charlotte, Mutter Emilia und Papa Claude fand ich gut in Szene gesetzt. Es wurde nie zu viel vorab verraten und der gesamte Aufbau, die eigentlichen Ereignisse erst ganz am Schluss zu erzählen, war für mich sehr angenehm, spannend und sogar überraschend zu lesen.
Und traurig.

Ich dachte wirklich noch ziemlich lange, dass besagte Personen noch leben. Zuerst bin ich dann aber bei der Mutter stutzig geworden, die ja nu wirklich permanent in derselben Position im Sessel vor der Flimmerkiste hockte und auch Schwesterchen Charlie sagte, dass sie nicht wach gewesen wäre, solange sie ebenfalls vorm Fernseher saß.
Da kristallisierte sich langsam die Frage heraus, ob die Mutter eben überhaupt noch lebte. Und wenn nicht, wodurch starb sie??
Andererseits wäre dann ein bisschen verwunderlich gewesen, warum Charlie nichts in der Richtung sagte. Mit acht Jahren kann man schon den Unterschied erkennen, ob jemand viel schläft oder gar nix mehr macht ...
Bei Charlie bin ich der Story trotzdem voll auf den Leim gegangen und habs erst erahnt, als Noah sie zu Amelié ins Bett gelegt hat und sie sich nicht großartig rührte oder die Lehrerin mit Fragen löcherte oder sie Noah mal fragte, warum die Frau denn gefesselt wäre. Außerdem habe ich dem Jungen wohl irgendwie nicht zugetraut, dass er die ganze Zeit mit der verwesenden Leiche seiner Schwester sprach und sie knuddelte und sowas. An eine Art "Schutzfunktion" durch die Persönlichkeitsspaltung hab ich ja im Traum nicht gedacht! (obwohl ich Filme wie z.B. "The Ward", "Split", "Shelter", "Shutter Island", etc. kenne ... )

Toll fand ich auch (gerade für mich, muss ich ja zugeben), dass Nicole hier mal an vorderster Front agierte. Bisher hatte ich es ja noch nicht so mit ihr, sondern eher nur mit Zamorra (Nicole fand ich zwischendurch sogar eher "nervig, wo ich dann dachte, wie Zamorra sich da so einige Sachen gefallen lassen kann Augenzwinkern ) smile
Aber hier fand ich sie richtig gut. Sie gibt alles und kommt doch in Situationen, die ihr Ende bedeuten könnten. Doch dann gibt es Wendungen, die ich gut eingefädelt und nachvollziehbar fand. Es wirkte auch nicht, als wären da große Zufälle im Spiel. Es kam für mich eher so rüber, als wären da eben mehrere Dinge fast gleichzeitig passiert, die sich dann eben auf die jeweils andere Situation auswirkten.
Zumal es dann ja auch als Erklärung dafür diente, wo der Dunkle Rächer wirklich herkam. Ohne diese Situation wäre vermutlich niemand drauf gekommen, dass er mit Noah zu tun hat. Gut, vielleicht hätte jemand mit Parapotenzial was geahnt, nachdem man gewahr wurde, dass Mutter und Schwester nur noch in seinem Kopf existierten, aber so fand ich es schon sehr viel "anschaulicher" und vor allem, nachvollziehbarer!
Persönlichkeitsstörungen gibt es ja durchaus, aber nicht jeder Mensch besitzt soviel Parapotenzial, dazu auch noch eine Figur zu erschaffen, die real agiert und eben Auswirkungen auf die Realität hat! Das war dann für mich der Zamorra-Faktor großes Grinsen

Als Pierre Robin sich auf Nicole wirft, hatte ich schon befürchtet, dass es für ihn tatsächlich zu Ende sein könnte. Und das, wo vorher auch noch das Private, also Nicoles Besuch beim Chiefinspektor und seiner Lebensgefährtin Diana erwähnt wurde. Zum Glück hat's ihn doch nicht erwischt und ich kann drauf hoffen, nochmal von ihm zu lesen smile Daumen_hoch

Das Ende fand ich irgendwie traurig ... aber auch nachdenklich.
Noah darf erst das Bewusstsein wiedererlangen, wenn eine Möglichkeit gefunden wurde, seinen Rächer im Zaum zu halten. Julian Peters und Asmodis kenne ich ja, aber leider Dalius Laertes noch nicht. Und natürlich hab ich den dann gegoogelt, weil ich ja immer alles wissen will. Also hab ich das richtig, dass dieser Dalius eine Art "außerirdischer" Vampir ist? großes Grinsen
Aber dann ist da noch das "Jetzt" - Ende ... für das ich wohl doch etwas zu dumm bin.
Onyx sagte ja, dass Noah hochdosiertes Kaliumchlorid injiziert wird, sobald Hirnaktivität stattfindet. Doch passiert das da nicht gerade? Noah's Bewusstsein ist zwar ausgeschaltet, was sich dadurch zeigt, dass Charlie nach Noah ruft und nicht allein sein will, er aber nicht antwortet. Das tut ein anderer, (wahrscheinlich) der Dunkle Rächer, denn er sagt, dass er auf sie und Noah aufpassen will.
Ist das jetzt Noahs Todesurteil, weil die Energie, die sein Gehirn für den Rächer aufbringt, so stark ist? Aber warum ist dann auch Charlie da, die ja eigentlich nur ein seiner Phantasie existiert? Oder sind die beiden doch etwas anders, das sich nicht nur auf Noahs Bewusstsein stützt, bzw. Charlie möglicherweise ein Geist, der Rächer doch eine Art Dämon und nicht "nur" reine Energie?
Oder seh ich da wieder was, wo gar nix ist und es ist einfach nur ein das Mysteriöse an der ganzen Sache?

(Anmerkung: netterweise habe ich vom Autoren die entsprechende Erklärung bekommen, also wo hinsichtlich der Hirnaktivität mein Denkfehler lag smile Aber ich wollte das jetzt hier nicht weglassen, also zu welchen Gedankengängen mich diese Story veranlasst hat smile )

Der Roman hat mich jedenfalls sehr gefesselt und ich kann mich noch dran erinnern, dass ich danach erstmal nur diese Story im Kopf hatte und ständig dran denken musste. Ich würde fast behaupten, dass mich eben besonders Noahs Geschichte doch irgendwie mitgenommen hat. Also wegen der Sache mit der Persönlichkeitsspaltung und was da alles passiert ist.
Und alles, was mich nicht loslässt, bzw. woran ich mich auch noch nach Wochen ziemlich genau erinnern kann, ist gut! Sehr gut sogar.
Und deshalb gibt's 9,5/10 Amuletten.

Das Cover fand ich solala ... passte zwar, aber irgendwie hat's mich diesmal nicht sooooo dolle angesprochen.

In der Mystery Times gab's den ersten Teil einer Lesergeschichte von Michael Bensching.
Zusätzlich zum für mich angenehm zu lesenden Schreibstil, war das war schon ein ordentlicher Appetizer, denn natürlich will ich wissen, was die drei da für eine nächtliche Sichtung hatten!! Und Gryf ist auch cool, besonders weil er in letzter Zeit ja nicht so oft vorkam. Also ruhig her mit dem zweiten Teil großes Grinsen Daumen_hoch

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"Man sieht es, man hört es und man riecht es ... !"
"Also ... das musst du uns erklären, Sheila ... !"
"Man sieht, dass die Whiskyflasche leer ist und hört, dass du voll bist ... und man riecht deine Fahne!"

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