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John-Sinclair-Forum ::: Gruselroman-Forum » Roman-Serien » Professor Zamorra » PZ1001-heute » Band 1202: Die Chimäre aus der Urzeit
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Michael Michael ist männlich
Administrator




Dabei seit: 22.11.2007
Beiträge: 4771

27.06.2020 13:57
Band 1202: Die Chimäre aus der Urzeit
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So grauenerregend der Anblick des mongolischen Todeswurms, der seine Klauen in das Gesicht der Leiche gegraben hatte und etwas in deren Schlund zu pumpen schien, auch sein mochte, er war nichts gegen den Fund, den sie zwischen den Wüstenbäumen gemacht hatten.Es waren Fährten!Trittsiegel eines gigantischen Raubtieres, das seit 70 Millionen Jahren als ausgestorben galt.Da hatte Nicole gewusst, dass sie buchstäblich auf der richtigen Spur waren ...

Autor: Ian Rolf Hill
Erscheinungstag: 23.6.2020

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Wenn die Süße des geringen Preises verflogen ist, die Bitterkeit minderer Qualität wird bleiben.

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134485
Loxagon Loxagon ist männlich
Foren Gott


Dabei seit: 04.09.2011
Beiträge: 2105

27.06.2020 14:48
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Auch Teil 2 war für mich nichts. Die Chimäre wird kurz erweckt, um gekillt zu werden.

Bahdur entpuppt sich als Dschingis Khan - komisch nur, dass keiner mehr weiß dass Zamorra und er sich kennen.

Ich vergebe ein MITTEL.

Die Ideen haben mir gut gefallen.

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134489
Wolf55 Wolf55 ist männlich
Haudegen




Dabei seit: 02.10.2018
Beiträge: 659

28.06.2020 09:00
RE: Band 1202: Die Chimäre aus der Urzeit
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Cover: FORTUNA777 / Shutterstock

Mystery Times: Wieder mal ein sehr interessanter und informativer Werkstattbericht von Ian Rolf Hill, klasse!

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134514
Das Gleichgewicht Das Gleichgewicht ist männlich
Team




Dabei seit: 24.09.2008
Beiträge: 9800

28.06.2020 09:33
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Zitat:
Original von Loxagon
Bahdur entpuppt sich als Dschingis Khan - komisch nur, dass keiner mehr weiß dass Zamorra und er sich kennen.

Ach? Siehste, das habe ich gar nicht gewusst. Wäre das wieder so ein Fall fürs Lektorat gewesen? Kann Hilleberg sicher schlecht wissen, da hätte man ihn drauf hinweisen müssen, als er das Kontept vorgelegt hat.


„Idekh Uul! Der fressende Berg!“ Das klingt ziemlich krass und das ist es auch. Immerhin bekommt es Zamorra mit einem zwanzig Meter hohen Giganten zu tun, der von Erdbeben und Sandstürmen begleitet wird und der gerne mal neu entstandene Berge hinter sich zurück lässt. Außerdem kleben an ihm haufenweise der armlangen Sandwurm-Parasiten aus dem ersten Teil, die gibt es natürlich auch noch. Schade, nach MX und JS setzt sich jetzt auch bei PZ der „superduperepisch“-Hilleberg durch.

Das Nomadenmädchen Elayna hat gerade ihre gesamte Familie an den Giganten verloren und muss jetzt vor den zurückgelassenen Sandwürmern fliehen. Was ihr in einer klassischen „startet es rechtzeitig?“-Motorradszene ganz knapp noch gelingt. Das Motorrad machte einen Satz nach vorne, just in dem Moment, als zwei Todeswürmer ihr Gift in Elaynas Richtung verspritzten.

Nicole hat sich mit den Söldnern in der Wüste auf die Spur des Giganten gesetzt. Wenn man da mit laut ratternden Helikoptern herumfliegt und Flammenwerfer sowie MPs schwingt, vergeht einem jeglicher Gruselschauer. Das ist wieder knallharte Action! Endlich gibt es auch eine knappe Information zu diesem Blutgötzen. Tsat-hogguah war ein Blutgötze aus Atlantis, der von Michael Ullich und Carsten Möbius in die Dimensionen des Schreckens zurückgetrieben worden war. Dabei hatten sie ihn mit ihren Zauberschwertern schwer verwundet. Doch selbst, wenn er wieder zurückgekehrt wäre, hätte er nicht in einer Felsformation stecken dürfen, die mehrere Millionen Jahr alt war. Es sei denn, er war in der Zeit zurückgeschleudert worden. Ach, ich wüsste da einen Autor, dem kein Trick zu Schade ist, um Querverbindungen bis tief in die Serienhistorie zu ziehen.

Zamorra stellt indes den Bösewicht Bahadur Khan zur Rede. Auch hier wird nicht mit epischen Momenten gespart. Der Kerl ist irgendwie der leibhaftige Dschingis Khan. Ich habe ehrlich gesagt nach diesem ersten Viertel schon keinen Bock mehr. Aber schauen wir mal, vielleicht reicht das dem Autor und er lässt es jetzt ruhig angehen.

Wohl eher nicht. Der Gigant hat sich zur Ruhe begeben und ist irgendwie versteinert. Man hält ihn für eine Felsformation. Um ihn zu wecken, braucht es Blut. Wie passend, dass einige Söldner gerade dicht davor stehen. Ein Eingeweihter muss nur auf die Männer ballern, und die Blutspritzer benetzen das Gestein, das sich umgehend auflöst. Und die Chimäre erwachte.

Ich will kein Hillebergbashing betreiben, aber es folgt nun einmal ein etwas unglücklicher Cliffhanger. “Ein wahrer Herrscher!“, murmelte Professor Zamorra. „Sie sind es tatsächlich, nicht wahr? Sie sind Dschingis Khan!“ und der nächste Absatz beginnt mit “Dschingis Khan? Das ist unmöglich!“, platzte es aus Zamorra heraus. Es ist nur eine Kleinigkeit und würde bei einem tollen Roman völlig egal sein. Aber dass der Meister des Übersinnlichen erst eine Theorie aufstellt und dann über seine eigene Theorie total schockiert ist und sie nicht glauben will, liest sich irgendwie komisch.

Und was ist jetzt mit Dschingis Khan? Der hat schon damals versucht, die Chimäre zu kontrollieren und wurde deshalb ermordet. Doch ich kehrte zurück. Ah, ja, wie schön. Natürlich will er es jetzt nochmal probieren. Außerdem kann er mit seinem Blut Menschen kontrollieren. Deshalb will er Zamorra jetzt auch etwas davon injizieren. Das klappt natürlich nicht so ganz, weil Zamorra sich wehrt, aber Kahn kann ihn schließlich niederschlagen und ihm sein Blut spritzen.


Nicole und Kahns Assistentin, die mysteriöse Doppelagentin Noémi, treffen natürlich gerade hier mit der Nomadin zusammen und gerade jetzt, als das Ungetüm erwacht. Da haben wir wieder das Heftromantiming. Die Söldner versuchen mit den Hubschraubern abzuhauen, aber das Monstervieh schnappt sie sich. Idekh Uul erwachte! Ja danke, wissen wir schon aus dem vorherigen Absatz-Cliffhanger. Und wie sieht diese Chimäre jetzt aus? Zwei riesige Köpfe, weil einer zu langweilig ist. Scheunentorgroße Mäuler mit messerscharfen meterlangen Zähnen. Ein undurchdringlicher Schuppenpanzer. Das übliche. Immerhin ist das Monstrum kein Blutgötze...aber ein gleichwertiger uralter Gegner dieser Blutgötzen. Nicole lagen noch mindestens ein Dutzend weiterer Fragen auf der Zunge. Geht mir genau so. Und mir graut es jetzt schon vor dem Finale.

Es war eine Chimäre! Ein Mischwesen, zusammengesetzt aus mehreren Dinosaurierarten der späten Kreidezeit. Der Schwanz mit der keulenförmigen Verdickung gehörte beispielsweise einem Ankylosaurier. Vertreter dieser Pflanzenfresserfamilie wurden auch als Panzer der Urzeit bezeichnet, weil ihre dicken Hornplatten sie vor Angriffen von Raubsauriern schützten. Und die Chimäre besaß ebenfalls eine derartige Panzerung. Die säulenartigen Beine gehörten dagegen zu dem Tarbosaurus. Statt verkümmerter Vorderläufe besaß das Vieh jedoch überlange Arme mit gekrümmten, sichelförmigen Klauen. Nicole verstand genug von Paläontologie, um auch dieses Tier zuordnen zu können. Es war ein Deinocheirus. Kurz gesagt, die Monsterfantasie eines 12jährigen Dinofans. Puh, erst die Hälfte der Geschichte ist um. Ob ich den Rest noch schaffe? Am liebsten würde ich jetzt abbrechen. Spaß habe ich keinen mehr, ich dachte zumindest bei PZ bin ich vor solchen Hilleberg-Geschichten gefeit.

Man mag es mir verzeihen, wenn den Rest einfach nur runtertippe. Ich möchte mich nicht noch mehr aufregen. Es folgt eine Jurrassic Park Fluchtszene, bei der die drei Frauen auf einem Motorrad zusammengequetscht vor der Chimäre abhauen. Auf einer magischen Fahrbahn aus bläulichem Licht, die in den Himmel führt. Was so ein Dhyarra nicht alles kann. Trotzdem werden sie noch erwischt und stürzen ab. Genau auf die wandelnde Chimäre herab. Jetzt sitzen sie auf dem Monster fest und erkunden es erst einmal.

Khan hat große Pläne, dann er hetzt seine neue Superwaffe Richtung Russland. Bis er Moskau erreicht, wo er den Kreml dem Erdboden gleichmachen wird. Dabei macht das Monstrum mal eben eine Militärbasis an der Grenze platt, die sich zufällig in ihrem Weg befindet. Was für eine Zerstörungsorgie, Godzillafans dürften hier voll bedient werden. Mit Zamorra im Gepäck befindet sich Khan in einem Hubschrauber, um das alles begeistert zu beobachten. Während die Chimäre auf ein Dorf zustampft, gelingt es Zamorra den Khan in seine Gewalt zu bringen. Offenbar braucht das Kahnblut einige Stunden, bis es einen Menschen übernommen hat – oder so. Als es darauf ankommt, wirkt das Blut aber doch. Naja, so halbwegs. Zamorra soll einen Unschuldigen erschießen, kann sich aber mental gegen den Befehl wehren. Er ist halt ein Heftromanheld und ganz besonders.

Die Frauen haben auf der Chimäre auch zu kämpfen. Besonders Nicole.Oder sie rutschte zwischen die Hornplatten und wurde zerquetscht. Plötzlich erfolgte ein Ruck! Sie steckte fest! Jetzt ist es aus, dachte sie. Beinahetod und mit dem Leben abschließen, nur um dann in allerletzter Sekunde überraschend gerettet zu werden, CHECK!

Nun kommen auch noch ein paar russische Angiffshubschrauber angeflogen. Noch mehr Materialschlacht, toll. Zamorra kann den Piloten seines Helis ausknocken und notlanden. Der Kahn ist daraufhin verschwunden, vielleicht aus dem Heli gefallen. Die Chimäre steht plötzlich verwirrt regungslos auf der Stelle. Oder zerstreut, wie jemand, der mit einer bestimmten Absicht in die Küche ging, nur um dann festzustellen, dass er vergessen hatte, was er eigentlich dort wollte. Die Frauen sind in einer Dhyarra-Blase heil am Boden angekommen. Äh, ja, fragt einfach nicht. Um jetzt auf den letzten Seiten doch nochmal Spannung aufzubauen, gelingt es dem Khan noch einmal, Zamorra zu steuern. Er soll Nicole erwürgen. Khan mag meinen Körper kontrollieren, doch ich kontrolliere meinen Geist. Wie gesagt, Heftromanhelden sind immer etwas ganz besonderes. Zamorra gelingt es erneut, sich dem Befehl zu entziehen und Nicole haut ihn mit einem Paralysegriff nieder. Nur lebt Dschingis Kahn noch und hetzt jetzt die Chimäre auf sie, während er sich selbst zurück zieht. Och nee, bitte nicht. Kann der nicht sterben? Von dem will ich echt nichts mehr lesen, nach diesem Roman werde ich nur Aggro, wenn ich den Name bei PZ lese. Hilleberg meint wohl, dass auch PZ einen Supermächtig-Lykaon benötigt.

Wie killt man jetzt die riesige superduperstarke und unverwundbare Chimäre? Man wirft ihm einfach den Dhyarra ins Maul. Die Kraft vernichtet die Chimäre. Außerdem “Haben Sie noch eine Rakete an Bord?“ Kann ja nicht schaden.

Zamorra und Nicole kommen zurück ins Schloss und in einem Epilog geht es um die Nomadin und Khans Assistentin. Deren Herrin ist jemand ganz besonderes. Vielleicht auch aus der Serie bekanntes. “Es ist lange her, seit wir uns zuletzt sahen!“ Ich weiß es nicht, ich bin momentan eh nicht in der Laune, dass es mich interessieren würde.



Uff. Das war mal wieder ein Text. Aber irgendwie muss ich mich ja abreagieren, vielleicht ist es auch ein wenig Therapie für mich. Und natürlich, damit jetzt keiner auf die Idee kommt, ich wäre böser Hilleberghater und würde seine Romane einfach nur so schlecht reden. Wobei ich das bei PZ noch nie getan habe. Das ist der erste. Weil sich das wie ein Fantasy-MX gelesen hat. Was für eine Action, was für eine Materialschlacht. Was für ein riesiges Godzillamonster und dann auch noch Dschingis Kahn höchstselbst. Dazu bombastische Ideen, wie die magische Dhyarra-Autobahn gen Himmel oder der Ritt auf der Chimäre. Wow! Krass! Episch!

Äh. Grusel wegen unheimlichen Ereignissen? Ein wohliger Schauer vor dem Unbekannten? Nicht beim Michael Bay der Heftromane. Wenn er seinen Stil jetzt auch in PZ voll einbringt und keine Geschichten wie in seinen früheren PZ-Romanen mehr schreibt, wäre das für mich sehr tragisch. Denn der Schreibstil eines Florian Hilleberg vermischt mit einem nicht übertriebenen bescheidenen kleinen Gruselabenteuer ist für mich jedes mal ein Fest. Da war PZ bis jetzt die letzte Bastion des früheren Hilleberg-Fanboys in mir.

Außerdem: Wir haben doch mit Weinland schon jemanden, der gern historische Persönlichkeiten mag und in seinen Plots gern mit Superentitäten übertreibt. Da ist mir Weinland im Zweifel doch noch lieber.



Dem Roman würde ich am liebsten gar keine Wertung geben. Das übliche Problem. An sich prima geschrieben, aber wären alle Gruselromane in dieser Art, würde ich sie nicht einmal gebraucht kaufen. Für mich persönlich eine SCHLECHTE Wertung und vielleicht großes Grinsen großes Grinsen großes Grinsen Baff Baff Baff Baff Baff Baff Baff Baff Baff Baff (3,5 von 10 Amuletten).

__________________
https://gruselroman.fandom.com/de

Aktuelle Lesereihenfolge:

1. Professor Zamorra
2. John Sinclair
3. Dämonenkiller (vielleicht pausiert bis die Neuauflage aufgeholt hat)

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