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Olivaro Olivaro ist männlich
Team


Dabei seit: 15.05.2013
Beiträge: 6539

03.11.2014 21:11
Bibliothek des Hauses Usher Bd. 20: Stadt ohne Namen von Howard Phillips Lovecraft
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Stadt ohne Namen

Horrorgeschichten

von Howard Phillips Lovecraft

Aus dem Amerikanischen von Charlotte Gräfin von Klinckowstroem

Titelillustration von Hans Ulrich & Ute Osterwalder

251 Seiten

Bibliothek des Hauses Usher Bd. 20

Erschienen 1973 im Insel Verlag



Inhalt:

1. Stadt ohne Namen

2. Dagon

3. Der Hund

4. Das Fest

5. Das merkwürdige hochgelegene Haus im Nebel

6. Grauen in Red Hook

7. Das Bild im Haus

8. Herbert West - der Wiedererwecker

9. Der Tempel

10. Er

11. Die lauernde Furcht

12. Arthur Jermyn

13. Nyarlathotep

14. Das gemiedene Haus

__________________
Er saß am Fenster und sah zu, wie das blasse Gold der vergilbten Bäume langsam zur Erde sank und die roten Blätter wie toll die lange Allee heruntertanzten.

Oscar Wilde: The Canterville Ghost

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67620
Shadow Shadow ist männlich
Foren Gott


Dabei seit: 29.10.2014
Beiträge: 3132

14.01.2015 09:07
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Zitat:
Original von Olivaro
Die Titelgeschichte ist für mich auch gleich die gelungenste der Erzählungen; sehr eindringlich und bedrohlich Böse

Zitat:
Original von Estrangain
Stadt ohne Namen, eine der frühen Geschichten: zyklopisch, monströs und abscheulich...

Eure Bewertungen stimmen schon im Wesentlichen. Die Story packte mich auch gelegentlich ein wenig. Aber ich muss sagen, ich bin auch relativ enttäuscht davon. Stets habe ich gelesen, H. P. Lovecrafts Storys sind so gruselig, dass einem beinahe das Blut gefriert! Nichts ist passiert. Da habe ich schon weitaus gruseligere Heftromane gelesen oder (Taschen)Bücher.

Man muss halt doch die Zeit einrechnen. Die Story entstand in den 20er-Jahren des vorigen Jahrhunderts (glaube ich). Damals war das sicher noch äußerst gruselig zu lesen. In den 70ern, den 80ern vielleicht auch noch. Aber heutzutage? Sind wir nicht schon mit Horror übersättigt? Abgesehen von dem alltäglichen Horror in unserer realen Welt, aber vor allem in der (Sub)Literatur gab es doch noch nie so viel an Horrorstorys in allen Härtegraden zu lesen wie in den letzten 45 Jahren. Und auch in Filmen und Fernsehserien ist der Gewaltpegel doch enorm in die Höhe geklettert.

So betrachtet mutet "Stadt ohne Namen" recht keusch an, was den (Splatter)Horror betrifft. Es passiert ja nicht wirklich etwas in der Story. Alles ist (fast) nur Gedankenspielerei auf des Protagonisten Weg nach unten. Vieles ist nur Andeutung. (Wozu stehen die Särge wirklich da unten herum?) Und der bewusst offen gehaltene Schluss ist m. E. heutzutage nicht mehr stark genug, um nachhaltigen Grusel zu erzeugen, denn offene Schlusssequenzen gab und gibt es inzwischen zuhauf. Vor allem aber finde ich, dass die gewählte Ich-Form kontraproduktiv ist, da mir sofort klar war, dass der "Held" relativ sicher überleben wird, weil es damals nicht üblich war, dass ein Toter aus dem Jenseits seine Geschichte erzählt.

Ich will die Story auf keinen Fall heruntermachen. Sie ist wirklich gut geschrieben. Aber es fehlen mir persönlich ein paar Dialoge, die der Story mehr Würze, mehr Leben einhauchen hätten können. Dennoch werde ich die anderen Storys auch noch lesen, denn ich empfinde H. P. Lovecrafts Werke auf jeden Fall als eine Bereicherung meiner Lesenswelt.

__________________
Erhebe nicht den Anspruch, alles zu wissen – versuche es.

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