Registrierung Mitgliederliste SucheHäufig gestellte FragenZur StartseiteService

-- www.johnsinclair-forum.de -- www.gruselroman-forum.de --
Das Forum zu John Sinclair, Gespenster-Krimi, Vampira, Hörspielen und vielem mehr !
Willkommen !
Wenn Sie auf der Suche nach einem Forum rund um klassische und aktuelle Romanhefte sind, sollten Sie sich hier registrieren. Hier finden Sie ebenfalls Rubriken für Hörspiele und weitere Foren. Die Nutzung des Forums ist kostenlos.
John-Sinclair-Forum ::: Gruselroman-Forum » Taschenbücher und die Phantastische Literatur im Buchformat » Bücher » Terra Fantasy » Terra Fantasy Band 44: Die Stunde des Minotauren von Thomas Burnett Swann » Hallo Gast [anmelden|registrieren]
« Vorheriges Thema | Nächstes Thema » Druckvorschau | An Freund senden | Thema zu Favoriten hinzufügen
Neues Thema erstellen Antwort erstellen
woodstock woodstock ist männlich
Administrator




Dabei seit: 29.11.2008
Beiträge: 9965

Terra Fantasy Band 44: Die Stunde des Minotauren von Thomas Burnett Swann Antwort auf diesen Beitrag erstellen  Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen      IP InformationZum Anfang der Seite springen




Ob Dryade, Zentaur, Artemisbärin oder Minotaur - alle sind sie Geschöpfe der Großen Mutter, der ihre Verehrung gilt. Von Menschen unbehelligt, leben sie seit langer Zeit im kretischen Zauberwald. Doch der Tag kommt, da die Idylle der Tiermenschen jäh gestört wird. Ein Heer fällt in Kreta ein. Es bringt Not und Tod über die Insel und ihre Bewohner. Selbst den Zauberwald entweihen die Invasoren - und die Schar der friedlichen Tiermenschen tritt an zum Kampf um leben und Tod.


Verfasst von Thomas Burnett Swann

Originaltitel: Day of the Minotaur, 1976

Aus dem Amerikanischen von Lore Straßl

Titelbild von Manuel Pérez Clemente Sanjulian

Erschienen im Februar 1978


Besonderheit: Weitere Geschichten von Minotaur sind unter der Nummer 34 erschienen.

__________________
"Ich gehe davon aus, dass zwei Dinge unendlich sind: das Weltall und die menschliche Dummheit. Ganz sicher bin ich mir aber nur bei der Letzteren." A. Einstein
Wenn dir das Leben in den Arsch tritt,
nutze den Schwung, um vorwärts zu kommen.

30.05.2016 21:36 woodstock ist offline Email an woodstock senden Beiträge von woodstock suchen Nehmen Sie woodstock in Ihre Freundesliste auf                               Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden IP Information

Estrangain Estrangain ist männlich
Kaiser




Dabei seit: 22.05.2013
Beiträge: 1431

Antwort auf diesen Beitrag erstellen  Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen      IP InformationZum Anfang der Seite springen

Im Letzten Teil der Minotaur-Trilogie (von der auf Deutsch leider nur zwei Bände erschienen) schildert Swann die siegreiche Invasion der Achäer der Insel Kreta.
Hauptstadt und Palast werden erobert und die beiden Königskinder Thea und Ikaros – inzwischen im jugendlichen Alter – werden gefangen genommen.
Ajax, der Anführer der Achäer findet Gefallen an der exotischen Schönheit Theas, die ihren Ausdruck in den spitzen Ohren und dem zarten Grünschimmer ihres Haares findet.
Sie widersetzt sich aber erfolgreich den amourösen Annäherungsversuchen des Kriegers und gelangt auf ominöse Art und Weise in das Labyrinth des schrecklichen Minotauren, der auch nicht lange auf sich warten lässt.
Es ist natürlich Eunostos, den wir ja bereits aus dem Vorgängerband kennen und alles andere als schrecklich ist.
Er nimmt sich der beiden an und bietet ihnen Asyl in seiner Wohnstatt.
Im Gegensatz zum Geschwisterpärchen weiss er natürlich um ihre Abstammung, verschweigt sie den beiden aber.
Auch Eunostos findet Gefallen an der bezaubernden Thea, die ihn zunächst aber zurückweist.
Ihr Bruder Ikaros hingegen fühlt sich von dem Minotauren angezogen, der für ihn zum väterlichen Freund wird.
Das Idyll währt aber nicht lange, denn die Achäer unter Führung des grimmen Ajax erstürmen den Zauberwald und die friedfertigen Tiermenschen sehen sich zum Kampf gezwungen, den sie eigentlich verabscheuen und dem sie folglich auch unterliegen.
Zunächst scheint alles verloren, bis sich das Blatt aber Dank Eunostos und Ikaros doch noch zum Guten wendet.

Auch in diesem Roman begegnen wir wieder einigen bekannten Figuren aus dem Vorgänger, aber auch neuen Charakteren wie der putzigen und scheuen Artemisbärin Pandia.
Auch die Dryade Zoe ist wieder mit dabei, spielt allerdinge nur eine Nebenrolle.
Erzählt wird die Geschichte nämlich diesmal nicht von ihr, sondern von Eunostos selbst.
Der Roman ist noch verspielter und märchenhafter als sein Vorgänger, stellenweise aber auch herzzerreissend.
Man müsste schon ein Achäer sein, um nicht ohne einem Kloß im Hals die Stelle zu lesen, in der der Schlacht einige liebgewonnene Figuren nach heroischem Einsatz zum Opfer fallen.
Swann zeigt in diesem Roman auch einen augenzwinkernden und subtilen Humor, wenn er etwa Theas typisch weibliche Eigenheiten leicht überzeichnet beschreibt, und wie der gute Eunostos ihr zuliebe klein beigibt.
Herrlich die Szene als sie ihm ein Gewand näht und er sich hineinzwängt, obwohl es ihm hinten und vorne nicht passt.
Lediglich Eunostos Idee zur Überlistung der Achäer ist an den Haaren herbeigezogen und unglaubwürdig, aber schließlich handelt es sich hier ja um Fantasy Augenzwinkern

Störend und seltsam an der deutschen Version ist allerdings der Teil, in der sich das Geschwisterpaar nach der Auseinandersetzung mit Ajax plötzlich in der Höhle des Minotauren wiederfindet.
An dieser Stelle ist der Übergang nicht plausibel und abrupt.
Fast hat man den Eindruck, hier wäre beim Übersetzen etwas unter den Tisch gefallen.

Den Abschlußband seiner Minotaur-Trilogie schrieb der Autor im Jahre 1966, also bereits bevor die beiden Vorgängerbände erschienen waren.
Das Cover der Erstausgabe stammt von Gray Morrow.
1977 erschien der Roman noch einmal bei Mayflower und hatte ein Cover von Peter Andrew Jones.
Das Bild wurde aber vom Verlag für den Vorgänger „Der Letzte Minotaur“ verwendet.
Das vorliegende Terra Fantasy Taschenbuch ziert stattdessen ein Bild des Künstlers Sanjulian.
Eigentlich unpassend, da es schließlich einen Zentauren zeigt, und keinen Minotaurus.
Erwähnenswert ist auch die etwas seltsame Anatomie der geschulterten Dame…

Das Buch liest sich flüssig und ist spannend bis zur letzten Seite, man ist nur enttäuscht, dass es mit dem Lesespaß schon vorbei ist!
Fazit: ein rundum gelungenes Stück märchenhafter Fantasy, das man auch ohne Kenntnis des Vorgängerromans genießen kann.

Ich vergebe 5 von 5 Honigkuchen

Das Originalcover von Morrow:



Das Originalcover von Jones:



Das Sanjulian-Bild wie es für eine Trading-Card verwendet wurde::

__________________
https://www.facebook.com/Ringos-Buch-und...42141035869037/

08.10.2017 12:54 Estrangain ist offline Email an Estrangain senden Homepage von Estrangain Beiträge von Estrangain suchen Nehmen Sie Estrangain in Ihre Freundesliste auf                               Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden IP Information

Neues Thema erstellen Antwort erstellen
Gehe zu:
Unser Link-Partner
Über diese Banner sind auch Mitglieder-Seiten erreichbar.


Powered by Burning Board Lite © 2001-2004 WoltLab GmbH
Design and © by K. Kleinert 2007
Impressum