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John-Sinclair-Forum ::: Gruselroman-Forum » Roman-Serien » Professor Zamorra » PZ1001-heute » Band 1157: Der Prediger von Lucifer
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Michael Michael ist männlich
Administrator




Dabei seit: 22.11.2007
Beiträge: 4588

02.10.2018 11:41
Band 1157: Der Prediger von Lucifer
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Lucifer, Texas, ist ein winziges Kaff und auf nahezu keiner Landkarte zu finden. Hier regieren die Tradition, das Wetter und der gefeierte Prediger Carl Shingleton, den die Einheimischen wie einen Papst verehren – und wie einen Dämon fürchten.
Professor Zamorra war dienstlich in Texas und ist auf der Rückreise, als er nahe Lucifer einen Unfall erleidet. Schwer verletzt und kurzzeitig seiner Erinnerungen beraubt, kommt er in den kleinen Bauernort. Die gottesfürchtigen Luciferaner kümmern sich um ihn. Doch schon bald muss Reverend Shingleton erkennen, dass er in Zamorra einen Feind hat. Denn der alte Prediger ist tatsächlich mit satanischen Mächten im Bunde, und Lucifer, Texas ist nur der Anfang seiner Ambitionen ...

Geschrieben von Simon Borner
Erscheinungstag: 02.10.2018


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Spätaufsteher Sptaufsteher ist männlich
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Dabei seit: 17.06.2017
Beiträge: 562

11.10.2018 14:13
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Mein erster PZ nach dem Crossover. Die Rezis habe ich oft gelesen, aber viele Feinheiten sind mir sicherlich noch verborgen.

Die Geschichte um den Prediger Carl Shingleton und seine Schäfchen ist spannend erzählt. Besonders auffällig ist die Grausamkeit mit der die Abtrünnigen bestraft werden. Beeman wird nicht gleich getötet, sondern noch ordentlich gefoltert. Schüsse in Bein, Schulter und Genitalien bringen die Gemeinde zum Klatschen groes Grinsen

Zamorras Rolle ist doch eher klein angelegt. Vortrag, Autofahrt, Arbeit als Gefangener an der Scheune und dann taucht er im Finale erst wieder auf. Hier schickt der Reverend seine Anhänger gegen den Professor und macht sich selbst aus dem Staub. Zamorra rennt mit den beiden Mädchen und dem Knecht in die Wüste...
Was ist eigentlich mit dieser Marylin? Sie hat Zamorra ja in die Falle gelockt. Noch einige Fragezeichen bei mir.

Fast noch interessanter finde ich den anderen Handlungsstrang. Claire Nichols mit ihren "Fähigkeiten" in Chicago und Lilly, die sie im Epilog ins Hotel Lilith führt. So lautet auch der Titel des nächsten Roman. Dort wird es wohl ordentlich zur Sache gehen. Die nur kurz erwähnten Nicole und Gryf werden dann auch dort landen. Freue mich drauf.

Der Autor hat einen angenehmen Schreibstil. Lässt sich gut lesen. Ein bisschen Politik ist aber auch drin, was ich nicht unbedingt brauche. Ich sage nur Trump.
7 von 10 Amuletten

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Dabei seit: 24.09.2008
Beiträge: 8713

Heute,  21:16
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Dieses mal möchte ich die Gelegenheit nutzen und das Heft in die vom Autor aufgestellten Kapitel unterteilen. Es bietet sich hier echt an, denn die Passagen haben mir ganz unterschiedlich gut gefallen.


Kapitel 1: Direkt wird eine gute Stimmung für Lucifer und seinen Reverend aufgebaut. Da will man mehr lesen! Die Folter des Mannes mit dem Monolog des Reverends fand ich schon zu krass. Aber ich bin bei Blasphemie dieser Art feinfühlig. 9/10. Oft gefällt mir der Einstieg in einen Heftroman, weil ich mir ausmale, wie es spannend weiter gehen könnte. Bevor sich im Handlungsverlauf die Kritikpunkte ansammeln.


Kapitel 2: Sinkt direkt im Lesespaß ab. Das liegt zum einen an politischen Botschaften, die ich in Unterhaltungsliteratur nicht haben will. „dem Blender im Weißen Haus noch immer die Treue hielten“, ich bin nicht dumm, ich brauche keine Denkunterstützung, um mir eine Meinung zu Trump zu bilden. Der Unterton zum konservativen Texas hätte gereicht, wenn Borner unbedingt solchen Mist in seinen Romanen unterbringen will.

Die Erwähnung eines alten Falles ist zu dem Zeitpunkt noch ganz nett. Aber ich mag es nicht, wie der Professor seine öffentlichen Reden über paranormale Erlebnisse hält. Vor allem in der Anwesenheit von FBI und Konsorten von einer US-Militärbasis zu berichten, wo paranormal Begabte gegen ihren Willen festgehalten und auf ihre Eignung als Kriegswaffen getestet wurden. Sehr schlaue Idee. 4/10, kann man so schreiben, ich hätte lieber einen schnellen Einstieg auf der Heimreise gehabt. Ohne die Konferenz.


Kapitel 3: Die kurze Erwähnung eines alten Falles ist schön. Nicht aber, wenn dann ein ganzer wichtiger Absatz davon handelt. Das Heft dazu ist 2011 erschienen, zu lange her für meinen Geschmack. Zamorra landet schließlich in Lucifer. Warum wundert er sich nicht, dass das TI Alpha kein Netz hat? Das hat es doch überall, demnach deutet das auf eine magische Interferenz hin, oder? Dann wird auch noch ein neues Fass aufgemacht, die junge Clair mit Succubuskräften. Das sind jetzt drei unabhängige Sachen. Zu viel für meinen Geschmack. Denn ich habe mich schon an Lucifer festgebissen und interessiere mich für die Handlung in Chicago nicht sonderlich. 5/10


Kapitel 4: Wo es endlich mit den Ereignissen von Kapitel 1 in Lucifer weiter geht. Sehr schön! Ich frage mich nur, wenn der Reverend seine Schäfchen schon bei einem spontanen sündigen Gedanke gegen ihn töten lässt, müsste Lucifer dann nicht schnell ausgestorben sein? Er wird mir zu sehr als Arschloch dargestellt. Als klarer unsympathischer Gegenspieler. Ich hätte ihn mir eher als charismatischen Fiesling gewünscht, der die Leute mit seinem teuflischen Charme an sich bindet. Im Château ist Zamorra für das Team mal wieder spurlos verschwunden. Nicole muss schnell zu seinem letzten bekannten Aufenthaltsort, um eine Spur zu finden. Wie gut, dass zufällig genau jetzt Gryf klingelt. Seine Teleportkräfte werden dringend benötigt! Auch wenn die Texte in Lucifer weiterhin gut geschrieben sind und Spaß machen, meine hohen Erwartungen an einen dreidimensionalen Antagonisten werden schon enttäuscht. Es beginnt zu bröckeln. 7/10


Kapitel 5: Der Reverend ist also im Besitz eines Artefaktes und arbeitet mit einer Frau zusammen, die Zamorra gezielt Richtung Lucifer geführt hat. Interessant. Der Reverend wird hier weiter als Arschloch aufgebaut, sehr zu meinem Missfallen. Als er ein 14jähriges Mädchen ausgiebig begrabscht und belästigt, erscheint Zamorra überraschend auf der Bildfläche. 6,5/10


Kapitel 6: Zurück nach Chicago zu Clair. Nach weiteren Opfern ihres „Lebenssaugens“ will sie Suizid begehen, wird aber von einer mysteriösen Fremden davon abgehalten. Sie gibt ihr die übliche philosophische Message mit auf den Weg, dass sie eine Gabe hat und keinen Fluch. Und es muss nochmal der Zeigefinger gehoben werden „Der Amerikaner frisst seine eigenen Kinder, weil ihm seine Knarre wichtiger ist als sichere Schulhöfe.“ Stellt euch mal vor, ein Trump/AfD naher Autor würde seine rechte Meinung unterbringen, der wäre aber ganz schnell aus dem Autorenteam raus, denke ich. Natürlich stimme ich Borner in all seinen Aussagen zu, aber das ist irrelevant für meine Kritik an sowas. Claire schließt sich der Fremden, die auch paranormal begabt ist, an. 7/10. Während Lucifer mir immer weniger gefällt, spricht mich Chicago etwas mehr an.


Kapitel 7: Die finale Konfrontaton. Der Reverend beschwört einen Sturm, der schwere Schäden in der Ortschaft anrichtet. Außerdem kann er plötzlich die Dorfbewohner fremdsteuern. Vereinfach gesagt, zerstört der Kerl bei der ersten ernsteren Bedrohung seine Basis und verfeuert seine Marionetten als Kanonenfutter. Viel zu simpel! Ich hätte mir einen taktischeren Weg gewünscht. Dass er wortgewandt die Leute auf Zamorra hetzt. Dass er sich nicht als böse outet, sondern den Professor als Diener des Teufels hinstellt. Schön die Hände in Unschuld waschen und geschickt manipulieren. Das sind die wirklich schlimmen Gegner. Aber kaum taucht Zamorra auf und sagt kurz Hallo, dreht der Reverend am Rad. Dann verschwindet er sogar und zieht sich zurück. Zamorra und einige der noch normalen Menschen fliehen. 4,5/10


Epilog: Kurz wird die Fortsetzung angeteasert. Claira und ihre neue Beschützerin Lilly tauchen im Hotel Lilith unter, wo es mehr von ihrer Art gibt.



Da seht ihr mal, wie sich eine Wertung aus bunten Eindrücken der einzelnen Passagen zusammen setzt. Bei einer normalen Rezi hätte ich geschrieben „ein typischer Borner“. In letzter Zeit sind gerade die beiden Autoren dran, die für mich das Mittelmaß der Serie ausmachen. Nie schlecht, aber auch keine überraschenden Highlights. Immer solide. Dementsprechend meine Gesamtwertung. Rechnerisch komme ich bei groes Grinsen groes Grinsen groes Grinsen groes Grinsen groes Grinsen groes Grinsen Baff Baff Baff Baff (6 von 10 Amuletten) raus. Passt sogar zu meiner Meinung. Lucifer ist ein schöner Schauplatz und das Konzept gefällt mir, es wird aber nicht so umgesetzt, wie ich es mir erhofft hatte.




edit: Da das Umfragesystem hier anders aufgebaut ist, ohne direkt sichtbare bunte Balken, bitte denkt daran, kurz eure Sterne abzugeben. Sonst ziehe ich sicher die ganze Serie in der Wertungsübersicht runter. unglcklich

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Aktuelle Lesereihenfolge:

1. Professor Zamorra
2. John Sinclair
3. Dark Land
4. Dämonenkiller
5. Coco Zamis

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