logo
-- www.johnsinclair-forum.de -- www.gruselroman-forum.de --
Das Forum zu John Sinclair, Gespenster-Krimi, Vampira, Hörspielen und vielem mehr !
Willkommen !
Falls Sie auf der Suche nach einem Forum rund um klassische und aktuelle Romanhefte sind, sollten Sie sich hier registrieren. Hier finden Sie ebenfalls Rubriken für Hörspiele und weitere Foren. Die Nutzung des Forums ist kostenlos.

John-Sinclair-Forum ::: Gruselroman-Forum » Roman-Serien » DmonenKiller » 3. Auflage bei Bastei » Dorian Hunter - Dämonenkiller Nr. 3 - Der Puppenmacher
« Vorheriges Thema | Nächstes Thema » Druckvorschau | An Freund senden | Thema zu Favoriten hinzufügen
Neues Thema erstellen Antwort erstellen
Umfrage: Dorian Hunter - Dämonenkiller Bd. 3: Der Puppenmacher
Top 
2
16.67%
Sehr gut 
4
33.33%
Gut 
5
41.67%
Mittel 
1
8.33%
Schlecht 
0
0.00%
Sehr schlecht 
0
0.00%
Insgesamt: 12 Stimmen 100%
 
Michael Michael ist männlich
Administrator




Dabei seit: 22.11.2007
Beiträge: 4615

09.10.2018 17:51
Dorian Hunter - Dämonenkiller Nr. 3 - Der Puppenmacher
Antwort auf diesen Beitrag erstellen  Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen      IP InformationZum Anfang der Seite springen



»Komm, komm, meine Puppe!«, lockte der Mann.
Das Mädchen wollte den dunklen Raum nicht betreten, aber ebenso willenlos, wie sie dem Mann über die Treppe und durch die Korridore hierher gefolgt war, näherte sie sich auch der offenstehenden Tür, hinter der er wie ein Schemen lauerte. Wie ein Polyp mit unzähligen Armen. Alles in ihr drängte danach, umzukehren und davonzulaufen, aber sie kam nicht gegen die Kraft an, die von ihm ausging und sie zwang, den Weg weiterzugehen, den sie einmal beschritten hatte. Es war ein Weg ins Verderben, das wusste sie ...

Erscheinungstag: 9.10.2018
Geschrieben von Ernst Vlcek


Ein Blick zurück...



__________________
Wenn die Süße des geringen Preises verflogen ist, die Bitterkeit minderer Qualität wird bleiben.

                                    Michael ist offline Email an Michael senden Beiträge von Michael suchen Nehmen Sie Michael in Ihre Freundesliste auf                               Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden IP Information
110180
Knollo
Tripel-As


Dabei seit: 08.09.2018
Beiträge: 179

09.10.2018 18:30
Antwort auf diesen Beitrag erstellen  Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen      IP InformationZum Anfang der Seite springen

Heute Morgen wurde ich durch diesen Beitrag auf Zaubermond.de dermaßen erheitert das ich ihn nicht vorenthalten wollte... von mir gibt es dafür ein Dankeschön...


09.10.2018

Interview mit einem Dämonenkiller

Uwe Voehl


Im dritten DORIAN HUNTER-Romanheft kämpft der Dämonenkiller gegen den mysteriösen Puppenmacher. „Der Puppenmacher“ – so heißt auch der Roman, der ab heute an allen Kiosken und Bahnhofsbuchhandlungen ausliegt. Anlass für uns, dem Dämonenkiller zu Leibe zu rücken und ein brandneues Interview mit ihm zu führen!

Mystery Press: Mr Hunter, dürfen wir Sie einen Moment stören und ein paar Fragen stellen? Wir haben auch eine Flasche Bourbon für Sie mitgebracht.

Dorian Hunter: Wenn Olivaro Sie nicht geschickt hat … Her damit!

MP: Keine Sorge, ich bin von der MYSTERY PRESS. Äh, den Bourbon gibt’s erst am Ende des Interviews.

DH: Okay, fragen Sie, aber (schaut auf die Uhr) … Sie haben fünf Minuten.

MP: Fünf Minuten sind – okay. Wie fühlt man sich, wenn man nach über 40 Jahren seine Erlebnisse plötzlich wieder an jedem Kiosk und in jeder Bahnhofsbuchhandlung lesen kann?

DH: Beschissen. Beschissen alt. Wissen Sie, damals war ich immerhin noch ein paar Jährchen jünger.

MP: (erstaunt) Aber Sie sind kaum gealtert …

DH: Stimmt. Die Jahre an der Seite einer ehemaligen Hexe, Coco Zamis, haben mich verdammt auf Trab gehalten. Das hält jung! (zündet sich eine Players an)

MP: Und das Rauchen haben Sie auch nicht aufgegeben, wie ich sehe.

DH: Ist eh zu spät … Noch drei Minuten.

MP: Heute erscheint das dritte DORIAN HUNTER-Romanheft „Der Puppenmacher“. Erinnern Sie sich noch daran?

DH: Und ob ich mich erinnere! Dieser perverse Dämon, der seine Opfer nicht nur in lebende Puppen verwandelte, sondern auch noch ihre Seele zerstörte. Damals habe ich …

MP: Bitte nicht spoilern!

DH: (böser Blick) Unterbrechen Sie mich nicht immer. Übrigens: Noch zweieinhalb Minuten. Damals habe ich einen Menschen kennengelernt, der entscheidend für mein Leben war und mich bis heute begleitet: den jungen Phillip Hayward. Übrigens: Ich bin den damaligen Redakteuren verdammt dankbar, dass mit Phillip ein Hermaphrodit Einzug in die prüde Romanheftwelt hielt.

MP: Na ja, Ihre sonstigen Gepflogenheiten waren ja auch alles andere als prüde, nicht wahr? Ich erinnere mich …

DH: Sorry, Ihre Redezeit ist leider vorbei. Die Dämonen warten nicht. Übrigens: Ab Heft 3 ging’s so richtig los: Am Ende konnte ich nicht nur Donald Chapman, der damals noch für den Secret Service arbeitete, die Augen öffnen, dass die Dämonen keine Hirngespinste sind, sondern brandgefährlich. Und, was am allerwichtigsten war: Ich konnte den Sercret Service überzeugen, mich im Kampf gegen die organsierte Bekämpfung der Dämonen zu unterstützen! Was ist jetzt mit dem Bourbon!

MP: Bitte schön!

DH: (liest das Etikett) Was? Diesen Fusel …!?

MP: Sorry, aber auch die MYSTERY PRESS muss sparen. Vielen Dank für das Interview! (husch und weg)

Ein Tipp noch: Wer das neue DORIAN HUNTER-Abenteuer „Der Puppenmacher“ nicht nur lesen, sondern auch hören will, dem empfehlen wir die spannende Hörspielumsetzung gleichen Titels: Der Puppenmacher!


Keep the Horror burning!
Uwe Voehl

__________________
…maddrax & dorian hunter…

Zuallererst ist jeder meiner Texte ein Dankeschön an den Autor,
keinesfalls dafür ausgelegt anderen die Geschichte zu verderben!
Eher Ansporn auch zu lesen/schreiben...

                                    Knollo ist offline Email an Knollo senden Beiträge von Knollo suchen Nehmen Sie Knollo in Ihre Freundesliste auf                               Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden IP Information
110185
Wicket Wicket ist männlich
Lebende Foren Legende




Dabei seit: 30.04.2012
Beiträge: 1680

09.10.2018 19:00
Antwort auf diesen Beitrag erstellen  Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen      IP InformationZum Anfang der Seite springen

So, ein Heftroman und viele, viele Eindrücke... Grusel

Zunächst einmal hat mich der packende Erzählstil erneut mit auf die Reise genommen - DH und ich, da hat die Chemie von Anfang an gestimmt.
Bunt geht es zu in dieser Erzählung. Lebendige Puppen, Vampire, ein Hermaphrodit und jede Menge Teufelszeug, wie schwarze Messen, Tieropfer und Orgien.
Der Plot schwächelt bei näherer Betrachtung ein klein wenig - aber hey, wir sind in den Anfängen und es ist ein schöner, nostalgischer 70s Heftroman.

Diese Serie ist echt ein Volltreffer. Ich bin sehr froh, dass sie als Heft neu aufgelegt wurde. Wer weiß, ob ich sonst in den Genuss dieser gehobenen (Genre-)Texte gekommen wäre.
Ob es viele textliche Änderungen zur Erstauflage in diesem Fall gab, ist mir ehrlich gesagt ziemlich Schnurz, denn die Sprache war stets in Ordnung, der Text flüssig zu lesen und ich wurde allerbestens unterhalten.

In zwei Wochen geht es leider erst weiter... Ich werde mir die Wartezeit weiterhin mit dem Hexer verkürzen.

__________________
The oldest and strongest emotion of mankind is fear, and the oldest and strongest kind of fear is fear of the unknown. (H.P. Lovecraft)

                                    Wicket ist offline Email an Wicket senden Beiträge von Wicket suchen Nehmen Sie Wicket in Ihre Freundesliste auf                               Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden IP Information
110188
Das Gleichgewicht Das Gleichgewicht ist männlich
Team




Dabei seit: 24.09.2008
Beiträge: 8799

09.10.2018 20:05
Antwort auf diesen Beitrag erstellen  Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen      IP InformationZum Anfang der Seite springen

Wie immer vom Zaubermondbereich kopiert


Einem weiteren von Dorians dämonischen Brüdern geht es an den Kragen. Aber erst spät und nachrangig. Ernst Vlcek hat gleich mehrere Themen in die Handlung eingebaut. Dorians Bruder, lebende Puppen, hypnotisierte Satanisten, Vampire und einen Hermaphrodit. Mir war das zu viel. Wenn Vlcek sich wenigstens auf ein Hauptthema festgelegt hätte und nicht alles gleichberechtigt nebeneinander stehen würde.


Den Großteil der Handlung nimmt der Hermaphrodit ein. Anfangs dreht sich alles um ihn. Die Erklärungsversuche muten aber seltsam an. Ein Hermaphrodit wird nur alle hundert Jahre einmal geboren? Und jeder von ihnen ist schwachsinnig, kann sich nicht vernünftig ausdrücken? Diese Darstellung würde ich heute keinem Autor mehr empfehlen. Intersexualität ist eine biologische Fehlbildung ja, aber so ein Mensch ist nicht automatisch ein geistig zurückgebliebener Freak. Und gar nicht mal so wahnsinnig selten. Ich verstehe, was der Autor darstellen wollte. Da hätte er aber einfach bei einem legendären Wunderkind, das mit der Orakelgabe gesegnet ist, bleiben sollen. Jedes dieser Kinder führt eine Dämmerung für die Dämonenwelt herbei, was auch immer das bedeuten mag. Jedenfalls ist es eine Gefahr und wird von der Schwarzen Familie gejagt. Die Schwarzblüter können den Hermaphrodit aber nicht selbst töten und müssen sich etwas einfallen lassen. Deshalb die in böse Puppen verwandelten Menschen. Was furchtbar aufwändig und überkompliziert ist. Einen guten Auftragskiller anzuheuern oder ganz trashig das Haus in die Luft sprengen und fertig. Richtig geschützt (gegen menschliche Gegner) wird der Junge eh nicht. Im Gegenteil, seine Mutter ist eine Vampirin und sein Vater hat sich einen Dämon ins Haus geholt. Wenn ich ein Wunderkind hätte, das von der kompletten Dämonenwelt als Bedrohung angesehen wird, ich wäre ständig auf Reisen und würde versuchen, seine Spuren zu verwischen. Ernst Vlcek greift zu hoch, wie auch schon beim ersten Abenteuer wo Dorian in einem Schloss voller Dämonen gejagt wird. Das wäre Thema für einen guten Jubiläumsmehrteiler gewesen, nicht aber für so einen netten Einzelfall der Woche. Und als das mit Philip Hayward halbwegs geklärt ist wechselt die Richtung. Es geht noch zusätzlich gegen Vampire. Dann gegen den Satanistenkreis des Puppenmachers.

Und Donald Chapman? Da blicke ich auch nicht durch. Sind die beiden alte Freunde? Warum siezen sie sich dann? Manchmal sind sie untereinander wie Vertraute, um sich wenig später anzugehen. Chapman glaubt nicht an Dämonen und reagiert an manchen Stellen ziemlich übertrieben. Nicole Duval wird bei PZ ähnlich charakterisiert. Auch wenn sie Zamorra kennt und als Freund schätzt, das Monstergeschwurbel kauft sie ihm nicht ab und bleibt skeptisch. Sie wird ihm gegenüber aber nie respektlos oder ausfallend. Immerhin wurde Don jetzt direkt überzeugt, das Problem dürfte damit vom Tisch sein.


In Ordnung, aber mein Fall war es nicht. groes Grinsen groes Grinsen groes Grinsen groes Grinsen groes Grinsen groes Grinsen Baff Baff Baff Baff (6 von 10 Schnauzern)

__________________
Aktuelle Lesereihenfolge:

1. Professor Zamorra
2. John Sinclair
3. Dark Land
4. Dämonenkiller
5. Coco Zamis

                                    Das Gleichgewicht ist offline Email an Das Gleichgewicht senden Beiträge von Das Gleichgewicht suchen Nehmen Sie Das Gleichgewicht in Ihre Freundesliste auf                               Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden IP Information
110203
Wicket Wicket ist männlich
Lebende Foren Legende




Dabei seit: 30.04.2012
Beiträge: 1680

09.10.2018 20:42
Antwort auf diesen Beitrag erstellen  Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen      IP InformationZum Anfang der Seite springen

Zitat:
Original von Das Gleichgewicht
Ernst Vlcek greift zu hoch, wie auch schon beim ersten Abenteuer wo Dorian in einem Schloss voller Dämonen gejagt wird. Das wäre Thema für einen guten Jubiläumsmehrteiler gewesen, nicht aber für so einen netten Einzelfall der Woche.


Hier sollten wir nicht außer Acht lassen, dass es sich um die Anfänge handelte. Das bedeutet im Klartext: Dick auftragen, um Leser zu gewinnen. Lassen wir es so richtig krachen, dann bleiben die Leser bei der Stange. Hat anscheinend auch funktioniert, sonst hätte DH, bzw. DK nie eine eigene Serie erhalten.

__________________
The oldest and strongest emotion of mankind is fear, and the oldest and strongest kind of fear is fear of the unknown. (H.P. Lovecraft)

                                    Wicket ist offline Email an Wicket senden Beiträge von Wicket suchen Nehmen Sie Wicket in Ihre Freundesliste auf                               Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden IP Information
110209
Shadow Shadow ist männlich
Foren Gott


Dabei seit: 29.10.2014
Beiträge: 2478

09.10.2018 21:07
Antwort auf diesen Beitrag erstellen  Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen      IP InformationZum Anfang der Seite springen

Zitat:
Original von Wicket
Zitat:
Original von Das Gleichgewicht
Ernst Vlcek greift zu hoch, wie auch schon beim ersten Abenteuer wo Dorian in einem Schloss voller Dämonen gejagt wird. Das wäre Thema für einen guten Jubiläumsmehrteiler gewesen, nicht aber für so einen netten Einzelfall der Woche.


Hier sollten wir nicht außer Acht lassen, dass es sich um die Anfänge handelte. Das bedeutet im Klartext: Dick auftragen, um Leser zu gewinnen. Lassen wir es so richtig krachen, dann bleiben die Leser bei der Stange. Hat anscheinend auch funktioniert, sonst hätte DH, bzw. DK nie eine eigene Serie erhalten.

@Wicket: Tolle und wohl auch richtige Analyse! Daumen_hoch

__________________
Erhebe nicht den Anspruch, alles zu wissen – versuche es.

                                    Shadow ist offline Email an Shadow senden Beiträge von Shadow suchen Nehmen Sie Shadow in Ihre Freundesliste auf                               Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden IP Information
110211
Das Gleichgewicht Das Gleichgewicht ist männlich
Team




Dabei seit: 24.09.2008
Beiträge: 8799

09.10.2018 22:05
Antwort auf diesen Beitrag erstellen  Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen      IP InformationZum Anfang der Seite springen

Zitat:
Original von Wicket
Zitat:
Original von Das Gleichgewicht
Ernst Vlcek greift zu hoch, wie auch schon beim ersten Abenteuer wo Dorian in einem Schloss voller Dämonen gejagt wird. Das wäre Thema für einen guten Jubiläumsmehrteiler gewesen, nicht aber für so einen netten Einzelfall der Woche.


Hier sollten wir nicht außer Acht lassen, dass es sich um die Anfänge handelte. Das bedeutet im Klartext: Dick auftragen, um Leser zu gewinnen. Lassen wir es so richtig krachen, dann bleiben die Leser bei der Stange. Hat anscheinend auch funktioniert, sonst hätte DH, bzw. DK nie eine eigene Serie erhalten.


Es war halt eine andere Zeit und ich bewerte die Seriemeistens von meinem 2018-Neuleser-Standpunkt. Augenzwinkern

__________________
Aktuelle Lesereihenfolge:

1. Professor Zamorra
2. John Sinclair
3. Dark Land
4. Dämonenkiller
5. Coco Zamis

                                    Das Gleichgewicht ist offline Email an Das Gleichgewicht senden Beiträge von Das Gleichgewicht suchen Nehmen Sie Das Gleichgewicht in Ihre Freundesliste auf                               Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden IP Information
110232
Knollo
Tripel-As


Dabei seit: 08.09.2018
Beiträge: 179

12.10.2018 11:15
Antwort auf diesen Beitrag erstellen  Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen      IP InformationZum Anfang der Seite springen

Das hat sich was…
als Frauenheld dergestalt wird er wohl nun keine Rolle mehr spielen, Donald Chapman… In der Tragik der Geschichte kaum zu überbieten… da bin ich ja mal gespannt wie sein weiterer Werdegang ist, und ob er überhaupt noch eine Rolle spielt…

Dagegen entlockte mir Phillip aus heutiger Sicht eher nur ein müdes Lächeln, obschon es in der Vergangenheit vielleicht einen verrückt/schrägen, interessierten Aufschrei meinerseits gegeben hätte, während es heute eher einem Trendsetter, im hier und jetzt unbedingt zu punkten gleich käme…

Alles in allem also der ganz normale Horror?! Nicht ganz…
denn eigentlich ab der ersten Zeile mit dem Namensgebenden Puppenmacher ist dem Autor ein ganz großer Wurf gelungen…

Absolut Klasse geschrieben war dieses dritte Heft, trotz minimaler Durchhänger um das Anwesen der Hayward´s und der verstrickten Personen konnte dann wiederum das Schicksal Alinas und die Liebe zu Phillip die Geschicke wunderbar in die richtige Richtung treiben…

Sehr Gut das ganze, gefällt mir… (da bin ich ja froh das ich bei den ersten beiden Bewertungen noch ein wenig Luft nach oben gelassen habe)…

__________________
…maddrax & dorian hunter…

Zuallererst ist jeder meiner Texte ein Dankeschön an den Autor,
keinesfalls dafür ausgelegt anderen die Geschichte zu verderben!
Eher Ansporn auch zu lesen/schreiben...

                                    Knollo ist offline Email an Knollo senden Beiträge von Knollo suchen Nehmen Sie Knollo in Ihre Freundesliste auf                               Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden IP Information
110436
TurboKid TurboKid ist männlich
Routinier




Dabei seit: 10.07.2018
Beiträge: 257

14.10.2018 14:15
Antwort auf diesen Beitrag erstellen  Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen      IP InformationZum Anfang der Seite springen

Von mir gibt's dieses mal nur ein Mittel. Die Story konnte mich einfach nicht so richtig packen, obwohl sie durchaus gut geschrieben ist. Liegt wohl hauptsächlich daran, dass ich die Sache mit den Puppen eher albern als gruselig fand..
Auch Phillip fand ich eher skurril als interessant.
Ich vermute allerdings, dass Phillip ab jetzt wohl öfter mit von der Partie sein wird. Ob mir das gefällt? Keine Ahnung (Abwarten und DH lesen groes Grinsen )

Das Dorian jetzt Unterstützung vom Secret Service bekommt, fand ich dagegen wieder gut.
Trotz allem werde ich dranbleiben, und freue mich schon auf die Abenteuer im Wachsfigurenkabinett.

Das macht dann 5 von 10 Player's

__________________
People think that I must be a very strange person. This is not correct. I have the heart of a small boy. It is in a glass jar on my desk.
Stephen King

                                    TurboKid ist offline Email an TurboKid senden Beiträge von TurboKid suchen Nehmen Sie TurboKid in Ihre Freundesliste auf                               Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden IP Information
110579
Tulimyrsky Tulimyrsky ist männlich
Kaiser




Dabei seit: 08.10.2008
Beiträge: 1309

21.10.2018 11:43
Antwort auf diesen Beitrag erstellen  Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen      IP InformationZum Anfang der Seite springen

Ich habe ein 'Sehr gut' vergeben. Die Story fand ich originell, die Orgien leider zu wenig beschrieben Augenzwinkern groes Grinsen

Was ich sehr lustig fand, war der Club 'Black Sabbath'. Wann erschien der Original Roman? 1973 Müsste der erste Höhepunkt der Band gewesen sein groes Grinsen

Ansonsten ein prima nostalgischer Roman. Da es angeblich ab Band 3 so richtig losgeht... bin und bleibe ich mal gespannt. Schon allein, ob Coco mal wieder Hexenkräfte bekommt, wie es mit Phillip & Chapman weiter geht...

__________________
and the Lord said unto John, "Come forth an receive eternal life." But John came fifth and won a toaster.

What type of meat do priests eat on Friday... nun.

                                    Tulimyrsky ist offline Email an Tulimyrsky senden Beiträge von Tulimyrsky suchen Nehmen Sie Tulimyrsky in Ihre Freundesliste auf                               Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden IP Information
110905
Estrangain Estrangain ist männlich
Lebende Foren Legende




Dabei seit: 22.05.2013
Beiträge: 1863

21.10.2018 12:08
Antwort auf diesen Beitrag erstellen  Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen      IP InformationZum Anfang der Seite springen

Zitat:
Original von Tulimyrsky

Was ich sehr lustig fand, war der Club 'Black Sabbath'. Wann erschien der Original Roman? 1973 Müsste der erste Höhepunkt der Band gewesen sein groes Grinsen


1973 waren die Jungs um Ozzy nach 4 Alben bereits in aller Munde und bereiteten ihr fünftes Machwerk vor. Es liegt nahe, dass die Band vermutlich auch Luif & Vlcek gekannt haben.
Vieleicht kann unser Talis dazu berichten?

__________________
https://www.facebook.com/Ringos-Buch-und-Kunstecke-1242141035869037/

                                    Estrangain ist offline Email an Estrangain senden Homepage von Estrangain Beiträge von Estrangain suchen Nehmen Sie Estrangain in Ihre Freundesliste auf                               Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden IP Information
110906
Talis Talis ist männlich
Foren Gott




Dabei seit: 30.07.2016
Beiträge: 2340

21.10.2018 14:03
Antwort auf diesen Beitrag erstellen  Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen      IP InformationZum Anfang der Seite springen

Zitat:
Original von Estrangain
Zitat:
Original von Tulimyrsky

Was ich sehr lustig fand, war der Club 'Black Sabbath'. Wann erschien der Original Roman? 1973 Müsste der erste Höhepunkt der Band gewesen sein groes Grinsen


1973 waren die Jungs um Ozzy nach 4 Alben bereits in aller Munde und bereiteten ihr fünftes Machwerk vor. Es liegt nahe, dass die Band vermutlich auch Luif & Vlcek gekannt haben.
Vieleicht kann unser Talis dazu berichten?


Da muss ich leider passen...

                                    Talis ist offline Email an Talis senden Beiträge von Talis suchen Nehmen Sie Talis in Ihre Freundesliste auf                               Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden IP Information
110909
Talis Talis ist männlich
Foren Gott




Dabei seit: 30.07.2016
Beiträge: 2340

26.10.2018 20:45
Veränderungen in Dorian Hunter Nr. 3 "Der Puppenmacher" - 1. Teil
Antwort auf diesen Beitrag erstellen  Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen      IP InformationZum Anfang der Seite springen

Veränderungen in Dorian Hunter Nr. 3 - 1. Teil

Vampir-Horror-Roman Nr. 31 (DK 3) „Der Puppenmacher“
Seite 6, 1. Spalte, 2. Absatz
Die Tür fiel hinter ihr ins Schloß. Der Knall verhallte und dann war es wieder bedrückend still; nur der keuchende Atem des Mannes und ihre eigenen Schritte waren zu hören.

Dorian Hunter Nr. 3 „Der Puppenmacher“
Seite 4, 1. Spalte, 1. Absatz
Hinter ihr fiel die Tür ins Schloss. Der Knall verhallte, und dann war es wieder bedrückend still; nur der keuchende Atem des Mannes und ihre eigenen Schritte waren zu hören.


Vampir-Horror-Roman Nr. 31 (DK 3) „Der Puppenmacher“
Seite 6, 1. Spalte, 4. Absatz
Einen Moment lang kamen ihr die sich bewe¬genden Schatten schrecklicher vor als alles andere; sie sahen aus wie Ungeheuer, die mit dürren Armen und scharfen Krallen nach ihr grapschten.

Dorian Hunter Nr. 3 „Der Puppenmacher“
Seite 4, 1. Spalte, 2. Absatz
Einen Moment lang kamen ihr die sich bewegenden Schatten schrecklicher vor als alles andere; sie sahen aus wie Ungeheuer, die mit dürren Armen und scharfen Krallen nach ihr griffen.


Vampir-Horror-Roman Nr. 31 (DK 3) „Der Puppenmacher“
Seite 7, 1. Spalte, 4. + 5. Absatz
Das Mädchen starrte fasziniert auf die Szene. Als aber eine der Puppen ihr das Gesichtchen zuwandte und zwei Reihen schwarzer Zähne entblößte, schrie sie.
Der Schrei verhallte schnell wieder.

Dorian Hunter Nr. 3 „Der Puppenmacher“
Seite 5, 1. Spalte, 4. Absatz
Das Mädchen starrte faszi¬niert auf die Szene. Als jedoch eine der Puppen ihr das Gesichtchen zuwandte und zwei Reihen schwarzer Zähne entblößte, schrie sie auf.
Fast augenblicklich verhallte ihre Stimme wieder.


Vampir-Horror-Roman Nr. 31 (DK 3) „Der Puppenmacher“
Seite 7, 1. Spalte, 7. Absatz – Seite 7, 2. Spalte, 3. Absatz
Sie wich entsetzt einen Schritt zurück. Der Mann versperrte ihr jedoch den Weg. Als sie wieder zu dem Puppenhaus hinblickte, war ihr, als sei es gewachsen. Es überragte sie jetzt, und die Puppen erschienen ihr plötzlich groß.
Sie wandte den Kopf dem. Mann zu, mußte aber hoch zu ihm hinaufsehen. Sein Gesicht entschwand immer weiter zur Decke empor. Sie mußte die Au-gen schließen, um gegen das Schwindelgefühl anzukämpfen. Als sie sie er-neut öffnete, sah sie das Gesicht des Mannes wieder vor sich, aber es war jetzt so groß wie ein Felsmassiv, in dem jede einzelne Pore einem transpirierenden Krater glich.
Sie preßte ihre Hände gegen den Busen, um ihren rasenden Herzschlag zu beruhigen. Als sie an sich herunterblickte, erfaßte sie ein neues Schwindelgefühl.
Sie stand - barfuß - auf der schweißnassen Handfläche des Mannes! Er öffnete jetzt den Mund, und es schien ihr, als würde sich der Rachen eines Ungeheuers auftun, das sie verschlingen wollte.
Aber der Mann sagte nur: „Meine Puppe!“ Dann stellte er sie zart und behutsam in das Puppenhaus. „Du bekommst Kleider, damit du nicht frierst“, sagte er. „Ich werde dich mit Essen und Trinken versorgen. Und ich werde dich zähmen, meine kleine, widerspenstige Puppe. Der Tag ist nicht mehr fern, da du mir zu Willen sein wirst - wie meine anderen lieblichen Puppen. Du wirst den anderen vergessen und nur noch mich lieben. Puppe.“

Dorian Hunter Nr. 3 „Der Puppenmacher“
Seite 5, 2. Spalte, 2. + 3. Absatz
Sie wich entsetzt einen Schritt zurück, doch der Mann versperrte ihr den Weg. Als sie wieder zu dem Puppenhaus hinüberblickte, war ihr, als sei es gewachsen. Es überragte sie jetzt, und die Puppen erschienen ihr plötzlich groß. Sie wandte den Kopf dem Mann zu, musste aber hoch zu ihm hinaufsehen. Sein Gesicht entschwand immer weiter zur Decke empor. Sie musste die Augen schließen, um gegen das Schwindelgefühl anzukämpfen, das sie befiel. Als sie die Lider erneut öffnete, sah sie das Gesicht des Mannes wieder vor sich, aber es war jetzt so groß wie ein Felsmassiv, in dem jede einzelne Pore einem tiefen Krater glich. Sie presste die Hände gegen ihre Brust, um ihren rasenden Herzschlag zu beruhigen. Als sie an sich hinunterblickte, erfasste sie ein neues Schwindelgefühl. Sie stand barfuß auf der schweißnassen Handfläche des Mannes! Er öffnete jetzt den Mund, und es schien ihr, als würde sich der Rachen eines Ungeheuers öffnen und sie verschlingen.
»Meine Puppe!«, sagte der Mann jedoch nur, dann stellte er sie zart und behutsam in das Puppenhaus. »Du bekommst Kleider, damit du nicht frierst«, sagte er. »Ich werde dich mit Essen und Trinken versorgen. Und ich werde dich zähmen. Der Tag ist nicht mehr fern, da du mir zu Willen sein wirst, genau wie meine anderen lieblichen Puppen. Du wirst den anderen vergessen und nur noch mich lieben.«


Vampir-Horror-Roman Nr. 31 (DK 3) „Der Puppenmacher“
Seite 8, 1. Spalte, 2. – 4. Absatz
Donald Chapman war Secret Service Agent, dreiundfünfzig Jahre alt, groß und muskulös. Obwohl sein dunkles Haar von Silberfäden durchzo¬gen war, wirkte er noch jugendlich. In seinem Bekanntenkreis zog man ihn damit auf. Man sagte, er hätte sich die Haare nur gefärbt, um mit seinen graumelierten Schläfen eine größere Wirkung auf Frauen zu erzielen.
Er mußte unwillkürlich lächeln, als er daran dachte. In der Tat, er zog die Frauen an - wie die Blumen die Schmetterlinge -, aber er konnte nicht sagen, ob seine Haare, seine sonstige Erscheinung oder sein selbstsicheres Auftreten daran schuld waren. Er zerbrach sich auch nicht den Kopf darüber. Warum sollte er nach tiefsinnigen Erklärungen suchen und Analysen anstellen über etwas, das ihm - auf eine einfache Formel gebracht - Spaß machte. Er gefiel den Frauen, und sie gefielen ihm.
Chapman beschäftigte sich wieder mit näherliegenden Problemen. Er ließ seine Blicke über die hohe, efeuüberwucherte Steinmauer der O'Hara-Stiftung wandern. Niemand würde ahnen, daß dahinter ein Irrenhaus lag. Freilich, die O'Hara-Stiftung war keines von jenen staatlich geleiteten Häusern, in denen renitente Patienten in Zwangsjacken schmoren mußten oder durch mittelalterliche Methoden zur Räson gebracht wurden. Die O'Hara-Stiftung war vielmehr ein Privatsanatorium, in dem psychisch Gestörte nach den neuesten Erkenntnissen der Psychoanalyse behandelt wurden - und wie man hörte, mit überragendem Erfolg. Dennoch blieb es für Chapman eine Klapsmühle.

Dorian Hunter Nr. 3 „Der Puppenmacher“
Seite 6, 1. Spalte, 3. Absatz – Seite 6, 2. Spalte, 1. Absatz
Donald Chapman war trotz seiner mittlerweile dreiundfünfzig Jahre noch immer kräftig und durchtrainiert, und er wirkte wesentlich jünger, obwohl sein dunkles Haar von Silberfäden durchzogen war. In seinem Bekanntenkreis zog man ihn damit auf. Man sagte, er hätte sich die Haare nur gefärbt, um mit seinen graumelierten Schläfen eine größere Wirkung auf Frauen zu erzielen. In der Tat war er ein Frauenheld, und sein Alter tat dieser Leidenschaft nicht den geringsten Abbruch, aber er bezweifelte, dass es etwas mit seinen Haaren zu tun hatte. Er gefiel den Frauen, und sie gefielen ihm.
Jetzt jedoch hatte er gänzlich andere Dinge im Kopf. Er ließ seinen Blick über die hohe, von Efeu überwucherte Steinmauer der O'Hara-Stiftung wandern. Niemand kam bei diesem Anblick auf die Idee, dass hinter der Eingrenzung ein Irrenhaus lag. Freilich, die O'Hara-Stiftung war kein staatlich geleitetes Haus, in dem renitente Patienten in Zwangsjacken schmoren mussten oder durch mittelalterliche Methoden zur Räson gebracht wurden. Sie war ein Privatsanatorium, in dem psychisch Gestörte nach den neuesten Erkenntnissen der Psychoanalyse behandelt wurden - und das mit beachtlichem Erfolg, wie man hörte. Dennoch blieb es für Chapman letztlich eine Klapsmühle.

Vampir-Horror-Roman Nr. 31 (DK 3) „Der Puppenmacher“
Seite 8, 2. Spalte, 10. Absatz – Seite 9, 2. Spalte, 5. Absatz
Lilian war Hunters Frau. Sie hatte vor etwa zwei Monaten unter mysteriösen Umständen im österreichischen Grenzgebiet den Verstand, verloren. Die Geschehnisse, weswegen Lilian Hunter wahnsinnig geworden war, wurden nun Gegenstand von geheimen Untersuchungen, die Chapman persönlich leitete. Dabei hätte sich der Secret Service keineswegs eingeschaltet, wenn Dorian Hunter seine eigene Version des Vorfalls nicht zu Protokoll gegeben hätte. Seiner Aussage nach war Lilian das Opfer von Vampiren und Dämonen geworden. Die offizielle Version dagegen lautete: Hunter und seine Frau suchten zusammen mit acht anderen Reisenden in einem halbverfallenen Schloß Unterschlupf. Während der Nacht brannte das Schloß aus bisher unbekannter Ursache bis auf die Grundmauern ab, und nur Dorian und Lilian überlebten die Katastrophe.
Man hätte die Sache auf sich beruhen lassen, wenn Dorian nicht mit seiner haarsträubenden Geschichte an Chapman herangetreten wäre. Seine mysteriösen Abenteuer hatten noch eine Fortsetzung gefunden, die sogar noch unglaubwürdiger klang.
Als Dorian mit seiner Frau, die bis vor einem Monat in einem Sanatorium in Wien untergebracht gewesen war, in einem Privatflugzeug nach London zurückflog, entstand an Bord mit einem blinden Passagier ein Kampf. Dorian schlug dem Mann mit einem mittelalterlichen Henkersschwert den Kopf ab. Diese drastische Maßnahme versuchte Dorian in einem Gespräch unter vier Augen Chapman gegenüber damit zu rechtfertigen, daß er behauptete, es hätte sich bei dem Mann um einen Untoten gehandelt; das heißt um einen vom Tode Wiederauferstandenen, der nur durch enthaupten endgültig getötet werden konnte. Dorian hatte noch mit einer Reihe von schaurigen Details aufgewartet, die Chapman, der durch und durch Realist war, nicht so interessant erschienen, wie ein, anderer Umstand. Dorian hatte aus Wien nicht nur das mittelalterliche Henkersschwert mitgebracht, sondern auch ein junges hübsches Mädchen. Und wie war Dorian zu ihr gekommen? Ganz einfach. Coco Zamis, so hieß sie, war eine Hexe, die Dorian in eine Falle hatte locken sollen, aber sich dann in ihn verliebt hatte und bekehrt wurde.
O Mann, O Mann! Das war vielleicht starker Tobak!
„Kommen Sie bei Ihren Nachforschungen voran, Don?“ erkundigte sich Dorian.
Chapman seufzte. „Sie haben mir da vielleicht etwas eingebrockt, Dorian. Ich will einmal ehrlich sein: Von Ihren Schauermärchen glaube ich kein Wort.“
Dorian lächelte bitter. „Sie haben mich noch nie im Unklaren darüber gelassen, daß Sie alles nur für ein Hirngespinst von mir halten „und ich kann es Ihnen auch nicht verübeln, wenn Sie nicht an die Existenz von Dämonen glauben wollen. Aber welche andere Erklärung für das Vorgefallene könnte es sonst geben?“
„Ich habe eine“, sagte Chapman.
Sie kamen an eine rote Verkehrsampel. Als das Grünlicht aufleuchtete und sie weiterfahren konnten, sprach Chapman wieder.
„Sie kannten Coco Schon seit einiger Zeit. Schließlich wurden Sie Lilians überdrüssig und tüftelten mit Coco einen teuflischen Plan aus, in den Sie Lilians labile Psyche mit einkalkulierten. Sie zu ermorden, widerstrebte Ihnen. Vielleicht aus Angst vor einer Entdeckung des Verbrechens. Deshalb inszenierten Sie irgendwelche Schrecken, die Lilian in den Wahnsinn trieben. Das ist eine ganz simple Dreiecksgeschichte - und eine für mich durchaus akzeptable Erklärung. Nur...”

Dorian Hunter Nr. 3 „Der Puppenmacher“
Seite 7, 1. Spalte, 3. Absatz – Seite 7, 2. Spalte, 5. Absatz
Noch immer war er sich nicht sicher, ob er Hunter für voll nehmen sollte. Die Geschehnisse in Asmoda und Wien waren längst Gegenstand geheimer Untersuchungen des Secret Service geworden, und ihm, Chapman, hatte man undankbarerweise die Leitung des Projektes anvertraut. Dabei hätte beim Service niemand auch nur einen Gedanken daran verschwendet, sich einzuschalten, wenn Dorian Hunter nicht seine eigene, höchst sonderbare Version der Geschichte zu Protokoll gegeben hätte. Vampire und Dämonen kamen in der offiziellen Akte, für die man sich irgendeine halbwegs plausible Geschichte zusammengereimt hatte, natürlich nicht vor.
Chapman selbst grübelte schon seit Tagen darüber nach, ob er Hunters Schilderungen für bare Münze nehmen sollte. Dämonen auf einer Hexenburg, der Kampf gegen den Fürsten der Finsternis und schließlich die Enthauptung seines untoten Bruders Bruno Guozzi - das war nichts für schwache Nerven. Vor allem Letzteres erschien eher wie ein perfider Racheakt gegenüber einem Unschuldigen.
Dorian Hunter jedoch bestand darauf, dass er keine andere Möglichkeit gehabt hätte, Guozzi unschädlich zu machen.
»Kommen Sie bei Ihren Nachforschungen voran, Don?«, riss der Dämonenkiller Chapman in die Wirklichkeit zurück.
Noch immer war er sich nicht sicher, ob er Hunter für voll nehmen sollte. Die Geschehnisse in Asmoda und Wien waren längst Gegenstand geheimer Untersuchungen des Secret Service geworden, und ihm, Chapman, hatte man undankbarerweise die Leitung des Projektes anvertraut. Dabei hätte beim Service niemand auch nur einen Gedanken daran verschwendet, sich einzuschalten, wenn Dorian Hunter nicht seine eigene, höchst sonderbare Version der Geschichte zu Protokoll gegeben hätte. Vampire und Dämonen kamen in der offiziellen Akte, für die man sich irgendeine halbwegs plausible Geschichte zusammengereimt hatte, natürlich nicht vor.
Chapman selbst grübelte schon seit Tagen darüber nach, ob er Hunters Schilderungen für bare Münze nehmen sollte. Dämonen auf einer Hexenburg, der Kampf gegen den Fürsten der Finsternis und schließlich die Enthauptung seines untoten Bruders Bruno Guozzi - das war nichts für schwache Nerven. Vor allem Letzteres erschien eher wie ein perfider Racheakt gegenüber einem Unschuldigen.
Dorian Hunter jedoch bestand darauf, dass er keine andere Möglichkeit gehabt hätte, Guozzi unschädlich zu machen.
»Kommen Sie bei Ihren Nachforschungen voran, Don?«, riss der Dämonenkiller Chapman in die Wirklichkeit zurück.
Der Agent seufzte. »Sie haben mir da vielleicht etwas eingebrockt, Dorian. Ehrlich gesagt, ich glaube kein Wort von Ihren Schauermärchen.«
Der Dämonenkiller lächelte bitter. »Ich weiß Ihre Ehrlichkeit zu schätzen. Aber welche andere Erklärung für das Vorgefallene könnte es sonst geben?«
»Nun, ganz einfach«, entgegnete Chapman. »Sie kennen Coco in Wahrheit schon seit einiger Zeit. Schließlich wurden Sie Lilians überdrüssig und tüftelten mit Miss Zamis einen teuflischen Plan aus, sie aus dem Weg zu räumen. Für einen Mord waren Ihre Skrupel zu groß, und so nutzten Sie den labilen Geisteszustand Lilians, um sie endgültig zu verwirren. Das ist eine ganz simple Dreiecksgeschichte ¬ und eine für mich durchaus akzeptable Erklärung. Nur ...«

Vampir-Horror-Roman Nr. 31 (DK 3) „Der Puppenmacher“
Seite 9, 2. Spalte, 7. Absatz
Ich traue Ihnen ein so abscheuliches Verbrechen nicht zu, Dorian“, meinte Chapman seufzend. „Aber mit Teufel und Dämonen kann ich noch weniger anfangen.“


Dorian Hunter Nr. 3 „Der Puppenmacher“
Seite 7, 2. Spalte, 7. Absatz
»Ich traue Ihnen ein so abscheuliches Verbrechen einfach nicht zu«, meinte Chapman seufzend. »Aber mit Untoten und Dämonen kann ich noch weniger anfangen.«


Vampir-Horror-Roman Nr. 31 (DK 3) „Der Puppenmacher“
Seite 9, 2. Spalte, 9. Absatz – Seite 10, 1. Spalte, 1. Absatz
„Sie haben die Chance, mich zu bekehren, Dorian.“
Die beiden Männer sahen einander kurz an. Dorian mit zweifelndem Blick, Chapman mit leichtem Spott.


Dorian Hunter Nr. 3 „Der Puppenmacher“
Seite 8, 1. Spalte, 2. Absatz
Die beiden Männer sahen einander kurz an. Dorian Hunter mit ernstem Blick, Chapman dagegen mit leichtem Spott in den Augen.


Vampir-Horror-Roman Nr. 31 (DK 3) „Der Puppenmacher“
Seite 10, 1. Spalte, 3. – 7. Absatz
Eine Weile fuhren sie wieder schweigend dahin. Schließlich brach Dorian das Schweigen.
„Sie verwirren mich, Don. Sie zweifeln erst daran, daß es Dämonen gibt, verleugnen alles, was Sie mit Ihrem Verstand nicht erklären können - und dann sprechen Sie im selben Atemzug von einem Besessenen. Das ist ein Widerspruch.“
„Der Widerspruch existiert nur scheinbar“, erwiderte Chapman. „Ich habe gesagt, daß der Vater behauptet hat, sein Junge sei von Dämonen besessen. Ich selbst halte nichts davon.“
„Und warum nehmen Sie sich dieser Geschichte dennoch an?“
Chapman seufzte. „Lord Elmer Scott Hayward, das ist der Vater des Jungen, ist ein Diplomat im Ruhestand. Er hat immer noch gute Beziehungen zu Regierungskreisen. Sie wissen, wie das ist, Dorian. Man kann solche Leute nicht einfach vor den Kopf stoßen. Also mache ich gute Miene und verspreche, alles zu tun, um Phillip Hayward von den Dämonen zu befreien.“

Dorian Hunter Nr. 3 „Der Puppenmacher“
Seite 8, 1. Spalte, 4. – 7. Absatz
Eine Weile fuhren sie wieder schweigend dahin. Schließlich brach Dorian das Schweigen. »Sie glauben also daran, dass es so etwas wie Besessenheit gibt?«
Chapman schüttelte den Kopf. »Der Vater des Jungen glaubt es. Das ist ein Unterschied.«
»Und warum nehmen Sie sich dieser Geschichte dennoch an?«
Chapman seufzte. »Lord Elmer Scott Hayward ist ein Diplomat im Ruhestand. Er hat immer noch gute Beziehungen zu Regierungskreisen. Sie wissen, wie das ist, Dorian. Man kann solche Leute nicht einfach vor den Kopf stoßen. Also mache ich gute Miene zum bösen Spiel und verspreche, alles zu tun, um Phillip Hayward von den Dämonen zu befreien.«


Vampir-Horror-Roman Nr. 31 (DK 3) „Der Puppenmacher“
Seite 11, 1. Spalte, 10. Absatz – Seite 11, 2. Spalte, 1. Absatz
„Ich... Es schien mir fast so, als sitze irgendetwas an ihm fest und sauge ihm langsam aber unerbittlich das Leben aus“, sagte Chapman bedächtig. „Er war - wie im Delirium und sprach konfuses Zeug, das keinen Sinn ergab. Ja, er wirkte geistesgestört, was er wohl auch ist. Phillip Hayward bietet einen schrecklichen Anblick. Er ist ein Sterbender. Mein Wort, Dorian, der Junge hat nicht mehr lang zu leben. Aber ich glaube nicht, daß Dämonen dafür verantwortlich sind, sondern ich vermute ein Verbrechen.“

Dorian Hunter Nr. 3 „Der Puppenmacher“
Seite 10, 1. Spalte, 4. Absatz
»Ich ... Es schien mir fast so, als sitze irgendetwas an ihm fest und sauge ihm langsam aber unerbittlich das Leben aus«, sagte Chapman bedächtig. »Er sprach konfuses Zeug, das keinen Sinn ergab. Ich schätze, dass er geistesgestört ist. Phillip Hayward bietet einen schrecklichen Anblick. Er ist ein Sterbender. Mein Wort, Dorian, der Junge hat nicht mehr lange zu leben. Allerdings glaube ich nicht, dass Dämonen dafür verantwortlich sind, sondern ich vermute ein Verbrechen.«

Vampir-Horror-Roman Nr. 31 (DK 3) „Der Puppenmacher“
Seite 11, 2. Spalte, 2. Absatz – Seite 12, 1. Spalte, 1. Absatz
Dorian nickte gedankenverloren. Er hätte Chapman jetzt über seine Verdachtsmomente bezüglich des vermuteten Verbrechens ausfragen können, aber davon wollte er nichts wissen. Wenn tatsächlich ein herkömmliches, sozusagen konventionelles Vebrechen vorlag, dann interessierte es ihn nicht. Deshalb ging er von der Voraussetzung aus, daß Dämonen mit im Spiel waren.
Er spürte, wie ihn eine seltsame Erregung erfaßte. Das war immer so, wenn er sich mit den Mächten der Finsternis konfrontiert sah. Er hatte den Dämonen den totalen Krieg erklärt und würde nicht eher ruhen, bis sie ausgerottet waren - oder bis sie ihn zur Strecke gebracht hatten. Aber um sein Ziel erreichen zu können, brauchte er starke Verbündete. Allein konnte er gegen die Tausende von Dämonen, die über die ganze Erde verteilt waren und sich in einer Organisation, der Schwarzen Familie, zusammenge¬schlossen hatten, nichts ausrichten. Sein Plan war es, einflußreiche Persönlichkeiten und Politiker von der Existenz der Dämonen zu überzeugen. Vielleicht bot sich jetzt die Gelegenheit, seinen Plan zu realisieren. Wenn Phillip Hayward tatsächlich von Dämonen gequält wurde, dann würde er sich die Chance nicht entgehen lassen, die Regierungsstellen davon zu unterrichten. Er würde den Verantwortlichen die Augen öffnen und ihnen beweisen, daß zwischen Himmel und Erde Dinge passierten, von denen sie nichts ahnten. Und Donald Chapman sollte sein Verbindungsmann sein.
Dorian lächelte grimmig. Er freute sich fast diebisch auf den Moment, in dem der Secret Service Agent erkennen mußte, daß Vampire, Werwölfe und Hexen keineswegs, nur Relikte aus Horror-Filmen waren, sondern auch heute noch existierten.

Dorian Hunter Nr. 3 „Der Puppenmacher“
Seite 10, 1. Spalte, 5. Absatz – Seite 10, 2. Spalte, 1. Absatz
Dorian nickte gedankenverloren. Wenn tatsächlich ein konventionelles Verbrechen vorlag, dann interessierte es ihn nicht. Deshalb ging er von der Voraussetzung aus, dass Dämonen mit im Spiel waren. Er spürte, wie ihn eine seltsame Erregung erfasste. Sein Plan, einflussreiche Persönlichkeiten und Politiker von der Existenz der Dämonen zu überzeugen, nahm langsam Formen an. Der Secret Service war nur ein erster Schritt dahin. Wenn Phillip Hayward tatsächlich von Dämonen gequält wurde, dann würde er sich die Chance nicht entgehen lassen, die Regierungsstellen davon zu unterrichten. Er würde den Verantwortlichen die Augen öffnen und ihnen beweisen, dass zwischen Himmel und Erde Dinge passierten, von denen sie nichts ahnten, und Donald Chapman sollte sein Verbindungsmann sein. Dorian lächelte grimmig. Er freute sich fast diebisch auf den Moment, in dem der Secret-Service-Agent erkennen musste, dass er, Dorian, die Wahrheit gesprochen hatte.

Vampir-Horror-Roman Nr. 31 (DK 3) „Der Puppenmacher“
Seite 12, 1. Spalte, 11. Absatz – Seite 12, 2. Spalte, 1. Absatz
„Ich hätte schwören können, daß sie es war“, murmelte Chapman irritiert und hob die Schultern. „Wahrscheinlich habe ich mich geirrt, als ich meinte, durch den Schleier die Gesichtszüge einer Asiatin zu erkennen. Kommen Sie, Dorian! Lord Hayward wird uns bereits erwarten.“

Dorian Hunter Nr. 3 „Der Puppenmacher“
Seite 11, 1. Spalte, 4. Absatz
»Ich hätte schwören können, dass sie es war«, murmelte der Agent irritiert und hob die Schultern. »Wahrscheinlich habe ich mich geirrt. Kommen Sie, Dorian, Lord Hayward wird uns bereits erwarten.«

Vampir-Horror-Roman Nr. 31 (DK 3) „Der Puppenmacher“
Seite 13, 1. Spalte, 1. Absatz
Der Mann gab einen unterdrückten Wutschrei von sich und sog das Blut aus der Wunde. Dann hatte er sich wieder gefaßt und sagte mit seiner flüsternden Stimme, in der ständig unterschwellig Lüsternheit mitschwang: „Du kleine Rebellin willst doch deinen Herrn und Meister nicht verärgern? Mir scheint, du kommst mit deinen Gedanken nicht von deinem ehemaligen Liebhaber los. Das muß sich ändern. Ich werde dich lehren, nur noch mich zu lieben.“

Dorian Hunter Nr. 3 „Der Puppenmacher“
Seite 11, 2. Spalte, 1. Absatz
Der Mann gab einen unterdrückten Wutschrei von sich, schlenkerte die Hand und sog das Blut aus der Wunde. Dann hatte er sich wieder gefasst und sagte mit lüsterner Stimme: »Du kleine Rebellin willst doch deinen Herrn und Meister nicht verärgern? Mir scheint, du kommst mit deinen Gedanken nicht von deinem ehemaligen Liebhaber los. Das muss sich ändern. Ich werde dich lehren, nur noch mich zu lieben.«


Vampir-Horror-Roman Nr. 31 (DK 3) „Der Puppenmacher“
Seite 13, 1. Spalte, 2. Absatz – Seite 13, 2. Spalte, 1. Absatz
Ihre Arme begannen konvulsivisch zu zucken; es war, als versuchte sie, die Arme in ihre Gewalt zu bekommen, während eine fremde Macht sie zur Bewegung zwang. Und dann breitete sie sie aus, riß sie nach hinten und stützte sich auf dem Boden auf. Ihr Körper hob und senkte sich, als würde ein Gewicht auf ihm liegen, von dem sie sich befreien wollte.
Der Puppenmacher atmete schneller, während die Bewegungen des kleinen, nackten Puppenkörpers immer rhythmischer wurden; er paßte sich dem Rhythmus an; er atmete im Rhythmus der Puppe, er wiegte sich im Rhythmus der Puppe, und als sie plötzlich wild und in heftiger Abwehr fauchte, kam ein befreiendes Gurgeln aus seiner Kehle.
Die Puppe sank erschöpft zurück und blieb reglos liegen. Der Puppenmacher beleckte sich die Lippen und wischte sich den Schweiß von der Stirn. Dann lächelte er.
„Du wirst noch lernen, mich zu lieben, meine leidenschaftliche Puppe.“
Und dann streifte er ihr - zärtlich und behutsam - das Flitterkleidchen über den reglosen Körper. Er glaubte, über sie nun endgültig gesiegt und ihren Widerstand ein für allemal gebrochen zu haben; er glaubte, nun Herr und Meister über sie zu sein und sie nach seinen Worten tanzen lassen zu können. Doch er irrte sich. Er hatte keine Ahnung von dem Feuer, das in ihrem kleinen Herzen loderte; das Feuer der Liebe für ihren Geliebten, das Feuer des Hasses für ihn.

Dorian Hunter Nr. 3 „Der Puppenmacher“
Seite 11, 2. Spalte, 2. Absatz – Seite 12, 1. Spalte, 2. Absatz
Ihre Arme begannen konvulsivisch zu zucken; es war, als habe ein anderer die Kontrolle über ihren Körper übernommen. Sie breitete die Hände aus, riss sie nach hinten und stützte sich auf dem Boden auf. Dann spreizte sie die Beine. Ihr Körper hob und senkte sich, als würde ein Gewicht auf ihm lasten, von dem sie sich befreien wollte. Der Puppenmacher atmete schneller, während die Bewegungen des kleinen, nackten Puppenkörpers immer rhythmischer wurden; er passte sich ihnen an, atmete im gleichen Rhythmus wie die Puppe. Und als sie plötzlich wild und in heftiger Abwehr fauchte, kam ein befreiendes Gurgeln aus seiner Kehle. Dann endlich sank die Puppe erschöpft zurück und blieb reglos liegen. Der Puppenmacher leckte sich über die Lippen und wischte sich den Schweiß von der Stirn. Lächelnd sagte er: »Du wirst noch lernen, mich zu lieben, meine leidenschaftliche Puppe.«
Zärtlich und behutsam streifte er ihr das Flitterkleidchen über den reglosen Körper, in der Überzeugung, ihren Widerstand ein für alle Mal ge¬brochen zu haben. Er glaubte nun ihr Herr und Meister zu sein und sie nach seinem Willen lassen zu können, doch er irrte sich. Er hatte keine Ahnung von dem Feuer, das in ihrem kleinen Herzen loderte; das Feuer der Liebe zu ihrem Gefährten - und das Feuer des Hasses für den Puppenmacher.

Vampir-Horror-Roman Nr. 31 (DK 3) „Der Puppenmacher“
Seite 13, 2. Spalte, 4. Absatz – Seite 14, 1. Spalte, 1. Absatz
Ungefähr eine Minute nachdem Chapman geläutet hatte, wurde die Tür von einem noch ziemlich jungen Mann geöffnet. Er mochte so alt wie Dorian sein - ungefähr dreißig Jahre - und er war schlank, wirkte gepflegt und trug einen dunklen Abendanzug mit Fliege. In seinen Lackschuhen, die unter der Hose mit den hohen Stulpen hervorsahen, spiegelte sich das Licht eines Kristallüsters.
Als er die beiden Männer sah, legte er seine glatte Stirn in Falten, so daß seine schwarzen Haarlocken leichtaufgehoben wurden.

Dorian Hunter Nr. 3 „Der Puppenmacher“
Seite 12, 2. Spalte, 2. Absatz
Ungefähr eine Minute nachdem Chapman geläutet hatte, wurde die Tür von einem jungen Mann geöffnet. Er mochte so alt wie Dorian sein, und er war schlank, wirkte gepflegt und trug einen dunklen Abendanzug mit Fliege. In seinen Lackschuhen, die unter der Hose mit den hohen Stulpen hervorsahen, spiegelte sich das Licht eines Kristalllüsters. Als er die beiden Männer sah, runzelte er die Stirn.

Vampir-Horror-Roman Nr. 31 (DK 3) „Der Puppenmacher“
Seite 14, 1. Spalte, 11. Absatz
„Wer ist da, Henry?“ fragte eine schrille Frauenstimme aus einem Raum links.

Dorian Hunter Nr. 3 „Der Puppenmacher“
Seite 13, 1. Spalte, 2. Absatz
»Wer ist da, Henry?«, fragte eine schrille Frauenstimme aus einem Raum zur Linken.

Vampir-Horror-Roman Nr. 31 (DK 3) „Der Puppenmacher“
Seite 14, 2. Spalte, 6. + 7. Absatz
„Sehr angenehm“, sagte Chapman und stellte sich und Dorian - diesen als Mr. Holborn vor.
Lady Hurst nahm es ziemlich gelassen auf, daß er ihre Hand nicht küßte, sondern nur kräftig schüttelte.

Dorian Hunter Nr. 3 „Der Puppenmacher“
Seite 13, 2. Spalte, 4. + 5. Absatz
»Sehr angenehm«, sagte Chapman und nannte seinen Namen. Dorian stellte er als Mr. Holborn vor.
Lady Hurst nahm es ziemlich gelassen auf, dass der Dämonenkiller ihre Hand nicht küsste, sondern nur kräftig schüttelte.


Vampir-Horror-Roman Nr. 31 (DK 3) „Der Puppenmacher“
Seite 16, 1. Spalte, 2. Absatz
„Wenn Sie ohnehin darüber informiert sind, brauche ich das wohl nicht zu leugnen. Ja, Lady Hurst, wir sind wegen der Lebensversicherung für Phillip Hayward hier.“

Dorian Hunter Nr. 3 „Der Puppenmacher“
Seite 13, 2. Spalte, 7. Absatz
»Wenn Sie ohnehin darüber informiert sind, kann ich es wohl zugeben.«


Vampir-Horror-Roman Nr. 31 (DK 3) „Der Puppenmacher“
Seite 16, 1. Spalte, 14. Absatz – Seite 2. Spalte, 4. Absatz
„Nein“, sagte Lady Hurst lachend. „Henry spielt schon längst nicht mehr mit Spielzeugpuppen. Dafür interessiert er sich für eine andere Art von Puppen.“ Sie deutete mit den Händen üppige Formen an. Dann blickte sie Chapman prüfend in die Augen und sagte anzüglich: „Sie sehen mir ganz so aus, als würden Sie sich ebenfalls sehr intensiv mit jungen Püppchen beschäftigen. Habe ich recht, Mr. Chapman, daß Sie kein Kostverächter sind?“
Chapman wurde der Kragen eng. „Nun...“ begann er.
Zu seiner Erleichterung wurde er einer Antwort enthoben, denn in diesem Augenblick erschien Lord Hayward.

Dorian Hunter Nr. 3 „Der Puppenmacher“
Seite 14, 1. Spalte, 7. Absatz
»Nein«, sagte Lady Hurst lachend. »Henry spielt schon längst nicht mehr mit Spielzeug. Dafür interessiert er sich für eine andere Art von Puppen.« Sie deutete mit den Händen üppige Formen an. Dann blickte sie Chapman prüfend in die Augen und sagte anzüglich: »Sie sehen mir ganz so aus, als würden Sie sich ebenfalls sehr intesiv mit jungen Püppchen beschäftigen. Habe ich recht, Mr. Chapman, dass Sie kein Kostverächter sind?«
Chapman wurde der Kragen eng. Zu seiner Erleichterung wurde er einer Antwort enthoben, denn in diesem Augenblick erschien Lord Hayward.


Vampir-Horror-Roman Nr. 31 (DK 3) „Der Puppenmacher“
Seite 17, 1. Spalte, 5. Absatz
Hat Ihnen Mr. Chapman meine Befürchtungen mitgeteilt? Ja? Schön.

Dorian Hunter Nr. 3 „Der Puppenmacher“
Seite 15, 1. Spalte, 1. Absatz
Hat Ihnen Mr. Chapman meine Befürchtungen mitgeteilt? Schön.

Vampir-Horror-Roman Nr. 31 (DK 3) „Der Puppenmacher“
Seite 17, 2. Spalte, 3. Absatz
Dämonen sind keine Gespenster, sondern Wesen aus Fleisch und Blut - wenn auch schwarzes Blut in ihren Adern fließt. .“

Dorian Hunter Nr. 3 „Der Puppenmacher“
Seite 15, 1. Spalte, 2. Absatz
Dämonen sind keine Gespenster, sondern Wesen aus Fleisch und Blut — schwarzem Blut natürlich.

Vampir-Horror-Roman Nr. 31 (DK 3) „Der Puppenmacher“
Seite 18, 2. Spalte, 7. – 11.Absatz
„Wenn diese Personen Ihr Vertrauen genießen, warum mußten wir uns dann als Versicherungsagenten ausgeben?“ wollte Chapman wissen, der die Führung des Gesprächs Dorian überlassen hatte.
Weil...“ Hayward unterbrach sich, hob dann ruckartig den Kopf und fuhr mit fester Stimme fort: „Ich möchte nichts von meinen Maßnamen verlauten lassen, um mich nicht lächerlich zu machen. Das können Sie doch verstehen, Mr. Chapman?“
Chapman nickte. Das war genau das, was er hören wollte.
Dorian war mit dieser Antwort weniger zufrieden. Er war überzeugt, daß Hayward log - nicht nur in diesem Punkt.
„Ich möchte Sie bitten, daß Sie mich den anderen gegenüber nicht bei meinem richtigen Namen nennen“, sagte er.

Dorian Hunter Nr. 3 „Der Puppenmacher“
Seite 17, 2. Spalte, 2. – 5. Absatz
»Wenn diese Personen Ihr Vertrauen genießen, warum mussten wir uns dann als Versicherungsagenten ausgeben?«, wollte Chapman wissen, der die Führung des Gesprächs bislang Dorian überlassen hatte.
»Weil ...« Hayward unterbrach sich, hob dann ruckartig den Kopf und fuhr mit fester Stimme fort: »Ich möchte mich nicht lächerlich machen. Das können Sie doch verstehen, Mr. Chapman?«
Der Agent nickte. Das war genau das, was er hatte hören wollen. Dorian jedoch war mit dieser Antwort weniger zufrieden. Er war überzeugt, dass Hayward log — nicht nur in die¬sem Punkt.
»Ich möchte Sie bitten, dass Sie mich den anderen gegenüber nicht bei meinem richtigen Namen nennen«, sagte er deswegen.


Vampir-Horror-Roman Nr. 31 (DK 3) „Der Puppenmacher“
Seite 19, 1. Spalte, 7. Absatz
„Wo haben Sie eigentlich Ihre Dienerschaft?“ erkundigte sich Chapman harmlos.

Dorian Hunter Nr. 3 „Der Puppenmacher“
Seite 18, 1. Spalte, 5. Absatz
»Wo haben Sie eigentlich Ihre Dienerschaft?«, erkundigte sich Chapman.


Vampir-Horror-Roman Nr. 31 (DK 3) „Der Puppenmacher“
Seite 19, 1. Spalte, 10. Absatz – Seite 19, 2. Spalte, 3. Absatz
Dorian trat hinter Hayward ein und blieb erschrocken stehen, als er ein Wesen aufrecht im Bett sitzen sah, das nur noch aus Haut und Knochen zu bestehen schien.
Als Chapman seinen Fuß über die Türschwelle setzte, wurde das Wesen im Bett von einem Schüttelfrost erfaßt und stammelte: „Tod - Todgeweihter - Totenkopf - Todesmal - Vom Tode gezeichnet...“
„Phillip!“
Lord Hayward eilte ans Bett und umfaßte den bis auf die Knochen abgemagerten Jungen.

Dorian Hunter Nr. 3 „Der Puppenmacher“
Seite 18, 1. Spalte, 7. – 9. Absatz
Dorian trat hinter Hayward ein und blieb erschrocken stehen, als er Phillip aufrecht im Bett sitzen sah. Der Junge schien nur noch aus Haut und Knochen zu bestehen.
Als Chapman seinen Fuß über die Türschwelle setzte, wurde er von einem Schüttelfrost erfasst und stammelte: »Tod ... Todgeweihter ... Totenkopf ... Todesmal ... vom Tode gezeichnet ...«
»Phillip!« Lord Hayward eilte ans Bett und fasste besorgt nach der Hand des Jungen.


Vampir-Horror-Roman Nr. 31 (DK 3) „Der Puppenmacher“
Seite 20, 12. Spalte, 3. Absatz – Seite 20, 2. Spalte, 1. Absatz
Phillip Hayward hatte eine unglaublich blasse Haut. Die vollen, sinnlichen Lippen leuchteten wie ein rotes Signal aus seinem schmalen, kalkweißen Gesicht. Das blondgelockte Haar, wirr und ungekämmt, hing ihm bis auf die schmalen Schultern hinunter. Er hatte immer noch das glatte, feine Gesicht eines Engels - wie auf dem Foto -, wenngleich es vom Tode gezeichnet war; und auch wenn seine Wangen blutleer und die Augen von schwarzen Ringen unterlaufen waren, so war sein Gesicht immer noch schön. Er hatte etwas von einem Mädchen an sich; sein ganzes Gehabe, jede seiner Bewegungen hatte etwas Feminines. Ja, er wirkte albinoid. Aber seine Augen tief in den Höhlen leuchteten nicht rötlich, sondern hatten einen goldenen Glanz. Dorian hatte noch nie solche Augen gesehen. Er versuchte, ihren Blick auf sich zu lenken, um in ihnen lesen zu können, aber selbst als Phillip sich ihm zuwandte, blickte er durch ihn hindurch in unbestimmte Fernen.
Dorian war fasziniert und erschüttert zugleich. Phillip war eine außergewöhnliche Persönlichkeit. Irgendwie erinnerte er ihn an ein Orakel aus der griechischen Mythologie.
Dorian mußte sich gewaltsam in die Wirklichkeit zurückzwingen, damit seine Gedanken nicht ins Uferlose abrutschten. Er betrachtete Phillip wieder nüchterner und glaubte festzustellen, daß sich unter seinem Nachthemd zwei kleine mädchenhafte Brüste abzeichneten.

Dorian Hunter Nr. 3 „Der Puppenmacher“
Seite 18, 2. Spalte, 7. Absatz – Seite 19, 1. Spalte, 2. Absatz
Dorian hatte nun Gelegenheit, den Jungen näher zu betrachten. Phillip Hayward hatte eine unglaublich blasse Haut. Die vollen, sinnlichen Lippen leuchteten wie ein rotes Signal aus seinem schmalen, kalkweißen Gesicht. Das blondgelockte Haar hing ihm ungekämmt bis auf die schmalen Schultern hinunter. Er hatte das glatte, feine Gesicht eines Engels, wenngleich es jetzt vom Tode gezeichnet war. Obwohl seine Wangen blutleer und die Augen von schwarzen Ringen unterlaufen waren, so war sein Gesicht immer noch schön. Er hatte etwas von einem Mädchen an sich; sein ganzes Gehabe, jede seiner Bewegungen wirkten feminin. Seine tief in den Höhlen liegenden Augen hatten einen goldenen Glanz. Dorian hatte noch nie solche Augen gesehen. Er versuchte, ihren Blick auf sich zu lenken, um in ihnen lesen zu können, aber selbst als Phillip sich ihm zuwandte, blickte er durch ihn hindurch in unbestimmte Fernen.
Der Junge hatte die schlanken, grazilen Hände eines Künstlers. Sie ruhten nie, sondern waren ständig in Bewegung. Mal strichen sie über die Bettdecke, wobei sie jeder Falte, die der Stoff warf, nachfuhren, dann wieder liebkosten sie einander, wanderten weiter zum Bettrand, kamen zurück und betasteten seinen Körper, als wollten sie fühlen, ob er noch da war. Es schien, als besäßen die Hände ein Eigenleben. Ja, sie waren tatsächlich voll Leben, obwohl ihr Besitzer in den letzten Atemzügen dalag. Dorian war fasziniert und erschüttert zugleich. Phillip war eine außergewöhnliche Persönlichkeit. Der Dämonenkiller musste sich gewaltsam in die Wirklichkeit zurückzwingen. Er betrachtete Phillip wieder nüchterner und glaubte festzustellen, dass sich unter seinem Nachthemd zwei kleine mädchenhafte Brüste abzeichneten.

Vampir-Horror-Roman Nr. 31 (DK 3) „Der Puppenmacher“
Seite 21, 1. Spalte, 6. Absatz
Phillip schluchzte auf.

Dorian Hunter Nr. 3 „Der Puppenmacher“
Seite 20, 1. Spalte, 3. Absatz
Er schluchzte auf.

Vampir-Horror-Roman Nr. 31 (DK 3) „Der Puppenmacher“
Seite 21, 1. Spalte, 6. Absatz
„Alina?“ wiederholte Phillip. Und dann entrang sich ein neuerliches Schluchzen seiner Kehle. „Alina! Alina!“

Dorian Hunter Nr. 3 „Der Puppenmacher“
Seite 20, 1. Spalte, 7. Absatz
»Alina!« Ein neuerliches Schluchzen entrang sich der Kehle des Jungen. »Alina! Alina!«

Vampir-Horror-Roman Nr. 31 (DK 3) „Der Puppenmacher“
Seite 21, 2. Spalte, 3. Absatz
„Wo hast du Alina kennengelernt, Phillip? Erinnerst du dich daran? Kannst du mir sagen, wann und wo es war, als du Alina zum erstenmal sahst?“

Dorian Hunter Nr. 3 „Der Puppenmacher“
Seite 20, 2. Spalte, 2. Absatz
»Wo hast du Alina kennengelernt, Phillip? Erinnerst du dich daran?«

Vampir-Horror-Roman Nr. 31 (DK 3) „Der Puppenmacher“
Seite 22, 1. Spalte, 3. + 4. Absatz
Hayward starrte ihn sekundenlang an, dann senkte er den Blick und ließ die Schultern hängen.
„Sie haben recht“, sagte er leise. „Phillip war schon immer anders als die anderen. Er fand zu keinem Menschen Kontakt, weil er nicht mit ihnen sprechen konnte. Er sprach immer schon in Rätseln, redete immer nur solch ungereimtes Zeug wie eben. Ich habe ihn von den anderen isoliert und versucht, ihn durch Privatlehrer zu schulen. Aber alles, was ich für ihn tun wollte, scheiterte. Ich bin mit ihm um die ganze Welt gereist, habe Hunderte von Ärzten konsultiert, aber alle konnten sie Phillip nicht helfen.“ Lord Hayward schluchzte plötzlich. Als er zu Dorian aufblickte, schimmerten Tränen in seinen Augen. „Glauben Sie mir nicht, daß ich nur das Beste für Phillip will?“

Dorian Hunter Nr. 3 „Der Puppenmacher“
Seite 21, 1. Spalte, 3. Absatz – Seite 21, 2. Spalte, 1. Absatz
Der Lord starrte ihn sekundenlang an, dann senkte er den Blick und ließ die Schultern hängen. »Sie haben recht«, sagte er leise. »Phillip war schon immer anders als die anderen. Er fand zu keinem Menschen Kontakt, weil er nicht mit ihnen sprechen konnte. Er sprach immer schon in Rätseln, redete ausschließlich solch ungereimtes Zeug wie eben. Ich habe ihn von den anderen isoliert und versucht, ihn durch Privatlehrer unterrichten zu lassen, aber alles, was ich für ihn tun wollte, scheiterte. Ich bin mit ihm um die ganze Welt gereist, habe Hunderte von Ärzten konsultiert, aber keiner von ihnen konnte Phillip helfen.« Lord Hayward schluchzte plötzlich. Als er zu Dorian aufblickte, schimmerten Tränen in seinen Augen. »Glauben Sie mir nicht, dass ich nur das Beste für Phillip will?«

Vampir-Horror-Roman Nr. 31 (DK 3) „Der Puppenmacher“
Seite 22, 1. Spalte, 8. Absatz – Seite 23, 1. Spalte, 4. Absatz
„Nein, ganz bestimmt nicht. Nur möchte ich nicht, daß irgendjemand etwas davon erfährt.“
„Es liegt an Ihnen, für Geheimhaltung zu sorgen. Wo kann ich hier ungestört telefonieren?“
„In meinem Arbeitszimmer.“
Bevor sie den Raum verließen, warf Dorian noch einen Blick auf Phillip. Er lag ausgestreckt in seinem Bett, die goldschimmernden Augen starrten an die Decke. Seine Lippen bewegten sich im stummen Selbstgespräch.
Dorian wählte die Nummer seiner Wohnung. Nach dem dritten Läuten wurde abgehoben, und eine tiefe, rauchig klingende Frauenstimme meldete sich: Coco, die ehemalige Hexe aus Wien, die ihn hätte töten sollen, sich aber in ihn verliebt hatte und aus der Schwarzen Familie ausgestoßen worden war; seitdem lebte er mit ihr zusammen.
„Dorian“, gab er sich zu erkennen. Ohne nähere Erklärungen kam er sofort auf den Grund seines Anrufs zu sprechen. „Ich bin hier in Lord Haywards Villa. Es scheint, daß sich sein Sohn in der Gewalt der Dämonen befindet. Sie suchen ihn Nacht für Nacht heim und richten ihn systematisch zugrunde. Würde es dir etwas ausmachen, die Nacht Wache an Philip Haywards Bett zu halten?“
„Wie ist die Adresse?“ fragte Coco nur.
Dorian lächelte. Er schätzte an Coco, daß sie keines von jenen Mädchen war, die unnötige Fragen stellten. Er sagte ihr, daß Haywards Villa am Ende der Baring Road lag.
Hayward raunte ihm etwas zu, und Dorian fuhr fort: „Lord Hayward möchte aber nicht, daß du sofort ins Haus kommst, sondern daß du dich mit ihm am Golfplatz triffst, der an sein Grundstück grenzt. Er wird dich am Eingang des Starklubs erwarten. Kannst du in einer Stunde dort sein?“
„Wenn es der Straßenverkehr zuläßt, schon.“
„Gut. Dann sagen wir eben in eineinhalb Stunden.“
„Wirst du auch dort sein, Dorian?“
„Nein. Don ist bei mir, und wir wollen noch einiges besprechen.“
„Dann bis morgen also!“
„Ja. Da ist noch etwas, Liebling. Sagt dir der Name Black Sabbath etwas?“
Coco schwieg einige Sekunden, dann meldete sie sich wieder. „Die Bedeutung des Begriffes ist klar, aber ich nehme an, daß du etwas anderes meinst. Vielleicht einen Hexenklub, der so heißt?“
„Das könnte es sein!“ rief Dorian und schnalzte mit dem Finger. „Was weißt du darüber?“
„Als du mich vor einigen Tagen ausschicktest, all jene Klubs genauer unter die Lupe zu nehmen, die sich mit Hexenkult und Schwarzen Messen befassen, war das eine Pleite. In letzter Zeit sind diese Klubs wie Pilze aus dem Boden geschossen, aber die Vorgänge, die sich dort abspielen, haben mit wirklichem Hexenkult nichts zu tun. Es handelt sich meist um Jugendliche, die des Rauschgifts überdrüssig sind und nach anderer Freizeitgestaltung suchen. Manchmal kommt es schon zu Orgien, aber das ist höchstens etwas für Voyeure und fällt nicht in unser Interessengebiet. Bei einem meiner Streifzüge fiel auch der Name Black Sabbath.“
„Und - hast du die Adresse erfahren?“

Dorian Hunter Nr. 3 „Der Puppenmacher“
Seite 22, 1. Spalte, 2. Absatz – Seite 22, 2. Spalte, 2. Absatz
»Nein, ganz bestimmt nicht. Nur möchte ich nicht, dass irgendjemand etwas davon erfährt. Im Arbeitszimmer finden Sie ein Telefon, um ungestört zu sprechen.«
Bevor sie den Raum verließen, warf Dorian noch einen letzten Blick auf Phillip. Er lag ausgestreckt in seinem Bett, die goldfarbenen Augen stauten an die Decke. Seine Lippen bewegten sich in einem stummen Selbstgespräch.
Dorian rief in seiner Wohnung an. Nach dem dritten Läuten hob Coco Zamis ab und meldete sich mit ihrer tiefen, rauchig klingenden Stimme. Seit der Rückkehr nach London wohnte sie bei ihm.
Ohne nähere Erklärungen kam er sofort auf den Grund seines Anrufs zu sprechen und bat Coco, während der nächsten Nacht an Phillips Bett Wache zu halten. Sie stellte keine unnötigen Fragen und war sofort einverstanden.
Hayward raunte ihm etwas zu, und Dorian fuhr fort: »Lord Hayward möchte nicht, dass du sofort ins Haus kommst, sondern dass du dich mit ihm am Golfplatz triffst, der an sein Grundstück grenzt. Er wird dich am Eingang des Starklubs erwarten. Kannst du in anderthalb Stunden dort sein?«
»Wirst du ebenfalls da sein?«
»Nein. Don ist bei mir, und wir wollen noch einiges besprechen. Da fällt mir ein: Sagt dir der Name Black Sabbath etwas?«
»Konkret nicht. Vielleicht eine Art Hexenklub. Als ich vor einigen Tagen all jene Vereinigungen genauer unter die Lupe genommen habe, die sich mit Hexenkult und Schwarzen Messen befassen, war das eine Pleite. In letzter Zeit sind diese Klubs wie Pilze aus dem Boden geschossen, aber die Vorgänge, die sich dort abspielen, haben mit wirklichem Hexenkult nichts zu tun. Es handelt sich meist um Jugendliche, die auf der Suche nach dem nächsten Tabubruch sind. Manchmal kommt es auch zu Orgien, aber das ist höchstens etwas für Voyeure und fällt nicht in unser Interessengebiet. Bei einem meiner Streifzüge fiel jedoch auch der Name Black Sabbath.«
»Hast du die Adresse erfahren?«



Das war der erste Teil des Vergleiches

                                    Talis ist offline Email an Talis senden Beiträge von Talis suchen Nehmen Sie Talis in Ihre Freundesliste auf                               Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden IP Information
111214
Talis Talis ist männlich
Foren Gott




Dabei seit: 30.07.2016
Beiträge: 2340

26.10.2018 21:46
Veränderungen in Dorian Hunter Nr. 3 "Der Puppenmacher" - 2. Teil
Antwort auf diesen Beitrag erstellen  Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen      IP InformationZum Anfang der Seite springen

Veränderungen in Dorian Hunter Nr. 3 - 2. Teil


Vampir-Horror-Roman Nr. 31 (DK 3) „Der Puppenmacher“
Seite 23, 2. Spalte, 9. Absatz
„Sie kann die Dämonen zumindest in Schach halten“, antwortete Dorian. „Deswegen können Sie beruhigt sein. Machen Sie sich keine Gedanken. Morgen werden wir dann mehr wissen.“

Dorian Hunter Nr. 3 „Der Puppenmacher“
Seite 22, 2. Spalte, 6. Absatz
»Sie kann die Dämonen zumindest in Schach halten. Morgen werden wir dann mehr wissen.«

Vampir-Horror-Roman Nr. 31 (DK 3) „Der Puppenmacher“
Seite 24, 1. Spalte, 7. Absatz
Der Alte im Dufflecoat mit dem weißen, zurückfliehenden Haar war Coco unheimlich. Sie hatte zwar einen Großteil ihrer magischen Fähigkeiten eingebüßt, nachdem sie aus dem Schwarzen Kreis ausgestoßen worden war, aber sie besaß noch ein wenig die Gabe, das Dämonische intuitiv aufzuspüren und in Bann zu schlagen. Und von Lord Hayward ging etwas Dämonisches aus. Coco konnte es nicht klar fassen, aber sie war überzeugt, daß Haywards Schicksal unlösbar mit den Mächten der Finsternis verstrickt war. Dennoch folgte sie ihm durch das kleine Tor in der Steinmauer, zu dem er einen Schlüssel besaß.

Dorian Hunter Nr. 3 „Der Puppenmacher“
Seite 23, 2. Spalte, 5. Absatz
Der Alte im Dufflecoat mit dem weißen, fliehenden Haar war Coco unheimlich. Sie hatte zwar einen Großteil ihrer magischen Fähigkeiten eingebüßt, nachdem sie aus dem Schwarzen Kreis ausgestoßen worden war, aber sie besaß nach wie vor die Gabe, das Dämonische intuitiv zu spüren. Deshalb nahm sie deutlich wahr, dass von Lord Hayward etwas Dämonisches ausging. Coco konnte es nicht klar fassen, aber sie war überzeugt, dass Haywards Schicksal unlösbar mit den Mächten der Finsternis verstrickt war. Dennoch folgte sie ihm durch das kleine Tor in der Steinmauer, das er aufgeschlossen hatte.

Vampir-Horror-Roman Nr. 31 (DK 3) „Der Puppenmacher“
Seite 24, 2. Spalte, 11. Absatz – Seite 25, 1. Spalte, 1. Absatz
Coco erschauerte. Obwohl sie selbst bekehrt war und nicht mehr zu dem Kreis der Mächte der Finsternis gehörte, bereitete es ihr Unbehagen, wenn jemand den Namen Gottes aussprach. Sie wußte, daß es eine Sache der Gewöhnung war. Da der Name Gottes so fließend über Lord Haywards Lippen kam, konnte er selbst unmöglich dem Schwarzen Kreis angehören.

Dorian Hunter Nr. 3 „Der Puppenmacher“
Seite 24, 1. Spalte, 7. Absatz – Seite 24, 2. Spalte, 1. Absatz
Coco erschauerte. Obwohl sie selbst bekehrt war und nicht mehr zu dem Kreis der Mächte der Finsternis gehörte, bereitete es ihr Unbehagen, wenn jemand den Namen Gottes aussprach. Sie wusste, dass es eine Sache der Gewöhnung war. Da der Name Gottes so fließend über Lord Haywards Lippen kam, konnte er selbst unmöglich der Schwarzen Familie angehören.

Vampir-Horror-Roman Nr. 31 (DK 3) „Der Puppenmacher“
Seite 25, 1. Spalte, 7. Absatz
„Versündige dich nicht in meiner Gegenwart!“ kam die gellende Stimme der Frau.

Dorian Hunter Nr. 3 „Der Puppenmacher“
Seite 24, 2. Spalte, 6. Absatz
»Versündige dich nicht in meiner Gegenwart!«, antwortete die Frauenstimme scharf.

Vampir-Horror-Roman Nr. 31 (DK 3) „Der Puppenmacher“
Seite 25, 2. Spalte, 5. Absatz – Seite 26, 1. Spalte, 2. Absatz
Coco betrachtete Phillip eingehender. Sie sah einen jungen Mann, in ihrem Alter, der vom Tode gezeichnet war; aber sie entdeckte auch, daß er einen ungewöhnlich grazilen Körper hatte, wie ein Mädchen; und unter seinem Nachthemd zeichneten sich kleine, feste Brüste ab.
War Phillip ein Junge oder ein Mädchen? Oder keines von beidem? War er ein Hermaphrodit? Ein Geschöpf - nicht Mensch, nicht Dämon -, ein Wesen, das eine Mischung aus beidem war? Nicht Mann, nicht Frau, sondern zweigeschlechtlich oder geschlechtslos? Er hatte das Engelsgesicht, die weiblichen Geschlechtsmerkmale, die feinen Hände - und er besaß die Übersensibilität, die ihn gegen alle Einflüsse von außen empfindlich machte und für alles zugleich empfänglich.
Coco wußte aus den Erzählungen ihrer Familie, daß alle hundert Jahre ein. Wesen geboren wurde, das jenseits von Tag und Nacht, abseits von Gut und Böse stand. Es war kein Mensch und kein Dämon, sondern fast göttlich zu nennen. Die Dämonen fürchteten diese Hermaphroditen. Schon dreimal waren solche Astralgeschöpfe geboren worden, aber sie konnten bald nach der Geburt von den Dämonen getötet werden. Es hieß, daß mit der Geburt eines Hermaphroditen die Dämmerung für die Dämonen begann. Niemand, vielleicht nicht einmal der Fürst der Finsternis, wußte, welche Fähigkeiten ein Hermaphrodit besaß und welche Bedrohung für die Mächte der Finsternis von ihm ausging und deshalb fürchteten die Dämonen diese Zwitterwesen.

Dorian Hunter Nr. 3 „Der Puppenmacher“
Seite 25, 1. Spalte, 2. Absatz – Seite 25, 2. Spalte, 2. Absatz
Coco betrachtete Phillip eingehender. Sie sah einen jungen Mann in ihrem Alter, der vom Tode gezeichnet war, aber sie bemerkte auch; dass er einen ungewöhnlich grazilen Körper besaß, und unter seinem Nachthemd zeichneten sich kleine, feste Brüste ab. War Phillip ein Junge oder ein Mädchen? Oder keines von beidem? War er ein Hermaphrodit? Ein Geschöpf, nicht Mensch, nicht Dämon, ein Wesen, das eine Mischung aus beidem war? Nicht Mann, nicht Frau, sondern zweigeschlechtlich oder geschlechtslos? Er hatte das Engelsgesicht, die weiblichen Geschlechtsmerkmale, die feinen Hände — und er besaß die Übersensibilität, die ihn gegen alle Einflüsse von außen empfindlich machte und für alles zugleich empfänglich.
Coco wusste aus den Erzählungen ihrer Familie, dass alle hundert Jahre ein Wesen geboren wurde, das jenseits von Tag und Nacht, abseits von Gut und Böse stand. Es war kein Mensch und kein Dämon, sondern fast göttlich zu nennen. Die Dämonen fürchteten diese Hermaphroditen. Schon dreimal waren solche Astralgeschöpfe geboren worden, aber sie konnten bald nach der Geburt von den Dämonen getötet werden. Es hieß, dass mit der Geburt eines Hermaphroditen die Dämmerung für die Dämonen begann. Niemand, vielleicht nicht einmal der Fürst der Finsternis, wusste, welche Fähigkeiten ein Hermaphrodit genau besaß und welche Bedrohung für die Mächte der Finsternis von ihm ausging, und deshalb fürchteten die Dämonen diese Zwitterwesen.

Vampir-Horror-Roman Nr. 31 (DK 3) „Der Puppenmacher“
Seite 26, 1. Spalte, 3. Absatz – Seite 26, 2. Spalte, 2. Absatz
Coco war überzeugt, in Phillip Hayward einen Hermaphroditen vor sich zu haben. Diese Erkenntnis traf sie wie ein Blitzschlag. Plötzlich war alles für sie klar. Die Dämonen würden alles daransetzen, um Phillip aus dem Weg zu räumen.
Ihr erster Gedanke war, Dorian anzurufen und ihn zu veranlassen, Phillip von hier fortzubringen. In Dorians Haus, das mit seinen vielen magischen Gegenständen ein Bollwerk gegen die Dämonen war, wäre Phillip viel sicherer gewesen. Hier jedoch war nur sie mit ihren bescheidenen Mitteln; sie konnte nicht sicher sein, daß es ihr wirklich gelingen würde, Phillip gegen die Mächte der Finsternis zu schützen.
Sie wollte schon nach dem Telefonhörer greifen, überlegte es sich dann aber anders. Sie mußte sich mit den Dämonen messen, um ihnen ihre eigenen Fähigkeiten zu demonstrieren.
Vielleicht konnte sie sie dadurch einschüchtern.
Sie mußte diese eine Nacht durchstehen und durfte Dorian erst am nächsten Tag informieren.

Dorian Hunter Nr. 3 „Der Puppenmacher“
Seite 25, 2. Spalte, 3. Absatz
Coco war überzeugt, in Phillip Hayward einen Hermaphroditen vor sich zu haben. Plötzlich war alles für sie klar. Die Dämonen würden alles daransetzen, um Phillip aus dem Weg zu räumen. Ihr erster Gedanke war, Dorian anzurufen und ihn zu veranlassen, Phillip von hier fortzubringen. Im Haus des Dämonenkillers, das mit seinen vielen magischen Gegenständen ein Bollwerk gegen die Dämonen bildete, wäre Phillip viel sicherer. Sie wollte schon nach dem Telefonhörer greifen, überlegte es sich dann aber anders. Die Dämonen würden nicht zulassen, dass man Phillip von hier entfernte. Sie musste wenigstens diese eine Nacht durchstehen. Tagsüber mochte es möglich sein, den Hermaphroditen in Sicherheit zu bringen.

Vampir-Horror-Roman Nr. 31 (DK 3) „Der Puppenmacher“
Seite 26, 2. Spalte, 7. Absatz – Seite 27, 1. Spalte, 4. Absatz
Coco schleuderte ihnen das silberne Kreuz entgegen, und über ihre Lippen sprudelten die Namen aller Heiligen, die ihr in den Sinn kamen. Doch damit richtete sie bei den Kobolden nichts mehr aus. Sie hatten sich an Phillips Körper schon zu sehr festgesaugt, um durch Bannsprüche verjagt werden zu können.
Coco resignierte erschöpft. Es hatte sie viel Überwindung und Kraft gekostet, die Heiligen anzurufen. Nun gab es nur noch eine Möglichkeit, Phillip wenigstens vorübergehend zu schützen.
Sie ergriff eine schwere Bronzefigur, die auf einer Anrichte stand und schlug damit gegen die Wand, bis der Verputz abbröckelte. Dann ergriff sie einen der größeren Brocken und begann, um das Bett einen magischen Kreis zu ziehen. Sie malte die magischen Schriftzeichen aus der Kabbala auf den Boden und zeichnete alle jene Formeln daneben, über die Dämonen stolperten oder in denen sie sich fingen.
Als sie endlich fertig war, atmete sie schwer. Sie war selbst noch zu sehr der schwarzen Magie verfallen, als daß die magischen Abschreckungsmittel sie völlig kalt gelassen hätten; aber sie hatte sich überwunden. Kraftlos ließ sie sich auf den Bettrand sinken.

Dorian Hunter Nr. 3 „Der Puppenmacher“
Seite 26, 2. Spalte, 2. Absatz
Coco schleuderte ihnen das silberne Kreuz entgegen, und über ihre Lippen sprudelten die Namen aller Heiligen, die ihr in den Sinn kamen. Doch damit richtete sie bei den Kobolden nichts aus. Die ehemalige Hexe resignierte erschöpft. Es hatte sie viel Überwindung und Kraft gekostet, die Heiligen anzurufen. Nun gab es nur noch eine Möglichkeit, Phillip wenigstens vorübergehend zu schützen. Sie ergriff eine schwere Bronzefigur, die auf einer Anrichte stand, und schlug damit gegen die Wand, bis der Verputz abbröckelte. Dann ergriff sie einen der größeren Brocken und begann, um das Bett einen magischen Kreis zu ziehen. Sie malte die magischen Schriftzeichen aus der Kabbala auf den Boden und zeichnete alle jene Formeln daneben, über die Dämonen stolperten oder in denen sie sich fingen. Als sie endlich fertig war, atmete sie schwer. Sie war selbst noch zu sehr der schwarzen Magie verfallen, als dass die magischen Abschreckungsmittel keinerlei Wirkung auf sie mehr gehabt hätten. Trotzdem hatte sie sich überwunden, aber es hatte sie viel Kraft gekostet. Erschöpft ließ sie sich auf den Bettrand sinken.

Vampir-Horror-Roman Nr. 31 (DK 3) „Der Puppenmacher“
Seite 27, 1. Spalte, 5. Absatz – Seite 28, 1. Spalte, 1. Absatz
Sein Atem kam zwar schwach, aber regelmäßig. Seine feingliedrigen Hände schlugen nicht mehr in wilder Panik um sich, sondern streichelten liebevoll seinen Körper.
Die Hände des Hermaphroditen führen ein eigenes Leben, durchzuckte es Coco.
Noch während sie den verführerischen Tanz der schlanken Finger beobachtete, kam Bewegung in Phillips Körper. Er richtete sich auf, öffnete die golden schimmernden Augen und starrte ins Leere - durch Zeiten und Räume hindurch. Seine Rechte kam in die Höhe und deutete aufs Fenster.
„Alina!“ kam es krächzend über seine rotglühenden Lippen.
Coco begriff nicht sofort.
„Es ist alles wieder in Ordnung, Phillip“, sagte sie beruhigen und versuchte ihn auf das Kissen zurückzudrücken. „Die Dämonen können den magischen Kreis nicht überwinden - noch nicht.“
Doch da sah sie, wie eine der magischen Formeln wie von Zauberhand ausgelöscht wurde. Schnell ergriff sie den Mauerbrocken und zeichnete eine neue Formel auf die freie Stelle im Kreis. Die Antwort war ein wütendes Schimpfen, das aus den düsteren Winkeln und anderen Unterschlupfen der Quälgeister kam.
„Versuche zu schlafen!“ sagte Coco und drückte Phillip wieder aufs Bett. Aber er stemmte sich gegen sie und rief voller Verzweiflung wieder den gleichen Namen: „Alina!“ Und nochmals: „Alina!“ Dabei wies seine zitternde Hand aufs Fenster.
Jetzt erst erkannte Coco, daß er ihr ein Zeichen geben wollte. Sie versuchte nicht, Phillip zu befragen, denn aus der Überlieferung wußte sie, daß Hermaphroditen nicht in der Lage waren, klare Antworten zu geben. Das hatten schon die alten Griechen gewußt und für die Hermaphroditen den Begriff Orakel geprägt.
Coco erhob sich und ging zum Fenster. Aber als sie durch die Scheibe blickte, konnte sie nichts Außergewöhnliches entdecken.
„Alina! Komm, komm! Laß Alina herein!“ forderte Phillip verzweifelt.
Coco blickte zu ihm hin. Er wand sich wie unter Schmerzen; aber diesmal waren es nicht die Dämonen, die ihn quälten, sondern sein Schmerz war ein ganz anderer.
Zögernd öffnete Coco das innere Fenster. Als sie wieder zu Phillip blickte, wirkte er schon gelöster. Sie hatte ihn also richtig verstanden. Er wollte, daß sie das Fenster öffnete.
Ohne länger zu überlegen, öffnete sie auch einen der beiden äußeren Fensterflügel. Ein kühler Luftzug schlug, ihr entgegen; und mit der kühlen Brise kam ein winziges Geschöpf ins Zimmer. Es sprang vom Fensterbrett, rannte quer durchs Zimmer und verschwand unter Phillips Bettdecke.
Als Coco mit drei langen Sätzen sein Bett erreichte, traute sie ihren Augen nicht. Phillip schien in tiefem Schlaf dazuliegen; sein Gesichtsausdruck war entspannt, um seine vollen Lippen spielte ein seliges Lächeln. Und seine Hände hielten liebevoll eine fußgroße Puppe. Aber es war keine gewöhnliche Puppe, kein Spielzeug aus Plastik und Stoff, sondern ein lebendes Wesen; ein Mädchen mit blondem Haar und Augen, die wie Diamanten funkelten, wohlproportioniert und mit einem wunderschönen Gesicht - nur eben dreißig Zentimeter groß.

Dorian Hunter Nr. 3 „Der Puppenmacher“
Seite 29, 1. Spalte, 2. Absatz – Seite 29, 2. Spalte, 3. Absatz
Sein Atem ging zwar schwach, aber regelmäßig. Seine feingliedrigen Hände schlugen nicht mehr in wilder Panik um sich, sondern streichelten liebevoll seinen Körper. Die Hände des Hermaphroditen führen ein eigenes Leben, durchzuckte es Coco. Noch während sie den verführerischen Tanz der schlanken Finger beobachtete, kam Bewegung in Phillips Körper. Er richtete sich auf, öffnete die golden schimmernden Augen und starrte ins Leere. Seine Rechte kam in die Höhe und deutete aufs Fenster.
»Alina!«, kam es krächzend über seine Lippen.
Coco begriff nicht sofort. »Es ist alles wieder in Ordnung, Phillip«, sagte sie beruhigend und versuchte, ihn auf das Kissen zurückzudrücken. »Die Dämonen können den magischen Kreis nicht überwinden — noch nicht jedenfalls.«
Im gleichen Moment jedoch sah sie, wie eine der magischen Formeln wie von Zauberhand ausgelöscht wurde. Schnell ergriff sie den Mauerbrocken und zeichnete eine neue Formel auf die freie Stelle im Kreis. Die Antwort war ein wütendes Schimpfen, das aus den düsteren Winkeln und anderen Unterschlupfen der Quälgeister kam.
»Versuche zu schlafen!«, sagte Coco und drückte Phillip wieder aufs Bett.
Dieser jedoch stemmte sich gegen sie und rief voller Verzweiflung wieder den gleichen Namen: »Alina! « Und nochmals: »Alina!« Dabei wies seine zitternde Hand aufs Fenster.
Jetzt erst erkannte Coco, dass er ihr ein Zeichen geben wollte. Sie versuchte nicht, Phillip zu befragen, denn aus der Überlieferung wusste sie, dass Hermaphroditen nicht in der Lage waren, klare Antworten zu geben. Das hatten schon die alten Griechen gewusst und für die Hermaphroditen den Begriff Orakel geprägt. Die ehemalige Hexe erhob sich und ging zum Fenster. Als sie durch die Scheibe blickte, konnte sie jedoch nichts Außergewöhnliches entdecken.
»Alina! Komm, komm! Lass Alina herein!«, forderte Phillip verzweifelt.
Coco blickte zu ihm hin. Er wand sich wie unter Schmerzen, aber diesmal waren es nicht die Dämonen, die ihn quälten. Zögernd öffnete die ehemalige Hexe das innere Fenster. Als sie wieder zu Phillip blickte, wirkte er schon gelöster. Sie hatte ihn also richtig verstanden. Ohne länger zu überlegen, öffnete sie auch einen der beiden äußeren Fensterflügel. Ein kühler Luftzug schlug ihr entgegen, und mit der Brise kam ein winziges Geschöpf ins Zimmer. Es sprang vom Fensterbrett, rannte quer durchs Zimmer und verschwand unter Phillips Bettdecke. Als Coco mit drei langen Sätzen sein Bett erreichte, traute sie ihren Augen nicht. Phillip schien in tiefem Schlaf dazuliegen; sein Gesichtsausdruck war entspannt, um seine vollen Lippen spielte ein seliges Lächeln. Und seine Hände hielten liebevoll eine fußgroße Puppe. Aber es war keine gewöhnliche Puppe, kein Spielzeug aus Plastik und Stoff, sondern ein lebendes Wesen; ein Mädchen mit blondem Haar und Augen, die wie Diamanten funkelten, wohlproportioniert und mit einem wunderschönen Gesicht — nur eben höchstens dreißig Zentimeter groß.

Vampir-Horror-Roman Nr. 31 (DK 3) „Der Puppenmacher“
Seite 28, 1. Spalte, 7. Absatz – Seite 28, 2. Spalte, 10. Absatz
Coco schwindelte. Sie spürte, wie eine bleierne Müdigkeit sie überkam. Das. Zimmer drehte sich um sie, und dann hörte sie das Krachen, als ihr Körper auf dem Boden aufschlug. Schmerz verspürte sie keinen. Ihr letzter Gedanke, bevor sie das Bewußtsein verlor, war: die Zähne der Puppen sind vergiftet!
Es war nicht viel später, als sich die Tür öffnete und der Puppenmacher hereintrat. Er blickte sich um und nickte zufrieden.
„Brav, meine Puppen! Sehr brav!“
Er ging zu Coco und lud sie sich auf die Arme. Die sechs Puppen scharten sich wie gut gedrillte Zinnsoldaten um seine Beine. Nur die siebte Puppe, die in Phillips Händen Schutz gesucht hatte, rührte sich nicht.
„Willst du schon wieder unfolgsam sein, meine widerspenstige Puppe?“ fragte der Puppenmacher mit sanftem Tadel in der Stimme.
Die Alina-Puppe erschauerte.
Der Puppenmacher starrte sie mit stechenden Augen an. Die Puppe reckte sich, Phillips Finger verstärkten den Druck; aber sie wand sich aus seinem Griff. Sie ging mit hölzernen Schritten zum Bettrand und sprang hinunter. Während sie sich zu den anderen Puppen gesellte, bäumte sich Phillip in seinem Bett auf.
„Alina!“
Der Puppenmacher lachte spöttisch.
„Alina gehört mir“, schleuderte er Phillip entgegen. „Aber eines Tages werde ich sie an dich zurückgeben - nur wird sie dann entweiht, geschändet und seelenlos sein. Ich werde sie dir ins Jenseits nachschicken - Hermaphrodit!“
Mit Coco in den Armen verließ der Puppenmacher, teuflisch lachend, Phillips Zimmer. Zurückblieb ein völlig gebrochenes Wesen, das keinen Platz in dieser Welt hatte - und dem man eben das einzige genommen hatte, das ihm etwas bedeutete: Alina.

Dorian Hunter Nr. 3 „Der Puppenmacher“
Seite 30, 1. Spalte, 2. Absatz – Seite 30, 2. Spalte, 5. Absatz
Coco schwindelte. Sie spürte, wie eine bleierne Müdigkeit sie überkam. Das Zimmer drehte sich um sie, sie stürzte zu Boden. Schmerz verspürte sie keinen. Kurz bevor sie ohnmächtig wurde, begriff sie noch, dass die Zähne der Puppen vergiftet waren.

+ + +

Nur wenige Minuten, nachdem Coco das Bewusstsein verloren hatte, wurde die Tür geöffnet, und der Puppenmacher trat ins Zimmer. Er blickte sich um und nickte zufrieden. »Brav, meine Puppen! Sehr brav!«, sagte er, ging zu Coco und lud sie sich auf die Arme. Die sechs Puppen scharten sich wie gut gedrillte Zinnsoldaten um seine Beine. Nur die siebte Puppe, die in Phillips Händen Schutz gesucht hatte, rührte sich nicht.
»Willst du schon wieder ungehorsam sein?«, fragte der Puppenmacher mit sanftem Tadel in der Stimme.
Die Alina-Puppe erschauerte. Er starrte sie mit stechenden Augen an. Die Puppe reckte sich. Phillips Finger verstärkten den Druck, aber sie wand sich aus seinem Griff. Mit hölzernen Schritten ging sie zum Bettrand und sprang hinunter. Während sie sich zu den anderen Puppen gesellte, bäumte sich Phillip in seinem Bett auf.
»Alina!«
Der Puppenmacher lachte spöttisch. »Alina gehört mir«, schleuderte er Phillip entgegen. »Aber eines Tages werde ich sie an dich zurückgeben —nur wird sie dann entweiht, geschändet und seelenlos sein. Ich werde sie dir ins Jenseits nachschicken, Hermaphrodit!«
Teuflisch lachend verließ der Puppenmacher mit Coco auf den Armen Phillips Zimmer. Zurück blieb ein völlig gebrochenes Wesen, das keinen Platz in dieser Welt hatte — und dem man eben das Einzige genommen hatte, das ihm etwas bedeutete: Alina.

Vampir-Horror-Roman Nr. 31 (DK 3) „Der Puppenmacher“
Seite 28, 2. Spalte, 11. Absatz – Seite 29, 2. Spalte, 1. Absatz
Dorian Hunter war an einen Pranger gebunden. Man zwang ihn, als Zeuge an einer Auspeitschung teilzunehmen. Der Delinquent war ein Wesen - halb Mann, halb Frau - mit überdimensionalen Brüsten. Es wurde von einem Alten ausgepeitscht, der Schlitzaugen und schlohweißes Haar hatte, das ihm in Büscheln nach allen Seiten vom Kopf abstand.
Plötzlich schrillte eine Glocke. Das Bild verblaßte, und Dorian fand sich in dem ledernen Fauteuil in seiner Bibliothek wieder. Die Leselampe brannte noch. Auf dem Tisch lag ein aufgeschlagenes Buch.
Dorian erinnerte sich wieder, daß er letzte Nacht noch schnell etwas hatte nachschlagen wollen, das mit Phillip Hayward in Zusammenhang stand. Er hatte bestimmte Vermutungen. Offensichtlich mußte er über seiner Lektüre eingeschlafen sein.
Wieder schrillte eine Glocke. Es war an der Eingangstür.
Dorian fuhr sich automatisch durch das Haar und band seinen Morgenmantel zu. Beim dritten Läuten war er hellwach. Ein Blick zu der Wanduhr, die inmitten von Marterinstrumenten, Urkunden aus der Zeit der Hexenverbrennungen und anderen schaurigen mittelalterlichen Reliquien an der Wand hing, zeigte ihm, daß es sechs Uhr morgens war.
Wer mochte ihn zu so früher Stunde schon besuchen? Don! Es konnte nur Donald Chapman sein, der mit seinen Nachforschungen Erfolg gehabt hatte.
„Ich komme schon!“ rief Dorian mürrisch, als die Türglocke erneut schrillte.
Er schlurfte durch den Korridor, gähnte und öffnete.
Draußen war es noch finster, Nebel hüllte das Haus ein. Die Sichtweite betrug keine zehn Meter.
Es stand niemand vor der Tür. Als Dorian jedoch zu Boden blickte, lag dort ein Paket, Es war ein würfelförmiger, brauner Karton mit, einer Seitenlänge von etwas mehr als einem Fuß. Dorian hob ihn vorsichtig auf und betrachtete ihn von allen Seiten. Der Karton war verhältnismäßig leicht und wies eine recht eigenwillige Verschnürung auf: Die mit schwarzer Farbe getränkte Schnur war kein einziges Mal überkreuzt, sondern nur über die Ecken gebunden worden; quer über die Flächen gewickelte Schnüre hielten die Eckverbindungen zusammen; darüber hinaus war die Schnur in Abständen von drei Zentimetern geknotet.
Dorian schüttelte den Karton und legte sogar das Ohr daran, aber kein Geräusch wies auf den Inhalt hin; dabei hätte es ihn nicht einmal verwundert, das Ticken einer Zeitbombe zu hören.

Dorian Hunter Nr. 3 „Der Puppenmacher“
Seite 30, 2. Spalte, 6. Absatz – Seite 31, 2. Spalte, 1. Absatz
An einen Pranger gebunden war Dorian Hunter gezwungen, einer Auspeitschung als Zeuge beizuwohnen. Der Delinquent war halb Mann, halb Frau, ausgestattet mit überdimensionalen Brüsten. Es wurde von einem Alten ausgepeitscht, der Schlitzaugen und schlohweißes Haar hatte, das ihm in Büscheln nach allen Seiten vom Kopf abstand.
Plötzlich schrillte irgendwo eine Glocke. Das Bild verblasste, und Dorian fand sich in dem ledernen Fauteuil in seiner Bibliothek wieder. Die Leselampe brannte noch. Auf dem Tisch lag ein aufgeschlagenes Buch. Dorian erinnerte sich wieder, dass er letzte Nacht etwas hatte nachschlagen wollen, das mit Phillip Hayward in Zusammenhang stand. Offensichtlich war er über seiner Lektüre eingeschlafen.
Erneut schrillte die Haustürglocke. Der Dämonenkiller fuhr sich mit der Hand durch das Haar und band seinen Morgenmantel zu. Beim dritten Läuten war er hellwach. Ein Blick zu der Wanduhr, die inmitten von Folterinstrumenten, Urkunden aus der Zeit der Hexenverbrennungen und anderen schaurigen mittelalterlichen Reliquien an der Wand hing, zeigte ihm, dass es sechs Uhr morgens war. Wer mochte ihn zu so früher Stunde schon besuchen? Eigentlich konnte es nur Donald Chapman sein, der mit seinen Nachforschungen Erfolg gehabt hatte.
Gähnend schlurfte Dorian durch den Korridor und öffnete die Tür. Draußen war es noch finster, Nebel hüllte das Haus ein. Die Sichtweite betrug keine zehn Meter.
Vor der Tür stand niemand, doch als Dorian zu Boden blickte, entdeckte er ein Paket, das jemand dort abgelegt hatte. Es handelte sich um einen würfelförmigen, braunen Karton mit einer Seitenlänge von etwas mehr als einem Fuß. Dorian hob ihn vorsichtig auf und betrachtete ihn von allen Seiten. Der Karton war verhältnismäßig leicht und wies eine recht eigenartige Verschnürung auf. Das mit schwarzer Farbe getränkte Band war kein einziges Mal überkreuzt, sondern nur über die Ecken gebunden worden; quer über die Flächen gewickelte Schnüre hielten die Eckverbindungen zusammen; darüber hinaus war das Band in Abständen von drei Zentimetern immer wieder verknotet. Dorian schüttelte den Karton und horchte sogar daran, aber kein Geräusch wies auf den Inhalt hin, dabei hätte es ihn nicht einmal verwundert, das Ticken einer Zeitbombe zu hören.

Vampir-Horror-Roman Nr. 31 (DK 3) „Der Puppenmacher“
Seite 29, 2. Spalte, 5. + 6. Absatz
Der Nebel hatte sich etwas gelichtet, und er sah die Gestalt eines Mannes in abgerissenen Kleidern vor sich. Er konnte sogar Einzelheiten in dem Gesicht erkennen - eingefallene Backen, tief in den. Höhlen liegende Augen, eine scharf hervorspringende Nase.
Im nächsten Augenblick war die Erscheinung wieder verschwunden. Dorian sah ein, daß bei dem dichten Nebel eine Verfolgung keinen Sinn hatte, noch dazu im Morgenmantel und in Pantoffeln. Er warf die Eingangstür zu und kehrte in die Bibliothek zurück, die durch die mittelalterlichen Reliquien einen musealen Charakter bekam. Lilian, Dorians Frau, die in der O'Hara-Stiftung auf Heilung, ihrer Psychosen wartete, hatte die Bibliothek immer nur Gruselkabinett genannt.

Dorian Hunter Nr. 3 „Der Puppenmacher“
Seite 31, 2. Spalte, 3. Absatz
Dorian fuhr hoch. Der Dunst hatte sich etwas gelichtet, und er sah die Gestalt eines Mannes in abgerissenen Kleidern vor sich. Er konnte sogar Einzelheiten in seinem Gesicht erkennen: die eingefallenen Wangen, tief in den Höhlen liegende Augen, eine scharf hervorspringende Nase. Im nächsten Augenblick war die Erscheinung jedoch wieder verschwunden. Dorian sah ein, dass bei dem dichten Nebel eine Verfolgung keinen Sinn hatte, noch dazu im Morgenmantel und in Pantoffeln. Er warf die Eingangstür zu und kehrte in die Bibliothek zurück, die durch die mittelalterlichen Reliquien an ein Museum erinnerte. Lilian hatte die Bibliothek immer nur als Gruselkabinett bezeichnet.

Vampir-Horror-Roman Nr. 31 (DK 3) „Der Puppenmacher“
Seite 30, 1. Spalte, 2. – 4. Absatz
Dorian schrie erschrocken auf und hob abwehrend die Hand hoch, als ihn etwas aus der Schachtel ansprang. Das Ding prallte gegen seinen Unterarm und verbiß sich im Stoff seines Morgenmantels. Jetzt erst erkannte Dorian, daß es sich um eine menschenähnliche Puppe handelte; eine Puppe in einem Flitterkleid. Sie lebte. Sie blitzte ihn aus funkelnden Augen an, fletschte ihr schwarzes Gebiß und wollte noch einmal zubeißen.
Dorian schleuderte die Puppe von sich. Sie flog quer durch den Raum, prallte gegen die Wand und fiel zu Boden.
Ohne sich der Geschehnisse recht bewußt zu werden, ging er zu der Stelle, wo die fußgroße Puppe reglos und mit verrenkten Gliedern lag. Er stieß sie vorsichtig mit dem Zeigefinger an und drehte sie auf den Rücken.

Dorian Hunter Nr. 3 „Der Puppenmacher“
Seite 31, 2. Spalte, 5. Absatz – Seite 32, 1. Spalte, 1. Absatz
Dann aber schrie er entsetzt auf und hob abwehrend die Hand hoch. Etwas sprang ihn direkt aus der Schachtel an. Das Ding prallte gegen seinen Unterarm und verbiss sich im Stoff seines Morgenmantels. Jetzt erst erkannte Dorian, dass es sich um eine menschenähnliche Puppe handelte, eine Puppe in einem Flitterkleid. Sie lebte.
Aus funkelnden Augen blitzte sie ihn an, fletschte ihr schwarzes Gebiss und wollte noch einmal zubeißen. Dorian schleuderte die Puppe von sich. Sie flog quer durch den Raum, prallte gegen die Wand und fiel zu Boden. Als Dorian sich ihm wieder näherte, regte sie sich nicht mehr. Er stieß die Puppe vorsichtig mit dem Zeigefinger an und drehte sie auf den Rücken.

Vampir-Horror-Roman Nr. 31 (DK 3) „Der Puppenmacher“
Seite 30, 1. Spalte, 6. Absatz – Seite 31, 1. Spalte, 4. Absatz
„Coco als Puppe in einer Schachtel verpackt. Kommen Sie schnell, Don! Ich habe Coco getötet!“
Diese Worte begleiteten ihn, während der ganzen Fahrt in die Wellington Road. Auch jetzt, während er an Dorians Haustür klingelte, hallten sie in seinem Geist nach.
Dorian öffnete mit einem urdeutbaren Grinsen.
„Ich bin sofort nach Ihrem Anruf in den Wagen gesprungen, Dorian”, sagte Chapman als er in den Flur trat.
Er verschwieg, daß er seiner Gefährtin für diese Nacht noch einen Klaps aufs nackte Hinterteil gegeben und sich einen doppelten Whisky genehmigt hatte sozusagen, als Heilmittel gegen den Schock, den ihm Dorians Anruf verursacht hatte.
„Was ist denn nun eigentlich passiert?“ erkundigte sich Chapman, während er zielstrebig auf die Bibliothek zusteuerte.
„Tut mir leid, Don“, sagte Dorian bedauernd, „aber es war Fehlalarm.“
„Was?“ Chapman wirbelte herum. „Da scheuchen Sie mich aus dem Bett, um mir dann zu gestehen. daß Sie alles nur geträumt haben?“
„Ganz so ist es nicht“, beschwichtigte ihn Dorian. „Es war schon alles so, wie ich es Ihnen geschildert habe. Nur irrte ich mich, als ich meinte, bei der Puppe handle es sich um Coco.“
Chapman blickte ihn streng an.
„Hauchen Sie mich an, Dorian!“
Dorian winkte ab. „Ich habe nichts getrunken. Aber jetzt könnte ich einen Schluck brauchen. Legen Sie ab. dann werde ich Ihnen alles der Reihe nach erzählen.“
Während Dorian zur Bar ging und zwei Drinks mixte, schilderte er, was passiert war.
Er endete: „Die Puppe sah Coco tatsächlich sehr ähnlich. Als ich merkte. daß ich sie getötet hatte, rief ich Sie in meiner ersten Panik an. Dann erst untersuchte ich die Puppe genauer und stellte an verschiedenen Kleinigkeiten fest, daß es sich nicht um Coco handeln konnte. Die Ähnlichkeit war verblüffend, aber nicht vollkommen. Es muß ein anderes Mädchen gewesen sein, das der Puppenmacher absichtlich so formte, daß ich es für Coco hielt. Das bedeutet, daß er unser Versteckspiel durchschaut hat. Es muß zwischen Phillip Hayward und den Puppen ein Zusammenhang bestehen.“
„Bremsen Sie sich, Dorian!“ fiel ihm Chapman ins Wort. „Sie machen mir zu große Gedankensprünge. Mich interessiert vorerst nur eines: Bleiben Sie bei Ihrer Version, daß ein Bote Ihnen einen Karton gebracht hat, in dem sich eine fußgroße Puppe aus Fleisch und Blut befunden hat!“
Dorian deutete lächelnd auf den Karton auf dem Tisch.
„Diesmal kommen Sie mir nicht aus, Don! Öffnen Sie den Karton! Dort werden Sie den Beweis finden.“
Chapman blieb skeptisch, aber er kam Dorians Aufforderung nach. Er nahm den Deckel ab und starrte in die Schachtel.
„Hm“, machte er und griff mit spitzen Fingern hinein.
Er beförderte ein Puppenkleid zutage.
Dorian sprang von seinem Sitz hoch, packte die Schachtel und kippte sie um. Nichts als eine Handvoll Staub rieselte auf die Tischplatte.
„Ich hätte es mir denken können“, sagte Dorian dumpf. „Die Opfer und Sklaven der Dämonen zerfallen nach ihrem Tod zu Staub. Das ist bei den Vampiren so, warum soll es bei den Puppen anders sein.“
„Ich habe mir gleich gedacht, daß Sie mir nur eine taube Nuß anzubieten haben“, meinte Chapman ärgerlich. „Ich befürchte, daß man Sie das nächste Mal dortbehalten wird, wenn Sie wieder in die O'Hara-Stiftung kommen, Dorian.“

Dorian Hunter Nr. 3 „Der Puppenmacher“
Seite 32, 1. Spalte, 3. Absatz – Seite 33, 1. Spalte, 1. Absatz
Es dauerte ein paar Sekunden, bis er erkannte, dass er sich getäuscht hatte. Die Puppe ähnelte Coco verblüffend, aber es gab auch einige Unterschiede. Erleichtert atmete Dorian auf. Er hätte es nicht ertragen, wenn er Coco getötet hätte.
Einen Moment lang überlegte er, was er tun sollte, dann ergriff er die Puppe und legte sie in den Karton zurück. Anschließend rief er Chapman an und teilte ihm mit, dass etwas Wichtiges passiert wäre und sie sich unbedingt treffen müssten. Einzelheiten erwähnte er nicht. Der Secret-Service-Agent war über die frühe Störung nicht gerade erfreut, versprach aber, sofort zu kommen.
Die Zeit bis zu seinem Eintreffen nutzte Dorian, um eine Dusche zu nehmen und sich anzuziehen. Als er fertig war, wartete er ungeduldig, bis es endlich an der Tür klingelte.
»Da bin ich«, erklärte Chapman überflüssigerweise, als Dorian öffnete. »Was ist denn nun eigentlich passiert? Ich hoffe, Sie haben einen guten Grund dafür, dass Sie mich so früh aus dem Bett gescheucht haben.«
»Den habe ich«, erwiderte Dorian. Sie gingen zusammen in die Bibliothek. Während Dorian an die Bar trat und zwei Drinks mixte, schilderte er, was sich zugetragen hatte.
»Die Puppe sah Coco so ähnlich, dass ich im ersten Moment geglaubt habe, sie wäre es«, schloss er. »Und das war sicherlich kein Zufall. Es muss ein anderes Mädchen gewesen sein, das der Puppenmacher absichtlich so formte, dass ich es für Coco hielt. Das bedeutet, dass er unser Versteckspiel durchschaut hat. Es muss zwischen Phillip Hayward und den Puppen ein Zusammenhang bestehen.«
»Einen Moment«, fiel ihm Chapman ins Wort. »Sie, machen mir zu große Gedankensprünge. Wenn ich Sie richtig verstanden habe, dann behaupten Sie also, dass ein Bote Ihnen einen Karton gebracht hat, in dem sich eine fußgroße Puppe aus Fleisch und Blut befunden hat?«
Dorian deutete lächelnd auf den Karton, den er auf den Tisch gestellt hatte. »Überzeugen Sie sich selbst«, sagte er. »Dann werden Sie mir endlich glauben.«
Chapman blieb skeptisch, aber er kam Dorians Aufforderung nach. Er nahm den Deckel ab und starrte in die Schachtel. »Hm«, machte er, und griff mit spitzen Fingern hinein. Er beförderte ein Puppenkleid zutage. Weiter befand sich nichts im Karton.
Dorian sprang überrascht von seinem Sitz hoch, packte die Schachtel und kippte sie um. Nur etwas Staub rieselte auf die Tischplatte. »Verdammt, ich hätte es mir denken können«, sagte er dumpf. »Die Opfer und Sklaven der Dämonen zerfallen nach ihrem Tod zu Staub. Das ist bei den Vampiren so, warum soll es bei den Puppen anders sein?«
»Ich habe mir gleich gedacht, dass Sie nichts Konkretes vorzuweisen haben«, meinte Chapman verärgert. »Wenn Sie das nächste Mal die O'Hara-Stiftung betreten, sollte man Sie direkt dort behalten.«

Vampir-Horror-Roman Nr. 31 (DK 3) „Der Puppenmacher“
Seite 31, 1. Spalte, 8. Absatz – Seite 31, 2. Spalte, 1. Absatz
„Sehen Sie, wie verblendet Sie in Ihrer Suche nach Dämonen werden. Sie verlieren ganz den Sinn für die Realität. Und das, meine ich, kann gefährlich werden. Ich glaube nicht, daß in diesem Kleid eine lebende Puppe gesteckt hat, aber vielleicht erhielten Sie tatsächlich eine Puppe, die Coco nachempfunden war. Haben Sie sie schon angerufen und sich erkundigt, ob es ihr gutgeht?“
„Das hielt ich nicht mehr für nötig, nachdem...“
Chapman hörte ihm nicht zu. Er ging zum Telefon und wählte Haywards Nummer. Nach einer Weile sagte er in die Muschel: „Ich möchte Lord Hayward sprechen. Hier ist Chapman von Lloyds. Es ist sehr dringend.“ Chapman verdeckte die Muschel und raunte Dorian zu: „Das muß einer von jenen Gästen gewesen sein, die wir noch nicht kennengelernt haben. Es hört sich so an, als würde Dracula persönlich sprechen.“ Chapman zwinkerte Dorian belustigt zu. „Hallo? ... Lord Hayward? ... Hatten Sie eine ruhige Nacht? ... Dann hat unsere Maßnahme doch etwas genützt? ... Und in Phillips Zimmer ist alles in Ordnung? Ja, von dieser Möglichkeit würde ich gern Gebrauch machen.“ Chapman hielt wieder die Sprechmuschel zu und sagte zu Dorian: „In Phillips Zimmer gibt es einen Telefonanschluß. Hayward verbindet mich. Coco ... Einen Moment! Dorian möchte mit Ihnen sprechen.“

Dorian Hunter Nr. 3 „Der Puppenmacher“
Seite 33, 1. Spalte, 5. Absatz – Seite 33, 2. Spalte, 1. Absatz
»Sehen Sie, wie verblendet Sie inzwischen sind? Sie verlieren ganz den Sinn für die Realität. Und das kann gefährlich werden. Ich glaube nicht, dass in diesem Kleid eine lebende Puppe gesteckt hat, aber vielleicht erhielten Sie tatsächlich eine Puppe, die Coco nachempfunden war. Haben Sie sie schon angerufen und sich erkundigt, ob es ihr gutgeht?«
»Bislang nicht. Ich dachte ...«
Chapman hörte ihm nicht zu. Er ging zum Telefon und wählte Haywards Nummer.
»Hier ist Chapman von Lloyds«, meldete er sich, als am anderen Ende abgehoben wurde. »Ich möchte Lord Hayward sprechen. Es ist sehr dringend.« Er verdeckte die Muschel und raunte Dorian erklärend zu: »Einer dieser Gäste, die wir noch nicht kennengelernt haben. Es hört sich an, als würde Dracula persönlich sprechen.« Er zwinkerte Dorian belustigt zu. »Hallo? Lord Hayward? — Hatten Sie eine ruhige Nacht? — Und in Phillips Zimmer ist alles in Ordnung? — Ja, das wäre sehr freundlich.« Chapman hielt wieder die Sprechmuschel zu und sagte zu Dorian: »In Phillips Zimmer gibt es einen Telefonanschluss. Hayward verbindet mich. Coco, sind Sie es? Einen Moment! Dorian möchte mit Ihnen sprechen.« Chapman überreichte ihm den Hörer.

Vampir-Horror-Roman Nr. 31 (DK 3) „Der Puppenmacher“
Seite 31, 2. Spalte, 3. – 10. Absatz
Dorian schluckte, dann fragte er: „Ist alles in Ordnung, Liebling?“
„Ja“, antwortete Cocos Stimme.
„Warum bist du so einsilbig?“ wollte Dorian wissen. „Kannst du nicht so sprechen, wie du willst?“'
„Ja, das stimmt.“
„Soll ich sofort zu Hayward kommen?“
„Nein, das ist nicht nötig. Es ist alles in Ordnung.“
„Dann werde ich im Laufe des Tages vorbeischauen. Ist dir das recht?“
„Ja, das ist mir recht.“

Dorian Hunter Nr. 3 „Der Puppenmacher“
Seite 33, 2. Spalte, 2. – 9. Absatz
»Hier ist Dorian. Ist bei dir alles in Ordnung?«
»Ja«, antwortete Coco knapp.
»Warum bist du so einsilbig? Kannst du nicht frei sprechen?«
»So ist es.«
»Soll ich zu dir kommen?«
»Nein, das ist nicht nötig. Es ist alles in Ordnung.«
»Dann werde ich im Laufe des Tages vorbeischauen. Ist dir das recht?«
»Ja.«

Vampir-Horror-Roman Nr. 31 (DK 3) „Der Puppenmacher“
Seite 31, 2. Spalte, 14. Absatz – Seite 32, 1. Spalte, 3. Absatz
„Es ist sicher nichts Besonderes“. meinte Dorian leichthin. „Coco schien nicht besorgt. Wenn es Schwierigkeiten gäbe, würde sie mich zu sich bestellen.“
„Das ist beruhigend.“ Chapman ging zur Bar und schenkte Dorian und sich selbst nach. „Dann können wir auf realistischere Dinge zu sprechen kommen. Sie wollten etwas über den Black-Sabbath-Klub in Erfahrung bringen. Nun, ich habe einige Hebel in Bewegung gesetzt und einiges herausbekommen.“
„So rasch?“
„Der Secret Service hat einen Vierundzwanzigstundentag“, sagte Chapman wie nebenbei. „Viel gibt es allerdings nicht zu berichten. Sie wissen darüber Bescheid, daß die Hexenklubs bei der Jugend im Augenblick groß in Mode sind. Überall wo man früher Trips unternommen hat, zelebriert man jetzt Schwarze Messen. Nicht alle Hexenklubs haben das gleiche Niveau. Es gibt solche und solche. Eingeweihte schwören jedoch, daß der Black Sabbath absolute Spitze ist. Wer in sein will, muß an einer Orgie im Black Sabbath teilgenommen haben. Allerdings sind nur wenige auserwählt. Die meisten wollen nur angeben, wenn sie behaupten, schon dort gewesen zu sein und dem Teufel den Hintern geküßt zu haben. Tatsächlich scheint aber niemand zu wissen, wo sich dieser Klub etabliert hat. Aber wenn er existiert, dann werden meine Leute die Adresse herausbekommen. Darauf können Sie sich verlassen, Dorian.“

Dorian Hunter Nr. 3 „Der Puppenmacher“
Seite 33, 2. Spalte, 12. Absatz- Seite 34, 1. Spalte, 3. Absatz
»Es ist sicher nichts«, meinte Dorian leichthin. »Coco schien nicht besorgt. Wenn es Schwierigkeiten gäbe, hätte sie etwas gesagt oder zumindest angedeutet.«
»Das ist beruhigend.« Chapman ging zur Bar und schenkte Dorian und sich selbst nach. »Dann können wir auf realistischere Dinge zu sprechen kommen. Sie wollten etwas über den Black-Sabbath-Klub in Erfahrung bringen. Nun, ich habe ein paar Hebel in Bewegung gesetzt und einiges herausbekommen.«
»So rasch?«
»Der Secret Service arbeitet vierundzwanzig Stunden am Tag«, behauptete Chapman. »Viel gibt es allerdings nicht zu berichten. Sie wissen ja, dass Satanismus, Hexenklubs und Schwarze Messen bei der Jugend im Augenblick groß in Mode sind, aber nicht alle Hexenklubs haben das gleiche Niveau. Es gibt solche und solche. Eingeweihte schwören jedoch, dass der Black Sabbath absolute Spitze ist. Wer in sein will, muss an einer Orgie im Black Sabbath teilgenommen haben. Allerdings sind nur wenige auserwählt. Die meisten geben nur an, wenn sie behaupten, schon dort gewesen zu sein und dem Teufel den Hintern geküsst zu haben. Tatsächlich scheint aber niemand zu wissen, wo sich dieser Klub befindet. Aber wenn er existiert, dann werden meine Leute die Adresse herausbekommen. Darauf können Sie sich verlassen.«

Vampir-Horror-Roman Nr. 31 (DK 3) „Der Puppenmacher“
Seite 32, 2. Spalte, 7. Absatz
„Vielleicht kommt es noch dazu“, stellte Dorian in Aussicht.

Dorian Hunter Nr. 3 „Der Puppenmacher“
Seite 34, 2. Spalte, 4. Absatz
»Vielleicht kommt es noch dazu«, meinte Dorian düster.

Vampir-Horror-Roman Nr. 31 (DK 3) „Der Puppenmacher“
Seite 33, 1. Spalte, 10. Absatz
Sie bot ihnen Platz an und erkundigte sich, ob sie schon gefrühstückt hätten. Chapman und Dorian hatten den Eindruck, daß sie diese Frau kränkten, wenn sie ablehnten, und erbaten eine Tasse Tee.

Dorian Hunter Nr. 3 „Der Puppenmacher“
Seite 36, 1. Spalte, 8. Absatz
Sie bot ihnen Platz an und erkundigte sich, ob sie schon gefrühstückt hätten. Chapman und Dorian hatten den Eindruck, dass sie die Frau kränken würden, wenn sie ablehnten, deshalb baten sie um eine Tasse Tee.

Vampir-Horror-Roman Nr. 31 (DK 3) „Der Puppenmacher“
Seite 33, 1. Spalte, 13. Absatz
Dorian, der ihm näher saß, spürte eine leichte Alkoholfahne.

Dorian Hunter Nr. 3 „Der Puppenmacher“
Seite 36, 2. Spalte, 3. Absatz
Dorian, der ihm näher saß, roch eine leichte Alkoholfahne.

Vampir-Horror-Roman Nr. 31 (DK 3) „Der Puppenmacher“
Seite 34, 2. Spalte, 5. Absatz
Er preßte die Zähne so fest aufeinander, daß seine Backenmuskeln hervortraten.

Dorian Hunter Nr. 3 „Der Puppenmacher“
Seite 38, 1. Spalte, 3. Absatz
Er presste die Zähne so fest aufeinander, dass seine Wangenmuskeln hervortraten.

Vampir-Horror-Roman Nr. 31 (DK 3) „Der Puppenmacher“
Seite 34, 2. Spalte, 7. Absatz
„Ich würde Ihnen schon glauben“, sagte er, und als Mr. Burdon ihm das Gesicht zuwandte: „Ich weiß aus Erfahrung, daß auf dieser Erde Dinge passieren, die man mit dem Verstand nicht erklären kann und deshalb nicht wahrhaben will. Und doch kann man sie nicht aus der Welt schaffen, wenn man sich ihnen verschließt. Wenn mir jemand sagt, daß er an Teufel und Dämonen glaubt, würde ich ihn nicht auslachen, denn ich selbst habe sie schon gesehen. Ich wurde von ihnen gejagt und habe viele von ihnen getötet. Und ich habe die berechtigte Vermutung, daß auch in diesem Fall überirdische Mächte mitspielen.“

Dorian Hunter Nr. 3 „Der Puppenmacher“
Seite 38, 1. Spalte, 3. Absatz
»Ich würde Ihnen bestimmt glauben«, sagte er, und als Mr. Burdon ihm das Gesicht zuwandte, fuhr er fort: »Ich weiß aus Erfahrung, dass auf dieser Erde Dinge passieren, die man mit dem Verstand nicht erklären kann und deshalb nicht wahrhaben will. Und doch kann man sie nicht aus der Welt schaffen, wenn man sich ihnen verschließt. Wenn mir jemand sagt, dass er an Teufel und Dämonen glaubt, würde ich ihn nicht auslachen, denn ich selbst habe sie schon gesehen. Ich wurde von ihnen gejagt und habe viele von ihnen getötet. Und ich habe die berechtigte Vermutung, dass auch in diesem Fall überirdische Mächte eine Rolle spielen.«

Vampir-Horror-Roman Nr. 31 (DK 3) „Der Puppenmacher“
Seite 36, 1. Spalte, 5. Absatz
„Wenn Sie sich über uns lustig machen wollen, dann schlage ich Ihnen die Nase ein.“

Dorian Hunter Nr. 3 „Der Puppenmacher“
Seite 39, 1. Spalte, 4. Absatz
»Wenn Sie sich über uns lustig machen wollen, dann schlage ich Ihnen die Zähne ein.«

Vampir-Horror-Roman Nr. 31 (DK 3) „Der Puppenmacher“
Seite 36, 2. Spalte, 1. – 3. Absatz
Roberto Copello hatte die gleiche Narbe besessen. Der Argentinier war einer der acht Männer gewesen, die zusammen mit Dorian von der Hexe Anastasia von Lethian nach Asmoda gerufen worden waren. Die Hexe hatte ihnen offenbart, daß sie alle ihre Söhne wären; doch Dorian hatte sich geweigert, dies zu glauben. Er war kein Dämon - und er bewies dies, indem er die Mächte der Finsternis gnadenlos bekämpfte.
Als Burg Lethian brannte, glaubte Dorian, daß alle seine Brüder in den Flammen umgekommen wären; aber vor einem Monat war in Wien der Un-tote Bruno Guozzi aufgetaucht, und jetzt gab Roberto Copello ein Lebenszeichen von sich.
Der Argentinier, der sich als Kriminologe ausgegeben hatte und nach seiner eigenen Aussage von seinen Gegnern Schrumpfköpfe anfertigte, war der Puppenmacher. Daran konnte es keinen Zweifel geben.

Dorian Hunter Nr. 3 „Der Puppenmacher“
Seite 39, 2. Spalte, 1. Absatz
Roberto Copello, einer seiner Brüder, hatte die gleiche Narbe besessen. Also hatte nicht nur Bruno Guozzi das flammende Inferno auf Schloss Lethian überlebt, sondern auch der Argentinier. Möglicherweise sogar noch andere. Roberto Copello jedenfalls hielt sich hier in London auf. Der Argentinier, der sich in Asmoda als Kriminologe ausgegeben hatte und nach eigener Aussage von seinen Gegnern Schrumpfköpfe anfertigte, war der Puppenmacher. Daran konnte es keinen Zweifel geben.

Vampir-Horror-Roman Nr. 31 (DK 3) „Der Puppenmacher“
Seite 36, 2. Spalte, 4. Absatz
„Wenn Sie keine weiteren Fragen mehr haben, Dorian, dann können wir gehen.“

Dorian Hunter Nr. 3 „Der Puppenmacher“
Seite 39, 2. Spalte, 2. Absatz
Ein paar Sekunden herrschte Schweigen, dann räusperte Chapman sich. »Wenn Sie keine weiteren Fragen mehr haben, Dorian, dann können wir wohl gehen.«

Vampir-Horror-Roman Nr. 31 (DK 3) „Der Puppenmacher“
Seite 37, 1. Spalte, 8. Absatz
Chapman schwieg eine Weile, dann sagte er: „Ich muß zugeben, Ihre Art Gruselgeschichten vorzutragen, gehen einem unter die Haut. Ich sträube mich immer noch, sie für bare Münze zu nehmen, aber eine Chance will ich Ihnen noch geben. Ich werde zu Palmers Grab fahren und - wenn nötig - die Exhumierung seiner Leiche erwirken. Sollte ich dabei eine Pleite erleben, dann rühre ich keinen Finger mehr für Sie.“

Dorian Hunter Nr. 3 „Der Puppenmacher“
Seite 40, 1. Spalte, 3. Absatz
Chapman schwieg eine Weile, dann sagte er: »Ich muss zugeben, Ihre Art, Gruselgeschichten vorzutragen, geht einem unter die Haut. Ich weigere mich auch weiterhin, sie für bare Münze zu nehmen, aber eine Chance will ich Ihnen noch geben. Ich werde zu Palmers Grab fahren und, falls nötig, die Exhumierung seiner Leiche erwirken. Sollte sich dabei nichts ergeben, dann rühre ich jedoch keinen Finger mehr für Sie.«

Vampir-Horror-Roman Nr. 31 (DK 3) „Der Puppenmacher“
Seite 37, 2. Spalte, 3. Absatz
Er beschloß, die ihm verbleibende Zeit mit einer Besichtigung von Palmers Grab zu nutzen, um sich einen Überblick über die Gegebenheiten auf dem Friedhof zu verschaffen. Vielleicht konnte er sich auch diese oder jene Information beschaffen. Ein Konstabler, der ohnehin auf Streifendienst mußte, begleitete ihn im Wagen und zeigte ihm den Weg.

Dorian Hunter Nr. 3 „Der Puppenmacher“
Seite 40, 2. Spalte, 1. Absatz
Er beschloss, die verbleibende Zeit mit einer Besichtigung des Grabes zu verbringen.


Das war der zweite Teil des Vergleiches

                                    Talis ist offline Email an Talis senden Beiträge von Talis suchen Nehmen Sie Talis in Ihre Freundesliste auf                               Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden IP Information
111222
Talis Talis ist männlich
Foren Gott




Dabei seit: 30.07.2016
Beiträge: 2340

26.10.2018 22:44
Veränderungen in Dorian Hunter Nr. 3 "Der Puppenmacher" - 3. Teil
Antwort auf diesen Beitrag erstellen  Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen      IP InformationZum Anfang der Seite springen

Veränderungen in Dorian Hunter Nr. 3 - 3. Teil


Vampir-Horror-Roman Nr. 31 (DK 3) „Der Puppenmacher“
Seite 38, 1. Spalte, 1. Absatz – Seite 38, 2. Spalte, 6. Absatz
Die Luft war frostig kalt, die Bäume und Sträucher waren mit Rauhreif überzogen. Vielleicht würde es bald schneien. Es war auch höchste Zeit, denn Weihnachten stand vor der Tür. Nach dem schneereichen November hatte man eigentlich auch mit weißen Weihnachten gerechnet.
Chapman hatte fast vollkommen den Grund seines Hierseins vergessen. Doch plötzlich wurde er wieder daran erinnert.
Keine dreißig Meter links von ihm erhob sich inmitten von kahlen Sträuchern und niedrigen Nadelbäumen ein Gebäude: die Aufbahrungshalle; dahinter lag eine kleine Kapelle.
Vielleicht befand sich in der Aufbahrungshalle jemand, der ihm Auskunft geben konnte. Chapman schritt darauf zu. Als er nur noch wenige Meter von der Eingangstür entfernt war, stutzte er plötzlich. Ihm war, als hätte er ein Geräusch gehört. In seinem Rücken. Er wirbelte herum und griff automatisch unter seine Achsel, wo seine Pistole im Halfter steckte. Aber er zog die Waffe nicht; das Geräusch war nur von einer Krähe verursacht worden.
Chapman lächelte gelöst und wandte sich wieder der Aufbahrungshalle zu. Die Tür war nicht abgeschlossen. Sie öffnete sich unter dem Drück seiner Hand quietschend. Auf der Schwelle blieb er erst einmal stehen, um seine Augen an das Halbdunkel zu gewöhnen.
Noch bevor er die schattenhaften Umrisse des Mannes erkennen konnte, sprach ihn dieser an.
„Sie sind früher als erwartet eingetroffen, Mr. Chapman“, sagte der Unbekannte mit leicht südländischem Akzent.
Chapman zog blitzschnell seine Waffe. Seine Augen hatten sich inzwischen an das Dämmerlicht gewöhnt. Der Mann vor ihm war klein und drahtig. Er hatte einen dunklen Teint, und sein schwarzes Haar war pomadisiert. Er war Chapman auf Anhieb unsympathisch, aber mehr noch spürte er instinktiv. die Gefahr, die von ihm ausging. Und dann fiel ihm noch etwas auf. Das Kruzifix an der Wand war verformt und die Inschrift - I.N.R.I. - bis zur Unkenntlichkeit verstümmelt. Vom Gekreuzigten waren nur noch die festgenagelten Hände und Füße übrig. Rund um das deformierte Kreuz waren fremdartige Schriftzeichen und eine Reihe von obszönen Schimpfworten hingekritzelt.
„Aber, aber, Mr. Chapman! Was wollen Sie denn mit der Pistole?“ fragte der Unbekannte. Er näherte sich langsam und fuhr mit gesenkter Stimme fort: „Sie werden doch nicht schießen, ohne mich anzuhören? Ich habe Ihnen einen Vorschlag zu machen. Schließen wir einen Pakt. Helfen Sie mir, Dorian Hunter zu Strecke zu bringen, und ich schenke Ihnen die Freiheit.“
Chapman schoß. Er hätte noch nie in seinem Leben an die Existenz von Dämonen und Gespenstern geglaubt, nicht einmal als Kind, aber jetzt spürte er das Böse, das von diesem unscheinbaren Mann ausging und wußte, daß Dorian recht hatte. Es gab die Mächte der Finsternis, und dieser Mann gehörte zu ihnen.
Chapman drückte immer wieder ab, bis er das Magazin leergeschossen hatte, aber der Unbekannte lachte ihn nur aus.
„Wie Sie wollen, Mr. Chapman. Dann werden Sie eben nicht mein Verbündeter, sondern mein Sklave sein. Halte ganz still! Sei artig, mein stolzer, energischer Puppenmann!“
Chapman blieb gelähmt stehen.

Dorian Hunter Nr. 3 „Der Puppenmacher“
Seite 40, 2. Spalte, 2. Absatz – Seite 41, 2. Spalte, 3. Absatz
Die Luft war frostig kalt, die Bäume und Sträucher waren mit Raureif überzogen. Alles deutete darauf hin, dass es bald schneien würde.
Keine dreißig Meter links von Chapman erhob sich inmitten von kahlen Sträuchern und niedrigen Nadelbäumen die Aufbahrungshalle, dahinter lag eine kleine Kapelle.
Vielleicht befand sich jemand in der Halle, der ihm Auskunft geben konnte. Chapman schritt darauf zu. Als er nur noch wenige Meter von der Eingangstür entfernt war, stutzte er. Ihm war, als hätte er ein Geräusch gehört. Er wirbelte herum und griff automatisch nach seiner Waffe, zog sie jedoch nicht. Das Geräusch war nur von einer Krähe verursacht worden. Chapman lächelte erleichtert und wandte sich wieder der Aufbahrungshalle zu. Die Tür war nicht abgeschlossen und öffnete sich quietschend. Noch bevor der Agent die schattenhaften Umrisse des Mannes hinter der Schwelle erkennen konnte, sprach ihn dieser an.
»Sie sind früher als erwartet eingetroffen, Mr. Chapman«, sagte der Unbekannte mit leicht südländischem Akzent.
Chapman zog blitzschnell seine Waffe. Seine Augen gewöhnten sich nur langsam an das Dämmerlicht. Der Mann vor ihm war klein und drahtig. Er hatte einen dunklen Teint, und sein schwarzes Haar war pomadisiert. Er war Chapman auf Anhieb unsympathisch. Der Agent spürte die Gefahr, die von ihm ausging. Und dann fiel ihm noch etwas auf. Das Kruzifix an der Wand war verformt und die Inschrift - I.N.R.I. - bis zur Unkenntlichkeit verstümmelt. Vom Gekreuzigten waren nur noch die festgenagelten Hände und Füße übrig. Rund um das deformierte Kreuz waren Schriftzeichen und eine Reihe von obszönen Schimpfworten hingekritzelt.
»Aber, aber, Mr. Chapman! Was wollen Sie denn mit der Pistole?«, fragte der Unbekannte. Er näherte sich langsam und fuhr mit gesenkter Stimme fort: »Sie werden doch nicht schießen, ohne mich anzuhören? Ich habe Ihnen einen Vorschlag zu machen. Schließen wir einen Pakt. Helfen Sie mir, Dorian Hunter zur Strecke zu bringen, und ich schenke Ihnen die Freiheit.«
Chapman schoss. Er hatte noch nie in seinem Leben an die Existenz von Dämonen und Gespenstern geglaubt, nicht einmal als Kind, aber jetzt spürte er das Böse, das von diesem unschein¬baren Mann ausging. Er wusste plötzlich, dass Dorian Recht hatte. Es gab die Mächte der Finsternis, und dieser Mann gehörte zu ihnen. Immer wieder drückte der Agent ab, bis das Magazin leer war, aber der Unbekannte lachte ihn nur aus.
»Wie Sie wollen, Mr. Chapman. Dann werden Sie eben nicht mein Verbündeter, sondern mein Sklave sein. Halte ganz still! Sei artig, mein stolzer, energischer Puppenmann!«

Vampir-Horror-Roman Nr. 31 (DK 3) „Der Puppenmacher“
Seite 39, 1. Spalte, 3. Absatz
Immerhin war diese Coco Hunters Geliebte.

Dorian Hunter Nr. 3 „Der Puppenmacher“
Seite 42, 1. Spalte, 1. Absatz
Immerhin war diese Coco Hunters Vertraute.

Vampir-Horror-Roman Nr. 31 (DK 3) „Der Puppenmacher“
Seite 39, 1. Spalte, 10. Absatz – Seite 39, 2. Spalte, 3. Absatz
„Wie geht es Phillip?“ fragte er dann.
„In seinem Zimmer ist alles ruhig“, antwortete Hayward.
„Können wir zu ihm gehen?“
Hayward stieg vor Dorian die Treppe hinauf. Er hielt sich automatisch ganz nahe an der Wand des Stiegenaufganges, um kein unnützes Geräusch zu verursachen. Er hat Angst, durchzückte es Dorian. Ganz erbärmliche Angst. Doch vor wem?
Sie kamen ohne Zwischenfall in die zweite Etage. Hayward lauschte wieder an der Tür von Phillips Zimmer, bevor er sie abrupt aufstieß und wie angewurzelt stehenblieb.
Dorian sah über seine Schulter, daß das Zimmer leer war. Die Decke von Phillips Bett lag zerknüllt auf dem Boden, die Kissen waren zerschlissen, die Daunen durch das ganze Zimmer verstreut.

Dorian Hunter Nr. 3 „Der Puppenmacher“
Seite 42, 1. Spalte, 5. Absatz – Seite 42, 2. Spalte, 1. Absatz
»Wie geht es Phillip?«, erkundigte er sich. »Können wir zu ihm gehen?«
Hayward stieg vor Dorian die Treppe hinauf. Er hielt sich automatisch ganz nahe an der Wand des Stiegenaufganges, um kein unnötiges Geräusch zu verursachen. Er hat Angst, durchzuckte es Dorian. Ganz erbärmliche Angst. Doch vor wem?
Ohne Zwischenfall gelangten Sie in die zweite Etage. Hayward lauschte wieder an der Tür von Phillips Zimmer, bevor er sie abrupt aufstieß und wie angewurzelt stehenblieb. Dorian sah über seine Schulter, dass das Zimmer leer war. Die Bettdecke lag zerknüllt auf dem Boden, die Kissen waren zerschlissen und die Daunen durch das ganze Zimmer verstreut.

Vampir-Horror-Roman Nr. 31 (DK 3) „Der Puppenmacher“
Seite 39, 2. Spalte, 5. Absatz – Seite 40, 1. Spalte, 4. Absatz
„Es sieht so aus, als hätte ein Kampf stattgefunden“, sagte Dorian. „Haben Sie keine verdächtigen Geräusche gehört? Ihr Zimmer grenzt doch an das von Phillip.“
Hayward gab ihm keine Antwort.
„Phillip“, sagte er nur „Wo ist Phillip?“
Er rannte ziellos durch das Zimmer. schaute unter das Bett und aus dem Fenster und wandte sich dann wieder Dorian zu.
„Wo ist mein Sohn?“
„Ich habe doch erst heute morgen mit Coco telefoniert“, meinte Dorian. Hayward nickte.
„Ich weiß. Da war noch alles in Ordnung.“
„Und haben Sie tatsächlich keine verdächtigen Geräusche gehört?“ fragte Dorian noch einmal.
„Wo ist das Telefon?“ Dorian blickte sich suchend um.
„Es stand immer dort auf dem Nachttisch.“
Dorian folgte Haywards ausgestreckter Hand und, entdeckte das Telefonkabel; es führte vom Nachttisch aus zu einem niedrigen Wäscheschrank und verschwand darin.
Mit drei schnellen Schritten war er dort und öffnete eine der beiden Türen. Phillip hockte zusammengekrümmt zwischen den Wäschestücken und hielt den Telefonapparat umklammert. Er blickte nicht auf, sondern preßte den Kopf gegen die Brust.
„Was machst du hier, Phillip?“ fragte Dorian erschüttert.
„Ja“, sagte Phillip mit verstellter Stimme. „Ja, das stimmt. Nein, das ist nicht nötig. Es ist alles in Ordnung.“
Dorian schwindelte, als er erkannte, daß Phillip mit Cocos Stimme sprach, und er erinnerte sich sofort, daß Coco die gleichen Worte am Telefon gebraucht hatte.
Nun fiel es ihm wie Schuppen von den Augen. Er hatte nicht mit Coco telefoniert, sondern mit Phillip. Aber wo war Coco?
Eine eisige Hand griff nach Dorians Herz. Er kniete vor dem Jungen nieder und fragte mit bebender Stimme: „Phillip, wo ist Coco? Erinnerst du dich, was passierte, als du mit dem freundlichen Mädchen allein warst?“

Dorian Hunter Nr. 3 „Der Puppenmacher“
Seite 42, 2. Spalte, 3. Absatz – Seite 43, 1. Spalte, 1. Absatz
»Es sieht so aus, als hätte ein Kampf stattgefunden«, sagte Dorian. »Haben Sie keine verdächtigen Geräusche gehört? Ihr Zimmer ist doch gleich nebenan.«
Hayward gab ihm keine Antwort. »Phillip«, flüsterte er nur. »Wo ist Phillip?« Er rannte ziellos durch das Zimmer, schaute unter das Bett und aus dem Fenster und wandte sich dann wieder Dorian zu. »Wo ist mein Sohn?«
»Ich habe doch erst vor einer knappen Stunde mit Coco telefoniert«, meinte Dorian.
Hayward nickte. »Ich weiß, da war noch alles in Ordnung.«
»Wo ist das Telefon?« Dorian blickte sich suchend um. Gestern hatte es noch auf dem Nachttisch gestanden. Der Blick des Dämonenkillers folgte Haywards ausgestreckter Hand und entdeckte das Telefonkabel, das von der Wand aus zu einem niedrigen Wäscheschrank führte und darin verschwand. Mit drei schnellen Schritten war er dort und öffnete eine der beiden Türen. Phillip hockte zusammengekrümmt zwischen den Wäschestücken und hielt den Telefonapparat umklammert. Er blickte nicht auf, sondern presste den Kopf gegen die Brust.
»Was machst du hier, Phillip?«, fragte Dorian erschüttert.
»Ja«, sagte Phillip mit verstellter Stimme. »Ja, das stimmt. Nein, das ist nicht nötig. Es ist alles in Ordnung.«
Dorian schwindelte, als er erkannte, dass Phillip mit Cocos Stimme sprach. Sie hatte dieselben Worte gebraucht, als sie mit ihm gesprochen hatte. Nun begriff er, dass er in Wahrheit mit Phillip telefoniert hatte. Er kniete vor dem Jungen nieder und fragte mit bebender Stimme: »Phillip, wo ist Coco? Erinnerst du dich, was passierte, als du mit ihr allein warst?«

Vampir-Horror-Roman Nr. 31 (DK 3) „Der Puppenmacher“
Seite 40, 2. Spalte, 1. – 3. Absatz
„Ich versuche nur zu rekonstruieren, was vorgefallen ist“, entgegnete Dorian ungehalten. „In diesem Haus ist ein Mensch verschwunden. In Ihrem Haus, Lord Hayward. Es wäre auch Ihre Sache, alles zu unternehmen, Coco wiederzufinden.“
„Die naheliegendste Erklärung ist, daß sie das Haus aus eigenem Antrieb verlassen hat“, sagte Hayward, aber er schien selbst nicht an diese Möglichkeit zu glauben.
„Es ist die bequemste Erklärung-, erwiderte Dorian und wandte sich wieder Phillip zu. „Erinnerst du dich daran, was passiert ist, Phillip? Warum hast du dich im Schrank verkrochen? Nenne mir den Grund, Phillip! Vielleicht könnte uns das weiterhelfen.“


Dorian Hunter Nr. 3 „Der Puppenmacher“
Seite 43, 1. Spalte, 10. Absatz – Seite 43, 2. Spalte, 1. Absatz
»Ich versuche nur herauszufinden, was vorgefallen ist«, entgegnete Dorian ungehalten. »In diesem Haus ist ein Mensch verschwunden. In Ihrem Haus, Lord Hayward. Es wäre auch Ihre Sache, alles zu unternehmen, Coco wiederzufinden.« Er wandte sich wieder an Phillip. »Warum hast du dich im Schrank verkrochen? Nenn mir den Grund, Phillip! Vielleicht könnte uns das weiterhelfen.«

Vampir-Horror-Roman Nr. 31 (DK 3) „Der Puppenmacher“
Seite 40, 2. Spalte, 7. – 9. Absatz
Einer plötzlichen Eingebung zufolge, sagte Dorian: „Lassen Sie ihn, Lord Hayward! Vielleicht möchte er uns auf seine Art und Weise einen Fingerzeig geben.“
Hayward ließ zögernd von seinem Sohn ab.
Phillip schwang die Beine aus dem Bett und stand auf. Einige Sekunden lang stand er unschlüssig da. Seine golden schimmernden Augen durchforschten das Zimmer. Dann blieben seine Blicke an der Tür hängen, und er setzte sich darauf zu in Bewegung.

Dorian Hunter Nr. 3 „Der Puppenmacher“
Seite 43, 2. Spalte, 4. + 5. Absatz
Einer plötzlichen Eingebung folgend, sagte Dorian: »Lassen Sie ihn, Lord Hayward! Vielleicht möchte er uns auf seine Art und Weise einen Hinweis geben.«
Hayward ließ zögernd von seinem Sohn ab. Phillip schwang die Beine aus dem Bett und stand auf. Einige Sekunden lang stand er unschlüssig da. Seine golden schimmernden Augen durchforschten das Zimmer. Dann blieben seine Blicke an der Tür hängen, und er ging darauf zu.

Vampir-Horror-Roman Nr. 31 (DK 3) „Der Puppenmacher“
Seite 41, 1. Spalte, 3. + 4. Absatz
„Besorgen Sie ihm Hausschuhe!“ trug Dorian Phillips Vater auf.
Hayward eilte in Phillips Zimmer zurück und kam bald darauf mit knöchelhohen Kamelhaarhausschuhen zurück.

Dorian Hunter Nr. 3 „Der Puppenmacher“
Seite 44, 1. Spalte, 3. Absatz
Hayward eilte in Phillips Zimmer zurück und kam kurz darauf mit knöchelhohen Kamelhaarhausschuhen zurück.

Vampir-Horror-Roman Nr. 31 (DK 3) „Der Puppenmacher“
Seite 41, 2. Spalte, 3. Absatz
Dorian hob die Schultern. „Vielleicht gar nichts. Es klang nicht sehr sinnvoll.“

Dorian Hunter Nr. 3 „Der Puppenmacher“
Seite 44, 1. Spalte, 5. Absatz
Dorian hob die Schultern. »Keine Ahnung.«

Vampir-Horror-Roman Nr. 31 (DK 3) „Der Puppenmacher“
Seite 42, 1. Spalte, 2. Absatz – Seite 42, 2. Spalte, 6. Absatz
„Ich habe die Vermutung, daß alles, was Phillip sagt oder tut, einen verborgenen Sinn hat“, erklärte Dorian. „Er kann sich nur nicht für uns verständlich ausdrücken. Seine Botschaften sind verschlüsselt.“
„Aber was könnte er uns damit sagen wollen, wenn er uns in den Park führt“, grübelte Hayward. „Hier gibt es doch rein gar nichts zu sehen.“
„Er strebt auf das Dickicht zu“, sagte Dorian, während er hinter Phillip herging. „Er scheint zu wissen, was er tut.“
„In der Richtung, in die er geht, liegt nur ein alter Schuppen, in dem Gartengeräte untergebracht sind“, erklärte Hayward. „Dort finden wir bestimmt nichts. Es ist besser, wir kehren um. Haben Sie verstanden, Mr. Hunter? Ich möchte, daß wir sofort ins Haus zurückkehren.“
„Warum denn plötzlich diese Panik?“ erkundigte sich Dorian und blickte Hayward prüfend an.
Hayward leckte über seine Lippen.
„Wir dürfen nicht weitergehen“, schrie er fast und beschleunigte seinen Schritt.
Als er Phillip überholt hatte, versperrte er ihm den Weg. „Hier geht es nicht weiter, Phillip! Du mußt umkehren!“
Aber Phillip wich ihm aus und ging in der ursprünglichen Richtung weiter.

Dorian Hunter Nr. 3 „Der Puppenmacher“
Seite 44, 2. Spalte, 2. – 6. Absatz
»Ich habe die Vermutung, dass alles, was Phillip sagt oder tut, einen verborgenen Sinn hat«, erklärte Dorian. »Er kann sich nur nicht verständlich ausdrücken. Seine Botschaften sind verschlüsselt. Sehen Sie, er strebt auf das Dickicht zu.«
»Dahinter ist doch nur ein alter Geräteschuppen. Lassen Sie uns umkehren, Mr. Hunter. Hören Sie? Ich möchte, dass wir sofort ins Haus zurückkehren!«
»Warum denn plötzlich diese Panik?«, erkundigte sich Dorian und blickte Hayward prüfend an.
Dieser leckte sich verlegen über die Lippen. »Wir dürfen nicht weitergehen«, schrie er fast und beschleunigte seinen Schritt. Er überholte den Hermaphroditen und versperrte ihm den Weg. »Hier geht es nicht weiter, Phillip! Du musst umkehren!«
Ohne ihn weiter zu beachten, wich der Junge ihm aus und ging in der ursprünglichen Richtung weiter.

Vampir-Horror-Roman Nr. 31 (DK 3) „Der Puppenmacher“
Seite 43, 1. Spalte, 2. – 4. Absatz
„Wir haben bei dem Schuppen nichts zu suchen!“ rief Hayward verzweifelt.
„Wer sagt das?“ wollte Dorian wissen.
Hayward schüttelte hilflos den Kopf. „Hören Sie auf mich, Mr. Hunter! Kehren wir um! Wenn Sie nicht auf mich hören, stürzen Sie uns alle noch tiefer ins Verderben.“

Dorian Hunter Nr. 3 „Der Puppenmacher“
Seite 44, 2. Spalte, 8. Absatz
Hayward schüttelte hilflos den Kopf. »Hören Sie auf mich, Mr. Hunter! Kehren wir um! Wenn Sie nicht auf mich hören, stürzen Sie uns alle noch tiefer ins Verderben.«

Vampir-Horror-Roman Nr. 31 (DK 3) „Der Puppenmacher“
Seite 43, 1. Spalte, 9. + 10. Absatz
Sein Blick fiel auf drei Särge. Deshalb also wollte ihn Hayward am Betreten der Scheune hindern!
Dorian setzte über das Gerümpel hinweg, erreichte die Särge, hob den Deckel des ersten hoch und sah einen jungen Mann, der die Hände auf der Brust verschränkt hatte.

Dorian Hunter Nr. 3 „Der Puppenmacher“
Seite 45, 1. Spalte, 2. Absatz
Sein Blick fiel auf drei Särge. Das also hatte Hayward vor seinen Blicken verbergen wollen. Dorian setzte mit einem Sprung über das Gerümpel hinweg, erreichte die Särge, hob den Deckel des ersten hoch und erblickte einen jungen Mann darin, der die Hände vor der Brust verschränkt hatte.

Vampir-Horror-Roman Nr. 31 (DK 3) „Der Puppenmacher“
Seite 44, 1. Spalte, 8. Absatz
„Geht es Ihnen wieder besser?“ erkundigte er sich mitfühlend. Er war jetzt nicht mehr der haßerfüllte Dämonen-Killer.

Dorian Hunter Nr. 3 „Der Puppenmacher“
Seite 46, 1. Spalte, 2. Absatz
»Geht es Ihnen wieder besser?«, erkundigte er sich mitfühlend.

Vampir-Horror-Roman Nr. 31 (DK 3) „Der Puppenmacher“
Seite 44, 2. Spalte, 7. + 8. Absatz
Dorian hatte Mitleid mit dem Alten, aber er konnte ihm beim besten Willen seinen Wunsch nicht erfüllen. Dabei ging es ihm nicht allein um Coco; er wollte auch Phillip helfen. Und das konnte er nicht, wenn er der Gefahr aus dem Wege ging und die Machenschaften der Dämonen ignorierte.
„So leicht werden Sie mich nicht mehr los, Lord Hayward“, sagte Dorian bestimmt. „Ich bleibe und werde diese Sache bis zur letzten Konsequenz durchstehen. Sie können mir helfen, indem Sie mir alles sagen, aber verjagen können Sie mich nicht.“

Dorian Hunter Nr. 3 „Der Puppenmacher“
Seite 46, 2. Spalte, 4. + 5. Absatz
Der Dämonenkiller schüttelte den Kopf. Er hatte durchaus Mitleid mit dem Alten, aber diesen Wunsch konnte er ihm nicht erfüllen. Es ging nicht allein um Phillip, sondern zunächst vor allem um Cocos Schicksal.
»So leicht werden Sie mich nicht mehr los, Lord Hayward«, sagte Dorian mit fester Stimme. »Ich werde diese Sache aufklären, ob Sie mir helfen oder nicht. Es liegt ganz an Ihnen.«

Vampir-Horror-Roman Nr. 31 (DK 3) „Der Puppenmacher“
Seite 45, 1. Spalte, 3. – 4. Absatz
„So attraktiv hätte ich Sie mir gar nicht vorgestellt, Mr. Hunter“, meinte sie lächelnd. „Sie haben so etwas - Dämonisches an sich, das mir den Atem raubt.“
Er registrierte es ohne große Verwunderung, daß sie ihn mit seinem richtigen Namen ansprach, obwohl er sich als Holborn vorgestellt hatte. Also wußte man über seine wahre Identität Bescheid.
„Sind Sie eine Angestellte Lord Haywards oder gehören Sie zu den Gästen des Hauses?“ erkundigte sich Dorian unverbindlich. „Ich habe Sie noch nicht gesehen.“

Dorian Hunter Nr. 3 „Der Puppenmacher“
Seite 47, 1. Spalte, 2. + 3. Absatz
»So attraktiv hätte ich Sie mir gar nicht vorgestellt, Mr. Hunter«, meinte sie. »Sie haben so etwas - Dämonisches an sich, das mir den Atem raubt.«
Er registrierte verwundert, dass sie ihn mit seinem richtigen Namen ansprach, obwohl er sich als Holborn vorgestellt hatte. Also wusste man bereits über seine wahre Identität Bescheid. »Sind Sie eine Angestellte Lord Haywards oder gehören Sie zu den Gästen des Hauses?«, erkundigte er sich. »Ich habe Sie hier noch nicht gesehen.«

Vampir-Horror-Roman Nr. 31 (DK 3) „Der Puppenmacher“
Seite 45, 1. Spalte, 8. Absatz – Seite 45, 2. Spalte, 4. Absatz
Sie lachte glockenhell. „Sie können die Sandwiches unbekümmert essen. Sie sind nicht vergiftet.“
Dorian nahm das Tablett an sich. „Wollen Sie nicht hereinkommen?“
Pamela Bancroft schüttelte den Kopf. „Lieber nicht. Phillip kann mich nicht besonders leiden.“
Dorian blickte zum Bett hin, in dem sich Phillip von einer Seite auf die andere warf und dabei leise stöhnte. Als sich Dorian wieder umdrehte, eilte Pamela Bancroft bereits die Treppe hinunter.
Dorian stieß die Tür mit dem Fuß zu und brachte das Tablett zum Tisch. Phillip hatte sich wieder beruhigt. Er lag mit offenen Augen auf dem Rücken; nur seine Hände bewegten sich. Die grazilen Finger tanzten über die Bettdecke und kosten einander.
Wer war Pamela Bancroft? Nach Phillips Reaktion zu schließen, gehörte sie dem Schwarzen Kreis an. Die Sandwiches sind nicht vergiftet, hatte sie gesagt. Dorian glaubte ihr das.
Er nahm eines und biß herzhaft hinein. Es schmeckte. Er war hungriger, als er geglaubt hatte.


Dorian Hunter Nr. 3 „Der Puppenmacher“
Seite 47, 1. Spalte, 6. Absatz – Seite 47, 2. Spalte, 2. Absatz
»Sie können die Sandwiches unbekümmert essen. Sie sind nicht vergiftet.« Sie warf einen Blick auf Phillip und fügte hinzu: »Ich würde Ihnen gern beim Essen Gesellschaft leisten. Aber Phillip kann mich nicht besonders leiden.«
Dorian blickte auf den Hermaphroditen. Er wälzte sich auf der Matratze von einer Seite auf die andere und stöhnte leise. Als der Dämonenkiller sich wieder umdrehte, eilte Pamela Bancroft bereits die Treppe hinunter. Er stieß die Tür mit dem Fuß zu und brachte das Tablett zum Tisch. Phillip hatte sich wieder beruhigt. Er lag mit offenen Augen auf dem Rücken, nur seine Hände bewegten sich. Die grazilen Finger tanzten über die Bettdecke und liebkosten einander. Dorian überlegte. Wer war Pamela Bancroft? Nach Phillips Reaktion zu schließen, gehörte sie der Schwarzen Familie an.
Dennoch glaubte er ihr, dass die Sandwiches nicht vergiftet waren. Er nahm eines und biss herzhaft hinein. Es schmeckte. Er war hungriger, als er geglaubt hatte. Gedankenversunken aß er.


Vampir-Horror-Roman Nr. 31 (DK 3) „Der Puppenmacher“
Seite 45, 2. Spalte, 6. Absatz – Seite 46, 1. Spalte, 2. Absatz
Der Hermaphrodit war ein Wesen, das zwischen den Menschen und den Mächten der Finsternis stand. Deshalb konnten ihn die Dämonen auch nicht mit ihren magischen Fähigkeiten bekämpfen. Um ihn zu vernichten, mußten sie sich außerordentlicher Mittel bedienen.
Jetzt wußte Dorian auch, welche Rolle die Puppen spielten. Die Druden, Alpe und Trolle konnten Phillip nur in Schach halten, ihn quälen und verwirren, aber sein Leben auslöschen konnten sie nicht. Diese Aufgabe würden wahrscheinlich die Puppen übernehmen, wenn die Zeit gekommen war. Sie waren menschlichen Ursprungs. Sie konnten Phillip töten. Aber Dorian würde den Dämonen einen Strich durch die Rechnung machen.
Er war satt und schob das Tablett zurück.

Dorian Hunter Nr. 3 „Der Puppenmacher“
Seite 47, 2. Spalte, 2. Absatz – Seite 48, 1. Spalte, 2. Absatz
Der Hermaphrodit war ein Wesen, das zwischen den Menschen und den Mächten der Finsternis stand, deshalb konnten ihn die Dämonen auch nicht mit ihren magischen Fähigkeiten bekämpfen. Um ihn zu vernichten, mussten sie sich anderer Mittel bedienen.
Jetzt wusste Dorian auch, welche Rolle die Puppen spielten. Die Druden, Alpe und Trolle konnten Phillip nur in Schach halten, ihn quälen und verwirren. Töten konnten sie ihn nicht. Diese Aufgabe würden wahrscheinlich die Puppen übernehmen, wenn die Zeit gekommen war. Dorian war jedoch entschlossen, den Dämonen einen Strich durch die Rechnung machen.
Nachdem er sich sattgegessen hatte, schob er das Tablett zurück.

Vampir-Horror-Roman Nr. 31 (DK 3) „Der Puppenmacher“
Seite 46, 1. Spalte, 4. Absatz – Seite 46, 2. Spalte, 7. Absatz
Die Exhumierung von Edgar Palmers Leiche hatte sich inzwischen erübrigt. Aber das konnte der Secret-Service-Mann nicht wissen. Andererseits, dachte Dorian, konnte es nur von Nutzen sein, wenn Don bei der Aushebung des Grabes auf einen leeren Sarg stieß. Vielleicht würde er dann endlich von der Existenz der Dämonen überzeugt sein, und Dorian hätte damit einen starken Verbündeten gewonnen.
Die Zeit verstrich nur langsam. Es war bereits nach vier Uhr nachmittags, und Nebel senkte sich über den Park. In wenigen Minuten würde es dunkel werden.
Phillip schlief, doch gerade als sich Dorian wieder von ihm abwenden wollte, richtete er sich in seinem Bett auf. Er schnappte wie ein Fisch auf dem Trockenen nach Luft und gab unartikulierte Laute von sich.
„Du brauchst dich nicht aufzuregen, Phillip!“ sagte Dorian beruhigend. „Es ist alles in Ordnung. Und ich bin bei dir.“
Phillip vollführte heftige Bewegungen mit den Armen, als wollte er Dorian zum Schweigen bringen; dann legte er das Gesicht in die Hände.
„Viel Schwärze“, flüsterte er. „Schwärze überall.“
„Du mußt dich irren, Phillip“, be¬sänftigte Dorian ihn.
Phillip winkte wieder ungeduldig ab.
„Finsternis kommt“, sagte er gequält. „Finsternis triumphiert, Finsternis spricht und lacht. Alles liegt im Dunkeln. Was das Auge sieht, ist Trug.“
„Sprich weiter, Phillip!“ drängte Dorian.
„Es ist da! Es ist gegenwärtig!“
Es klang wie ein gequälter Aufschrei. Phillip fiel auf sein Lager zurück und begann erneut, sich unruhig hin und her zu wälzen.

Dorian Hunter Nr. 3 „Der Puppenmacher“
Seite 48, 1. Spalte, 2. Absatz – Seite 48, 2. Spalte, 2. Absatz
Die Exhumierung von Edgar Palmers Leiche hatte sich inzwischen erübrigt, aber es konnte nur von Nutzen sein, wenn Don bei der Aushebung des Grabes auf einen leeren Sarg stieß. Vielleicht würde er dann endlich von der Existenz der Dämonen überzeugt sein, und Dorian hätte damit einen starken Verbündeten gewonnen.
Die Zeit verstrich nur langsam. Es war bereits nach vier Uhr nachmittags, und Nebel senkte sich über den Park. In wenigen Minuten würde es dunkel werden. Phillip schlief, doch gerade als sich Dorian wieder von ihm abwenden wollte, richtete er sich in seinem Bett auf. Er schnappte nach Luft wie ein Fisch auf dem Trockenen und gab unartikulierte Laute von sich.
»Du brauchst dich nicht aufzuregen, Phillip!«, sagte Dorian beruhigend. »Es ist alles in Ordnung. Ich bin bei dir.«
Der Hermaphrodit vollführte heftige Bewegungen mit den Armen, als wollte er Dorian zum Schweigen bringen, dann verbarg er sein Gesicht in den Händen. »Viel Schwärze«, flüsterte er. »Schwärze überall.«
»Du musst dich irren, Phillip«, besänftigte Dorian ihn.
»Finsternis kommt. Finsternis triumphiert, Finsternis spricht und lacht. Alles liegt im Dunkeln. Was das Auge sieht, ist Trug. Es ist da! Es ist gegenwärtig!« Seine Worte klangen wie ein gequälter Aufschrei. Phillip fiel auf sein Lager zurück und begann erneut, sich unruhig hin und her zu wälzen.

Vampir-Horror-Roman Nr. 31 (DK 3) „Der Puppenmacher“
Seite 46, 2. Spalte, 8. Absatz – Seite 47, 1. Spalte, 3. Absatz
Dorian blickte sich im Zimmer um, sah aber keine drohenden Schatten und keine Irrwische. Vielleicht hatte Phillip gar nicht von diesem Zimmer gesprochen, sondern irgendeinen anderen Raum des Hauses gemeint? Jedenfalls glaubte Dorian, seinen Worten entnehmen zu können, daß irgendetwas oder jemand eingetroffen war. Sollte er ausharren und warten, bis derjenige in dieses Zimmer kam?
Er fühlte sich plötzlich wie in einer Falle gefangen. Ohne sich seiner Tat richtig bewußt zu werden, riß er die Tür auf und rannte auf den Korridor hinaus. Rasch warf er noch einen Blick auf Phillip zurück, der sich lautlos auf dem Bett hin und her warf. Es würde schon nichts passieren, wenn er ihn einige Minuten allein ließ.
Stimmen dröhnten durch das Stiegenhaus aus dem Erdgeschoß zu ihm herauf. Sich an der Wand haltend, wie er es bei Lord Hayward beobachtet hatte, stieg er die Treppe vorsichtig hinunter. Wenn er jemandem begegnete, konnte er immer noch irgendeine Ausrede erfinden. Schließlich hatte ihm Lord Hayward zugestanden, daß er sich im Haus frei bewegen konnte.
Dorian erreichte ungehindert die erste Etage. Die Stimmen waren noch lauter geworden, blieben aber unverständlich. Sie schienen aus dem Salon zu kommen.
Dorian ging weiter nach unten. Von der achten Stufe aus konnte er in den Salon blicken. Was er sah, ließ ihn erleichtert aufatmen.
Lady Hurst saß wieder in dem mit Brokat überzogenen Ohrensessel, den sie für immer mit Beschlag belegt zu haben schien. Hinter ihr stand ihr Sohn Henry. Er blickte zu einem Mann auf, der noch in Hut und Mantel war. Als der Mann den Kopf leicht zur Seite wandte, erkannte Dorian seinen Freund Donald Chapman.
Chapman sagte gerade: „Es entspricht vielleicht nicht den Gepflogenheiten, daß, Versicherungsagenten im Haus ihrer Kunden übernachten, aber Sie müssen zugeben, daß der zu Versichernde völlig aus der Norm schlägt.“


Dorian Hunter Nr. 3 „Der Puppenmacher“
Seite 48, 2. Spalte, 3. Absatz – Seite 49, 1. Spalte, 2. Absatz
Dorian blickte sich im Zimmer um, sah aber keine drohenden Schatten und keine Irrwische. Vielleicht hatte Phillip gar nicht von diesem Zimmer gesprochen, sondern irgendeinen anderen Raum des Hauses gemeint? Sollte er bleiben und warten, bis die Dämonen hierher kamen? Er fühlte sich plötzlich wie in einer Falle gefangen. Ohne richtig nachzudenken, riss er die Tür auf und rannte auf den Korridor hinaus. Rasch warf er noch einen Blick auf Phillip, der sich lautlos auf dem Bett hin und her warf. Es würde schon nichts passieren, wenn er ihn einige Minuten allein ließ.
Stimmen dröhnten durch das Stiegenhaus aus dem Erdgeschoss zu ihm herauf. Sich an der Wand haltend, wie er es bei Lord Hayward beobachtet hatte, stieg er die Treppe hinunter. Wenn er jemandem begegnete, konnte er immer noch irgendeine Ausrede erfinden. Schließlich hatte ihm Lord Hayward zugestanden, dass er sich im Haus frei bewegen konnte. Ungehindert erreichte er die erste Etage. Die Stimmen waren noch lauter geworden, blieben aber unverständlich. Sie schienen aus dem Salon zu kommen. Tatsächlich — dort saß wieder Lady Hurst in ihrem Sessel. Hinter ihr stand ihr Sohn Henry. Er blickte zu einem Mann auf, der noch in Hut und Mantel gekleidet war. Es war Don Chapman. Dorian vernahm seine Stimme.
»Es entspricht vielleicht nicht den Gepflogenheiten, dass Versicherungsagenten im Haus ihrer Kunden übernachten, aber Sie müssen zugeben, dass Phillip Hayward völlig aus der Norm schlägt.«

Vampir-Horror-Roman Nr. 31 (DK 3) „Der Puppenmacher“
Seite 47, 2. Spalte, 4. – 6. Absatz
„Ich würde sagen, daß sie zu einem erfreulichen Ergebnis geführt haben, aber dieser Meinung sind Sie wahrscheinlich nicht“, antwortete Chapman. „Wir können uns später darüber unterhalten. Ich habe nämlich beschlossen, diese Nacht in Lord Haywards Haus zu verbringen. Was sagen Sie dazu, Dorian?“
„Keine schlechte Idee“, meinte Dorian.
Er fühlte sich plötzlich seltsam beklommen. Irgendetwas, das er nicht genau definieren konnte, kam ihm seltsam vor.

Dorian Hunter Nr. 3 „Der Puppenmacher“
Seite 49, 2. Spalte, 2. + 3. Absatz
»Ich würde sagen, dass sie zu einem erfreulichen Ergebnis geführt haben — obwohl Sie wahrscheinlich anderer Meinung sein werden. Wir können uns später darüber unterhalten. Ich habe nämlich beschlossen, diese Nacht in Lord Haywards Haus zu verbringen. Was sagen Sie dazu Dorian?«
»Keine schlechte Idee.« Der Dämonenkiller fühlte sich plötzlich seltsam beklommen. Die ganze Szene mutete ihm seltsam an.

Vampir-Horror-Roman Nr. 31 (DK 3) „Der Puppenmacher“
Seite 47, 2. Spalte, 15. Absatz – Seite 48, 1. Spalte, 6. Absatz
„Waren Sie bei Palmers Grab?“ fragte er.
Chapman nickte.
Dorian wurde ungeduldig. „Sagen Sie schon, was Sie herausgefunden haben!“
„Ich fürchte, ich muß Sie wieder einmal einer Illusion berauben, Dorian“, meinte Chapman bedauernd. „Um es kurz zu machen: Edgar Palmer lag in seinem Grab - so wie es sich gehört.“
„Aber das gibt es nicht!“ entfuhr es Dorian.
„Und doch ist es so“, beharrte Chapman.
Dorian versteifte sich. Chapman log ganz offensichtlich. Warum tat er das? Er wirkte überhaupt vollkommen verändert. Was war der Grund dafür?
„Nehmen Sie es nicht tragisch, Dorian!“ redete ihm Chapman zu. „Sie haben sich da in eine Sache verrannt, die jeglicher Grundlage entbehrt, aber vielleicht war alles doch nicht ganz umsonst. In diesem Haus ist ein Verbrechen geschehen, das ich in der kommenden Nacht zu klären hoffe.“
Sie hatten Phillips Zimmer erreicht. Dorian war wie benommen. Er öffnete die Tür und trat ein. Chapman wollte ihm folgen. Doch er hatte kaum einen Fuß über die Schwelle gesetzt, als Phillip sich in seinem Bett aufbäumte und markerschütternd schrie.

Dorian Hunter Nr. 3 „Der Puppenmacher“
Seite 49, 2. Spalte, 9. Absatz – Seite 50, 1. Spalte, 4. Absatz
»Was haben Sie bei Palmers Grab herausgefunden?«
»Ich fürchte, ich muss Sie wieder einmal einer Illusion berauben. Edgar Palmer lag in seinem Grab, so wie es sich gehört.«
»Aber das ist unmöglich!«, entfuhr es Dorian. Er versteifte sich. Chapman log ganz offensichtlich. Warum tat er das? Er wirkte überhaupt vollkommen verändert. Was war der Grund dafür?
»Nehmen Sie es nicht tragisch, Dorian!«, redete ihm der Agent zu. »Sie haben sich da in eine Sache verrannt, die jeglicher Grundlage entbehrt, aber vielleicht war alles doch nicht ganz umsonst. In diesem Haus ist ein Verbrechen geschehen, das ich in der kommenden Nacht zu klären hoffe.«
Sie hatten Phillips Zimmer erreicht. Dorian war wie benommen. Er öffnete die Tür und trat ein. Chapman wollte ihm folgen, doch kaum hatte er einen Fuß über die Schwelle gesetzt, als Phillip sich in seinem Bett aufbäumte und markerschütternd schrie.

Vampir-Horror-Roman Nr. 31 (DK 3) „Der Puppenmacher“
Seite 48, 1. Spalte, 11. Absatz – Seite 48, 2. Spalte, 3. Absatz
Lord Hayward kam auf den Korridor gestürzt.
„Was ist passiert?“ erkundigte er sich bestürzt.
„Nichts von Bedeutung“, erklärte Dorian. „Mr. Chapman wird es Ihnen erklären. Wir sehen uns dann später, Don.“
„Natürlich. Vielleicht können wir sogar gemeinsam an dem Fest teilnehmen, das die anderen geben. Was meinen Sie dazu, Dorian?“
„In Ordnung.“
Dorian betrat Phillips Zimmer, drückte die Tür ins Schloß und lehnte sich dagegen.
Er wußte, daß er nun ganz allein auf sich gestellt war. Er stand den Mächten der Finsternis einsam und verlassen gegenüber. Denn eines war sicher: Chapman hatte eine Wandlung durchgemacht. Er war nicht mehr er selbst. Irgendetwas war mit ihm passiert. Warum hätte er sonst die offensichtliche Lüge vorbringen sollen, daß Edgar Palmer friedlich in seinem Grab lag? Und warum hatte Phillip bei Chapmans Anblick einen hysterischen Anfall bekommen?
Dorian erinnerte sich an das Puppenkostüm, das Lady Hurst nähte. Einen Frack. Es war ein schrecklicher Gedanke, Donald Chapman damit in Zusammenhang zu bringen. Aber er durfte sich der Realität nicht verschließen. Er stand allein da gegen eine Horde von Dämonen, die ihm und Phillip Hayward nach dem Leben trachteten.

Dorian Hunter Nr. 3 „Der Puppenmacher“
Seite 50, 1. Spalte, 7. Absatz – Seite 50, 2. Spalte, 2. Absatz
Plötzlich kam Lord Hayward auf den Korridor gestürzt. »Was ist passiert?«, erkundigte er sich entsetzt.
»Nichts von Bedeutung«, erklärte Dorian. »Mr. Chapman wird es Ihnen erklären. Wir sehen uns dann später, Don.«
Er schloss Phillips Zimmertür hinter sich und lehnte sich dagegen. Er wusste, dass er nun ganz auf sich gestellt war. Chapman hatte sich verändert, war nicht mehr er selbst. Warum hätte er sonst die offensichtliche Lüge vorbringen sollen, dass Edgar Palmer friedlich in seinem Grab lag? Und warum hatte Phillip bei Chapmans Anblick einen hysterischen Anfall bekommen?
Plötzlich erinnerte sich der Dämonenkiller an das Puppenkostüm, das Lady Hurst nähte. Einen Frack. Es war ein schrecklicher Gedanke, Donald Chapman damit in Zusammenhang zu bringen, aber er durfte sich der Realität nicht verschließen. Er stand allein gegen eine Horde von Dämonen, die ihm und Phillip Hayward nach dem Leben trachteten.

Vampir-Horror-Roman Nr. 31 (DK 3) „Der Puppenmacher“
Seite 49, 2. Spalte, 2. + 3. Absatz
Er ging zum Spiegel und betrachtete sich darin. Wer hatte den Aberglauben in die Welt gesetzt, daß Dämonen ihr Spiegelbild nicht sehen konnten? Dämonen waren Wesen aus Fleisch und Blut, ihre Opfer besaßen kein Spiegelbild.
Wir sind die wahren Herrscher dieser Welt, dachte er und überlegte, ob er diese Maske beibehalten oder sich sein ursprüngliches Aussehen geben sollte. Aber dann entschloß er sich, diese Mühe nicht auf sich zu nehmen. Auch wenn er Dorian Hunter nicht als Roberto Copello entgegentrat, würde dieser erkennen, wer ihm den Todesstoß versetzte. Und Alina, diese rebellische Puppe, würde ihm, ohne es zu ahnen, alle Wege ebnen.

Dorian Hunter Nr. 3 „Der Puppenmacher“
Seite 51, 1. Spalte, 5. Absatz
Er ging zum Spiegel und betrachtete sich darin. Kurz überlegte er, ob er seine Maske beibehalten oder wieder sein ursprüngliches Aussehen annehmen sollte, und entschied sich für Ersteres. Selbst wenn er Dorian Hunter nicht als Roberto Copello entgegentrat, würde dieser erkennen, wer ihm den Todesstoß versetzte, und Alina, diese rebellische Puppe, würde ihm, ohne es zu ahnen, den Weg ebnen.

Vampir-Horror-Roman Nr. 31 (DK 3) „Der Puppenmacher“
Seite 49, 2. Spalte, 4. Absatz – Seite 50, 1. Spalte, 2. Absatz
Dorian hätte am liebsten gehandelt, aber ihm waren die Hände gebunden. Er mußte aus zwei Gründen bei Phillip bleiben: Erstens war er nur in der Nähe des Hermaphroditen vor den Angriffen der Dämonen sicher; zweitens mußte er Phillip vor eventuellen Angriffen der Puppen schützen. Die Angriffe der Druden, Alpen und der anderen Quälgeister würde er einigermaßen mühelos mit magischen Zeichen abwehren können; außerdem drohte von ihnen keine besondere Gefahr; sie konnten Phillip nicht ernsthaft schaden. Anders verhielt es sich jedoch mit den Puppen.
Dorian hatte sich ein Stuhlbein zurechtgelegt, mit dem er die Puppen bekämpfen wollte. Außerdem hatte er immer noch seine Pistole. Eine Kugel richtete zwar gegen einen Dämonen nichts aus, aber eine Puppe konnte sie in Stücke reißen.
Das Warten zermürbte Dorian. Alles wäre ihm lieber gewesen, als hier zu sitzen und tatenlos der kommenden Ereignisse zu harren. Es war schon spät, beinahe zweiundzwanzig Uhr, und nichts hatte sich bisher ereignet; nicht einmal Lord Hayward hätte sich blicken lassen.
Dorian wurde aus dem Alten nicht klug. Er war selbst kein Dämon, aber er schien ihnen völlig verfallen zu sein.

Dorian Hunter Nr. 3 „Der Puppenmacher“
Seite 51, 1. Spalte, 6. Absatz – Seite 51, 2. Spalte, 2. Absatz
Dorian hätte am liebsten sofort gehandelt, aber ihm waren die Hände gebunden. Er musste in der Nähe des Hermaphroditen bleiben, weil er nur dort vor den Dämonen sicher war. Außerdem musste er Phillip vor den Puppen schützen, die ihm im Gegensatz zu den Dämonen durchaus gefährlich werden konnten. Der Dämonenkiller hatte sich ein Stuhlbein zurechtgelegt, mit dem er die kleinen Quälgeister bekämpfen wollte, und er besaß immer noch seine Pistole. Gegen einen Dämon richtete eine Kugel zwar nichts aus, aber eine Puppe konnte sie in Stücke reißen.
Das Warten zermürbte Dorian. Alles wäre ihm lieber gewesen, als hier zu sitzen und tatenlos der kommenden Ereignisse zu harren. Es war schon spät, beinahe zweiundzwanzig Uhr, und nichts hatte sich bisher ereignet — nicht einmal Lord Hayward hatte sich blicken lassen. Dorian wurde aus dem Alten nicht klug. Er war selbst kein Dämon, aber er schien ihnen weitgehend verfallen zu sein.

Vampir-Horror-Roman Nr. 31 (DK 3) „Der Puppenmacher“
Seite 50, 1. Spalte, 3. Absatz – Seite 50, 2. Spalte, 6. Absatz
Dorian zuckte zusammen, als etwas gegen das Fenster schlug. Er schaute hinaus, konnte aber nichts sehen. Als er jedoch die schweren Vorhänge zuziehen wollte, gab Phillip einen krächzenden Laut von sich. Er hatte sich aufgerichtet und fuchtelte verzweifelt mit den Händen in Dorians Richtung.
Dorian verstand ihn. Er ließ vom Vorhang ab und begab sich zu Phillips Bett.
„Wenn ich nur all deine Hinweise verstünde“, meinte er niedergeschlagen.
Phillip öffnete den Mund.
„Alina“, kam es abgehackt über seine Lippen. Und wieder: „Alina!“
„Sie muß wohl deine große Liebe und deine große Enttäuschung zugleich gewesen sein“, sagte Dorian mitfühlend.
Phillip fuchtelte mit den Händen vor Dorians Gesicht herum.
„Alina!“ rief er und machte Anstalten, aus dem Bett zu klettern.
„Wohin willst du?“ fragte Dorian, obwohl er wußte, daß er keine Antwort zu erwarten hatte.
Phillip kletterte aus dem Bett und kam stolpernd auf die Beine. Dorians Hände schüttelte er ab. Er schritt geradewegs auf das Fenster zu. Als er es erreicht hatte, suchten seine tastenden Hände nach dem Hebel, um es zu öffnen. Er war noch schlimmer dran als ein Blinder, ihm fehlte auch jeglicher Tastsinn. Phillip lebte in einer anderen Sphäre.
Vor Wut über sein Unvermögen, das Fenster zu öffnen, zerschlug er mit der Faust die Scheibe.
„Phillip!“
Dorian war Sekundenbruchteile später an seiner Seite und half ihm. Phillip schien zufrieden. Er atmete die kalte Luft in tiefen Zügen ein.
Dann gewahrte Dorian auf dem Fensterbrett plötzlich eine Bewegung. Er hob automatisch den Prügel, als er die blonde Puppe gewahrte, und schlug zu. Aber die Puppe war bereits geflüchtet. Dumpf krachte das Stuhlbein auf das Fensterbrett.
Dorian verfolgte, wie die Puppe durch die Luft auf Phillip zuflog. Sie bekam sein Nachthemd in Hüfthöhe zu fassen, krallte sich daran fest und kletterte an ihm hoch. Wenn sie den Halsausschnitt erreicht, wird sie Phillip mit einem Biß ihrer vergifteten Zähne töten, durchzuckte es Dorian.
Er holte aus, um die Puppe mit einem Hieb davon zuschleudern, doch noch bevor er zuschlagen konnte, bekam er einen Stoß vor den Kopf, so daß er einen Schritt zurücktaumelte.
Verständnislos registrierte Dorian, daß es Phillip gewesen war, der seinen Angriff abgewehrt hatte. Phillip umschloß die Puppe schützend mit seinen Händen und preßte sie an seinen kleinen Busen.

Dorian Hunter Nr. 3 „Der Puppenmacher“
Seite 51, 2. Spalte, 3. Absatz – Seite 52, 1. Spalte, 2. Absatz
Der Dämonenkiller zuckte zusammen, als etwas gegen das Fenster schlug. Er schaute hinaus, konnte aber nichts sehen. Als er die schweren Vorhänge zuziehen wollte, gab Phillip einen krächzenden Laut von sich. Er hatte sich aufgerichtet und fuchtelte verzweifelt mit den Händen in Dorians Richtung. Hunter verstand ihn. Er ließ vom Vorhang ab und begab sich zu Phillips Bett.
»Alina«, kam es abgehackt über Phillips Lippen. Und wieder: »Alina!«
»Sie muss wohl deine größte Liebe und Enttäuschung zugleich gewesen sein«, sagte Dorian mitfühlend.
Phillip fuchtelte weiter mit den Händen vor seinem Gesicht herum.
Dann kletterte er plötzlich aus dem Bett und kam stolpernd auf die Beine. Dorians Hände schüttelte er ab. Er schritt geradewegs auf das Fenster zu. Als er es erreicht hatte, suchten seine tastenden Hände nach dem Hebel, um es zu öffnen. Er war noch schlimmer dran als ein Blinder, ihm fehlte auch jeglicher Tastsinn. Phillip lebte in einer anderen Welt. Vor Wut über sein Unvermögen stieß er einen Schrei aus. Gleich darauf war Dorian an seiner Seite und öffnete das Fenster für ihn. Phillip schien zufrieden. Er atmete die kalte Luft in tiefen Zügen ein. Da nahm Dorian auf dem Fensterbrett plötzlich eine Bewegung wahr. Er hob automatisch den Prügel, als er die blonde Puppe entdeckte, und schlug zu, aber er war zu langsam. Dumpf krachte das Stuhlbein auf das Fensterbrett.
Der Dämonenkiller verfolgte, wie das winzige Wesen durch die Luft auf Phillip zuflog. Sie bekam sein Nachthemd in Hüfthöhe zu fassen, krallte sich daran fest und kletterte an ihm hoch. Dorian holte aus, um die Puppe mit einem Hieb davonzuschleudern, doch noch bevor er zuschlagen konnte, bekam er einen Stoß vor den Kopf, der ihn einen Schritt zurücktaumeln ließ. Es war niemand anderes als Phillip, der sich gewehrt hatte. Jetzt umschloss er die Puppe schützend mit seinen Händen und presste sie an seinen kleinen Busen.

Vampir-Horror-Roman Nr. 31 (DK 3) „Der Puppenmacher“
Seite 50, 2. Spalte, 8. Absatz – Seite 51, 1. Spalte, 6. Absatz
Die Puppe war zweifellos Alina Burdon; das hatte Dorian sogleich erkannt; dennoch hätte er seine Seele verwettet, daß sie Phillip töten würde. Sie war ein Werkzeug des Puppenmachers; Roberto Copellos Sklavin. Daß sie Phillip aber nichts tat zeigte Dorian, daß ihre Zuneigung zu ihm stärker war als alle schwarze Magie.
Er atmete auf. Es stimmte also: Wo echte Liebe war, zerbrach die Macht der Dämonen.
Dorian sah mit der Ankunft Alinas seine Chance gekommen, das lange Warten endlich zu beenden.
„Alina, ich bin Phillips Freund“, sagte er zu der Puppe. „Ich möchte ihm helfen. Führe mich zum Puppenmacher, damit ich ihn zur Strecke bringen kann! Nur wenn ich ihn töte, ist Phillip in Sicherheit.“
Die Antwort war ein wütendes Fauchen.
Dorian hatte leidenschaftlich mit den Händen gestikuliert, um seine Worte zu unterstreichen. Dabei war er der Puppe zu nahe gekommen. Sie müßte ihn mißverstanden haben, denn plötzlich zuckte ihr Kopf nach vorn, und ihre Zähne gruben sich in die Kuppe von Dorians Daumen.
Er zuckte kreidebleich zurück und starrte auf die Wunde. Sie konnte sein Tod sein. Im günstigsten Fall aber - wenn die Zähne der Puppe kein tödliches Gift enthielten, sondern nur ein Betäubungsmittel - würde er das Bewußtsein verlieren. Und auch das würde seinen Untergang bedeuten. Doch seltsamerweise verspürte er keinerlei Wirkung. Er, begann wieder Hoffnung zu schöpfen und erinnerte sich des Zwischenfalls im Park bei seinem ersten Besuch. Auch damals war er von einer Puppe gebissen worden, deren Zähne nicht vergiftet gewesen waren. Zweifellos hatte es sich damals ebenfalls um die Alina-Puppe gehandelt.
„Willst du mich nicht doch darin unterstützen, Phillip zu helfen?“ beschwor Dorian die Puppe.
Aber sie wandte sich ab und klammerte sich noch fester an Phillip.
Dorian resignierte. Wenn ihm die Puppe den Weg gezeigt hätte, wäre es ihm vielleicht möglich gewesen, zusammen mit dem Hermaphroditen Roberte Copello zur Strecke zu bringen. Aber er konnte sie nicht zwingen. Ihre Angst vor dem Mann, der sie zu diesem Zwergendasein verdammt hatte, war verständlich.

Dorian Hunter Nr. 3 „Der Puppenmacher“
Seite 52, 1. Spalte, 4. Absatz – Seite 52, 2. Spalte, 4. Absatz
Es handelte sich zweifellos um Alina Burdon, das hatte Dorian sogleich erkannt; dennoch hätte er seine Seele verwettet, dass sie Phillip töten würde. Sie war ein Werkzeug des Puppenmachers. In diesem außergewöhnlichen Fall schien ihre Zuneigung zu dem Hermaphroditen jedoch stärker als alle Schwarze Magie. Dorian atmete auf. Wahre Liebe konnte die Macht der Dämonen brechen. Plötzlich sah er die Chance gekommen, das lange Warten zu beenden.
»Alina, ich bin Phillips Freund«, sagte er zu der Puppe. »Ich möchte ihm helfen. Führe mich zum Puppenmacher, damit ich ihn zur Strecke bringen kann! Nur wenn ich ihn töte, ist Phillip in Sicherheit.«
Die Antwort war ein wütendes Fauchen. Dorian hatte leidenschaftlich mit den Händen gestikuliert, um seine Worte zu unterstreichen. Dabei war er der Puppe zu nahe gekommen. Sie musste ihn missverstanden haben, denn plötzlich zuckte ihr Kopf nach vorn, und ihre Zähne gruben sich in die Kuppe von Dorians Daumen. Er ignorierte den Schmerz.
»Willst du mich nicht dabei unterstützen, Phillip zu helfen?«, beschwor er Alina, aber sie wandte sich ab und klammerte sich noch fester an Phillip. Dorian resignierte. Wenn ihm die Puppe den Weg gezeigt hätte, wäre es vielleicht möglich gewesen, zusammen mit dem Hermaphroditen Roberto Copello zur Strecke zu bringen, aber er konnte sie nicht zwingen. Ihre Angst vor dem Mann, der sie zu diesem Zwergendasein verdammt hatte, war verständlich.

Vampir-Horror-Roman Nr. 31 (DK 3) „Der Puppenmacher“
Seite 51, 1. Spalte, 8. Absatz – Seite 51, 1. Spalte, 7. Absatz
Als Dorian hinter Phillip auf den Korridor trat, kam Lady Hayward aus ihrem Zimmer. Sie war so gekleidet wie damals, als Dorian und Chapman mit dem Wagen vor Haywards Grundstück vorfuhren und sie gerade auf die Straße trat. Wieder trug sie den langen, schwarzen Mantel und den Hut mit dem schwarzen Schleier.
Als sie die beiden Männer sah, blieb sie stehen.
Eine Weile standen sich die drei schweigend gegenüber, dann sagte Lady Hayward mit schriller Stimme: „Schau, schau! Mein Sohn Phillip mit seinem Freund Hunter.“
Sie setzte sich wieder in Bewegung und kam langsam näher. Ihr Sohn wollte zur Treppe hin ausweichen, aber sie schnitt ihm den Weg ab. Phillips Körpers wurde von heftigen Zuckungen befallen.
Dorian schluckte und sagte: „Ich dachte, Sie müssen das Bett hüten, Lady Hayward.“
Sie kicherte. „Untertags, Hunter. Nur untertags. Bei Nacht werde ich munter.“
Dorian nickte verstehend. Kalte Wut befiel ihn.

Dorian Hunter Nr. 3 „Der Puppenmacher“
Seite 52, 2. Spalte, 5. Absatz – Seite 53, 1. Spalte, 5. Absatz
Als Dorian hinter ihm auf den Korridor trat, kam Lady Hayward aus ihrem Zimmer. Sie war so gekleidet wie am Vortag, als Dorian und Chapman mit dem Wagen vor Haywards Grundstück vorgefahren waren und sie gerade auf die Straße getreten war. Wieder trug sie den langen, schwarzen Mantel und den Hut mit dem schwarzen Schleier. Als sie Phillip und den Dämonenkiller sah, blieb sie stehen. Eine Weile standen sich die drei schweigend gegenüber, dann rief sie mit schriller Stimme: »Schau, schau! Mein Sohn Phillip mit seinem Freund Hunter.«
Langsam kam sie näher. Ihr Sohn wollte zur Treppe hin ausweichen, aber sie schnitt ihm den Weg ab. Phillips Körper wurde von heftigen Zuckungen befallen.
Dorian schluckte und sagte: »Ich dachte, Sie müssen das Bett hüten, Lady Hayward.«
Sie kicherte. »Tagsüber, Hunter. Nur tagsüber. Bei Nacht werde ich munter.«
Dorian nickte.

Das war der dritte Teil des Vergleiches

Der vierte folgt dann morgen mittag

                                    Talis ist offline Email an Talis senden Beiträge von Talis suchen Nehmen Sie Talis in Ihre Freundesliste auf                               Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden IP Information
111226
Talis Talis ist männlich
Foren Gott




Dabei seit: 30.07.2016
Beiträge: 2340

27.10.2018 13:20
Veränderungen in Dorian Hunter Nr. 3 "Der Puppenmacher" - 4. Teil
Antwort auf diesen Beitrag erstellen  Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen      IP InformationZum Anfang der Seite springen

Veränderungen in Dorian Hunter Nr. 3 - 3. Teil


Vampir-Horror-Roman Nr. 31 (DK 3) „Der Puppenmacher“
Seite 51, 2. Spalte, 14. Absatz – Seite 52, 1. Spalte, 4. Absatz
Gierig streckte sie die Arme nach Dorian aus. Doch noch bevor sie ihn fassen konnte, trat er gegen ihren Unterleib. Sie verlor das Gleichgewicht und kullerte hintenüber die Treppe hinunter. Aber nach dem zweiten Überschlag hatte sie sich wieder aufgerafft und kam in lauernder Haltung die Treppe erneut hoch.
„Jetzt hole ich mir dein Blut, du Bastard!“ schrie sie geifernd.
Phillip schrie markerschütternd, die Alina-Puppe fest an seinen Busen gepreßt.
Dorian wartete, bis Lady Hayward auf eineinhalb Meter heran war und zum entscheidenden Sprung ansetzte. Dann zog er die Pistole. Zweimal drückte er ab, und zwei kurze Detonationen hallten durch das Haus. Eine Kugel zerschlug Lady Hayward das Gesicht, die andere traf ihre Schulter. Sie wurde von der Wucht der Geschosse herumgerissen und gegen die Wand des Stiegenhauses geschleudert.

Dorian Hunter Nr. 3 „Der Puppenmacher“
Seite 53, 2. Spalte, 1.– 3. Absatz
Gierig streckte sie die Arme nach Dorian aus, doch noch bevor sie ihn fassen konnte, trat er kräftig gegen den Leib. Sie verlor das Gleichgewicht und stürzte rückwärts die Treppe hinunter. Nach dem zweiten Überschlag hatte sie sich jedoch schon wieder aufgerafft und kam in lauernder Haltung die Treppe hoch.
»Jetzt hole ich mir dein Blut, du Bastard!«, schrie sie geifernd.
Phillip heulte markerschütternd, die Alina-Puppe fest an seinen Busen gepresst. Dorian wartete, bis Lady Hayward auf anderthalb Meter heran war und zum entscheidenden Sprung ansetzte. Dann zog er die Pistole und drückte zweimal ab. Laut hallten die Detonationen durch das Haus. Eine Kugel zerschlug Lady Hayward das Gesicht, die andere traf ihre Schulter. Sie wurde von der Wucht der Geschosse herumgerissen und gegen die Wand des Treppenhauses geschleudert.


Vampir-Horror-Roman Nr. 31 (DK 3) „Der Puppenmacher“
Seite 52, 1. Spalte, 5. Absatz
Plötzlich tauchte Lord Hayward auf dem unteren Treppenabsatz auf. Seine Frau kullerte ihm geradewegs vor die Beine. Er schrie entsetzt, als er ihr formloses Gesicht sah. Schaudernd wich er ihren zuckenden Armen aus und kam die Treppe herauf.

Dorian Hunter Nr. 3 „Der Puppenmacher“
Seite 53, 2. Spalte, 4. Absatz
Plötzlich tauchte Lord Hayward auf dem unteren Treppenabsatz auf. Seine Frau rollte ihm geradewegs vor die Beine. Er schrie entsetzt, als er ihr zerstörtes Gesicht sah. Schaudernd wich er ihren zuckenden Armen aus und kam die Treppe herauf.


Vampir-Horror-Roman Nr. 31 (DK 3) „Der Puppenmacher“
Seite 52, 1. Spalte, 5. Absatz
„Haben Sie denn noch nicht genug Unheil angerichtet?“ schrie Hayward und wollte sich auf Dorian stürzen.
Dieser packte ihn am Genick und schleuderte ihn gegen die Wand.
Als er in das untere Stockwerk blickte, war Lady Hayward bereits verschwunden. Er wandte sich wieder Hayward zu, der an der Wand lehnte und jämmerlich schluchzte.

Dorian Hunter Nr. 3 „Der Puppenmacher“
Seite 52, 1. Spalte, 9. Absatz – Seite 52, 2. Spalte, 1. Absatz
»Haben Sie denn noch nicht genug Unheil angerichtet?«, schrie Hayward und wollte sich auf ihn stürzen.
Der Dämonenkiller erwartete ihn ruhig, packte ihn am Genick und schleuderte ihn gegen die Wand. Dann suchte er mit den Blicken nach Lady Hayward, doch sie hatte die Zeit genutzt, um zu verschwinden. Dorian wandte sich wieder Hayward zu. Der Lord war an der Wand zusammengesunken und schluchzte jämmerlich.


Vampir-Horror-Roman Nr. 31 (DK 3) „Der Puppenmacher“
Seite 52, 2. Spalte, 6. Absatz – Seite 53, 1. Spalte, 1. Absatz
„Wollen Sie noch immer schweigen?“ fragte Dorian kalt.
Hayward schien ihn nicht gehört zu haben. Er starrte blicklos vor sich hin. Und dann begann er zu erzählen. Zuerst stockend, aber nachdem er sich überwunden hatte, sprudelten die Worte nur so über seine Lippen. Es schien, als sei er froh, endlich beichten zu können.
„Ich wußte in meiner Verzweiflung nicht mehr, was ich tun sollte. Nur deshalb ließ ich mich auf diesen Handel mit dem Teufel ein. Ich habe dreiundzwanzig Jahre hindurch versucht, das Leben für Phillip lebenswert zu gestalten. Bei wie vielen Ärzten war ich mit ihm! Ich habe sämtliche namhafte Spezialisten aufgesucht und mein Vermögen in sie gesteckt. Zuletzt war ich ein armer Mann und wußte weder ein noch aus und Phillip war immer noch nicht geholfen worden. Schließlich kam ich durch die Lektüre eines Buches auf den Gedanken, den Teufel anzurufen. Er war der einzige, der mir noch helfen konnte. Ich war immer ein gläubiger Mann gewesen und hatte nichts von Geisterbeschwörung gehalten, aber meine Verzweiflung trieb mich dazu, mich darin zu versuchen. Ich war skeptisch, glaubte nicht an einen Erfolg, doch ich wollte keine Chance ungenützt lassen, Phillip zu helfen.
Eines Tages kam dann - es war vor sechs Wochen - Lady Hurst in mein Haus. Sie sagte, daß mein Rufen gehört worden wäre und daß mir geholfen werden könnte. Lady Hurst brachte einen Mann mit, der Argentinier zu sein vorgab und sich Roberto Copello nannte. Er versprach, Phillip zu helfen, doch nur, wenn ich mein Haus dem Schwarzen Kreis zur Verfügung stelle. Ich willigte ein. Mir blieb keine andere Wahl. Aber wenn ich geahnt hätte... Lady Hurst nistete sich mit ihrem Sohn, Roberto Copello und weiteren vier Personen in meinem Haus ein. Am Tage verhielten sie sich normal, aber in der Nacht veranstalteten sie im Keller schreckliche Orgien mit Tieropfern und wüsten Ausschweifungen. Ich wurde einmal Zeuge dieser Szenen und mir graute. Ich wollte die Leute aus meinem Haus weisen, aber sie lachten mich nur aus und trieben es daraufhin noch ärger. Sie veranstalteten immer mehr Schwarze Messen in den Kellerräumen und luden dazu unschuldige junge Leute ein.“

Dorian Hunter Nr. 3 „Der Puppenmacher“
Seite 54, 1. Spalte, 8. Absatz – Seite 56, 1. Spalte, 1. Absatz
»Dann reden Sie endlich, Lord!«, beschwor Dorian ihn.
Hayward schien ihn nicht gehört zu haben. Er starrte blicklos vor sich hin. Dann aber begann er zu erzählen. Zuerst stockend, doch nachdem er sich überwunden hatte, sprudelten die Worte nur so. über seine Lippen. Es schien, als sei er froh, endlich beichten zu können.
»Ich wusste in meiner Verzweiflung nicht mehr, was ich tun sollte. Nur deshalb ließ ich mich auf diesen Handel mit dem Teufel ein. Ich habe dreiundzwanzig Jahre hindurch versucht, Phillip das Leben so einfach wie möglich zu gestalten. Ich habe sämtliche namhaften Ärzte und Spezialisten aufgesucht, um Rat zu erhalten. Zuletzt war ich ein armer Mann und wusste weder ein noch aus. Phillip war jedoch nicht geholfen worden. Schließlich kam ich durch die Lektüre eines Buches auf den Gedanken, den Teufel anzurufen. Er war der Einzige, der mir noch helfen konnte. Ich war immer ein gläubiger Mann gewesen und hatte nichts von Geisterbeschwörung gehalten, aber meine Verzweiflung trieb mich dazu, mich darin zu versuchen. Ich war skeptisch, glaubte nicht an einen Erfolg, doch ich wollte keine Chance ungenützt lassen, Phillip zu helfen. Vor etwa sechs Wochen betrat Lady Hurst eines Tages mein Haus. Sie sagte, dass mein Rufen gehört worden sei und dass mir geholfen werden könne. Sie brachte einen Mann mit, einen Argentinier, der sich Roberto Copello nannte. Er versprach, Phillip zu helfen, doch nur, wenn ich mein Haus der Schwarzen Familie zur Verfügung stelle. Ich willigte ein. Aber wenn ich geahnt hätte ... Lady Hurst nistete sich mit ihrem Sohn, Roberto Copello und weiteren vier Personen in meinem Haus ein. Am Tage verhielten sie sich normal, aber in der Nacht veranstalteten sie im Keller schreckliche Orgien mit Tieropfern und wüsten Ausschweifungen. Ich wurde einmal Zeuge dieser Szenen, und mir graute. Ich wollte die Leute aus meinem Haus weisen, aber sie lachten mich nur aus und trieben es daraufhin noch ärger. Sie veranstalteten immer mehr Schwarze Messen in den Kellerräumen und luden dazu unschuldige junge Leute ein.«


Vampir-Horror-Roman Nr. 31 (DK 3) „Der Puppenmacher“
Seite 53, 1. Spalte, 2. Absatz – Seite 53, 2. Spalte, 1. Absatz
„Wurde Ihnen denn nicht klar, was mit diesen jungen Leuten dort unten passierte?“ fragte Dorian anklagend.
Hayward schüttelte den Kopf. „Ich wollte nicht daran denken. Ich klammerte mich immer noch an die Hoffnung, daß diese schrecklichen Dinge nötig waren, um Phillip Heilung zu bringen. Aber dann passierte die Sache mit Alina.“
„Was geschah?“
„Phillip schlich sich einmal unbemerkt in den Keller und nahm an einer Orgie teil. Das war vor zwei Wochen. Daraufhin begab er sich jede Nacht in den Keller. Ich merkte es erst, als er vom Black Sabbath zu phantasieren begann - so nennt Roberto Copello den Hexenklub. In der nächsten Nacht beobachtete ich Phillip, als er in den Keller stieg. Und ich wurde Zeuge, wie er sich dort unten mit einem Mädchen abknutschte. Ich glaubte, wahnsinnig werden zu müssen, denn Phillips Gebrechen erlaubte es ihm nicht, mit Mädchen intim zu sein. Er mußte in der ewigen Verdammnis schmoren, wenn er weiterhin Unzucht trieb.

Dorian Hunter Nr. 3 „Der Puppenmacher“
Seite 56, 1. Spalte, 2. + 3. Absatz
»War Ihnen denn nicht klar, was mit diesen jungen Leuten dort unten passierte?«, fragte Dorian vorwurfsvoll.
Hayward schüttelte den Kopf. »Ich wollte nicht daran denken. Ich klammerte mich immer noch an die Hoffnung, dass diese schrecklichen Dinge nötig waren, um Phillip Heilung zu bringen. Aber dann passierte die Sache mit Alina. Phillip schlich sich einmal unbemerkt in den Keller und nahm an einer Orgie teil. Das war vor zwei Wochen. Daraufhin begab er sich jede Nacht in den Keller. Ich merkte es erst, als er vom Black Sabbath zu phantasieren begann - so nennt Roberto Copello den Hexenklub. In der nächsten Nacht beobachtete ich Phillip, als er in den Keller stieg, und ich wurde Zeuge, wie er dort unten ein fremdes Mädchen küsste. Ich glaubte, wahnsinnig zu werden, denn Phillips Gebrechen erlaubt es ihm nicht, mit Mädchen intim zu sein. Er würde in der ewigen Verdammnis schmoren, wenn er weiterhin Unzucht trieb.


Vampir-Horror-Roman Nr. 31 (DK 3) „Der Puppenmacher“
Seite 53, 2. Spalte, 2. + 3. Absatz
Hayward hielt erschöpft inne. Er war ein völlig gebrochener Mann, und Dorian hatte jetzt trotz allem Mitleid mit ihm.
„Sie haben viel Unrecht getan, Lord Hayward“, sagte er milde, „aber ich will nicht Ihr Richter sein. Ich fühle mich nicht dazu berufen. Indessen habe ich mir die Aufgabe gestellt, die Dämonen zu richten. Stehen Sie auf und führen Sie mich zu Donald Chapmans Zimmer! Ich werde versuchen, zu retten, was noch zu retten ist.“

Dorian Hunter Nr. 3 „Der Puppenmacher“
Seite 56, 2. Spalte, 2. + 3. Absatz
Erschöpft hielt Hayward inne. Er war ein völlig gebrochener Mann, und Dorian hatte jetzt trotz allem Mitleid mit ihm.
»Sie haben eine Menge Fehler begangen und viel Unheil angerichtet, Lord Hayward«, sagte er milde. »Aber ich will nicht Ihr Richter sein. Stehen Sie auf und führen Sie mich zu Donald Chapmans Zimmer. Ich werde versuchen zu retten, was noch zu retten ist.«


Vampir-Horror-Roman Nr. 31 (DK 3) „Der Puppenmacher“
Seite 53, 2. Spalte, 4. Absatz – Seite 54, 1. Spalte, 2. Absatz
Hayward war in das untere Stockwerk vorangegangen. Dorian packte Phillip an seinem dünnen Oberarm und zwang ihn, ihnen zu folgen. Hayward hatte eine Tür erreicht und klopfte zaghaft dagegen.
„Mr. Chapman!“ rief er verhalten. „Mr. Chapman, können Sie mich hören?“
Dorian stieß ihn zur Seite und trat die Tür mit dem Fuß ein. Sie sprang krachend auf und knallte gegen die Zimmerwand. Dorian trat ein und tastete die Wand nach dem Lichtschalter ab. Als er ihn fand, knipste er ihn an.
Der Raum war ähnlich eingerichtet wie Phillips Zimmer, nur stand hier außer den normalen Einrichtungsgegenständen noch ein - Puppenhaus.

Dorian Hunter Nr. 3 „Der Puppenmacher“
Seite 56, 2. Spalte, 4. + 5. Absatz
Hayward war in das untere Stockwerk vorausgegangen. Dorian packte Phillip am Oberarm und zwang ihn, ihnen zu folgen. Der Lord hatte eine Tür erreicht und klopfte zaghaft dagegen. »Mr. Chapman!«, rief er verhalten. »Mr. Chapman, können Sie mich hören?«
Dorian stieß ihn zur Seite und trat die Tür mit dem Fuß ein. Sie sprang krachend auf und knallte gegen die Zimmerwand. Der Dämonenkiller trat ein und betätigte den Lichtschalter. Der Raum war ähnlich eingerichtet wie Phillips Zimmer, nur stand hier außer den normalen Einrichtungsgegenständen noch ein Puppenhaus.


Vampir-Horror-Roman Nr. 31 (DK 3) „Der Puppenmacher“
Seite 54, 1. Spalte, 7. Absatz – Seite 54, 2. Spalte, 6. Absatz
Die Puppen waren durchwegs ehemalige Menschen, die der Puppenmacher mit seiner magischen Gabe zum Schrumpfen gebracht hatte. Es waren sieben an der Zahl: sechs Puppenmädchen und ein Puppenmann.
Dorian krampfte es das Herz im Leibe zusammen, als er in dem Puppenmann Donald Chapman erkannte. Er hatte jenen Frack an, an dem Lady Hurst am Nachmittag noch genäht hatte.
Die Puppen standen allesamt erstarrt da. Ihre Gesichter waren ausdruckslos, die Augen blicklos und ohne Glanz. Plötzlich glaubte Dorian jedoch, ein Aufleuchten in ihren Augen festzustellen. Es schien, als hätte eine unsichtbare Kraft ihnen den nötigen Funken eingegeben. Und in dem Maße, in dem ihre Augen zu leuchten begannen, kam auch Leben in ihre Körper. Zuerst zuckten die Arme, dann bewegten sich auch ihre Beine. Am Anfang waren ihre Bewegungen noch abgehackt, marionettenhaft, aber dann wurden sie immer geschmeidiger, bis sie ganz natürlich wirkten.
Die Puppen kamen langsam auf den Rand ihres Hauses zu. Ihre Augen funkelten wie Edelsteine.
Dorian wich unwillkürlich einen Schritt zurück - und dann noch einen. Er konnte es nicht recht fassen, daß auch Donald Chapman ein Opfer Roberto Copellos geworden war und Copello das Aussehen von Chapman angenommen hatte. Demnach besaß er nicht nur die Gabe, Menschen nach Belieben schrumpfen zu lassen, sondern darüber hinaus auch noch Fähigkeiten, mit denen er sein Aussehen nach Wunsch verändern konnte.
Dorian wurde bewußt, daß Copello zu den gefährlichsten Dämonen gehörte; und er wollte plötzlich nicht mehr daran glauben, daß er ihn zur Strecke bringen konnte.
Donald Chapman und die sechs Puppenmädchen hatten den Rand des Puppenhauses erreicht.

Dorian Hunter Nr. 3 „Der Puppenmacher“
Seite 57, 1. Spalte, 1. Absatz – Seite 57, 2. Spalte, 1. Absatz
Die zwergenhaften Wesen waren durchwegs ehemalige Menschen, die der Puppenmacher mit seiner magischen Gabe geschrumpft hatte. Es waren sieben an der Zahl, sechs Puppenmädchen und ein Puppenmann. Dorian krampfte es das Herz im Leibe zusammen, als er in der männlichen Gestalt Donald Chapman erkannte. Er hatte jenen Frack an, an dem Lady Hurst am Nachmittag noch genäht hatte.
Wenn Chapman in eine Puppe verwandelt worden war, dann bedeutete das, dass Roberto Copello auch die Fähigkeit besaß, sein Aussehen zu verändern. Er selbst musste es gewesen sein, der vorhin in der Maske des Agenten mit Dorian gesprochen hatte.
Die Puppen standen allesamt erstarrt da. Ihre Gesichter waren ausdruckslos, die Augen blicklos und ohne Glanz. Plötzlich aber begannen sie sich zu regen. Es schien, als hätte eine unsichtbare Kraft ihnen den nötigen Funken eingegeben. Im gleichen Maße, in dem ihre Augen zu leuchten begannen, kam auch Leben in ihre Körper. Am Anfang waren ihre Bewegungen noch abgehackt, marionettenhaft, aber dann wurden sie immer geschmeidiger, bis sie ganz natürlich wirkten. Langsam kamen sie auf Dorian zu, und ihre Augen funkelten wie Edelsteine. Dorian wich unwillkürlich einen Schritt zurück.
Jetzt hatten Donald Chapman und die sechs Puppenmädchen den Rand des Puppenhauses erreicht.


Vampir-Horror-Roman Nr. 31 (DK 3) „Der Puppenmacher“
Seite 54, 2. Spalte, 7. Absatz – Seite 56, 1. Spalte, 3. Absatz
„Don, ich bin es“, rief Dorian, um den Freund aus der Trance zu reißen. „Kommen Sie zu sich, Don! Der Puppenmacher hat jetzt keine Macht mehr über Sie!“
Doch Donald Chapman reagierte nicht auf seine Worte. Er fletschte seine schwarzen Zähne und fauchte tierisch.
Und dann sprang die erste Puppe Dorian an. Er hob blitzschnell die Waffe, zielte kurz und schoß. Die Kugel traf die Puppe in der Luft, zerriß sie förmlich und schleuderte die Überreste in das Puppenhaus zurück. Dann setzte auch Donald Chapman zum Sprung an.
Dorian hob erneut die Waffe, aber er brachte es nicht fertig, auf den Freund zu schießen, auch wenn er von einem Dämon besessen war. Er wandte sich zur Flucht, rannte aus dem Zimmer und schlug die Tür hinter sich zu. Ein leiser Aufschrei ließ ihn zu Boden blicken. Eine Puppe war in der Tür eingeklemmt.
Schaudernd wandte sich Dorian ab und suchte vergeblich nach Phillip. Der Hermaphrodit war verschwunden.

Dorian Hunter Nr. 3 „Der Puppenmacher“
Seite 57, 2. Spalte, 3. + 4. Absatz
»Don, ich bin es«, rief Dorian, um den Freund aus der Trance zu reißen. »Kommen Sie zu sich! Sie müssen sich aus dem Bann des Puppenmachers befreien!«
Chapman reagierte nicht auf seine Worte. Er fletschte die schwarzen Zähne und fauchte tierisch. Gleichzeitig sprang die erste Puppe Dorian an. Er hob blitzschnell die Waffe, zielte kurz und schoss. Die Kugel traf die Puppe in der Luft, zerriss sie und schleuderte die Überreste in das Puppenhaus zurück. Dann setzte auch Donald Chapman zum Sprung an. Dorian hob erneut die Waffe, aber er brachte es nicht fertig, auf den Freund zu schießen, auch wenn er von einem Dämon besessen war. Deshalb wandte er sich zur Flucht, rannte aus dem Zimmer und schlug die Tür hinter sich zu. Ein leiser Aufschrei ließ ihn zu Boden blicken. Eine Puppe war in der Tür eingeklemmt. Unter unsäglichen Schmerzen hauchte sie ihr Leben aus. Dorian wandte sich schaudernd ab und suchte vergeblich nach Phillip. Der Hermaphrodit war verschwunden.

Vampir-Horror-Roman Nr. 31 (DK 3) „Der Puppenmacher“
Seite 56, 2. Spalte, 5. Absatz – Seite 57, 1. Spalte, 4. Absatz
Er war noch unschlüssig, in welche Richtung er sich wenden sollte, als eine kleine Statur aus dem Schatten vor ihn hintrat und ihn ansprach:
„Bruder, willst du den Teufel küssen?“
An der Stimme erkannte er, daß es sich um ein junges Mädchen handelte.
„Ja, Schwester“, sagte Dorian beklommen.
„Dann nimm mich! In mir steckt der Teufel!“ kreischte sie.
Sie hielt plötzlich ein verbogenes und in Blut getränktes Kreuz in der Hand, hob ihren Rock und preßte es zwischen ihre Schenkel.
„Jetzt, Bruder!“ keuchte sie.
Dorian versetzte ihr einen Schlag ins Gesicht, der sie gegen die Wand schleuderte. Da er erwartete, daß sie einen hysterischen Anfall bekam, preßte er ihr rasch die Hand auf den Mund. Sie hielt ganz still. Die Kapuze war ihr ins Genick gerutscht, und Dorian erkannte, daß ihre Augen einen glasigen Ausdruck hatten. Sie stand unter Drogen.
Er hielt ihr den Mund immer noch zu, doch als er ihre feuchte Zunge auf seiner Handfläche kreisen spürte, zog er die Hand schnell zurück und wandte sich angewidert ab.
Dorian betrat den Seitengang, in dem keine Fackel brannte. Dabei stolperte er beinahe über ein Pärchen, das sich hemmungslos auf dem Boden seiner Leidenschaft hingab.
Bisher sah alles noch so aus, als wäre er in einen Kreis von jungen Leuten geraten, die. die Teufelsanbetung nur vorschoben, um ihre Ausschweifungen zu rechtfertigen. Aber er wußte, daß hinter allem die Dämonen steckten. Sie stumpften die jungen Leute mit Drogen ab und machten sie willenlos und gefügig. Dorian bezweifelte, daß einer der hier Anwesenden noch wußte, was eigentlich um ihn herum vorging.

Dorian Hunter Nr. 3 „Der Puppenmacher“
Seite 58, 2. Spalte, 2. Absatz – Seite 59, 1. Spalte, 1. Absatz
Er war noch unschlüssig, in welche Richtung er sich wenden sollte, als eine kleine Gestalt aus dem Schatten vor ihn hintrat und ihn ansprach: »Bruder, willst du den Teufel küssen?«
An der Stimme erkannte er, dass es sich um ein junges Mädchen handelte. »Ja, Schwester«, sagte Dorian beklommen.
»Dann nimm mich! In mir steckt der Teufel!«, kreischte sie und hielt plötzlich ein verbogenes und in Blut getränktes Kreuz in der Hand. Blitzschnell hob sie ihren Rock und presste es zwischen ihre Schenkel. »Jetzt, Bruder, nimm mich!«, keuchte sie.
Dorian versetzte ihr einen Schlag ins Gesicht, der sie gegen die Wand schleuderte. Da er erwartete, dass sie einen hysterischen Anfall bekam, presste er ihr rasch die Hand auf den Mund. Sie hielt ganz still. Die Kapuze war ihr ins Genick gerutscht, und Dorian erkannte, dass ihre Augen einen glasigen Ausdruck hatten. Sie war nicht Herrin ihrer Sinne. Plötzlich spürte er ihre feuchte Zunge auf seiner Handfläche. Als der Speichel seine Haut benetzte, zuckte er angewidert zurück. Er ließ die Frau stehen und betrat den Seitengang, in dem keine Fackel brannte. Dabei stolperte er beinahe über ein Pärchen, das es hemmungslos auf der Erde trieb. Bisher sah alles noch so aus, als wäre er in einen Kreis junger Leute geraten, die die Teufelsanbetung nur vorschoben, um ihre Ausschweifungen zu rechtfertigen, aber er wusste, dass hinter allem die Dämonen steckten. Sie benutzten die Menschen, machten sie willenlos und gefügig. Dorian bezweifelte, dass einer der hier Anwesenden noch wusste, was um ihn herum vorging.


Vampir-Horror-Roman Nr. 31 (DK 3) „Der Puppenmacher“
Seite 58, 2. Spalte, 3. – 5. Absatz
Dorian vernahm ein wüstes Geschrei, das aus dem Hauptgewölbe kam. Jetzt würde der Höhepunkt bald erreicht sein.

+ + +

„Luzifer, Satan, Leviathan und Astaroth, ihr Fürsten der Finsternis, wir rufen euch an!“ hallte es aus dem Gewölbe durch die Gänge des Kellers.
Die Teufelsanbeter ließen alles liegen und stehen und drängten in die Richtung, aus der die Stimme kam.
„Wir verehren die Fürsten der Finsternis!“ riefen sie.
Ein Mädchen begann hysterisch zu schreien, riß sich die Kleider vom Leib und brüllte mit sich überschlagender Stimme Gotteslästerungen. Ein junger Mann ging vor ihr in die Hocke, wippte von einem Bein auf das andere und klatschte in die Hände. Eine Hand mit einem Kelch erschien hinter dem Mädchen und entleerte den Inhalt auf sie. Mit dem Blut, den Innereien, Krallen und Augen eines Huhnes besudelt, ging das Mädchen mit zuckenden Gliedern zu Boden.

Dorian Hunter Nr. 3 „Der Puppenmacher“
Seite 60, 2. Spalte, 1. – 3. Absatz
Aus dem Hauptgewölbe drang lautes Geschrei zu ihm herüber. Bald würde der Höhepunkt erreicht sein.

+ + +

»Asmodi, Fürst der Finsternis, wir rufen dich an!«, hallte es aus dem Gewölbe durch die Gänge des Kellers. Die Teufelsanbeter ließen alles stehen und liegen und drängten in die Richtung, aus der die Stimme kam. »Wir verehren den Fürsten der Finsternis!«, fielen sie in die Beschwörung ein.
Ein Mädchen begann hysterisch zu schreien, riss sich die Kleider vom Leib und brüllte mit sich überschlagender Stimme Gotteslästerungen. Ein junger Mann ging vor ihr in die Hocke, wippte von einem Bein auf das andere und klatschte in die Hände. Eine Hand mit einem Kelch erschien hinter dem Mädchen und entleerte den Inhalt auf sie. Mit dem Blut, den Innereien, Krallen und Augen eines Huhnes besudelt, sank das Mädchen mit zuckenden Gliedern zu Boden.


Vampir-Horror-Roman Nr. 31 (DK 3) „Der Puppenmacher“
Seite 59, 1. Spalte, 5. Absatz – Seite 59, 2. Spalte, 2. Spalte
Dorian empfand das als persönliche Verhöhnung und begann vor unterdrückter Wut zu zittern. Er mußte an sich halten, um sich nicht blindlings auf den Dämon zu stürzen.
Als für den Bruchteil einer Sekunde eine Lücke in der Menge entstand, erkannte er, daß vor Capello der nackte Körper eines Menschen auf einem Opferstein lag.
„Bringen wir den Mächten der Finsternis dieses Menschenkind als Opfer dar, auf daß sie uns ihre Gunst schenken“, rief Copello. Er senkte seinen Dolch. „Ich ritze jetzt das Zeichen Asmodis in deinen zuckenden Körper, du Dirne, und lasse mich von deinem hervorquellenden Blut berauschen.“
Dorian zuckte zusammen, als Copello mit dem Dolch einige rasche Bewegungen vollführte. Er meinte, den verhaltenen Aufschrei eines Mädchens zu hören, und stellte sich auf die Zehenspitzen, sich dabei auf seinen Vordermann stützend.
Und dann sah er sie. Coco! Sie war an den Beinen und an den Händen an einen Steinquader gefesselt. Auf ihrer linken Brust konnte er eine Reihe blutiger Schnitte erkennen, die jedoch nicht tief unter die Haut gingen.

Dorian Hunter Nr. 3 „Der Puppenmacher“
Seite 61, 1. Spalte, 1. – 3. Absatz
Dorian musste an sich halten, um sich nicht blindlings auf den Dämon zu stürzen. Als für den Bruchteil einer Sekunde eine Lücke in der Menge entstand, erkannte er, dass vor Copello der nackte Körper eines Menschen auf einem Opferstein lag.
»Bringen wir den Mächten der Finsternis dieses Menschenkind als Opfer dar, auf dass sie uns ihre Gunst schenken«, rief Copello und senkte den Dolch. »Ich ritze jetzt das Zeichen Asmodis in deinen zuckenden Körper, du verräterisches Weib, und lasse mich von deinem hervorquellenden Blut berauschen.«
Dorian überlief es eiskalt bei diesen Worten. Er stellte sich auf die Zehenspitzen, um besser sehen zu können, und da wurde seine Befürchtung zur Gewissheit. Es war niemand anderes als Coco, die dort auf dem Opferstein festgeschnürt worden war! Auf ihrer linken Brust konnte er eine Reihe blutiger Schnitte erkennen.


Vampir-Horror-Roman Nr. 31 (DK 3) „Der Puppenmacher“
Seite 59, 2. Spalte, 5. – 8. Spalte
Dorian sah rot. Er konnte nicht länger an sich halten. Alle Vorsicht vergessend, stürmte er vor. Er stieß die Teufelsanbeter zur Seite und trat sie nieder.
Coco lag ergeben und mit geschlossenen Augen da. Als verbannte Hexe wußte sie, welches Schicksal sie erwartete.
Der Teufelsanbeter senkte seinen spitzen Dolch langsam und genüßlich auf sie herab. Als die Dolchspitze nur noch wenige Millimeter von ihrem Körper entfernt war, erhielt er einen fürchterlichen Faustschlag ins Gesicht, der ihn vom Opferstein fegte.
Dorian zerrte an Cocos Stricken, doch sie waren zu fest, als daß er sie auch nur lockern konnte.

Dorian Hunter Nr. 3 „Der Puppenmacher“
Seite 61, 2. Spalte, 2. + 3. Absatz
In diesem Augenblick sah Dorian rot. Alle Vorsicht vergessend, stürmte er vor, wobei er die Teufelsanbeter rücksichtslos zur Seite stieß.
Mit geschlossenen Augen lag Coco da. Als verbannte Hexe wusste sie, welches Schicksal sie erwartete. Der Teufelsanbeter senkte seinen spitzen Dolch langsam und genüsslich auf sie herab. Als die Dolchspitze nur noch wenige Millimeter von ihrem Körper entfernt war, hatte Dorian den Altar erreicht. Von einem Faustschlag getroffen, wurde der Teufelsanbeter vom Opferstein heruntergeschleudert. Der Dämonenkiller zerrte an Cocos Stricken, doch sie waren zu fest, als dass er sie auch nur lockern konnte.


Vampir-Horror-Roman Nr. 31 (DK 3) „Der Puppenmacher“
Seite 60, 1. Spalte, 2. – 4. Spalte
Die Teufelsanbeter hatten sich schnell von ihrer ersten Überraschung erholt. Dorian spürte plötzlich den Druck unzähliger Arme. Füße traten nach ihm, Fäuste schlugen ihm in den Nacken, in die Seiten und in den Unterleib. Er krümmte sich vor Schmerz. Die Umgebung verschwamm vor seinen Augen und er meinte, sich übergeben zu müssen. Aber die Übelkeit schwand rasch und machte einem stechenden Schmerz in seinem Unterleib Platz. Jemand drückte ihm das Knie ins Kreuz, so daß er gezwungen wurde, sich zu stecken und Copello anzublicken.
„Kann ich dich endlich meinem Fürsten opfern, Dorian?“ höhnte der Puppenmacher. Er streckte Dorian den Dolch entgegen, bis die Spitze nur wenige Zentimeter vor seinen Augen tanzte. „Du hast einen meiner Brüder auf dem Gewissen. Aber du wirst Bruno Guozzis Tod tausendfach sühnen.“
„Ich habe Guozzi zur Hölle geschickt und ich werde euch alle nachschicken!“ schrie Dorian und wollte sich aus dem Griff der unzähligen Hände befreien, aber die berauschten Teufelsanbeter entwickelten übermenschliche Kräfte und hielten ihn eisern fest.

Dorian Hunter Nr. 3 „Der Puppenmacher“
Seite 61, 2. Spalte, 5. Absatz – Seite 62, 1. Spalte, 2. Absatz
Die Menschen hatten sich schnell von ihrer ersten Überraschung erholt. Dorian spürte plötzlich den Griff unzähliger Hände. Füße traten nach ihm, Fäuste schlugen ihm in den Nacken, in die Seiten und in den Unterleib. Er krümmte sich vor Schmerz. Die Umgebung verschwamm vor seinen Augen, und er meinte, sich übergeben zu müssen. Aber die Übelkeit schwand rasch und machte einem stechenden Schmerz im Unterleib Platz. Jemand drückte ihm das Knie ins Kreuz, so dass er gezwungen wurde, sich zu strecken und Copello anzublicken.
»Kann ich dich endlich meinem Fürsten opfern, Dorian?«, höhnte der Puppenmacher. Er streckte Dorian den Dolch entgegen, bis die Spitze nur wenige Zentimeter vor seinen Augen tanzte. »Du hast einen meiner Brüder auf dem Gewissen. Aber du wirst Bruno Guozzis Tod tausendfach sühnen.«
»Ich werde dich genauso zur Hölle schicken wie ihn!«, schrie Dorian und wollte sich aus dem Griff der unzähligen Hände befreien, aber die berauschten Teufelsanbeter entwickelten geradezu übermenschliche Kräfte und hielten ihn eisern fest.


Vampir-Horror-Roman Nr. 31 (DK 3) „Der Puppenmacher“
Seite 60, 1. Spalte, 6. Spalte – Seite 60, 2. Spalte, 4. Absatz
Er war in diesem Augenblick völlig hilflos. Über ihm tauchte das Gesicht des Mädchens auf, das er bei seinem Eintreffen verstoßen und später vor dem Vampir gerettet hatte. Sie trank aus einem Kelch Blut und spie es ihm dann ins Gesicht.
„Gott wird dir vergeben“, sagte Dorian. „Du weißt nicht, was du tust.“
Das Mädchen kreischte auf und zerkratzte ihm mit den Nägeln das Gesicht.
Dorian spürte bereits den kalten Stein in seinem Rücken und die Arme wurden ihm so heftig nach unten gezogen, als wollte man sie ihm brechen. Er verbiß den Schmerz und hob den Kopf, um Coco ansehen zu können. Sie hatte die Augen geöffnet und erwiderte seinen Blick ausdruckslos.
„Soll das das Ende sein?“ fragte er sie.
Coco zeigte keine Reaktion. Ihr Lebenswille schien gebrochen.
Tiefe Resignation befiel Dorian. Er glaubte nicht mehr, daß sie das ihnen zugedachte Schicksal abwenden konnten. Doch plötzlich ging mit den Teufelsanbetern eine Wandlung vor sich. Sie ließen von Dorian ab und wichen zurück.

Dorian Hunter Nr. 3 „Der Puppenmacher“
Seite 62, 1. Spalte, 5. Absatz – Seite 62, 2. Spalte, 3. Absatz
Über ihm tauchte das Gesicht des Mädchens auf, das er vor dem Vampir gerettet hatte. Sie trank aus einem Kelch Blut und spie es ihm anschließend ins Gesicht.
»Gott wird dir vergeben«, sagte Dorian. »Du weißt nicht, was du tust.«
Das Mädchen kreischte auf und zerkratzte ihm mit ihren Nägeln das Gesicht. Der Dämonenkiller spürte bereits den kalten Stein in seinem Rücken, und die Arme wurden ihm so heftig nach unten gezogen, als wollte man sie ihm brechen. Er kämpfte gegen den Schmerz an und hob den Kopf, um Coco ansehen zu können. Sie hatte die Augen geöffnet und erwiderte seinen Blick.
»Coco?«, fragte er.
Sie reagierte nicht. Ihr Lebenswille schien gebrochen. Auch Dorian wurde jetzt von tiefer Resignation befallen. Er glaubte nicht mehr, dass es noch eine Rettung für sie gab, doch plötzlich ging mit den Teufelsanbetern eine Wandlung vor sich. Sie ließen von Dorian ab und wichen zurück.


Vampir-Horror-Roman Nr. 31 (DK 3) „Der Puppenmacher“
Seite 60, 2. Spalte, 6. Spalte – Seite 62, 1. Spalte, 5. Absatz
Copello schrie vor Wut auf und rief: „Tötet sie alle!“
Aber seine Jünger gehorchten ihm nicht mehr. Etwas anderes hatte sie in Bann geschlagen, das mächtiger zu sein schien, als die suggestive Kraft des Dämons.
Dorian wandte den Kopf, um zu sehen, was das war.
Eine hoch aufragende Gestalt, schlank, grazil und so unwirklich wie ein Wesen aus einem Traum war in das Gewölbe getreten. Es hatte die Augen geschlossen, aber es bewegte sich mit traumwandlerischer Sicherheit.
Phillip, der Hermaphrodit!
Die Teufelsanbeter wichen vor ihm an die Wände zurück, so daß sich eine Gasse bildete, durch die er schreiten konnte. Auch Copello zog sich zurück, bis er mit dem Rücken gegen die Wand stieß. Der Dolch entfiel seiner Hand und fiel klirrend zu Boden. Dann entglitt ihm der Totenschädel aus den klammen Fingern.
Dorian sprang vom Opferstein, griff nach einem Dolch, den ein Teufelsanbeter verloren hatte, und durchsäbelte die Stricke, die Coco an den Opferstein fesselten. Er half ihr auf die Beine und legte ihr seinen Kapuzenmantel um die Schultern. Sie schenkte ihm dafür ein zaghaftes Lächeln.
Dann konzentrierte sich Dorian wieder auf die Geschehnisse. Erst jetzt erkannte er die Bewegung zu Phillips Füßen. Dort schritt eine schweigende Prozession kleiner Wesen einher - allen voran die Alina-Puppe. Es war offensichtlich, daß sie die Führung über die anderen fünf verbliebenen Pup-pen übernommen hatte.
Dorian blickte kurz zu Roberto Copello hin. Sein Gesicht, das ständig das Aussehen änderte; war eine Maske des Entsetzens. Er stemmte die Hände gegen die Wand und stand sprungbereit da, aber er war zu keiner Bewegung fähig. Er starrte nur mit geweiten Augen den Wesen entgegen, deren Herr und Meister er war, über die er jedoch keine Gewalt mehr hatte.
Jetzt hatten die Puppen das Podest erreicht und sprangen behende hinauf. Sie formierten sich zu einer Linie und marschierten weiter auf Copello zu.
„Nein!“ sagte dieser krächzend.
Er hatte nichts Dämonisches mehr an sich. Er war nur noch ein vor Angst zitterndes Bündel, dem die Todesahnung ins Gesicht geschrieben war.

Dorian Hunter Nr. 3 „Der Puppenmacher“
Seite 62, 2. Spalte, 4. Absatz – Seite 63, 1. Spalte, 1. Absatz
Copello schrie vor Wut auf. »Tötet sie alle!«, rief er, aber seine Jünger gehorchten ihm nicht mehr. Etwas anderes hatte sie in Bann geschlagen, das mächtiger zu sein schien als die suggestive Kraft des Dämons.
Dorian wandte den Kopf. Eine hoch aufragende Gestalt, schlank, grazil und so unwirklich wie ein Wesen aus einem Traum war in das Gewölbe getreten. Es hatte die Augen geschlossen, aber es bewegte sich mit traumwandlerischer Sicherheit. Phillip, der Hermaphrodit!
Die Teufelsanbeter wichen vor ihm an die Wände zurück, so dass sich eine Gasse bildete, durch die er schreiten konnte. Auch Copello zog sich zurück, bis er mit dem Rücken gegen die Wand stieß. Der Dolch entfiel seiner Hand und prallte klirrend zu Boden. Dann glitt ihm der Totenschädel aus den klammen Fingern.
Dorian sprang vom Opferstein, griff nach einem Dolch, den ein Teufelsanbeter verloren hatte, und schnitt Cocos Stricke durch. Weitere Zeit, sich um sie zu kümmern, fand er nicht. Plötzlich nahm er eine Bewegung zu Phillips Füßen wahr. Dort schritt eine schweigende Prozession kleiner Wesen einher - allen voran die Alina-Puppe. Es war offensichtlich, dass sie die Führung über die anderen fünf verbliebenen Puppen übernommen hatte. Dorian blickte kurz zu Roberto Copello hinüber. Sein Gesicht, das ständig das Aussehen änderte, war eine Maske des Schreckens. Vor Entsetzen zu keiner Bewegung mehr fähig, starrte er den Puppen entgegen. Er hatte endgültig die Gewalt über sie verloren. Jetzt hatten die Puppen das Podest erreicht und sprangen behände hinauf. Sie formierten sich zu einer Linie und marschierten auf ihren früheren Herrn und Meister zu. Dieser hatte nichts Dämonisches mehr an sich. Er war nur noch ein vor Angst zitterndes Bündel, dem die Todesangst ins Gesicht geschrieben stand.


Vampir-Horror-Roman Nr. 31 (DK 3) „Der Puppenmacher“
Seite 62, 1. Spalte, 8. Spalte – Seite 62, 2. Spalte, 3. Absatz
Die Puppen hatten ihn beinahe erreicht, als Dorian - einer plötzlichen Eingebung folgend - sich hinunterbeugte und die Chapman-Puppe ergriff. Chapman wehrte sich verzweifelt gegen die Riesenhand, die ihn ergriffen hatte, aber Dorian ließ ihn trotz Kratzens und Beißens nicht los.
Inzwischen hatten die anderen fünf Puppen ihren Schöpfer erreicht. Sie schnellten sich wie auf ein Kommando vom Boden ab und sprangen ihn an.
Copello versuchte sich ihrer zu erwehren, aber sie waren zu wendig und flink für seine lahm wirkenden Abwehrbewegungen. Zwei verkrallten sich in seiner Kehle, eine dritte saugte ihm ein Auge aus. Die anderen krochen ihm unter die Kleider.
Copello bäumte sich noch einmal auf.
„Asmodi, hilf mir!“ flehte er mit schauriger Stimme.
Diesmal erhörte ihn der Fürst der Finsternis. Er schickte einen Blitz, in dem der Puppenmacher mitsamt seinen Geschöpfen vernichtet wurde.
Stille lastete sekundenlang über dem Gewölbe, doch plötzlich war die Hölle los. Der Bann war von den Teufelsanbetern abgefallen. Obwohl sie noch immer unter der Einwirkung der Drogen standen, konnten sie die Situation einigermaßen richtig einschätzen. Hatte sie der Schreck im ersten Augenblick auch gelähmt, so beflügelte er sie jetzt. In wilder Panik flüchteten sie Hals über Kopf auf den Ausgang des Kellers zu.

Dorian Hunter Nr. 3 „Der Puppenmacher“
Seite 63, 1. Spalte, 3. Absatz – Seite 63, 2. Spalte, 1. Absatz
Die Puppen hatten ihn beinahe erreicht, als sich Dorian hinunterbeugte und die Chapman-Puppe ergriff. Der Agent wehrte sich verzweifelt, aber Dorian ließ ihn nicht los.
Inzwischen hatten die anderen fünf Puppen ihren Schöpfer erreicht. Sie stießen sich wie auf ein unhörbares Kommando gleichzeitig vom Boden ab und sprangen ihn an. Copello versuchte sich ihrer zu erwehren, aber sie waren zu wendig und flink für ihn. Zwei verkrallten sich in seiner Kehle, eine dritte saugte ihm ein Auge aus. Die anderen krochen ihm unter die Kleider. Der Puppenmacher bäumte sich noch einmal auf.
»Asmodi, hilf mir!«, flehte er mit schauriger Stimme.
Diesmal erhörte ihn der Fürst der Finsternis. Ein Blitz loderte aus dem Nichts auf und vernichtete den Puppenmacher mitsamt seinen Geschöpfen. Stille lastete sekundenlang über dem Gewölbe, dann brach unvermittelt die Hölle los. Mit dem Tod Copellos war der Bann vollends von den Teufelsanbetern abgefallen. Hatte sie der Schreck im ersten Augenblick noch gelähmt, so beflügelte er sie jetzt. In wilder Panik flüchteten sie in Richtung des Ausgangs.


Vampir-Horror-Roman Nr. 31 (DK 3) „Der Puppenmacher“
Seite 62, 2. Spalte, 5. Spalte – Seite 63, 1. Spalte, 1. Absatz
Er würde auf Lebenszeit ein fußgroßer Zwerg bleiben. Aber zumindest war er psychisch wieder normal. Das bewies er, indem er mit leiser. piepsender Stimme rief: „Lockern Sie Ihren Griff, Dorian, sonst erdrücken Sie mich noch!“
Dorian öffnete seine Hand und stellte Donald Chapman auf den Opferstein, der beinahe von seinem Blut getränkt worden wäre.
„Alina!“ rief Phillip verzweifelt und irrte suchend durch den Keller.
Der Hermaphrodit würde das einzige Wesen, zu dem er je emotionellen Kontakt gehabt hatte, nicht zurückbekommen. Alina existierte nicht mehr. Dorian konnte nur hoffen, daß der Hermaphrodit den Verlust ohne Schaden überwand; denn Phillip konnte im Kampf um die Dämonen unschätzbare Dienste, leisten. Vielleicht heilte die Zeit seine Wunden.
Die Wunden jenes Mannes jedoch, der das wahrscheinlich größte Opfer gebracht hatte, würde niemand heilen können. Lord Hayward, der nur das Beste für seinen Sohn gewollt hatte, dabei aber den falschen Weg gegangen war, war nicht mehr zu retten. Man konnte ihm nur helfen, indem man ihn von seinem Vampir-Dasein erlöste.

Dorian Hunter Nr. 3 „Der Puppenmacher“
Seite 63, 2. Spalte, 2. Absatz – Seite 64, 1. Spalte, 1. Absatz
Er würde auf Lebenszeit ein fußgroßer Zwerg bleiben. Der Dämonenkiller öffnete seine Hand und stellte den Puppenmann auf den Opferstein.
»Alina!«, rief Phillip verzweifelt und irrte suchend durch den Keller, doch das Mädchen existierte nicht mehr. Dorian konnte nur hoffen, dass Phillip den Verlust ohne Schaden überwand, denn immerhin war Alina das einzige Wesen gewesen, zu dem er je engeren Kontakt gehabt hatte. Der Hermaphrodit konnte im Kampf gegen die Dämonen unschätzbare Dienste leisten. Vielleicht heilte die Zeit seine Wunden. Das größte Opfer jedoch war mit Lord Hayward zu beklagen, der nur das Beste für seinen Sohn gewollt hatte, dabei aber den falschen Weg gegangen war. Er war nicht mehr zu retten. Man musste ihm so schnell wie möglich einen Pfahl durch das Herz treiben, um seine Auferstehung zu verhindern.


Vampir-Horror-Roman Nr. 31 (DK 3) „Der Puppenmacher“
Seite 63, 1. Spalte, 8. Absatz
Die Lethargie war von ihm abgefallen. Er war wieder der Dämonen-Killer. Er holte eine Fackel aus der Halterung und durchstreifte den Keller. In den verschiedenen Abteilen fand er insgesamt sieben Särge. Sie waren verwaist, weil die Insassen die Nacht für die Jagd nach Menschenblut nutzten.

Dorian Hunter Nr. 3 „Der Puppenmacher“
Seite 64, 1. Spalte, 5. Absatz
Die Lethargie, die ihn für kurze Zeit beinahe überwältigt hatte, war von ihm abgefallen. Er war der Dämonenkiller. Er holte eine Fackel aus der Halterung und durchstreifte den Keller. In den verschiedenen Abteilen fand er insgesamt sieben Särge. Sie waren leer, weil die Insassen die Nacht für die Jagd nach Menschenblut nutzten.


Vampir-Horror-Roman Nr. 31 (DK 3) „Der Puppenmacher“
Seite 63, 2. Spalte, 3. – 9. Absatz
„Sind Sie Mr. Hunter?“ fragte der kleine Mann knapp. Und als Dorian das bestätigte, fragte er weiter: „Was ist das für eine Sache, in die Sie da hineingeschlittert sind?“
„Zweifeln Sie am Mr. Chapmans Bericht“, fragte Dorian.
Der kleine Mann wirkte verstört. Er hob in einer hilflos wirkenden Geste die Arme und ließ sie wieder sinken. „Wenn man gesehen hat, was aus ihm geworden ist, dann zweifelt man an nichts mehr.“
„Ich habe Sie hergebeten, um Ihnen einen weiteren Beweis zu liefern, Sir“, sagte Dorian. „Wenn Sie das gesehen haben, werden Sie auch Ihre letzten Zweifel über Bord werfen. Nur - ich würde vorschlagen, daß Sie Ihre Leute zurücklassen. Die Gründe für diese Maßnahme dürften Ihnen klar sein.“
Der kleine Mann nickte.
„Bleibt draußen!“ trug er seinen Leuten auf und folgte dann Dorian auf Lord Haywards Grundstück.
Während sie über den Kiesweg zur Villa gingen, meinte der Chef des Geheimdienstes: „Wir müssen äußerstes Stillschweigen bewahren, Mr. Hunter - egal wie sich diese Sache entwickelt. Wenn etwas an die Öffentlichkeit dringt, wird man uns für verrückt halten. Wir können nicht der ganzen Welt beweisen, was wir wissen. Und wenn wir es tun, dann würde ein unbeschreibliches Chaos die Folge sein. Es dürfen nur ganz wenige Personen eingeweiht werden.“

Dorian Hunter Nr. 3 „Der Puppenmacher“
Seite 64, 2. Spalte, 2. – 6. Absatz
Dorian ging ihm entgegen. »Sind Sie Mr. Hunter?«, fragte der andere knapp. »Was ist das für eine Sache, in die Sie da hineingeschlittert sind?«
»Zweifeln Sie an Mr. Chapmans Bericht, obwohl sie mit eigenen Augen gesehen haben, was man ihm angetan hat?«, fragte der Dämonenkiller.
Der kleine Mann wirkte verunsichert. In einer hilflos anmutenden Geste hob er die Arme und ließ sie anschließend wieder sinken. »Ich weiß nicht mehr, was ich noch glauben soll.«
»Nun, ich habe Sie hergebeten, um Ihnen einen weiteren Beweis zu liefern, Sir«, entgegnete Dorian. »Allerdings würde ich vorschlagen, dass Sie Ihre Leute zurücklassen. Die Gründe für diese Maßnahme dürften Ihnen klar sein.«
»In Ordnung.« Er gab seinen Männern die entsprechenden Befehle und folgte dem Dämonenkiller anschließend auf das Grundstück. Während sie über den Kiesweg zur Villa gingen, meinte der Agent: »Wir müssen äußerstes Stillschweigen bewahren, Mr. Hunter - egal wie sich diese Sache entwickelt. Wenn etwas an die Öffentlichkeit dringt, wird man uns für verrückt halten. Und selbst wenn wir Beweise für die Existenz übernatürlicher Mächte vorlegen könnten, würden wir damit höchstens ein unbeschreibliches Chaos auslösen.«


Vampir-Horror-Roman Nr. 31 (DK 3) „Der Puppenmacher“
Seite 63, 2. Spalte, 10. Absatz – Seite 64, 2. Spalte, 5. Absatz
„Deshalb habe ich Ihnen vorgeschlagen, Ihre Leute zurückzulassen.“
Der kleine Mann nickte wiederum. Sie erreichten die Villa und begaben sich auf die Rückseite. Dort standen auf dem Rasen sieben Särge.
„Das sind sie!“ erklärte Dorian.
„Machen wir es kurz“, sagte der kleine Mann gepreßt und zog eine Pistole.
Dorian ging zu den Särgen und hob nacheinander alle Deckel hoch. Dann zog er sich zum Geheimdienstchef zurück.
Die sieben Vampiropfer, die nach ihrem Tode dazu verdammt waren, als Blutsauger durch die Nächte zu geistern, stiegen aus ihren Särgen. Als sie sich plötzlich schutzlos dem Tageslicht preisgegeben sahen, hoben sie schützend die Hände vor das Gesicht und strebten dem nahen Wald und dem Haus zu, um der für sie tödlichen Grelle zu entfliehen, aber sie erreichten den Schutz des Waldes und des Hauses nie. Ihre Todesschreie klangen schaurig durch den Park. Das Sonnenlicht versengte sie, trocknete ihre Körper aus. Sie verbrannten wie Stroh, sie schrumpften und wurden zu Staub. Und dann war von Lord Hayward, seiner Frau und den fünf Unbekannten nichts mehr übrig. Nur ihre Kleidungsstücke - über einen Umkreis von vierzig Metern verstreut - waren die stummen Zeugen dieses Vorfalls.
Der Chef des Geheimdienstes stand so sehr unter dem Eindruck des eben Erlebten, daß er lange kein Wort über die Lippen brachte.
„Es - ist schrecklich“, sagte er schließlich stockend. „Sie haben mich davon überzeugt, daß wir wirksame Maßnahmen ergreifen müssen, Mr. Hunter.“
„Das hoffe ich, Sir“, sagte Dorian zufrieden.
Er hatte sein Ziel erreicht: die organisierte Bekämpfung der Dämonen.

Dorian Hunter Nr. 3 „Der Puppenmacher“
Seite 64, 2. Spalte, 7. Absatz – Seite 65, 2. Spalte, 5. Absatz
Dorian war derselben Ansicht. Als sie die Rückseite der Villa erreicht hatten, deutete er auf die sieben Särge, die er aus dem Haus geschafft hatte. Der Agent nickte. »Machen wir es kurz«, sagte er gepresst und zog seine Pistole.
Dorian ging zu den Särgen und öffnete sie. Die sieben Vampiropfer, die nach ihrem Tode dazu verdammt waren, als Blutsauger durch die Nächte zu geistern, stiegen aus ihren Särgen. Als sie sich plötzlich schutzlos dem Tageslicht preisgegeben sahen, hoben sie stöhnend die Hände vor das Gesicht und strebten dem nahen Wald und dem Haus zu, um der tödlichen Helligkeit zu entfliehen, aber der Weg war zu weit. Ihre Todesschreie klangen schaurig durch den Park. Das Sonnenlicht versengte sie, trocknete ihre Körper aus. Sie verbrannten wie Stroh, schrumpften und wurden zu Staub. Sekunden später war von Lord Hayward, seiner Frau und den fünf anderen Vampiropfern nichts mehr übrig. Nur ihre über einen Umkreis von vierzig Metern verstreuten Kleidungsstücke waren zurückgeblieben.
Der Mitarbeiter des Secret Service stand so sehr unter dem Eindruck des eben Erlebten, dass er lange kein Wort über die Lippen brachte.
»Es ... ist schrecklich«, sagte er schließlich stockend. »Sie haben mich davon überzeugt, dass wir wirksame Maßnahmen ergreifen müssen, Mr. Hunter.«
»Das hoffe ich, Sir.«
Dorian Hunter war mit sich und der Welt zufrieden. Er hatte sein vorläufiges Ziel erreicht: die organisierte Bekämpfung der Dämonen.


E N D E

                                    Talis ist offline Email an Talis senden Beiträge von Talis suchen Nehmen Sie Talis in Ihre Freundesliste auf                               Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden IP Information
111256
kualumba kualumba ist männlich
Team




Dabei seit: 19.01.2013
Beiträge: 2883

01.11.2018 12:46
Antwort auf diesen Beitrag erstellen  Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen      IP InformationZum Anfang der Seite springen

Ich vergebe ein "gut". Tolle Story um den Puppenmacher. Mal gespannt wie es mit dem Hermaphrodit weiter geht.

__________________
Einen davon lese ich als n�chstes: JS Classics 10, JS TB 9, MX 12 , PR 5, G.F. Unger SE 6, DH-DK 4

                                    kualumba ist offline Email an kualumba senden Beiträge von kualumba suchen Nehmen Sie kualumba in Ihre Freundesliste auf                               Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden IP Information
111498
geisterwolf
Jungspund


Dabei seit: 12.10.2018
Beiträge: 17

03.11.2018 19:27
Antwort auf diesen Beitrag erstellen  Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen      IP InformationZum Anfang der Seite springen

Ein weiterer Schlüsselroman innerhalb der Serie. Hat der Dämonenkiller in der Vorgeschichte Coco Zamis kennen gelernt, so begegnet er nun Donald Chapman, dem späteren Puppenmann, und Philipp, dem Hermaphroditen, der ihm immer wieder verschlüsselte Botschaften mitteilt.

                                    geisterwolf ist offline Beiträge von geisterwolf suchen Nehmen Sie geisterwolf in Ihre Freundesliste auf                               Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden IP Information
111578
Wolf86 Wolf86 ist männlich
Jungspund


Dabei seit: 21.09.2018
Beiträge: 20

19.11.2018 10:31
Antwort auf diesen Beitrag erstellen  Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen      IP InformationZum Anfang der Seite springen

Wiedermal begeistert. Einfach nur TOP!

Wollen wir mal sehen wie es mit dem Hermaphroditen weitergeht. Der Charakter Donald
Chapman ist auchs ehr interessant.

                                    Wolf86 ist offline Beiträge von Wolf86 suchen Nehmen Sie Wolf86 in Ihre Freundesliste auf                               Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden IP Information
112294
Neues Thema erstellen Antwort erstellen
Gehe zu:
Geisterspiegel.de - Das grosse Online-Magazin
Powered by Burning Board Lite © 2001-2004 WoltLab GmbH
Design based on Red After Dark © by K. Kleinert 2007
Add-ons and WEB2-Style by M. Sachse 2008-2018