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John-Sinclair-Forum ::: Gruselroman-Forum » Roman-Serien » John Sinclair » JS2101-2200 » Band 2113: Die Galgenalm
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Umfrage: JS Band 2113: Die Galgenalm
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sehr schlecht 
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Insgesamt: 8 Stimmen 100%
 
Michael Michael ist männlich
Administrator




Dabei seit: 22.11.2007
Beiträge: 4658

09.01.2019 17:58
Band 2113: Die Galgenalm
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Und plötzlich war es so weit. Die Glocke läutete. Ihr klagender und unheimlicher Klang unterbrach die Stille auf der kleinen Alm, auf der zwei Blockhäuser standen.
Wie vom Blitz getroffen fuhr der alte Bernie auf dem Bett in die Höhe. Er atmete erleichtert auf. Auf dieses Läuten hatte er gewartet, deshalb hielt er auch die Alm besetzt.
Er hatte angezogen auf dem Bett gelegen. Ein Wächter, der jetzt auf die Uhr schaute. Er hatte damit gerechnet, dass es zur Tageswende läuten würde, aber das war nicht der Fall. Es war bereits eine Stunde nach Mitternacht ...

Geschrieben von Jason Dark
Erscheinungstag: 8.1.2019

__________________
Wenn die Süße des geringen Preises verflogen ist, die Bitterkeit minderer Qualität wird bleiben.

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114118
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Dabei seit: 17.06.2017
Beiträge: 768

10.01.2019 11:40
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Bis auf das Ende ein gelungener Zombie-Rache-Roman von Jason.
Vielleicht hätte man ein paar Dialoge weglassen und dem Finale zwei, drei Seiten mehr geben können. Glenda hält das Kreuz an den Henker. Feierabend. Wirkte überhastet und hätte einfach ausführlicher sein können. Der Nebel ist durch seine Vernichtung einfach weg? Seine Zombiediener auch? Was ist mit der besonderen Glocke? Ich hatte nach dem Finale noch mehr Fragen. Es muss ja nicht alles bis ins kleinste Detail aufgeklärt werden, aber ein bisschen mehr ginge schon.
Irgendwie schreibt Dark immer über dieselben Themen. Über Henker hatte er jedenfalls schon mehrere Geschichten. Nicht ganz so oft wie seine Engel, aber schon regelmäßig.

Natürlich gehören die üblichen Textfehler im Heft dazu. Um fehlende Wörter zu ergänzen, doppelte Wörter zu streichen oder einfach die Rechtschreibfehler zu verbessern, muss man kein Lektor sein. Setzt halt den Azubi dran. Lässt sich ab S.40 wirklich grausam lesen...

Für Cover und Roman ein "gut".
Die Bilder auf den letzten LKS sind ja ganz nett, reicht aber jetzt auch. Ist fast ein halbes Jahr her.

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114133
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Eroberer




Dabei seit: 15.10.2018
Beiträge: 70

10.01.2019 12:29
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Erstes Heft Auflage 1, das für 1,90€ im Laden liegt.
Ich habs schon an anderer Stelle angesprochen... gehofft. Aber anscheinend wird man doch nicht mit einem Lektor belohnt unglcklich

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114138
Koboldoo Koboldoo ist männlich
Haudegen




Dabei seit: 18.02.2016
Beiträge: 535

14.01.2019 09:03
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Ich konnte den Roman zumindest einigermaßen "schmerzfrei" lesen, auch wenn sich die Handlung bis zum Finale etwas in die Länge zog. JD hatte diesmal sogar jede Menge Erotik einfließen lassen, wobei es dann doch manchmal unpassend wirkte. Den Titel "Galgenalm" fand ich richtig lächerlich. Es reicht aber immerhin für eine "mittlere" Bewertung.

Cover: Gefällt mir gut.

__________________
Ich lese John Sinclair + MADDRAX (Ziel für 2019 = Band 180 - 250 lesen)

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114226
Das Gleichgewicht Das Gleichgewicht ist männlich
Team




Dabei seit: 24.09.2008
Beiträge: 8945

14.01.2019 17:51
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Es war mal wieder soweit, ich hätte das Heft am liebsten weggelegt. Aber dann ist doch der Drang da, es fertig zu lesen, wenn man schon mittendrin ist. Dieses mal lag es aber nicht daran, dass die Geschichte so furchtbar schlecht war. Es ist immer mehr die Luft raus, die allgemeine Motivation und Lust auf Darks Hefte.

Worum geht es bei der Galgenalm eigentlich? „Jetzt war der Galgen zurück. Aber warum? Hatte sich jemand einen makabren Scherz erlaubt? Daran wollte Bernie nicht glauben. Es musste einen Grund geben, und wenn er daran dachte, dann lief es ihm kalt den Rücken hinab.“

Bernie Wald wird dann das erste Opfer des Galgens und seines Henkers, der sich zurück zieht. „Dann hatte er seine Pflicht erfüllt.“

Was die „Pflicht“ des Henkers ist erfahren wir. Rache. Was der Grund dafür ist, dass der Galgen ausgerechnet jetzt wieder zurück ist wird leider nicht geklärt. Der Henker hätte sich die Wald-Familie schon früher holen können. Aber er wird spontan aktiv, als John und Glenda gemeinsam in der Gegend Urlaub machen. Ist klar. Die Hintergründe der Geschichte dienen wieder nur als halbherziges Mittel zum Zweck, dem Geisterjäger einen Fall der Woche zu liefern.

Wie gesagt, John und Glenda fahren gemeinsam in die Berge. Ich ahne Schlimmes. Bitte nicht! Die Hotelchefin ist jedenfalls nicht nur eine gute Freundin von Glenda, sondern auch eine Wald und über sie erfährt der Geisterjäger, dass Onkel Bernie auf mysteriöse Weise gestorben ist.

Man mischt sich kurzerhand in die Sache ein, ohne die örtliche Polizei zu verständigen. Und das Kreuz erwärmt sich vor Ort ganz klassisch. Obwohl unmittelbar keine Gefahr da ist. Später erhält John natürlich die obligatorische Drohung der Gegenseite, sich ja rauszuhalten, die wie immer das Gegenteil erreicht.

Hotelchefin Mara erzählt ihnen die alte Legende, die John schon früher vom Henker selbst gehört hat. Dieser will Rache an der gesamten Wald-Familie nehmen. Nun findet ausgerechnet die Tage eine Party auf der Alm statt. Absagen will Mara sie nicht, aber John und Glenda sollen als eine Art Bodyguards anwesend sein. Naja, wenn der Henker sich nur an Familie Wald rächen will und keine willkürliche Metzeltour veranstaltet, dürften die Gäste in Sicherheit sein. Andererseits soll die Richtstätte wieder ein Grab für Menschen werden. So richtig ausgearbeitet ist das alles nicht. Es liest sich nicht so, als hätte Dark sich Mühe gegeben.

Abends duscht Mara, als ein Zombie angreift. Mit einer Axt, die sie sich vorsorglich beschafft hat, kann sie ihn köpfen. John und Glenda machen gerade das gleiche, zusammen. Beim fröhlichen Rumficken werden sie von einem zweiten Wiedergänger gestört. Auch dieser wird erledigt.

Wieso gibt es neben dem Henker nun mehrere Zombies? Und wer genau sind die Zombies? Woher kommen sie? Wieso kann der Henker sie beherrschen? Wie kommen sie unbemerkt in die Hotelräume? Durch die Dimension?

Egal, jetzt da die Gefahr gebannt ist, können John und Glenda dort weitermachen, wo sie zuvor unterbrochen wurden. Zu der Thematik „John und verschiedenste Frauen“ habe ich meine eigene Meinung. Es hat sich schon gezeigt, dass andere Leser das viel lockerer sehen.

Die beiden sollen also die Gäste bewachen. Wenn sich Mara so unsicher ist, wieso schickt sie den Vorbereitungstrupp dann allein ohne Beschützer auf die Alm? Zum Glück ist der Henker brav und es bleibt bei einer Warnung. Er hätte hier wunderbar die Chance auf leichte Ziele nutzen können, und sich ein paar Opfer holen.

Die Gäste treffen ein und die Party geht los. Der Henker meuchelt nicht überraschend einige Menschen, sondern kündigt sich an und wartet, bis John ihn stellt. Danach redet ihr mit ihm und zieht sich zurück. Warum Pat dann ausgerechnet auf den Galgen zu läuft habe ich nicht so richtig verstanden. Er ist wütend und hat keinen Bock auf die Scheiße, klar. Aber will er dort austreten gehen oder gegen den Unterstand treten? Will er das Ding abfackeln? Die Sache selbst in Augenschein nehmen? Was ist seine Motivation, außer als nächstes Opfer zu dienen, damit der Fall tragischer wird, weil John ihn nicht retten kann?

Als man endlich einsieht, dass man die Feier besser abbrechen sollte, sind die Reifen der Autos zerstochen und die Alm von einem tödlichen Nebel eingekesselt. Nun zeigt sich der Henker zum Finale. Glenda kann John aber retten. Wieso hat er eigentlich das Kreuz in der Hosentasche, statt offen um den Hals, wenn er weiß, dass es gefährlich wird? Aus dem gleichen Grund, aus dem Pat in seinen sicheren Tod läuft, damit Spannung entstehst?


Mittlerweile mache ich mir gar keine Gedanken mehr darum, ob der Roman nach allgemeinem Heftroman-Leser-Verständnis gut oder schlecht ist. Er ist Kunst. Er ist eigenwillig. Er ist eine spezielle Nische. Der Roman bietet für Dark-Fans in der ersten Hälfte tolle Beschreibungen und das begehrte Ambiente. Zum Beispiel eine der bekannten Restaurant-Szenen. Der Kritiker könnte schimpfen, dass Dark sich ständig wiederholt und die gleichen Dialog-Bausteine bis zum Erbrechen wiederverwendet. Für den Dark-Genießer ist das sicherlich gerade ein Grund, sich zu freuen.

Auch die zweite actionreichere Hälfte ist gewohnte Dark-Kost. Ich bilde mir ein, dass diese vor 20 Jahren stilsicherer war und mehr Charme besaß. Aber vielleicht spricht daraus die verklärte Nostalgie.


Logikfehler und Widersprüche gibt es im Detail wieder genug. Zum Beispiel als es auf den ersten Seiten klar heißt, es gibt nur ein bewohntes Blockhaus. Das andere dient als Lager für landwirtschaftliche Geräte. Dann sind aber beides voll eingerichtete Wohnhäuser. Sowas ändert rein gar nichts an der Handlung und ist an sich unwichtig. Mich ärgert es dennoch.

Und damit bin ich wohl einfach falsch bei Dark. Mal schauen ob ich der Geschichte nachträglich mal eine Bewertung verpasse, bin ich doch die falsche Zielgruppe für seine Romane. So schwanke ich auf meiner Dark-Skala zwischen einem Mittel und einem Schlecht.

__________________
Aktuelle Lesereihenfolge:

1. Professor Zamorra
2. Maddrax
3. John Sinclair

4. Dämonenkiller (pausiert bis die Neuauflage aufgeholt hat, was ich aber garantiert nicht solange aushalten werde)

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114237
Sheila Conolly Sheila Conolly ist weiblich
König




Dabei seit: 23.06.2009
Beiträge: 799

18.01.2019 19:55
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Die Galgenalm war genau das, was der Titel auch aussagte: eine Galgenalm!
Früher gab es einen Henker, der Verbrecher hinrichtete.
Irgendwann wurde er aber "abgesetzt", bzw., wie er selbst sagt, davon gejagt.
Na wenn das kein Grund für Rachegelüste ist?!
Also macht er das, was die meisten tun, wenn sie Rache nehmen wollen, sie schalten den Teufel und die Hölle ein. Wobei er sich dem Teufel ja schon früher verschrieben hat, wie er sagte ... nach dem Tod seiner Schwester.
Also hat der Teufel den Henker dann aus der Hölle entlassen und ihm auch seine "Opfer" als Zombies wieder mitgegeben, um seine Rache durchzuführen. Schließlich steht der Teufel drauf, mehr Diener zu kriegen, die ihm Seelen bringen.

Da hatte es die Galgenalm also wieder mit dem damaligen Henker zu tun und auch mit seinen untoten Opfern, den Zombies. Also alles paletti, wo die herkamen.
Und warum der Henker es jetzt auf Familie Wald abgesehen hat ... Bernie war halt da oben, weil er so ein Gefühl hatte. Außerdem war er gerne dort, liebte die Natur, kannte ein bisschen noch vom Hörensagen die alten Geschichten und hat sich halt umgesehen. Als die Totenglocke auch noch läutete, wurd's ihm unheimlich, da er niemanden sehen konnte. Logisch, dass er nachsah. Das wurde ihm eben zum Verhängnis.

Und warum passierte es JETZT und nicht schon früher?
Na weil der Teufel den Henker und seine Zombies eben erst jetzt für die Rache aus der Hölle entlassen hat. Fertig, aus. Hatte wohl weniger damit zu tun, dass Glenda John zu einem Urlaub dorthin überredet hat ... Augenzwinkern
Außerdem gehört die Alm den Walds und dann werden sie es wohl auch gewesen sein, die den Henker letztendlich von ihrem Grund und Boden fortgejagt hatten, sodass er seinem Job nicht mehr nachgehen konnte. Klar, dass sich da evt. Rachegelüste speziell dieser Familien gegenüber anstauen, aber auch gegenüber jedem, der in der Nähe des Galgens auf der Alm abhängt und Spaß hat.

John und sein Talisman kommen ihm dabei allerdings etwas in die Quere. Da die Bösen schon immer gern redeten, bevor sie handeln, war das auch hier der Fall. Der Henker zeigt sich erst seinen Opfern, nachdem er aus dem "Unsichtbaren" mit ihnen gesprochen hat und lässt sie dann baumeln. Ist ja nix gegen einzuwenden, da er Marianne z.B. sogar noch deutlich die Chance zur Flucht einräumte.
Der Partygesellschaft nachher aber nicht mehr. Immerhin hätte Mara Wald die Alm-Sause ja absagen können, was sie aber nicht wollte. Irgendwie sogar verständlich, wenn man nichts Greifbares in der Hand hat, das deutlich dagegen sprechen würde und womit hätte sie den bereits angereisten Gästen die Absage erklären sollen??
Immerhin waren sie viele und der Henker nur einer. Wer konnte schon voraussagen, was für Geschütze der Untote noch so auffährt?

Das zeigt er dann am Schluss ziemlich eindrucksvoll, nachdem er den angeschickerten und aufbrausenden Pat erledigt hat. Der wollte nicht glauben, dass John mit niemandem bei der Totenglocke gesprochen hat und genauso wenig die Nummer mit den Selbstgesprächen. So ging er eben selbst nachsehen und bezahlte das mit dem Leben.
Die zerstochenen Reifen war auch okay ... Warnungen hatte es ja genug gegeben und wenn die Leutz nicht hören, müssen sie eben fühlen ... bis sie nix mehr fühlen.
Der Nebel, der aus Geistern bestand, war auch cool. So wie die Art und Weise, wie man darin zu Tode kommt, wollte man dadurch die Flucht antreten.
Ein Knilch der illustren Partygesellschaft war wohl nicht verängstigt genug, hatte keinen Bock mehr auf den ganzen Firlefanz und wollte allen zeigen, dass der Nebel harmlos ist und sie einfach nur durchlaufen müssten. Reinlaufen ging auch ... aber raus nicht mehr. Bzw. wurde man darin wohl zu Tode gequält und anschließend tot wieder ausgespuckt. Muss nicht so toll gewesen sein, wie John am Gesichtsausdruck des Kerls sah ...
Die Nebelszene an sich fand ich schön unheimlich ... besonders eben noch die Erwähnung, wie der Gesichtsausdruck des Toten war:
"Er blieb auf dem Rücken liegen und sein Gesichtsausdruck bezeugte, dass sein Tod schrecklich gewesen sein musste ..."
Da geriet meine Phantasie echt in Wallung und hat sich da einiges vorgestellt, was die Geister mit dem Typen angestellt haben könnten.

Dass John am Schluss in echte Bedrängnis geriet, fand ich echt gut. Er konnte da ja tatsächlich nix mehr ausrichten ... wäre Glenda nicht gewesen. Und auch Heinz Hörger.
Was sollte da dann noch unnötig in die Länge gezogen werden? Glenda fummelt John das Kreuz aus der Hose und knallt es dem Henker in die Fratze! Sehr gut! Bei Dämonen und anderem Höllengeschmeiß muss man eben flott sein. Hätte das nämlich nicht geklappt, wären Glenda und wohl auch alle anderen noch dran gewesen, bzw. hätte John die atemraubende Baumelei nicht überlebt. So aber war es nachvollziehbar, dass und warum es funktionierte. Mit der Vernichtung des Henkers verschwindet der Nebel, also quasi die Geister und Zombies ebenso. Auch daran fand ich nix Verwerfliches, denn es ist doch oft so, dass alles, was mit dem Hauptbösewicht zu tun hat, in sich zusammenfällt, sobald der vernichtet wurde.
Also check Daumen_hoch

Den Erotikkram im Sinclair-Universum hatte ich an anderer Stelle schon mal angerissen.
Allgemeine Beschreibung gehen selbstverständlich okay, alles andere MUSS (für mich im Gruselgenre) nicht sein.
Hier fand ich es für einen JD-Roman daher doch schon ungewöhnlich viel und detailreich.
Aber vielleicht war es für John/Glenda-Shipper smile Love ... oder er wollte dem zombiösen Spanner einfach nochmal was für die toten Augen geben, bevor der Vorhang für immer fällt! Bse groes Grinsen
Hätte für mich nicht sein müssen, passte aber soweit, da John und Glenda ja schließlich Urlaub hatten. Und wer glaubt schon, dass da dann bei den beiden nix laufen würde ... Zunge raus groes Grinsen Ist nur die Frage, ob man das auch detailierter lesen will ... oder lieber seiner eigenen Phantasie überlässt, was die da treiben^^
Generell ist mir das halt schlichtweg zu "langweilig" und klaut den "blutigen Dingen" den Platz Zunge raus ... Erotikkram hab ich auch zu Hause ... blutigen Kram eben nicht ... also normalerweise ... Zunge raus Grusel
Deshalb hätte ich für meinen Teil statt irgendwelcher detailreichen Sex- oder Erotikpassagen dann doch lieber noch ne halbe oder ganze Seite mehr spritzende Hirnmasse, rausgerissene Organe, Folter, Gedärm, Quälereien, etc. , der Phantasie seien da keine Grenzen gesetzt^^ groes Grinsen
Klingt das jetzt brutal oder so??
Nee, oder? Sowas lese ich halt lieber in diesem Genrebereich^^ groes Grinsen groes Grinsen (zumindest hab ich Schlafzimmergeschichten zwischen Bill und Sheila auch noch nicht wirklich vermisst ... oder eher, noch gar nicht drüber nachgedacht, ob die Erotikschiene dann sogar bei mir mehr Anklang finden würde ... hmmmm .... neeee, ich glaub, selbst bei denen nicht^^ Zunge raus groes Grinsen )
Allerdings ist da auch ein kleiner, erotischer Silberstreifen am ansonsten blutigen Horizont: ne kleine Chance gibt's nämlich, dass solche "Szenen" in JS-Romanen sogar bei mir punkten könnten groes Grinsen : nämlich wenn sie total gut reinpassen und meinem JS-Lesefeeling dann gar nicht als langweilig, Platzwegnehmer, Störung oder Spannungskiller auffallen ... oder wenn sie eben sogar zur eigentlichen Story dazugehören und daher relevant sind, wie z.B. Incubus-/Succubus-mäßig oder Lilu und Lilutu .... oder oder oder ... der Ideenreichtum ist enorm^^

Mir hat der Roman jedenfalls ganz gut gefallen! (sogar trotz hart gewordener Brustwarzen, Gestöhne, Bearbeitung empfindlicher Stellen, gespreizter Beine, etc.^^)
Das mit den Blockhütten war jetzt für mich auch eher ein kleinerer Fauxpas ... vielleicht hatte Mara die landwirtschaftlichen Geräte nach dem Tod ihres Onkels auch schon rausgeräumt und die Hütte dann ebenfalls nett hergerichtet, so wie die andere ... wer weiß?! Zunge raus
Da machte ich mir eher Gedanken, warum die Kids abends im Haus nächtigten, wo Mara doch nachmittags noch meinte, dass sie mit dem Papa unterwegs seien .. der dann aber auswärts zu tun hatte und somit nicht da war?? Gut, da gab's ja noch das Kindermädchen, vielleicht hatte er sie da dann abgeliefert ... aber irgendwie klang es so, als seien alle "Walds", außer ihr und ihrem Vater Erwin, erstmal aus der Schusslinie. Deshalb würde sie nur ihren Vater warnen müssen, heißt es dazu passend auch im Roman ...
Außerdem hatte das thailändische Au-pair-Mädchen auch so gar nix von dem Kampf mitgekriegt? Nachdem sie die Kids ins Bett gesteckt hatte, wird sie sich ja höchstwahrscheinlich selbst noch nicht unbedingt hingelegt haben ...
Der Henker und seine gehenkten Opfer-Zombies kamen jedenfalls ganz nett an. Ebenso, dass Mara mehr drauf hatte, als sie anfänglich den Eindruck machte. Ihr Kampf mit dem Zombie hatte was und auch ihr Plan, dass sie den Untoten rauslocken wollte, während sie selbst im Gartenschuppen die Axt holte (also nix mit "zufällig vorher bereitgestellt" oder so smile )
Dass Mara und ihr Vater sich mit "Vater" und "Tochter" ansprechen, war im ersten Moment komisch, hat mich dann aber auch nicht sonderlich gestört.
Justus Jonas nennt Tante Mathilda auch oft genug nur "Tante" und nicht "Mathilda" ... Töchter nennen ihre Väter ebenfalls nicht immer beim Vornamen, sondern eben eher Vater, Papa, Dad oder wie wir Niederrheiner zu sagen pflegen: Vatta groes Grinsen
Die "Tochter-Titulierung" ist so ne Sache ... meist ja eher gebräuchlich, wenn man etwas Ernsteres zu besprechen hat und das Töchterchen dann auch unbedingt zuhören muss oder soll! Zunge raus groes Grinsen
Oder halt aus Spaß ... na jedenfalls klang es auch nicht wirklich verkehrt oder doof Daumen_hoch

Das Cover kriegt auch 'nen Daumen hoch, denn so in etwa konnte ich mir das Galgenalm-Szenario schon vorstellen. Nur das Glöckchen ist auf dem Bild kleiner als das, was bei mir vor'm geistigen Auge rumbaumelte ...

Auch wenn ich sehr gerne Leserbriefe lese, so waren die Bilder von der Con ebenfalls wieder schön. Ich guck gerne Fotos und wenn die auch noch mit netten Kommis von JD versehen sind, können's auch gerne mal mehr sein. Nur die Leserbriefe halt nicht ganz vergessen ... eine Mischung wäre da gut, je nach dem, wie's so mit Post aussieht! smile Und wenn's mehr LKS-Seiten gäbe (Fotos UND Briefe), würd's evt. auch nicht so ganz dolle auffallen, dass JD's Romane zuweilen schon mal etwas kürzer ausfallen, als die der Kollegen Augenzwinkern smile

Was die enorme Fehlerzahl der verschiedensten Arten mal wieder angeht, da klaue ich mal schlichtweg einen Teil von Spätaufsteher's Satz (wenn auch aus nem anderen Zusammenhang^^), denn die (geschriebene) Meckerei stößt wohl leider eh nicht auf Gehör ... im Gegenteil, sie scheint leider vollkommen abzuprallen:

Zitat:
Original von Spätaufsteher
[...]reicht aber jetzt auch.[...]

Das sagt aus, was ich über die Nummer mit den mordsmäßigen Fehlern denke! unglcklich Bse Urks Wall Augen rollen Nudelholz Ohnmacht Grusel

__________________
"Man sieht es, man hört es und man riecht es ... !"
"Also ... das musst du uns erklären, Sheila ... !"
"Man sieht, dass die Whiskyflasche leer ist und hört, dass du voll bist ... und man riecht deine Fahne!"

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Isaak S. Isaak S. ist männlich
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Dabei seit: 10.03.2018
Beiträge: 169

20.01.2019 22:51
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Zitat:
Original von Das Gleichgewicht:
Worum geht es bei der Galgenalm eigentlich?

Zitat:
Original von Sheila Conolly:
Die Galgenalm war genau das, was der Titel auch aussagte: eine Galgenalm!

Zitat:
Original von Koboldoo:
Den Titel "Galgenalm" fand ich richtig lächerlich.

Zitat:
Original von Spätaufsteher:
Ich hatte nach dem Finale noch mehr Fragen. Es muss ja nicht alles bis ins kleinste Detail aufgeklärt werden, aber ein bisschen mehr ginge schon.


Das Ereignis
Bernie Wald wird auf einer Alm in Südtirol das Opfer eines Zombiefluchs. Glenda ist mit seiner Nichte Mara Wald befreundet und will mit John dort Urlaub machen. Vor Ort erfahren John und Glenda von dem Toten. John recherchiert und auf der Alm meldet sich sein Kreuz (S. 18.)

Oberflächlich und zeitlos
Die Geschichte war oberflächlich erzählt. „Der Henker“ bekam nicht einmal einen eigenen Namen. John schafft es weder „den Henker“ zu vernichten noch kann er herausfinden, worum es hier geht.

John fragt: „Wer bist du wirklich?“
Die Antwort lautet: „Der Henker. Das war ich früher und das bin ich heute noch.“ (S. 62)

Auf mich hat die ganze Geschichte einen seltsam zeitlosen Eindruck gemacht. Ich hätte nicht genau sagen können, wann sie eigentlich spielt. Es ist anscheinend Sommer und es könnte irgendwann in den frühen Neunzigern sein. Mobiltelefone spielten hier noch keine Rolle. Auch habe ich nicht verstanden, warum sich John im Kampf mit dem Zombie verhält als wäre er noch ein unerfahrener Yard-Beamter in einem Gespenster-Krimi. Das Ganze ist in jeder Hinsicht anachronistisch. Es scheint keinerlei Berührungspunkte mit der Sinclair-Serie in der Gegenwart zu haben. Was für ein Heftroman ist die Galgenalm?
Gleichgewicht hat das gut formuliert:
Zitat:
Original von Das Gleichgewicht:
Er ist Kunst. Er ist eigenwillig. Er ist eine spezielle Nische. Der Roman bietet für Dark-Fans in der ersten Hälfte großartige Beschreibungen und das begehrte Ambiente. Zum Beispiel eine der bekannten Restaurant-Szenen. Der Kritiker könnte schimpfen, dass Dark sich ständig wiederholt und die gleichen Dialog-Bausteine bis zum Erbrechen wiederverwendet. Für den Dark-Genießer ist das sicherlich gerade ein Grund, sich zu freuen.


Meine Lektüre
Wenn ich die Galgenalm als JD-Kunst lese, dann läuft es dieses Mal aber auch wirklich rund! Ich musste nur jede inhaltliche Tiefe ausblenden. Ohne diese Tiefendimension schwebte die Galgenalm dann erzählerisch leicht daher wie der Nebel des Henkers. Ich fand die Erzählsprache mitsamt den Dialogen überraschend gut und konnte mich sogar für die zwei (!) Seiten Erotik-Szene begeistern (S. 31-32). Zumal diese dann durch das Erscheinen des Zombies effektvoll abgebrochen wurde. Auch der Final-Kampf von Glenda mit John am Galgen konnte mich mitreißen (vorausgesetzt ich konnte die Frage ignorieren, warum John sich da vorher so unglaublich ratlos und passiv in die Falle gegangen war).
Die Unsauberkeit des Textes (Tippfehler usw.) ist ja mittlerweile ein fester Bestandteil der Dark-Texte, war mir dieses Mal aber sogar egal. Die Freude darüber, dass die Erzählsprache gut war, überwog. Gut finde ich die Galgenalm aber dennoch nicht. Es gibt die beiden typischen Mängel einer JD-Geschichte: Der Plot hängt in der Luft („Wer ist der Henker?“) und dementsprechend schwach ist dann das Finale.

In erster Linie wegen der guten Erzählsprache finde ich die Galgenalm dann aber auch nicht mehr schlecht, sondern denke, dass die ganze Sache so mittel ist.

__________________
Am Anfang war... - Was war nochmal am Anfang?

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Dabei seit: 21.08.2012
Beiträge: 2857

24.01.2019 12:46
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Da kann ich mich der Rezi vom Spätaufsteher nur anschließen, bei mir ist aber aufgrund des Endes nur ein Mittel rausgesprungen, für ein Gut hat mich auch gestört, dass Jason die guten Ideen mit dem Nebel und den Gehängten, die als Zombies wiederkehren und vom Henker selbst geführt werden, zum Schluss einfach so weg sind.
Das hätte er in meinen Augen etwas mehr ausnutzen können im Finale, ohne auf jedes Detail eingehen zu müssen.

Was mir sehr gut gefallen hat war die Schlingennummer, der Henker hat John gut abgelenkt, so konnte sich die Schlinge über Johns Kopf stülpen, zog sofort an und nahm John somit jede Möglichkeit, sich zu wehren.

Glenda nutzt die Ablenkung , zieht John das kreuz aus der Hosentasche und hält es dem Henker ins Gesicht, als der von John abläßt. Das ist in meinen Augen schön gelöst.

Auch gab es zwar viele Dialoge, aber nicht im Kreis und ständig wiederholend, deswegen keine Abzüge dafür.

Ein schlichter Band der Woche, der ihm gut gelungen ist, aber doch nur zu einem Mittel reicht.

Die Rechtschreib- und Formfehler sind ja schon oft genug erwähnt, ist aber auch schon traurig, enn sich die Hotelchefin als Mara vorstelle und sofort im Anschluss Mona genannt wird. Für diese ganzen Auffälligkeiten bedarf es keinen Lektor, irgendwer kann drüber gucken. Einem schreiber selbst fällt das meist nicht auf, ist aber auch bekannt und normal, aber jeder danach könnte einiges verbessern.

LG Lessy groes Grinsen Alt

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