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John-Sinclair-Forum ::: Gruselroman-Forum » Roman-Serien » Gespenster-Krimi » Gespenster-Krimi 2.0 » Gespenster-Krimi 2.0 Nr. 23: Das lebende Porträt
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Umfrage: Gespenster-Krimi 2.0 Nr. 23: Das lebende Porträt
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woodstock woodstock ist männlich
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Dabei seit: 29.11.2008
Beiträge: 12424

03.08.2019 06:03
Gespenster-Krimi 2.0 Nr. 23: Das lebende Porträt
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Massimo Bunavo betrachtete das Gemälde, das sein letztes sein sollte. Die Augen des hageren, ausgezehrten Mannes mit den roten Fieberflecken auf den Wangen funkelten irr und dämonisch. Ein abstoßendes Lächeln zuckte über sein Gesicht mit dem grauen Knebelbart.
„Dieses Bild übereigne ich der Adelsfamilie De Simone“, rief er. „Es soll mein Vermächtnis sein, mein Fluch, der aus dem Jenseits auf diese Elenden niederfährt. Furchtbar sollen die De Simones die Schuld büßen, die sie auf sich geladen haben.“
Das Bildnis war schlechthin vollendet, ein makabres Kunstwerk, wie vielleicht noch nie eines auf der Erde geschaffen worden war. Eine Atmosphäre des Grauens, der sich niemand entziehen konnte, ging von dem Bild aus ...


Autor: Earl Warren

Erschienen: 27.08.2019

__________________
Ein Meister ist nicht derjenige, der etwas lehrt, sondern jemand, der seinen Schüler dazu anregt, sein Bestes zu geben, um ein Wissen zu entdecken, das er bereits in seiner Seele trägt.
Wenn es in einer Ehe keine Meinungsverschiedenheit gibt, dann ist einer ein Trottel
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120452
Olivaro Olivaro ist männlich
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Dabei seit: 15.05.2013
Beiträge: 6245

03.08.2019 08:27
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Abgesehen von der männlichen Hauptperson Mark Saxon, der ein überheblicher Idiot ist ("Mark legte mit seinem Maserati einen Kavaliersstart hin, dass die Reifen quietschten"), ist dies eine sehr düstere Rachegeschichte, und die Stärken liegen in der Ohnmacht der Beteiligten, die kein Mittel finden, das Bild zu vernichten oder wenigstens den Palazzo zu verlassen - alle Versuche scheitern unter einem dämonischen Zwang. Die üblichen Hausmittel versagen, da es keine (an)greifbare Bedrohung wie physische Dämonen gibt. Die eindringliche Schilderung des unheimlichen Gemäldes ist sehr bildhaft gelungen, und man kann das Grauen der unmittelbar betroffenen Personen (die das Bild in sich aufnimmt) gehr gut nachvollziehen. Einer der besten Einzelromane von Earl Warren.

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Dunkel und wartend lag der Korridor hinter ihr, von Nebelschleiern erfüllt. Es war kein angenehmer Gedanke, durch den gewundenen Gang zurückzulaufen, ganz allein, während immer dichteres Dunkel sie umgab, vorbei an den vielen geschlossenen Türen. Und wenn sich eine öffnete?

Evangeline Walton: Witch House

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120453
Wolf55 Wolf55 ist männlich
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Dabei seit: 02.10.2018
Beiträge: 172

29.08.2019 03:19
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Im Prinzip alles richtig von "Olivaro"; trotzdem komme ich zu einem gänzlich anderen Fazit.

Denn: Die Story ist für mich alles andere als innovativ, der "Held", der schlussendlich die (restliche) Familie seiner Verlobten rettet; alle Beteiligten, die aus einem okkulten bzw. magischen Zwang weder reagieren, telefonieren noch fliehen können etc. etc., das alles habe ich erst kürzlich (Gespenster-Krimi 2.0 Band 16: "Die Seehexe" von Earl Warren) gelesen. Insofern für mich ein ärgerliches Aha-Erlebnis, die selben Handlungsmuster mit anderen Personen und an einem anderen Ort nochmals aufgetischt zu bekommen.

Zudem strotzt der Band mal wieder mit den inzwischen bei Bastei obligatorischen Fehlern einschließlich Namensänderungen (aus dem Hausmeister Angelo Greccho wird Angele, aus Mark Saxon Saxen - da gingen der Druckerei wohl die "o"s aus).

Und, na klar, viele "verzerrte Gesichter", sehr originell!

Nö, für solch ein "Eigen-Plagiat" - es kann natürlich sein, dass dies die erste Version der Handlung ist, als Leser der Gesp.-Krimi 2.0 erfahre ich es aber nun mal so - kann es nur eine Bewertung geben: "Sehr schlecht"!

Kommt einem eh langsam so vor, als wäre die Vorgabe zur Reihe: "Hey, sucht mal alle Earl Warrens raus" - ob das mit der neuen Effizienz gemeint ist!?!

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121543
Olivaro Olivaro ist männlich
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Beiträge: 6245

29.08.2019 13:28
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Die verzerrten Gesichter gehören vermutlich zur Grundausstattung eines Gruselromans, da habe ich mir wohl schon eine Hornhaut angelesen, um es noch zur Kenntnis zu nehmen. Das ist wahrscheinlich ebenso unausrottbar wie das Erbleichen diverser Gesichter, die Gänsehaut, die den Rücken rauf- und runterkriecht (je nach Tagesform) und auch die Nackenhaare, die sich in schöner Regelmäßigkeit aufstellen.

"Das lebende Portät" ist tatsächlich zehn Monate vor der "Seehexe" erschienen. Bei Neuauflagen greife ich grundsätzlich zur Erstausgabe, weil ich die neuen Hefte erst gar nicht bekomme. Dort sind Fehler generell kaum zu finden, und den vorliegenden Roman habe ich der erste Mal seit Februar 1976 wiedergelesen. In Erinnerung ist mir aber tatsächlich noch das schaurige Gemälde geblieben, weshalb die Lektüre ein angenehmes Déjà-vu war.

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Dunkel und wartend lag der Korridor hinter ihr, von Nebelschleiern erfüllt. Es war kein angenehmer Gedanke, durch den gewundenen Gang zurückzulaufen, ganz allein, während immer dichteres Dunkel sie umgab, vorbei an den vielen geschlossenen Türen. Und wenn sich eine öffnete?

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121560
Wolf55 Wolf55 ist männlich
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Beiträge: 172

30.08.2019 07:27
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Zitat:
Original von Olivaro
Die verzerrten Gesichter gehören vermutlich zur Grundausstattung eines Gruselromans, da habe ich mir wohl schon eine Hornhaut angelesen, um es noch zur Kenntnis zu nehmen. Das ist wahrscheinlich ebenso unausrottbar wie das Erbleichen diverser Gesichter, die Gänsehaut, die den Rücken rauf- und runterkriecht (je nach Tagesform) und auch die Nackenhaare, die sich in schöner Regelmäßigkeit aufstellen.

"Das lebende Portät" ist tatsächlich zehn Monate vor der "Seehexe" erschienen. Bei Neuauflagen greife ich grundsätzlich zur Erstausgabe, weil ich die neuen Hefte erst gar nicht bekomme. Dort sind Fehler generell kaum zu finden, und den vorliegenden Roman habe ich der erste Mal seit Februar 1976 wiedergelesen. In Erinnerung ist mir aber tatsächlich noch das schaurige Gemälde geblieben, weshalb die Lektüre ein angenehmes Déjà-vu war.


Ähm, ich glaube eher, dass Du Fehler leichter überliest …

Der Unterschied ist, dass es hier nicht so ins Gewicht fällt, aber wenn ein Lektor das durchgehen lässt, stört es mich schon.

Ich sag's mal so: Wenn ich mich abhärten will, gehe ich unter die eiskalte Dusche; lese ich einen Roman, erwarte ich, dass alle Beteiligten ihren Job machen.
Ich habe Manfred Weinlands VAMPIRA/DAS VOLK DER NACHT lesen dürfen, dabei sind mir solch nervige Formulierungen zumindest nicht so inflationär aufgefallen, evtl. bin ich da zu verwöhnt. Gänsehaut etc. stören mich nicht, da es sie wirklich gibt, verzerrte Fratzen begegnen mir relativ selten. Okay, ich lebe ja auch nicht mit Geistern, Vampiren etc.; ich wünsche mir ja nur etwas mehr Phantasie beim Beschreiben von Reaktionen.

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121589
Olivaro Olivaro ist männlich
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Beiträge: 6245

30.08.2019 09:56
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Zitat:
Original von Wolf55
Zitat:
Original von Olivaro
"Das lebende Portät" ist tatsächlich zehn Monate vor der "Seehexe" erschienen. Bei Neuauflagen greife ich grundsätzlich zur Erstausgabe, weil ich die neuen Hefte erst gar nicht bekomme. Dort sind Fehler generell kaum zu finden, und den vorliegenden Roman habe ich der erste Mal seit Februar 1976 wiedergelesen. In Erinnerung ist mir aber tatsächlich noch das schaurige Gemälde geblieben, weshalb die Lektüre ein angenehmes Déjà-vu war.


Ähm, ich glaube eher, dass Du Fehler leichter überliest

Der Unterschied ist, dass es hier nicht so ins Gewicht fällt, aber wenn ein Lektor das durchgehen lässt, stört es mich schon.


Nein, ich meinte damit, dass ich nicht den aktuellen (also fehlerbelasteten) Gespenster-Krimi 23 gelesen habe, sondern die Neuauflage lediglich zum Anlass genommen habe, das alte Heft von 1976 hervorzukramen und wieder zu lesen. Was Schludrigkeiten und Fehler betrifft, bin ich genauso sensibel wie Du. Ich hatte vor Kurzem den Roman "Das Haus der Stufen" von Ruth Rendell mit 438 Seiten gelesen, in dem fünf Fehler zu finden waren. Und das in einem gebundenen Buch aus dem Diogenes Verlag, der sehr gründlich arbeitet und lektoriert. Das war wirklich ärgerlich.

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Dunkel und wartend lag der Korridor hinter ihr, von Nebelschleiern erfüllt. Es war kein angenehmer Gedanke, durch den gewundenen Gang zurückzulaufen, ganz allein, während immer dichteres Dunkel sie umgab, vorbei an den vielen geschlossenen Türen. Und wenn sich eine öffnete?

Evangeline Walton: Witch House

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121591
Wolf55 Wolf55 ist männlich
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Beiträge: 172

30.08.2019 12:52
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Zitat:
Original von Olivaro
Zitat:
Original von Wolf55
Zitat:
Original von Olivaro
"Das lebende Portät" ist tatsächlich zehn Monate vor der "Seehexe" erschienen. Bei Neuauflagen greife ich grundsätzlich zur Erstausgabe, weil ich die neuen Hefte erst gar nicht bekomme. Dort sind Fehler generell kaum zu finden, und den vorliegenden Roman habe ich der erste Mal seit Februar 1976 wiedergelesen. In Erinnerung ist mir aber tatsächlich noch das schaurige Gemälde geblieben, weshalb die Lektüre ein angenehmes Déjà-vu war.


Ähm, ich glaube eher, dass Du Fehler leichter überliest

Der Unterschied ist, dass es hier nicht so ins Gewicht fällt, aber wenn ein Lektor das durchgehen lässt, stört es mich schon.


Nein, ich meinte damit, dass ich nicht den aktuellen (also fehlerbelasteten) Gespenster-Krimi 23 gelesen habe, sondern die Neuauflage lediglich zum Anlass genommen habe, das alte Heft von 1976 hervorzukramen und wieder zu lesen. Was Schludrigkeiten und Fehler betrifft, bin ich genauso sensibel wie Du. Ich hatte vor Kurzem den Roman "Das Haus der Stufen" von Ruth Rendell mit 438 Seiten gelesen, in dem fünf Fehler zu finden waren. Und das in einem gebundenen Buch aus dem Diogenes Verlag, der sehr gründlich arbeitet und lektoriert. Das war wirklich ärgerlich.


Dann kannst Du Dich eigentlich glücklich schätzen, die aktuellen Bastei Romanhefte nicht bekommen zu können; 5 Fehler pro Seite sind da eher die Regel. Wall

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geisterwolf
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30.08.2019 13:48
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Ein durchaus origineller Roman, was die Grundidee betrifft: Ein Maler behaftet sein letztes Gemälde mit einem Fluch und vermacht es einer Familie, an der er sich rächen will. Das Bild zeigt fortan jeweils das Gesicht des nächsten Opfers und ist mit herkömmlichen Mitteln nicht zu vernichten.

Alleine die Beschreibung des Bildes ist so eindrucksvoll gelungen, dass sich unwillkürlich die Frage stellt, ob der Autor ein solches Bild tatsächlich zum Vorbild genommen hat. Auch müsste ein guter Maler das Gemälde anhand der intensiven Beschreibung durchaus zu Papier bringen können.

Die Thematik an sich - eine Familie hat Schuld auf sich geladen, wird nun schrittweise reduziert und vom Geliebten einer Tochter des Hauses gerettet - wurde zwar von Earl Warren in einigen Romanen verwendet (die erwähnte "Seehexe", aber auch "Das Verlies der blutigen Träume" oder "Die Seeschlange"), aber wenn das Setting jedesmal ein anderes ist, spricht doch nichts dagegen. Ein Heftromanautor mit so einer beachtlichen Menge an Romanen wie Earl Warren kann doch nicht bei jeder Geschichte das Horror-Genre neu erfinden. Natürlich fallen derartige Handlungsmuster verstärkt auf, wenn die Romane in einem geringen zeitlichen Abstand erscheinen, aber dann läge es am Lektorat, eine andere Reihung vorzunehmen - oder eben mehr Romane anderer Autoren zu veröffentlichen. Eine derartige Sorgfalt scheint man aber beim neuen "Gespenster-Krimi" nicht zu pflegen. Die Vorschau auf den jeweils nächsten Roman ist ja auch keine grobe Zusammenfassung der Thematik, sondern einfach der Beginn der Geschichte.

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Olivaro Olivaro ist männlich
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30.08.2019 14:46
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Zitat:
Original von geisterwolf
Alleine die Beschreibung des Bildes ist so eindrucksvoll gelungen, dass sich unwillkürlich die Frage stellt, ob der Autor ein solches Bild tatsächlich zum Vorbild genommen hat. Auch müsste ein guter Maler das Gemälde anhand der intensiven Beschreibung durchaus zu Papier bringen können.


In meiner Vortellung hätte das Bild so ausgesehen:



Nur statt des Mädchens eben einen Reiter, und sogar die nach dem Huf des Pferdes greifende Hand wäre schon vorhanden.

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Wolf55 Wolf55 ist männlich
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30.08.2019 20:23
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Zitat:
Original von geisterwolf
Ein durchaus origineller Roman, was die Grundidee betrifft: Ein Maler behaftet sein letztes Gemälde mit einem Fluch und vermacht es einer Familie, an der er sich rächen will. Das Bild zeigt fortan jeweils das Gesicht des nächsten Opfers und ist mit herkömmlichen Mitteln nicht zu vernichten.

Alleine die Beschreibung des Bildes ist so eindrucksvoll gelungen, dass sich unwillkürlich die Frage stellt, ob der Autor ein solches Bild tatsächlich zum Vorbild genommen hat. Auch müsste ein guter Maler das Gemälde anhand der intensiven Beschreibung durchaus zu Papier bringen können.

Die Thematik an sich - eine Familie hat Schuld auf sich geladen, wird nun schrittweise reduziert und vom Geliebten einer Tochter des Hauses gerettet - wurde zwar von Earl Warren in einigen Romanen verwendet (die erwähnte "Seehexe", aber auch "Das Verlies der blutigen Träume" oder "Die Seeschlange"), aber wenn das Setting jedesmal ein anderes ist, spricht doch nichts dagegen. Ein Heftromanautor mit so einer beachtlichen Menge an Romanen wie Earl Warren kann doch nicht bei jeder Geschichte das Horror-Genre neu erfinden. Natürlich fallen derartige Handlungsmuster verstärkt auf, wenn die Romane in einem geringen zeitlichen Abstand erscheinen, aber dann läge es am Lektorat, eine andere Reihung vorzunehmen - oder eben mehr Romane anderer Autoren zu veröffentlichen. Eine derartige Sorgfalt scheint man aber beim neuen "Gespenster-Krimi" nicht zu pflegen. Die Vorschau auf den jeweils nächsten Roman ist ja auch keine grobe Zusammenfassung der Thematik, sondern einfach der Beginn der Geschichte.


Ja, dies würde einige (nicht alle) der von mir vorgebrachten Kritikpunkte "entzerren"!

Zu befürchten ist, dass man Julia Conrad nun in die selbe Falle laufen lässt ...

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MH1974
Jungspund


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16.09.2019 09:56
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Spannend geschrieben, interessante Story-gefiel mir gut. Einer der besseren Earl Warren Romane.

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