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John-Sinclair-Forum ::: Gruselroman-Forum » Roman-Serien » Professor Zamorra » PZ1001-heute » Band 1179: Der Teufel aus der Flasche
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Michael Michael ist männlich
Administrator




Dabei seit: 22.11.2007
Beiträge: 4743

06.08.2019 16:01
Band 1179: Der Teufel aus der Flasche
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Nicole blickte zu Zamorra hinüber. Wie Haie umrundeten die schwebenden Schwarzblütler den Professor, bereit jederzeit zuzuschlagen. Außerdem hatten sich die Dämonen verwandelt und zeigten nun ihre wahre Natur. Gierig klafften ihre Mäuler auseinander, und mehrreihige Gebisse mit überdimensionierten Zähnen waren zu erkennen. Die Hände hatten sich in Klauen verwandelt, die tödlichen Dolchen in ihrer Gefährlichkeit in nichts nachstanden.
Es war offensichtlich, die Angreifer würden sehr bald zuschlagen ...

Geschrieben von Stefan Hensch
Erscheinungstag: 6.8.2019

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Wenn die Süße des geringen Preises verflogen ist, die Bitterkeit minderer Qualität wird bleiben.

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120629
Icho Icho ist männlich
Doppel-As




Dabei seit: 18.02.2018
Beiträge: 108

12.08.2019 08:12
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So wenig mir der erste Roman von S. Hensch im PZ-Universum gefallen hat, umso besser bin ich mit seinem zweiten Output klar gekommen.
Im Grunde sagen der Titel und auch das TiBi schon alles über den Inhalt aus. Am Ende taucht noch ein alter Bekannter auf und auch eine Fortführung des Themas ist möglich.
Hat mir in seiner Gesamtheit vom Schreibstil und Aufbau gut gefallen.
Lediglich wie die besorgte Mutter an die Telefon-Nr. vom Prof gekommen ist lässt mich grübelnd zurück großes Grinsen
6/10 Amuletten

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Lese PR, PZ und MX
Racing is life, anything that happens before or after is just waiting

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120854
Sheila Conolly Sheila Conolly ist weiblich
Kaiser




Dabei seit: 23.06.2009
Beiträge: 1019

22.08.2019 19:46
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Ich hab mir ja Vieles unter dem Titel vorgestellt, kennt man doch schon so einige Geschichten über Dschinns und Flaschengeister ... letztendlich wurde ich aber doch noch vom Verlauf der Story überrascht.

Es gab zwei Handlungsstränge, die schlussendlich in einen gemeinsamen, dritten Strang endeten.
Ganz besonders hab ich an Sheryl und Brandon Hoffa im Jahr 1983/84 und ihrer Geschichte gehangen.
Was ein dämlicher Streit und ein bisschen Eifersucht nicht alles anrichten kann.
Als Brandon verunglückt und Sheryl durch ihren Jugendfreund Earl Riker an eine ominöse Flasche kommt, die ihr und ihrer kleinen Familie helfen soll, nimmt das Übel seinen Lauf.
Und das Schicksal scheint es nicht gut mit den Hoffas zu meinen, denn ein Schlag nach dem anderen ereilt die Familie, die Sheryl schließlich, entgegen aller Warnungen Rikers, dazu zwingt, das volle Potenzial der Flasche auszuschöpfen. Am Ende muss sie die Konsequenzen tragen ... doch Brandon will das nicht hinnehmen und zusammen versuchen sie, der äußerst misslichen Lage zu entkommen.
Leider klappt das nicht so ganz und während Sheryl als Dschinnfutter für Basima endet, bekommt Brandon eine neue "Lebens"-Aufgabe ...

Mich hat dieser Unfall im Moment des Lesens total entsetzt. Wie konnte das Schicksal bei den beiden, bzw. dreien, denn ihre Tochter Sammy war ja auch noch da, so hart zuschlagen?
Ich hatte schon fast damit gerechnet, dass Brandon das nicht überlebt, weil da so krass was von zahlreichen Frakturen und Weichteilverletzungen, die man sogar erst außen vor ließ, sowie massiven inneren Verletzungen stand, die zunächst operiert und versorgt wurden. Falls Brandon die überhaupt überleben sollte, würde man sich den anderen Verletzungen widmen. Das klang doch sowas von mies ... und ich konnte Sheryl irgendwie verstehen, dass sie auch andersartige Möglichkeiten in Betracht zog. Zumal sie sich auch noch die Schuld an der Lage ihres Mannes gab, weil sie den Streit vom Zaun gebrochen hatte ...

Innerhalb des zweiten Stranges ging es um Taugenichts Max Schmitt. Zunächst hab ich diesen Teil des Romans mehr als "Unterbrechung" zu den Ereignissen in 1983/84 angesehen, weil ich da doch unbedingt wissen wollte, wie es ausgeht ... dass es positiv ausgeht, usw. ... und irgendwie kam es mir daher im ersten Moment "lästig" vor, bzw. "nur" als Strang, der Zamorra und Nicole in die Story reinbringen sollte.
Aber als Zamorra dann anfangs etwas bockig war und da noch keinen wirklichen Fall für sie sah ... und es auch generell kaum Beweise gab, weswegen sie hätten einschreiten können oder müssen .... und es dann an die Beschreibungen um Max selbst ging, was ihm passiert ist, wie er generell ist, was er tut, seine Drogenabhängigkeit und seine Handlungsweise, etc. ... da wurde auch dieser Strang plötzlich und auch schnell interessant und kurzweilig.
Max ist faul, drogenabhängig, ein Spieler und eigentlich ziemlich glücklos. Durch ein Pokerspiel, bei dem er seltsamerweise mal auf der Siegerseite zu stehen schien, kam er an eine alte Öllampe.
Nachdem er aber seinen ganzen Gewinn schon wieder verprasst hat und es ihm finanziell schlecht geht, er sich wegen seiner Drogensucht Geld leihen muss und dieses natürlich auch doppelt und dreifach zurückzahlen soll, muss er einiges verkaufen, um wieder zu Geld zu kommen. So will er es auch mit der alten Öllampe tun, doch als er sie genauer beäugelt, entsteigt ihr ein seltsam neumodisch gekleideter Lampengeist. Durch ihn kommt Max zu Geld, was seine Mutter alarmiert, die sich auf Grund des unheimlichen Reichtums ihres Sohnes Sorgen um ihn macht und sich an Zamorra und Nicole wendet.
Dass sich Marie Schmitt überhaupt an den Meister des Übersinnlichen wendet, kam hier auch nicht von ungefähr. Selbst das wurde logisch erklärt. Mutter Marie wusste, dass ihr Sohn sich, wie sein Großvater, für Okkultismus und paranormalen Kram interessierte und hatte so den schlimmen Verdacht, dass er für seinen Reichtum eventuell sogar einen Pakt mit einem Dämon geschlossen haben könnte ...

Gut fand ich dann allerdings, dass Zamorra zunächst noch nicht so ganz ein Eingreifen ihrerseits für notwendig hält.
Erst als Nicole nach einem Treffen mit Max, bei dem Zamorras Amulett sich nicht gerührt hat, anmerkt, dass da etwas war, das ihre gedankliche Schnüffelei abgeblockt hat und der junge Mann zudem drogensüchtig ist, wollen sie am Ball bleiben. Trotzdem müssen sie warten, bis sich irgendwas tut, weil sie nichts Greifbares in der Hand haben. Das Greifbare bringen dann im weiteren Verlauf der Geschichte Max' Handlungen, die dann durch Mutter Marie zu Zamorra und Nicole dringen ...
Als Max am Ende sogar in der psychiatrischen Klinik landet, kommt es zum Äußersten und auch er spricht seinen dritten und letzten Wunsch aus, weswegen er dann ebenfalls die Konsequenzen seiner Wünsche zu tragen hat ...

Als Zamorra und Nicole klar ist, um was es eigentlich geht, spitzt sich die Lage dramatisch zu und beide Handlungsstränge verbinden sich ...
Sogar Legion unter der Leitung von Merlin taucht noch auf, was wohl auch gut war, denn sonst hätte es für den guten Professor auch tatsächlich mal anders ausgehen können.
Und das, obwohl Nicole ihm schon ordentlich unter die Arme gegriffen hatte ...

Eine Sache irritierte mich zunächst , die sich allerdings im Nachhinein als völlig logisch erwies.
In der Nacht nach dem Treffen mit Max erscheint Zamorra ein weiblicher Geist und bittet ihn, ihrem Mann Brandon zu helfen und ihn vor der ewigen Verdammnis zu retten.
Ich hab völlig auf der Leitung gestanden und mich hatte nichtmal der Name Brandon alarmiert ... aber diese Situation war quasi das Bindeglied zwischen beiden Handlungssträngen, obwohl sie so viele Jahre auseinander liegen.
Und das war nicht die einzige Verbindung ... denn letztendlich ist es Brandons Schicksal, das sich Basima für ihn ausgedacht hatte und das nun im Fall Max Schmitt allgegenwärtig ist ...

Irgendwie bekam man auch den Eindruck, dass Flasche und Öllampe förmlich nach bestimmten Besitzern gesucht haben, weil gerade die Hoffas z.B. von Schicksalsschlägen gebeutelt werden und man sich deswegen erst nach unkonventionellen Mitteln umguckt. Von allein wären sie ja nicht unbedingt auf die Idee gekommen, irgendjemanden aufzusuchen, der sich vielleicht mit dem Erfüllen von Wünschen (oder direkt bestimmte Dinge zu bekommen) auskennt ...
Bei Max war es das Glücksspiel ... nie hatte er Glück im Spiel, aber dann ausgerechnet in dem Haus, wo sich auch die magische Öllampe befindet ...
Manchmal sind die Wege einfach unergründlich und es ist müßig, sich den Kopf über das Wie und Warum zu zerbrechen. Einige Dinge geschehen eben, weil sie geschehen sollen, es ist der Lauf der Dinge. Manchmal kann man es als zufällig ansehen, ein anderes Mal ist eine klare Absicht dahinter erkennbar und bei der nächsten Begebenheit ist es eine Verkettung von Umständen, die zu etwas bestimmtem führt ... aber eines ist auf jeden Fall sehr cool: der Weg dahin ... und die Geschichte, die dabei entsteht!! smile
Und ich bleibe dabei: es muss nicht immer alles bis ins kleinste Detail erklärt werden ... wo bleibt denn sonst das Mystische, das Magische, das Unerklärliche, das dieses Genre ausmacht ... ?!

Was mich auch beeindruckt hat, war die Geschichte und vor allem die logisch eingebrachte Erklärung, die Sheryl dazu brachte, doch noch weitere Wünsche zu äußern.
Nachdem Brandon genesen war, wurde ihre Tochter Sammy entführt. Via Anruf wollte man Lösegeld erpressen. Dass man die Tochter der Hoffas ausgewählt hatte, könnte auch einfach und schlicht als nächster Aufhänger für einen Wunsch abgetan werden. Doch auch hier gab es eben eine logische Erklärung, denn Sheryl erwähnt, dass nach Brandons "Wunderheilung", von der auch im TV berichtet wurde, öfter Bettelanrufe bei ihnen eingingen, weil dummerweise ebenso gesagt wurde, dass Hoffa ein erfolgreicher Unternehmer sei. So konnte es auch Jeff Richards, der Kerl, der Sammy entführt hat, tatsächlich "nur" drauf angelegt haben, an das Geld der reichen Hoffa-Familie zu kommen ... zumal er ja eh schon mehr auf dem Kerbholz hatte ...
Super eingeflochten und ausgedacht!
Dann räumt Brandons Geschäftspartner Alex Parker das Geschäftskonto leer und verschwindet mit dem Geld der Klienten, weswegen Brandon schließlich pleite ist und auch befürchtet, dass die geleimten Kunden ihr Geld nun von ihm fordern könnten ... und auch diese Aktion blieb nicht unbegründet oder als "einfacher" Aufhänger für einen Wunsch stehen. Basima hat auch da ihre orientalischen Finger im Spiel und setzt Parker während seiner Träume den Floh ins Ohr, dass sein Partner Brandon genau das vor hat, was er jetzt als erster zu tun gedenkt, um nicht als der Gelackmeierte dazustehen.
Die ganze Situation lässt Brandon als letzten Ausweg dann sogar Russisch-Roulette spielen, was Sheryl zufällig entdeckt und sich deswegen genötigt sieht, den letzten Wunsch zu äußern, um quasi sein Leben zu retten. Doch der Wunsch bringt nicht nur die unausweichliche Konsequenz für ihr Handeln und ihren Deal mit Dschinn Basima mit sich, sondern fordert auch das Leben von Sheryls Mutter, deren Erbschaft dann für das gewünschte Geld sorgt.

Ich frage mich, ob sie mit dem dritten Wunsch nicht besser ein paar Tage hätten warten sollen, denn während Sheryl vom Tod ihrer Mutter erfährt, kommt Brandon mit der Neuigkeit nach Hause, dass er durch seinen Anwalt wohl nicht so ohne Weiteres für die Pleite, sowie für eventuelle Ansprüche seiner Geschäftskunden haftbar gemacht werden könnte ...

Dazu fand ich den weiteren Verlauf von Sheryls letzten13 Tagen, sowie den Showdown auch irgendwie echt traurig. Zumal Basima ihnen eigentlich hätte sagen müssen, dass sie in diesen 13 Tagen noch die Chance gehabt hätten, die Flasche mit Anweisungen/Erklärungen an jemand anderen weiterzugeben. So begründet zumindest der Hoffa-Dschinn die 13 Tage-Frist für Max, Basima hat diese Frist Sheryl gegenüber allerdings gar nicht erst erwähnt ... oder hab ich das überlesen? *grübel

Brandon und Sheryl halten aber trotz allem eisern zusammen und wollen versuchen, Sheryls Schicksal noch irgendwie abzuwenden. Dazu besucht Brandon sogar noch den Ex seiner Frau, Earl Riker, um zu erfahren, was sie tun können, den Teufel aus der Flasche auszutrixen.
Erst sieht es am Tag der Abrechnung ganz gut aus für die beiden, doch dann war die Nadel ein Stück zu hoch und der Spruch, den Brandon von Riker bekommen hat, scheint auch noch falsch zu sein ... oder Brandon hat ihn falsch ausgesprochen ... (Ich hatte sogar extra verglichen, ob beide Schreibweisen identisch waren, sodass es eigentlich nur ein falscher Spruch von Riker gewesen sein könnte oder Brandons Aussprache oder Betonung schlichtweg falsch war. Denn an sich hatte er den ja schon richtig auswendig gelernt smile ).
Basima tötet Sheryl ausgerechnet mit der Nadel, mit der sie die Dschinn eigentlich vernichten wollten. Dann zerfleischt sie Sheryl vor Brandons Augen, den sie in einer Stasis "für später" hält und frisst sie letztendlich auch noch auf.
Für Brandon hat sie sich anschließend noch etwas anderes ausgedacht ...

Bei der Beschreibung des Lampengeistes von Max ging mir dann ganz allmählich auch ein leuchtendes Lichtlein auf und als Max den Geist "Hoffa" nennt, war's dann klar.
Brandons Schicksal, das Basima ihm zugedacht hatte und auch der Geist der Frau, der Zamorra nachts um Hilfe gebeten hatte, machte Sinn ... und ich Depp bin vorher nichtmal anhand des Namens drauf gekommen, dass es Sheryl sein könnte, die Zamorra da begeistert .... (Herr im Himmel hilf, wie kann man nur so begriffsstutzig sein^^ Ich halte es mal dem Roman zugute, weil es so schön spannend zu lesen war, dass meine Synapsen nichts gleich alles gescheit miteinander verknüpft haben Augenzwinkern großes Grinsen )

Zwei klitzekleine Dinge gab's, die für Sekunden für ein bisschen Verwirrung sorgten.
Als Max Hoffa zum dritten Mal beschwört und den Lampengeist beobachtet, heißt es, dass Brandon das orientalisch wirkende Armband mit einer blutroten Kugel an Hoffas Handgelenk sieht. Es müsste wohl Max gewesen sein, der das Armband sieht, denn Hoffa ist demnach ja Brandon Augenzwinkern smile
Dann wünscht Max sich, aus dem Krankenhaus zu verschwinden. Kurz darauf erscheint eine Schwester und sagt ihm, der Arzt habe seine Unterlassungspapiere unterschrieben. Unterlassung kenne ich nur im Zusammengang mit ner Klage, nem Prozess, etc., und da Max einen solchen gerade nicht laufen hat, denke ich, es sollten wohl die Entlassungspapiere sein Augenzwinkern smile

Der Showdown hatte es ebenfalls in sich, denn als Zamorra mit seinem Amulett und Dschinn Hoffa mit seinem orientalischen Armband aufeinandertreffen, entsteht durch die Reaktion der beiden Artefakte ein Riss im Raum-Zeit-Kontinuum ...
Nicole erkennt darin mehrere miteinander verschlungene Ebenen des Multiversums ... und dass es dem Lampengeist in einigen Ebenen besser ergeht, als Zamorra.
Und plötzlich existieren in dieser Realität gleich 10 Hoffas, die sich gegen Zamorra stellen.
(Nicoles Vergleich mit Hoffa und Michael Douglas fand ich auch nett! Ähnlich hatte ich ihn mir auch vorgestellt, als das erste Mal das Wort "Broker" fiel großes Grinsen )
Da Zamorra das Amulett nicht einsetzen kann, solange der Riss existiert, steht er auf ziemlich verlorenem Posten. Nicole greift daher mit ihrem Dhyarra ein und parkt die Hoffa-Dschinns in einer großen grünen Flasche. (Das fand ich ebenfalls gelungen, denn so eine grüne Ballonflasche haben wir auch noch und gleich, als ich das gelesen hatte, fiel mein Blick auf das Teil ... hätte ja sein können, dass sich das so leicht nebulös was drin bewegt ... Augenzwinkern großes Grinsen )
Zamorra kann das Riesending allerdings nicht in den Riss schubsen und da erscheint plötzlich LEGION, der ihm die Arbeit abnimmt. Nachher kriegt der Professer allerdings noch die Leviten gelesen, weil er sein Amulett endlich verstehen lernen soll. Außerdem lässt Merlin aus LEGION noch verlauten, dass die Perle im orientalischen Armband des Lampengeists aus der Kraft eines entarteten Neutronensterns entstanden ist. Zamorra fragt Merlin, ob er diese Perle auch geschaffen hätte. Doch da verschwindet LEGION wieder ... und nix ist mit ner Antwort.

Das alles wirft natürlich ein paar Fragen und Denkanstöße auf:
Was ist jetzt mit Brandon Hoffa? Hat er noch als der Mann existiert, den man beim Lesen kennenlernte, zumal er sich durch Zamorras Ablenkungsmanöver doch noch an seine Frau erinnerte oder war er "nur" noch Dschinn? Wo steckt er jetzt und hatten seine Kopien ebenfalls ein solches Armband? Können sie wieder auftauchen, wurden sie vernichten oder schwirren sie jetzt auf ewig durch die verschiedenen Ebenen des Multiversums?
Dann ist da noch die Dschinn Basima ... wo steckt die jetzt? Ist sie frei? Ist sie wieder zurück in ihre Flasche geschlüpft und wartet drauf, dass sie abermals an jemanden kommt, der sie befreit? Denn nach dem Tod von Sheryl und dem Verschwinden Brandons muss sich ja irgendwer um die Wohnung und den Hausstand gekümmert haben. Sammy war ja definitiv noch zu jung, um da allein zu wohnen ... und die Oma mütterlicherseits war ja dann auch schon tot ...
Vielleicht ist der Verbleib der Dschinns ja mit dem Schlusssatz gemeint? Also gleich alle: Basima, Hoffa und seine Klone, weswegen Zamorra und Nicole sich geirrt haben könnten, weil sie ja erstmal von "nur" mindestens einem Dschinn sprachen ...
Und dann die Sache mit dem Amulett. So, wie LEGION das gesagt hat, MUSS es Zamorra ja möglich sein, mehr über die Funktionsweisen und Geheimnisse von Merlins Stern herauszufinden ... wieso ist das aktuell aber so schwierig für ihn, sodass er da eben nicht wirklich nennenswert weiterkommt? Oder blockiert Taran da irgendwas, vielleicht sogar absichtlich??
Und wie sieht's mit den Amulettkopien aus, da ist ja auch noch einiges zu klären ... bzw. dringend herauszufinden, wo die überhaupt alle her (zumindest die Haiti-Truhe) und dann hin sind ...
Dass Zamorra und Nicole sich auch noch fragten, warum der Dschinn so seltsam westlich neumodisch wirkte und sie das Schicksal der Hoffa-Familie durch Faolan noch klären konnten, fand ich ebenfalls gut ... und natürlich, dass Zamorra in Erwägung zieht, sich mal wieder mit Willem und Choukri auszutauschen. Das würde ich sehr begrüßen, die waren ganz cool großes Grinsen Daumen_hoch

Mir hat der Roman sehr gefallen, denn auf Grund des Titels spukte mir schon allerlei im Kopf herum, das dann aber durch die eigentliche Story verworfen wurde und ich eine neue Dschinn-Geschichte genießen konnte.
Der Aufbau war spannend und besonders auf die Personen bezogen auch mitreißend, denn eins baute auf das andere auf, ohne dass man es zunächst wusste. Überall ging es immer ein Stückchen weiter, bis die einzelnen Handlungsstränge am Schluss bestens zusammenpassten.
Ich war deswegen auch sofort vom Schicksal der Hoffas gefesselt und ich hab ihnen echt die Daumen gedrückt, dass es für sie gut ausgeht ... und auch Max Schmitt, der immer wieder versucht, seine alte Tasche samt Inhalt loszuwerden, die immer wieder zu ihm zurückkehrt, war eindrucksvoll geschildert, wie er obgleich dieser mysteriösen Geschehnisse fast schon dem Wahnsinn verfällt.
Sehr gut fand ich auch, dass Zamorra und Nicole nicht gleich zu Anfang eingreifen konnten, sondern erstmal warten mussten, bis sie weitere Hinweise bekamen. Dazu blieben am Ende noch einige Fragen offen, die man schon weiterspinnen will und die Antworten bestimmt noch Stoff für den einen oder anderen Roman liefern könnten!! 9/10 Amuletten smile Daumen_hoch

Das Cover finde ich ganz ok, auf jeden Fall wird Basima zumindest von den Klamotten her genauso beschrieben. Lediglich die Hautfarbe, eigentlich das ganze Gesicht, wirkt auf mich jetzt nicht unbedingt orientalisch.
Und Basima steckte ja in einer Flasche, hier kommt sie aus ner Öllampe, in die sie doch eigentlich ihr Opfer gesteckt hatte ...
Aber es sieht auch irgendwie noch stimmig genug aus, macht Lust auf's Lesen, also ist es in Ordnung smile Daumen_hoch

In der Mystery Times gab es wieder nette Leserbriefe, bzw. Rezensionen zu den Romanen 1168 und 1169 und es ist doch immer wieder interessant, wie verschieden Meinungen sein können, bzw. wie unterschiedlich Geschichten auf die Leser wirken smile

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Dabei seit: 17.06.2017
Beiträge: 1114

19.09.2019 11:18
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Bis S.52 hatte ich das Gefühl ein böses Märchen mit der Dschinn Basima zu lesen. Da war irgendwie nicht viel "zamorramäßig" und vorhersehbar waren auch einige Dinge. Mache nicht von allen drei Wünschen Gebrauch, sonst musst du einen grausamen Preis zahlen. Der Leser weiß sofort: Alle Wünsche werden natürlich benutzt. Da werden dann halt die Gründe (Entführung, Firmenpleite) noch ausgeschmückt, warum die Wünsche nun benutzt werden. Ist ok. Trotzdem konnte man den Roman gut lesen und einige Szenen waren auch spannend. Am besten gefiel mir dann das Finale ab der genannten S.52. Zamorra und Nicole in Aktion, LEGION dazu und aus Merlins Händen könnte es noch weitere Artefakte geben. Diesen Punkt finde ich interessant und bin gespannt was da dran ist.
6/10 Amuletten

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Das Gleichgewicht Das Gleichgewicht ist männlich
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Beiträge: 9511

24.09.2019 19:50
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Steht Zamorra eigentlich als Parapsychologe für die kleinen Leute im Telefonbuch? Da meldet sich eine verzweifelte Mutter, weil ihr nichtsnutziger Sohn Max plötzlich an Geld gekommen ist. Wie sie glaubt durch einen dämonischen Pakt. Ohne konkrete Beweise oder Hinweise würde ich an Zamorras Stelle ablehnen. Da kann ja jeder kommen und wenn das sich herum spricht würde da auch jeder kommen und den Meister des Übersinnlichen wegen Kleinigkeiten um Hilfe bitten. Das erinnert mich an JS, wenn John wieder mal ohne guten Grund zu einem normalen Kriminalfall gerufen wird, der sich dann natürlich zufällig als sein Fachgebiet herausstellt.

Einem Bauchgefühl folgend treffen sich Zamorra und Nicole mit dem jungen Mann. Bei MX hat mich enorm genervt, wie Aruula mit ihrem Lauschsinn zu intensiv eingesetzt wurde. Jetzt lese ich wieder PZ und es ist Nicole, die Gedanken lesen kann und weiß, dass Max sie belügt.

In der darauffolgenden Nacht erscheint mal eben so der Geist einer Frau im Schlafzimmer des Paares und bittet Zamorra, dass er einem gewissen Brandon helfen soll. Damit kann der Parapsychologe wenig anfangen, anders als der Leser.



Im New York der 80er stirbt nämlich der Mann von Sheryl Hoffa bei einem tragischen Autounfall. Da die Ärzte nichts tun können, bittet sie ihren Ex um Hilfe. Der gibt ihr einfach so eine Weinflasche mit einer darin gefangenen Dschinn. Sheryl hat nun die klassischen 3 Wünsche frei. Sind die alle ausgesprochen muss sie aber einen Preis dafür zahlen. Man kann sich schon denken, welcher das sein wird.

Sheryl wünscht sich, dass ihr Mann wieder gesund wird. Die anderen beiden Wünsche wird sie nicht brauchen. Denkt sie. Der erfahrene Gruselliteraturkenner weiß es besser. Tatsächlich wird dann ihre Tochter entführt, Sheryl wünscht sich ihre Rettung herbei. Wenig später betrügt ein Geschäftspartner ihren Mann. Der ist somit pleite und will sich erschießen. Sheryl kann ihn gerade noch so vom Selbstmord abhalten. Und nutzt ihren dritten Wunsch. Er wird anders umgesetzt, als gedacht. Sheryls Mutter stirbt in dieser Nacht und hinterlässt ihr ein großes Vermögen. Dschinns sind halt fies.

Ihr Mann presst nun die ganze Geschichte aus ihr heraus und stattet ihrem Ex einen wütenden Besuch ab. Der weiß, wie man einen Dschinn töten kann. Doch das funktioniert natürlich nicht. Zu meiner Überraschung muss dann nicht Sheryl (die tötet die Dschinn) den obligatorischen Platz in der Flasche einnehmen, sondern ihr Mann.



Soweit, so gut. Max hat dann beim Spielen zufällig eine arabische Öllampe gewonnen. Wieso aus der Weinflasche eine klassische Öllampe wurde, muss ich überlesen haben. Ein weiteres klassisches Element solcher Geschichten ist, dass der Protagonist verzweifelt versucht das verfluchte Teil loszuwerden. Max zerstört sie oder schmeißt sie weg, doch die Lampe findet immer einen Weg zu ihm zurück. Nicht nur sie, sondern irgendwie auch die Ledertasche, in der sie sich befindet.

Selbstverständlich gerät auch er schließlich in eine Notlage und kann der Versuchung nicht widerstehen. Die letzten beiden Wünsche haut er sogar auf einmal raus. Zamorra und Nicole sind ihm aber auf die Schliche gekommen. Zamorra und der Dschinn liefern sich einen erbitterten Kampf, bei dem irgendwie ein Riss im Raum-Zeit-Gefüge entsteht. Aus diesem steigen weitere Kopien des Wesens. Also darf Zamorra sein Amulett nicht weiter einsetzen, das könnte noch mehr Risse öffnen. Zum Glück schaltet Nicole schnell und lässt mit dem Dhyarra eine Riesenflasche entstehen, in der sie alle Dschinns einsperrt. So einfach geht das. Naja, die Flasche ist leider zu schwer, um sie durch den Dimensionsriss zu befördern. Aus den Augen aus dem Sinn gilt hier wohl. Da taucht völlig unerwartet Deus Ex Machina LEGION auf, hilft dabei und verschwindet nach ein paar tadelnden Worten wieder. Och nö. Musste das jetzt sein?




Der zweite Roman von Stefan Hensch. Wenn das so weiter geht weiß ich, was man von ihm erwarten kann. Mittelmäßige Geschichten mit Retroflair. In der Neuauflage des GK wäre das sehr gut aufgehoben. Bei PZ muss er sich mit den anderen teils extrem guten Autoren messen.

Die Geschichte ist ein richtiger Klassiker. Mit den guten alten Regeln und Stilmitteln einer Lampengeist-Geschichte. Mit klischeehaften eindimensionalen Charakteren. (Wie Max beschrieben wird, stelle ich mir alte Leute vor, die über „die junge Generation“ schimpfen.) Genau so wie sein Alienroman. Der hatte aber noch ein gewisses Flair, das mir gefallen hat. Diese Würze fehlt hier irgendwie.


großes Grinsen großes Grinsen großes Grinsen großes Grinsen großes Grinsen Baff Baff Baff Baff Baff (5 von 10 Amuletten). Ich würde gern eine Abwertung geben, weil LEGION als Superwaffe auf der letzten Seite kurz genutzt wird, um das Finale zu lösen. Aber 4 Punkte wäre unfair. Schlecht war die Geschichte nicht nur...angestaubt? Ich weiß ja, dass manche Gruselheft-Nostalgiker sowas mögen.

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Aktuelle Lesereihenfolge:

1. Professor Zamorra
2. John Sinclair
3. Dämonenkiller (vielleicht pausiert bis die Neuauflage aufgeholt hat)

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122715
Alban de Bayard
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Beiträge: 36

27.09.2019 22:40
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@Gleichgewicht: Die Sache mit dem "Telefon": Davon ausgegangen, das Zammy ein weltberühmter Wissenschaftler ist (siehe Vorträge in Leipzig, New York und anderswo) und das er eine überregionale Bekanntheit in der Loire-Region ist, da ausgerechnet einer seiner Verwandten als ganz übler Halunke den Einheimischen mitgespielt hat - ist es da so schwer vorstellbar, dass die Telefonnummer den Menschen bekannt ist? Hat dieser Zamorra nicht vielleicht sogar eine Website mit einem Impressum?

Ansonsten saubere Rezi, wobei ich doch meinen Spaß mit dem Roman hatte. Aber hey, ich bin auch nicht mehr ganz taufrischAugenzwinkern

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122909
Zwielicht Zwielicht ist männlich
Tripel-As


Dabei seit: 22.03.2017
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03.01.2020 20:34
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Zitat:
Original von Das Gleichgewicht

Die Geschichte ist ein richtiger Klassiker. Mit den guten alten Regeln und Stilmitteln einer Lampengeist-Geschichte. Mit klischeehaften eindimensionalen Charakteren. (Wie Max beschrieben wird, stelle ich mir alte Leute vor, die über „die junge Generation“ schimpfen.) Genau so wie sein Alienroman. Der hatte aber noch ein gewisses Flair, das mir gefallen hat. Diese Würze fehlt hier irgendwie.

großes Grinsen großes Grinsen großes Grinsen großes Grinsen großes Grinsen Baff Baff Baff Baff Baff (5 von 10 Amuletten). Ich würde gern eine Abwertung geben, weil LEGION als Superwaffe auf der letzten Seite kurz genutzt wird, um das Finale zu lösen. Aber 4 Punkte wäre unfair. Schlecht war die Geschichte nicht nur...angestaubt? Ich weiß ja, dass manche Gruselheft-Nostalgiker sowas mögen.


Das deckt sich mit meinem Eindruck. Der Roman schwankt zwischen rasant spannend und arg klischeebeladen. Gerade die Figuren fand ich doch sehr rückwärtsgerichtet dargestellt:
http://defms.blogspot.com/2020/01/stefan-hentsch-der-teufel-aus-der.html

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Das Vermächtnis des Milton Lucas

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