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John-Sinclair-Forum ::: Gruselroman-Forum » Roman-Serien » Professor Zamorra » PZ1001-heute » Band 1190: Die Loge des Dämons
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Michael Michael ist männlich
Administrator




Dabei seit: 22.11.2007
Beiträge: 4766

07.01.2020 14:44
Band 1190: Die Loge des Dämons
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Der Himmel brannte! Feuersäulen regneten vom finsteren Firmament herab, heiß wie der Hass und lodernd wie die Sünde. Selbst die Sterne verblassten vor ihrem flammenden Zorn. Es sah aus wie die letzte Nacht der Welt.
Der unheilige Boden, der seit Jahrhunderten unberührt gewesen war, bebte unter dem himmlischen Beschuss, und erste Erdspalten bildeten sich unter Professor Zamorras Füßen.
Die Hölle, dachte er, und kalte Schauer des Schreckens liefen ihm über den blutigen Rücken. Das hier ... ist der direkte Weg in die Hölle!

Geschrieben von Simon Borner
Erscheinungstag: 7.1.2020

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Wenn die Süße des geringen Preises verflogen ist, die Bitterkeit minderer Qualität wird bleiben.

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127442
Spätaufsteher Sptaufsteher ist männlich
Kaiser




Dabei seit: 17.06.2017
Beiträge: 1206

09.01.2020 13:49
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Die Sektengeschichte um Brak'aal in Verbindung mit dem paradiesischen Schauplatz hat mir sehr gut gefallen. Die Erweckung des Götzen klappt nicht und so kommt dieser Roman ganz ohne übersinnliche Phänomene aus. Die Angehörigen dieses Kults sind nämlich nur Menschen, aber trotzdem hat mir ihr Einsatz sowie die gesamte Handlung zugesagt. Zamorra bringt selbst den passenden Vergleich zu 007. Zuerst hatte ich auch den alten Freund McIntyre mit im Verdacht, durch die Entführung der Familie wurde sein Verhalten dann aber nachvollziehbar. Das letzte Wort um den Götzen muss nicht gesprochen sein, denn er hat viel Zeit(S.65). Zufälle gibt es natürlich, z.B. außerhalb des Resorts ist plötzlich Empfang oder eine Informantin taucht plötzlich auf, aber wie will man das auch sonst machen? Insgesamt bin ich mit dem ersten Roman des Jahres sehr zufrieden. Nici wie immer genial. smile 9/10 Amuletten

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127473
Icho Icho ist männlich
Doppel-As




Dabei seit: 18.02.2018
Beiträge: 128

10.01.2020 11:41
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War das jetzt der angekündige Reboot von PZ? Wie dem auch sei, mir hat die Geschichte auch ausnehmend gut gefallen. Wie Spätaufsteher schon schrieb, kommt die Story fast ohne Gruselelemente.
War mal was anderes das Zammy-Team als 'normale' Ermittler zu begleiten die in einem Fall stolpern. Hatte für mich was von der 80er/90er Krimiserie 'Hart aber herzlich'. Hat Spass gemacht!
8/10 Palmwedeln

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Lese PR, PZ und MX
Racing is life, anything that happens before or after is just waiting

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127481
Das Gleichgewicht Das Gleichgewicht ist männlich
Team




Dabei seit: 24.09.2008
Beiträge: 9733

27.01.2020 21:24
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Der drölfzigste Running Gag „bis dato nie erwähnter alter Freund aus Studientagen“ hat Zamorra und Nicole zu sich in sein Urlaubsresort für eine nette Auszeit eingeladen. Natürlich ereignen sich zufällig gerade dort jetzt mysteriöse Dinge. Oder meckere ich an der Stelle zu früh?

Erst findet Zamorra zufällig eine Kamera an der Hüttendecke. Danach sieht er zufällig die Ankunft eines Bootes mitten in der Nacht. Er verfolgt die Fremden heimlich in Haupthaus, wo er das Wimmern eines jungen Mannes hört. Durch diese Heftromanzufälle hat er so viel mitbekommen, dass er sich sicher sein kann, dass hier etwas nicht stimmt.

Es geht leider so weiter. Nicole durchforstet tags darauf auf gut Glück den nahen Urwald. “Ich suche die Nadel im Heuhaufen und weiß noch nicht einmal, ob tatsächlich eine darin versteckt ist.“ Sie stolpert doof und plumpst auf den Boden, wo ausgerechnet an dieser Stelle eine Hand liegt. Man musste wohl buchstäblich danebenfallen, um sie überhaupt zu bemerken. Da kann sie sich beim Autor bedanken, dass er das alles so nett arrangiert hat.

Nicole denkt direkt an einen Kult, weil die Hotelangestellten im Einheitsdress unterwegs sind und alle eine Glatze haben. Dafür, dass sie gestern noch kein Wort von irgendwelchen Verdächtigungen glauben wollte, ging sie nun aber richtig in die Vollen. Ok, das ist in der Tat übertrieben. Aber man weiß ja von einer anderen Gruselserie, dass ein Bauchgefühl ohne Hinweise sehr gern genau ins Schwarze trifft.

Eigentlich ist damit alles in die Wege geleitet, endlich zur Sache zu kommen. Es gibt von Borner nun aber erstmal einen zweiseitigen Rückblick zum Studienfreund und den mysteriösen Hintermännern, die ihn anleiten. Na gut. Die Szene, dass vor Wochen in London schon jagt auf Menschen gemacht wird, hätte ich aber nicht gebraucht. Die „Zwischenspiele im Nichts“ sind immerhin schön knackig und interessant zu lesen.

Zurück auf der Insel wollen die Zufälle nicht abreisen. Sind wir denn hier bei MX? Zamorra und Nicole treffen bei weiteren Nachforschungen zufällig auf eine Frau von der Nachbarinsel, die gerade jetzt hier Medizinkräuter holen will. Diese Stichwortgeberin berichtet ihnen von dem uralten Bösen, das im Herzen der Insel lauert. Das übliche. Genau so üblich ist es, dass im ungünstigsten Zeitpunkt ein Störenfried auftaucht und die Fremde abhaut, bevor sie zu viele Infos ausplaudern kann. Das ganze Mysterium soll dem Leser schließlich erst auf der Zielgeraden enthüllt werden, wie es sich gehört.

Ok, die Lösung befindet sich sozusagen im Zentrum der Insel. Aber wo genau? Zamorra stolpert im Dickicht zielgenau über eine Wächterstatue, die ihm den Weg zu einem Kultplatz weist. Auch das, vermutete er, war ein Glücksfall. Nein, einfach nur typische Borner-Handlungshilfe.

Er findet schließlich heraus, dass hier ein antiker Dämon wiedererweckt werden soll. Die gefangenen Menschen hetzt man in einer Treibjagd und fängt sie dann erneut, um sie schließtlich zu opfern. Sein alter Studienfreund wurde erpresst, das alles zu organisieren. Hat aber heimlich Zamorra eingeschaltet. Schlaue Idee, der verhindert den Weltuntergang ja alle zwei Wochen. Ok, immerhin kein Zufall, dass sie in den Fall rutschen, sondern gewollte und durchaus schlaue Manipulation der Ereignisse.

Zamorra rennt also zurück zum Resort, packt Nicole ein und hetzt dann wieder zum Kultplatz. Wo sie im Heftromantiming gerade noch verhindern können, dass der Dämon erweckt wird. Ende gut, alles gut.


Da hat Borner wieder zugeschlagen. Heftromanzufall auf Heftromanzufall. Leute sind zum perfekten Zeitpunkt genau am richtigen Ort oder schaffen etwas in allerletzter Sekunde. Wertet für mich die Geschichte leider ordentlich ab. Ein oder zweimal ist das in Ordnung, wenn man es nicht vermeiden kann. Aber am laufenden Band will ich sowas nicht lesen, ist schon bei MX schlimm genug.

Auf der anderen Seite steht das Setting und die Beschreibungen. Oft meckere ich über Borners urige Lokalromane und seinen „hutzligen“ Humor, den ich nicht mag. Wie ein Regionaltatort in den ÖR. Davon ist hier gar nichts zu merken. Wie schön, davon bitte mehr. Eine tolle Überraschung.


Am Ende reicht es für mich trotzdem nur für großes Grinsen großes Grinsen großes Grinsen großes Grinsen großes Grinsen großes Grinsen großes Grinsen Baff Baff Baff (6,5 von 10 Amuletten). Das MX-Problem. Tolle Geschichten, mit zu vielen Zufallszufällen und zu konstruiert geschrieben.

Trotzdem, der beste Borner, den ich in langer Zeit lesen durfte.

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Aktuelle Lesereihenfolge:

1. Professor Zamorra
2. John Sinclair
3. Dämonenkiller (vielleicht pausiert bis die Neuauflage aufgeholt hat)

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128155
Sinclair Sinclair ist männlich
Haudegen




Dabei seit: 12.04.2020
Beiträge: 516

29.04.2020 15:47
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Handlung: Zamorra und Nicole erhalten eine Einladung für einen Luxus-Kurzurlaub in der Südsee. Eingeladen hat sie Allan McInyre, ein früherer Studienfreund von Zamorra. Er und Nicole sollen Allans neu erbautes Hotel, auf einer bislang namenlosen Insel der Salomonen, als Testgäste besuchen. Zamorra ist zwar skeptisch, tritt aber zusammen mit Nicole die lange Reise an. Auch bei der Begrüßung kommt dem Professor, Allan etwas seltsam vor. Der Verdacht wird erhärtet als der Professor in der Nacht, die heimliche Ankunft von etwa sechs schwer bewaffneten Personen in militärischer Tarnkleidung beobachtet. Außerdem hörte er die Hilferufe eines Gefangenen. Als er Allan am nächsten Morgen darauf anspricht, verleug-net dieser die heimlichen Gäste, obwohl auch das Frühstücksbüffet Spuren von Nutzern aufweist. Von Nicole erfährt Zamorra, das diese im Dschungel eine abgetrennte menschliche Hand gefunden hat. Bevor sie diese näher untersuchen konnte, tauchte ein Mitarbeiter des Hotels auf, der sie fortschickte. Nach einer Begegnung im Dschungel mit der einheimischen Runja, Ärztin auf einer Nachbarinsel die Kräuter suchte, erhalten Zamorra und Nicole weitere Informationen. Durch diese kommt ihnen der furchtbare Verdacht, dass das Resort der Menschenjagd dienen soll. Doch wer sind die treibenden Kräfte im Hintergrund und welche Rolle spielt Allan in diesem perfiden Spiel?

Meinung: Ein weiterer Roman von Simon Borner, der in letzter Zeit die meisten Romane der Serie geschrieben hat. Dieser Roman ist von Anfang bis Ende spannend und vermag es den Leser in seinen Bann zu ziehen. Tatsächlich hat Simon teilweise im Stil von Agatha Christie geschrieben. Auf einer Insel am Ende der Welt, erhalten Zamorra und Nicole nach und nach immer ein paar Hinweise mehr, um das Rätsel um die Insel und das Resort zu lösen. Mit Allan McIntyre ist dabei ein Charakter aufgetaucht der bislang nicht bekannt war. Erneut wird einer von zahlreichen bisher unbekannten Studienfreunden Zamorra vorgestellt. Ein schein-bar schier unerschöpfliches aber auch durchaus logisches Reservoir. Simon hat es in diesem Roman sehr geschickt verstanden die Informationen an den Leser nur dosiert weiter zu geben. So bleibt die Handlung stets spannend und der Leser kann in Gedanken Zamorra und Nicole dabei unterstützen, die einzelnen Puzzleteile zusammenzusetzen. Ein gutes Beispiel dafür ist das sogenannte Zwischenspiel im Nichts am Ende jedes Kapitels. Man weiß nur dass es einen Dämon gibt, der einst vernichtet wurde und nun auf seine Rückkehr hofft, die nahe zu sein scheint. Alles weitere dazu wird erst kurz vor Schluss verraten. Auch die Figur des Allan McIntyre war prima undurchsichtig angelegt worden. Einige Zeit habe ich tatsächlich geglaubt, dass Zamorras Studienfreund auf die dunkle Seite geraten ist und den Dämonen-Jägern eine Falle gestellt hatte, um auch diese auszuschalten. Erst nach und nach wird klar, dass nicht alles so ist, wie es zunächst scheint. Am Ende ist auch Allan ein Opfer, das verzweifelt Hilfe suchte, dieses aber nicht offiziell machen konnte. So ist es ein toller Roman geworden mit Urlaubsfeeling und dem Grauen, welches stets nahe am Paradies ist. Auch das Cover zum Roman hat mir sehr gut gefallen. Der zweite Teil der Kurzgeschichte von Michael Bensching, war leider zu kurz gewesen um bewertet werden zu können. Zuletzt gebe ich dann Simon noch eine verdiente Note 1 = Sehr gut und damit 5 von 5 Amuletten.

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131917
Herr der Finsternis
Koenig


Dabei seit: 01.07.2018
Beiträge: 970

03.06.2020 08:53
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Mir hat die Geschichte wieder gut gefallen und bin sehr schnell durch gekommen!
Allan McIntyre lädt Zamorra und Nicole ein um das Paradies zu testen!
Ein Kult macht Menschenjagt auf der Insel,um den Dämon Brak‘ aal wieder zu erwecken!
Der wahre Grund warum Allan mit machen musste,ist hat die Entführung seiner Frau und Tochter!
Zum Schluss ist alles gut aus gegangen! Und der Dämon bleibt im Nichts,vorläufig!
Könnte vielleicht noch eine Fortsetzung geben.

Cover ist wieder ok für mich!

6 von 10 Amuletten

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133468
Sheila Conolly Sheila Conolly ist weiblich
Kaiser




Dabei seit: 24.06.2009
Beiträge: 1058

Heute,  00:53
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Die Story beginnt mit einem Zitat, das im Nachhinein den Nagel ziemlich auf den Kopf trifft.
Anfangs sind Nigel Baker und Corrie Swinton unterwegs und wollen einen herrlichen Südseeurlaub genießen. Doch da hat jemand was gegen. Rambo-ähnliche, bewaffnete Typen haben es auf sie abgesehen und töten Corrie direkt. Das fand ich in dem Moment total hart, da so direkt kurzen Prozess zu machen. Nigel darf noch ein bisschen durch den Dschungel rennen, bevor sie ihn erwischen.
Später ist es das Pärchen Jens Stäblein und Daniela "DaDa" Dachsler, deren Martyrium wir mitverfolgen können. Bei denen dachte ich zuerst noch, dass es "Dada" ruhig erwischen könnte. Die Jute konnte ich am Anfang nicht so wirklich leiden, weil sie im Pub so blöd drauf war und das durch Jens' Gedanken auch noch unterstrichen wurde. Nachher ging's dann aber wieder, als Jens zurückkommt (auch wieder wegen seiner Gedanken). Daher war es nachher schon fies zu erfahren, dass sie die ganze Zeit da in den winzigen kerkerähnlichen Zellen rumhocken mussten, nur um später dann ihrer Aufgabe als Wild nachkommen "durften".

Zamorras Gezeter über die Reisedauer und wie nervig das alles doch ist, hatte mich erst etwas verwundert, weil er doch sonst eher ein ruhiger und besonnener Typ ist. Aber nachher wusste ich dann, warum das sein musste und fands daher auch irgendwie passend. Sonst hätte Nicoles Anordnung, er solle gleich schlafen gehen, ja nicht funktioniert ... und der Rest auch nicht Augenzwinkern

Generell erwartet man beim Lesen jeden Moment Unheimliches, aber die Atmosphäre ist im Grunde erstmal das Einzige, das sehr schön unheimlich dargestellt wurde. Mir kam zeitweise ein klitzekleines Bisschen der Vergleich mit Fantasy Island, der neuen Version davon. Aber das bezog sich eigentlich nur auf die gruselige Atmosphäre, die im dschungeligen Außengelänge des Resorts herrschte.
Besonders auch bei der Szene mit Runja, als sie nachher so an Zamorra und Nicole vorbeiguckt ... was andres sieht ... und dann selbst verschwunden ist. Aber dann war es "nur" ein Hotelangestellter, wobei "nur" bei denen ja auch nicht ganz korrekt ist ... Augenzwinkern

Das Zwischenspiel im Nichts von Brak'aal, wie man im Nachhinein weiß, fand ich sehr cool. Einmal die Denkweise, im völligen Nichts gefangen zu sein und nix und niemanden zu sehen, zu hören, kein Entkommen, usw. .... und da wär's mir auch egal, wie alt ich bin oder dass ich ewig lebe oder sonst was ... das muss ja ne schier endlos quälende Langeweile sein, mit der man da konfrontiert wird!!
Und dann kamen die "Neuerungen" dazu, immer wenn Alan, die Kultanhänger, die Logen-Leutz einen Schritt weiterkamen mit ihren Vorbereitungen für die Wiedererweckung und sich im Nichts etwas tat, bzw. ja sogar auch immer mehr Erinnerungen an das eigene Ich zurückkamen.
Wobei ich am Ende doch irgendwie gut fand, auch wenn's hier um einen Dämon ging, dass mit dem Schließen des Lichtspaltes auch die Erinnerung wieder verschwunden sind. Wissend irgendwo im Nirgendwo, im absoluten Nichts rumhängen zu müssen, ist wohl noch'n Tacken ätzender, als so schon.

Das Verhalten Zamorras fand ich gut und der Situation angemessen logisch dargestellt. Müde von der Reise, geht er direkt pennen, wacht daher auch "früher" wieder auf, um gerade noch mitzubekommen, dass sich des nachts Fremde nähern.
Er schleicht rum, wird erwischt und mimt den depperten Touristen auf Futtersuche.
Genau wie Nicole auf dummes Blondchen macht, als sie während ihrer Erkundung im Dschungel erwischt wird.

Apropos Nicole .... die Szene mit der Salbe und dem roten Quallen-Punkt am Arm, der ganze Palaver à la Blanche DuBois als Ablenkungsmanöver war echt filmreif. Allerdings war ich kurz irritiert, denn die gute Blanche hatte doch in "Endstation Sehnsucht" alles so phantasievoll theatralisiert ... ?! Oder ich vertausche da jetzt was, kann auch sein ... zu viele Filme^^ Wall
Und noch cooler war, dass Alan das Spielchen mitgemacht hat und man nun (endlich) ins Grübeln kam, ob er sich doch nicht völlig verändert hat und/oder tatsächlich diesem Brak'aal - Kult beigetreten ist.
So tat mir Alan am Ende auch echt leid, wie er da einem Häufchen Elend gleich rumhockte und davon erzählte, dass er diesen Ort mit seinem Beach Resort eigentlich nur zu einem Ort der Erholung und Entspannung für die Leute machen wollte, wie ein Paradies eben.
Und dann das ...

Als Zamorra dann zur Mitte der Insel vordringt und die Statue, sowie den Kultplatz findet, fand ich da überhaupt nix blöd oder unstimmig. Ob er nu mit nem Kompass da langlatscht, nem Fremdenführer hinterher trottet oder einem Vögelchen folgt, das ihm da was gezwitschert hat, um auf die Inselmitte zu stoßen oder das sonstwie passiert, ist mir eigentlich herzlich egal ... wie ich eben beim Lesen bemerkt habe ... Ob Zufall oder nicht ... diese Frage hat sich mir schlichtweg gar nicht gestellt, weil es eben so war .. wie es hier war Augenzwinkern großes Grinsen Passt es ... oder passt es nicht? Es hat meinen Lesefluss und mein visuelles Bild nichtmal ansatzweise getrübt, also war es für mich völlig ok. Dasselbe hatte ich bei Nicole und der Hand. Ich kam überhaupt nicht auf die Idee, darüber nachzudenken, ob das jetzt mehr blöder Zufall ist oder ne ausgeklügelte Sache ... es WAR so und weil ich's mir wahrscheinlich genau so vorstellen konnte, hat es für mich auch bestens funktioniert smile
Genauso verhält es sich mit Studienkollegen, die der Professor ewig nicht gesehen hat. Denn bei Zamorra hat "ewig nicht gesehen" schließlich noch ne leicht andere Bedeutung, als bei unsereins Augenzwinkern
Daher glaube ich schon, dass er da generell noch so etliche "alte Bekannte" haben kann, von denen man so noch nix weiß ... ein ähnliches "Spielchen" wie mit den Vorlesungen oder Tagungen, über die er zuweilen auch an Fälle kommt. Ist doch passend, fußt es dann doch auf seinem Spezialgebiet.
Hier war es jetzt mal nix Übersinnliches ... aber um einem Freund zu helfen oder eine Veränderung zu untersuchen, die mit diesem einherging, muss es das ja auch nicht. Das kann man ruhig auch mal "einfach so" machen ... zumal es hier ja nicht weniger tödlich war ... und der übersinnlich magische Charakter war für mich durch das Denken des Gottes Brak'aal, auch bevor man wusste, um wen oder was es sich da genau handelte, durchaus präsent!

Die Loge des Dämons, repräsentativ in diesem geheimen Raum des Gentlemens' Club wunderbarstens dargestellt, strahlte schon beim Lesen ne unheimliche und auch böse Atmo aus.
Allein deswegen, weil Alan ja tierischen Respekt (oder doch eher Angst) vor den Glatzköpfen wie Wilbur und Co hatte. Unheimlich und unerbittlich böse Macht ausstrahlend. Doch entgegen dem, was ich die ganze Zeit dachte, dass es was Magisches war, hatten sie sich "nur" als Entführer, Sektenführer/-mitglieder und Mörder entpuppt, die mit Frau und Tochter, die sie sich holten, Alan erpressten und ihn dadurch für ihre Zwecke einsetzen konnten. Und natürlich verbreiten sie Angst und Schrecken mit ihrer Menschenjagd ... indem sie Menschen für den kurz vor der Rückkehr stehenden Brak'aal sammeln und dann losschicken, um sie zu jagen und ihm anschließend zu opfern.

Mir hat der Roman echt gut gefallen und war an so manchen Stellen auch richtig schön atmosphärisch und den jeweiligen Situationen entsprechend ambientisch. Außerdem kam die Darstellung der Gejagten, ihre Ängste, die Panik und Aussichtslosigkeit, als sie sich ihrer Situation bewusst werden, bestens rüber. Zamorra und Nicole mal mehr mit Ermittlungsarbeit zu sehen, hatte auch was. Und vor allem immer die unheilvolle und bohrende Frage, ob Alan sich wirklich so sehr verändert haben könnte. Zum Glück haben sie nicht vorschnell geurteilt smile
8/10 Glatzköpfen ... äh ... Amuletten großes Grinsen Daumen_hoch

Das Cover fand ich vom Bild her sehr genial. Nicht nur, dass es bis ins Detail zur beschriebenen Situation im Roman passte, es strahlt auch so was voll fieses aus ... so dass man das Unheil förmlich schon herannahen sieht!

In der Mystery Times gehts mit der deBlaussec-Geschichte weiter. War auch gut, aber mir kam dieser Teil echt seeeeehr kurz vor. Da hätte ich an dieser Stelle gerne noch mehr gelesen. Besonders nach der coolen Beschreibung von Adele Clarmont! Und natürlich wegen der Situation ... was das da mit den vielen Wölfen noch wird und vor allem, was die da nu wollen!

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"Man sieht es, man hört es und man riecht es ... !"
"Also ... das musst du uns erklären, Sheila ... !"
"Man sieht, dass die Whiskyflasche leer ist und hört, dass du voll bist ... und man riecht deine Fahne!"

Dieser Beitrag wurde schon 1 mal editiert, zum letzten mal von Sheila Conolly am 04.06.2020 00:53.

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