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John-Sinclair-Forum ::: Gruselroman-Forum » Roman-Serien » Professor Zamorra » PZ1001-heute » Band 1191: 999
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Michael Michael ist männlich
Administrator




Dabei seit: 22.11.2007
Beiträge: 4766

21.01.2020 20:27
Band 1191: 999
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Carrie Bird schaute zufrieden in den Spiegel.
Haut glättete sich, Fältchen und Falten bildeten sich zurück.
Ein bitterböses Lächeln bildete sich um die Lippen der Frau, die sich das Verlorene zurückholte – auf Kosten des Spenders, für den sie kein Bedauern hatte.
Nur Dankbarkeit.
Das Lächeln wurde zum Lachen, das kalt und herzlos durch das leere Haus hallte ...

Geschrieben von Adrian Doyle
Erscheinungstag: 21.1.2020

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Wenn die Süße des geringen Preises verflogen ist, die Bitterkeit minderer Qualität wird bleiben.

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127946
Spätaufsteher Sptaufsteher ist männlich
Kaiser




Dabei seit: 17.06.2017
Beiträge: 1206

21.01.2020 21:58
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Die nächsten 333 Amulette werden im Zamorra-Dorf! unterhalb der Kirche befreit, sodass es jetzt 999 gibt. Der Titel betrifft also die Amulettkopien. Allerdings hat der Roman so viel mehr zu enthüllen. Zamorra und Nicole treffen auf Rufus Agadir der ebenfalls ein Amulett besitzt. Er wird der Tausendste genannt und hat das mächtigste der damit 1000 Amulette. Nun bleibt die Frage was damit passieren soll. Dazu gibt es maximal eine Andeutung.

Auch in Sachen Carrie Bird und Dylan McMour gibt es Neuigkeiten. Carrie bringt ihr Amulett aus der Vergangenheit zur Welt, doch der nach über 100 Jahren erwachte Rufus nimmt es ihr wieder ab. Carrie rettet sich zurück ins Chateau und flieht von dort mit Dylan per Sprung. In ihrem Versteck wird Carrie wieder jünger und Dylan älter bis er schließlich stirbt! Carrie scheint die Energie aus der Quelle des Lebens von ihm genommen und sich selbst einverleibt zu haben. Am Ende bekommt Carrie ihr Amulett sogar zurück und Zamorra durch eine kurze Tonbandaufnahme von Dylan, vor seinem Tod aufgenommen, einen Hinweis auf Carrie. Ihre "Eltern" erkennen, "dass wir die Carrie, die wir kannten und liebten, verloren haben."(S.64)

Wow. Große Entwicklungen und hoffentlich geht es bald weiter. Adrian schreibt genauso knackig und fies ergebnisoffen wie bei Vampira. Womit wir auch bei der Mystery Times wären. Dort wird das Blutvolk, also die Vampira-Taschenhefte in einem Interview mit Doyle und Stahl als E-Book vorgestellt. Jeden Monat wird es zwei weitere Romane geben. Keine Ausreden mehr Lessy, ran an den Speck. smile
999/1000 Amuletten

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127948
Adrian Doyle Adrian Doyle ist männlich
Routinier


Dabei seit: 27.01.2011
Beiträge: 256

22.01.2020 12:37
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Wow auch von mir. Danke für die tolle Bewertung! Freude

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127969
Loxagon Loxagon ist männlich
Foren Gott


Dabei seit: 04.09.2011
Beiträge: 2077

22.01.2020 19:09
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Ein weiteres Meisterwerk des Autors.

1000 Punkte.

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127977
Icho Icho ist männlich
Doppel-As




Dabei seit: 18.02.2018
Beiträge: 128

23.01.2020 09:21
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Tja, was soll ich groß schreiben. Wenn's so weitergeht mit PZ bin ich wieder komplett versöhnt.
Als die Bewohner des Dorfes vermeintlich versteinert und tot in der Kirche saßen....Atemnot und Gänsehaut. Auch die Wandlung von Carrie wurde eindrucksvoll geschildert.
Zur groben Handlung wurde schon alles gesagt. Bin gespannt wie die Geschichte weitergesponnen wirdsmile!
9/10 Amulette

__________________
Lese PR, PZ und MX
Racing is life, anything that happens before or after is just waiting

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127990
Adrian Doyle Adrian Doyle ist männlich
Routinier


Dabei seit: 27.01.2011
Beiträge: 256

23.01.2020 13:26
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Danke, Icho, danke, Loxagon! smile Freude

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127996
Ma`soht
Gruenschnabel


Dabei seit: 24.04.2019
Beiträge: 8

25.01.2020 22:21
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Ein großes Plus in diesem Roman ist, dass die Hintergründe um Carrie Bird auf Seite 4 unter „Was bisher geschah“ erklärt werden. Top!

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128062
Das Gleichgewicht Das Gleichgewicht ist männlich
Team




Dabei seit: 24.09.2008
Beiträge: 9733

07.02.2020 18:09
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Zitat:
Original von Ma`soht
Ein großes Plus in diesem Roman ist, dass die Hintergründe um Carrie Bird auf Seite 4 unter „Was bisher geschah“ erklärt werden. Top!


Tja. Im ebook leider nicht. Ich will mich nicht über den Verlag auskotzen. Aber es ist typisch. Erst hatten sie im ebook keine Leserseite drin, bis ich etwas Druck machte, bzw. sie lange genug nervte. Jetzt fehlt wieder so ein Bestandteil. Was soll das?

Das dem ebook-Leser gewisse Dinge entgehen. Kreuzworträtsel oder doppelseitige Romancover, verstehe ich ja noch. Aber reine Text-"Extras" kann man doch easy übernehmen. Das ist schon Verarsche. Woanders habe ich sowas noch nicht erlebt.

Dabei würde ich gerade gern die Rückblende brauchen. Muss ich wohl den Autor fragen und danach nochmal den Verlag anschreiben. Dann kommt sicher erstmal "Nee, müsste drin sein, wir lassen nichts weg", bis ich ihnen das Gegenteil beweise. Wall

Waren bei PZ öfter mal "Was bisher geschah"-Abschnitte drin oder ist das der erste? Ich weiß als ebook-Leser dann ja gar nicht mehr, was ich alles verpasse.

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128498
Redaktion Zamorra Redaktion Zamorra ist männlich
Mitglied


Dabei seit: 14.06.2018
Beiträge: 31

07.02.2020 18:50
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Danke für den Hinweis. Was das Fehlen des Textes im E-book betrifft, hake ich nach. Die Datei kann man sicherlich jederzeit nachträglich einpflegen. Da der Text eh im Druck etwas winzig geraten ist, lade ich ihn hier hoch. Adrian Doyle hat ihn eigenhändig verfasst:

Was bisher geschah

Die Varnen – magische Gewächse, die in einem Gewölbe von Château Montagne untergebracht waren und ihrer Farbenpracht wegen auch als Regenbogenblumen bezeichnet wurden – sind Geschichte. Sie wurden unter noch ungeklärten Umständen dahingerafft; nicht nur die im Schloss ansässigen, sondern den bisherigen Erkenntnissen zufolge alle auf der Erde und in fernen Welten existierende Kolonien.
Die Regenbogenblumen auf Château Montagne besaßen als Alleinstellungsmerkmal unter den bekannten Kolonien ein Bewusstsein und kollektive Intelligenz. Da sie Menschen und Gegenstände in transmitterähnlicher Manier nicht nur über räumliche, sondern auch zeitliche Distanzen transportieren konnten, war auch das Bewusstsein der Varnen in der Lage, Einblick in verschiedene Epochen zu nehmen. Und ausgerechnet in einer der einsehbaren Vergangenheiten bahnte sich offenbar die Gefahr an, die ihnen schließlich zum Verhängnis wurde.
Um das drohende Schicksal zu verhindern, schickten sie jemanden „auf Geheimmission“ ins London des Jahres 1883. Ihr Gesandter war kein Geringerer als Dylan McMour, Zamorras alter Freund und Weggefährte.
Die Varnen ließen Dylan, der wie auch schon Zamorra und Nicole Duval nach dem Besuch der Quelle des Lebens die relative Unsterblichkeit erlangte, über die Natur des Feindes, auf den er treffen würde, im Unklaren. Und so war es für den Schotten umso verwunderlicher, im London des Viktorianischen Zeitalters auf eine alte Frau zu treffen, die von sich behauptete, Carrie Bird zu sein.
Dylan kannte Carrie als junges Mädchen, das Zamorra und Nicole nach dem Tod ihrer leiblichen Eltern bei sich aufnahmen. Doch dann verschwand sie eines Tages spurlos aus dem Schloss, und lange Zeit wusste sich niemand einen Reim darauf zu machen.
Ausgerechnet während des Sterbens der Regenbogenblumen kehrte Carrie mit Dylan McMour im Gepäck zurück – und berichtete Erstaunliches über die Umstände ihres Verschwindens.
Carrie besitzt seit früher Kindheit eine ähnliche Gabe wie die Regenbogenblumen; kraft ihres Willens kann sie beliebige Orte sogar ohne „Gegenstation“, wie dies bei den Regenbogenblumen Bedingung ist, erreichen.
Im Laufe der Jahre hat sich Carries Gabe aber immer wieder verändert. Mal konnte sie nur räumliche Entfernungen überwinden, mal Dinge oder Lebewesen, die sie mitnahm, während eines Sprungs von Beschädigungen oder Krankheiten wieder heil machen.
Unmittelbar vor ihrem Verschwinden damals durchlief ihre Gabe wieder einmal einen Wandel und verselbstständigte sich, was Carrie zum Verhängnis wurde. So gelangte sie unfreiwillig im Teenager-Alter ins London des frühen 19. Jahrhunderts und von dort nicht mehr zurück, weil ihre Gabe sich nicht dazu bewegen ließ, sie an den Ausgangspunkt ihrer Odyssee zurückzubringen.
Carrie war gezwungen, ihr Dasein in der Fremde zu fristen. Zumal die in der Vergangenheit existierenden Regenbogenblumen sich beharrlich weigerten, ihr zu helfen.
Das ändert sich erst, als Carrie in den Besitz eines Amuletts gelangt, das dem, das Zamorra besitzt, frappierend ähnlich sieht. Dementsprechend glaubt Carrie, den originalen Merlins Stern in Besitz genommen zu haben, nur eben um ein Jahrhundert früher als Zamorra.
Mithilfe des Amuletts gelingt es ihr endlich, den Regenbogenblumen ihren Willen aufzuzwingen. Dabei erfährt sie von Dylan McMour, der auch bald darauf bei ihr eintrifft. Sogar ein zweiter Dylan taucht auf, bei dem es sich aber um keinen weiteren Gesandten der Varnen handelt, sondern um den Dylan, der in dieser Zeit schon existiert.
Als Carrie im Château der Gegenwart ankommt, hat sie nur einen Dylan „im Gepäck“ und der liegt in einem tiefen Koma, das Carrie damit erklärt, dass 1883 zwei identische Dylans aufeinandertrafen und dabei miteinander verschmolzen, weil die Realität dies nicht tolerierte. Seither befindet er sich, so ihre Aussage, in dem Zustand, in dem Zamorra und Nicole ihn nun erleben.
Obwohl Carries Schilderung viele Fragen aufwirft, kann sie glaubhaft machen, die verlorene „Tochter“ zu sein, deren Schicksal bis dato ungeklärt war.
Von dem Amulett, das Carrie unbemerkt aus der Vergangenheit in die Gegenwart geschmuggelt hat, ahnen Zamorra und Nicole nichts – und auch nichts von der tiefen Wandlung, die „ihre“ Carrie erfahren hat, seit sie in Besitz eines eigenen Amuletts ist.
Noch während Carrie auf eine günstige Gelegenheit wartet, um die Maske fallenzulassen, wird sie von der Vergangenheit eingeholt und zum Spielball einer Macht, die alles bisher Erlebte in den Schatten stellt.

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128503
Das Gleichgewicht Das Gleichgewicht ist männlich
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Dabei seit: 24.09.2008
Beiträge: 9733

07.02.2020 19:38
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Oder so. Vielen Dank. smile
Das ist sicher besser, als wenn ich nachfrage.
Danke auch für den Text.

Nochmal zur Info: Ich habe es als epub von beam ebooks bezogen.



edit: Rezi folgt natürlich irgendwann. großes Grinsen

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128506
SOKRATES SOKRATES ist männlich
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Dabei seit: 04.11.2018
Beiträge: 17

08.02.2020 14:32
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Ein wahrhaft herausragender Roman.

Konnte ich der Amulettinvasion anfangs wenig abgewinnen, so bin ich nun brennend an weiteren Zusammenhängen interessiert.
Vor allem ob man nach dem '' Finale'' zum Tagesgeschäft zurückkehren wird, oder ob es bleibende Auswirkungen auf das Zammyversum geben wird.

Gruß Sokrates

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Der Tod hat etwas erschreckend Endgültiges, während das Leben doch immer Möglichkeiten bietet.

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128524
Das Gleichgewicht Das Gleichgewicht ist männlich
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Dabei seit: 24.09.2008
Beiträge: 9733

08.02.2020 17:56
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Auch dieser Roman ist durch seine Zeitsprünge und Raumsprünge ziemlich verwirrend. Das übliche Problem, sein letzter Carrie-Roman liegt 4 Monate zurück. Da ist der kleine Auffrischungstext nett, aber reicht nicht wirklich aus. Denn die Handlungsebenen sind nicht linear. Es werden nur Teile erzählt. Hier werden mehrere Lücken gefüllt, die der Roman im Oktober gelassen hat. Der Autor gibt uns sozusagen im ersten Roman Puzzlestück 1, 3, 5 und 7. Im zweiten Roman 4, 6 und 8. Und im dritten vielleicht die fehlende Nummer 2 und die 9.

Von wo aus genau und wie Carrie Bird zu Rufus Agadir gelangt ist, habe ich nicht völlig verstanden. Aber egal, ich nehme das einfach mal so an und lese von da an weiter. Die Zeitstränge werden simpler.

Dafür – ich hätte es wissen müssen – wird alles ganz episch aufgebauscht. April 2019 schien Agadir noch ein Gegner der Woche zu sein, der vermeintlich vernichtet wurde. Nun ist er ein Jahrhunderte oder Jahrtausende altes Wesen, das über einen in Vergessenheit geratenen Orden des Untergangs wacht? Ok, eigentlich wie immer bei Weinlands Romanen. Ich ahne schon, worin das in ein paar Jahren gipfeln wird. Voraussage: Ich werde absolut kein Freund davon sein.

Natürlich braucht es ein paar Opfer, um Agadirs Kollegen oder Untergebene zu wecken. Warum nicht direkt im Dorf vor dem Château? Und weil es Weinland ist, sind es direkt mal alle Dorfbewohner, die hier sterben. Rein zufällig befindet sich nämlich – in all den Jahrzehnten unentdeckt – unter der Kirche ein Ritualplatz in einer Kaverne oder so. Wo Agadir die Seelen der Leute verwerten will. Im weiteren Verlauf folgen noch ein paar Kracher. Hier gibt es eine weitere Truhe mit Amulettkopien. Das ist jetzt schon die dritte. Außerdem wird im Kampf Nicoles Dhyarra ausgebrannt.

Keine Sorge. Die Dorfbewohner leben direkt nach der Szene wieder. Warum. Äh, Magie halt! Aber erinnere dich an das Gemisch, das da unten herrschte – auf die unterschiedlichen Arten von Magie, die aufeinandertrafen. Ich kann es mir nicht anders erklären. Ich will es mir nicht anders erklären. Tja, so einfach kann man es sich machen.

Es gibt aber weitere Mysterien. Carrie wird immer jünger, während Dylan immer weiter altert. Kann man mal machen und auch im gleichen Roman auflösen. Denn er erstreckt sich offenbar über mehrere Monate. Das heißt demnach, etliche Abenteuer anderer Autoren spielen innerhalb dieses Zeitraumes, den Weinland hier in einem einzigen Heft erzählt. Das finde ich ohne eine strenge Absprache unter den Autoren wie bei MX überhaupt nicht gut. Wirklich nicht! Da wäre ein Zeitstrahl als Extrainhalt im nächsten Heft nötig. Es würde mir kein besseres Gefühl haben, aber immerhin das Chaos entwirren. Ich weiß, ich mache es mir zu kompliziert. Dass andere Abenteuer während dieses Hefts stattfinden (werden), wird sicher einfach ignoriert. Darf der Leser halt nicht drüber nachdenken, das ist schließlich eine Unterhaltungsheftserie und kein Epos von George R. R. Martin.

Am Ende erhält Carrie ihre Amulettkopie zurück. Zamorra findet durch einen Zeitungsartikel zufällig die Spur zu Dylan. Sie kommen zu spät, er stirbt kurz darauf an seinem Alterungsprozess. Ich kann es nur immer wieder schreiben: Wenn ich das richtig verstanden habe. Bei Weinland kann man es nie so genau wissen. Später rettet vielleicht in einem kommenden Roman ein kleiner Nebensatz aus diesem Roman doch noch sein Leben. Oder es ist einfach Magie!


Zamorra macht mir momentan echt keinen Spaß. Und wenn das so weiter geht, mag ich Borners Romane mehr, als die von Weinland. So richtig gefallen sie mir aber beide nicht. Wann steuert Frau Klüver bitte wieder etwas bei? Oder – so sehr ich ihm bei JS auch ausweiche - gerne mehr von Hilleberg.

Manfred Weinland kann grandiose Romane schreiben. Ich liebe seinen Stil und bleibe Fanboy. Aber für mich ist es bei PZ inzwischen nicht mehr gut aufgehoben. Zu lange Abstände zwischen seinen Romanen. Eine zu kurze Seitenzahl, als dass er sich derartig austoben könnte, ohne dass es stört. Der braucht seine eigene Buchreihe. Vielleicht ein PZ-Spinoff? Oder die Autoren kommen mal klar und überlegen sich, ob es für solche Handlungsstränge vielleicht besser wäre, an einem Strang zu ziehen. Ok, das macht JS nicht besser. Jetzt bekomme ich wieder Lust auf MX. Warum kann ich keine Serie haben, die das beste aus beiden Welten vereint? Was? Dorian Hunter? Äh ok, warum kann ich keine moderne Serie haben, die das beste aus beiden Welten vereint? Ich bin zu spät geboren, wie gern hätte ich die Glanzzeit des Heftromans mitbekommen.



Egal. großes Grinsen großes Grinsen großes Grinsen großes Grinsen großes Grinsen großes Grinsen großes Grinsen Baff Baff Baff (sehr knappe 7 von 10 Amuletten). Hillebergs letztem Roman habe ich 7,5 gegeben. Da muss ich wohl meine PZ-Skala niedriger setzen und ihm nächstes mal einen Punkt mehr geben, damit der Abstand wieder passt. Als Heftromannörgler hat man es nicht leicht.

PS. Vielleicht übertreibe ich ja auch. Muss nicht jede Serie einen Durchschnitt von 8 Punkten haben. PZ wird auch nie wieder so sein, wie als es damals noch Zaubermondromane gab und die Heftserie irgendwie besser zu verfolgen war.

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128530
Sinclair Sinclair ist männlich
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Dabei seit: 12.04.2020
Beiträge: 495

29.04.2020 15:48
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Handlung: Zamorra und Nicole erwachen, nachdem sie beide vom gleichen Traum gepeinigt wurden. Dabei hörten sie beide in ihrem Kopf, das sich stets steigernde Läuten der Kirchen-glocke aus dem Dorf unterhalb des Châteaus. Nur dürfte die Glocke gar nicht läuten weil sie, aufgrund einer Beschädigung, seit Jahren stillgelegt ist. Noch am selben Abend lässt Mada-me Claire, Zamorra und Nicole ins Dorf rufen. Pater Ralph hat den Küster Parrone, der be-reits seit dem Morgen vermisst wurde, erhängt in der Kirchenglocke gefunden. Seltsamer-weise kann Zamorra kein Seil erkennen, mit dem der Küster erhängt wurde. Er befreit ihn mit dem Amulett. Dabei hat er ein ähnliches Gefühl, wie damals in Port-au-Prince, als er die Truhe mit den Amuletten geöffnet hatte. Als Zamorra und Nicole ins Château zurückkehren, stellen sie fest das Carrie und Dylan spurlos verschwunden sind. Haben die Vorkommnisse miteinander zu tun? Da sie keine weitere Spur entdecken geraten die Ereignisse erst einmal in Vergessenheit. Erst Monate später werden sie wieder daran erinnert, als es im Dorf zu einer Katastrophe kommt, die Zamorra und Nicole nicht erwartet hatten. Die Spur des neuen Ereignisses führt sie tatsächlich zu ihrem bislang unbekannten Gegner.

Meinung: Ein hervorragender Roman von Adrian Doyle alias Manfred Weinland, der mit diesem Roman den Zyklus um das Rätsel der Amulette und der Regenbogenblumen entschei-dend weiter erzählt. Bevor es richtig losging, muss ich erst einmal lobend erwähnen, dass die vorangestellte Zusammenfassung über die bisherigen Ereignisse des Zyklus, sehr hilfreich war. Damit kam man als Leser gleich wieder in der Geschichte an, obwohl die einzelnen Romane ja bereits einige Zeit zurücklagen. Ein Beispiel das Schule machen sollte. Es wäre toll einen solchen Rückblick auch bei zukünftigen oder anderen Zyklen zu verwenden. Mit diesem Roman kommt endlich Licht ins Dunkel um die Herkunft der unzähligen bösen Amulette. Ohne zu viel verraten zu wollen, kann ich sagen das Rufus Agadir bei der gekonnten Auflösung eine Schlüsselrolle spielt. Gut gefallen hat mir auch die erschreckende Wandlung der Carrie Bird. Auch an dieser ist ein böses Amulett nicht unschuldig. Es ist schon erschreckend zu lesen, wie Carrie nachts durchs Château schleicht und dabei darüber nachdenkt ob sie ihren Zieheltern nicht die Hälse durchschneiden soll. Auch dem armen Dylan tut sie Schreckliches an. Spätestens an dieser Stelle war aber meine Sympathie für Carries neue Rolle wieder beendet und ich wünschte ihr nur noch, dass es in nicht allzu ferner Zeit auch sie erwischen wird. Dylans plötzlicher Tod erwischte mich aber völlig überraschend und unerwartet. Gehörte Dylan McMour doch zu meinen Lieblingsfiguren. Allerdings weiß ich auch, dass es gerade bei einer langlebigen Serie nötig ist, das auch erweiterte Hauptpersonen ausscheiden müssen, um die Serie spannend und realistisch zu halten. Ich habe selbst bei einer anderen Serie, die Autoren aufgefordert mehr Mut zu zeigen und auch Hauptpersonen irgendwann mal sterben zulassen. Deswegen hat Manfred hier auch alles richtig gemacht. Interessant fand ich auch die Tatsache, dass das bislang namenlose Dorf unterhalb des Châteaus nun endlich einen Namen erhalten hat. Es heiß Saint-Cyriac. Oder ist der Name nur kurzfristig von Rufus Agadir in den Köpfen der Bewohner verankert worden? Die Zukunft wird es zeigen. Für diesen hervorragenden Roman gebe ich Manfred die Note 1 = Sehr gut und damit 5 von 5 Amuletten, anstelle der 999.

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131918
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