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John-Sinclair-Forum ::: Gruselroman-Forum » Roman-Serien » John Sinclair » JS2101-2200 » Band 2181: Insel der Angst
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Umfrage: JS Band 2181: Insel der Angst
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Insgesamt: 13 Stimmen 100%
 
iceman76 iceman76 ist männlich
Administrator




Dabei seit: 22.09.2008
Beiträge: 7928

14.04.2020 19:33
Band 2181: Insel der Angst
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Insel der Angst

Mit der Dunkelheit hatte ein feiner Nieselregen eingesetzt, der über New York niederging und auch die Randbezirke erreichte. Die stillgelegte Fabrik lag fernab der Lichter und des Trubels der Metropole, die niemals schlief.
Das alte Gebäude mit den zwei hohen, gemauerten Schornsteinen erhob sich hinter einem Drahtzaun, an dem in unregelmäßigen Abständen verwitterte Warnschilder angebracht waren.
Das Licht zweier Scheinwerfer bohrte sich in die Finsternis. Ein dunkler Van näherte sich dem Gelände. Er blieb vor einem Tor stehen. Das Geräusch des Motors erstarb.
Hinter den getönten Scheiben glühten zwei orangerote Augen auf. Das Grauen war in diese Stadt gekommen ...

Geschrieben von Marc Freund

Erscheinungsdatum: 28.04.2020

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*** Tradition seit 1895 ***
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Liest gerade: irgendwas, was mit Grusel zu tun hat!

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131077
iceman76 iceman76 ist männlich
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Dabei seit: 22.09.2008
Beiträge: 7928

14.04.2020 20:20
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Also Cover und Titel finde ich definitiv vielversprechend!

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131081
Loxagon Loxagon ist männlich
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Dabei seit: 04.09.2011
Beiträge: 2074

14.04.2020 20:46
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Das Cover kommt mir bekannt vor ...

Edit: PZ HC 34.

Dieser Beitrag wurde schon 1 mal editiert, zum letzten mal von Loxagon am 14.04.2020 20:47.

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131083
Tulimyrsky Tulimyrsky ist männlich
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Beiträge: 1682

29.04.2020 12:01
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Marc Freund und sein Wendigo… die Romane mit dieser Figur fand ich immer sehr atmosphärisch. Klasse geschrieben und sowas von Sinclair Feeling. Für mich immer Höhepunkte des Lesegenusses.

Auch der vorliegende hat von mir ein TOP bekommen, da Freund es wieder schafft Atmosphäre zu schaffen. Und zwar Gruselatmosphäre. Kein Überfrachten an Actionszenen, sondern wohl dosierter Horror und ja, eben Grusel.

Ganz stark ist die Geschichte auch deswegen, weil der Wendigo eben nicht die Hauptfigur in diesem Roman ist. Vielmehr ist es der Spuk, der Delray Doom, Frazier und den Wendigo auf eine Mission schickt und damit Asmodis heraufbeschwört. Das alles auf einer Insel am East River am Anfang des 20. Jahrhunderts und noch dazu in einer Klinik, in der Todgeweihte auf ihr Ende warten.

Die Geschichte hatte es echt in sich und man darf auf weitere spannende hoffen, da nun zwei weitere Antagonisten das Spielfeld betreten haben... zumal der Spuk im Hintergrund die Fäden zieht... und der Spuk ist nun mal einfach großartig!

Herzlichen Dank für diese tolle und kurzweilige Geschichte!

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and the Lord said unto John, "Come forth an receive eternal life." But John came fifth and won a toaster.

Did Jesus pay for our sins with cash or credit card? He used praypal

Hey, Jesus! Who does your nails? großes Grinsen

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131844
Postmeister
Gruenschnabel


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Beiträge: 9

29.04.2020 12:13
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Zitat:
Original von Tulimyrsky
Auch der vorliegende hat von mir ein TOP bekommen, da Freund es wieder schafft Atmosphäre zu schaffen. Und zwar Gruselatmosphäre. Kein Überfrachten an Actionszenen, sondern wohl dosierter Horror und ja, eben Grusel.


Volle Zustimmung. Auch von mir gibt es ein TOP. Endlich mal wieder ein Roman, der sich auch wie ein John Sinclair Roman anfühlt.

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131845
hchristian111
Doppel-As


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Beiträge: 128

01.05.2020 13:18
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Die Hälfte durch und ich habe schon ein TOP vergeben.

Besser geht es einfach nicht. Das ist Spannung, Grusel und einfach klasse geschrieben. Da ist ein echter Fachmann am Werk.

Sensationell wie Marc Freund den Wendigo und Delray Doom aufbaut. Bis zum kleinsten Nebencharakter ist das durchdacht.

Ich würde gerne etwas kritisieren, aber ich finde nichts.

Auch der zweite Teil ist absolut TOP. Die Hebung des Sarges, das Finale auf der Insel. Und eine neue Gang, die spannende Geschichten für die Zukunft verspricht.

Dieser Beitrag wurde schon 1 mal editiert, zum letzten mal von hchristian111 am 01.05.2020 17:33.

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131981
Das Gleichgewicht Das Gleichgewicht ist männlich
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Beiträge: 9733

01.05.2020 19:45
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Ich muss sagen, das Thema macht mir hier viel mehr zu schaffen, als bei Darks Seuchenbringer. Kann der Autor nichts für. Der Roman ist bis jetzt auch ganz ordentlich. Aber ich musste erstmal Pause machen.

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Destero
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03.05.2020 20:27
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Das Titel Cover, wenn auch nicht neu, gefällt mir sehr gut, wenn das Motiv auch nicht im Roman vorkommt.

Die Romane, Wendigo, Dämonenfänger und Haus in den Sümpfen fand ich ja eher so mittel, viele andere hier aber sehr gut.

Gut dass die Vorschau offen lies, ob die Figuren aus diesen Romanen wieder mitspielen. Habe nach ein paar Tagen JS Pause, heute morgen konzentriert versucht , mich auf den neuen Marc Freund Roman einzulassen.

Gerade durch gelesen, und ich muss sagen, hier stimmt einfach alles. Sehr spannender Beginn, ungewöhnliche Story (ok schon wieder eine Zeitreise) und tolle Atmosphäre. Und endlich mal wieder eine gradlinigen Story ohne gefühlte 28 Wendungen. Der Showdown war auch einfach super.

Für mich der bis jetzt mit Abstand beste Roman von Marc Freund und es kann daher nur eine Note geben : TOP!!!

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iceman76 iceman76 ist männlich
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04.05.2020 10:38
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Delray Doom, der Schlangendämon und Ty Frazier sollen tatsächlich einen Auftrag für den Spuk ausführen. Frazier, eigentlich ein Anhänger von Asmodis, hat die Seite gewechselt da der Teufel ihn wegen seines versagens vernichten will. Doom und Frazier sollen auf einer Insel, die vor der Küste von New York liegt, zwei Dämonen berfreien die dort von der Hölle gefangen gehalten werden...

Abe Douglas lässt seinen alten Freund und Kollege John Sinclair nach New York kommen. Natürlich nicht ohne Grund. Es sind zwei entsetzlich verstümmelte Leichen aufgetaucht und Abe Douglas hat den Verdacht das der Wendigo dahinter steckt...

Fazit: Das war also mein erster Roman von Marc Freund den ich gelesen habe. Da kann ich nur sagen "top" dieser Roman. Die Story hat mich sofort mitgenommen. Wie ein Roman von Jason Dark zu seinen besten Zeiten! Gut fand ich auch den Verweis auf die Katastrophe des Raddampfers "General Slocum" im Jahr 1904, wobei gut 1000 Menschen ihr Leben verloren haben.

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04.05.2020 18:10
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Der Roman beginnt direkt mit einer großen Enthüllung. Delray Doom arbeitet also für den Spuk. Dooms Auftrag besteht tatsächlich nur daraus, eine Art neue Mordliga zu gründen. Schade, ich dachte, da steckt mehr dahinter. Die Dunklen Eminenzen hatten wir erst. Auf der verlassenen North Brother Island in New York sollen sie nun die nächsten zwei Dämonen rekrutieren. Da einer davon in der Gegenwart schon vernichtet wurde, öffnet der Spuk ihnen dann auf der Insel ein Tor in die Vergangenheit. Mhh, Zeitreiseabenteuer sind immer ein heikles Thema. Der eingefangene Wendigo hat auch ein wenig Auslauf bekommen und dabei ein paar Gauner zerfleischt, die zufällig vor Ort waren. Einer von ihnen kann natürlich entkommen und man kann sich denken, wie es weiter geht. Irgendwie muss ja der Serienheld ins Spiel gebracht werden. Zusammen mit dem obligatorischen USA-Abe untersucht er den Fall.

Doom und der Halbdämon Ty Frazier sperren den Wendigo in eine Kiste und heuern zwei Seeleute an, um sie zur Insel überzusetzen. Einer von denen zieht sich zufällig einen heftigen Splitter beim Tragen der Kiste ein, blutet und der lustige Wendigofreund wird wild. Doof, jetzt sind die beiden natürlich neugierig, was sich da gegen die Kiste wuchtet.

John und Abe sind dem Van der Dämonen auf der Spur und finden ihn tatsächlich. Es ist zwar niemand mehr drin, aber er ist am Ufer des East River geparkt und in der Ferne ist eine Insel zu sehen. Außerdem ein Boot, das sich darauf zu bewegt. Na, da wollen sie sicher hin.

Wie zu erwarten war, hat die dämliche Schiffscrew die Kiste geöffnet. Nur mal kurz nachschauen. Der Wendigo freut sich über neue Opfer. Das Schiff zerschellt an der Insel. Für Doom und Frazier ist der Rückweg abgeschnitten. Doch erst einmal gibt es dringendere Probleme. Doom stellt sich dem Geisterjäger, aber bevor John reagieren kann, schickt der Spuk sie alle auf die Zeitreise. Doom ist plötzlich verschwunden und North Brother Island wieder bewohnt. Ihre schreckliche Vergangenheit erwacht zum grausamen Leben.

Auch für den Kapitän des Schiffes, denn der konnte dem Wendigo entkommen. Und er trifft auf eine junge Frau, die in einem Anwesen scheinbar gefangen gehalten wird. Toll, wenn er die jetzt befreit, wird das die Zeitlinie ordentlich durcheinander bringen. Hoffentlich nicht. Vor allem nicht, als sich herausstellt, wer die Gute ist. John und Abe betreten ein Quarantänekrankenhaus. Kurz darauf kreuzt Ty Frazier hier auf und bringt einige vom Personal in seinen Bann, um sie gegen die Geisterjäger einzusetzen.

Ich habe dann leider ein paar Tage pausiert. Na mal schauen, wie die zweite Hälfte der Geschichte ist. Ich bin gespannt.


Die beiden Bösewichte wollen den ersten Dämon befreien, der unter dem Krankenhaus gefangen ist. Sie werden von John ertappt, aber die Assistentin des Klinikleiters kümmert sich um ihn. Gut, sie hatte den klaren Befehl, John zu töten und betäubt ihn nur. Das muss erstmal reichen. Dafür haben es zwei Pfleger auf Abe abgesehen und sind da nicht so zimperlich.

John ist also kampfunfähig. Die Chance nutzen seine Feinde natürlich wieder nicht, um ihn zu töten. Als er wieder erwacht folgt stattdessen ein netter kleiner Plausch mit Frazier. Ok, John wird nicht getötet, weil sie nicht wegen ihm hier sind und er eine „untergeordnete Rolle spielt“. Schwaches Argument. Klar, der Spuk braucht weiterhin jemanden, der ihm frische Dämonenseelen zuspielt, das macht schon mehr Sinn. Dann hätte man John aber wenigstens fesseln oder in einen Raum einsperren können. Apropos Spuk. Ich kenne nur wenige Dämonen, die in der Lage sind, sogar das Raum- und Zeitgefüge durcheinanderzubringen. Sie beide arbeiten für den Spuk! Das ist mir jetzt eindeutig zu sehr aus der Luft gegriffen, dass John direkt beim ersten Rateversuch ins Schwarze trifft. Ich meine, erst vor Kurzem wurde er von den Helferlein eines Dämons in die Vergangenheit transportiert. So wenig Auswahl gibt es da nicht, dass man ohne weitere Hinweise auf dem Spuk kommen kann.


Genau so wenig verstehe ich, wieso andernorts auf der Insel der Kapitän auf den ersten Blick so verknallt in Mary ist. Mit ihr kuschelt und sie unbedingt irgendwie von der Insel bringen will. Ist sie am Ende der andere Dämon in menschlicher Gestalt, der den Kerl manipuliert? Hoffentlich irgendwie sowas. Nachdem Abe mit den Pflegern aufgeräumt hat, kommt er Mary besuchen. In ihrem Bungalow werden die drei pünktlich vom Wendigo attackiert, den gibt es ja auch noch. Sie ziehen sich zurück, doch für Abe sieht es schlecht aus. Keine zwei Meter trennten ihn noch von seinem Opfer. Er brauchte nur seine langen, sehnigen Arme nach Abe auszustrecken, um ihn in Stücke zu reißen. Dennoch tat er es nicht.

John darf indes Zeuge sein, wie Aulak wiedererweckt wird. Doch irgendetwas stimmt nicht. Asmodis gefällt nicht, dass man die von Luzifer verbannten befreien will und erweckt die untoten Skelette eines Schiffsunglücks vor der Insel. Das gibt zum Finale nochmal einen ordentlichen Kampf. Dabei lernen wir neben der Hypnomanipulation schon wieder eine neue Kraft von Frazier kennen. Feuerstrahlen aus den Augen ist aber schon etwas ausgelutscht.

Wegen den auftauchenden Skeletten ist auch der Wendigo so abgelenkt, dass er Abe nicht killt. Was nicht ganz passt. Statt seinen tierischen Instinkten zu folgen und der Jagdbeute unmittelbar vor sich mit einem lässigen Schlag den Garaus zu machen, schaut er lieber dabei zu, wie aus der Ferne die lahmen Gerippe auf ihn zu wanken und stürmt ihnen entgegen. Was spricht dagegen, Abe fix die Kehle zu zerfetzen und sich dann um die Untoten zu kümmern? Ok, natürlich nicht. Aber dann soll der Autor die Szene besser schreiben, damit ich mir solche Fragen nicht stellen muss.

Kommen wir zu Johns Kreuz. Das wurde ihm von der schwarzmagisch beeinflussten Assistentin abgenommen. Wo sich die nächste Frage stellt. Wenn John Leuten das Kreuz auf die Haut drücken kann, um sie von schwarzmagischer Manipulation zu befreien, wieso kann die Dame dann das Kreuz so einfach anpacken und mit sich herum tragen, ohne dass was passiert?

Egal, natürlich erspäht der Geisterjäger sie zufällig und will das Kleinod zurück. John muss das Kreuz mit der Formel aus der Ferne aktivieren, da sie ein Skalpell an die Kehle ihres Chefs hält. Nett, dass das obligatorische Licht sie aus irgendeinem unerklärlichen Grund dieses mal nur langsam einhüllt und es nicht wie üblich eine gleißende Explosion ist, dann hätte sie vielleicht vor Schreck den Arm bewegt und den Chefarzt getötet. Ärgerlich, dass mir kurz vor Schluss wieder so viele Dinge auffallen. Ich weiß, Korinthenkackerei. Aber solche Kleinigkeiten machen manchmal den Unterschied aus. Und seit wann löscht das Kreuz auch Erinnerungen?


Die drei Dämonen wollen unterdessen die Insel verlassen. Was ist mit dem anderen gebannten Dämon, wegen dem sie extra in die Vergangenheit geschickt wurden? Wenn sie nur Aulak befreien, hätten sie sich die Mühe nicht machen müssen. Und der Wendigo? Wird der auch zurück gelassen? Dafür erschient jetzt Asmodis persönlich in einer Feuerexplosion. Und der Spuk höchstselbst stellt sich ihm entgegen. Was jetzt genau passiert bleibt ungewiss, denn die Helden werden zurück in die Gegenwart geschleudert. John, Abe, der Kapitän...und Typhus Mary. Ich liebe Zeitreisen, ganz tolle Idee, dass ihr der Übertritt in die Gegenwart gelungen ist. Auf den letzten Seiten bricht dann aus dem Körper von Mary der Dämon Agash hervor. Und es ereignet sich etwas, das ich schon bei der Rekrutierung von Ty Frazier bemängelt habe. Es geht auf den letzten paar Seiten viel zu schnell. Ich riss die Tür in dem Moment an, in dem wir anlegten. An mir vorbei schoss eine blutige Gestalt, die nur noch vage an eine Frau erinnerte. Überrascht prallte ich zurück. Ich fingerte mein Kreuz aus der Jackentasche und setzte der Gestalt nach, die sich auf den Bug unseres Bootes zu bewegte. Ich kam zu spät. Sie stieß sich ab und landete auf der Kaimauer, wo sie von niemand Geringerem als Delray Doom in Empfang genommen wurde! »Sorry, Sinclair, aber an diese Nacht wirst du noch lange zurückdenken. Aulak und Agash gehören jetzt zu uns! So long!« Noch ehe jemand von uns reagieren konnte, hatte Doom die Gestalt, die er Agash genannt hatte, gepackt und mit sich gezerrt. Während ich mich von der Reling abstieß und auf den Pier sprang, röhrte in der Nähe ein Motorrad auf. Delray Doom verschwand mit seiner Gefährtin in einer Wolke aus Abgasen. Zack, Ende!




Ok, wieder die Gedanken sortieren. Es ist viel passiert und es gibt viel zu erzählen. Auf der positiven Seite ist das Abenteuer vor allem ab der Zeitreise auf der Insel wahnsinnig atmosphärisch geschrieben. Top Gruselstimmung! Gut recherchiert und die verschiedenen Elemente interessant eingebunden. Bis zum Finale gibt es nur wenige Kritikpunkte, die den Lesespaß ein wenig stören. Typische Heftromansachen halt und ein paar Logikfragen.

Als Aulak befreit wird und Asmodis die Skelette losschickt, gibt es jedoch einen Bruch im Lesevegnügen. Da hätte Marc Freund einen Gang zurück schalten sollen.

Zum Zeitreisethema. Wenn ich das richtig verstanden habe, war Agash die ganze Zeit in Mary. Es ist unerheblich, wer Mary wirklich war. Sie (oder Agash) wurden aus der Vergangenheit mit in die Gegenwart genommen, was die Zeitlinie extrem verändern müsste. Dann heißt es am Anfang, Agash ist damals auf der Insel gestorben, weswegen man ja in die Vergangenheit reisen muss. Es wird aber nie erklärt wie. Die echte Typhus Mary ist an einer Lungenentzündung gestorben, ich bezweifle, dass das einem Dämon zugesetzt hätte. Und selbst wenn ich das ausblende. Plötzlich hunderte von Skeletten auf eine Insel im Gebiet von New York loszulassen oder wie Asmodis in einer weit sichtbaren riesigen Feuerexplosion erscheint, dürfte vielleicht auch ein klitzekleines wenig Auswirkungen auf die Gegenwart haben. Es wurden schließlich auch massig Erkrankte gekillt. Andere Autoren nehmen bei Geschichten zu realen Ereignissen gern ein ungelöstes Mysterium und füllen es mit dem Gruselabenteuer. An North Brother Island gibt es aber rein gar nichts unerklärtes. Ich habe extra den Wikipediaartikel nochmal gelesen. Was ist jetzt mit dem Wengido? Es ist ungewiss, ob der noch lebt. Also entweder findet man später die Leiche eines Monsters, wenn man die Ereignisse untersucht, oder ein noch lebendes Ungetüm. Eigentlich bräuchten wir jetzt noch ein Heft, wo John nochmal in die Vergangenheit dorthin transportiert wird und sich um den ganzen Dreck kümmert.

Ich habe extra den unveränderten Absatz zu Agash in meine Rezi gepackt. Hat mich am Ende nochmal extrem gestört, wie schnell das gelöst wird. Da wäre locker ein zweiter Teil drin gewesen. Einige Monate später, „Mary“ und der Kapitän sind glücklich zusammen. Mary wurde vom Typhus geheilt.(Auch so eine Sache, auf die nie eingegangen wurde, dass man eine Superverbreiterin mit in die Gegenwart nimmt und ob sich John oder Abe bei ihr oder anderen Erkrankten angesteckt haben. Das habe ich mich während der gesamten zweiten Hälfte gefragt.) Dann bricht Agash aus Mary hervor, nachdem es ihr trotz Heilung immer immer schlechter ging. Er tötet den Kapitän, John und Abe werden auf die Sache aufmerksam und folgen der Spur des Dämons, um ihn zu vernichten. Gleichzeitig ist der Dämonensammler hinter ihm her, um ihn für seine Spuk-Mordliga zu gewinnen. Klingt für mich nach einem sehr spannenden Konzept. Besser, als das kurz in einem Absatz abzuhandeln, in dem die Ereignisse sich überschlagen und John nicht einmal die Chance gegeben wird, einzugreifen. Tja, wie im Sumpfhaus halt. Delray Doom springt durch ein Fenster, packt sich Ty Frazier und springt mit ihm wieder raus. John kann nur doof glotzen und sich ärgern. Schon zwei mal in Folge, hoffentlich wird das keine Regelmäßigkeit.



Definitiv der beste Roman von Marc Freund. Keine Spitzenwertung in der Co-Autoren-Skala. Dafür hat er ein paar kleine Makel zu viel. Aber vor allem wegen der Stimmung Sehr Gut. Bis auf das Finale, das vor allem in Nachklang des Abenteuers zu viele Fragen offenlässt. Diesen Abschnitt fand ich direkt Schlecht.

großes Grinsen großes Grinsen großes Grinsen großes Grinsen großes Grinsen großes Grinsen großes Grinsen Baff Baff Baff (7 von 10 Kreuzen)
Insgesamt eine Gute Wertung von mir. Schade. Hätte der Autor am Ende nicht so dick aufgetragen und für Agash ein weiteres Heft geschrieben, wäre das ein toller Roman geworden.


PS. Es sind mir noch andere Kleinigkeiten aufgefallen. Die nicht ins Gewicht fallen oder gestört haben, aber die anderen Co-Autoren eben nicht passieren. Zum Beispiel ist es John durchaus möglich, Asmodis' Höllenfeuer dank seinem Kreuz zu durchschreiten oder sogar zu löschen. Sowas halt. Aber ich kann nicht erwarten, dass der Autor sich bis in kleinste Details mit der Serie befasst hat. Ist das nicht auch Aufgabe eines Lektors? Den Gedankengang hätte man ja einfach weglassen können und fertig. Ein Widerspruch weniger.

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04.05.2020 18:30
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04.05.2020 18:35
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Nein, der ist drin.

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10.05.2020 10:52
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Genial!
Hatte erst gedacht, dass North Brother Island von Rikers Island abgewandelt ist.
Die wahre Geschichte der Insel mit allen anderen geschichtlichen Daten zusammen mit der eigenen Idee, und das Aufbauen einer neuen "Gegner-Clique" hat mich total begeistert!

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14.05.2020 15:14
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Handlung: Auf Anforderung von Abe Douglas kommt John nach New York. In der Nähe einer stillgelegten Fabrik wurden zwei schrecklich zugerichtete Tote gefunden. Der Zustand der Leichen gleicht den Opfern des Wendigo. In einer Polizeistation sprechen John und Abe mit einem Augenzeugen, dem die Flucht gelungen war. Dessen Beschreibung bringt Abe und John Gewissheit darüber, dass tatsächlich der Wendigo New York erreicht hat. Er hatte sich in einem Van versteckt und wurde von zwei Gestalten begleitet, die in die stillgelegte Fabrik eingedrungen waren. Bei diesen kann es sich nur um Delray Doom und Ty Frazier gehandelt haben. Ein Kollege berichtet Abe das der Van am East River gefunden wurde. Als John und Abe den abgestellten Wagen erreichen ist dieser leer. Abe fallen die Positionslichter eines Schiffes auf, das auf die Insel North Brother Island zusteuert. Die Insel ist seit fünfzig Jahren verlassen. Der Zugang ist verboten. Mit einem Boot der Küstenwache folgen Abe und John dem verdächtigen Schiff. Tatsächlich können sie Doom und Frazier erkennen, die die Insel betreten, bevor der Kutter, der sie dorthin brachte, an einem Felsen zerschellt. Als John und Abe Doom auf der Insel stellen, wird plötzlich alles anders. Eine starke Kraft erfasst die Insel. Als diese abgeklungen ist, ist das längst verfallene Riverside Hospital plötzlich wieder in Betrieb. Im Büro des Klinikleiters stellen John und Abe fest, dass sie in die Vergangenheit versetzt wurden. 12.August 1915. Was geht auf dieser Insel vor und warum waren Doom und seine Verbündeten ausgerechnet hier her gekommen? John und Abe müssen nicht nur Antworten auf zahlreiche Fragen finden, sondern auch einen Weg um wieder zurück in die Gegenwart zu gelangen.

Meinung: Ein von Anfang an spannender und ausgezeichneter Roman von Marc Freund. Marcs faszinierender Schreibstil fesselt auch dieses Mal wieder von Anfang an. Marc setzt hiermit seinen Zyklus um den Dämonenfänger Delray Doom fort. In einer spannenden Szene, in der stillgelegten Fabrik, wird zunächst Dooms Auftraggeber vorgestellt. Eine wirklich gelungene Überraschung. Der Auftraggeber ist nicht nur eine bekannte Figur. Er gehört auch eindeutig zu meinen Lieblingsfiguren aus dem Sinclair-Universum. Lange Zeit hat er sich zurück gehalten und sich nur noch auf sein eigenes Reich konzentriert. Nun scheint er wieder aktiver werden zu wollen, was ich nur gut heißen kann. Jedenfalls soll Doom in seinem Auftrag, zwei von Luzifer verbannte Dämonen auf der Insel aufspüren, sie in der Vergangenheit retten und sie danach in sein Team integrieren. Was genau dahinter steckt bleibt erst einmal unklar. Aber es wird wohl gegen die Hölle gehen. Der Zyklus hatte damals mit dem Wendigo recht unscheinbar begonnen. Mittlerweile nimmt er immer größere Dimensionen an. Die Fäden dazu wurden von Marc geschickt verknüpft. Im Gegensatz zur heutigen Corona-Pandemie gab es im Jahre 1915 eine Typhus-Epidemie in New York. Ich habe es selbst recherchiert. Mit Mary Mallon, der sogenannten Typhus-Mary, hat Marc eine reale Person, die wirklich gelebt hat, in den Roman eingefügt. Sie lebte tatsächlich 26 Jahre in Isolation nach dem sie mindestens 46 Menschen mit dem Typhus-Erreger infiziert hatte, ohne jemals selbst zu erkranken. Das war schon krass. Ähnliches ist ja aktuell auch mit dem Corona-Erreger möglich. Hier hat Marc sehr authentisch gearbeitet. Trotz einiger harter Kampf-Szenen kam auch der unterschwellige Humor nicht zu kurz. Zum Beispiel auf Seite 43, als Murray nach dem Kampf mit Abe, mit halb abgebissener Zunge redete. Es kam zu einem gewaltigen Finale, in dem sich auch Asmodis und der Spuk einen kurzen Schlagabtausch lieferten. Ein ungutes Gefühl bezüglich Mary Mallon hatte ich dann auch, je mehr sich der Roman dem Ende näherte. Als Leser wusste man ja, das Doom und Frazier zwei Dämonen von der Insel holen sollten. Doch nach Aulaks Erweckung, wollte die Dämonin Agash einfach nicht auftauchen. Mein ungutes Gefühl sollte sich dann auf dramatische Weise bestätigen. Blieb die Frage offen, was mit dem Wendigo geschehen war? War er auf der Insel zurück geblieben? Wenn ja in welcher Zeitebene? Ohne ihn ist Dooms fünfköpfiges Dämonen-Bündnis eigentlich nicht komplett. Wie es damit weitergeht und welchen Plan Doom und seine Verbündeten ausführen sollen, wird die Zukunft zeigen, auf die ich mich bereits freue. Für den Augenblick bleibt mir nur noch die Gesamtbewertung für den aktuellen Roman. Ganz klar gibt es von mir die Note 1 = Sehr gut und damit 5 von 5 Kreuzen. Hier im Forum habe ich selbstverständlich mit Top abgestimmt.


Buch

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14.05.2020 17:04
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So unterschiedlich können Meinungen sein... (meine Bewertung stand schon fest, bevor ich die Beiträge in diesem Thread gelesen habe.) Ich fand den Roman "gut".

Ich kann durchaus nachvollziehen, dass hier einige ein Top gezogen haben - denn wenn dies der erste Roman von Marc Freund wäre den ich gelesen hätte, wäre ich sicherlich auch mit meiner Bewertung in diese Richtung gegangen. Ebenso verhält es sich, wenn man die 3 "Quasi-Vorgänger-Geschichten" nicht gelesen hat (Band 2117, 2156 & 2165).
Dann würde die Geschichte ganz anders wirken. Das wurde mir beim Lesen mehrmals bewusst.

Da ich aber diese Romane kenne, verhält es sich für mich völlig divergent:

Im 1. Teil (Der Wendigo) - welchen ich als ziemlich cool und unheimlich in Erinnerung habe - wird quasi der Wendigo eingeführt - es ist der Ur-Wendigo.
Im 2. Teil (Der Dämonenfänger), ist der Wendigo ebenfalls präsent und es taucht zudem ein Dämon auf, der diesen "jagd". Er nennt sich Delray Doom (und ich meine er klaut sich den Namen quasi von einem Motorradfahrer, wie auch die Brille und das Motorrad).
Wen der Ur-Wendigo übrigens mal verletzt hat, der wird auch zu einem (Unter-) Wendigo...
Im 3. Teil (Das Haus in den Sümpfen), taucht eigentlich nur Ty Frasier auf. Der flüchtet ganz zum Schluss mit Delray Doom, der da plötzlich auch noch erscheint.

In allen Teilen wird John also zu Abe Douglas nach Amerika geordert und muss ziemlich unheimliche Geschichten überstehen. Man weiß dort kaum etwas über die 3 Fieslinge (Wendigo, Doom, Frasier) und es ist total spannend, wer das denn ist und was da für mysteriöse Charaktere hinterstecken. Wer der "Auftraggeber" sein könnte und hinter allem steckt, usw.
Beim Lesen von "Insel der Angst" wurde mir das gleich am Anfang des Heftes alles genommen.
Delray & Ty agieren für mich wie 2 stinknormale Gauner und können im Prinzip gar nichts. Die ganzen Tötungs-Menschenfressen-Sachen erledigt der Wendigo. Ty beeinflusst höchstens mal kurz jemanden mit seinen Flammen in den Augen nachdem er an seiner Zigarette zieht, aber der Dämonenfänger kann nur schnell ein Loch buddeln und hat glücklicherweise ein Stemmeisen dabei um mit seiner Kraft eine Tür aufzubrechen...
Dass der Spuk die Fäden zieht, wird fix erzählt - somit sind so ziemlich alle Spannungsbögen - was diese 4 Charaktere betrifft - futsch. Einzig WOFÜR der Spuk dieses Team aus Dämonen aufbauen will ist noch im Unklaren. Ich bin gespannt!

In diese Geschichte werden nun auch noch 2 weitere Supergegner für das Sinclair-Team geschrieben. Das ist auch alles super und wieder spannend, wer das denn ist, was die können usw... Aber für einen einzigen Heftroman kam mir das schon ziemlich viel vor. Das hätte ich mir vielleicht lieber auf 2-3 Hefte verteilt gewünscht - oder in einem Buch umgesetzt smile So, dass allem mehr Platz gelassen wird.
Es passiert einfach zu viel in so kurzer Zeit.

Dass Agash in Typhus-Mary steckt, habe ich schon vorher erahnt. Das hat mir alles echt gut um diesen Charakter gefallen.

Zudem kommt auch noch eine Zeitreise dazu - was ich vom Prinzip ja nicht mag, weil es für mich nicht zu der Serie passt. Hier ging das gerade noch so in Ordnung, weil es auch auf der Insel gespielt hat, die ich als Lokation total mochte. Das Krankenhaus und die Story drumrum, das war richtig klasse.

Und dann kam noch die fast epische Auseinandersetzung von den schwarzen Skeletten mit Asmodis und dem Spuk.... das war cool, aber zu viel.... mehr Platz, mehr Atmosphäre hätte ich mir gewünscht. Wie gesagt, 2-3 Hefte oder ein Buch smile

Am Ende hauen Doom, Frazier und Aulak (der neue Super-Vampir) mit einem Boot ab... Niemand kann sie ausfindig machen.
Als John & Co (mit Typhus-Mary, die mit in die heutige Zeit genommen wurde) mit dem Polizeiboot am Festland anlegen holt der Dämonenfänger den Dämon/die Dämonin Agash (direkt nach Verwandlung von Typhus-Mary) mit dem Motorad ab...
Auch der Schluss: Zu kurz, zu schnell erzählt. Mehr Platz bitte! großes Grinsen


Im Mittelteil gab es einige Leserbriefe an Ian Rolf Hill.


Das Titelbild fand ich auf dem ersten Blick schön unheimlich und düster, hat aber überhaupt nichts mit dem Inhalt des Romans zu tun. Ich denke es gäbe da sicherlich passendere Insel-Bilder.

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Sinclair Sinclair ist männlich
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Beiträge: 487

14.05.2020 21:32
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Zitat:
Original von Loxagon
Das Cover kommt mir bekannt vor ...

Edit: PZ HC 34.


Ging mir auch so. Jetzt weiß ich auch warum. großes Grinsen Buch

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Schneedrache
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Beiträge: 44

16.05.2020 13:27
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Zitat:
Original von Postmeister
Zitat:
Original von Tulimyrsky
Auch der vorliegende hat von mir ein TOP bekommen, da Freund es wieder schafft Atmosphäre zu schaffen. Und zwar Gruselatmosphäre. Kein Überfrachten an Actionszenen, sondern wohl dosierter Horror und ja, eben Grusel.


Volle Zustimmung. Auch von mir gibt es ein TOP. Endlich mal wieder ein Roman, der sich auch wie ein John Sinclair Roman anfühlt.

Von mir auch ein top. Kann mich diesen Meinungen nur anschließen. John Sinclair, wie ich es mir wünsche.

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