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12.08.2020 20:02
Michael Ende Friederich Hechelmann: Ophelias Schattentheater
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Ophelias Schattentheater


Verfasst von Michael Ende
Mit Bildern von Friedrich Hechelmann


28 Seiten

Erschienen 1988

K. Thienemanns Verlag, Stuttgart - Wien



Ophelia ist eine ältere Dame, zu der als Kind bereis gesagt wurde, sie müsse Schauspielerin werden. Leider ist ihre Stimme nur sehr leise und daher wird sie dann doch nur Souffleuse (da ist eine leise Stimme sogar willkommen). Aber Ophelia führt ein zufriedenes Leben, ist sie doch am Theater und lernt so in all den Jahren die ganzen großen Stücke auswendig. Dann schließt das Theater. Nach der letzten Vorstellung begegnet Ophelia einem Schatten. Einer von - wie sich herausstellt - vielen überzähligen Schatten, „(...)die zu niemandem gehören und die niemand haben will(...)“. Nun, Schatten nehmen bekanntlich wenig Platz ein, und so findet nach und nach eine ganze Gruppe von Schatten Unterschlupf in Ophelias Handtasche. Abends in ihrem Zimmer werden die Schatten rausgelassen und Ophelia bringt ihnen die Texte der Theaterstücke bei. Als sie ihre Wohnung verliert, zieht Ophelia durch die Lande und lässt ihre Schatten auf einem gespannten Laken Theater spielen. Zum Ende der Geschichte begegnet Ophelia noch einem letzten Schatten, doch selbst bei Nennung seines Namens birgt er für sie keinen Schrecken und auch ihn nimmt sie an.
Eine poetische, wirklich zu Herzen gehende Geschichte, die von Friedrich Hechelmann in wunderschöne, lichtdurchflutete Bilder gekleidet wurde. Das menschliche Leben findet in der Kunst seine Erfüllung und der Tod hat keinen Schrecken mehr. Man muss kein religiöser Mensch sein und kann dennoch die elementare Tröstung, die hier zu erfahren ist, nachempfinden. Ein Bilderbuch von erstaunlicher Qualität und eine zutiefst bewegende Geschichte.

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"Rosebud" C.F.Kane

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