logo
   
-- www.gruselroman-forum.de --
Das Forum zu John Sinclair, Gespenster-Krimi, Vampira, Hörspielen und vielem mehr !
Willkommen !
Falls Sie auf der Suche nach einem Forum rund um klassische und aktuelle Romanhefte sind, sollten Sie sich hier registrieren. Hier finden Sie ebenfalls Rubriken für Hörspiele und weitere Foren. Die Nutzung des Forums ist kostenlos.

John-Sinclair-Forum ::: Gruselroman-Forum » Roman-Serien » Gespenster-Krimi » Gespenster-Krimi 2.0 » Gespenster-Krimi 2.0 Nr. 76: Die Ghule von Graumannsdorf
« Vorheriges Thema | Nächstes Thema » Druckvorschau | An Freund senden | Thema zu Favoriten hinzufügen
Neues Thema erstellen Antwort erstellen
Umfrage: Gespenster-Krimi 2.0 Nr. 76: Die Ghule von Graumannsdorf
Top 
1
50.00%
Sehr gut 
1
50.00%
Gut 
0
0.00%
Mittel 
0
0.00%
Schlecht 
0
0.00%
Sehr schlecht 
0
0.00%
Insgesamt: 2 Stimmen 100%
 
Talis Talis ist männlich
Foren Gott




Dabei seit: 30.07.2016
Beiträge: 4031

07.09.2021 08:52
Gespenster-Krimi 2.0 Nr. 76: Die Ghule von Graumannsdorf
Antwort auf diesen Beitrag erstellen  Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen      IP InformationZum Anfang der Seite springen



Es war ein furchtbares Gewitter, das an diesem Sommertag im Jahr 1682 über Schloss Sautern niederging. Eine doppelte Sorge hielt die Schlossbewohner in Atem, denn während draußen die Elemente tobten, lag drinnen die Gräfin in den Wehen. Und nicht nur Schmerzen plagten die arme Frau, sondern auch die schauerlichsten Visionen, aus denen sie immer nur kurz zu Bewusstsein kam, wenn eine neue Wehe ihren Leib zusammenschnürte wie ein Folterinstrument.
Gräfin und Gesinde hätten glücklich sein müssen, denn Graf Roderick und seine Frau hatten sich seit Langem Kinder gewünscht, und die Schwangerschaft war ohne Zwischenfälle verlaufen. Warum schrie und weinte dann die junge Schlossherrin, als sie erst einen Knaben und dann ein Mädchen aus ihrem Schoß presste?
Die Kinder waren gesund und wohlgestaltet. Warum fluchte und betete die Mutter fast in einem Atemzug und beschwor die Hebamme mit wilden Schreien, die Neugeborenen sofort ins lodernde Feuer des Kamins zu werfen und mit dem Schürhaken festzuhalten, bis sie zu Schlacke verbrannt seien?


Die Ghule von Graumannsdorf

Verfasst von Camilla Brandner

Titelbild von Rudolf Sieber-Lonati

Erschienen am 07.09.2021

N E U




                                    Talis ist offline Email an Talis senden Beiträge von Talis suchen Nehmen Sie Talis in Ihre Freundesliste auf                               Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden IP Information
148097
geisterwolf
Eroberer


Dabei seit: 12.10.2018
Beiträge: 94

21.09.2021 12:15
RE: Gespenster-Krimi 2.0 Nr. 76: Die Ghule von Graumannsdorf
Antwort auf diesen Beitrag erstellen  Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen      IP InformationZum Anfang der Seite springen

Eine interessante Theorie zur Entstehung der Ghule (warum eigentlich nicht Ghoule?) entwirft Camilla Brandner mit dem vorliegenden Roman. Ein hartherziger Adeliger weist eine Bettlerin, die ihn um Almosen bittet, mit den Worten zurück, sie solle doch eine tote Ratte aus der Gosse essen. Die verflucht ihn daraufhin mit den Worten: "Da du mir Aas zum Essen anbietest, sollen deine Nachkommen Leichenfleisch fressen!"
Gesagt, getan. Die Frau des Adeligen gebiert Zwillinge, sowohl optisch als auch vom Verhalten her eigenartige Kinder, die sich alsbald als Ghule entpuppen, woraufhin die Gräfin in den Fluten eines Wasserfalls den Tod sucht, damit nicht ihr eigener Nachwuchs über ihren toten Körper herfällt.
Die Zwillinge wachsen heran, zeugen Nachwuchs - ebenfalls Ghule -, und die Jahre ziehen ins Land. Was im siebzehnten Jahrhundert beginnt, wo das Schloss des Grafen noch eine prunkvolle Residenz ist, endet im ausklingenden neunzehnten Jahrhundert, als das Heim der Ghule nur noch eine verfallene Ruine ist, die aber immer noch Menschen anlockt, soll es hier doch verborgene Schätze geben...
Eine schön-schaurige Geschichte, die zur Gänze in der Vergangenheit spielt, und sich flott lesen lässt. Vor allem bei der Schilderung grausig-widerwärtiger Szenen bevorzugt die Autorin eine blumige ( im positiven Sinn!) Sprache, wodurch das Grauen vor dem geistigen Auge des Lesers/der Leserin eine plastische Form annimmt.
Für mich sowohl vom Inhalt als auch vom Stil her der bisher beste Roman von Camilla Brandner.

                                    geisterwolf ist offline Beiträge von geisterwolf suchen Nehmen Sie geisterwolf in Ihre Freundesliste auf                               Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden IP Information
148428
Neues Thema erstellen Antwort erstellen
Gehe zu:
Powered by Burning Board Lite © 2001-2004 WoltLab GmbH
Design based on Red After Dark © by K. Kleinert 2007
Add-ons and WEB2-Style by M. Sachse 2008-2020