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John-Sinclair-Forum ::: Gruselroman-Forum » Roman-Serien » John Sinclair » JS1901-2000 » Band 1949: Angriff auf Scotland Yard
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Umfrage: JS Band 1949: Angriff auf Scotland Yard
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47.37%
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Insgesamt: 19 Stimmen 100%
 
Dämonengeist Dämonengeist ist männlich
Administrator




Dabei seit: 25.11.2007
Beiträge: 2898

10.11.2015 18:45

Startbeitrag !

Band 1949: Angriff auf Scotland Yard
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Erst vor wenigen Minuten hatte es aufgehört zu regnen, und der Geruch nach feuchter Erde erfüllte die Nachtluft.
Zwischen den Gräbern des alten Friedhofs stand ein geheimnisvoller Mann im bodenlangen Kaftan. Auf seinem zerfurchten Gesicht lag ein irres Lächeln, als sein Blick über die Grabsteine glitt.
»Diesmal wird mich niemand aufhalten«, erklärte er mit kehliger Stimme und vollführte eine magische Geste. Sofort begannen zahlreiche Kerzen zu brennen.
Und dann beschwor er die Toten …

Vorschau:

Sarket war wieder da!
Er hatte geschworen, sich an uns zu rächen. Und nun war der Tag der Rache gekommen. Doch noch etwas anderes wollte der Schwarzmagier: die Fessel des Menarke, das magische Amulett! Denn damit würde er mächtiger sein als je zuvor.
Das Amulett wurde in den Tresoren von Scotland Yard aufbewahrt, sicher bewacht. So dachten wir zumindest – bis im Yard das Chaos ausbrach ...

Autor: Michael Breuer

Erscheinungsdatum: 17.11.2015

Titelbild: Timo Würz

__________________
www.facebook.com/RafaelMarquesJS

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Sheila Conolly Sheila Conolly ist weiblich
Kaiser




Dabei seit: 24.06.2009
Beiträge: 1269

12.03.2017 01:53
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In dieser Story lässt Sarket nun die Toten vom Friedhof auferstehen, "benebelt" einen Sicherheitsmann und ruf damit die örtliche Polizei, wie auch John und Suko auf den Plan.

Beim Lesen der bildhaften Beschreibung hatte man fast den Eindruck, den stinkenden Fäulnisgeruch der lebenden Toten tatsächlich wahrzunehmen. Genau wie auch die schmatzenden Geräusche der leichenfressenden Untoten zu hören, als sie sich über das Opfer hermachen.

Der Plan von Sarket ist gar nicht übel, denn als die Polizei unter Inspektor Desmond (der Mann erinnert leicht an Inspektor Tanner und entwickelt sich zu einem doch sympathisch anmutenden Bindeglied zwischen Polizei und Yard), wie auch John und Suko die Geschehnisse untersuchen, ist der wieder erstarkte Ägypter längst anderweitig unterwegs.

Sarket hat nämlich einen Mitarbeiter des Yard, Arnold Brewster, sowie auch Glenda (wie man aber erst später erfährt) mit seinen hypnotischen Fähigkeiten zu willenlosen Marionetten gemacht.
Während Glenda Sir James aus dem Weg räumen soll, was sie auch mit viel Elan rüberbringt, dringt Brewster bis zu den Kellerräumen des Yard vor, in denen sich das Archiv mit sämtlichen Tresoren befindet, in denen Beweise, Artefakte und dergleichen unter Verschluss aufbewahrt werden.
Sein Weg wird von den Leichen der wackeren Beamten gepflastert, die ihm dabei im Weg sind.
Unten angekommen steht er allerdings vor dem Problem, dass die Tresore natürlich nicht so einfach zu öffnen sind.
Da er unter mentalem Beschuss von Sarket steht, kann er dem Ägypter eben dieses auf mentalem Wege auch wissen lassen.
Sarket will sich der Sache selbst annehmen, da er es auf das mächtige Amulett, die Fessel des Menarke, abgesehen hat und es um jeden Preis in seinen Besitz bringen will, um an Macht zu gewinnen.

Die Fähigkeiten des Ägypters sind durchaus plausibel und glaubwürdig, hat er doch bereits in vorangegangenen Stories Hypnose angewandt, Feuerbälle verschossen, etc.
Zudem hatte er sich einen Unsterblichkeitstrank einverleibt, der u.a. aus Ghouls bestand und dessen Auswirkungen somit auch noch nicht voll erprobt sind. Also ist auch da noch alles offen Augenzwinkern smile

An anderer Stelle kämpft Sir James nun damit, selbst nicht getötet zu werden, aber auch seine Sekretärin nicht zu verletzen.
Schließlich kann er sie, nicht ohne selbst einige Blessuren davonzutragen, überwältigen und John telefonisch darüber in Kenntnis setzen, was im Yard passiert ist.
Doch sein bester Mann weiß inzwischen schon Bescheid, nachdem er und Suko die Zombies auf dem Friedhof vernichten konnten. Zudem war der Sicherheitsmann vom Friedhof gesprächig, nachdem er durch Johns Kreuz wieder ent-hypnotisiert wurde.
John und Suko schlussfolgerten auf Grund der Information des Mannes, dass es sich bei dem Zombie-Flüsterer um niemand geringeren als Sarket handeln muss, der bei der letzten Niederlage schon Rache geschworen hatte. Und noch ein Gedanke drängte sich den Geisterjägern auf: hatte es der Schwarzmagier damals schon auf die Fessel des Menarke abgesehen, so wird es wohl auch dieses Mal so sein.
Und da sich das gute Stück im Yard befindet, war es kein Wunder, dass die telefonische Verbindung zu Sir James plötzlich abriss.

An dieser Stelle möchte ich erwähnen, dass es immer wieder ein Highlight ist, wenn Sir James selbst agiert. Man vergisst doch schnell, dass er nicht nur der "Bürohengst" ist, wie es sonst normal den Eindruck macht, sondern sich ebenfalls durchaus zu wehren weiß. Seine Gedanken und Überlegungen sind ebenfalls glaubhaft dargestellt und auch die Art und Weise seiner Handlungen, für einen Mann seines Alters, sind überzeugend.
Dass John allerdings den Superintendenten inzwischen innerhalb eines direkten Gesprächs als "Chef" tituliert, finde ich persönlich etwas befremdlich, hat er seinen Boss doch sonst immer mit dem gewohnt aristokratisch angehängten "Sir" angesprochen (nur im "Lästermodus" hatte John schon mal Ausdrücke wie "der Alte" oder "Chef" parat).

Während sich John und Suko also schnellstmöglich auf den Weg zum Yard machen, kommt es in dem Gebäude bereits zu weiteren Ausschreitung: Sarket lässt einige Beamte seine Macht spüren und auch sein Werkzeug Brewster schießt sich selbst über den Haufen, weil er dem Ägypter nun nicht weiter von nutzen ist.
Mittels seiner Kräfte bemächtigt sich Sarket sogar tatsächlich der Fessel des Menarke, macht aber kurz darauf einen entscheidenden Fehler. So dachte ich zumindest.
Er will sein Werk der Verwüstung noch einmal betrachten, das er im Yard angerichtet hat, anstatt gleich zu verschwinden.
So kommt es, dass er natürlich auf John und Suko trifft. Sarket wähnt sich allerdings siegessicher, trägt er doch bereits das begehrte Amulett und bringt auch hier wieder, sehr zu Johns Leidwesen, Suko unter seine Knute. Auch der alte Ägypter weiß wohl inzwischen, was er am Partner des Geisterjägers hat Augenzwinkern smile

Jedenfalls muss John einiges Einstecken, hält sich aber tapfer und hat dann auch letztendlich noch die zündende Idee, wie er sich selbst, seinen Partner und sämtliche Kollegen des Yard möglichst glimpflich retten kann.
Allerdings bleibt das Amulett, die Fessel des Menarke, dabei leider auf der Strecke (ich mochte es und auch den Gedanken, dass der ägyptische Bösewicht dadurch zu sehr viel Macht gekommen wäre).
Doch auch hier gab es am Ende noch indirekt die ein oder andere gute Erklärung, warum es so kam, wie es kam: noch ein alter Bekannter erschien! (naja, noch nicht wirklich bekannt, aber die Figur ist durchaus schon öfter in Erscheinung getreten Augenzwinkern )
Während Sarket sich zurückzieht und mit seiner erneuten Niederlage sein Hass auf Sinclair und Konsorten weiter geschürt wird, taucht der mysteriöse Mönch wieder auf und rekrutiert nun auch den alten Ägypter. Dabei würde mich doch mal brennend interessieren, was dieser Mönch den potenziellen Neuzugängen seiner Gruppierung der "dunklen Eminenzen" per Visualisierung so zeigt, dass die sich ihm darauf so bereitwillig anschließen UND ihn auch noch als Befehlshaber akzeptieren!

Sarket an sich hat noch an Überheblichkeit, Einfallsreichtum und Gefühlskälte gewonnen und mutiert damit, zumindest bei mir, zu einem gern gesehenen Bösewicht!
Ich freue mich, dass er nicht zu Staub zerfallen ist, sondern allem Anschein nach ausgebaut und dem mysteriösen Mönch an die Seite gestellt wird! smile Daumen_hoch

Die Geschichte war flüssig zu lesen. Einige beschreibende Wiederholungen gab es, die auf Grund der verschiedenen Handlungsorte,-stränge wohl nicht zu vermeiden waren, der Geschichte an sich aber auch keinen Abbruch tun.
Erfreulich war auch, dass der Ägypter Sarket erneut als Bösewicht in Erscheinung trat und für kurze Zeit sogar sein Ziel erreichte!


Hat Spaß gemacht, zu lesen und macht Lust auf mehr!
Bildhafte Beschreibungen, gut getroffene Protagonisten, ein selbstsicherer Bösewicht, eine Horde Zombies, einen sympathischen Inspektor Desmond, ein aktiv agierender Sir James, eine furiöse Glenda, so einige Leute, die auf der Strecke bleiben, genauere Benennung einiger Artefakte im Yard-Archiv und ein abermals hypnotisierter Suko sind diesmal mit von der Partie.
Außerdem geht der Handlungsstrang um den geheimnisvollen Mönch weiter.
Also alles, was Laune macht großes Grinsen

Mir zumindest ... und von daher gibt's auch hier ein "top" (auch wenn "Die Fessel des Menarke" für mich persönlich der beste Teil dieser drei "Sarket's" war, also auch das beste top gekriegt hat^^ großes Grinsen )

__________________
"Man sieht es, man hört es und man riecht es ... !"
"Also ... das musst du uns erklären, Sheila ... !"
"Man sieht, dass die Whiskyflasche leer ist und hört, dass du voll bist ... und man riecht deine Fahne!"

Dieser Beitrag wurde schon 1 mal editiert, zum letzten mal von Sheila Conolly am 12.03.2017 02:11.

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91893
Isaak S. Isaak S. ist männlich
Routinier




Dabei seit: 10.03.2018
Beiträge: 354

12.10.2018 19:41
RE: Band 1949: Angriff auf Scotland Yard
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Das Ereignis
Sarket will den Yard angreifen, um die Fessel des Menarke in seine Gewalt zu bringen.

Etwas mehr?
Zugegeben: Ich hatte mir von dem Titel noch mehr aufsehenerregende Aktion versprochen. Andererseits: Auch mir war es ergangen wie Orgow, dass ich das Heft gar nicht aus der Hand legen wollte. Alles war fein komponiert und lief wie ein erzählerisches Uhrwerk auf das Finale hinaus.

Zitat:
Original von Tulimyrsky
Die Story von vorne bis hinten logisch, schlüssig und eben im fabelhaften MB-Stil erzählt.


Das Finale
Der Abgang von Sarket ist dann eher ein Anti-Klimax. An und für sich finde ich das gar nicht schlecht, aber ich hätte mir gewünscht, dass die Zerstörung des Amuletts stärker, größer, dramatischer, spannender und lebendiger erzählt worden wäre.
Zitat:
Original auf Seite 60
Die Silberkugel prallte auf den blutroten Anhänger des Amuletts und ließ es in tausend Stücke zerspringen. Die Gesteinssplitter leuchteten grell auf, als sie pfeifend in alle Richtungen davonstoben.

Gab es kein Erdbeben? Keine magische Eruption? Keine Blitze? Kein Grollen der Götter? Eigentlich schade!

Meine Lektüre
Mir erging es ähnlich wie Helgorius das sehr gut zusammengefasst hat:
Zitat:
Original von Helgorius
Neben diesen (kleineren) Kritikpunkten, habe ich mich gefragt, warum ich trotz aller positiven Seiten der Geschichte erst nicht richtig warm mit der Story wurde. Ich glaube, es liegt daran, dass mir die einzelnen Charaktere nicht immer authentisch vorgekommen sind. Ich habe es eigentlich nie erlebt, dass John oder Suko Sir James mit "Chef" angesprochen haben. Das wirkte für mich schon ungewöhnlich. Ebenso hat Glenda nach meiner Erinnerung noch nie ein Sandwich für Sir James zubereitet.


Aber einmal abgesehen von all den Feinheiten finde ich, dass der Angriff auf den Yard eine in allen Belangen sehr gute Geschichte ist!

__________________
Am Anfang war... - Was war nochmal am Anfang?

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110453
hchristian111
Foren As


Dabei seit: 15.12.2019
Beiträge: 160

07.04.2020 11:20
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Hier ist alles gesagt, der Roman ist sehr gut bis TOP. Schade, dass wir von Michael Breuer nichts mehr lesen.

Die Geschichte ist flüssig erzählt, es stört vielleicht, dass jemand auf einer Seite drei, viermal als "Mittvierziger" bezeichnet wird - das trifft ja auf viele zu.

                                    hchristian111 ist offline Beiträge von hchristian111 suchen Nehmen Sie hchristian111 in Ihre Freundesliste auf                               Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden IP Information
130793
Destero Destero ist männlich
Tripel-As


Dabei seit: 29.01.2020
Beiträge: 242

14.05.2022 11:10
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Aus heutiger Sicht bewertet:

In vielen Fußnoten wird dieser Roman erwähnt, so dass meine Erwartungen sehr hoch waren.

Es ist ein "locker-flockig" runter zu lesender , etwas einfacher gehaltetener Roman,

Die Schlusszene war damals bestimmt noch beeindruckender als heute.

Bewertung : sehr gut

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153965
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