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John-Sinclair-Forum ::: Gruselroman-Forum » Roman-Serien » John Sinclair » JS2201-2300 » Band 2287: Rachetour eines Engels
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Umfrage: JS Band 2287: Rachetour eines Engels
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iceman76 iceman76 ist männlich
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Dabei seit: 22.09.2008
Beiträge: 9477

12.04.2022 09:33
Band 2287: Rachetour eines Engels
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Rachetour eines Engels

Der Fall begann mit einem Hammerschlag. Ich war von einer kleinen Feier gekommen, hatte den Audi in der Tiefgarage geparkt und ging zum Lift, um nach oben zu fahren, wo auch meine Wohnung lag.
Die Tür öffnete sich. Ich wollte in die Kabine steigen, tat es aber nicht, denn auf dem Boden lag ein menschlicher Arm ...
Das war der Anfang von einem Fall, der uns alles abverlangte ...

Geschrieben von Jason Dark

Erscheinungsdatum: 10.05.2022

__________________

*** Eintracht Braunschweig ***
*** Tradition seit 1895 ***
*** Deutscher Meister 1967 ***
Liest gerade: irgendwas, was mit Grusel zu tun hat!

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Dabei seit: 24.09.2008
Beiträge: 10882

14.05.2022 19:58
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John findet im Fahrstuhl seines Wohnhauses einen abgetrennten Arm. Den nimmt er erstmal mit in seine Bude, von dort kann die Spurensicherung ihn abholen. Die wird sich über die Verunreinigung von verwertbaren Spuren freuen. Später liegt auf seinem Wohnzimmertisch wie von Zauberhand ein Zettel mit einer Notiz. Ihre Rachetour hat begonnen. Sie ist da, um abzurechnen, und sie hat sich viel vorgenommen. Sei auf der Hut, John. Die Luft riecht nach Ozon, also muss Raniel diesen Hinweis hinterlassen haben. Hier wäre ein kleiner Verweis auf Metatron von Autorenkollege Hill echt spitze gewesen, da er die gleiche Ozon-Aura ausstrahlt. John ruft direkt Suko an und erzählt ihm die Neuigkeiten. Sein Freund weiß zufällig vom Fall eines Toten, dem der Arm fehlt. “Und weiß man mehr über den Toten?“ „Bestimmt. Aber das müssen wir noch herausfinden. Nur nicht mehr in dieser Nacht.“ Er gähnte. „Auf mich wartet das Bett.“

So gehen sie am nächsten Tag dieser Spur nach. Der Tote heißt Van Dango und ist ein böser Darknet-Krimineller, der sich wohl Kinderfilmchen angeschaut hat. “Wahrscheinlich war es der Schandarm, der ihm genommen wurde.“ Informationsgeber Tanner weiß sicher mehr, wie immer bei Fällen für die „normale Polizei“. Van Dango ist plötzlich kein Pädophiler mehr, sondern nun ein Auftragsmörder. Egal, John und Suko schauen sich die Leiche des Mannes an.

Der Triebtäter Morris Carter hat eine gefesselte Siebzehnjährige auf dem Rücksitz seines Wagens liegen und freut sich schon darauf, sich gleich an ihr zu vergehen. Da bricht der Engel aus einem Riss im Boden und kümmert sich um ihn. Danach stellt sie sich der entführten Ellen vor. “Ich bin Sofie, und ich werde diejenigen, die es nötig haben, umbringen.“ Ellen informiert natürlich direkt die Behören.

Die Leichenschau hat die Geisterjäger nicht unbedingt weitergebracht, deshalb schauen sie sich seine Wohnung an. Wo sie natürlich erstmal an unfreundliche Anwohner geraten. Danach unterhalten sie sich mit der Freundin des Toten. Plötzlich sieht John im Garten eine Gestalt. “Wer ist denn da hinten im Garten?“ Sie kam einen Schritt auf mich zu. „Wieso?“ „Ich habe da jemanden stehen sehen. Sieht aus wie eine Figur. Aber daran glaube ich nicht.“ Bevor sie etwas unternehmen können, fliegt Sofie auch schon weg. Dafür taucht nach der Vernehmung Raniel auf und informiert sie über Sofie. “Sie ist es, die in der Welt aufräumen will, um dann die wahre Herrschaft anzutreten.“ Eigentlich will sie wichtige Politiker und Unternehmer töten, um „so etwas wie die Weltherrschaft“ an sich zu reißen. Aber erstmal begnügt sie sich mit bösen Kriminellen? Ein Racheengel an bösen Menschen ist halt nicht so einfach als Monster der Woche zu schreiben wie ein Gegner mit simplem Weltherrschaftskomplex. Passt zwar nicht zu ihren bisherigen Taten, aber egal. Wieso hat Jason Dark sie dann nicht direkt Politiker oder Wirtschaftsbosse killen lassen?

Wegen dieser Wendung ist ihr nächstes Ziel auch kein Gangster, sondern ein einflussreicher Bischof. Und plötzlich hat sie auch irgendwelche Flugsaurier als Gehilfen. Von denen bekommt Bischof Jason Onslow als erstes Besuch. Merkt natürlich kein Anwohner, wenn die in Tottenham herumfliegen. Außer die Geisterjäger, die sofort auf die „Rotte“ Flugsaurier am Himmel aufmerksam werden. Wir brauchten den großen Vögeln nur zu folgen, um das Ziel zu erreichen. Zumindest war dies sehr wahrscheinlich … Bischof Onslow bereitet in seinem Arbeitszimmer weniger Sorge, wie es Flugsaurier überhaupt noch geben kann, sondern eher, wer sie geschickt haben könnte. Der Bischof versucht zu seinem Wagen zu fliehen, aber die Saurier erwischen ihn. Tot! Das bin ich bald, ich bin zu schwach. Der verdammte Schnabel wird mich durchbohren und ... Nein, er tat es nicht. Er zuckte zwar vor, doch gleichzeitig fiel von oben etwas hinunter und traf den Hals des Vogels. In letzter Heftromansekunde hat Raniel sich hierher teleportiert und das Viech geköpft. Er räumt mit den Angreifern auf und wartet bis die Geisterjäger eingetroffen sind. Dann macht er sich wieder aus dem Staub. John und Suko labern etwas mit dem Bischof, bis Sofie endlich auftaucht. Sie lädt aber nur eine Leiche ab und verschwindet dann direkt wieder. Bischof Onslow erkennt den Toten als Brian Cramer, der im Parlament saß. Für John ist die Motivation des Killer klarer. “Er killt Menschen, die etwas Positives in ihrem Leben getan haben oder noch dabei sind, es zu tun.“ Ok, erst war Sofie eine Rächerin der Wehrlosen und jagte Kriminelle. Dann wollte sie die Weltherrschaft und tötete einfach jeden in hohen Machtpositionen. Und nun hat sie es gezielt auf gute Menschen abgesehen. Eine typische Dark-180°-Wende.

Die Geisterjäger bringen den Bischof erstmal in eine Kirche, dort wird er sicher sein. Vorher hieß es noch Und er hatte das Glück, dass sein Haus nur ein paar Meter weit von der Kirche entfernt stand. Nur getrennt durch eine Wiese., nun müssen sie mit dem Wagen ein Stück dorthin fahren. Aber ok, für solche Details sind dann andere Leser wie Sinclair zuständig, ich bin schon gespannt, was er wieder alles findet. Egal, der Plan scheint eh zum Scheitern verurteilt. Sofie hat vor ihnen die Kirche erreicht und Obwohl Sofie auf der Seite des Teufels stand, war sie stark genug, eine Kirche zu betreten. Tja. Zum Glück stellt sich Raniel ihr. Doch sie ist stärker als er. Sie hätte ihm jetzt mit Vergnügen die Kehle durchschneiden können, und nichts wäre passiert. Davon hatte sie geträumt. Aber als klassische Heftromangegnerin lässt sie sich Zeit, bis Verstärkung eintrifft. Sie umkreist den ausgeknockten Raniel mehrmals und überlegt in Ruhe, wie sie ihn am besten töten soll. Schließlich entscheidet sie sich für Anzünden und Verbrennen. Zum Glück steht unter einer der Kirchenbänke ein Benzinkanister. Völlig logisch. Sofie trägt ein Feuerzeug bei sich. Sie zündet einen Lappen an – wo der herkommt soll den Leser mal nicht weiter kümmern – und entfacht das flammende Inferno. John und Suko stürmen endlich das Gotteshaus. Zum Glück war Sofie so doof, Raniel nicht mit Benzin zu übergießen, sondern nur den Steinboden um ihn herum. Warum auch immer. John und der Bischof schleifen Raniel aus der Kirche. Er ist etwas angekokelt, aber lebt.

Suko stellt sich Sofie und sie ist bei ihm genau so nachsichtig wie mit Raniel. Schlägt ihn nur nieder und fliegt davon. Nanu, das wäre doch ein stimmiger Schauplatz für das Finale gewesen, aber es sind wohl noch ein paar Seiten übrig. Da die Helden keinerlei Anhaltspunkte über ihren Aufenthaltsort oder ein mögliches Versteck haben, weiß ich nicht, wie man den Fall vernünftig auf den wenigen verbliebenen Seiten lösen soll. Es kommt nochmal ganz dicke für den anspruchsvollen Leser. Brian Cramer, die Leiche von vorhin, ist plötzlich wieder lebendig und Sofies nächstes Ziel. Wenn man nicht mehr das beste Gedächtnis hat und ohne Handlungskonzept einfach drauflos schreibt, passiert sowas halt. Es geht nun ganz schnell und zackig. Sofie taucht bei Brian Cramer und einigen Freunden in einer Darthalle auf, schlägt die Freunde nieder und will Cramer töten. Die Helden sind in Rekordzeit zur Darthalle gekommen und stellen sie. Mit einem Feuerzeug zündet Raniel Sofies rechten Flügel an, der sofort total Feuer fängt und in Flammen steht. Bei einem ungeschickten Fluchtversuch übertragen sich die Flammen auf den anderen Flügel und den Körper. Sofie muss aus Eukalyptusholz bestehen, denn sie brennt in Sekunden ab und fällt dann als verbrannter Klumpen auf den Boden.



Und das ist der Grund, warum man einen Roman kurz vor Schluss nicht nochmal ziehen sollte und das Finale verzögern, um auf den letzten Seiten irgendeinen Stuss runterzurasseln. Bei Kollege Marques hat man die letzten beiden Romane schön gesehen, dass es sich lohnt, nicht auf die 64 Seiten zu bestehen.

Ansonsten zeichnet sich die Geschichte durch eine negative Steigerung aus. Sie beginnt solide. Ab der Hälfte häufen sich die Problemchen. Beim Scheinfinale in der Kirche muss sich Sofie sehr dumm anstellen, damit keiner der Helden stirbt und das richtige Finale auf den letzten paar Seiten ist dann der Tiefpunkt.

Natürlich darf es nicht fehlen, die Motivation der Gegenspielerin mehrmals zu ändern. Passiert, wenn man ohne Plan drauflos schreibt und vermutlich auch mit Pausen mehrere Tage daran sitzt. Von einer „Rachetour“ bleibt am Ende nichts mehr übrig, am Anfang hätte es noch super gepasst. Dabei hätte Dark bleiben sollen. Es wäre zwar kein neues Konzept gewesen und am Ende hätten die Helden Sofie natürlich vernichten müssen, weil sie es absolut nicht einsieht, dass man böse Menschen vor ein Gericht stellt, statt sie zu killen, aber es wäre eine kohärente Handlung mit nachvollziehbarer Antagonistin gewesen. Und was sollten diese Flugsaurier, die überhaupt nicht ins Bild passen?

Ein deutliches SCHLECHT und großes Grinsen großes Grinsen großes Grinsen Baff Baff Baff Baff Baff Baff Baff (3,5 von 10 Kreuzen)

__________________
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Aktuelle Lesereihenfolge:

1. Dämonenkiller
2. John Sinclair
3. Professor Zamorra

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